von Theologischer Verlag Zürich1Wer sich an die Weisung hält, vermehrt die Opfergaben,2Heilsopfer bringt dar, wer die Gebote beachtet,3wer eine Wohltat vergilt, opfert Feinmehl,4und wer Barmherzigkeit übt, bringt Dankopfer dar.5Wohlgefallen des Herrn: sich fernhalten von der Bosheit. Und Vergebung: sich fernhalten von der Ungerechtigkeit.6Erscheine nicht mit leeren Händen vor dem Herrn,7denn all dies gilt des Gebots wegen.8Die Opfergabe eines Gerechten ist Salbung des Altars, und ihr Wohlgeruch ist vor dem Höchsten.9Das Opfer eines gerechten Mannes ist willkommen, und die Erinnerung daran wird nicht verloren gehen.10Preise den Herrn mit freudigem Auge, und verringere nicht die Erstlingsgabe deiner Hände.11Dein Gesicht sei bei jeder Gabe heiter, und den Zehnten sollst du in Freude heiligen.12Gib dem Höchsten, wie es seinem Geben entspricht, und mit freudigem Auge, dem entsprechend, was deine Hände vorgefunden haben.13Denn der Herr ist einer, der vergilt, und er wird dir siebenfach vergelten.14Versuche nicht, ihn zu bestechen, denn er wird es nicht annehmen,15und richte deine Aufmerksamkeit nicht auf ein ungerechtes Opfer, denn der Herr ist Richter, und bei ihm gibt es kein Ansehen der Person.
Das Gebet des Demütigen durchdringt die Wolken
16Er wird nicht auf die Person sehen, wenn es um einen Armen geht, und die Bitte eines ungerecht Behandelten wird er erhören.17Er wird das Flehen einer Waise nicht übersehen noch die Witwe, wenn sie ihren Worten freien Lauf lässt.18Fliessen nicht die Tränen einer Witwe über ihre Wangen,19und richtet sich der Aufschrei nicht gegen den, der ihn verursacht?20Wer dient, wird in Wohlgefallen angenommen werden, und seine Bitte wird bis an die Wolken gelangen.[1]21Das Gebet des Demütigen hat die Wolken durchdrungen, und bis es sein Ziel erreicht, wird er sich nicht trösten lassen; er wird nicht aufgeben, bis der Höchste auf ihn schaut.[2]22Und dieser wird für die Gerechten Gericht halten und Recht schaffen: Der Herr wird es nicht aufschieben, und ihnen gegenüber wird er nicht langmütig sein, bis er die Lenden der Unbarmherzigen zerbricht23und den Nationen mit Strafe vergilt, bis er die Masse der Überheblichen beseitigt und die Zepter der Ungerechten zerbricht,24bis er dem Menschen vergilt nach seinen Handlungen und die Taten der Menschen nach ihren Absichten,25bis er den Rechtsfall seines Volks verhandelt und sie erfreut mit seinem Erbarmen.26Willkommen ist das Erbarmen in der Zeit der Bedrängnis, wie Regenwolken in der Zeit der Trockenheit.
Jesus Sirach 35
Lutherbibel 2017
von Deutsche Bibelgesellschaft1Wer das Gesetz beachtet, opfert reichlich. (1Sam 15,22)2Wer die Gebote hält, bringt ein Dankopfer.3Wer Gott dankt, gibt ein Speisopfer, (Ps 50,14; Ps 50,23)4und wer Barmherzigkeit übt, ein Lobopfer. (Hebr 13,16)5Vom Bösen zu lassen, gefällt dem Herrn; und vom Unrecht zu lassen, ist ein Sühnopfer. (Spr 21,3)6Erscheine vor dem Herrn nicht mit leeren Händen, (2Mo 23,17)7denn das alles muss man tun um des Gebotes willen. (Mt 23,23)8Des Gerechten Opfer lässt den Altar glänzen, und der liebliche Geruch kommt vor den Höchsten. (1Mo 8,21)9Des Gerechten Opfer ist angenehm und wird nicht vergessen.10Mit fröhlichem Gesicht lobe den Herrn, und gib deine Erstlingsgaben, ohne zu geizen. (2Mo 23,19)11Wenn du gibst, tu es mit heiterer Miene, und bring den Zehnten mit Freude dar.12Gib dem Höchsten, wie er dir gegeben hat, und gib mit fröhlichem Gesicht, so viel du kannst. (2Kor 9,7)13Denn der Herr, der vergilt, wird dir’s siebenfach vergelten. (1Sam 26,23; Ps 79,12)14Bring nichts dar, um Gott zu bestechen; denn er wird’s nicht annehmen. (2Chr 19,7; Mal 1,8)15Verlass dich nicht auf ein ungerechtes Opfer; denn der Herr ist ein Richter, und vor ihm gilt kein Ansehen der Person. (Jak 2,1)
Das Gebet und Gottes Gericht
16Er hilft dem Armen ohne Ansehen der Person und erhört das Gebet des Unterdrückten. (5Mo 10,17; Lk 18,7)17Er verachtet das Flehen der Waisen nicht noch die Witwe, wenn sie ihre Klage erhebt. (2Mo 22,21; Lk 18,3)18Laufen ihr nicht die Tränen die Wangen hinunter,19und richtet sich ihr Schreien nicht gegen den, der die Tränen fließen lässt?20Wer Gott dient, den nimmt er mit Wohlgefallen an, und sein Gebet reicht bis in die Wolken. (Spr 15,29)21Das Gebet eines Demütigen dringt durch die Wolken, doch bis es dort ist, bleibt er ohne Trost, und er lässt nicht nach, bis der Höchste sich seiner annimmt22und den Gerechten ihr Recht zuspricht und Gericht hält. Der Herr wird nicht säumen noch Langmut zeigen, bis er den Unbarmherzigen die Lenden zerschmettert.23Auch an den Heiden wird er Vergeltung üben, bis er die Menge der Frevler vernichtet und die Zepter der Ungerechten zerbricht,24bis er dem Menschen nach seinen Taten vergilt und die Werke der Menschen nach ihren Plänen, (Jer 17,10)25bis er seinem Volk Recht schafft und es erfreut mit seiner Barmherzigkeit.26Sein Erbarmen erquickt in der Zeit der Not wie Regenwolken in der Zeit der Dürre.