1Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht.[1] (Gal 1,6)2Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet werden, wenn ihr festhaltet an dem Wort, das ich euch verkündet habe, es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen.3Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe:
Christus ist für unsere Sünden gestorben, / gemäß der Schrift, (Jes 53,8; Röm 4,25; 1Kor 11,23)4und ist begraben worden. / Er ist am dritten Tag auferweckt worden, / gemäß der Schrift, (Hos 6,2)5und erschien dem Kephas, dann den Zwölf. (Lk 24,34)6Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen.7Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.8Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt. (Apg 9,3; Apg 22,6; Apg 26,13; 1Kor 9,1; Gal 1,15)9Denn ich bin der Geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. (Apg 8,1; Apg 9,1; Apg 22,4; Apg 26,9; Gal 1,13; Eph 3,8; Phil 3,6)10Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht - nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir. (1Kor 3,10; 2Kor 11,23; 1Tim 1,14)11Ob nun ich verkünde oder die anderen: Das ist unsere Botschaft und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt. (1Kor 3,5)
Die Gewissheit künftiger Totenauferweckung
12Wenn aber verkündet wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? (1Kor 15,1)13Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden.14Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube.15Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt. Er hat ihn eben nicht auferweckt, wenn Tote nicht auferweckt werden.16Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden.17Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden;18und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. (1Thess 4,14)19Wenn wir allein für dieses Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.20Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. (Kol 1,18)21Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. (1Mo 3,19; Röm 5,12)22Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.23Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. (1Thess 4,15)24Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.25Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. (Ps 110,1; Mt 22,44; Mk 12,36; Lk 20,42)26Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. (Jes 25,8; Offb 20,14; Offb 21,4)27Denn: Alles hat er seinen Füßen unterworfen. Wenn es aber heißt, alles sei unterworfen, ist offenbar der ausgenommen, der ihm alles unterwirft. (Ps 8,7; Hebr 2,5)28Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei. (Röm 11,36; 1Kor 8,6)29Wie kämen sonst einige dazu, sich für die Toten taufen zu lassen? Wenn Tote gar nicht auferweckt werden, warum lässt man sich dann taufen für sie?30Warum setzen dann auch wir uns stündlich der Gefahr aus? (Ps 44,23; Röm 8,36)31Täglich sehe ich dem Tod ins Auge, so wahr ihr, Brüder und Schwestern, mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe. (2Kor 4,10)32Wenn ich in Ephesus nach Menschenart mit wilden Tieren gekämpft hätte, was würde es mir nützen? Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken; denn morgen sterben wir. (Jes 22,13; Apg 19,29; Apg 20,3; 2Kor 1,8)33Lasst euch nicht irreführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.[2]34Werdet nüchtern, wie es sich gehört, und sündigt nicht! Einige Leute wissen nichts von Gott; ich sage das, damit ihr euch schämt. (1Kor 6,5; 1Thess 5,6)
Der Auferweckungsleib als endzeitliche Neuschöpfung
35Nun könnte einer fragen: Wie werden die Toten auferweckt, was für einen Leib werden sie haben?36Du Tor! Auch das, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt.37Und was du säst, ist noch nicht der Leib, der entstehen wird; es ist nur ein nacktes Samenkorn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder ein anderes. (Joh 12,24)38Gott gibt ihm den Leib, den er vorgesehen hat, und zwar jedem Samen einen eigenen Leib. (1Mo 1,11)39Nicht alles Fleisch ist dasselbe: Das Fleisch der Menschen ist anders als das des Viehs, das Fleisch der Vögel ist anders als das der Fische.40Auch gibt es Himmelskörper und irdische Körper. Die Schönheit der Himmelskörper ist anders als die der irdischen Körper.41Der Glanz der Sonne ist anders als der Glanz des Mondes, anders als der Glanz der Sterne; denn auch die Gestirne unterscheiden sich durch ihren Glanz.42So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich.43Was gesät wird, ist armselig, was auferweckt wird, herrlich. Was gesät wird, ist schwach, was auferweckt wird, ist stark. (Phil 3,20; Kol 3,4)44Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen überirdischen.[3]45So steht es auch in der Schrift: Adam, der erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der letzte Adam wurde lebendig machender Geist. (1Mo 2,7)46Aber zuerst kommt nicht das Überirdische; zuerst kommt das Irdische, dann das Überirdische.47Der erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der zweite Mensch stammt vom Himmel. (1Mo 2,7)48Wie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren.49Wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden. (1Mo 5,3; Röm 8,29; 2Kor 3,18)
Die endzeitliche Verwandlung der Lebenden und Toten
50Damit will ich sagen, Brüder und Schwestern: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben; das Verwesliche erbt nicht das Unverwesliche. (Joh 3,5)51Seht, ich enthülle euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden - (Mt 24,31; 1Thess 4,15)52plötzlich, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenschall. Die Posaune wird erschallen, die Toten werden als Unverwesliche auferweckt, wir aber werden verwandelt werden.53Denn dieses Verwesliche muss sich mit Unverweslichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit. (2Kor 5,4)54Wenn sich aber dieses Verwesliche mit Unverweslichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift:
Verschlungen ist der Tod vom Sieg. (Jes 25,8)55Tod, wo ist dein Sieg? / Tod, wo ist dein Stachel? (Hos 13,14)56Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. (Röm 5,12; Röm 7,7)57Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch unseren Herrn Jesus Christus. (Röm 7,25)58Daher, meine geliebten Brüder und Schwestern, seid standhaft und unerschütterlich, seid stets voll Eifer im Werk des Herrn und denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht vergeblich ist!
1.Korinther 15
Menge Bibel
1Ich weise euch aber, liebe Brüder, auf die Heilsbotschaft hin, die ich euch (seinerzeit) getreulich verkündigt habe, die ihr auch angenommen habt, in der ihr auch fest steht2und durch die ihr auch die Rettung[1] erlangt, wenn ihr sie in der Gestalt festhaltet, in welcher ich sie euch getreulich verkündigt habe; es müßte sonst sein, daß ihr vergeblich zum Glauben gekommen wäret.3Ich habe euch nämlich an erster Stelle mitgeteilt, was ich auch überkommen habe, daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, den Schriften gemäß (Jes 53),4und daß er begraben und daß er am dritten Tage auferweckt worden ist, den Schriften gemäß (Hos 6,2; Ps 16,10),5und daß er dem Kephas[2] erschienen ist, danach den Zwölfen.6Darauf ist er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten jetzt noch leben, einige aber entschlafen sind.7Darauf ist er dem Jakobus erschienen, danach sämtlichen Aposteln.8Zuallerletzt aber ist er gleichsam als der Fehlgeburt[3] auch mir erschienen.9Denn ich bin der geringste unter den Aposteln und des Apostelnamens nicht würdig, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.10Durch Gottes Gnade aber bin ich, was ich bin, und seine Gnade gegen mich hat sich nicht erfolglos erwiesen, sondern ich habe weit mehr geschafft[4] als sie alle, doch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist[5].11Ganz gleich nun, ob ich (es bin) oder jene: so lautet unsere Verkündigung[6], und so seid ihr zum Glauben gekommen.12Wenn aber unsere Predigt die Auferweckung Christi von den Toten verkündigt, wie kommen da einige unter euch zu der Behauptung, daß es eine Auferstehung der Toten nicht gebe?13Gibt es nämlich keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden;14ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsere Predigt leer[7] und leer auch euer Glaube.15Dann werden aber auch wir als falsche Zeugen in Gottes Sache erfunden, weil wir gegen Gott das Zeugnis abgelegt haben, daß er Christus auferweckt habe, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn es wirklich keine Auferweckung der Toten gibt.16Denn wenn Tote (überhaupt) nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden;17wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, so ist euer Glaube nichtig[8]; dann seid ihr noch in euren Sünden;18dann sind also auch die in Christus Entschlafenen verloren(gegangen)!19Wenn wir weiter nichts sind als solche, die in diesem Leben ihre Hoffnung auf Christus gesetzt haben, so sind wir die beklagenswertesten unter allen Menschen.20Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden (und zwar) als Erstling der Entschlafenen.21Denn weil der Tod durch einen Menschen gekommen[9] ist, erfolgt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen.22Wie nämlich in Adam alle sterben, so werden auch[10] in Christus alle wieder zum Leben gebracht werden,23ein jeder aber in seiner besonderen Abteilung: als Erstling Christus, hierauf die, welche Christus angehören, bei seiner Ankunft[11],24danach das Ende[12], wenn er Gott [und] dem Vater das Reich[13] übergibt, sobald er jede (andere) Herrschaft und jede Gewalt und Macht vernichtet hat;25denn er muß als König herrschen, »bis er ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat« (Ps 110,1).26Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod;27denn »alles hat er ihm unter die Füße gelegt« (Ps 8,7). Wenn er dann aber aussprechen wird: »Alles ist unterworfen!«, so ist doch selbstverständlich der ausgenommen, der ihm alles unterworfen hat.28Sobald ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott (alsdann) alles sei in allen[14].29Wie kämen sonst manche dazu, sich für die Toten taufen zu lassen? Wenn Tote überhaupt nicht auferweckt werden, wozu läßt man sich da noch für sie taufen?30Und wir? Wozu setzen wir uns da Stunde für Stunde Gefahren aus?31Tagtäglich sterbe ich[15], so wahr ihr, liebe Brüder, mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserm Herrn, habe.32Wenn ich nach der Weise der Menschen in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe, was hilft mir das? Wenn die Toten nicht auferweckt werden, so »laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« (Jes 22,13)33Laßt euch nicht irreführen! »Schlechter Umgang verderbt gute Sitten.«34Werdet nüchtern, wie es sich gehört, und sündigt nicht; denn manchen fehlt die richtige Gotteserkenntnis: zur Beschämung muß ich euch das sagen!
Das Bild vom Samenkorn
35»Aber«, wird mancher fragen, »wie werden die Toten auferweckt, und mit was für einem Leibe erscheinen sie?«36Du Tor! Der Same, den du säst, bekommt doch auch nur dann Leben, wenn er (zuvor) erstorben ist;37und was du säen magst: du säst damit doch nicht schon den Leib, der erst noch entstehen wird, sondern ein nacktes[16] Samenkorn, zum Beispiel von Weizen oder von sonst einem Gewächs.38Gott aber gibt ihm einen Leib nach seinem Belieben, und zwar einer jeden Samenart einen besonderen Leib.
Die ganze Schöpfung zeigt die größte Mannigfaltigkeit der Stoffe, der Gestalt und der Beschaffenheit der Dinge
39Nicht jedes Fleisch hat die gleiche Beschaffenheit, sondern anders ist das Fleisch der Menschen beschaffen, anders das der vierfüßigen Tiere, anders das Fleisch der Vögel, anders das der Fische.40Auch gibt es himmlische Leiber und irdische Leiber; aber andersartig ist die Herrlichkeit der himmlischen, andersartig die (äußere Erscheinung) der irdischen Leiber.41Einen anderen Glanz hat die Sonne, einen anderen der Mond, und einen anderen Glanz haben die Sterne; denn jeder Stern ist von dem anderen an Glanz verschieden.42Ebenso verhält es sich auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Vergänglichkeit, auferweckt in Unvergänglichkeit;43es wird gesät in Unehre[17], auferweckt in Herrlichkeit; gesät wird in Schwachheit, auferweckt in Kraft;44gesät wird ein seelischer[18] Leib, auferweckt ein geistlicher Leib. So gut es einen seelischen[19] Leib gibt, so gibt es auch einen geistlichen.
Die Wirklichkeit eines himmlischen (= unverweslichen) Leibes
45So[20] steht auch geschrieben (1.Mose 2,7): »Der erste Mensch Adam wurde zu einem lebendigen[21] Seelenwesen«, der letzte Adam[22] zu einem lebenschaffenden Geisteswesen.46Doch nicht das Geistliche kommt dabei zuerst, sondern das Seelische[23], danach erst das Geistliche.47Der erste Mensch ist von der Erde her, ist erdig[24], der zweite Mensch (nämlich Christus) ist himmlischen Ursprungs.48Wie der irdische Mensch (Adam) beschaffen ist, so sind auch die irdischen (Menschen) beschaffen; und wie der himmlische Mensch (Christus) beschaffen ist, so sind auch die himmlischen (Menschen) beschaffen;49und wie wir das Bild des irdischen (Adam) an uns getragen haben, so werden wir auch das Bild des himmlischen (Christus) an uns tragen.50Das aber versichere ich (euch), liebe Brüder: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht ererben; auch kann das Vergängliche nicht die Unvergänglichkeit ererben.51Seht[25], ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wohl aber werden wir alle verwandelt werden,52(und zwar) im Nu, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenstoß; denn die Posaune wird erschallen, und sofort werden die Toten in Unvergänglichkeit auferweckt werden, und wir werden verwandelt werden.53Denn dieser vergängliche Leib muß die Unvergänglichkeit anziehen, und dieser sterbliche Leib muß die Unsterblichkeit anziehen.54Wenn aber dieser vergängliche Leib die Unvergänglichkeit angezogen hat und dieser sterbliche Leib die Unsterblichkeit, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht (Jes 25,8; Hos 13,14): »Verschlungen ist der Tod in Sieg[26]:55Tod, wo ist dein Sieg?56Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes ist aber die Sünde, und die Kraft der Sünde liegt im Gesetz.57Gott aber sei Dank, der uns den Sieg verleiht durch unsern Herrn Jesus Christus!58Daher, meine geliebten Brüder, werdet fest, unerschütterlich, und beteiligt euch allezeit eifrig am Werk des Herrn; ihr wißt ja, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist im Herrn.
1Brüder und Schwestern,[1] ich erinnere euch an die Gute Nachricht, die ich euch verkündet habe. Ihr habt sie angenommen; sie ist der Grund, auf dem ihr im Glauben steht.2Durch sie werdet ihr gerettet, wenn ihr sie unverfälscht festhaltet – und zwar dem Wortlaut entsprechend, in dem ich sie euch übermittelt habe. Anderenfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen! (1Kor 15,17; 2Kor 6,1; Gal 2,2; Gal 3,4; 1Thess 3,5)3Ich habe an euch weitergegeben, was ich selbst als Überlieferung empfangen habe, nämlich als Erstes und Grundlegendes: Christus ist für unsere Sünden gestorben, wie es in den Heiligen Schriften vorausgesagt war, (Jes 53,5; 1Kor 11,23)4und wurde begraben. Er ist am dritten Tag vom Tod auferweckt worden, wie es in den Heiligen Schriften vorausgesagt war, (Mt 12,40; Joh 20,9; Apg 2,24)5und hat sich Petrus[2] gezeigt, danach dem ganzen Kreis der Zwölf. (Lk 24,34; Lk 24,36)6Später sahen ihn über fünfhundert Brüder auf einmal; einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch.7Dann erschien er Jakobus und schließlich allen Aposteln. (Lk 24,50)8Ganz zuletzt ist er auch mir erschienen, der »Fehlgeburt«.[3] (Apg 9,3; 1Kor 9,1; Gal 1,15)9Ich bin der geringste unter den Aposteln, ich verdiene es überhaupt nicht, Apostel zu sein; denn ich habe die Gemeinde Gottes verfolgt. (Gal 1,13; Eph 3,8; 1Tim 1,12)10Aber durch Gottes Gnade bin ich es dennoch geworden, und sein gnädiges Eingreifen ist nicht vergeblich gewesen. Ich habe viel mehr für die Gute Nachricht gearbeitet als alle anderen Apostel. Doch nicht mir habe ich das zuzuschreiben – die Gnade Gottes hat durch mich gewirkt. (2Kor 11,23)11Mit den anderen Aposteln bin ich in dieser Sache völlig einig. Wir alle verkünden die Gute Nachricht genau so, wie ich es gerade angeführt habe, und genau so habt ihr sie auch angenommen. (Gal 2,6)
deshalb werden auch wir auferweckt werden
12Das also ist unsere Botschaft: Gott hat Christus vom Tod auferweckt. Wie können dann einige von euch behaupten, dass die Toten nicht auferstehen werden?13Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden.14Und wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann hat weder unsere Verkündigung einen Sinn noch euer Glaube.15Wir wären dann als falsche Zeugen für Gott entlarvt; denn wir hätten gegen die Wahrheit bezeugt, dass er Christus vom Tod auferweckt hat – den er doch gar nicht auferweckt hat, wenn wirklich die Toten nicht auferweckt werden. (Apg 1,8)16Wenn die Toten nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden.17Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer ganzer Glaube vergeblich. Eure Schuld ist dann nicht von euch genommen, (Röm 4,25; 1Kor 15,2)18und wer im Vertrauen auf Christus gestorben ist, ist dann verloren.19Wenn wir nur für das jetzige Leben auf Christus hoffen, sind wir bedauernswerter als irgendjemand sonst auf der Welt.20Nun aber ist Christus vom Tod auferweckt worden, und als der erste Auferweckte gibt er uns die Gewähr, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden.[4] (1Kor 6,14)21Durch einen Menschen kam der Tod. So kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung vom Tod. (1Mo 3,17; Röm 5,12)22Alle Menschen gehören zu Adam, darum müssen sie sterben; aber durch die Verbindung mit Christus wird ihnen das neue Leben geschenkt werden.
Die Vollendung steht noch aus
23Doch das alles geschieht zu seiner Zeit und in seiner vorbestimmten Ordnung: Als Erster[5] wurde Christus vom Tod auferweckt. Wenn er wiederkommt, werden die auferweckt, die zu ihm gehören. (1Thess 4,16)24Dann ist das Ende da: Christus übergibt die Herrschaft Gott, dem Vater, nachdem er alles vernichtet hat, was sich gegen Gott erhebt und was Macht und Herrschaft beansprucht. (Röm 8,38)25Denn Christus muss so lange herrschen, bis er alle Feinde unter seinen Füßen hat. (Ps 110,1; Mk 12,36)26Als letzten Feind vernichtet er den Tod. (Offb 1,18; Offb 20,14; Offb 21,4)27Denn es heißt in den Heiligen Schriften: »Alles hat Gott ihm unterworfen.« Wenn hier gesagt wird, dass alles ihm unterworfen ist, dann ist natürlich der nicht eingeschlossen, der ihm alles unterworfen hat. (Ps 8,7)28Wenn aber alles Christus unterworfen sein wird, dann unterwirft auch er selbst, der Sohn, sich dem Vater, der ihm alles unterworfen hat. Dann ist Gott allein der Herr – über alles und in allem. (Röm 11,36)
Aufruf zur Besinnung
29Überlegt einmal: Was machen denn die unter euch, die sich für ungetauft Verstorbene taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht auferweckt werden, welchen Sinn hat es dann, dass sie sich für sie taufen lassen?30Und warum begebe ich mich stündlich in Lebensgefahr? (Röm 8,36)31Brüder und Schwestern,[6] täglich sehe ich dem Tod ins Auge. Das ist die Wahrheit, so gewiss ihr durch Jesus Christus mein Ruhm seid vor Gott!32In Ephesus habe ich mit wilden Tieren gekämpft.[7] Wenn ich keine Hoffnung hätte, hätte ich mir das ersparen können! Wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann halten wir uns doch lieber an das Sprichwort: »Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« (Jes 22,13; 2Kor 1,8)33Macht euch nichts vor! »Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.«34Werdet wieder nüchtern und lebt, wie es Gott gefällt. Ich muss zu eurer Schande sagen: Einige von euch kennen Gott nicht. (Röm 13,11)
Wie sollen wir uns die Auferstehung vorstellen?
35Aber vielleicht fragt jemand: »Wie soll denn das zugehen, wenn die Toten auferweckt werden? Was für einen Körper werden sie dann haben?«36Wie kannst du nur so fragen! Wenn du einen Samen ausgesät hast, muss er zuerst sterben, damit die Pflanze leben kann. (Joh 12,24)37Du säst nicht die ausgewachsene Pflanze, sondern nur den Samen, ein Weizenkorn oder irgendein anderes Korn.38Gott aber gibt jedem Samen, wenn er keimt, den Pflanzenkörper, den er für ihn bestimmt hat. Jede Samenart erhält ihre besondere Gestalt.39Auch die Lebewesen haben ja nicht alle ein und dieselbe Gestalt. Menschen haben eine andere Gestalt als Tiere, Vögel eine andere als Fische.40Außer den Körpern auf der Erde aber gibt es auch noch solche am Himmel. Die Himmelskörper haben eine andere Schönheit als die Körper auf der Erde,41und unter ihnen leuchtet die Sonne anders als der Mond, der Mond wieder anders als die Sterne. Auch die einzelnen Sterne unterscheiden sich voneinander durch ihren Glanz.42So könnt ihr euch auch ein Bild von der Auferstehung der Toten machen. Was in die Erde gelegt wird, ist vergänglich; aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist unvergänglich.43Was in die Erde gelegt wird, ist armselig; aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist voll Herrlichkeit. Was in die Erde gelegt wird, ist hinfällig; aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist voll Kraft. (Phil 3,21)44Was in die Erde gelegt wird, war von natürlichem Leben beseelt; aber was zu neuem Leben erwacht, wird ganz vom Geist Gottes beseelt sein. Wenn es einen natürlichen Körper gibt, muss es auch einen vom Geist beseelten Körper geben.45Es heißt ja in den Heiligen Schriften: »Der erste Mensch Adam wurde von natürlichem Leben beseelt.«[8] Christus dagegen, der letzte Adam, wurde zum Geist, der lebendig macht. (Joh 6,63; 1Kor 15,21; 2Kor 3,6)46Aber zuerst kommt die Natur, dann der Geist, nicht umgekehrt.47Der erste Adam wurde aus Erde gemacht; er ist Erde. Der zweite Adam stammt vom Himmel.[9]48Die irdischen Menschen sind wie der irdische Adam, die himmlischen Menschen wie der himmlische Adam.49So wie wir jetzt dem Menschen gleichen, der aus Erde gemacht wurde, so werden wir künftig dem gleichen, der vom Himmel gekommen ist.
Die Verwandlung der Lebenden und der letzte Sieg
50Brüder und Schwestern,[10] das ist ganz sicher: Menschen aus Fleisch und Blut können nicht in Gottes neue Welt gelangen.[11] Ein vergänglicher Körper kann nicht unsterblich werden.51Ich sage euch jetzt ein Geheimnis: Wir werden nicht alle sterben, wir werden aber alle verwandelt werden.52Das geschieht in einem Augenblick, so schnell, wie jemand mit der Wimper zuckt, sobald die Posaune das Ende ankündigt. Die Posaune gibt das Signal, dann werden die Verstorbenen zu unvergänglichem Leben erweckt, und wir, die dann noch am Leben sind, bekommen den neuen Körper. (1Thess 4,15)53Unser vergänglicher Körper, der dem Tod verfallen ist, muss in einen unvergänglichen Körper verwandelt werden, über den der Tod keine Macht hat. (2Kor 5,4)54Wenn das geschieht, wenn das Vergängliche mit Unvergänglichkeit überkleidet wird und das Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann wird das Prophetenwort wahr: »Der Tod ist vernichtet! Der Sieg ist vollkommen! (Jes 25,8)55Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist deine Macht?« (Hos 13,14)56Die Macht des Todes kommt von der Sünde. Die Sünde aber hat ihre Kraft aus dem Gesetz. (Röm 4,15; Röm 6,23)57Dank sei Gott, dass er uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, den Sieg schenkt! (Röm 7,24)58Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, werdet fest und unerschütterlich in eurem Glauben und tut stets euer Bestes für die Sache des Herrn. Ihr wisst, dass der Herr euren Einsatz belohnen wird. (2Chr 15,7; 1Kor 16,13)
1Mir ist es ein Anliegen, liebe Schwestern und Brüder, dass ihr das versteht: Die gute Nachricht, die wir euch gebracht haben, die ihr ja auch für euer Leben angenommen habt und die ja auch das Fundament ist, auf dem ihr steht,2das ist die Botschaft, durch die ihr das Heil erfahren habt. Euch gilt das, wenn ihr an dem festhaltet, was wir euch als Inhalt dieser guten Botschaft weitergegeben haben. Sonst ist es so, dass euer Glaube sich als inhaltslos erweist.3Ich habe euch ja ganz am Anfang das als verbindliche Wahrheit übergeben, was ich auch selbst so übernommen habe: Der Messias ist für unsere Sünden gestorben, so wie es ja auch in Gottes Buch geschrieben steht.4Und auch das: Er wurde ins Grab gelegt. Er wurde am dritten Tag wieder zum Leben erweckt, so wie das Buch Gottes es schon vorhergesagt hat.5Und: Dann erschien er dem Kephas und danach der Gruppe seiner zwölf Weggefährten.6Danach erschien er deutlich fünfhundert Schwestern und Brüdern gleichzeitig. Von denen sind die meisten noch bis jetzt am Leben, doch einige sind gestorben.7Danach erschien er dem Jakobus und danach der gesamten Gruppe der Apostel.8Als Letztem von allen erschien er auch mir, der ich ja sozusagen eine Totgeburt war.9Denn ich bin wirklich der Allergeringste der von Jesus Bevollmächtigten! Ja, es steht mir eigentlich nicht zu, als Apostel bezeichnet zu werden, weil ich die Gottesgemeinde verfolgt habe.10Doch durch Gottes unverdientes Geschenk bin ich zu dem geworden, der ich bin, und seine unverdiente Zuwendung zu mir ist nicht ohne Folgen geblieben. Nein! Ich habe mich mehr als alle anderen abgemüht. Damit meine ich natürlich nicht mich selbst, sondern die unverdiente Gnade Gottes, die mit mir ist.11Ganz gleich, ob ich es jetzt bin oder die anderen: Genau das ist es, was wir öffentlich verkündigen, und auf genau diese Aussage hin habt ihr euer Vertrauen auf Gott gesetzt.12Wenn es nun so ist, wie alle übereinstimmend verkünden, dass er, der Messias, wieder vom Tod auferstanden ist, wie kann es dann sein, dass einige von euch sagen, dass es überhaupt keine Auferstehung der Toten gebe?13Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist ja demnach auch der Messias nicht wieder zum Leben auferweckt worden!14Wenn nun der Messias nicht auferweckt wurde, dann ist unsere Botschaft in der Tat bedeutungslos und auch euer Glaube hat keinen wirklichen Inhalt.15Und dann wären wir ja Leute, die falsche Aussagen über Gott machen! Denn wir würden dann behaupten, dass Gott den Messias wieder zum Leben erweckt habe, was er in Wirklichkeit gar nicht getan hätte! Ihn hätte er dann ja in Wirklichkeit nicht zum Leben auferweckt, wenn die Aussage stimmen würde, dass die Toten nicht auferweckt werden!16Wenn also die Toten nicht wieder zum Leben erweckt werden, dann ist folglich auch der Messias nicht zum Leben erweckt worden!17Und wenn der Messias nicht zum Leben auferweckt worden ist, dann ist euer gesamter Glaube bedeutungslos und ihr seid immer noch in eurer Lebensschuld gefangen!18Dann sind folgerichtig auch die, die im Vertrauen auf den Messias gestorben sind, noch außerhalb der lebensschaffenden Beziehung zu Gott.19Wirklich, wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf den Messias gesetzt haben, dann sind wir unter allen Menschen die, die am meisten zu bemitleiden sind!
Die Auferstehung und die Folgen
20Doch jetzt ist es so: Der Messias ist auferstanden, als Erster von allen, die gestorben sind.21Denn es ist so: Wie durch einen bestimmten Menschen der Tod gekommen ist, so fängt auch die Auferstehung der Toten mit einem Menschen an.22Genauso wie alle Menschen durch Adam vom Tod erfasst worden sind, so werden auch alle durch den Messias wieder zum Leben erweckt werden.23Jeder Einzelne erlebt die Auferstehung in einer ganz bestimmten Abfolge: Der Bahnbrecher ist der Messias. Danach folgen die, die zum Messias gehören, dann, wenn er sichtbar vor allen erscheinen wird.24Und danach kommt das Ende, wenn er die Königsherrschaft Gott dem Vater wieder übergibt, dann, wenn er alle Herrschaft, Autorität und Macht vernichtet hat.25Denn er muss als König regieren bis zu dem Zeitpunkt, an dem er ihm alle seine Feinde endgültig unter seine Füße gelegt hat.26Der allerletzte Feind, der vernichtet wird, das ist der Tod.27Denn Gott hat ihm alles endgültig unterworfen. Wenn es nun in Gottes Buch heißt: »Alles ist ihm unterworfen«, dann ist dabei ja auch klar, dass der davon ausgenommen ist, der ihm alles untergeordnet hat.28Wenn ihm also alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem untergeordnet, der ihm alles unterworfen hat. Dann wird Gott alles in allem sein.
Kraft zum Leben
29Nun zu der Frage: Was werden dann die tun, die sich anstelle der Toten untertauchen lassen, wenn doch die Toten überhaupt nicht wieder zum Leben erweckt werden? Wozu lassen sie sich dann stellvertretend für sie taufen?30Und noch weitere Fragen ergeben sich. Zum Beispiel die: Warum verbringen wir fast jede Stunde unseres Lebens in Gefahr?31Fast täglich sterbe ich, ja wirklich, das ist genauso wahr wie das, dass ihr der Grund für meinen Stolz seid, an dem ich aufgrund meiner Beziehung zum Messias Jesus, unserem Herrn, festhalte.32Wie soll ich zum Beispiel die Situation bewerten, als ich damals in Ephesus mit wilden Tieren kämpfen musste? Wenn das nur ein rein menschliches Ereignis gewesen wäre, welchen Nutzen hätte ich dann davon? Ja, wenn die Toten nicht auferstehen, dann könnten wir nach dem Motto leben: Lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir ja sowieso!33Täuscht euch nicht! Die Aussage stimmt: »Gute Gewohnheiten werden durch schlechten Umgang verdorben.«34Werdet doch wieder richtig vernünftig und ladet vor allem keine Schuld auf euch! Denn ich muss es zu eurer Beschämung sagen: Manche haben gar kein Verständnis von Gott.
Die neue Welt Gottes
35Vielleicht stellt jetzt jemand die Frage: Wie ist das denn, wenn die Toten wieder zum Leben erweckt werden? Wie wird der Körper aussehen, mit dem sie erscheinen?36Wie dumm du doch bist! Was du säst, wird nur dann wieder zum Leben erwachen, wenn es vorher stirbt.37Und bei dem, was du säst, ist es ja so: Du säst ja nicht die Gestalt der Pflanze, die dann entstehen wird, sondern ein einfaches, nacktes Korn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder irgendein anderes.38Gott hat jedem seine ganz eigene Gestalt gegeben, so wie es ihm gefiel, und also auch jedem einzelnen Samenkorn seine jeweilige Gestalt.39So ist es auch beim Fleisch: Nicht alle sind gleich beschaffen, sondern es unterscheidet sich. Es ist anders bei den Menschen, den Tieren, den Vögeln und den Fischen.40Genauso gibt es Körper, die zur Himmelswelt gehören, und Körper hier auf der Erde. Auch der Glanz der Körper, die zur Himmelswirklichkeit gehören, ist anders als der von denen, die sich hier auf der Erde befinden.41Der Lichtschein der Sonne ist anders und wiederum anders ist das Leuchten des Mondes und noch anders der Glanz der Sterne. Und auch die Sterne unterscheiden sich voneinander in Bezug auf ihre Leuchtkraft.42Genauso ist es bei der Auferstehung der Toten auch. Es wird in einer vergänglichen Gestalt gesät, aber in einer unvergänglichen Wirklichkeit werden die Menschen dann wieder zum Leben erweckt.43Ja, ohne bleibende Ehre wird der Mensch in die Erde gelegt, aber er wird auferstehen in großer Herrlichkeit. So kann man sagen: In Schwachheit wird gesät und in Kraft ereignet sich dann die Auferweckung.44Ein ganz natürlicher Körper wird in die Erde eingesät und ein von Gottes Geist gestalteter Körper wird wieder zum Leben erweckt. Wenn es einen natürlichen Körper gibt, dann gibt es auch einen geistlichen Körper.45Genauso steht es ja in Gottes Buch geschrieben: »Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Person.« Doch er, der letzte Adam, wurde zu einem Geist, der Leben hervorbringt.46Aber hier ist zu beachten: Die geistliche Wirklichkeit ist nicht zuerst, sondern die natürliche Wirklichkeit, und dann die vom Geist bestimmte Wirklichkeit.47So ist der erste Mensch ganz der Erde verhaftet, aber er, der zweite Mensch, stammt aus dem Himmel.48So wie der von der Erde Genommene ist, so sind dann auch seine Nachkommen, die ebenfalls von der Erde genommen sind. Und genauso ist es bei ihm, der vom Himmel kommt. So wie er sind auch die, die zu ihm gehören, vom Himmel bestimmt.49Diese Wahrheit betrifft uns alle: Genauso wie wir in unserem Aussehen Adam gleich sind, dem von der Erde genommenen ersten Menschen, so werden wir auch das Ebenbild dessen sein, der vom Himmel kommt, nämlich Jesus.
Die große Wandlung
50Was will ich damit sagen, Schwestern und Brüder? Dieses: Menschen aus Fleisch und Blut können so, wie sie sind, nicht zu Erben der neuen Wirklichkeit Gottes werden. Ja, das, was vergänglich ist, wird nicht in die unvergängliche Himmelswelt gelangen können.51Passt gut auf! Ich sage euch ein ganz besonderes Geheimnis. Wir werden nicht alle sterben, aber wir werden alle umgestaltet werden.52In einem einzigen Augenblick, beim letzten Posaunenstoß, wird es geschehen. Die Posaune wird ertönen und die Toten werden auferweckt. Unvergänglich werden sie sein, und auch wir werden ganz und gar verwandelt werden.53Ja, es muss so kommen: Dieses Vergängliche muss die Unvergänglichkeit anziehen und dieser sterbliche Körper die Unsterblichkeit.
Der Sieg des Lebens
54Wenn diese vergängliche Wirklichkeit mit der Unvergänglichkeit umhüllt wird und das, was dem Tod verfallen ist, mit der Unsterblichkeit, dann wird sich das erfüllen, was in Gottes Buch geschrieben ist: »Der Tod ist vom Sieg verschlungen!55Wo ist nun, Tod, dein Sieg? Ja, Tod, wo ist denn dein Stachel?«56Der Stachel des Todes ist das Schuldigwerden, und die Kraft der Schuld liegt im Gesetz.57Doch Gott sei Dank gebracht! Er schenkt uns den Sieg durch unseren Herrn, den Messias Jesus!58Also, meine lieben Schwestern und Brüder, werdet fest, lasst euch nicht in eine falsche Richtung bewegen und setzt euch immer mit eurer ganzen Kraft für die Sache von Jesus, dem Herrn, ein. Denn ihr wisst ja, dass eure Mühe nicht vergeblich ist, weil Jesus, der Herr, dabei ist!
Die Auferstehungshoffnung und die Zeugen der Auferstehung Christi
1Ich tue euch aber, Brüder, das Evangelium kund, das ich euch verkündigt[1] habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch steht, (Gal 1,11)2durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr festhaltet, mit welcher Rede[2] ich es euch verkündigt[3] habe, es sei denn, dass ihr vergeblich[4] zum Glauben gekommen seid. (1Kor 1,21; 2Kor 6,1; Kol 1,23)3Denn ich habe euch vor allem überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; (Jes 53,5; Lk 22,22; Röm 4,25; 1Kor 11,23; 2Kor 5,15)4und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften; (Ps 16,10; Jes 53,9; Mt 12,40; Lk 24,46)5und dass er Kephas[5] erschienen ist, dann den Zwölfen. (Mk 16,14; Lk 24,34; Apg 1,3)6Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt übrig geblieben, einige aber auch entschlafen sind.7Danach erschien er Jakobus, dann den Aposteln[6] allen; (Lk 24,50)8zuletzt aber von allen, gewissermaßen der Missgeburt, erschien er auch mir. (1Kor 9,1)9Denn ich bin der geringste der Apostel, der ich nicht würdig[7] bin, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde[8] Gottes verfolgt habe. (Apg 8,3; 1Tim 1,15)10Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin; und seine Gnade mir gegenüber ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes⟨, die⟩ mit mir ⟨ist⟩. (1Kor 3,10; 2Kor 3,5; 2Kor 11,23; Eph 3,7; 1Tim 1,14)11Ob nun ich oder jene: So ⟨jedenfalls⟩ predigen wir, und so seid ihr zum Glauben gekommen.
Die Auferstehungshoffnung gegen die Leugnung der Auferstehung
12Wenn aber gepredigt wird, dass Christus aus den Toten auferweckt[9] ist, wie sagen einige unter euch, dass es keine Auferstehung der Toten gebe? (Apg 23,8)13Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt;14wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos[10], inhaltslos aber auch euer Glaube.15Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. (Apg 13,30; Apg 17,31)16Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. (1Kor 6,14)17Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. (Apg 13,34; Röm 4,25)18Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verloren gegangen. (1Thess 4,14)19Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen.20Nun aber ist Christus aus ⟨den⟩ Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen; (Mt 28,6; Kol 1,18; 2Tim 2,8; 1Petr 1,3)21denn da ja durch einen Menschen ⟨der⟩ Tod ⟨kam⟩, so auch durch einen Menschen ⟨die⟩ Auferstehung ⟨der⟩ Toten. (1Mo 2,17; 1Mo 3,19; Röm 5,12)22Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.23Jeder aber in seiner eigenen Ordnung[11]: ⟨der⟩ Erstling, Christus; sodann die, welche Christus gehören bei seiner Ankunft; (Apg 26,23; 1Thess 4,16; Offb 20,5)24dann das Ende, wenn er das Reich[12] dem Gott und Vater übergibt; wenn er alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht weggetan hat.25Denn er muss herrschen[13], bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. (Ps 110,1; Mt 22,44)26Als letzter Feind wird der Tod weggetan. (Jes 25,8; Offb 20,14; Offb 21,4)27»Denn alles hat er seinen Füßen unterworfen.« Wenn es aber heißt, dass alles unterworfen ist, so ist klar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. (Ps 8,7; Eph 1,22; Hebr 2,8)28Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem[14] ist. (1Kor 11,3; Eph 1,10; Eph 4,6; Phil 3,21)29Was werden sonst die tun, die sich für die[15] Toten taufen lassen[16]? Wenn überhaupt Tote nicht auferweckt werden, warum lassen sie sich denn für sie taufen[17]?30Warum sind auch wir jede Stunde in Gefahr?31Täglich sterbe ich, so wahr ihr mein Ruhm seid[18], Brüder, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe. (1Kor 4,9; 2Kor 4,10)32Wenn ich ⟨nur⟩ nach Menschen⟨weise⟩ mit wilden Tieren gekämpft habe zu Ephesus, was nützt es mir? Wenn Tote nicht auferweckt werden, so »lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir«! (Jes 22,13)33Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.34Werdet in rechter Weise[19] nüchtern und sündigt nicht! Denn manche sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich es euch. (Ps 4,5; 1Kor 6,5; Eph 4,26)
Die Auferstehungshoffnung und die Eigenart der Auferstehung
35Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt? Und mit was für einem Leib kommen sie?36Tor! Was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn. (Joh 12,24)37Und was du säst, du säst nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es sei von Weizen oder von einem der anderen ⟨Samenkörner⟩.38Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und jedem der Samen seinen eigenen Leib. (1Mo 1,11)39Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; sondern ein anderes ⟨ist das⟩ der Menschen und ein anderes das Fleisch des Viehs und ein anderes das der Vögel und ein anderes das der Fische.40Und es gibt himmlische Leiber und irdische Leiber. Aber anders ist der Glanz[20] der himmlischen, anders der der irdischen;41ein anderer der Glanz der Sonne und ein anderer der Glanz des Mondes und ein anderer der Glanz der Sterne, denn es unterscheidet sich Stern von Stern an Glanz.42So ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät in Vergänglichkeit[21], es wird auferweckt in Unvergänglichkeit.43Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft; (Phil 3,21)44es wird gesät ein natürlicher[22] Leib, es wird auferweckt ein geistlicher Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, so gibt es auch einen geistlichen.45So steht auch geschrieben: »Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele«, der letzte Adam zu einem lebendig machenden Geist. (1Mo 2,7; Joh 5,21; Röm 5,14; Röm 8,11; 2Kor 3,17)46Aber das Geistliche ist nicht zuerst, sondern das Natürliche[23], danach das Geistliche.47Der erste Mensch ist von der Erde, irdisch; der zweite Mensch vom Himmel. (Joh 3,31)48Wie der Irdische, so sind auch die Irdischen; und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen.49Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. (1Mo 5,3; Röm 8,29)50Dies aber sage ich, Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich[24] Gottes nicht erben können, auch die Vergänglichkeit[25] nicht die Unvergänglichkeit erbt. (Joh 3,3; 1Kor 6,10)51Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, (Phil 3,21; 1Thess 4,15)52in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden, unvergänglich ⟨sein⟩, und wir werden verwandelt werden. (1Thess 4,16)53Denn dieses Vergängliche muss Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen. (2Kor 5,2; 2Tim 1,10)
Lobpreis Gottes im Blick auf die Auferstehungshoffnung
54Wenn aber dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: »Verschlungen ist der Tod in Sieg.« (Jes 25,8)55»Wo ist, Tod, dein Sieg? Wo ist, Tod, dein Stachel?« (Hos 13,14)56Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. (Röm 5,20; Röm 6,14; Röm 7,8)57Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! (Röm 7,25)58Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, allezeit überreich in dem Werk des Herrn, da ihr wisst, dass eure Mühe im Herrn nicht vergeblich ist! (2Chr 15,7; 2Thess 2,15)