Daniel 4

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Ich, Nebukadnezar, lebte sorglos in meinem Haus und glücklich in meinem Palast. (Jer 9,22; Lk 12,19)2 Da hatte ich einen Traum, der mich erschreckte, und die Gedanken auf meinem Lager und die Gesichte meines Hauptes ängstigten mich. (Hi 4,13; Hi 7,14; Hi 33,15; Dan 2,1)3 Und es wurde von mir Befehl gegeben, alle Weisen Babels vor mich zu bringen, damit sie mir die Deutung des Traumes verkündeten. (Jes 47,13; Dan 2,2)4 Sogleich kamen die Traumdeuter, Wahrsager, Chaldäer und Zeichendeuter herbei, und ich erzählte vor ihnen den Traum; aber sie konnten mir seine Deutung nicht verkünden, (Jes 44,25; Dan 2,11)5 bis zuletzt Daniel vor mich kam, der Beltsazar heißt nach dem Namen meines Gottes, und in welchem der Geist der heiligen Götter ist; vor dem erzählte ich meinen Traum: (Dan 1,7; Dan 5,11; Dan 5,14)6 Beltsazar, du Oberster der Schriftkundigen, von dem ich weiß, dass der Geist der heiligen Götter in dir ist und dass kein Geheimnis dir zu schwierig ist, [vernimm] das Traumgesicht, das ich gesehen habe, und sage mir, was es bedeutet! (Dan 2,47; Dan 2,48; Am 3,7)7 Das sind aber die Gesichte meines Hauptes auf meinem Lager: Ich schaute, und siehe, es stand ein Baum mitten auf der Erde, und seine Höhe war gewaltig. (Ps 37,35; Hes 31,3)8 Der Baum war groß und stark, und sein Wipfel reichte bis an den Himmel, und er war bis ans Ende der ganzen Erde zu sehen. (1Mo 11,4; Jes 14,12; Dan 4,19; Mt 11,23)9 Sein Laub war schön und seine Frucht reichlich, und Nahrung für alle fand sich an ihm; unter ihm suchten die Tiere des Feldes Schatten, und die Vögel des Himmels wohnten in seinen Zweigen, und von ihm nährte sich alles Fleisch. (Jer 27,6; Hes 17,23; Hes 31,6)10 Ich schaute in den Gesichten meines Hauptes auf meinem Lager, und siehe, ein heiliger Wächter stieg vom Himmel herab; (Dan 4,14; Dan 4,20; Dan 8,13)11 und er rief mit gewaltiger Stimme und sprach: Haut den Baum um und schlagt seine Äste ab! Streift sein Laub ab und zerstreut seine Früchte; die Tiere unter ihm sollen wegfliehen und die Vögel von seinen Zweigen! (Hes 31,12; Dan 5,20; Mt 3,10; Lk 13,7)12 Aber seinen Wurzelstock sollt ihr in der Erde lassen, und zwar in Fesseln aus Eisen und Erz im Gras des Feldes, damit er vom Tau des Himmels benetzt werde und mit den Tieren Anteil habe an den Kräutern der Erde. (Hi 14,7; Jes 6,13)13 Sein menschliches Herz soll verwandelt werden, und es soll ihm ein tierisches Herz gegeben werden; und sieben Zeiten sollen über ihm vergehen. (Pred 9,3; Pred 9,12; Dan 7,25; Dan 12,7)14 Im Rat der Wächter wurde das beschlossen, und von den Heiligen wurde es besprochen und verlangt, damit die Lebenden erkennen, dass der Höchste über das Königtum der Menschen herrscht und es gibt, wem er will, und den Niedrigsten der Menschen darüber setzt! (1Sam 2,8; Hi 12,13; Jer 27,5; Dan 2,21; Dan 4,10; Dan 5,21; Lk 1,52)15 Diesen Traum habe ich, der König Nebukadnezar, gesehen; du aber, Beltsazar, gib die Auslegung, weil alle Weisen meines Reiches nicht imstande sind, mir die Deutung zu verkünden; du aber kannst es, weil der Geist der heiligen Götter in dir ist! (Dan 4,6; Dan 5,14)16 Da blieb Daniel, den man Beltsazar nennt, eine Weile ganz starr, und seine Gedanken erschreckten ihn. Der König ergriff das Wort und sprach: Beltsazar, der Traum und seine Deutung dürfen dich nicht erschrecken! Beltsazar antwortete und sprach: Mein Herr, der Traum gelte deinen Hassern und seine Auslegung deinen Feinden! (2Sam 18,32; Dan 7,28)17 Der Baum, den du gesehen hast, so groß und stark, dass sein Wipfel bis zum Himmel reichte, und der über die ganze Erde zu sehen war, (Hes 31,3)18 der so schönes Laub hatte und so reiche Früchte trug und an dem sich Nahrung für alle fand, unter dem sich die Tiere des Feldes aufhielten und in dessen Zweigen die Vögel des Himmels wohnten — (Hes 31,6)19 dieser [Baum] bist du, o König, der du so groß und stark geworden bist und dessen Majestät so groß ist, dass sie bis zum Himmel reicht, und deine Herrschaft bis ans Ende der Erde. (Jer 27,6; Dan 2,37; Dan 4,8; Dan 5,18)20 Dass aber der König einen heiligen Wächter vom Himmel herabsteigen sah und sagen hörte: Haut den Baum um und verderbt ihn; aber seinen Wurzelstock lasst in der Erde, und zwar in Fesseln von Eisen und Erz im Gras des Feldes, dass er vom Tau des Himmels benetzt werde und seinen Anteil habe mit den Tieren des Feldes, bis sieben Zeiten über ihm vergangen sind!, (Dan 4,13)21 das hat, o König, folgende Bedeutung, und dies ist der Beschluss des Höchsten, der über meinen Herrn, den König, ergangen ist: (Ps 33,11; Jes 14,27; Dan 3,26; Dan 4,14; Dan 4,31; Dan 7,25; Lk 1,32; Lk 1,35; Lk 1,76)22 Man wird dich von den Menschen ausstoßen, und bei den Tieren des Feldes wirst du dich aufhalten; und man wird dich mit Gras füttern wie die Ochsen und dich vom Tau des Himmels benetzen lassen; und es werden sieben Zeiten über dir vergehen, bis du erkennst, dass der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es gibt, wem er will! (Ps 83,19)23 Weil aber davon die Rede war, man solle den Wurzelstock des Baumes belassen, so wird auch dir dein Königtum wieder zuteil werden, sobald du erkennen wirst, dass der Himmel herrscht. (Dan 4,12)24 Darum, o König, lass dir meinen Rat gefallen und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit und mit deinen Missetaten durch Barmherzigkeit gegen Elende, wenn dein Wohlergehen dauerhaft sein soll! (Ps 41,2; Spr 16,6; Spr 16,20; Jes 1,16; Jes 55,7; Hes 18,21)25 Dies alles ist über den König Nebukadnezar gekommen. (Ps 75,9)26 Zwölf Monate später nämlich erging er sich auf seinem königlichen Palast in Babel. (1Mo 6,3; Pred 8,11; Röm 2,4; 2Petr 3,9; 2Petr 3,15)27 Da begann der König und sprach: Ist das nicht das große Babel, das ich mir erbaut habe zur königlichen Residenz mit meiner gewaltigen Macht und zu Ehren meiner Majestät? (5Mo 8,17; Spr 16,18; Hes 29,3)28 Noch war das Wort im Mund des Königs, da erklang eine Stimme vom Himmel herab: Dir wird gesagt, König Nebukadnezar: Das Königreich ist von dir genommen! (Hi 20,5; Jer 50,18; Dan 5,5; Dan 5,20)29 Und man wird dich von den Menschen verstoßen, und du sollst dich bei den Tieren des Feldes aufhalten; mit Gras wird man dich füttern wie die Ochsen, und sieben Zeiten sollen über dir vergehen, bis du erkennst, dass der Höchste Macht hat über das Königtum der Menschen und es gibt, wem er will! (Dan 4,14; Dan 4,22)30 Im selben Augenblick erfüllte sich das Wort an Nebukadnezar: Er wurde von den Menschen ausgestoßen, fraß Gras wie ein Ochse, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis sein Haar so lang wurde wie Adlerfedern und seine Nägel wie Vogelkrallen. (Jes 4,4; Apg 12,21; Röm 1,21; Eph 4,18)31 Aber nach Verlauf der Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel empor, und mein Verstand kehrte zu mir zurück. Da lobte ich den Höchsten und pries und verherrlichte den, der ewig lebt, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen Reich von Geschlecht zu Geschlecht währt; (1Chr 16,8; 1Chr 16,15; Ps 19,2; Ps 115,3; Ps 124,8; Ps 148,13; Dan 3,33; Dan 12,7; Offb 4,10)32 gegen welchen alle, die auf Erden wohnen, wie nichts zu rechnen sind; er verfährt mit dem Heer des Himmels und mit denen, die auf Erden wohnen, wie er will, und es gibt niemand, der seiner Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du? (1Chr 29,12; Hi 9,4; Hi 9,12; Ps 135,6; Jes 14,27; Jes 40,15; Jes 45,9; Röm 9,20)33 Zur selben Zeit kam mir mein Verstand zurück, und mit der Ehre meines Königtums kehrte auch meine Herrlichkeit und mein Glanz zurück; meine Räte und meine Großen suchten mich auf, und ich wurde wieder über mein Königreich gesetzt und erhielt noch größere Macht. (Jer 27,6; 1Petr 5,6)34 Nun lobe und erhebe und verherrliche ich, Nebukadnezar, den König des Himmels; denn all sein Tun ist richtig, und seine Wege sind gerecht; wer aber hochmütig wandelt, den kann er demütigen!« (5Mo 32,4; 2Sam 22,28; 1Chr 29,10; Ps 111,7; Jes 2,11; Dan 5,23; Offb 15,3)

Daniel 4

English Standard Version

von Crossway
1 [1] King Nebuchadnezzar to all peoples, nations, and languages, that dwell in all the earth: Peace be multiplied to you! (Dan 3,4; Dan 6,25; 1Petr 1,2; 2Petr 1,2)2 It has seemed good to me to show the signs and wonders that the Most High God has done for me. (Dan 3,26; Dan 6,27; Joh 4,48)3 How great are his signs, how mighty his wonders! His kingdom is an everlasting kingdom, and his dominion endures from generation to generation. (Dan 2,44; Dan 4,2)4 [2] I, Nebuchadnezzar, was at ease in my house and prospering in my palace.5 I saw a dream that made me afraid. As I lay in bed the fancies and the visions of my head alarmed me. (Dan 2,28; Dan 7,15)6 So I made a decree that all the wise men of Babylon should be brought before me, that they might make known to me the interpretation of the dream. (Dan 2,12; Dan 3,10)7 Then the magicians, the enchanters, the Chaldeans, and the astrologers came in, and I told them the dream, but they could not make known to me its interpretation. (Dan 2,2; Dan 2,27; Dan 5,8; Dan 5,15)8 At last Daniel came in before me—he who was named Belteshazzar after the name of my god, and in whom is the spirit of the holy gods[3]—and I told him the dream, saying, (1Mo 41,38; Jes 63,14; Dan 1,7; Dan 2,11; Dan 4,18; Dan 5,11)9 “O Belteshazzar, chief of the magicians, because I know that the spirit of the holy gods is in you and that no mystery is too difficult for you, tell me the visions of my dream that I saw and their interpretation. (Dan 2,18; Dan 2,48; Dan 4,5; Dan 4,8; Dan 5,11)10 The visions of my head as I lay in bed were these: I saw, and behold, a tree in the midst of the earth, and its height was great. (Hes 31,3; Dan 4,5)11 The tree grew and became strong, and its top reached to heaven, and it was visible to the end of the whole earth. (Ps 37,35)12 Its leaves were beautiful and its fruit abundant, and in it was food for all. The beasts of the field found shade under it, and the birds of the heavens lived in its branches, and all flesh was fed from it. (Hes 31,6; Hes 31,7)13 “I saw in the visions of my head as I lay in bed, and behold, a watcher, a holy one, came down from heaven. (5Mo 33,2; Dan 4,5; Dan 4,23; Sach 14,5; Jud 1,14)14 He proclaimed aloud and said thus: ‘Chop down the tree and lop off its branches, strip off its leaves and scatter its fruit. Let the beasts flee from under it and the birds from its branches. (Hes 31,12; Dan 3,4; Dan 4,23; Mt 3,10; Lk 3,9)15 But leave the stump of its roots in the earth, bound with a band of iron and bronze, amid the tender grass of the field. Let him be wet with the dew of heaven. Let his portion be with the beasts in the grass of the earth.16 Let his mind be changed from a man’s, and let a beast’s mind be given to him; and let seven periods of time pass over him. (1Chr 29,30; Dan 4,23)17 The sentence is by the decree of the watchers, the decision by the word of the holy ones, to the end that the living may know that the Most High rules the kingdom of men and gives it to whom he will and sets over it the lowliest of men.’ (1Sam 2,8; Jer 27,5; Dan 4,13; Dan 4,25; Dan 5,21)18 This dream I, King Nebuchadnezzar, saw. And you, O Belteshazzar, tell me the interpretation, because all the wise men of my kingdom are not able to make known to me the interpretation, but you are able, for the spirit of the holy gods is in you.” (1Mo 41,8; Dan 1,7; Dan 5,8; Dan 5,15; Dan 8,1)19 Then Daniel, whose name was Belteshazzar, was dismayed for a while, and his thoughts alarmed him. The king answered and said, “Belteshazzar, let not the dream or the interpretation alarm you.” Belteshazzar answered and said, “My lord, may the dream be for those who hate you and its interpretation for your enemies! (1Sam 25,26; 2Sam 18,32; Dan 3,24; Dan 4,18; Dan 5,6)20 The tree you saw, which grew and became strong, so that its top reached to heaven, and it was visible to the end of the whole earth, (Dan 4,10)21 whose leaves were beautiful and its fruit abundant, and in which was food for all, under which beasts of the field found shade, and in whose branches the birds of the heavens lived— (Dan 4,12)22 it is you, O king, who have grown and become strong. Your greatness has grown and reaches to heaven, and your dominion to the ends of the earth. (Jer 27,6; Hes 31,3)23 And because the king saw a watcher, a holy one, coming down from heaven and saying, ‘Chop down the tree and destroy it, but leave the stump of its roots in the earth, bound with a band of iron and bronze, in the tender grass of the field, and let him be wet with the dew of heaven, and let his portion be with the beasts of the field, till seven periods of time pass over him,’ (Dan 4,13; Dan 4,14; Dan 4,16)24 this is the interpretation, O king: It is a decree of the Most High, which has come upon my lord the king,25 that you shall be driven from among men, and your dwelling shall be with the beasts of the field. You shall be made to eat grass like an ox, and you shall be wet with the dew of heaven, and seven periods of time shall pass over you, till you know that the Most High rules the kingdom of men and gives it to whom he will. (Ps 106,20; Dan 4,17; Dan 4,23; Dan 4,32; Dan 5,21)26 And as it was commanded to leave the stump of the roots of the tree, your kingdom shall be confirmed for you from the time that you know that Heaven rules. (Dan 4,15)27 Therefore, O king, let my counsel be acceptable to you: break off your sins by practicing righteousness, and your iniquities by showing mercy to the oppressed, that there may perhaps be a lengthening of your prosperity.” (Spr 16,6; Jer 18,8; Jon 3,10; Mt 6,1; Mt 25,35; Mt 25,36; Lk 11,41; Apg 8,22; 2Tim 2,25)28 All this came upon King Nebuchadnezzar.29 At the end of twelve months he was walking on the roof of the royal palace of Babylon,30 and the king answered and said, “Is not this great Babylon, which I have built by my mighty power as a royal residence and for the glory of my majesty?” (Dan 2,37; Dan 5,20)31 While the words were still in the king’s mouth, there fell a voice from heaven, “O King Nebuchadnezzar, to you it is spoken: The kingdom has departed from you, (Dan 5,5; Lk 12,20)32 and you shall be driven from among men, and your dwelling shall be with the beasts of the field. And you shall be made to eat grass like an ox, and seven periods of time shall pass over you, until you know that the Most High rules the kingdom of men and gives it to whom he will.” (Dan 4,17; Dan 5,21)33 Immediately the word was fulfilled against Nebuchadnezzar. He was driven from among men and ate grass like an ox, and his body was wet with the dew of heaven till his hair grew as long as eagles’ feathers, and his nails were like birds’ claws. (Dan 4,32)34 At the end of the days I, Nebuchadnezzar, lifted my eyes to heaven, and my reason returned to me, and I blessed the Most High, and praised and honored him who lives forever, for his dominion is an everlasting dominion, and his kingdom endures from generation to generation; (Ps 10,16; Dan 4,26; Dan 4,36; Dan 6,26; Dan 12,7; Offb 4,10)35 all the inhabitants of the earth are accounted as nothing, and he does according to his will among the host of heaven and among the inhabitants of the earth; and none can stay his hand or say to him, “What have you done?” (Hi 9,12; Ps 115,3; Jes 14,27; Jes 40,17; Jes 45,9; Röm 9,20; Hebr 1,13; Hebr 1,14)36 At the same time my reason returned to me, and for the glory of my kingdom, my majesty and splendor returned to me. My counselors and my lords sought me, and I was established in my kingdom, and still more greatness was added to me. (Hi 42,12; Dan 3,24; Dan 4,34; Dan 5,1; Dan 5,18; Dan 6,7; Dan 6,17; Mt 6,33)37 Now I, Nebuchadnezzar, praise and extol and honor the King of heaven, for all his works are right and his ways are just; and those who walk in pride he is able to humble. (5Mo 32,4; Ps 33,4; Spr 20,23; Dan 4,34; Dan 5,20; Dan 5,23; Offb 15,3)