1.Korinther 15

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Brüder und Schwestern,[1] ich erinnere euch an die Gute Nachricht, die ich euch verkündet habe. Ihr habt sie angenommen; sie ist der Grund, auf dem ihr im Glauben steht.2 Durch sie werdet ihr gerettet, wenn ihr sie unverfälscht festhaltet – und zwar dem Wortlaut entsprechend, in dem ich sie euch übermittelt habe. Anderenfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen! (1Kor 15,17; 2Kor 6,1; Gal 2,2; Gal 3,4; 1Thess 3,5)3 Ich habe an euch weitergegeben, was ich selbst als Überlieferung empfangen habe, nämlich als Erstes und Grundlegendes: Christus ist für unsere Sünden gestorben, wie es in den Heiligen Schriften vorausgesagt war, (Jes 53,5; 1Kor 11,23)4 und wurde begraben. Er ist am dritten Tag vom Tod auferweckt worden, wie es in den Heiligen Schriften vorausgesagt war, (Mt 12,40; Joh 20,9; Apg 2,24)5 und hat sich Petrus[2] gezeigt, danach dem ganzen Kreis der Zwölf. (Lk 24,34; Lk 24,36)6 Später sahen ihn über fünfhundert Brüder auf einmal; einige sind inzwischen gestorben, aber die meisten leben noch.7 Dann erschien er Jakobus und schließlich allen Aposteln. (Lk 24,50)8 Ganz zuletzt ist er auch mir erschienen, der »Fehlgeburt«.[3] (Apg 9,3; 1Kor 9,1; Gal 1,15)9 Ich bin der geringste unter den Aposteln, ich verdiene es überhaupt nicht, Apostel zu sein; denn ich habe die Gemeinde Gottes verfolgt. (Gal 1,13; Eph 3,8; 1Tim 1,12)10 Aber durch Gottes Gnade bin ich es dennoch geworden, und sein gnädiges Eingreifen ist nicht vergeblich gewesen. Ich habe viel mehr für die Gute Nachricht gearbeitet als alle anderen Apostel. Doch nicht mir habe ich das zuzuschreiben – die Gnade Gottes hat durch mich gewirkt. (2Kor 11,23)11 Mit den anderen Aposteln bin ich in dieser Sache völlig einig. Wir alle verkünden die Gute Nachricht genau so, wie ich es gerade angeführt habe, und genau so habt ihr sie auch angenommen. (Gal 2,6)12 Das also ist unsere Botschaft: Gott hat Christus vom Tod auferweckt. Wie können dann einige von euch behaupten, dass die Toten nicht auferstehen werden?13 Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden.14 Und wenn Christus nicht auferweckt worden ist, dann hat weder unsere Verkündigung einen Sinn noch euer Glaube.15 Wir wären dann als falsche Zeugen für Gott entlarvt; denn wir hätten gegen die Wahrheit bezeugt, dass er Christus vom Tod auferweckt hat – den er doch gar nicht auferweckt hat, wenn wirklich die Toten nicht auferweckt werden. (Apg 1,8)16 Wenn die Toten nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden.17 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer ganzer Glaube vergeblich. Eure Schuld ist dann nicht von euch genommen, (Röm 4,25; 1Kor 15,2)18 und wer im Vertrauen auf Christus gestorben ist, ist dann verloren.19 Wenn wir nur für das jetzige Leben auf Christus hoffen, sind wir bedauernswerter als irgendjemand sonst auf der Welt.20 Nun aber ist Christus vom Tod auferweckt worden, und als der erste Auferweckte gibt er uns die Gewähr, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden.[4] (1Kor 6,14)21 Durch einen Menschen kam der Tod. So kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung vom Tod. (1Mo 3,17; Röm 5,12)22 Alle Menschen gehören zu Adam, darum müssen sie sterben; aber durch die Verbindung mit Christus wird ihnen das neue Leben geschenkt werden.23 Doch das alles geschieht zu seiner Zeit und in seiner vorbestimmten Ordnung: Als Erster[5] wurde Christus vom Tod auferweckt. Wenn er wiederkommt, werden die auferweckt, die zu ihm gehören. (1Thess 4,16)24 Dann ist das Ende da: Christus übergibt die Herrschaft Gott, dem Vater, nachdem er alles vernichtet hat, was sich gegen Gott erhebt und was Macht und Herrschaft beansprucht. (Röm 8,38)25 Denn Christus muss so lange herrschen, bis er alle Feinde unter seinen Füßen hat. (Ps 110,1; Mk 12,36)26 Als letzten Feind vernichtet er den Tod. (Offb 1,18; Offb 20,14; Offb 21,4)27 Denn es heißt in den Heiligen Schriften: »Alles hat Gott ihm unterworfen.« Wenn hier gesagt wird, dass alles ihm unterworfen ist, dann ist natürlich der nicht eingeschlossen, der ihm alles unterworfen hat. (Ps 8,7)28 Wenn aber alles Christus unterworfen sein wird, dann unterwirft auch er selbst, der Sohn, sich dem Vater, der ihm alles unterworfen hat. Dann ist Gott allein der Herr – über alles und in allem. (Röm 11,36)29 Überlegt einmal: Was machen denn die unter euch, die sich für ungetauft Verstorbene taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht auferweckt werden, welchen Sinn hat es dann, dass sie sich für sie taufen lassen?30 Und warum begebe ich mich stündlich in Lebensgefahr? (Röm 8,36)31 Brüder und Schwestern,[6] täglich sehe ich dem Tod ins Auge. Das ist die Wahrheit, so gewiss ihr durch Jesus Christus mein Ruhm seid vor Gott!32 In Ephesus habe ich mit wilden Tieren gekämpft.[7] Wenn ich keine Hoffnung hätte, hätte ich mir das ersparen können! Wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann halten wir uns doch lieber an das Sprichwort: »Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!« (Jes 22,13; 2Kor 1,8)33 Macht euch nichts vor! »Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.«34 Werdet wieder nüchtern und lebt, wie es Gott gefällt. Ich muss zu eurer Schande sagen: Einige von euch kennen Gott nicht. (Röm 13,11)35 Aber vielleicht fragt jemand: »Wie soll denn das zugehen, wenn die Toten auferweckt werden? Was für einen Körper werden sie dann haben?«36 Wie kannst du nur so fragen! Wenn du einen Samen ausgesät hast, muss er zuerst sterben, damit die Pflanze leben kann. (Joh 12,24)37 Du säst nicht die ausgewachsene Pflanze, sondern nur den Samen, ein Weizenkorn oder irgendein anderes Korn.38 Gott aber gibt jedem Samen, wenn er keimt, den Pflanzenkörper, den er für ihn bestimmt hat. Jede Samenart erhält ihre besondere Gestalt.39 Auch die Lebewesen haben ja nicht alle ein und dieselbe Gestalt. Menschen haben eine andere Gestalt als Tiere, Vögel eine andere als Fische.40 Außer den Körpern auf der Erde aber gibt es auch noch solche am Himmel. Die Himmelskörper haben eine andere Schönheit als die Körper auf der Erde,41 und unter ihnen leuchtet die Sonne anders als der Mond, der Mond wieder anders als die Sterne. Auch die einzelnen Sterne unterscheiden sich voneinander durch ihren Glanz.42 So könnt ihr euch auch ein Bild von der Auferstehung der Toten machen. Was in die Erde gelegt wird, ist vergänglich; aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist unvergänglich.43 Was in die Erde gelegt wird, ist armselig; aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist voll Herrlichkeit. Was in die Erde gelegt wird, ist hinfällig; aber was zum neuen Leben erweckt wird, ist voll Kraft. (Phil 3,21)44 Was in die Erde gelegt wird, war von natürlichem Leben beseelt; aber was zu neuem Leben erwacht, wird ganz vom Geist Gottes beseelt sein. Wenn es einen natürlichen Körper gibt, muss es auch einen vom Geist beseelten Körper geben.45 Es heißt ja in den Heiligen Schriften: »Der erste Mensch Adam wurde von natürlichem Leben beseelt.«[8] Christus dagegen, der letzte Adam, wurde zum Geist, der lebendig macht. (Joh 6,63; 1Kor 15,21; 2Kor 3,6)46 Aber zuerst kommt die Natur, dann der Geist, nicht umgekehrt.47 Der erste Adam wurde aus Erde gemacht; er ist Erde. Der zweite Adam stammt vom Himmel.[9]48 Die irdischen Menschen sind wie der irdische Adam, die himmlischen Menschen wie der himmlische Adam.49 So wie wir jetzt dem Menschen gleichen, der aus Erde gemacht wurde, so werden wir künftig dem gleichen, der vom Himmel gekommen ist.50 Brüder und Schwestern,[10] das ist ganz sicher: Menschen aus Fleisch und Blut können nicht in Gottes neue Welt gelangen.[11] Ein vergänglicher Körper kann nicht unsterblich werden.51 Ich sage euch jetzt ein Geheimnis: Wir werden nicht alle sterben, wir werden aber alle verwandelt werden.52 Das geschieht in einem Augenblick, so schnell, wie jemand mit der Wimper zuckt, sobald die Posaune das Ende ankündigt. Die Posaune gibt das Signal, dann werden die Verstorbenen zu unvergänglichem Leben erweckt, und wir, die dann noch am Leben sind, bekommen den neuen Körper. (1Thess 4,15)53 Unser vergänglicher Körper, der dem Tod verfallen ist, muss in einen unvergänglichen Körper verwandelt werden, über den der Tod keine Macht hat. (2Kor 5,4)54 Wenn das geschieht, wenn das Vergängliche mit Unvergänglichkeit überkleidet wird und das Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann wird das Prophetenwort wahr: »Der Tod ist vernichtet! Der Sieg ist vollkommen! (Jes 25,8)55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist deine Macht?« (Hos 13,14)56 Die Macht des Todes kommt von der Sünde. Die Sünde aber hat ihre Kraft aus dem Gesetz. (Röm 4,15; Röm 6,23)57 Dank sei Gott, dass er uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, den Sieg schenkt! (Röm 7,24)58 Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, werdet fest und unerschütterlich in eurem Glauben und tut stets euer Bestes für die Sache des Herrn. Ihr wisst, dass der Herr euren Einsatz belohnen wird. (2Chr 15,7; 1Kor 16,13)

1.Korinther 15

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Ich tue euch, liebe Brüder und Schwestern, das Evangelium kund, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, (Gal 1,11)2 durch das ihr auch gerettet werdet, wenn ihr es genau so festhaltet, wie ich es euch verkündigt habe - wenn nicht, wärt ihr umsonst zum Glauben gekommen.[1]3 Denn ich habe euch vor allen Dingen weitergegeben, was auch ich empfangen habe: dass Christus gestorben ist für unsere Sünden gemäss den Schriften, (1Kor 11,23)4 dass er begraben wurde, dass er am dritten Tage auferweckt worden ist gemäss den Schriften (1Kor 15,14)5 und dass er Kefas erschien und dann den Zwölfen. (Lk 24,34)6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch leben, einige aber entschlafen sind.7 Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. (Gal 1,19)8 Zuallerletzt aber ist er auch mir erschienen, mir, der Missgeburt. (Apg 9,3; Gal 1,13)9 Ich bin nämlich der geringste unter den Aposteln, der es nicht wert ist, Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. (Gal 1,13)10 Durch Gottes Gnade aber bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben; nein, mehr als sie alle habe ich gearbeitet, doch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist. (Gal 1,15)11 Ob nun ich oder jene: So verkündigen wir, und so seid ihr zum Glauben gekommen.12 Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige unter euch sagen, es gebe keine Auferstehung der Toten?[2] (1Kor 15,20)13 Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. (Mt 22,31; Apg 17,32; Röm 1,4; 1Kor 15,21)14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube. (1Kor 15,4)15 Wir stehen dann auch als falsche Zeugen Gottes da, weil wir gegen Gott ausgesagt haben, er habe Christus auferweckt, den er gar nicht auferweckt hat, wenn doch Tote nicht auferweckt werden. (1Kor 6,14)16 Wenn Tote nämlich nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden.17 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist euer Glaube nichtig, dann seid ihr noch in euren Sünden, (1Kor 15,4)18 also sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. (1Thess 4,14)19 Wenn wir allein für dieses Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, dann sind wir erbärmlicher dran als alle anderen Menschen.20 Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, als Erstling derer, die entschlafen sind. (1Kor 15,4; 1Thess 4,13)21 Da nämlich durch einen Menschen der Tod kam, kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. (1Mo 3,17; Röm 5,12; Röm 15,13)22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus auch alle zum Leben erweckt werden. (1Kor 15,45)23 Jeder aber an dem ihm gebührenden Platz: als Erstling Christus, dann die, die zu Christus gehören, wenn er kommt. (1Thess 4,15)24 Dann ist das Ende da, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergibt, wenn er alle Herrschaft, alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. (Mk 1,15; Eph 1,21)25 Denn er soll herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füsse gelegt hat. (Ps 110,1; Mt 22,44)26 Als letzter Feind wird der Tod vernichtet. (Jes 25,8)27 Denn alles hat er ihm unterworfen, unter die Füsse gelegt. Wenn es aber heisst: Alles ist ihm unterworfen, so ist klar: mit Ausnahme dessen, der ihm alles unterworfen hat. (Ps 8,7; Eph 1,22; Hebr 2,8)28 Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei. (Eph 1,22)29 Wenn es nicht so wäre, was würden dann die bewirken, die sich stellvertretend für Tote taufen lassen? Wenn Tote ja doch nicht auferweckt werden, was lassen sie sich dann für sie taufen?30 Und wir, warum begeben wir uns stündlich in Gefahr?31 Tag für Tag sterbe ich, so wahr ihr, liebe Brüder und Schwestern, in Christus Jesus, unserem Herrn, mein Ruhm seid! (Röm 15,17)32 Wenn ich bloss als sterblicher Mensch in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft hätte, was hätte ich davon? Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot. (Jes 22,13)33 Täuscht euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.34 Werdet doch nüchtern, wie es sich gebührt, und sündigt nicht! Denn manche verkennen Gott; euch zur Beschämung sage ich dies.35 Aber - so wird einer fragen: Wie werden denn die Toten auferweckt? In was für einem Leib werden sie kommen?36 Du Tor! Was du säst, wird nicht zum Leben erweckt, wenn es nicht stirbt. (Joh 12,24)37 Und was säst du? Nicht den zukünftigen Leib säst du, sondern ein nacktes Korn, ein Weizenkorn etwa oder ein anderes Korn.38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, jedem Samen seinen besonderen Leib. (1Mo 1,11)39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; anders ist das Fleisch der Menschen als das des Viehs, anders das Fleisch der Vögel als das der Fische.40 Es gibt himmlische Körper, und es gibt irdische Körper. Doch anders ist der Glanz der himmlischen als der der irdischen.41 Anders ist der Glanz der Sonne als der Glanz des Mondes, und wieder anders der Glanz der Sterne; denn ein Himmelskörper unterscheidet sich vom anderen durch seinen Glanz.42 So verhält es sich auch mit der Auferstehung der Toten: Gesät wird in Vergänglichkeit, auferweckt wird in Unvergänglichkeit. (1Kor 15,13)43 Gesät wird in Niedrigkeit, auferweckt wird in Herrlichkeit. Gesät wird in Schwachheit, auferweckt wird in Kraft.44 Gesät wird ein natürlicher Leib, auferweckt wird ein geistlicher Leib. Wenn es einen natürlichen Leib gibt, dann gibt es auch einen geistlichen.45 So steht es geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde ein lebendiges Wesen, der letzte Adam wurde Leben spendender Geist. (1Mo 2,7)46 Doch das Geistliche ist nicht zuerst da, sondern das Natürliche, dann erst das Geistliche.47 Der erste Mensch ist aus Erde, ein irdischer, der zweite Mensch ist vom Himmel.48 Wie der Irdische, so sind auch die Irdischen, und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen.49 Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. (1Mo 5,3; Röm 8,29; 2Kor 3,18)50 Das sage ich, liebe Brüder und Schwestern: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben, noch erbt das Vergängliche die Unvergänglichkeit. (1Kor 6,9)51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Nicht alle werden wir entschlafen, alle aber werden wir verwandelt werden, (1Thess 4,15)52 im Nu, in einem Augenblick, beim Ton der letzten Posaune; denn die Posaune wird ertönen, und die Toten werden auferweckt werden, unverweslich, und wir werden verwandelt werden.53 Denn was jetzt vergänglich ist, muss mit Unvergänglichkeit bekleidet werden, und was jetzt sterblich ist, muss mit Unsterblichkeit bekleidet werden.54 Wenn aber mit Unvergänglichkeit bekleidet wird, was jetzt vergänglich ist, und mit Unsterblichkeit, was jetzt sterblich ist, dann wird geschehen, was geschrieben steht: Verschlungen ist der Tod in den Sieg. (Jes 25,8)55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? (Hos 13,14)56 Der Stachel des Todes ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz.57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!58 Darum, meine geliebten Brüder und Schwestern, seid standhaft, lasst euch nicht erschüttern, tut jederzeit das Werk des Herrn in reichem Masse! Ihr wisst ja: Im Herrn ist eure Arbeit nicht umsonst. (1Kor 16,10)

1.Korinther 15

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht.[1] (Gal 1,6)2 Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet werden, wenn ihr festhaltet an dem Wort, das ich euch verkündet habe, es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen.3 Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben, / gemäß der Schrift, (Jes 53,8; Röm 4,25; 1Kor 11,23)4 und ist begraben worden. / Er ist am dritten Tag auferweckt worden, / gemäß der Schrift, (Hos 6,2)5 und erschien dem Kephas, dann den Zwölf. (Lk 24,34)6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen.7 Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.8 Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt. (Apg 9,3; Apg 22,6; Apg 26,13; 1Kor 9,1; Gal 1,15)9 Denn ich bin der Geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. (Apg 8,1; Apg 9,1; Apg 22,4; Apg 26,9; Gal 1,13; Eph 3,8; Phil 3,6)10 Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht - nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir. (1Kor 3,10; 2Kor 11,23; 1Tim 1,14)11 Ob nun ich verkünde oder die anderen: Das ist unsere Botschaft und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt. (1Kor 3,5)12 Wenn aber verkündet wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? (1Kor 15,1)13 Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden.14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube.15 Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt. Er hat ihn eben nicht auferweckt, wenn Tote nicht auferweckt werden.16 Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden.17 Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden;18 und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. (1Thess 4,14)19 Wenn wir allein für dieses Leben unsere Hoffnung auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen.20 Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. (Kol 1,18)21 Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. (1Mo 3,19; Röm 5,12)22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.23 Es gibt aber eine bestimmte Reihenfolge: Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören. (1Thess 4,15)24 Danach kommt das Ende, wenn er jede Macht, Gewalt und Kraft entmachtet hat und seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt.25 Denn er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. (Ps 110,1; Mt 22,44; Mk 12,36; Lk 20,42)26 Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod. (Jes 25,8; Offb 20,14; Offb 21,4)27 Denn: Alles hat er seinen Füßen unterworfen. Wenn es aber heißt, alles sei unterworfen, ist offenbar der ausgenommen, der ihm alles unterwirft. (Ps 8,7; Hebr 2,5)28 Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei. (Röm 11,36; 1Kor 8,6)29 Wie kämen sonst einige dazu, sich für die Toten taufen zu lassen? Wenn Tote gar nicht auferweckt werden, warum lässt man sich dann taufen für sie?30 Warum setzen dann auch wir uns stündlich der Gefahr aus? (Ps 44,23; Röm 8,36)31 Täglich sehe ich dem Tod ins Auge, so wahr ihr, Brüder und Schwestern, mein Ruhm seid, den ich in Christus Jesus, unserem Herrn, habe. (2Kor 4,10)32 Wenn ich in Ephesus nach Menschenart mit wilden Tieren gekämpft hätte, was würde es mir nützen? Wenn Tote nicht auferweckt werden, dann lasst uns essen und trinken; denn morgen sterben wir. (Jes 22,13; Apg 19,29; Apg 20,3; 2Kor 1,8)33 Lasst euch nicht irreführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.[2]34 Werdet nüchtern, wie es sich gehört, und sündigt nicht! Einige Leute wissen nichts von Gott; ich sage das, damit ihr euch schämt. (1Kor 6,5; 1Thess 5,6)35 Nun könnte einer fragen: Wie werden die Toten auferweckt, was für einen Leib werden sie haben?36 Du Tor! Auch das, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt.37 Und was du säst, ist noch nicht der Leib, der entstehen wird; es ist nur ein nacktes Samenkorn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder ein anderes. (Joh 12,24)38 Gott gibt ihm den Leib, den er vorgesehen hat, und zwar jedem Samen einen eigenen Leib. (1Mo 1,11)39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe: Das Fleisch der Menschen ist anders als das des Viehs, das Fleisch der Vögel ist anders als das der Fische.40 Auch gibt es Himmelskörper und irdische Körper. Die Schönheit der Himmelskörper ist anders als die der irdischen Körper.41 Der Glanz der Sonne ist anders als der Glanz des Mondes, anders als der Glanz der Sterne; denn auch die Gestirne unterscheiden sich durch ihren Glanz.42 So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich.43 Was gesät wird, ist armselig, was auferweckt wird, herrlich. Was gesät wird, ist schwach, was auferweckt wird, ist stark. (Phil 3,20; Kol 3,4)44 Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen überirdischen.[3]45 So steht es auch in der Schrift: Adam, der erste Mensch, wurde ein irdisches Lebewesen. Der letzte Adam wurde lebendig machender Geist. (1Mo 2,7)46 Aber zuerst kommt nicht das Überirdische; zuerst kommt das Irdische, dann das Überirdische.47 Der erste Mensch stammt von der Erde und ist Erde; der zweite Mensch stammt vom Himmel. (1Mo 2,7)48 Wie der von der Erde irdisch war, so sind es auch seine Nachfahren. Und wie der vom Himmel himmlisch ist, so sind es auch seine Nachfahren.49 Wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden. (1Mo 5,3; Röm 8,29; 2Kor 3,18)50 Damit will ich sagen, Brüder und Schwestern: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben; das Verwesliche erbt nicht das Unverwesliche. (Joh 3,5)51 Seht, ich enthülle euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden - (Mt 24,31; 1Thess 4,15)52 plötzlich, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenschall. Die Posaune wird erschallen, die Toten werden als Unverwesliche auferweckt, wir aber werden verwandelt werden.53 Denn dieses Verwesliche muss sich mit Unverweslichkeit bekleiden und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit. (2Kor 5,4)54 Wenn sich aber dieses Verwesliche mit Unverweslichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg. (Jes 25,8)55 Tod, wo ist dein Sieg? / Tod, wo ist dein Stachel? (Hos 13,14)56 Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. (Röm 5,12; Röm 7,7)57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch unseren Herrn Jesus Christus. (Röm 7,25)58 Daher, meine geliebten Brüder und Schwestern, seid standhaft und unerschütterlich, seid stets voll Eifer im Werk des Herrn und denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht vergeblich ist!

1.Korinther 15

Das Buch

von SCM Verlag
1 Mir ist es ein Anliegen, liebe Schwestern und Brüder, dass ihr das versteht: Die gute Nachricht, die wir euch gebracht haben, die ihr ja auch für euer Leben angenommen habt und die ja auch das Fundament ist, auf dem ihr steht,2 das ist die Botschaft, durch die ihr das Heil erfahren habt. Euch gilt das, wenn ihr an dem festhaltet, was wir euch als Inhalt dieser guten Botschaft weitergegeben haben. Sonst ist es so, dass euer Glaube sich als inhaltslos erweist.3 Ich habe euch ja ganz am Anfang das als verbindliche Wahrheit übergeben, was ich auch selbst so übernommen habe: Der Messias ist für unsere Sünden gestorben, so wie es ja auch in Gottes Buch geschrieben steht.4 Und auch das: Er wurde ins Grab gelegt. Er wurde am dritten Tag wieder zum Leben erweckt, so wie das Buch Gottes es schon vorhergesagt hat.5 Und: Dann erschien er dem Kephas und danach der Gruppe seiner zwölf Weggefährten.6 Danach erschien er deutlich fünfhundert Schwestern und Brüdern gleichzeitig. Von denen sind die meisten noch bis jetzt am Leben, doch einige sind gestorben.7 Danach erschien er dem Jakobus und danach der gesamten Gruppe der Apostel.8 Als Letztem von allen erschien er auch mir, der ich ja sozusagen eine Totgeburt war.9 Denn ich bin wirklich der Allergeringste der von Jesus Bevollmächtigten! Ja, es steht mir eigentlich nicht zu, als Apostel bezeichnet zu werden, weil ich die Gottesgemeinde verfolgt habe.10 Doch durch Gottes unverdientes Geschenk bin ich zu dem geworden, der ich bin, und seine unverdiente Zuwendung zu mir ist nicht ohne Folgen geblieben. Nein! Ich habe mich mehr als alle anderen abgemüht. Damit meine ich natürlich nicht mich selbst, sondern die unverdiente Gnade Gottes, die mit mir ist.11 Ganz gleich, ob ich es jetzt bin oder die anderen: Genau das ist es, was wir öffentlich verkündigen, und auf genau diese Aussage hin habt ihr euer Vertrauen auf Gott gesetzt.12 Wenn es nun so ist, wie alle übereinstimmend verkünden, dass er, der Messias, wieder vom Tod auferstanden ist, wie kann es dann sein, dass einige von euch sagen, dass es überhaupt keine Auferstehung der Toten gebe?13 Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist ja demnach auch der Messias nicht wieder zum Leben auferweckt worden!14 Wenn nun der Messias nicht auferweckt wurde, dann ist unsere Botschaft in der Tat bedeutungslos und auch euer Glaube hat keinen wirklichen Inhalt.15 Und dann wären wir ja Leute, die falsche Aussagen über Gott machen! Denn wir würden dann behaupten, dass Gott den Messias wieder zum Leben erweckt habe, was er in Wirklichkeit gar nicht getan hätte! Ihn hätte er dann ja in Wirklichkeit nicht zum Leben auferweckt, wenn die Aussage stimmen würde, dass die Toten nicht auferweckt werden!16 Wenn also die Toten nicht wieder zum Leben erweckt werden, dann ist folglich auch der Messias nicht zum Leben erweckt worden!17 Und wenn der Messias nicht zum Leben auferweckt worden ist, dann ist euer gesamter Glaube bedeutungslos und ihr seid immer noch in eurer Lebensschuld gefangen!18 Dann sind folgerichtig auch die, die im Vertrauen auf den Messias gestorben sind, noch außerhalb der lebensschaffenden Beziehung zu Gott.19 Wirklich, wenn wir nur in diesem Leben unsere Hoffnung auf den Messias gesetzt haben, dann sind wir unter allen Menschen die, die am meisten zu bemitleiden sind!20 Doch jetzt ist es so: Der Messias ist auferstanden, als Erster von allen, die gestorben sind.21 Denn es ist so: Wie durch einen bestimmten Menschen der Tod gekommen ist, so fängt auch die Auferstehung der Toten mit einem Menschen an.22 Genauso wie alle Menschen durch Adam vom Tod erfasst worden sind, so werden auch alle durch den Messias wieder zum Leben erweckt werden.23 Jeder Einzelne erlebt die Auferstehung in einer ganz bestimmten Abfolge: Der Bahnbrecher ist der Messias. Danach folgen die, die zum Messias gehören, dann, wenn er sichtbar vor allen erscheinen wird.24 Und danach kommt das Ende, wenn er die Königsherrschaft Gott dem Vater wieder übergibt, dann, wenn er alle Herrschaft, Autorität und Macht vernichtet hat.25 Denn er muss als König regieren bis zu dem Zeitpunkt, an dem er ihm alle seine Feinde endgültig unter seine Füße gelegt hat.26 Der allerletzte Feind, der vernichtet wird, das ist der Tod.27 Denn Gott hat ihm alles endgültig unterworfen. Wenn es nun in Gottes Buch heißt: »Alles ist ihm unterworfen«, dann ist dabei ja auch klar, dass der davon ausgenommen ist, der ihm alles untergeordnet hat.28 Wenn ihm also alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem untergeordnet, der ihm alles unterworfen hat. Dann wird Gott alles in allem sein.29 Nun zu der Frage: Was werden dann die tun, die sich anstelle der Toten untertauchen lassen, wenn doch die Toten überhaupt nicht wieder zum Leben erweckt werden? Wozu lassen sie sich dann stellvertretend für sie taufen?30 Und noch weitere Fragen ergeben sich. Zum Beispiel die: Warum verbringen wir fast jede Stunde unseres Lebens in Gefahr?31 Fast täglich sterbe ich, ja wirklich, das ist genauso wahr wie das, dass ihr der Grund für meinen Stolz seid, an dem ich aufgrund meiner Beziehung zum Messias Jesus, unserem Herrn, festhalte.32 Wie soll ich zum Beispiel die Situation bewerten, als ich damals in Ephesus mit wilden Tieren kämpfen musste? Wenn das nur ein rein menschliches Ereignis gewesen wäre, welchen Nutzen hätte ich dann davon? Ja, wenn die Toten nicht auferstehen, dann könnten wir nach dem Motto leben: Lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir ja sowieso!33 Täuscht euch nicht! Die Aussage stimmt: »Gute Gewohnheiten werden durch schlechten Umgang verdorben.«34 Werdet doch wieder richtig vernünftig und ladet vor allem keine Schuld auf euch! Denn ich muss es zu eurer Beschämung sagen: Manche haben gar kein Verständnis von Gott.35 Vielleicht stellt jetzt jemand die Frage: Wie ist das denn, wenn die Toten wieder zum Leben erweckt werden? Wie wird der Körper aussehen, mit dem sie erscheinen?36 Wie dumm du doch bist! Was du säst, wird nur dann wieder zum Leben erwachen, wenn es vorher stirbt.37 Und bei dem, was du säst, ist es ja so: Du säst ja nicht die Gestalt der Pflanze, die dann entstehen wird, sondern ein einfaches, nacktes Korn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder irgendein anderes.38 Gott hat jedem seine ganz eigene Gestalt gegeben, so wie es ihm gefiel, und also auch jedem einzelnen Samenkorn seine jeweilige Gestalt.39 So ist es auch beim Fleisch: Nicht alle sind gleich beschaffen, sondern es unterscheidet sich. Es ist anders bei den Menschen, den Tieren, den Vögeln und den Fischen.40 Genauso gibt es Körper, die zur Himmelswelt gehören, und Körper hier auf der Erde. Auch der Glanz der Körper, die zur Himmelswirklichkeit gehören, ist anders als der von denen, die sich hier auf der Erde befinden.41 Der Lichtschein der Sonne ist anders und wiederum anders ist das Leuchten des Mondes und noch anders der Glanz der Sterne. Und auch die Sterne unterscheiden sich voneinander in Bezug auf ihre Leuchtkraft.42 Genauso ist es bei der Auferstehung der Toten auch. Es wird in einer vergänglichen Gestalt gesät, aber in einer unvergänglichen Wirklichkeit werden die Menschen dann wieder zum Leben erweckt.43 Ja, ohne bleibende Ehre wird der Mensch in die Erde gelegt, aber er wird auferstehen in großer Herrlichkeit. So kann man sagen: In Schwachheit wird gesät und in Kraft ereignet sich dann die Auferweckung.44 Ein ganz natürlicher Körper wird in die Erde eingesät und ein von Gottes Geist gestalteter Körper wird wieder zum Leben erweckt. Wenn es einen natürlichen Körper gibt, dann gibt es auch einen geistlichen Körper.45 Genauso steht es ja in Gottes Buch geschrieben: »Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Person.« Doch er, der letzte Adam, wurde zu einem Geist, der Leben hervorbringt.46 Aber hier ist zu beachten: Die geistliche Wirklichkeit ist nicht zuerst, sondern die natürliche Wirklichkeit, und dann die vom Geist bestimmte Wirklichkeit.47 So ist der erste Mensch ganz der Erde verhaftet, aber er, der zweite Mensch, stammt aus dem Himmel.48 So wie der von der Erde Genommene ist, so sind dann auch seine Nachkommen, die ebenfalls von der Erde genommen sind. Und genauso ist es bei ihm, der vom Himmel kommt. So wie er sind auch die, die zu ihm gehören, vom Himmel bestimmt.49 Diese Wahrheit betrifft uns alle: Genauso wie wir in unserem Aussehen Adam gleich sind, dem von der Erde genommenen ersten Menschen, so werden wir auch das Ebenbild dessen sein, der vom Himmel kommt, nämlich Jesus.50 Was will ich damit sagen, Schwestern und Brüder? Dieses: Menschen aus Fleisch und Blut können so, wie sie sind, nicht zu Erben der neuen Wirklichkeit Gottes werden. Ja, das, was vergänglich ist, wird nicht in die unvergängliche Himmelswelt gelangen können.51 Passt gut auf! Ich sage euch ein ganz besonderes Geheimnis. Wir werden nicht alle sterben, aber wir werden alle umgestaltet werden.52 In einem einzigen Augenblick, beim letzten Posaunenstoß, wird es geschehen. Die Posaune wird ertönen und die Toten werden auferweckt. Unvergänglich werden sie sein, und auch wir werden ganz und gar verwandelt werden.53 Ja, es muss so kommen: Dieses Vergängliche muss die Unvergänglichkeit anziehen und dieser sterbliche Körper die Unsterblichkeit.54 Wenn diese vergängliche Wirklichkeit mit der Unvergänglichkeit umhüllt wird und das, was dem Tod verfallen ist, mit der Unsterblichkeit, dann wird sich das erfüllen, was in Gottes Buch geschrieben ist: »Der Tod ist vom Sieg verschlungen!55 Wo ist nun, Tod, dein Sieg? Ja, Tod, wo ist denn dein Stachel?«56 Der Stachel des Todes ist das Schuldigwerden, und die Kraft der Schuld liegt im Gesetz.57 Doch Gott sei Dank gebracht! Er schenkt uns den Sieg durch unseren Herrn, den Messias Jesus!58 Also, meine lieben Schwestern und Brüder, werdet fest, lasst euch nicht in eine falsche Richtung bewegen und setzt euch immer mit eurer ganzen Kraft für die Sache von Jesus, dem Herrn, ein. Denn ihr wisst ja, dass eure Mühe nicht vergeblich ist, weil Jesus, der Herr, dabei ist!