Tempelweihe – Salomos Ansprache, Gebet und Festopfer
1Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel ⟨und⟩ alle Oberhäupter der Stämme, die Fürsten der Geschlechter[1] der Söhne Israel, zum König Salomo nach Jerusalem, um die Lade des Bundes des HERRN heraufzuholen aus der Stadt Davids, das ist Zion. (Jos 23,2; 1Kön 2,10; 1Chr 15,3; 2Chr 5,2)2Und alle Männer von Israel versammelten sich zum König Salomo im Monat Etanim[2], das ist der siebte Monat, am Fest. (3Mo 23,34; 2Chr 7,8)3Alle Ältesten von Israel kamen, und die Priester trugen die Lade (4Mo 4,15; 5Mo 31,9)4und brachten die Lade des HERRN hinauf, dazu das Zelt der Begegnung und alle heiligen Geräte, die im Zelt waren; die Priester und die Leviten brachten sie hinauf. (2Sam 6,12)5Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm eingefunden hatte ⟨und⟩ mit ihm vor der Lade ⟨stand⟩, opferten Schafe und Rinder, die vor Menge nicht berechnet und nicht gezählt werden konnten. (2Sam 6,13)6Und die Priester brachten die Lade des Bundes des HERRN an ihren Platz in den Hinterraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim; (2Mo 26,33; 1Kön 6,19; 1Chr 22,19; Ps 80,2; Jes 37,16; Offb 11,19)7denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Platz der Lade, und die Cherubim beschirmten die Lade und ihre Stangen von oben her.8Und die Stangen waren so lang, dass die Enden der Stangen ⟨nur⟩ vom Heiligen aus, vor dem Hinterraum, zu sehen waren; aber nach außen waren sie nicht sichtbar. Und sie sind dort bis zum heutigen Tag. (2Mo 25,15)9Nichts war in der Lade als nur die beiden steinernen Tafeln, die Mose am Horeb dort hineingelegt hatte, als der HERR mit den Söhnen Israel ⟨einen Bund⟩ schloss, als sie aus dem Land Ägypten zogen. (2Mo 25,21; 5Mo 4,13; 1Kön 8,21; Hebr 9,4)10Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus des HERRN; (2Mo 40,34; Jes 6,1; Hes 10,4; Hag 2,7; Mk 9,7)11und die Priester konnten wegen der Wolke nicht hinzutreten, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN. (2Mo 40,34; 2Chr 6,1; Jes 6,1; Hes 10,4; Hag 2,7)12Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, dass er im Dunkel wohnen will[3]. (2Mo 20,21; Ps 97,2)13Gebaut, ja gebaut habe ich ein fürstliches Haus für dich, eine Stätte, wo du thronen[4] sollst für Ewigkeiten.[5] (Ps 132,14; Hes 43,7; Mt 23,21)14Darauf wandte der König sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels, wobei die ganze Versammlung Israels dastand; (2Sam 6,18; 1Kön 8,55; Neh 8,7)15und er sagte: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der mit seinem Mund zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand erfüllt hat, ⟨was er verheißen hatte,⟩ als er sprach: (Jos 21,45; 1Sam 25,32; 1Chr 29,10; Ps 138,2)16Von dem Tag an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich aus allen Stämmen Israels keine Stadt erwählt, um ⟨darin⟩ ein Haus zu bauen, damit mein Name dort ist; aber ich habe David erwählt, dass er ⟨König⟩ über mein Volk Israel ist. (2Sam 7,6; 1Chr 17,6; Ps 78,70)17Nun lag es meinem Vater David am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. (1Chr 17,2; 1Chr 28,2; Apg 7,46)18Doch der HERR sprach zu meinem Vater David: Dass dir ⟨das⟩ am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, ⟨daran⟩ hast du gut getan, dass dir ⟨das⟩ am Herzen lag. (2Sam 7,3)19Jedoch wirst du selbst das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommt[6], der wird meinem Namen das Haus bauen. (1Chr 17,11; 1Chr 22,10)20Und der HERR hat sein Wort aufrechterhalten, das er geredet hat. So bin ich denn an die Stelle meines Vaters David getreten und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, so wie der HERR zugesagt hat, und habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, das Haus gebaut; (Jos 21,45; 1Kön 1,48; 1Chr 28,6; Ps 138,2; Apg 7,47)21und ich habe dort einen Platz für die Lade hergerichtet, in der der Bund des HERRN ist, den er mit unseren Vätern geschlossen hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte. (2Mo 24,8; 1Kön 8,9; 2Chr 6,12)22Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Versammlung Israels und breitete seine Hände zum Himmel aus. (2Mo 9,29)23Und er sprach: HERR, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich im Himmel oben und auf der Erde unten, der du den Bund und die Gnade deinen Knechten bewahrst, die vor dir leben[7] mit ihrem ganzen Herzen; (2Mo 15,11; 5Mo 7,9; 2Sam 7,22; 2Kön 20,3)24der du deinem Knecht, meinem Vater David, gehalten hast, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es am heutigen Tag ist. (Jos 21,45; Ps 138,2)25Und nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast, als du sprachst: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen vor meinem Angesicht[8], der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achten, dass sie vor mir leben[9], wie du vor mir gelebt hast[10]. (1Kön 2,4; 1Kön 3,3; Ps 132,12)26Und nun, Gott Israels, mögen sich doch deine Worte als zuverlässig erweisen, die du zu deinem Knecht, meinem Vater David, geredet hast! – (1Chr 17,23; Ps 119,38)27Ja, sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, der Himmel und die Himmel der Himmel können dich nicht fassen; wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe! (5Mo 10,14; 2Chr 2,5; Jes 66,1; Apg 7,48)28Doch wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, dass du hörst auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht heute vor dir betet, (Ps 5,2; Jes 37,15; Dan 9,17)29dass deine Augen Nacht und Tag geöffnet seien über dieses Haus hin, über die Stätte, von der du gesagt hast: Mein Name soll dort sein, dass du hörst auf das Gebet, das dein Knecht zu dieser Stätte hin betet. (5Mo 12,5; 1Kön 9,3; 1Kön 11,36; 1Kön 14,21; 2Kön 19,16; 2Kön 21,4; 2Chr 7,15; Neh 1,6; Sach 12,4)30Und höre auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu dieser Stätte hin richten werden. Du selbst mögest es hören an der Stätte, wo du thronst, im Himmel, ja, höre und vergib[11]! (2Chr 20,6; 2Chr 20,9; Ps 28,2; Ps 123,1; Dan 9,19)31Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt und der einen Fluch auf ihn legt[12], um ihn unter einen Fluch zu stellen, und er kommt ⟨und⟩ spricht den Fluch aus vor deinem Altar in diesem Haus,32dann höre du es im Himmel und handle und richte deine Knechte, indem du den Schuldigen schuldig sprichst, um seinen Weg auf sein Haupt zu bringen, und indem du den Gerechten gerecht sprichst, um ihm nach seiner Gerechtigkeit zu geben! (2Mo 34,7; 1Sam 2,25; 1Kön 2,32; Est 9,25; Ps 7,9; Hes 9,10; Joe 4,4; Apg 18,6)33Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren zu dir um und preisen deinen Namen und beten und flehen zu dir ⟨um Gnade⟩ in diesem Haus, (3Mo 26,17; 1Kön 8,47)34dann höre du es im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel; und bring sie in das Land zurück, das du ihren Vätern gegeben hast! (5Mo 30,1; Ps 106,46)35Bleibt der Himmel verschlossen, sodass es keinen Regen gibt, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie beten zu dieser Stätte hin und preisen deinen Namen und kehren um von ihrer Sünde, weil du sie demütigst, (3Mo 26,19; 1Kön 17,1; Hag 1,10; Sach 14,17)36dann höre du es im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel – denn du zeigst ihnen den guten Weg, auf dem sie gehen sollen – und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbteil gegeben hast! (Ps 25,4; Ps 32,8; Ps 68,10; Joe 2,23)37Wenn eine Hungersnot im Land herrscht, wenn eine Pest ausbricht, wenn es Getreidebrand, Vergilben ⟨des Getreides⟩, Heuschrecken ⟨oder⟩ Heuschreckenlarven gibt, wenn sein Feind es im Land seiner Tore belagert, ⟨wenn es also⟩ irgendeine Plage, irgendeine Krankheit ⟨gibt⟩ (5Mo 28,22; 2Chr 20,9)38⟨und dann⟩ irgendein Gebet, irgendein Flehen ⟨aufsteigt⟩, was von irgendeinem Menschen ⟨oder⟩ von deinem ganzen Volk Israel geschehen mag – ⟨je nachdem,⟩ was einer als Plage seines Herzens erkennt –, und er zu diesem Haus hin seine Hände ausbreitet,39dann höre du es im Himmel, der Stätte, wo du thronst[13], und vergib und handle und gib jedem nach all seinen Wegen, da du sein Herz kennst – denn du, du allein kennst das Herz aller Menschenkinder –, (Jos 22,22; 1Sam 16,7; 1Chr 28,9; Ps 139,1; Hebr 4,13)40damit sie dich fürchten all die Tage, die sie in dem Land leben, das du unsern Vätern gegeben hast! (5Mo 6,2; Ps 130,4)41Und auch auf den Ausländer, der nicht von deinem Volk Israel ist, aber wegen deines Namens aus fernem Land kommt – (Jes 56,6; Jer 3,17; Joh 12,20; Apg 8,27)42denn sie werden von deinem großen Namen hören und von deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm –, wenn er nun kommt und betet zu diesem Haus hin, (2Mo 6,6; 4Mo 15,14; Jos 4,24; 2Kön 17,36; Ps 8,10; Jes 63,12; Jer 27,5; Hes 20,33)43⟨dann⟩ höre du es im Himmel, der Stätte, wo du thronst[14], und handle nach allem, worum der Ausländer zu dir ruft, damit alle Völker der Erde deinen Namen erkennen, damit sie dich fürchten wie dein Volk Israel und damit sie erkennen, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe! (5Mo 26,15; 2Kön 19,19)44Wenn dein Volk zum Krieg gegen seinen Feind auszieht auf dem Weg, den du sie sendest, und ⟨wenn⟩ sie ⟨dann⟩ zum HERRN beten in Richtung auf die Stadt, die du erwählt hast, und ⟨auf⟩ das Haus, das ich deinem Namen gebaut habe, (2Chr 20,5)45dann höre im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe ⟨ihnen⟩ ihr Recht! (Ps 9,4)46Wenn sie gegen dich sündigen – denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt – und du über sie erzürnst und sie vor dem Feind dahingibst und ihre Bezwinger[15] sie gefangen wegführen in das Land des Feindes, ⟨in⟩ ein fernes oder ein nahes, (3Mo 26,33; 2Kön 17,6; 2Kön 25,21; Hi 15,14; Spr 20,9; Pred 7,20; 1Joh 1,10)47und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, wohin sie gefangen weggeführt worden sind, und kehren um und flehen zu dir im Land ihrer Bezwinger[16], indem sie sagen: Wir haben gesündigt und haben uns schuldig gemacht, wir haben gottlos gehandelt; (3Mo 26,40; 1Sam 7,6; 1Kön 8,33; Esr 9,6; Ps 106,6; Lk 15,18)48und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie gefangen weggeführt haben, und sie beten zu dir in Richtung auf ihr Land, das du ihren Vätern gegeben hast, ⟨auf⟩ die Stadt, die du erwählt hast, und ⟨auf⟩ das Haus, das ich deinem Namen gebaut habe, (3Mo 26,40; 1Sam 7,3; 1Kön 8,33; 2Kön 23,25; Jer 29,13; Dan 6,11)49dann höre im Himmel, der Stätte, wo du thronst[17], ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe ⟨ihnen⟩ ihr Recht!50Und vergib deinem Volk, worin sie gegen dich gesündigt haben, und alle ihre Vergehen, mit denen sie sich gegen dich vergangen haben[18]; und lass sie Erbarmen finden vor ihren Bezwingern[19], dass die sich über sie erbarmen! (2Chr 30,9; 2Chr 33,13; Ps 32,5; Ps 106,46)51Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du aus Ägypten, mitten aus dem Eisenschmelzofen, herausgeführt hast. (5Mo 4,20; 5Mo 9,29)52So lass deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, dass du auf sie hörst, sooft sie zu dir rufen!53Denn du, du hast sie für dich zum Erbteil ausgesondert aus allen Völkern der Erde, so wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten herausführtest, Herr, HERR! (2Mo 19,5; 2Sam 20,19; 2Chr 7,1)54Und es geschah, als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen zu dem HERRN zu Ende gebetet hatte, stand er auf von ⟨der Stelle⟩ vor dem Altar des HERRN, wo er auf den Knien gelegen hatte, seine Hände zum Himmel ausgebreitet.55Und er trat hin und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter Stimme und sprach: (2Mo 39,43; 1Kön 8,14; 1Chr 16,2)56Gepriesen sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, nach allem, was er geredet hat! Nicht ein einziges Wort ist dahingefallen von all seinen guten Worten, die[20] er durch seinen Knecht Mose geredet hat. (Jos 21,45; 1Chr 22,9)57Der HERR, unser Gott, sei mit uns, so wie er mit unseren Vätern gewesen ist. Er verlasse uns nicht und verstoße uns nicht, (5Mo 31,6)58um so unser Herz zu ihm zu neigen, damit wir auf all seinen Wegen gehen und seine Gebote und seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen einhalten, die er unseren Vätern geboten hat! (Ps 119,36)59Und diese meine Worte, mit denen ich vor dem HERRN um Gnade gefleht habe, seien dem HERRN, unserm Gott, nahe, Tag und Nacht, dass er das Recht seines Knechtes und das Recht seines Volkes Israel ausführt – die Sache eines ⟨jeden⟩ Tages an ihrem Tag –, (Jes 27,3)60damit alle Völker der Erde erkennen, dass der HERR Gott ist und sonst keiner! (2Mo 6,7; Jes 37,20)61Und euer Herz sei ungeteilt mit dem HERRN, unserem Gott, in seinen Ordnungen zu leben[21] und seine Gebote zu halten, wie es am heutigen Tag ist! (1Kön 3,3; 1Kön 15,14; 1Chr 28,9)62Und der König und ganz Israel mit ihm brachten vor dem HERRN Schlachtopfer dar[22]. (1Chr 16,1)63Und Salomo schlachtete als Heilsopfer[23], das er dem HERRN darbrachte[24], 22 000 Rinder und 120 000 Schafe. So weihten der König und alle Söhne Israel das Haus des HERRN ein. (4Mo 7,10; Esr 6,16; Ps 30,1)64An jenem Tag heiligte der König die Mitte des Vorhofes, der vor dem Haus des HERRN ⟨lag⟩; denn dort bereitete er das Brandopfer zu und das Speisopfer und die Fettstücke der Heilsopfer[25]; denn der bronzene Altar, der vor dem HERRN ⟨stand⟩, war zu klein, um das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstücke der Heilsopfer[26] zu fassen. (2Chr 4,1)65Und Salomo veranstaltete zu jener Zeit das Fest[27] und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung, von da, wo man nach Hamat hineinkommt[28], bis an den Bach Ägyptens, vor dem HERRN, unserm Gott, sieben Tage lang und ⟨weitere⟩ sieben Tage, ⟨zusammen⟩ vierzehn Tage[29]. (4Mo 34,5; Jos 15,1; 2Chr 30,23; Jes 27,12)66Am achten Tag entließ er das Volk. Und sie segneten den König[30] und gingen zu ihren Zelten, fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der HERR seinem Knecht David und seinem Volk Israel erwiesen hatte. (Jos 22,6; Neh 8,10)
1Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder Israels, zum König Salomo nach Jerusalem, um die Bundeslade des HERRN hinaufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion. (2Sam 5,7; 2Sam 6,12; 2Chr 5,2)2Und alle Männer Israels versammelten sich zum König Salomo am Fest[1] im Monat Etanim, das ist der siebte Monat. (3Mo 23,34; 2Chr 7,8)3Und alle Ältesten von Israel kamen, und die Priester trugen die Lade des HERRN, (4Mo 4,15; 5Mo 31,9; 1Chr 15,15)4und sie brachten die Lade des HERRN hinauf, dazu die Stiftshütte und alle Geräte des Heiligtums, die in dem Zelt waren. Das trugen die Priester und Leviten hinauf. (2Chr 1,3)5Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israels, die sich zu ihm versammelt hatte, standen mit ihm vor der Lade und opferten Schafe und Rinder, so viele, dass man sie wegen der Menge weder zählen noch berechnen konnte. (2Sam 6,17; 1Chr 16,1)6Und die Priester brachten die Bundeslade des HERRN an ihren Ort, in den Sprachort des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim. (2Mo 26,34; 1Kön 6,19; 1Kön 6,23; Ps 80,2; Jes 37,16)7Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort, wo die Lade stand, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her. (2Mo 25,20)8Die Stangen aber waren so lang, dass man ihre Spitzen im Heiligtum vor dem Sprachort sehen konnte; aber von außen sah man sie nicht. Und sie blieben dort bis zu diesem Tag. (2Mo 25,15; 2Mo 40,20; Jos 4,9; Mt 28,15)9Es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, als der HERR mit den Kindern Israels einen Bund machte, als sie aus dem Land Ägypten gezogen waren. (2Mo 19,5; 2Mo 25,21; 3Mo 26,9; 5Mo 4,13; 5Mo 10,1; Hebr 9,4)10Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligtum hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus des HERRN, (2Mo 40,34; 2Chr 5,13; Jes 6,1; Jes 6,4; Hes 10,4; Offb 15,8)11sodass die Priester wegen der Wolke nicht hinzutreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN. (2Mo 40,35; 3Mo 16,2; Hag 2,9)
Die Rede Salomos vor dem Volk
12Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, er wolle im Dunkeln wohnen. (5Mo 5,22; Ps 97,2; Jes 45,15; 1Tim 6,16)13Ich nun habe ein Haus gebaut, als Wohnung für dich, eine Stätte, dass du ewiglich dort bleiben mögest! (2Sam 7,13; Ps 132,14; Apg 7,47)14Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israels; denn die ganze Gemeinde Israels stand da. (2Sam 6,18; 2Chr 6,3; Neh 8,7)15Und er sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der zu meinem Vater David durch seinen Mund geredet und es auch durch seine Hand erfüllt hat, indem er sagte: (Jos 21,45; 1Chr 29,10; Ps 34,4; Ps 41,14; Ps 138,2; Mt 5,17; Lk 24,44; Hebr 1,1)16»Seit dem Tag, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich unter allen Stämmen Israels niemals eine Stadt erwählt, dass mir [dort] ein Haus gebaut würde, damit mein Name dort wäre; aber ich habe David erwählt, dass er über mein Volk Israel herrsche.« (2Sam 7,5; Ps 78,70)17Nun lag es zwar meinem Vater David am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. (2Sam 7,2; 1Chr 22,7; 1Chr 28,2)18Aber der HERR sprach zu meinem Vater David: »Dass es dir am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, dass dies dir am Herzen lag, daran hast du wohlgetan; (2Chr 6,8)19doch sollst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen das Haus bauen!« (1Kön 5,19; 1Chr 22,9)20Und der HERR hat sein Wort erfüllt, das er geredet hat; denn ich bin an die Stelle meines Vaters David getreten und sitze auf dem Thron Israels, wie der HERR geredet hat, und ich habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus gebaut, (1Kön 8,15; 1Chr 28,6; Ps 127,1)21und ich habe dort einen Platz zugerichtet für die Lade, in welcher der Bund des HERRN ist, den er mit unseren Vätern gemacht hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte. (5Mo 10,5; 5Mo 31,26; 1Kön 8,6; 1Kön 8,9)
Das Gebet Salomos
22Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israels, und er breitete seine Hände zum Himmel aus und sprach: (2Chr 6,12; Esr 9,5; Ps 28,2; 1Tim 2,8)23O HERR, du Gott Israels! Es gibt keinen Gott, der dir gleich wäre, weder oben im Himmel noch unten auf Erden, der du den Bund und die Gnade bewahrst deinen Knechten, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln; (1Mo 17,1; 1Mo 28,13; 2Mo 5,1; 2Mo 15,11; 2Mo 24,10; 5Mo 7,9; Jos 24,23; Rut 2,12; 2Sam 7,22; 2Kön 20,3; Neh 1,5; Ps 72,18; Jes 41,17; Jes 44,6; Jes 46,8; Dan 9,4; Hebr 11,16)24der du deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten hast, was du ihm verheißen hattest; du hast es mit deinem Mund geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es heute der Fall ist. (1Kön 8,15; 1Kön 8,20)25Und nun, HERR, du Gott Israels, halte doch deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm versprochen hast, als du sagtest: »Es soll dir nicht fehlen an einem Mann vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne ihren Weg bewahren, dass sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist!« (2Sam 7,13; 2Sam 7,27; Ps 89,37)26Und nun, du Gott Israels, lass doch dein Wort wahr werden, das du zu deinem Knecht David, meinem Vater, geredet hast! (1Chr 17,23; Ps 119,38)27Aber wohnt Gott wirklich auf der Erde? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe! (5Mo 10,14; 2Chr 2,6; Ps 148,4; Jes 66,1; Jer 23,24; Apg 17,24)28Wende dich aber zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, o HERR, mein Gott, dass du hörst auf das Rufen und das Gebet, welches dein Knecht heute vor dich bringt! (Ps 5,2; Dan 9,17)29Lass deine Augen Tag und Nacht offen stehen über diesem Haus, über dem Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name soll dort sein, dass du das Gebet erhörst, das dein Knecht zu dieser Stätte gerichtet betet. (5Mo 12,11; 2Kön 19,16; 2Chr 7,15; Neh 1,6; Ps 94,9)30So höre doch das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu diesem Ort hin richten werden! Ja, höre du es an dem Ort deiner Wohnung, im Himmel, und wenn du es hörst, so vergib! (2Chr 20,9; Ps 28,2; Ps 79,9; Ps 103,3; Ps 123,1; Jer 33,8; Dan 9,19; Mt 6,12; Mk 2,5)31Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt, und man erlegt ihm einen Eid auf, den er schwören soll, und er kommt und schwört vor deinem Altar in diesem Haus, (2Mo 22,8; 3Mo 5,1)32so höre du es im Himmel und greife ein und schaffe deinen Knechten Recht, indem du den Schuldigen verurteilst und sein Tun auf sein Haupt zurückfallen lässt, den Gerechten aber rechtfertigst und ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst. (2Mo 34,7; 4Mo 5,27; Ps 7,9; Ps 62,13)33Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren wieder zu dir um und bekennen deinen Namen, beten und flehen zu dir in diesem Haus, (3Mo 26,17; Neh 1,8)34so höre du es im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel und bringe sie wieder in das Land, das du ihren Vätern gegeben hast! (Ps 106,46; Jer 31,4; Jer 31,27)35Wenn der Himmel verschlossen ist und es nicht regnet, weil sie gegen dich gesündigt haben und sie dann zu diesem Ort hin beten und deinen Namen bekennen und sich von ihrer Sünde abwenden, weil du sie gedemütigt hast, (3Mo 26,19; 2Chr 6,26; Ps 107,12; Ps 119,67; Jes 55,7; Hebr 12,11)36so höre du es im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel, indem du sie den guten Weg lehrst, auf dem sie wandeln sollen; und lass es regnen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast! (Ps 25,4; Ps 32,8; Ps 68,10; Ps 94,12; Ps 119,67; Jes 30,21; Joe 2,23; Sach 10,1)37Wenn eine Hungersnot im Land herrscht, wenn die Pest ausbricht, wenn Kornbrand, Vergilben [des Getreides], Heuschrecken und Fresser auftreten werden, wenn sein Feind es belagert in den Städten seines Landes, wenn irgendeine Plage, irgendeine Krankheit auftritt, (5Mo 28,22; 5Mo 32,23; 2Chr 20,9)38was immer dann irgendein Mensch von deinem ganzen Volk Israel bittet und fleht, wenn jeder von ihnen die Plage seines Herzens erkennen wird, und sie ihre Hände ausbreiten zu diesem Haus hin, (2Chr 20,3; Esr 9,5)39so höre du es im Himmel, in deiner Wohnstätte, und vergib und greife ein und gib jedem Einzelnen entsprechend allen seinen Wegen, wie du sein Herz erkennst — denn du allein erkennst das Herz aller Menschenkinder —, (1Chr 28,9; Ps 7,10; Jer 17,10; Hebr 4,13)40damit sie dich fürchten alle Tage, solange sie leben in dem Land, das du unseren Vätern gegeben hast! (5Mo 6,2; Ps 115,13; Ps 130,4; Jer 32,39; Offb 15,4)41Aber auch wenn ein Fremdling, der nicht zu deinem Volk Israel gehört, aus einem fernen Land kommt um deines Namens willen — (2Mo 12,49; 4Mo 15,15; Jes 56,6; Apg 8,27)42denn sie werden hören von deinem großen Namen und von deiner mächtigen Hand und von deinem ausgestreckten Arm —, wenn er kommt, um zu diesem Haus hin zu beten, (2Mo 20,7; 5Mo 3,24; 5Mo 12,11; Jos 4,24; Ps 8,10; Ps 124,8; Jes 63,12; Lk 1,51; Joh 12,20)43so höre du es im Himmel, in deiner Wohnstätte, und tue alles, um was dieser Fremdling dich anruft, damit alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fürchten, wie dein Volk Israel, und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe! (2Kön 19,19; 2Chr 6,32; Ps 22,28; Mt 6,9)44Wenn dein Volk in den Krieg zieht gegen seine Feinde, auf dem Weg, den du sie senden wirst, und sie zum HERRN beten, zu der Stadt gewandt, die du erwählt hast, und zu dem Haus, das ich deinem Namen erbaut habe, (2Chr 20,6)45so höre du im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht! (2Chr 14,10; Ps 9,4)46Wenn sie gegen dich sündigen — denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt — und du über sie zornig bist und sie vor dem Feind dahingibst, sodass ihre Bezwinger sie gefangen wegführen in das Land des Feindes, es sei fern oder nah, (3Mo 26,33; 2Kön 17,6; Spr 20,9; Pred 7,20; Röm 3,9; Röm 3,23; Jak 3,2; 1Joh 1,8)47und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, in das sie gefangen weggeführt wurden, und sie kehren um und flehen zu dir in dem Land ihrer Gefangenschaft und sprechen: Wir haben gesündigt und Unrecht getan und sind gottlos gewesen! (3Mo 26,40; 5Mo 30,1; Esr 9,6; Neh 1,6; Jes 55,7; Dan 9,5; Lk 15,18; 2Kor 7,10)48— wenn sie so zu dir umkehren mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie weggeführt haben, und sie beten zu dir, zu ihrem Land hin gewandt, das du ihren Vätern gegeben hast, und zu der Stadt hin, die du erwählt hast, und zu dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe, (Jer 29,13; Dan 6,11; Hos 14,1)49so höre du im Himmel, in deiner Wohnstätte, ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht, (2Sam 8,15; 1Kön 8,30; 1Kön 8,32; 1Kön 8,45; 1Kön 8,59; Ps 9,5; Ps 54,3; Lk 18,5)50und vergib deinem Volk, was sie gegen dich gesündigt haben, und alle ihre Übertretungen, die sie gegen dich begangen haben, und lasse du sie Barmherzigkeit finden bei denen, die sie gefangen weggeführt haben, sodass sie sich über sie erbarmen; (2Chr 30,9; Neh 9,17; Ps 32,5; Ps 103,8; Ps 106,46; Jes 54,7)51denn sie sind ja dein Volk und dein Erbe, das du aus Ägypten herausgeführt hast, mitten aus dem Eisenschmelzofen! (5Mo 4,20; 5Mo 9,26; Neh 1,10; Jer 11,4)52So lass doch deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel, dass du sie erhörst in allem, weswegen sie dich anrufen! (Ps 86,5; Ps 145,18; 1Joh 5,14)53Denn du hast sie ausgesondert aus allen Völkern auf Erden als Erbe für dich, wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten führtest, o Herr, HERR! (2Mo 19,5; 5Mo 4,20)54Und es geschah, als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen vor dem HERRN vollendet hatte, da stand er auf von [seinem Platz] vor dem Altar des HERRN, wo er gekniet hatte, seine Hände zum Himmel gebreitet, (2Chr 7,1)55und er trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israels mit lauter Stimme und sprach: (2Sam 6,18; 1Kön 8,14; 1Chr 16,2)56Gepriesen sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, ganz wie er es verheißen hat! Von allen seinen guten Worten, die er durch seinen Knecht Mose geredet hat, ist nicht ein einziges Wort dahingefallen. (5Mo 12,10; Jos 21,45; 1Kön 5,4; 2Kön 10,10; 1Chr 22,9; Ps 33,4; Ps 119,105; Mt 24,35)57Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vätern gewesen ist! Er verlasse uns nicht und ziehe seine Hand nicht von uns ab. (5Mo 31,6; Jes 49,15)58Er wolle unser Herz zu ihm neigen, dass wir in allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote, seine Satzungen und seine Rechte halten, die er unseren Vätern geboten hat! (1Chr 29,18; Ps 119,36; Spr 4,4; Spr 4,23; Phil 2,13; Kol 3,23)59Und mögen diese meine Worte, die ich vor dem HERRN gefleht habe, gegenwärtig sein vor dem HERRN, unserem Gott, bei Tag und bei Nacht, dass er Recht verschaffe seinem Knecht und Recht seinem Volk Israel, Tag für Tag, (Ps 118,1; Ps 121,4; Jes 27,3)60damit alle Völker auf Erden erkennen, dass er, der HERR, Gott ist, und keiner sonst! (5Mo 4,35; 5Mo 4,39; Jos 4,24; 1Kön 8,43; 1Kön 18,39; 2Kön 19,19; Jes 45,5; Jer 10,10; Joe 2,27)61Euer Herz aber sei ungeteilt mit dem HERRN, unserem Gott, dass ihr in seinen Satzungen wandelt und seine Gebote bewahrt, wie an diesem Tag! (5Mo 5,29; 5Mo 18,13; 1Kön 11,4; 2Kor 7,1; Phil 3,12)
Die Opfer zur Einweihung des Tempels
62Und der König brachte Opfer dar vor dem HERRN, und ganz Israel mit ihm. (2Sam 6,17; 2Chr 7,4)63Und zwar brachte Salomo als Friedensopfer, das er dem HERRN opferte, 22 000 Rinder dar und 120 000 Schafe. So weihten der König und alle Kinder Israels das Haus des HERRN ein. (3Mo 3,1; 2Chr 2,4; 2Chr 7,5; Esr 6,16; Ps 30,1; Hes 45,17; Joh 10,22)64An jenem Tag heiligte der König den inneren Vorhof, der vor dem Haus des HERRN war, indem er Brandopfer, Speisopfer und das Fett der Friedensopfer dort zurichtete; denn der eherne Altar, der vor dem HERRN stand, war zu klein für die Brandopfer, Speisopfer und für das Fett der Friedensopfer. (2Chr 4,1; 2Chr 7,7)65So feierte Salomo zu jener Zeit das Fest — und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung des Volkes von Lebo-Hamat bis zum Bach Ägyptens — vor dem HERRN, unserem Gott, sieben Tage und nochmals sieben Tage lang; das waren vierzehn Tage. (4Mo 34,8; 1Kön 8,2; 2Chr 7,8; 2Chr 30,22)66Am achten Tag entließ er das Volk; und sie segneten den König und gingen hin zu ihren Zelten, fröhlich und guten Mutes, wegen all des Guten, das der HERR an seinem Knecht David und an seinem Volk Israel getan hatte. (2Chr 7,10; 2Chr 30,26; Ps 122,6; Zef 3,14; Sach 9,9; Apg 2,46; Gal 5,22; Phil 4,4)
1Damals versammelte Salomo die Ältesten Israels, alle Stammesführer und die Häupter der israelitischen Großfamilien bei sich in Jerusalem, um die Bundeslade des HERRN aus der Stadt Davids, das ist Zion, heraufzuholen. (2Chr 5,2; 2Chr 6,1)2Am Fest im Monat Etanim, das ist der siebte Monat, kamen alle Männer Israels bei König Salomo zusammen.[1]3Alle Ältesten Israels kamen und die Priester nahmen die Lade (Jos 3,6; 2Sam 15,24)4und brachten sie zugleich mit dem Offenbarungszelt und den heiligen Geräten, die im Zelt waren, hinauf. Die Priester und die Leviten übernahmen den Trägerdienst.5König Salomo aber und die ganze Gemeinde Israels, die bei ihm vor der Lade versammelt war, schlachteten Schafe und Rinder, die man wegen ihrer Menge nicht zählen und nicht berechnen konnte.6Darauf stellten die Priester die Bundeslade des HERRN an ihren Platz, an den hochheiligen Ort des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Kerubim.7Denn die Kerubim breiteten ihre Flügel über den Ort, wo die Lade stand, und bedeckten sie und ihre Stangen von oben her. (2Mo 25,20)8Die Stangen waren so lang, dass man ihre Spitzen im Heiligtum vor dem hochheiligen Ort sehen konnte; draußen aber waren sie nicht zu sehen. Sie blieben dort bis zum heutigen Tag. (2Mo 25,13)9In der Lade befanden sich nur die zwei steinernen Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit den Israeliten beim Auszug aus Ägypten geschlossen hatte. (2Mo 25,16)10Als dann die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN.11Sie konnten wegen der Wolke ihren Dienst nicht verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.12Damals sagte Salomo:
Der HERR hat gesagt, / er werde im Wolkendunkel wohnen.[2]13Erbaut habe ich ein fürstliches Haus für dich, / eine Wohnstätte für ewige Zeiten.
Salomos Ansprache
14Dann wandte sich der König um und segnete die ganze Versammlung Israels. Alle standen (2Chr 6,3)15und er betete: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels. Seine Hand hat ausgeführt, was sein Mund meinem Vater David verheißen hat, als er sprach:16Seit dem Tag, da ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, habe ich aus keinem der Stämme Israels eine Stadt für den Bau eines Hauses erwählt, um meinen Namen dort wohnen zu lassen. David aber habe ich zum Herrscher über mein Volk Israel erwählt.17Meinem Vater David lag es am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. (2Sam 7,1)18Doch der HERR sprach zu ihm: Weil es dir am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, hast du einen guten Entschluss gefasst. Ja, es lag dir am Herzen.19Doch sollst nicht du das Haus bauen; sondern erst dein leiblicher Sohn soll meinem Namen das Haus bauen.20Der HERR hat jetzt sein Versprechen, das er gegeben hat, wahr gemacht: Ich bin an die Stelle meines Vaters David getreten und habe den Thron Israels bestiegen, wie es der HERR zugesagt hatte. Ich habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, das Haus gebaut21und darin einen Raum für die Lade geschaffen. Sie enthält die Tafeln des Bundes, den der HERR mit unseren Vätern geschlossen hat, als er sie aus Ägypten führte. (5Mo 29,24; Jer 31,32; Jer 34,13)
Weihegebet
22Dann trat Salomo in Gegenwart der ganzen Versammlung Israels vor den Altar des HERRN, breitete seine Hände zum Himmel aus (2Chr 6,12)23und betete: HERR, Gott Israels, im Himmel oben und auf der Erde unten gibt es keinen Gott, der so wie du Bund und Huld seinen Knechten bewahrt, die mit ungeteiltem Herzen vor ihm leben.24Du hast das Versprechen gehalten, das du deinem Knecht, meinem Vater David, gegeben hast. Deine Hand hat heute erfüllt, was dein Mund versprochen hat.25Und nun, HERR, Gott Israels, halte auch das andere Versprechen, das du deinem Knecht David, meinem Vater, gegeben hast, als du sagtest: Es soll dir nie an einem Nachkommen fehlen, der vor mir auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne darauf achten, ihren Weg so vor mir zu gehen, wie du es getan hast. (Ps 132,12)26Gott Israels, möge sich jetzt dein Wort, das du deinem Knecht David, meinem Vater, gegeben hast, als wahr erweisen.27Wohnt denn Gott wirklich auf der Erde? Siehe, selbst der Himmel und die Himmel der Himmel fassen dich nicht, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe.28Wende dich, HERR, mein Gott, dem Beten und Flehen deines Knechtes zu! Höre auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht heute vor dir verrichtet!29Halte deine Augen offen über diesem Haus bei Nacht und bei Tag, über der Stätte, von der du gesagt hast, dass dein Name hier wohnen soll! Höre auf das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte verrichtet!30Achte auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, wenn sie an dieser Stätte beten! Höre sie im Himmel, dem Ort, wo du wohnst! Höre sie und verzeih!31Wenn sich jemand gegen seinen Nächsten verfehlt und dieser ihm einen Eid abverlangt, den er schwören muss, und er dann kommt und vor deinem Altar in diesem Haus schwört, (2Mo 22,7)32so höre du es im Himmel und greif ein! Verschaff deinen Knechten Recht; verurteile den Schuldigen und lass sein Tun auf ihn selbst zurückfallen! Den Schuldlosen aber sprich frei und vergilt ihm, wie es seiner Gerechtigkeit entspricht.33Wenn dein Volk Israel von einem Feind geschlagen wird, weil es gegen dich gesündigt hat, und dann wieder zu dir umkehrt, deinen Namen preist und in diesem Haus zu dir betet und fleht,34so höre du es im Himmel! Vergib deinem Volk Israel seine Sünde; lass sie in das Land zurückkommen, das du ihren Vätern gegeben hast!35Wenn der Himmel verschlossen ist und kein Regen fällt, weil sie gegen dich gesündigt haben, und wenn sie dann an diesem Ort beten, deinen Namen preisen und von ihrer Sünde lassen, weil du sie demütigst,[3]36so höre du sie im Himmel! Vergib deinen Knechten und deinem Volk Israel ihre Sünden; denn du führst sie den guten Weg, den sie gehen sollen. Spende Regen deinem Land, das du deinem Volk zum Erbbesitz gegeben hast!37Wenn im Land Hungersnot herrscht, wenn Pest ausbricht, wenn Getreidebrand, Rost, Heuschrecken und Ungeziefer auftreten, wenn Feinde sie im eigenen Land bedrängen, wenn irgendeine Plage oder Krankheit sie trifft,38wenn sich dann Gebet und Flehen erhebt von jedem einzelnen Menschen und von ganz Israel, weil alle die Not ihres Herzens kennen und ihre Hände zu diesem Haus ausstrecken,39dann höre sie im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und verzeih! Greif ein und vergilt jedem, wie es sein Tun verdient! Du kennst ja ihre Herzen; denn du allein kennst die Herzen aller Menschen.40So werden sie dich fürchten, solange sie in dem Land leben, das du unseren Vätern gegeben hast.41Auch Fremde, die nicht zu deinem Volk Israel gehören, werden wegen deines Namens aus fernen Ländern kommen; (Jes 56,6)42denn sie werden von deinem großen Namen, deiner starken Hand und deinem hoch erhobenen Arm hören. Sie werden kommen und in diesem Haus beten.43Höre sie dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und tu alles, weswegen der Fremde zu dir ruft! Dann werden alle Völker der Erde deinen Namen erkennen. Sie werden dich fürchten, wie dein Volk Israel dich fürchtet, und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe.44Wenn dein Volk auf dem Weg, den du es führst, gegen seine Feinde in den Krieg zieht und wenn es dann zu dir betet, zur Stadt hingewendet, die du erwählt hast, und zu dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe, (Dan 6,11)45so höre du im Himmel sein Beten und Flehen und verschaff ihm Recht!46Wenn sie gegen dich sündigen - es gibt ja niemand, der nicht sündigt - und du ihnen zürnst, sie ihren Bedrängern preisgibst und ihre Feinde sie gefangen fortführen in ein fernes oder nahes Land, (Spr 20,6; Pred 7,20)47so werden sie es sich im Land ihrer Gefangenschaft zu Herzen nehmen. Sie werden im Land ihrer Gefangenschaft umkehren, zu dir flehen und rufen: Wir haben gesündigt, Unrecht getan und gefrevelt.48Mit ganzem Herzen und ganzer Seele werden sie im Land ihrer Feinde, von denen sie als Gefangene weggeführt wurden, zu dir umkehren und zu dir beten, zum Land hingewendet, das du ihren Vätern gegeben hast, zur Stadt hin, die du erwählt hast, und zum Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe.49Höre dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, ihr Beten und Flehen! Verschaff ihnen Recht50und verzeih deinem Volk, was es gegen dich gesündigt hat; verzeih ihm alle Frevel, die es gegen dich begangen hat! Lass sie bei ihren Unterdrückern Mitleid und Erbarmen finden!51Sie sind ja dein Volk und dein Eigentum, das du aus dem Schmelzofen, aus Ägypten, herausgeführt hast.52Halte deine Augen offen für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen deines Volkes Israel! Erhöre sie, sooft sie zu dir rufen.53Du hast dir Israel unter allen Völkern der Erde als Eigentum ausgewählt, wie du es durch deinen Knecht Mose verkündet hast, als du unsere Väter aus Ägypten geführt hast, Herr und GOTT.
Salomos Segen
54Als Salomo dieses flehentliche Gebet zum HERRN beendet hatte, erhob er sich auf dem Platz vor dem Altar des HERRN, wo er niedergekniet war und die Hände zum Himmel ausgebreitet hatte.55Er trat vor die ganze Versammlung Israels, segnete sie und rief mit lauter Stimme:56Gepriesen sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe geschenkt hat, wie er es versprochen hat. Von all den herrlichen Verheißungen, die er durch seinen Knecht Mose verkündet hat, ist nicht eine hinfällig geworden.57Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vätern war. Er verlasse uns nicht und verstoße uns nicht.58Er lenke unsere Herzen zu sich hin, damit wir auf seinen Wegen gehen und die Gebote, Gesetze und Rechtsentscheide bewahren, die er unseren Vätern gegeben hat. (Jer 31,33; Hes 11,19)59Mögen diese Worte, die ich flehend vor dem HERRN, unserem Gott, gesprochen habe, ihm Tag und Nacht gegenwärtig bleiben. Möge er seinem Knecht und seinem Volk Israel Recht verschaffen, wie es jeder Tag verlangt,60damit alle Völker der Erde erkennen, dass niemand Gott ist als der HERR allein. (2Kön 19,19; Jes 45,5)61Euer Herz aber bleibe ungeteilt beim HERRN, unserem Gott, sodass ihr seinen Gesetzen folgt und auf seine Gebote achtet, wie es heute geschieht.
Abschluss der Feier
62Dann brachten der König und mit ihm ganz Israel vor dem HERRN Opfer dar. (2Chr 7,4)63Zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe ließ Salomo als Heilsopfer für den HERRN schlachten. So vollzogen der König und alle Israeliten die Weihe des Hauses des HERRN. (2Sam 6,17)64An jenem Tag weihte der König auch die Mitte des Hofes, der vor dem Haus des HERRN war, als er dort das Brandopfer, das Speiseopfer und die Fettstücke der Heilsopfer darbrachte. Der bronzene Altar, der vor dem HERRN stand, war nämlich zu klein, um das Brandopfer, das Speiseopfer und die Fettstücke der Heilsopfer fassen zu können. (1Kön 9,25; 2Kön 16,10)65Salomo feierte damals mit ganz Israel, das von Lebo-Hamat bis zum Grenzbach Ägyptens zu einer großen Versammlung vor dem HERRN, unserem Gott, erschienen war, das Fest sieben Tage lang und nochmals sieben Tage, zusammen vierzehn Tage. (5Mo 16,13)66Am achten Tag entließ er das Volk. Sie priesen den König und gingen zu ihren Zelten, frohen Mutes und voll Freude über all das Gute, das der HERR an seinem Knecht David und seinem Volk Israel getan hatte.
1Danach ließ Salomo die führenden Männer Israels sowie die Oberhäupter aller Stämme und Sippen[1] zu sich nach Jerusalem kommen. Sie sollten die Bundeslade des HERRN von der Davidsstadt – dem Teil Jerusalems, der auf dem Berg Zion liegt – in den Tempel bringen.2Auch alle anderen Männer aus dem Volk versammelten sich deshalb bei König Salomo ´in Jerusalem` zum Laubhüttenfest[2], das im Monat Etanim, dem siebten Monat des Jahres, gefeiert wurde.3Als alle führenden Männer versammelt waren, hoben die Priester die Bundeslade auf ihre Schultern4und trugen sie hinauf zum Tempel. Gemeinsam mit den Leviten brachten sie auch das Zelt der Begegnung mit allen seinen geweihten Gegenständen dorthin.5König Salomo und die ganze Gemeinschaft der Israeliten, die sich bei ihm eingefunden hatte, opferten vor der Lade so viele Schafe, Ziegen und Rinder, dass man sie nicht mehr zählen konnte.6Dann brachten die Priester die Bundeslade an den vorgesehenen Platz im hinteren Raum des Tempels, dem Allerheiligsten. Sie stellten sie unter die Flügel der beiden ´großen` Kerub–Engel.[3] (1Kön 6,23)7So breiteten die Kerub-Engel ihre Flügel über der Lade aus und beschirmten die Lade samt ihren Tragestangen.8Die Stangen waren so lang, dass man ihre Enden vom Heiligtum aus sehen konnte, wenn man direkt vor dem Allerheiligsten stand. Vom Rest des Heiligtums aus[4] sah man sie nicht. Noch heute befindet sich die Bundeslade an diesem Ort.9In der Lade waren nur die beiden Steintafeln, die Mose am Berg Horeb hineingelegt hatte, als der HERR mit den Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten einen Bund schloss.10Als die Priester den Tempel wieder verließen, erfüllte eine Wolke das Haus des HERRN.11Die Priester konnten wegen der Wolke ihren Dienst im Tempel nicht fortsetzen, denn die herrliche Gegenwart des HERRN[5] durchflutete das ganze Heiligtum.12Dann betete Salomo: »HERR, du hast gesagt, dass du im Wolkendunkel wohnen willst.[6]13Nun habe ich dir ein prachtvolles Haus gebaut. Möge diese Stätte für immer deine Wohnung sein[7].«
Salomos Worte zur Einweihung des Tempels
14Dann drehte der König sich um und segnete die ganze Gemeinschaft der Israeliten, die sich ´vor dem Tempel` aufgestellt hatte.15Er sagte: »Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels! Er hat wahr gemacht, was er meinem Vater David versprochen hat.[8] Damals sagte er:16›Seit ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, habe ich in keinem der Stämme Israels eine Stadt auserwählt, damit man dort einen Tempel für mich baut[9]. Aber dich habe ich erwählt als König über mein Volk.‹17Der Herzenswunsch meines Vaters David war es, dem HERRN, dem Gott Israels, einen Tempel zu bauen.18Der HERR sagte zu ihm: ›Dein Wunsch, ein Haus für mich zu bauen, gefällt mir.19Aber nicht du wirst dieses Haus bauen, sondern dein Sohn[10].‹20Dieses Versprechen hat der HERR ´jetzt` erfüllt: Ich bin an die Stelle meines Vaters getreten und habe Israels Thron bestiegen, wie der HERR gesagt hat. Und nun habe ich den Tempel für den HERRN, den Gott Israels, gebaut.21Darin habe ich einen Raum für die Lade geschaffen, in der ´die Gesetzestafeln` liegen. Sie sind das Wahrzeichen des Bundes, den der HERR mit unseren Vorfahren geschlossen hat[11], als er sie aus Ägypten führte.«
Salomos Gebet zur Einweihung des Tempels
22Dann trat Salomo vor der ganzen Gemeinschaft der Israeliten an den Altar des HERRN, breitete seine Hände zum Himmel aus23und betete: »HERR, du Gott Israels! Es gibt keinen Gott wie dich – weder im Himmel noch auf der Erde. Du stehst zu deinem Bund und erweist allen deine Liebe, die dir mit ungeteiltem Herzen dienen.24Du hast das Versprechen gehalten, das du meinem Vater David gegeben hast. Was du ihm damals gesagt hast, das hast du heute erfüllt.25HERR, du Gott Israels, bitte halte auch das ´andere` Versprechen, das du meinem Vater David gegeben hast. Du hast zu ihm gesagt: ›Immer wird einer deiner Nachkommen auf Israels Königsthron sitzen, wenn sie darauf achten, mir genauso treu zu dienen wie du.‹26Du Gott Israels, lass alles in Erfüllung gehen, was du meinem Vater David, deinem Diener, versprochen hast!27Aber kann es wirklich sein, dass du, Gott, auf der Erde[12] wohnst? Selbst der Himmel in seiner unendlichen Weite kann[13] dich nicht fassen – geschweige denn dieser Tempel, den ich gebaut habe. (2Chr 6,18)28Bitte achte dennoch auf mein Gebet und mein Flehen, HERR, mein Gott! Erhöre mich, wenn ich heute zu dir rufe.29Richte deinen Blick Tag und Nacht auf diesen Tempel, von dem du gesagt hast: ›Hier ist der Ort meiner Gegenwart.‹[14] Nimm das Gebet an, das ich von hier aus an dich richte.30Erhöre meine inständigen Bitten und auch die deines Volkes, wenn wir zu dieser Stätte gewandt[15] zu dir rufen. Hör uns in deiner himmlischen Wohnung; ja, erhör uns und vergib uns!31Angenommen, jemand wird beschuldigt, seinem Mitmenschen ein Unrecht zugefügt zu haben. Er wird hierher gebracht und soll schwören, dass er unschuldig ist.[16] Wenn der Beschuldigte vor deinen Altar tritt und den Eid leistet,32dann hör im Himmel, was er sagt. Greif ein und sorge für Recht: Wenn er schuldig ist, dann entlarve ihn und lass ihn die Folgen seiner Taten zu spüren bekommen. Wenn er aber unschuldig ist, dann sprich ihn frei und verschaff ihm Gerechtigkeit.33Wenn dein Volk Israel von seinen Feinden besiegt wird, weil es gegen dich gesündigt hat: Wenn es dann wieder zu dir umkehrt, sich zu dir als seinem Gott bekennt und dich hier in diesem Tempel um Hilfe anfleht,34dann hör es im Himmel. Vergib deinem Volk seine Schuld und bring es wieder zurück in dieses Land[17], das du seinen Vorfahren gegeben hast.35Wenn der Himmel verschlossen bleibt und kein Regen auf das Land fällt, weil seine Bewohner gegen dich gesündigt haben: Wenn sie dann zu dieser Stätte gewandt beten, dich wieder loben und von ihren falschen Wegen umkehren, weil deine strafende Hand sie zur Einsicht gebracht hat[18],36dann hör es im Himmel. Vergib deinem Volk Israel seine Schuld.[19] Zeig ihnen, wie sie nach deinem Willen leben können[20]. Lass es wieder regnen auf dein Land, das du deinem Volk als bleibenden Besitz gegeben hast.37Wenn eine Hungersnot im Land herrscht oder eine Seuche ausbricht, wenn das Getreide durch Getreidebrand oder Mehltau, durch Heuschrecken oder andere Schädlinge vernichtet wird, wenn ein Feind die Städte belagert – wenn also das Land von Not oder Krankheit heimgesucht wird –,38dann höre jedes Gebet und jedes Flehen, sei es von einem einzelnen Menschen oder von deinem ganzen Volk Israel. Streckt jemand in der Not seines Herzens die Arme im Gebet zu dieser Stätte hin aus,39dann hör ihn in deiner himmlischen Wohnung. Vergib ihm und greif ein! Gib jedem, was er für seine Taten verdient, denn du kennst ihn genau. Du allein siehst allen Menschen ins Herz.40So werden die Israeliten stets in Ehrfurcht vor dir leben, solange sie in dem Land wohnen, das du unseren Vorfahren gegeben hast.41´Beachte` auch die Ausländer, die nicht Mitglied deines Volkes sind, aber aus einem fernen Land kommen, weil sie von dir gehört haben[21].42Denn sie werden ´von weither` kommen, weil sie von deinem Ruhm und von den Taten erfahren, die du mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm vollbracht hast. Wenn also ein Ausländer kommt und in Richtung dieser Stätte zu dir betet,43dann hör ihn in deiner himmlischen Wohnung und erfüll alle seine Bitten! So werden alle Völker der Erde erkennen, wer du bist[22], und dir mit Ehrfurcht begegnen, wie dein Volk Israel es tut. Sie werden erkennen, dass du dir diesen Tempel, den ich gebaut habe, zur Wohnung genommen hast[23].44Wenn dein Volk in deinem Auftrag[24] gegen seine Feinde in den Kampf zieht: Wenn sie dann zu dir beten und dabei den Blick zu der Stadt richten, die du erwählt hast, und zu dem Tempel, den ich für dich gebaut habe,45dann hör ihr flehendes Gebet im Himmel und verschaff ihnen Recht!46Wenn sie aber gegen dich sündigen – es gibt ja keinen Menschen, der nicht sündigt – und du zornig wirst und sie ihren Feinden auslieferst, die sie in ein fremdes Land verschleppen, in der Nähe oder in der Ferne;47wenn sie dort zur Einsicht kommen, sich dir wieder zuwenden und bekennen: ›Wir haben Schuld auf uns geladen, wir haben Unrecht getan und gottlos gehandelt‹;48wenn sie sich dir im Land ihrer Gefangenschaft von ganzem Herzen und von ganzer Seele zuwenden und ihren Blick zu dem Land richten, das du ihren Vorfahren gegeben hast, zu der Stadt, die du erwählt hast, und zu dem Tempel, den ich für dich gebaut habe,49dann hör ihr flehendes Gebet in deiner himmlischen Wohnung und verschaff ihnen Recht!50Vergib deinem Volk alles, was sie gegen dich getan haben und worin sie dir untreu geworden sind. Sorge dafür, dass ihre Unterdrücker Erbarmen mit ihnen haben!51Sie sind doch dein Volk und dein Eigentum. Du hast sie aus Ägypten herausgeholt wie aus einem glühenden Schmelzofen.52Blicke freundlich auf mich und auf dein ganzes Volk! Erhör uns, wann immer wir zu dir rufen.53Denn du hast die Israeliten aus allen Völkern der Erde als dein Eigentum erwählt. So hast du es ´ihnen` schon durch deinen Diener Mose sagen lassen, als du unsere Vorfahren aus Ägypten herausgeführt hast, HERR, du allmächtiger Gott.«
Salomo segnet das Volk
54Als Salomo sein Gebet beendet und alle seine Bitten vor den HERRN gebracht hatte, stand er auf. Er hatte nämlich beim Beten vor dem Altar des HERRN gekniet und seine Arme zum Himmel ausgebreitet.55Er trat vor die Gemeinschaft der Israeliten, segnete sie und rief laut:56»Gepriesen sei der HERR! Er hat seinem Volk Israel ein Land geschenkt, wo es in Ruhe und Frieden leben kann[25]. So hatte er es versprochen. Keine einzige Zusage ist unerfüllt geblieben, die er ´uns` durch seinen Diener Mose gab.57Der HERR, unser Gott, stehe uns bei, so wie er schon unseren Vorfahren beigestanden hat. Nie möge er uns verlassen oder verstoßen.58Er schenke uns ein Herz, das auf ihn gerichtet ist, damit wir seinen Willen tun[26] und nach seinen Geboten, Ordnungen und Rechtsbestimmungen leben, die er unseren Vorfahren gegeben hat.59Möge der HERR, unser Gott, sich Tag und Nacht an diese Worte erinnern, mit denen ich ihn um Gnade gebeten habe. Er möge mir, seinem Diener, und seinem Volk Israel Recht verschaffen an jedem Tag, so wie es nötig ist.60Dann werden alle Völker der Welt erkennen: Der HERR allein ist Gott. Es gibt keinen außer ihm.61Ihr aber sollt mit ungeteiltem Herzen beim HERRN, eurem Gott, bleiben. Lebt nach seinen Ordnungen und haltet seine Gebote, so wie ihr es heute tut.«
Zur Einweihung des Tempels werden ein Opferfest und das Laubhüttenfest gefeiert
62Dann feierten der König und ganz Israel ein Opfermahl zu Ehren des HERRN.63Zur Einweihung des Tempels ließ Salomo 22.000 Rinder und 120.000 Schafe und Ziegen als Gemeinschaftsopfer schlachten.64Für diesen Anlass[27] weihte Salomo den gesamten inneren Bereich des Tempelvorhofs ´als Opferstätte` und ließ dort die Brandopfer, die Speiseopfer sowie das Fett der Gemeinschaftsopfer verbrennen. Denn der bronzene Altar, der vor dem Tempel[28] stand, war viel zu klein für die große Menge der Opfer.65Danach feierten Salomo und die Israeliten das Laubhüttenfest[29] vor dem HERRN, ihrem Gott. Eine gewaltige Menschenmenge war ´aus dem ganzen Land` zusammengekommen, von Lebo-Hamat ´im äußersten Norden` bis zu dem Bachtal ´an der Grenze zu` Ägypten. Das ´gesamte` Fest dauerte vierzehn Tage: sieben Tage ´feierte man die Einweihung des Tempels` und weitere sieben Tage ´das Laubhüttenfest`.66Am Tag nach dem Laubhüttenfest[30] entließ[31] Salomo das Volk. Die Menschen riefen ihrem König Segenswünsche zu[32] und kehrten nach Hause zurück. Sie waren voll Freude und Dankbarkeit, weil der HERR seinem Diener David und seinem Volk Israel so viel Gutes erwiesen hatte.
Die Lade des Bundes im Tempel. Salomos Gebet und Opfer
1Damals versammelte Salomo die Ältesten Israels, alle Stammeshäupter, die Fürsten der Familien der Israeliten, bei König Salomo in Jerusalem, um die Lade des Bundes des HERRN heraufzuholen aus der Stadt Davids, das ist Zion. (1Chr 12,21; 1Chr 15,3; 2Chr 5,2)2Und alle Männer Israels versammelten sich um König Salomo am Festtag im Monat Etanim, das ist der siebte Monat. (3Mo 23,24; 1Kön 6,37; 1Kön 12,32)3Und alle Ältesten Israels kamen, und die Priester hoben die Lade auf, (4Mo 31,9; 2Chr 5,4)4und sie trugen die Lade des HERRN hinauf, das Zelt der Begegnung und alle heiligen Geräte, die im Zelt waren. Und die Priester und die Leviten trugen alles hinauf. (2Mo 27,21)5Und König Salomo stand mit der ganzen Gemeinde Israels, die sich um ihn versammelte, vor der Lade, sie opferten Schafe und Rinder, die ihrer Menge wegen nicht gezählt und nicht berechnet werden konnten. (2Sam 3,8; 2Sam 6,13)6Dann brachten die Priester die Lade des Bundes des HERRN an ihre Stätte, in den hinteren Raum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Kerubim. (1Kön 6,23)7Denn über dem Platz für die Lade breiteten die Kerubim die Flügel aus, und von oben her beschirmten die Kerubim die Lade und deren Tragstangen. (1Kön 6,27)8Die Stangen aber waren lang, und vom Heiligen aus, vor dem hinteren Raum, waren die Enden der Stangen zu sehen, von draussen aber waren sie nicht zu sehen. Und dort sind sie geblieben bis auf den heutigen Tag. (2Mo 25,15)9In der Lade war nichts ausser den zwei steinernen Tafeln, die Mose am Choreb hineingelegt hatte und durch die der HERR sich mit den Israeliten verbündet hatte, als sie aus dem Land Ägypten auszogen. (2Mo 3,1; 2Mo 25,21; 1Kön 8,21)10Als aber die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN, (2Mo 40,34; Jes 6,4; Hes 10,4)11und angesichts der Wolke konnten die Priester nicht hinzutreten, um den Dienst zu verrichten, denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN. (2Mo 40,33)12Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, dass er wohnen will im Wolkendunkel. (2Mo 20,21)13Ich habe ein Haus gebaut, eine erhabene Wohnung für dich, eine Stätte, damit du dort wohnen kannst für alle Zeiten. (Hes 43,9)14Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels, und die ganze Versammlung Israels stand da. (2Sam 6,18; 1Kön 8,55; Neh 8,7)15Und er sprach: Gepriesen ist der HERR, der Gott Israels, der durch seine Hand erfüllt hat, was er meinem Vater David zugesagt hat mit seinem Mund, als er sprach: (1Kön 8,56)16Seit dem Tag, an dem ich mein Volk, Israel, herausgeführt habe aus Ägypten, habe ich in keinem der Stämme Israels eine Stadt erwählt, damit man ein Haus baue und mein Name dort sei; David aber habe ich dazu erwählt, meinem Volk Israel vorzustehen. - (2Sam 7,6; 2Sam 7,15)17Zwar lag es David, meinem Vater, am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen, (1Chr 3,2; 1Chr 28,2)18der HERR aber hat zu David, meinem Vater, gesprochen: Dass es dir am Herzen liegt, meinem Namen ein Haus zu bauen, daran hast du gut getan. Es liegt dir am Herzen!19Doch wirst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgeht, er wird meinem Namen das Haus bauen. - (1Chr 5,19; 1Chr 22,10)20Und der HERR hat sein Wort gehalten, das er gegeben hat, und ich bin aufgetreten an meines Vaters David Statt und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, wie der HERR es gesagt hat, und ich habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, das Haus gebaut. (1Chr 28,6; Apg 3,2; Apg 7,47)21Und dort habe ich eine Stätte bereitet für die Lade, in der sich der Bund des HERRN befindet, den er mit unseren Vorfahren geschlossen hat, als er sie herausgeführt hat aus dem Land Ägypten. (1Kön 8,9)22Und vor der ganzen Gemeinde Israels trat Salomo an den Altar des HERRN, breitete seine Hände zum Himmel aus (2Mo 9,29; 1Kön 8,38)23und sprach: HERR, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich, nicht oben im Himmel und nicht unten auf der Erde. Den Bund und die Treue bewahrst du deinen Dienern, die mit ganzem Herzen vor dir gehen, (5Mo 4,29; 2Sam 7,22; 1Chr 17,20; Ps 86,8)24der du deinem Diener David, meinem Vater, gehalten hast, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es zugesagt, und durch deine Hand hast du es erfüllt, wie am heutigen Tag.25Und nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Diener David, meinem Vater, was du ihm zugesagt hast, da du gesprochen hast: Es soll dir vor mir nicht fehlen an einem Nachfolger, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne acht haben auf ihren Weg und vor mir gehen, wie du vor mir gegangen bist. (1Kön 2,4)26Und nun, Gott Israels, lass doch dein Wort wahr werden, das du zu deinem Diener David, meinem Vater, gesprochen hast. (1Chr 17,23)27Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Sieh, der Himmel, der höchste Himmel kann dich nicht fassen, wie viel weniger dann dieses Haus, das ich gebaut habe! (5Mo 10,14; 2Chr 2,5; Jes 66,1; Apg 7,48)28Wende dich dem Gebet deines Dieners zu und seinem Flehen, HERR, mein Gott, und erhöre das Flehen und das Gebet, das dein Diener heute vor dir betet, (1Kön 8,38)29damit in der Nacht und bei Tag deine Augen offen sind über diesem Haus, über der Stätte, von der du gesagt hast: Dort soll mein Name sein. Und erhöre das Gebet, mit dem dein Diener zu dieser Stätte hin betet. (1Kön 8,52; 2Chr 6,20; 2Chr 7,15; Neh 1,6; Sach 12,4)30Und erhöre das Flehen deines Dieners und deines Volkes Israel, mit dem sie zu dieser Stätte hin beten; erhöre es an der Stätte, wo du wohnst, im Himmel, erhöre es und vergib. (Dan 9,19)31Wenn jemand sich gegen seinen Nächsten vergeht, und dieser legt eine Verfluchung auf ihn, um ihn unter einen Fluch zu stellen, und er kommt her und spricht die Verfluchung aus vor deinem Altar in diesem Haus,32dann höre du es im Himmel und handle und verschaffe deinen Dienern Recht und sprich den Schuldigen schuldig und lass seine Tat auf sein Haupt fallen, den Gerechten aber erkläre für gerecht und behandle ihn, wie es seiner Gerechtigkeit entspricht. (1Kön 2,32; Ps 7,9)33Wenn dein Volk Israel vor einem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren zurück zu dir und preisen deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Haus, (5Mo 30,2; 1Sam 7,3; 1Kön 8,47; 2Chr 30,6)34dann erhöre du es im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel und lass sie bleiben auf dem Boden, den du ihren Vorfahren gegeben hast.35Wenn der Himmel verschlossen ist und kein Regen fällt, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie beten zu dieser Stätte hin und preisen deinen Namen und kehren sich ab von ihren Sünden, da du sie demütigst, (1Kön 17,1; Hag 1,10; Sach 14,17)36dann erhöre du sie im Himmel und vergib die Sünde deiner Diener und deines Volkes Israel, denn du zeigst ihnen den guten Weg, den sie gehen sollen. Dann lass es regnen auf dein Land, das du deinem Volk als Erbbesitz gegeben hast. (Ps 32,8; Ps 68,10)37Wenn im Land eine Hungersnot herrscht, wenn die Pest ausbricht, Getreidebrand, Vergilben, wenn Heuschrecken auftreten oder Schaben, wenn sein Feind es bedrängt im Land seiner Tore, wenn eine Plage, eine Krankheit auftritt, (2Chr 20,9)38und dann ein Gebet, ein Flehen aufsteigt, das von einem Menschen kommt, der zu deinem Volk Israel gehört - denn jeder von ihnen weiss, was sein Herz plagt -, und dieser seine Hände ausbreitet zu diesem Haus hin, (1Kön 8,22; 1Kön 8,28)39dann erhöre du es im Himmel, an der Stätte, wo du wohnst, und vergib und greif ein und gib einem jeden, wie es seinem Tun entspricht, denn du kennst sein Herz - denn du allein kennst das Herz aller Menschen -, (1Sam 16,7)40damit sie dich fürchten, solange sie leben auf dem Boden, den du unseren Vorfahren gegeben hast.41Und auch den Fremden, der nicht aus deinem Volk Israel stammt, sondern deines Namens wegen aus einem fernen Land kommt (Jes 56,6; Jer 3,17)42- denn sie werden von deinem grossen Namen hören und von deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm -, wenn er kommt und zu diesem Haus hin betet, (2Mo 6,6; 4Mo 15,14; 2Kön 17,36; Hes 20,33)43dann erhöre du ihn im Himmel, der Stätte, wo du wohnst, und tu alles, um dessentwillen der Fremde dich anruft, damit alle Völker der Erde deinen Namen kennen und dich fürchten, wie dein Volk Israel es tut, und damit sie erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe. (5Mo 26,15; 2Kön 19,19)44Wenn dein Volk auszieht in den Kampf gegen seinen Feind auf dem Weg, auf dem du sie sendest, und sie beten zum HERRN, hingewandt zur Stadt, die du erwählt hast, und hingewandt zum Haus, das ich deinem Namen gebaut habe,45dann erhöre du im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen und verschaff ihnen Recht. (1Kön 3,28; 1Kön 8,28)46Wenn sie sich an dir versündigen - denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt - und du wirst zornig auf sie und gibst sie einem Feind preis, und ihre Bezwinger führen sie in die Gefangenschaft ins Feindesland, es sei fern oder nah, (Hi 4,16; Spr 20,9; Pred 7,20)47und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, in das sie in die Gefangenschaft geführt worden sind, und kehren um und flehen zu dir im Land ihrer Bezwinger und sprechen: Wir haben gesündigt und haben uns vergangen, wir sind schuldig geworden! - (1Kön 8,33)48wenn sie dann von ganzem Herzen und von ganzer Seele zurückkehren zu dir im Land ihrer Feinde, die sie in die Gefangenschaft geführt haben, und beten zu dir, hingewandt zu ihrem Land, das du ihren Vorfahren gegeben hast, zu der Stadt hin, die du erwählt hast, und zu dem Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe, (1Sam 2,4; 1Sam 7,3; Dan 6,11)49dann erhöre du im Himmel, der Stätte, wo du wohnst, ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht.50Und vergib deinem Volk, das an dir gesündigt hat, vergib alle ihre Verfehlungen, die sie gegen dich begangen haben, und schenke ihnen Erbarmen vor denen, die sie gefangen halten, dass diese sich ihrer erbarmen. (2Chr 30,9; Ps 106,46)51Denn sie sind dein Volk und dein Erbbesitz, du hast sie herausgeführt aus Ägypten, aus dem Schmelzofen. (5Mo 4,20)52So mögen deine Augen offen sein für das Flehen deines Dieners und für das Flehen deines Volkes Israel, dass du sie erhörst in allem, um dessentwillen sie zu dir rufen. (1Kön 8,28; 1Kön 8,29)53Denn aus allen Völkern der Erde hast du sie dir ausgesondert als Erbbesitz, wie du es gesagt hast durch Mose, deinen Diener, als du unsere Vorfahren herausgeführt hast aus Ägypten, Herr, HERR!54Und als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen zum HERRN beendet hatte, erhob er sich von seinem Platz vor dem Altar des HERRN, wo er gekniet hatte, während seine Hände zum Himmel ausgebreitet waren. (1Kön 8,22)55Und er trat hin, und mit lauter Stimme segnete er die ganze Versammlung Israels und sprach: (1Kön 8,14)56Gepriesen ist der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, ganz so, wie er es zugesagt hat! Nicht ein einziges Wort ist unerfüllt geblieben von allen seinen guten Worten, die er gesprochen hat durch Mose, seinen Diener. (Jos 21,45; 1Kön 8,15; 1Chr 22,9)57Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vorfahren war. Er verlasse und verwerfe uns nicht; (5Mo 31,6)58er ziehe unser Herz zu sich hin, damit wir auf allen seinen Wegen gehen und seine Gebote, seine Satzungen und seine Vorschriften halten, die er unseren Vorfahren geboten hat.59Und diese meine Worte, mit denen ich vor dem HERRN gefleht habe, mögen dem HERRN, unserem Gott, nahe sein bei Tag und in der Nacht, damit er seinem Diener Recht verschafft und damit er seinem Volk Israel Recht verschafft, wie der jeweilige Tag es erfordert,60damit alle Völker der Erde wissen, dass der HERR, dass er allein Gott ist, und keiner sonst. (Jes 37,20)61Und ungeteilt soll euer Herz beim HERRN, unserem Gott, sein, damit ihr nach seinen Satzungen lebt und seine Gebote haltet, wie am heutigen Tag. (1Kön 15,14; 1Chr 28,9)62Und der König und ganz Israel mit ihm brachten vor dem HERRN Schlachtopfer dar. (1Chr 16,1)63Und Salomo schlachtete Heilsopfer, die er dem HERRN opferte: zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe. So weihten der König und alle Israeliten das Haus des HERRN ein. (Ps 30,1)64An jenem Tag weihte der König die Mitte des Vorhofs, der vor dem Haus des HERRN liegt, denn dort brachte er das Brandopfer, das Speiseopfer und das Fett der Heilsopfer dar, weil der bronzene Altar, der vor dem HERRN stand, zu klein war, um das Brandopfer, das Speiseopfer und das Fett der Heilsopfer zu fassen.65So feierte Salomo damals das Fest vor dem HERRN, unserem Gott, und mit ihm ganz Israel, eine grosse Versammlung von da, wo es nach Chamat geht, bis an das Bachtal Ägyptens, sieben Tage und sieben weitere Tage lang: vierzehn Tage lang. (2Chr 30,23)66Am achten Tag entliess er das Volk, und sie segneten den König und gingen zu ihren Zelten, glücklich und frohen Herzens all des Guten wegen, das der HERR für David, seinen Diener, und für Israel, sein Volk, getan hatte. (Jos 22,6; 1Kön 12,16)
1Dann ließ Salomo die Ältesten von Israel, die Oberhäupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels nach Jerusalem kommen. Sie sollten die Bundeslade Jahwes aus der Davidsstadt Zion in den Tempel hinaufbringen.2Zum Laubhüttenfest, das im Oktober, dem Herbstmonat,[1] stattfindet, versammelten sich alle Männer Israels beim König.3In Gegenwart der Ältesten Israels nahmen die Priester die Lade4und trugen sie zum Tempel hinauf. Auch das Offenbarungszelt und die heiligen Gegenstände, die im Zelt waren, wurden von den Priestern und Leviten hinaufgebracht.5König Salomo und die ganze Gemeinschaft Israels, die sich bei ihm vor der Lade eingefunden hatte, opferten eine unzählbare Menge von Schafen und Rindern.6Dann brachten die Priester die Bundeslade Jahwes an ihren Platz im hintersten Raum des Hauses, dem Höchstheiligen, unter die Flügel der Cherubim.7Die Cherubim hielten ihre Flügel nämlich über dem Platz der Lade ausgebreitet und überspannten damit die Lade und ihre Tragestangen.8Die Stangen waren so lang, dass man ihre Enden vom Heiligtum aus nur sehen konnte, wenn man direkt vor dem hinteren Raum stand. Sonst waren sie vom Heiligtum aus nicht zu sehen. Die Lade befindet sich noch heute[2] dort.9In ihr waren nur die beiden Steintafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, als Jahwe den Bund mit den Israeliten bei deren Auszug aus Ägypten schloss. (2Mo 25,21; 2Mo 32,19; 2Mo 34,1; 2Mo 34,28)10Als die Priester aus dem Heiligtum auszogen, erfüllte die Wolke das ganze Haus Jahwes.11Die Priester konnten ihren Dienst nicht fortsetzen, denn die Herrlichkeit Jahwes erfüllte das Haus Jahwes.12Da betete Salomo: „Jahwe hat gesagt, dass er im Wolkendunkel wohnen will.13Ich habe dir nun ein Herrscherhaus gebaut, eine Stätte, wo du für immer wohnen sollst.“
Die Ansprache Salomos
14Dann drehte sich der König um und segnete die ganze Versammlung Israels. Alle standen.15Dann sagte er: „Gepriesen sei Jahwe, der Gott Israels, der mit seiner Hand erfüllte, was er meinem Vater David mit dem Mund versprach:16Seit der Zeit, als ich mein Volk aus Ägypten führte, habe ich in keinem der Stämme Israels eine Stadt erwählt, um dort einen Wohnsitz für meinen Namen errichten zu lassen. Aber David habe ich bestimmt, Herrscher über mein Volk zu sein.'17Nun war es meinem Vater David ein Anliegen, dem Namen Jahwes, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.18Doch Jahwe sagte zu ihm: 'Wenn du dir vorgenommen hast, meinem Namen ein Haus zu bauen, hast du einen guten Entschluss gefasst.19Aber nicht du, sondern dein leiblicher Sohn soll dieses Haus für meinen Namen bauen.'20Und Jahwe hat dieses Versprechen gehalten. Ich bin an die Stelle meines Vaters David getreten und habe den Thron Israels bestiegen, wie Jahwe es zugesagt hat. Und ich habe nun das Haus für den Namen Jahwes, des Gottes Israels, gebaut21und darin einen Platz für die Lade hergerichtet, in der die Tafeln des Bundes liegen, den Jahwe mit den Israeliten schloss, nachdem er sie aus Ägypten herausgeführt hatte.“
Salomos Gebet zur Tempelweihe
22Dann trat Salomo vor den Augen der Versammlung Israels zum Altar Jahwes. Er breitete seine Hände zum Himmel aus23und betete:
„Jahwe, Gott Israels! Kein Gott ist dir vergleichbar, weder im Himmel noch auf der Erde. Du stehst zu deinem Bund und erhältst deinen Dienern deine Güte, denen, die vor dir leben und dir mit ganzem Herzen dienen.24Du hast auch deinem Diener, meinem Vater David, deine Versprechen gehalten. Was du mit dem Mund versprachst, hast du mit der Hand erfüllt, wie es dieser Tag zeigt.25Jahwe, Gott Israels, nun erfülle auch die andere Zusage, die du meinem Vater David gegeben hast, als du sagtest: 'Es soll dir nie an einem Mann fehlen, der vor mir auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Söhne darauf achten, so nach meinen Weisungen zu leben, wie du das getan hast.'26Jahwe, Gott Israels, lass doch in Erfüllung gehen, was du deinem Diener David, meinem Vater, zugesagt hast!27Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Selbst die Himmel, auch die allerhöchsten, fassen dich nicht, geschweige denn dieses Haus, das ich gebaut habe!28Trotzdem bitte ich dich, Jahwe, mein Gott, achte doch auf das Gebet deines Dieners und sein Flehen, hör auf sein Rufen und seine Bitten, die er heute vor dich bringt.29Halte deine Augen Tag und Nacht über diesem Haus offen, von dem du gesagt hast, dass dein Name dort wohnen soll, und höre auf das Gebet, das dein Diener zu dieser Stätte hin richtet!30Hör auch auf das Flehen, das dein Diener und dein Volk zu dieser Stätte hin richten werden! Höre du es selbst in deiner himmlischen Wohnung, dort, wo du thronst! Ja, erhöre und vergib!31Wenn jemand sich an seinem Nächsten versündigt und dieser einen Eid von ihm verlangt und er kommt vor deinen Altar in dieses Haus und spricht diesen Eid aus, (2Mo 22,10; 4Mo 5,19)32dann höre es vom Himmel her und greife ein! Verschaff deinen Dienern Recht! Bestrafe den Schuldigen und lass sein böses Tun auf ihn selbst zurückfallen, den Schuldlosen aber sprich frei und gib ihm, was seiner Gerechtigkeit entspricht.33Und wenn dein Volk Israel von Feinden besiegt wird, weil es gegen dich gesündigt hat, und dann wieder umkehrt und deinen Namen preist und in diesem Haus zu dir betet und fleht,34dann höre du es im Himmel und vergib deinem Volk Israel seine Schuld und bring es wieder in das Land zurück, das du ihren Vorfahren gegeben hast.35Wenn sich der Himmel verschließt, dass es nicht regnet, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie dann zu dieser Stätte hin beten und deinen Namen preisen und von ihrer Sünde umkehren, weil du sie gedemütigt hast,36dann höre du es im Himmel und vergib deinen Dienern und deinem Volk Israel die Sünde – denn du führst sie den rechten Weg – und lass es wieder regnen auf dein Land, das du deinem Volk als Grundbesitz gegeben hast.37Wenn eine Hungersnot im Land ausbricht, wenn die Pest wütet, wenn das Getreide durch Brand- oder Rostpilze, Heuschrecken oder andere Schädlinge vernichtet wird, wenn der Feind ins Land einfällt, wenn irgendeine Krankheit oder Plage sie trifft,38dann höre du jedes Gebet und Flehen. Sei es ein Einzelner oder dein ganzes Volk, je nachdem, was einer als seine Plage oder seinen Schmerz erkennt, wenn er seine Hände nach diesem Haus hin ausbreitet,39dann höre du es im Himmel, dem Ort, wo du thronst! Und vergib; und gib jedem, was er verdient! Denn du kennst die verborgenen Gedanken der Menschen und siehst ihnen ins Herz.40Dann werden sie dich fürchten und auf deinen Wegen gehen, solange sie in dem Land leben, das du unseren Vätern gegeben hast.41Auch wenn ein Ausländer, der nicht zu deinem Volk Israel zählt, deinetwegen aus einem fernen Land kommt:42– denn sie werden von deinem großen Namen hören und von dem, was du mit deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm getan hast –, wenn er also kommt und zu diesem Haus hin betet,43dann höre du es im Himmel, dem Ort, wo du thronst, und erfülle seine Bitte! So werden alle Völker der Erde deinen Namen erkennen und dich fürchten wie dein Volk Israel. Und sie werden wissen, dass dein Name über diesem Haus, das ich gebaut habe, ausgerufen ist.44Wenn dein Volk gegen seine Feinde in den Krieg zieht, egal wohin du sie schickst, und sie dann zu dir beten in Richtung dieser Stadt, die du erwählt hast, und dieses Hauses, das ich deinem Namen gebaut habe,45dann höre ihr Gebet und Flehen im Himmel und verschaffe ihnen ihr Recht!46Wenn sie gegen dich sündigen – denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt – und du über sie zornig wirst und sie ihren Feinden auslieferst und diese sie in ein fernes oder nahes Land verschleppen,47und sie es sich dort zu Herzen nehmen und kehren um und flehen im Land ihrer Gefangenschaft zu dir und sagen: 'Wir haben gesündigt, wir haben Unrecht getan, wir haben gottlos gehandelt!';48wenn sie in dem Land, in dem sie gefangen sind, anhaltend und mit ganzem Herzen und ihrer ganzen Seele zu dir umkehren und beten in Richtung dieses Landes, das du ihren Vätern gegeben hast, und dieser Stadt, die du erwählt hast, und dieses Hauses, das ich deinem Namen gebaut habe,49dann höre ihr Gebet und Flehen im Himmel, dem Ort, wo du thronst, und schaffe ihnen ihr Recht!50Und vergib deinem Volk, was es gegen dich gesündigt hat und womit es sich an dir verging, und lass sie bei ihren Bezwingern Erbarmen finden!51Sie sind doch dein Volk und dein Eigentum, das du aus Ägypten, diesem glühenden Schmelzofen, herausgeführt hast!52Lass deine Augen über dem Flehen deines Dieners und deines Volkes Israel offen sein, dass du auf sie hörst, sooft sie zu dir rufen!53Denn du hast dir Israel aus allen Völkern der Welt zum Eigentum erwählt, wie du es schon durch deinen Diener Mose gesagt hast, als du unsere Vorfahren aus Ägypten herausführtest, Herr, Jahwe!“
Salomos Segen
54Als Salomo dieses Gebet und sein Flehen zu Jahwe beendet hatte, stand er wieder auf. Er hatte sich nämlich beim Beten vor dem Altar Jahwes hingekniet und seine Hände zum Himmel ausgebreitet.55Nun trat er vor die Versammlung Israels und segnete sie. Er rief laut:56„Gepriesen sei Jahwe, der seinem Volk Israel Ruhe verschafft hat, wie er es versprochen hatte. All die guten Worte, die er uns durch seinen Diener Mose zugesagt hat, sind eingetroffen; kein einziges davon ist ausgeblieben.57Möge Jahwe, unser Gott, mit uns sein, wie er auch mit unseren Vätern war. Er möge uns nie verlassen, uns niemals verstoßen!58Er lasse unsere Herzen auf ihn gerichtet sein, damit wir auf seinen Wegen gehen und die Gebote, Vorschriften und Rechte einhalten, die er unseren Vorfahren gegeben hat.59Mögen diese Worte, mit denen ich vor Jahwe um Gnade gefleht habe, ihm, unserem Gott, Tag und Nacht gegenwärtig sein, damit er seinem Diener und seinem Volk Recht verschaffe, wie jeder Tag es verlangt.60Dann werden alle Völker der Welt erkennen, dass Jahwe der alleinige Gott ist.61Und ihr sollt mit ungeteiltem Herzen bei Jahwe, unserem Gott, bleiben, nach seinen Vorschriften leben und seine Gebote halten, wie ihr es heute tut.“
Abschluss der Feier
62Dann feierten der König und das ganze Volk ein Opfermahl vor Jahwe.63Salomo ließ zu diesem Anlass 22.000 Rinder und 120.000 Schafe[3] als Freudenopfer schlachten. So weihten sie das Haus Jahwes ein.64Zu diesem besonderen Anlass weihte Salomo den mittleren Teil des Vorhofs vor dem Haus Jahwes zum Opferaltar. Denn dort ließ er die Brandopfer und die Fettstücke der Freudenopfer verbrennen, weil der Bronzealtar, den er hatte anfertigen lassen, für die Menge der Brand- und Speisopfer und Fettstücke zu klein war.65Salomo feierte damals auch noch das Laubhüttenfest mit ganz Israel sieben Tage lang. Es war eine sehr große Versammlung aus dem ganzen Land zusammengekommen, von Lebo-Hamat[4] bis zum Bach Ägyptens.[5] Sie feierten insgesamt 14 Tage lang.66Am Tag nach dem Laubhüttenfest verabschiedete Salomo das Volk. Alle dankten dem König und zogen voller Zuversicht nach Hause. Sie freuten sich über das Gute, das Jahwe seinem Diener David und seinem Volk Israel geschenkt hatte.