Jeremia 7

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia: (Jer 26,1) 2 Tritt ins Tor am Hause des HERRN und predige dort dies Wort und sprich: Höret des HERRN Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingeht, den HERRN anzubeten! 3 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort. (Jer 18,11; Jer 26,13) 4 Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel! 5 Sondern bessert euer Leben und euer Tun, dass ihr recht handelt einer gegen den andern 6 und gegen Fremdlinge, Waisen und Witwen keine Gewalt übt und nicht unschuldiges Blut vergießt an diesem Ort und nicht andern Göttern nachlauft zu eurem eigenen Schaden, (Jer 22,3) 7 so will ich euch immer und ewiglich wohnen lassen an diesem Ort, in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben habe. 8 Aber nun verlasst ihr euch auf Lügenworte, die zu nichts nütze sind. 9 Ihr seid Diebe, Mörder, Ehebrecher und Meineidige und opfert dem Baal und lauft fremden Göttern nach, die ihr nicht kennt. (2Mo 20,3; 2Mo 20,13; Hos 4,2) 10 Und dann kommt ihr und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind geborgen, – und tut weiter solche Gräuel. 11 Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, für eine Räuberhöhle? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR. (Mt 21,13) 12 Geht hin an meine Stätte zu Silo, wo früher mein Name gewohnt hat, und schaut, was ich dort getan habe wegen der Bosheit meines Volks Israel. (Jos 18,1; 1Sam 4,4; 1Sam 4,12; Ps 78,60; Jer 26,6) 13 Weil ihr denn lauter solche Dinge treibt, spricht der HERR, und weil ich immer wieder zu euch redete und ihr nicht hören wolltet und ich euch rief und ihr nicht antworten wolltet, (Jes 65,12; Jer 25,3; Jer 35,15) 14 so will ich mit dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, auf das ihr euch verlasst, und mit der Stätte, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, ebenso tun, wie ich mit Silo getan habe, 15 und will euch von meinem Angesicht verstoßen, wie ich verstoßen habe alle eure Brüder, das ganze Geschlecht Ephraim. (2Kön 17,18; 2Kön 17,20; 2Kön 17,23) 16 Du aber sollst für dies Volk nicht bitten und sollst für sie weder Klage noch Gebet vorbringen, sollst auch nicht in mich dringen; denn ich will dich nicht hören. (2Mo 32,11; 1Sam 12,23; Jer 11,14; Jer 14,11; Jer 37,3; Jer 42,2) 17 Siehst du nicht, was sie tun in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems? (Jes 65,11; Jer 19,13; Jer 44,17) 18 Die Kinder lesen Holz, die Väter zünden das Feuer an, und die Frauen kneten den Teig, dass sie der Himmelskönigin Kuchen backen, und fremden Göttern spenden sie Trankopfer mir zum Verdruss. 19 Aber machen sie denn mir Verdruss, spricht der HERR, und nicht vielmehr sich selbst zu ihrer eigenen Schande? 20 Darum spricht Gott der HERR: Siehe, mein Zorn und mein Grimm ist ausgeschüttet über diese Stätte, über Menschen und über Vieh, über die Bäume auf dem Felde und über die Früchte des Landes; der wird brennen, dass niemand löschen kann. 21 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Tut eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern und fresst Fleisch! (1Sam 15,22; Ps 50,7; Jer 6,20; Hos 8,13; Mi 6,6) 22 Denn ich habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägyptenland führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfern und Schlachtopfern; 23 sondern dies Wort habe ich ihnen geboten: Gehorcht meiner Stimme, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; wandelt ganz auf dem Wege, den ich euch gebiete, auf dass es euch wohlgehe. (3Mo 26,12; Jer 11,4; Jer 24,7; Jer 30,22; Jer 31,1; Jer 31,33; Jer 32,38; Hes 11,20; Hes 14,11; Hes 34,30; Hes 37,27) 24 Aber sie wollten nicht hören noch ihr Ohr neigen, sondern wandelten nach ihrem eignen Rat und nach ihrem verstockten und bösen Herzen und kehrten mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. (Jes 65,2; Jer 11,8) 25 Ja, von dem Tage an, da eure Väter aus Ägyptenland zogen, bis auf diesen Tag habe ich immer wieder zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten. (Jer 25,4) 26 Aber sie wollten mich nicht hören noch ihr Ohr neigen, sondern waren halsstarrig und trieben es ärger als ihre Väter. (Jer 16,12) 27 Und wenn du schon ihnen dies alles sagst, so werden sie doch nicht auf dich hören; rufst du sie, so werden sie dir nicht antworten. 28 Darum sprich zu ihnen: Dies ist das Volk, das auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, nicht hören noch sich bessern will. Die Wahrheit ist dahin und ausgerottet aus ihrem Munde. 29 Schere deine Haare ab und wirf sie von dir und wehklage auf den Höhen; denn der HERR hat dies Geschlecht, über das er zornig ist, verworfen und verstoßen. (Mi 1,16) 30 Denn die Judäer haben getan, was mir missfällt, spricht der HERR. Sie haben ihre Gräuelbilder gesetzt in das Haus, das nach meinem Namen genannt ist, um es unrein zu machen, (2Kön 21,4; Jer 32,34) 31 und haben die Höhen des Tofet im Tal Ben-Hinnom gebaut, um ihre Söhne und Töchter zu verbrennen, was ich nie geboten habe und mir nie in den Sinn gekommen ist. (3Mo 18,21; Jer 19,5; Jer 32,35) 32 Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass man’s nicht mehr nennen wird »Tofet« und »Tal Ben-Hinnom«, sondern »Würgetal«. Und man wird im Tofet begraben müssen, weil sonst kein Raum mehr sein wird. 33 Und die Leichname dieses Volks sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fraß werden, ohne dass sie jemand verscheuchen wird. (5Mo 28,26; Jer 9,21; Jer 16,4) 34 Und ich will in den Städten Judas und auf den Gassen Jerusalems wegnehmen den Jubel der Freude und Wonne und die Stimme des Bräutigams und der Braut; denn das Land soll wüst werden. (Jer 16,9; Jer 25,10; Jer 33,11) 

Jeremia 7

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Dies ist das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging: 2 Stelle dich in das Tor am Haus des HERRN und rufe dort dieses Wort aus und sprich: Hört das Wort des HERRN, ihr alle aus Juda, die ihr zu diesen Toren hineingeht, um den HERRN anzubeten! (Jer 2,4; Jer 26,2; Jer 36,6; Jer 36,10; Hos 5,1; Mt 13,9; Offb 3,6) 3 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure Taten, so will ich euch an diesem Ort wohnen lassen! (5Mo 30,19; Jes 1,16; Jer 4,1; Jer 18,11; Jer 25,5; Jer 35,15; Hes 18,30) 4 Verlasst euch nicht auf trügerische Worte wie diese: »Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies!« (Mi 3,11; Mt 3,9) 5 Denn nur wenn ihr euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert, wenn ihr wirklich Recht übt untereinander, (Hes 18,5; Röm 14,17; 1Joh 3,7) 6 wenn ihr die Fremdlinge, die Waisen und Witwen nicht bedrückt und an dieser Stätte kein unschuldiges Blut vergießt und nicht anderen Göttern nachwandelt zu eurem eigenen Schaden — (5Mo 6,14; Jer 2,34; Jer 22,3; Jer 22,17; Jer 25,6) 7 dann will ich euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit. (5Mo 4,40; 2Chr 33,8; Jer 3,18; Jer 7,3) 8 Siehe, ihr verlasst euch auf trügerische Reden, die keinen Nutzen bringen! (Jer 5,31; Jer 6,14; Jer 7,4; Hes 13,6) 9 Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch geschworen, dem Baal geräuchert habt und anderen Göttern nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt, (5Mo 32,17; Jer 5,2; Jer 5,7; Jer 11,13; Hos 4,1; Röm 2,21) 10 dass ihr dann kommen und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach meinem Namen genannt ist, und sprechen: »Wir sind errettet!« — nur, um dann alle diese Gräuel weiter zu verüben? (1Kön 9,3; Jer 7,30; Jer 44,16; Hes 23,39) 11 Ist denn dieses Haus, das nach meinem Namen genannt ist, in euren Augen zu einer Räuberhöhle geworden? Ja wahrlich, auch ich sehe es so an!, spricht der HERR. (Jer 16,17; Hab 1,13; Mt 21,13) 12 Denn geht doch hin zu meiner Stätte in Silo, wo ich zuerst meinen Namen wohnen ließ, und seht, wie ich mit ihr verfahren bin wegen der Bosheit meines Volkes Israel![1] (Jos 18,1; 1Sam 1,3; 1Sam 14,3; Ps 78,60; Jer 26,6) 13 Und nun, weil ihr alle diese Werke verübt habt, spricht der HERR, und weil ich zu euch geredet habe, indem ich mich früh aufmachte und [immer wieder] redete, ihr aber nicht hören wolltet; weil ich euch gerufen habe, ihr aber nicht geantwortet habt, (Spr 1,24; Jes 65,12; Jer 5,3; Jer 5,21; Jer 6,10; Jer 7,25; Jer 11,8; Jer 13,10; Lk 7,32) 14 so will ich auch mit dem Haus, das nach meinem Namen genannt ist und auf das ihr euch verlasst, und mit dem Ort, den ich euch und euren Vätern gegeben habe, so verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin; (Jer 7,12) 15 und ich will auch euch von meinem Angesicht verwerfen, gleichwie ich alle eure Brüder, die ganze Nachkommenschaft Ephraims, verworfen habe! (2Kön 17,18; Jer 23,39; Hos 1,4) 16 Du aber sollst für dieses Volk keine Fürbitte einlegen, sollst weder Flehen noch Gebet für sie erheben und nicht in mich dringen; denn ich werde dich keineswegs erhören! (Jer 11,14; Jer 14,11; 1Joh 5,16) 17 Siehst du denn nicht, was sie in den Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem tun? (Jer 6,27; Hes 8,6; Hes 14,23) 18 Die Kinder lesen Holz zusammen, und die Väter zünden das Feuer an, die Frauen aber kneten Teig, um der Himmelskönigin Kuchen zu backen; und fremden Göttern spenden sie Trankopfer, um mich zu ärgern. (Jes 65,11; Jer 19,13; Jer 32,29; Jer 44,17) 19 Ärgern sie denn mich damit, spricht der HERR, und nicht vielmehr sich selbst, damit sie zuschanden werden? (Jes 3,8; Jer 2,19; Jer 3,25; Jer 9,18; Jer 25,7; 1Kor 10,22) 20 Darum, so spricht GOTT, der Herr: Siehe, mein Zorn und mein Grimm wird sich über diesen Ort ergießen, über die Menschen und über das Vieh, über die Bäume des Feldes und über die Früchte der Erde, und er wird unauslöschlich brennen! (2Kön 22,17; Jes 66,24; Mk 9,43) 21 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Bringt nur eure Brandopfer zu euren Schlachtopfern hinzu und esst Fleisch! (5Mo 12,27; Jer 6,20; Hos 8,13) 22 Denn ich habe zu euren Vätern nichts gesagt und ihnen nichts befohlen in Bezug auf Brandopfer und Schlachtopfer an dem Tag, als ich sie aus dem Land Ägypten herausführte, (1Sam 15,22; Hos 6,6; Mt 9,13; Mk 12,33) 23 sondern dieses Wort habe ich ihnen befohlen: Gehorcht meiner Stimme, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf dem ganzen Weg, den ich euch gebieten werde, damit es euch wohlergehe! (2Mo 19,5; 3Mo 26,3; 3Mo 26,12; 5Mo 5,33; 5Mo 6,3; Jer 11,4; Jer 11,7) 24 Aber sie gehorchten nicht und neigten mir ihre Ohren nicht zu, sondern sie wandelten nach den Ratschlägen, nach dem Starrsinn ihres bösen Herzens, und sie wandten mir den Rücken zu und nicht das Angesicht. (Neh 9,16; Ps 81,12; Jer 5,23; Jer 7,13; Jer 11,8; Jer 15,6; Jer 16,12; Jer 17,9; Jer 17,23; Dan 9,6; Mt 15,19) 25 Von dem Tag an, als eure Väter aus dem Land Ägypten zogen, bis zu diesem Tag habe ich euch alle meine Knechte, die Propheten, gesandt, [und zwar] täglich, indem ich mich früh aufmachte und sie [immer wieder] sandte, (2Chr 36,15; Neh 9,30; Jer 7,13; Jer 11,7) 26 aber sie haben mir nicht gehorcht und mir kein Gehör geschenkt, sondern sie zeigten sich noch halsstarriger und böser als ihre Väter. (1Kön 14,22; Jer 3,25; Jer 7,24; Jer 19,15; Hes 18,4; Hes 18,18; Mt 23,30) 27 Und wenn du auch alle diese Worte zu ihnen redest, so werden sie doch nicht auf dich hören; und wenn du ihnen zurufst, werden sie dir nicht antworten. (Hes 2,7; Hes 3,7) 28 Darum sollst du zu ihnen sagen: Dies ist das Volk, das auf die Stimme des HERRN, seines Gottes, nicht hören will und keine Züchtigung annimmt; dahin ist die Wahrhaftigkeit, ausgerottet aus ihrem Mund! (Ps 12,2; Jer 5,3; Jer 9,3; Jer 32,33) 29 So schere nun deinen Haarschmuck ab und wirf ihn weg, und stimme auf kahlen Höhen ein Klagelied an! Denn verworfen und verstoßen hat der HERR das Geschlecht, über das er zornig ist. (Hi 1,20; Jer 9,17; Mi 1,16) 30 Denn die Kinder Judas haben getan, was böse ist in meinen Augen, spricht der HERR; sie haben ihre Gräuelgötzen in dem Haus aufgestellt, das nach meinem Namen genannt ist, um es zu verunreinigen. (2Kön 21,4; Jer 7,11; Jer 23,11; Jer 32,34; Hes 8,5) 31 Sie haben auch die Höhen des Tophet im Tal Ben-Hinnom errichtet, um ihre Söhne und Töchter mit Feuer zu verbrennen, was ich ihnen nie geboten habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist. (2Kön 23,10; 2Chr 28,3; Ps 106,37; Jer 19,5; Hes 16,20) 32 Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da man nicht mehr vom »Tophet« oder vom »Tal Ben-Hinnom« reden wird, sondern vom »Tal der Schlachtung«; und man wird im Tophet begraben müssen, weil es sonst keinen Raum mehr gibt; (3Mo 26,30; Jer 19,6; Jer 19,11; Jer 19,13; Hes 6,5) 33 und die Leichname dieses Volkes werden den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren zur Speise dienen, und niemand wird sie verscheuchen. (5Mo 28,26; Ps 79,2; Jer 16,4; Jer 19,7; Jer 34,20) 34 So will ich in den Städten Judas und auf den Straßen Jerusalems das Jubel- und Freudengeschrei zum Verstummen bringen, die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut; denn das Land soll zur Einöde werden! (3Mo 26,32; Jer 4,27; Jer 16,9; Jer 25,11; Hes 26,13; Hos 2,13; Offb 18,22) 

Jeremia 7

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Der HERR sprach zu Jeremia: 2 »Stell dich an den Eingang des Tempels und verkünde dort diese Botschaft: Ihr Bewohner von Juda, hört, was der HERR euch sagt! Ihr kommt hierher zum Tempel, um den HERRN anzubeten. 3 Doch der HERR, der allmächtige Gott Israels, spricht: Ihr müsst euer Leben vollkommen ändern, nur dann werde ich euch weiter in diesem Land wohnen lassen. 4 Glaubt den Lügnern nicht, die euch ständig einreden: ›Hier sind wir sicher, denn dies ist der Tempel des HERRN. Ja, dies ist der Tempel, in dem unser Gott wohnt.‹ 5 Ich sage euch: Ändert euer Leben von Grund auf! Geht gut und gerecht miteinander um, 6 unterdrückt nicht die Ausländer, die Waisen und die Witwen, und hört auf, hier das Blut unschuldiger Menschen zu vergießen! Lauft nicht mehr anderen Göttern nach, denn damit schadet ihr euch bloß selbst. 7 Nur dann dürft ihr für immer in diesem Land bleiben, das ich euren Vorfahren geschenkt habe. 8 Doch ihr vertraut auf falsche Versprechungen, die euch nichts nützen. 9 Ihr stehlt und mordet, brecht die Ehe und schwört Meineide, ihr bringt dem Götzen Baal Opfer dar und verehrt fremde Götter, die ihr früher nicht kanntet. 10 Dann kommt ihr in meinen Tempel, tretet vor mich hin und sagt: ›Uns kann nichts geschehen!‹ – um es danach genauso schlimm zu treiben wie vorher. 11 Meint ihr etwa, dieses Haus, das meinen Namen trägt, sei eine Räuberhöhle? Ich, der HERR, sehe genau, was ihr tut. Darauf könnt ihr euch verlassen! 12 Geht doch einmal zur Stadt Silo, wo früher mein Heiligtum stand. Schaut euch an, wie ich es damals zerstören ließ wegen der Bosheit meines Volkes Israel. 13 Ich, der HERR, sage euch: Ihr handelt genauso vermessen wie eure Vorfahren, und obwohl ich immer wieder zu euch geredet habe, wolltet ihr nicht hören. Ich habe euch gerufen, aber ihr habt mir keine Antwort gegeben. 14 Darum werde ich diesen Tempel, der meinen Namen trägt und in dem ihr euch so sicher fühlt, restlos zerstören. Ja, dieser Ort, den ich euren Vorfahren gab, wird dasselbe Schicksal erleiden wie Silo. 15 Ich werde euch aus meiner Nähe verstoßen, so wie ich eure Brüder, den Stamm Ephraim, vertrieben habe.« 16 Der Herr sprach zu mir: »Jeremia, bete nicht mehr für dieses Volk! Fleh nicht für sie um Gnade, bestürme mich nicht mehr mit Bitten, denn ich werde dich nicht erhören! 17 Siehst du nicht, was sie in den Städten von Juda und auf den Plätzen von Jerusalem tun? 18 Die Kinder sammeln Brennholz, die Männer machen damit Feuer, und die Frauen kneten einen Teig, um Kuchen als Opfergabe für die Himmelskönigin[1] zu backen. Sie gießen Wein aus als Trankopfer für andere Götter und tun alles, um mich zu kränken. 19 Doch können sie mich, den HERRN, damit wirklich treffen? Nein, sie schaden sich bloß selbst und bringen Schande über sich! 20 Ich, Gott, der HERR, sage: Mein glühender Zorn wird sich über diesen Ort ergießen, über Mensch und Tier, über Bäume und Felder. Mein Zorn wird brennen wie ein Feuer und nicht erlöschen. 21 So spricht der HERR, der allmächtige Gott Israels: Ich will eure Brandopfer nicht mehr! Esst das Fleisch der Tiere doch auf, wenn ihr eure Opfermahlzeit haltet! 22 Als ich eure Vorfahren aus Ägypten führte, habe ich ihnen nicht aufgetragen, mir Opfer darzubringen. 23 Ich habe ihnen nur dies eine befohlen: ›Hört auf mich, dann will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein. Lebt ganz so, wie ich es euch befohlen habe, dann wird es euch gut gehen.‹ 24 Aber sie gehorchten mir nicht, ja, sie hörten mir nicht einmal zu, sondern lebten so, wie sie es wollten, und taten, wozu ihr Eigensinn sie trieb. Sie wandten sich von mir ab und kehrten mir den Rücken. 25 So ist es bis heute geblieben. Von Anfang an, seit eure Vorfahren aus Ägypten gezogen sind, habe ich immer wieder meine Boten, die Propheten, zu euch gesandt, 26 aber ihr wolltet nicht auf mich hören und mir nicht gehorchen. Starrköpfig seid ihr, schlimmer noch als eure Vorfahren! 27 Und selbst wenn du, Jeremia, ihnen dies alles verkündest, werden sie doch nicht auf dich hören. Dein Rufen wird ohne Antwort bleiben. 28 Sag ihnen: Ihr seid das Volk, das dem HERRN, seinem Gott, nicht gehorcht und sich nichts sagen lässt. Treue und Wahrheit habt ihr verloren, ihr sprecht nicht einmal mehr darüber!« 29 »Trauere, Israel! Schneide dein langes Haar ab und wirf es fort! Stimm die Totenklage an, draußen auf den kahlen Hügeln! Denn ich, der HERR, habe dich verstoßen, ich will nichts mehr von dir wissen, mein Zorn lastet schwer auf dir! 30 Die Bewohner von Juda haben etwas getan, was ich hasse: Im Tempel, der meinen Namen trägt, haben sie ihre abscheulichen Götzen aufgestellt und ihn so entweiht. 31 Im Hinnomtal haben sie den Tofet errichtet und verbrennen auf dieser Opferstätte ihre Kinder. Niemals habe ich so etwas befohlen, mit keinem Gedanken je daran gedacht! 32 Darum hört nun, was ich sage: Es kommt die Zeit, da wird man diesen Ort nicht mehr Tofet oder Hinnomtal nennen, sondern Mordtal. Man wird die Toten dort begraben, weil anderswo der Platz fehlt. 33 Die Vögel und wilden Tiere werden die herumliegenden Leichen fressen, ohne dass jemand sie verscheucht. 34 In den Straßen von Jerusalem und in den anderen Städten Judas bereite ich allem Jubel und aller Freude ein Ende, es wird auch keine fröhlichen Hochzeitsfeiern mehr geben, denn das Land soll zur trostlosen Wüste werden. 

Jeremia 7

English Standard Version

von Crossway
1 The word that came to Jeremiah from the LORD: 2 “Stand in the gate of the LORD’s house, and proclaim there this word, and say, Hear the word of the LORD, all you men of Judah who enter these gates to worship the LORD. (Jer 26,2) 3 Thus says the LORD of hosts, the God of Israel: Amend your ways and your deeds, and I will let you dwell in this place. (Jer 18,11; Jer 26,13) 4 Do not trust in these deceptive words: ‘This is the temple of the LORD, the temple of the LORD, the temple of the LORD.’ (Jer 7,8) 5 “For if you truly amend your ways and your deeds, if you truly execute justice one with another, (5Mo 24,14; Jer 22,3) 6 if you do not oppress the sojourner, the fatherless, or the widow, or shed innocent blood in this place, and if you do not go after other gods to your own harm, (5Mo 6,14; Jer 5,1; Jer 13,10; Jer 25,6) 7 then I will let you dwell in this place, in the land that I gave of old to your fathers forever. (5Mo 4,40; Jer 3,18) 8 “Behold, you trust in deceptive words to no avail. 9 Will you steal, murder, commit adultery, swear falsely, make offerings to Baal, and go after other gods that you have not known, (Jer 1,16; Jer 5,2; Jer 6,1; Hos 4,1; Hos 4,2) 10 and then come and stand before me in this house, which is called by my name, and say, ‘We are delivered!’—only to go on doing all these abominations? (Jer 32,34; Jer 34,15) 11 Has this house, which is called by my name, become a den of robbers in your eyes? Behold, I myself have seen it, declares the LORD. (Jes 56,7; Jer 10,1; Hes 7,22; Mt 21,13; Mk 11,17; Lk 19,46) 12 Go now to my place that was in Shiloh, where I made my name dwell at first, and see what I did to it because of the evil of my people Israel. (5Mo 12,11; Ri 18,31; 1Sam 1,3; 1Sam 4,3; Ps 78,60; Jer 26,6) 13 And now, because you have done all these things, declares the LORD, and when I spoke to you persistently you did not listen, and when I called you, you did not answer, (2Chr 36,15; Spr 1,24; Jes 50,2; Jes 65,12; Jer 7,25) 14 therefore I will do to the house that is called by my name, and in which you trust, and to the place that I gave to you and to your fathers, as I did to Shiloh. (5Mo 12,5; 1Kön 9,7; Jer 10,1; Jer 12,1) 15 And I will cast you out of my sight, as I cast out all your kinsmen, all the offspring of Ephraim. (2Kön 17,6; 2Kön 17,23; Ps 78,67; Jer 14,1; Hos 4,17; Hos 5,3; Hos 5,9; Hos 6,4; Hos 12,1) 16 “As for you, do not pray for this people, or lift up a cry or prayer for them, and do not intercede with me, for I will not hear you. (2Mo 32,10; 5Mo 9,14; Jer 11,14; Jer 14,11; 1Joh 5,16) 17 Do you not see what they are doing in the cities of Judah and in the streets of Jerusalem? 18 The children gather wood, the fathers kindle fire, and the women knead dough, to make cakes for the queen of heaven. And they pour out drink offerings to other gods, to provoke me to anger. (5Mo 32,16; 5Mo 32,21; 1Kön 14,9; 1Kön 16,2; 2Kön 23,13; 2Chr 34,25; Jer 11,17; Jer 19,13; Jer 44,17; Jer 44,19; Hos 7,4) 19 Is it I whom they provoke? declares the LORD. Is it not themselves, to their own shame? (Hi 35,6; Jer 51,51) 20 Therefore thus says the Lord GOD: Behold, my anger and my wrath will be poured out on this place, upon man and beast, upon the trees of the field and the fruit of the ground; it will burn and not be quenched.” (2Chr 34,25; Jer 17,27; Jer 42,18; Jer 44,6; Kla 4,11) 21 Thus says the LORD of hosts, the God of Israel: “Add your burnt offerings to your sacrifices, and eat the flesh. (Jer 6,20) 22 For in the day that I brought them out of the land of Egypt, I did not speak to your fathers or command them concerning burnt offerings and sacrifices. (Hos 6,6) 23 But this command I gave them: ‘Obey my voice, and I will be your God, and you shall be my people. And walk in all the way that I command you, that it may be well with you.’ (2Mo 15,26; 3Mo 26,12; 5Mo 4,40; 5Mo 5,33; 5Mo 6,3; Jer 11,4; Jer 11,7; Jer 42,6) 24 But they did not obey or incline their ear, but walked in their own counsels and the stubbornness of their evil hearts, and went backward and not forward. (Ps 81,11; Ps 81,12; Jer 2,19; Jer 2,27; Jer 3,17; Jer 8,5; Jer 15,6; Jer 32,33; Hos 4,16) 25 From the day that your fathers came out of the land of Egypt to this day, I have persistently sent all my servants the prophets to them, day after day. (2Chr 36,15; 2Chr 36,16) 26 Yet they did not listen to me or incline their ear, but stiffened their neck. They did worse than their fathers. (2Chr 30,8; Jer 16,12; Jer 24,1) 27 “So you shall speak all these words to them, but they will not listen to you. You shall call to them, but they will not answer you. (Jer 1,17; Jer 7,13) 28 And you shall say to them, ‘This is the nation that did not obey the voice of the LORD their God, and did not accept discipline; truth has perished; it is cut off from their lips. (Jer 9,3) 29 “‘Cut off your hair and cast it away; raise a lamentation on the bare heights, for the LORD has rejected and forsaken the generation of his wrath.’ (Hi 1,20; Jer 3,2) 30 “For the sons of Judah have done evil in my sight, declares the LORD. They have set their detestable things in the house that is called by my name, to defile it. (2Kön 21,4; 2Kön 21,7; Jer 10,1; Jer 32,34; Hes 5,11; Hes 7,20; Hes 19,5) 31 And they have built the high places of Topheth, which is in the Valley of the Son of Hinnom, to burn their sons and their daughters in the fire, which I did not command, nor did it come into my mind. (5Mo 17,3; Jos 18,16; 2Kön 23,10; Ps 106,38; Jer 7,21; Jer 31,40) 32 Therefore, behold, the days are coming, declares the LORD, when it will no more be called Topheth, or the Valley of the Son of Hinnom, but the Valley of Slaughter; for they will bury in Topheth, because there is no room elsewhere. (Jer 19,6; Jer 19,11; Jer 31,1; Hes 6,5) 33 And the dead bodies of this people will be food for the birds of the air, and for the beasts of the earth, and none will frighten them away. (5Mo 28,26; Ps 79,2; Jes 17,2; Jer 12,9; Jer 16,4; Jer 19,7; Jer 34,20) 34 And I will silence in the cities of Judah and in the streets of Jerusalem the voice of mirth and the voice of gladness, the voice of the bridegroom and the voice of the bride, for the land shall become a waste. (3Mo 26,31; 3Mo 26,33; Ps 78,63; Jes 24,7; Jes 24,8; Jer 16,9; Jer 25,10; Jer 27,17; Jer 44,2; Jer 44,6; Hes 26,13; Hos 2,11; Offb 18,22; Offb 18,23)