1.Könige 3

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Und Salomo wurde Schwiegersohn des Pharao, des Königs von Ägypten, und nahm die Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er den Bau seines Hauses und des Hauses des HERRN und der Mauer rings um Jerusalem vollendet hatte. (5Mo 23,8; 1Kön 2,10; 1Kön 7,1; 1Kön 7,8; 1Kön 9,1; 1Kön 9,15; 1Kön 9,16; 1Kön 11,1; 2Kor 6,14)2 Jedoch opferte das Volk auf den Höhen; denn bis zu jenen Tagen war dem Namen des HERRN ⟨noch⟩ kein Haus gebaut worden. (3Mo 17,5; 1Sam 9,12; 1Kön 14,23; 1Kön 15,14; 1Kön 22,44; 2Kön 12,4; 2Chr 15,17)3 Und Salomo liebte den HERRN, sodass er in den Ordnungen seines Vaters David lebte[1]. Jedoch brachte er auf den Höhen Schlachtopfer und Rauchopfer dar. (3Mo 17,5; 1Sam 9,12; 1Kön 3,14; 1Kön 8,25; 1Kön 9,4; 1Kön 11,4; 1Kön 14,8; 1Kön 14,23; 1Kön 15,3; 1Kön 15,14; 1Kön 22,44; 2Kön 12,4; 2Kön 14,3; 2Chr 1,2; 2Chr 15,17; 2Chr 17,3; Joh 14,21)4 Und der König ging nach Gibeon, um dort Schlachtopfer darzubringen[2], denn das war »die große Höhe«; tausend Brandopfer opferte Salomo auf jenem Altar. (1Chr 16,39)5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo in einem Traum bei Nacht. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! (4Mo 12,6; 1Kön 9,2; 1Kön 11,9; Mt 7,7; Joh 16,24)6 Und Salomo sagte: Du selbst hast ja an deinem Knecht David, meinem Vater, große Gnade erwiesen, weil er vor dir gelebt hat[3] in Treue[4], in Gerechtigkeit und in Aufrichtigkeit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie ⟨es⟩ am heutigen Tag ist. (1Mo 24,40; 2Sam 22,21; 1Kön 1,48; 2Kön 20,3)7 Und nun, HERR, mein Gott, du selbst hast deinen Knecht zum König gemacht anstelle meines Vaters David. Ich aber bin ein kleiner Junge, ich weiß nicht aus- noch einzugehen[5]. (1Chr 22,5; Spr 18,12)8 Und dein Knecht ist inmitten deines Volkes, das du erwählt hast, eines großen Volkes, das wegen ⟨seiner⟩ Menge nicht gezählt noch berechnet werden kann. (3Mo 26,9; 5Mo 7,6; 1Kön 4,20)9 So gib denn deinem Knecht ein hörendes[6] Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Böse. Denn wer vermag dieses dein gewaltiges[7] Volk zu richten? (2Sam 14,17; 1Chr 22,12; Ps 72,1; Kol 1,9; Hebr 5,14)10 Und das Wort war gut in den Augen des Herrn, dass Salomo um diese Sache gebeten hatte.11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du um diese Sache gebeten hast und hast dir nicht viele Tage erbeten und hast dir nicht Reichtum erbeten und hast nicht um das Leben[8] deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Verständnis erbeten, um auf das Recht zu hören[9],12 siehe, ⟨hiermit⟩ habe ich nach deinen Worten getan. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben, sodass es vor dir keinen wie dich gegeben hat und nach dir keiner wie du aufstehen wird. (5Mo 34,9; 1Kön 2,6; 1Kön 5,9; 1Kön 10,3; 1Chr 29,25; Dan 1,17; 1Joh 5,14)13 Und auch das, was du nicht erbeten hast, habe ich dir gegeben, sowohl Reichtum als auch Ehre[10], sodass es unter den Königen keinen wie dich gibt alle deine Tage. (1Kön 10,14; Neh 13,26; Spr 3,16; Spr 4,9; Mt 6,29; Lk 12,31)14 Und wenn du auf meinen Wegen gehst, indem du meine Ordnungen und meine Gebote bewahrst, so, wie dein Vater David ⟨auf ihnen⟩ gegangen ist, dann werde ich ⟨auch⟩ deine Tage verlängern. (5Mo 5,33; 1Kön 3,3; 1Kön 11,34; 1Chr 28,7; Ps 21,5)15 Da erwachte Salomo, und siehe, es war ein Traum gewesen. Und er ging nach Jerusalem, und er trat vor die Lade des Bundes des Herrn und opferte Brandopfer und bereitete Heilsopfer[11] und bereitete für alle seine Knechte ein ⟨Fest⟩mahl. (1Mo 40,20; 1Mo 41,7; 1Chr 16,1; 1Chr 16,3)16 Damals kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn.17 Und die eine Frau sagte: Bitte, mein Herr! Ich und diese Frau wohnen in ein ⟨und demselben⟩ Haus; und ich habe bei ihr im Haus geboren.18 Und es geschah am dritten Tag, nachdem ich geboren hatte, gebar auch diese Frau, und wir waren beieinander, kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren im Haus.19 Da starb der Sohn dieser Frau eines Nachts, weil sie sich auf ihn gelegt hatte.20 Sie aber stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite weg, während deine Sklavin schlief, und legte ihn an ihren Busen[12]; ihren toten Sohn aber legte sie an meinen Busen[13]. (Hi 24,13)21 Als ich nun am Morgen aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe, da war er tot. Am Morgen sah ich ihn mir genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.22 Da sagte die andere Frau: Nein, sondern mein Sohn ist der lebende, und dein Sohn ist der tote. Jene aber sagte: Nein, sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebende. So stritten[14] sie vor dem König.23 Da sagte der König: Diese sagt: Das ⟨hier⟩ ist mein Sohn, der lebende, dein Sohn ist der tote. Und jene sagt: Nein, sondern dein Sohn ist der tote und mein Sohn der lebende.24 Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und man brachte das Schwert vor den König.25 Und der König sprach: Zerschneidet das lebende Kind in zwei Teile und gebt der einen die ⟨eine⟩ Hälfte und der anderen die ⟨andere⟩ Hälfte!26 Da sagte die Frau, deren Sohn der lebende war, zum König, denn ihr Innerstes[15] wurde erregt wegen ihres Sohnes, sie sagte also: Bitte, mein Herr! Gebt ihr das lebende Kind, aber tötet es ja nicht! Jene aber sagte: Weder mir noch dir soll es gehören, zerschneidet ⟨es⟩! (Jes 49,15)27 Da antwortete der König und sprach: Gebt der Ersten[16] das lebende Kindchen[17] und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter.28 Und ganz Israel hörte das Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten sich vor dem König. Denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, ⟨rechtes⟩ Gericht zu halten. (Jos 4,14; 1Kön 10,9; Esr 7,25; Ps 72,2; Spr 8,15; Spr 25,2; Jes 28,6)

1.Könige 3

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von Ägypten, und nahm die Tochter des Pharao zur Frau und brachte sie in die Stadt Davids, bis er sein Haus und das Haus des HERRN und die Mauern um Jerusalem her fertiggebaut hatte. (2Sam 5,7; 1Kön 6,1; 1Kön 7,1; 1Kön 9,15; 2Kor 6,14)2 Nur opferte das Volk noch auf den Höhen; denn dem Namen des HERRN war noch kein Haus gebaut worden bis zu jener Zeit. (3Mo 17,2; 5Mo 12,11; 1Sam 9,12; 1Kön 18,3; 1Kön 18,36)3 Salomo aber liebte den HERRN, sodass er in den Ordnungen seines Vaters David wandelte; nur brachte er Schlachtopfer und Räucheropfer auf den Höhen dar. (5Mo 6,5; 2Sam 12,25; 1Kön 3,2; 1Kön 3,6; 1Kön 3,14; Ps 97,10; Joh 12,26)4 Und der König ging nach Gibeon, um dort zu opfern; denn das war die bedeutendste Höhe. Und Salomo opferte 1 000 Brandopfer auf jenem Altar. (1Chr 16,39; 2Chr 1,3)5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo bei Nacht im Traum. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! (4Mo 12,6; 1Kön 9,2; Mt 7,7; Joh 16,24; Röm 10,12; 1Joh 5,14)6 Und Salomo sprach: Du hast deinem Knecht, meinem Vater David, große Gnade erwiesen, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen dir gegenüber, und du hast ihm diese große Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie es an diesem Tag [offenbar] ist. (2Sam 7,8; 2Sam 22,21; 1Kön 1,48; 1Kön 2,4; 1Kön 9,4; 2Kön 20,3)7 Weil du nun, o HERR, mein Gott, deinen Knecht zum König gemacht hast anstelle meines Vaters David, ich aber ein junger Bursche bin, der weder aus- noch einzuziehen weiß; (1Chr 29,1; Spr 18,12; Pred 10,16)8 und weil dein Knecht mitten unter deinem Volk ist, das du erwählt hast, einem Volk, das so groß ist, dass es vor Menge niemand zählen noch berechnen kann — (1Mo 13,16; 5Mo 7,6; 1Kön 4,20)9 so gib du deinem Knecht doch ein verständiges Herz, dass er dein Volk zu richten versteht und unterscheiden kann, was Gut und Böse ist. Denn wer kann dieses dein großes Volk richten? (3Mo 11,47; 1Chr 22,12; Ps 72,1; Spr 2,3; Pred 2,13; 2Kor 2,16; Kol 1,9; Hebr 5,14; Jak 1,5)10 Und es war dem HERRN wohlgefällig, dass Salomo um dies bat. (Spr 15,8)11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du um dies bittest, und nicht um langes Leben und um Reichtum und um den Tod deiner Feinde bittest, sondern um Einsicht zum Verständnis des Rechts, (Lk 24,45; 1Kor 14,20; Eph 1,18; Kol 2,3)12 siehe, so habe ich nach deinen Worten gehandelt. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben, dass deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und deinesgleichen auch nach dir nicht aufkommen wird. (1Kön 5,9; Pred 1,16)13 Dazu habe ich dir auch gegeben, was du nicht erbeten hast, Reichtum und Ehre, sodass deinesgleichen nicht sein soll unter den Königen dein ganzes Leben lang. (1Kön 10,14; Spr 3,16; Pred 2,7; Mt 6,33; Eph 3,20)14 Und wenn du in meinen Wegen wandeln wirst, dass du meine Satzungen und Gebote befolgst, wie dein Vater David gewandelt ist, so will ich dir ein langes Leben geben! (5Mo 5,29; 5Mo 5,33; 1Kön 15,5; Ps 21,5; Spr 3,2; 1Tim 4,8)15 Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Als er nun nach Jerusalem kam, trat er vor die Bundeslade des HERRN und opferte Brandopfer und Friedensopfer und veranstaltete ein Mahl für alle seine Knechte. (1Mo 37,10; 1Mo 40,8; 1Mo 40,20; 1Mo 41,7; 1Mo 41,25; 1Kön 8,65; 1Chr 16,1; 1Chr 16,2; Est 1,3; Hi 33,15; Dan 1,17; Mt 1,20; Mt 2,12; Mt 2,19; Mt 2,22; Mt 27,19)16 Zu jener Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn. (2Mo 18,13; 4Mo 27,2; Jos 2,1; Ri 16,1; 2Sam 15,2)17 Und die eine Frau sprach: Ach, mein Herr, ich und diese Frau wohnten in demselben Haus, und ich gebar bei ihr im Haus; (1Mo 3,16; 2Sam 11,27)18 und es geschah, drei Tage nachdem ich geboren hatte, gebar sie auch. Und wir waren beieinander, und kein Fremder war mit uns im Haus, nur wir beide waren im Haus. (2Mo 10,17; 1Sam 20,3; Ps 62,2; Mt 9,21)19 Und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt.20 Und sie stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn in ihre Arme, und ihren toten Sohn legte sie in meine Arme. (Hi 24,13; Ps 139,11; Mt 28,13)21 Und als ich am Morgen aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe, da war er tot! Und ich betrachtete ihn am Morgen genau, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte! (1Mo 21,7; 2Mo 2,8; 1Sam 1,23; Kla 4,3)22 Die andere Frau aber sprach: Nein, sondern mein Sohn lebt und dein Sohn ist tot! Jene aber sprach: Nein, dein Sohn ist tot und mein Sohn lebt! So redeten sie vor dem König. (1Kön 3,23)23 Und der König sprach: Diese spricht: Der Sohn, der lebt, ist mein Sohn, und dein Sohn ist tot! Jene spricht: Nein, dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt!24 Da sprach der König: Bringt mir ein Schwert! Und man brachte das Schwert vor den König. (Röm 13,4)25 Da sprach der König: Zerschneidet das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die eine Hälfte und jener die andere Hälfte! (1Kön 3,28; Spr 25,8)26 Da sprach die Frau, welcher der lebendige Sohn gehörte, zum König — denn ihr Erbarmen über ihren Sohn regte sich in ihr — und sagte: Bitte, mein Herr, gebt ihr das lebendige Kind und tötet es nur nicht! Jene aber sprach: Es soll weder mir noch dir gehören — teilt es! (Jes 49,15; Jer 31,20; Hos 11,8; Offb 3,15)27 Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das lebendige Kind und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter! (1Kön 3,21)28 Als nun ganz Israel hörte, was für ein Urteil der König gefällt hatte, da fürchteten sie sich vor dem König; denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in seinem Herzen war, um Recht zu schaffen. (5Mo 34,9; 1Kön 3,9; 1Kön 3,11; Spr 2,3; Spr 15,33; Jes 11,2; Dan 2,20; Mt 13,54; Lk 11,49; Röm 11,33)

1.Könige 3

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von Ägypten. Er nahm eine Tochter des Pharao zur Frau und brachte sie in die Davidstadt, bis er sein Haus, das Haus des HERRN und die Mauern rings um Jerusalem vollendet hatte. (1Kön 7,8; 1Kön 9,15)2 Das Volk opferte jedoch zu jener Zeit auf den Kulthöhen, weil dem Namen des HERRN noch kein Haus gebaut war.3 Salomo aber liebte den HERRN und befolgte die Satzungen seines Vaters David; nur brachte er auf den Kulthöhen Schlachtopfer und Rauchopfer dar.4 So ging der König nach Gibeon, um dort zu opfern; denn hier war die größte Kulthöhe. Tausend Brandopfer pflegte Salomo auf jenen Altar zu legen. (1Chr 16,39; 2Chr 1,3)5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll!6 Salomo antwortete: Du hast deinem Knecht David, meinem Vater, große Huld erwiesen; denn er lebte vor dir in Treue, in Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen. Du hast ihm diese große Huld bewahrt und ihm einen Sohn geschenkt, der heute auf seinem Thron sitzt. (1Kön 1,48)7 So hast du jetzt, HERR, mein Gott, deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht aus noch ein.8 Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann.9 Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht! Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren? (Ps 72,1; Weis 9,1)10 Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach.11 Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um den Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören,12 werde ich deine Bitte erfüllen. Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht. (Weis 7,7)13 Aber auch das, was du nicht erbeten hast, will ich dir geben: Reichtum und Ehre, sodass zu deinen Lebzeiten keiner unter den Königen dir gleicht.14 Wenn du auf meinen Wegen gehst, meine Gesetze und Gebote bewahrst wie dein Vater David, dann schenke ich dir ein langes Leben.15 Da erwachte Salomo und merkte, dass es ein Traum war. Als er nach Jerusalem kam, trat er vor die Bundeslade des Herrn, brachte Brand- und Heilsopfer dar und gab ein Festmahl für alle seine Diener.16 Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König.17 Die eine sagte: Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus und ich habe dort in ihrem Beisein geboren.18 Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort.19 Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte im Schlaf auf ihm gelegen.20 Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während deine Magd schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite.21 Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte.22 Da rief die andere Frau: Nein, mein Kind lebt und dein Kind ist tot. Doch die erste entgegnete: Nein, dein Kind ist tot und mein Kind lebt. So stritten sie vor dem König.23 Da begann der König: Diese sagt: Mein Kind lebt und dein Kind ist tot! und jene sagt: Nein, dein Kind ist tot und mein Kind lebt.24 Und der König fuhr fort: Holt mir ein Schwert! Man brachte es vor den König.25 Nun entschied er: Schneidet das lebende Kind entzwei und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!26 Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König - es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind und tötet es nicht! Doch die andere rief: Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es! (1Mo 43,30; Jes 49,15)27 Da befahl der König: Gebt jener das lebende Kind und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter.28 Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie schauten mit Ehrfurcht zu ihm auf; denn sie erkannten, dass die Weisheit Gottes in ihm war, wenn er Recht sprach. (Weis 8,11)

1.Könige 3

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Salomo verschwägerte sich mit dem ägyptischen Königshaus: Er heiratete eine Tochter des Pharaos. Er ließ sie in der Davidsstadt wohnen, bis er den Bau seines Palastes, des Tempels und der Mauer von Jerusalem vollendet hatte.2 Damals brachten die Israeliten ihre Opfer noch an den Opferstätten ´überall im Land` dar, denn es war noch kein Tempel für den HERRN gebaut worden.3 Salomo liebte den HERRN und hielt sich an die Weisungen seines Vaters David. Doch auch er brachte Schlacht- und Rauchopfer an diesen Opferstätten dar.4 Einmal ging der König nach Gibeon, um ein Opferfest zu feiern, denn dort war die bedeutendste Opferstätte ´des Landes`. Salomo brachte auf dem Altar tausend ´Tiere als` Brandopfer dar.5 Während er in Gibeon war, erschien ihm der HERR nachts in einem Traum und sagte: »Erbitte von mir, ´was du willst`, ich werde es dir geben.«6 Salomo antwortete: »Du hast deinem Diener David, meinem Vater, große Güte erwiesen, weil er sein Leben lang dir treu war, gerecht gehandelt hat und dir mit aufrichtigem Herzen begegnet ist. Deine Güte hat bis heute Bestand, denn du hast ihm einen Sohn geschenkt, der jetzt auf seinem Thron sitzt.7 HERR, mein Gott, du hast mich[1] als Nachfolger meines Vaters zum König gemacht. Ich aber bin noch jung und unerfahren und bin dieser Aufgabe nicht gewachsen.[2]8 Und doch hast du mir die Verantwortung anvertraut für dein Volk[3], das du erwählt hast. Es ist so groß, dass man die Menschen weder zählen noch schätzen kann.9 Darum gib mir ein Herz, das ´auf dich` hört, damit ich dein Volk gut regieren und zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Wie sonst könnte ich dein Volk führen, das so zahlreich ist?«10 Es gefiel Gott[4], dass Salomo diese Bitte an ihn gerichtet hatte.11 Deshalb sagte er[5] zu Salomo: »Du hast weder um ein langes Leben gebeten noch um Reichtum oder den Tod deiner Feinde. Stattdessen hast du mich um Weisheit gebeten, damit du gerecht regieren kannst[6].12 Darum werde ich deine Bitte erfüllen. Ich gebe dir ein ´so` weises und verständiges Herz, dass es keinen Menschen gibt – weder vor dir noch nach dir –, den man mit dir vergleichen kann.13 Und auch das, worum du mich nicht gebeten hast, werde ich dir geben: Reichtum und Ehre. Zu deinen Lebzeiten wird kein König so groß sein wie du.14 Wenn du dein Leben nach mir ausrichtest und meine Ordnungen und Gebote befolgst wie dein Vater David, dann werde ich dir auch ein langes Leben schenken.«15 Da erwachte Salomo und merkte, dass der HERR tatsächlich in diesem Traum zu ihm gesprochen hatte.[7] Er ging nach Jerusalem, trat vor die Bundeslade des HERRN und brachte Brandopfer dar. Er ließ auch Tiere für das Gemeinschaftsopfer schlachten und lud alle seine Hofleute zu einem Festmahl ein.16 Eines Tages kamen zwei Prostituierte zum König und legten ihm ihren Streit vor[8].17 »Mein Herr«, begann die eine, »diese Frau und ich wohnen zusammen im selben Haus. Ich habe ein Kind geboren, und außer ihr war niemand dabei.[9]18 Nur zwei Tage danach bekam auch diese Frau ein Kind. Auch da waren nur wir beide im Haus, sonst war niemand bei uns.19 Eines Nachts starb der Sohn dieser Frau, weil sie ihn im Schlaf ´versehentlich` erdrückt hatte.20 Da stand sie mitten in der Nacht auf und nahm mir meinen Sohn weg, während ich schlief. Sie legte mir ihr totes Kind in die Arme und nahm meins zu sich.21 Als ich frühmorgens aufwachte und meinen Sohn stillen wollte, merkte ich, dass er tot war. Doch als es heller wurde, sah ich ihn mir genauer an und entdeckte: Das war gar nicht das Kind, das ich geboren hatte!«22 »Das ist nicht wahr!«, widersprach die andere Frau. »Mein Sohn lebt und deiner ist tot!« »Nein!«, rief die erste, »dein Sohn ist tot und mein Sohn lebt!« So stritten sie vor dem König.23 Schließlich sagte Salomo: »Die eine sagt: ›Das Kind, das lebt, ist meins. Dein Kind ist tot.‹ Und die andere sagt: ›Nein, das tote ist deins, mein Kind lebt.‹«24 Dann befahl er: »Holt mir ein Schwert!« Als man es gebracht hatte,25 gab er den Befehl: »Zerschneidet das lebende Kind in zwei Teile und gebt jeder Frau eine Hälfte!«26 Da wurde die echte Mutter überwältigt von Liebe und Mitgefühl für ihren Sohn, und sie rief: »Bitte, Herr, gebt das Kind der anderen! Nur tötet es nicht!« Die andere aber sagte: »Weder mir noch dir soll es gehören. Zerschneidet es nur!«27 Da befahl der König: »Halt! Tötet das Neugeborene nicht! Gebt es der ersten Frau. Sie ist seine Mutter.«28 Überall in Israel erfuhr man von dem Urteil des Königs, und alle hatten Ehrfurcht vor ihm. Denn sie merkten, dass Gott ihm Weisheit geschenkt hatte, damit er gerechte Urteile fällen konnte.

1.Könige 3

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von Ägypten, und er nahm die Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er sein eigenes Haus, das Haus des HERRN und die Mauer rings um Jerusalem fertig gebaut hatte. (1Kön 7,1; 1Kön 7,8; 1Kön 9,16; 1Kön 11,1)2 Das Volk jedoch opferte auf den Kulthöhen, denn bis zu jenen Tagen war dem Namen des HERRN noch kein Haus gebaut worden. (2Sam 7,13; 2Sam 10,1; 1Kön 5,17; 1Kön 8,17)3 Salomo aber liebte den HERRN und hielt sich an die Satzungen Davids, seines Vaters; auf den Kulthöhen jedoch brachte er Schlachtopfer und Rauchopfer dar. (2Kön 14,4; 2Kön 15,4; 2Kön 18,3; 2Kön 22,2; 2Kön 22,14)4 Und der König ging nach Gibeon, um dort zu opfern, denn das war die grösste Kulthöhe. Tausend Brandopfer brachte Salomo auf jenem Altar dar. (1Chr 16,39; 2Chr 1,6)5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo nachts im Traum, und Gott sprach: Erbitte, was ich dir geben soll. (1Kön 9,2; 1Kön 11,9)6 Da sagte Salomo: Du hast deinem Diener David, meinem Vater, grosse Barmherzigkeit erwiesen, denn dir zugewandt in Treue und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen hat er vor dir gelebt, und du hast ihm diese grosse Barmherzigkeit bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie es am heutigen Tag der Fall ist. (2Sam 22,21; 1Kön 1,48; 1Kön 9,4; 2Chr 17,4)7 Und nun, HERR, mein Gott, hast du deinen Diener an Stelle Davids, meines Vaters, zum König gemacht, ich aber bin noch ein kleiner Junge, ich weiss nichts vom Ausrücken und vom Einrücken. (4Mo 27,7; Jos 14,11)8 Und dein Diener steht mitten in deinem Volk, das du erwählt hast, ein Volk, so gross, dass es nicht berechnet und gezählt werden kann. (1Mo 15,5; 1Kön 5,21; 1Kön 8,5)9 So gib deinem Diener ein Herz, das hört, damit er deinem Volk Recht verschaffen und unterscheiden kann zwischen Gut und Böse. Denn wer könnte deinem Volk, das so gewaltig ist, Recht verschaffen? (1Mo 2,9; 1Mo 2,12; Hebr 5,14)10 Und dass Salomo eben darum gebeten hatte, war gut in den Augen des HERRN.11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du eben darum gebeten hast und weil du nicht für dich um langes Leben gebeten hast und auch nicht um Reichtum für dich gebeten hast und auch nicht um den Tod deiner Feinde gebeten hast, sondern um Einsicht, damit du dem Recht gehorchen kannst,12 sieh, deshalb handle ich nach deinen Worten: Sieh, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, so dass keiner wie du vor dir gewesen ist und keiner wie du nach dir auftreten wird. (1Kön 5,10; 1Kön 10,23; 1Chr 29,25; 2Chr 9,9; 2Chr 9,22; 2Chr 10,3; Pred 1,16)13 Und ich gebe dir auch, was du nicht erbeten hast: Sowohl Reichtum als auch Ehre, so dass keiner wie du unter den Königen ist, solange du lebst. (Mt 6,33; Mt 10,14)14 Und wenn du auf meinen Wegen gehst und meine Satzungen und meine Gebote hältst, wie David, dein Vater, es getan hat, werde ich dir ein langes Leben geben. (5Mo 6,2; 1Kön 3,3; 1Kön 11,38; Ps 21,5)15 Und Salomo erwachte, und sieh, es war ein Traum gewesen. Und er kam nach Jerusalem und trat vor die Lade des Bundes des Herrn, und er brachte Brandopfer dar und opferte Heilsopfer und veranstaltete ein Gastmahl für alle seine Diener. (1Mo 41,7)16 Damals kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn.17 Und die eine Frau sprach: Bitte, mein Herr, ich und diese Frau wohnen im selben Haus, und in diesem Haus habe ich neben ihr geboren. (1Mo 43,20; 1Sam 1,26; 1Kön 3,26)18 Am dritten Tag aber nachdem ich geboren hatte, gebar auch diese Frau. Und wir waren zusammen, niemand sonst war bei uns im Haus; nur wir beide waren im Haus.19 In der Nacht aber starb das Kind dieser Frau, weil sie im Schlaf auf ihm gelegen hatte.20 Da stand sie mitten in der Nacht auf, nahm mein Kind von meiner Seite, während deine Magd schlief, und legte es in ihren Schoss, ihr totes Kind aber legte sie in meinen Schoss.21 Und als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, sieh, da war es tot. Am Morgen aber sah ich es mir genau an, und sieh, es war nicht das Kind, das ich geboren hatte.22 Die andere Frau aber sagte: Nein, das lebende ist mein Kind, und dein Kind ist das tote. Jene aber fiel ihr ins Wort und sagte: Nein, dein Kind ist das tote, und das lebende ist mein Kind. So redeten sie vor dem König.23 Und der König sprach: Diese sagt: Dies ist mein Kind, das lebende, und dein Kind ist das tote. Und diese sagt: Nein, dein Kind ist das tote, und mein Kind ist das lebende.24 Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und man brachte das Schwert vor den König.25 Und der König sprach: Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt der einen die eine Hälfte und der anderen die andere Hälfte.26 Da sagte die Frau, deren Kind das lebende war, zum König, in aufwallender Liebe für ihr Kind sagte sie: Bitte, mein Herr, gebt jener das lebende Kind, nur tötet es nicht! Diese aber sagte: Weder mir noch dir soll es gehören; zerschneidet es! (1Mo 43,30; Jes 49,15; Jes 49,17)27 Daraufhin aber sprach der König: Gebt jener das lebende Kind, und tötet es nicht! Sie ist seine Mutter.28 Und ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie hatten Ehrfurcht vor dem König; denn sie sahen, dass göttliche Weisheit in ihm war, um Recht zu schaffen. (5Mo 10,18; Jos 4,14; Jos 10,9)

1.Könige 3

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Salomo wurde Schwiegersohn des Pharao, des Königs von Ägypten. Er nahm dessen Tochter zur Frau und ließ sie in der Davidsstadt wohnen, bis er seine Bauvorhaben vollendet hatte: den Palast, das Haus Jahwes und die Stadtmauer.2 Damals brachte das Volk seine Opfer noch auf verschiedenen Höhen dar, denn bis zu diesem Zeitpunkt war dem Namen Jahwes noch kein Haus gebaut worden.3 Salomo liebte Jahwe und richtete sich nach den Anordnungen seines Vaters David. Aber auch er musste diese Opferhöhen benutzen, um Schlacht- und Räucheropfer darzubringen.4 So ging er nach Gibeon,[1] um dort zu opfern, denn das war die größte Opferstätte. Tausend Brandopfer legte Salomo auf diesen Altar.5 Dort in Gibeon erschien Jahwe Salomo nachts im Traum. Gott sagte: „Sprich aus, was ich dir geben soll!“6 Salomo erwiderte: „Du hast deinem Diener David, meinem Vater, große Gnade erwiesen, weil er treu und gerecht war und aufrichtig vor dir gelebt hat. Du hast ihm diese große Gunst erhalten und ihm einen Sohn geschenkt, der heute auf seinem Thron sitzt.7 Und nun, Jahwe, mein Gott, du selbst hast deinen Diener anstelle meines Vaters zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß weder aus noch ein.8 Dein Diener steht mitten in dem Volk, das du erwählt hast. Es ist ein großes Volk mit vielen Menschen, die niemand zählen kann.9 So gib deinem Diener ein Herz, das auf dich hört, damit er dein Volk recht richten und zwischen Gut und Böse unterscheiden kann. Wie kann ich sonst dieses schwierige Volk regieren?“10 Jahwe gefiel die Bitte Salomos.11 Deshalb sagte er zu ihm: „Weil du gerade um diese Sache gebeten hast und nicht um ein langes Leben, Reichtum oder den Tod deiner Feinde, sondern um Verstand zum Hören auf das Recht,12 darum werde ich deinen Wunsch erfüllen. Hiermit gebe ich dir ein weises und verständiges Herz, sodass kein Mensch vor oder nach dir mit dir verglichen werden kann.13 Und auch das, was du nicht erbeten hast, gebe ich dir, nämlich Reichtum und Ehre, sodass zu deinen Lebzeiten kein anderer König dir gleichkommt.14 Und wenn du auf meinen Wegen gehst, dich nach meinen Ordnungen und Geboten richtest, wie es dein Vater David getan hat, schenke ich dir auch ein langes Leben.“15 Da erwachte Salomo und merkte, dass es ein Traum war. Er ging nach Jerusalem, trat vor die Bundeslade des Herrn und opferte Brandopfer. Er ließ auch Tiere für das Freudenopfer[2] schlachten und ein Festmahl für seine Diener zubereiten.16 Eines Tages traten zwei Prostituierte vor den König.17 Die eine sagte: „Bitte, mein Herr! Diese Frau wohnt mit mir zusammen in einem Haus. Sie war dabei, als mein Kind geboren wurde.18 Zwei Tage später[3] bekam auch sie ein Kind. Wir beide waren ganz allein im Haus, kein Fremder war bei uns.19 Eines Nachts starb der Sohn dieser Frau, weil sie ihn im Schlaf erdrückt hatte.20 Da stand sie mitten in der Nacht auf, holte meinen Sohn von meiner Seite weg und legte ihn zu sich, während ich, deine Dienerin, schlief. Ihren toten Sohn aber legte sie neben mich.21 Als ich nun am Morgen erwachte und meinen Sohn stillen wollte, merkte ich auf einmal, dass er tot war. Doch als ich ihn genauer ansah, entdeckte ich, dass es gar nicht das Kind war, das ich geboren hatte.“22 „Das ist nicht wahr!“, rief die andere Frau. „Mein Sohn ist der lebende und deiner der tote!“ – „Nein“, rief die erste, „dein Sohn ist der tote und meiner der lebendige!“ So stritten sie sich vor dem König.23 Da sagte der König: „Die eine behauptet: 'Der hier, der lebende, ist mein Sohn. Dein Sohn ist der tote!', die andere sagt: 'Nein, dein Sohn ist der tote und mein Sohn der lebende!'“24 Dann befahl er: „Holt mir ein Schwert!“ Sie brachten es dem König.25 Er sagte: „Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt die eine Hälfte der einen und die andere Hälfte der anderen.“26 Da rief die Frau, deren Sohn der lebende war – denn es wurde ihr heiß vor Angst um ihren Sohn: „Bitte, mein Herr! Gebt ihr das lebende Kind, aber tötet es ja nicht!“ Die andere aber sagte: „Es soll weder dir noch mir gehören, zerschneidet es nur!“27 Da befahl der König: „Gebt der Ersten das lebende Kindchen und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter.“28 Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte. Das Volk achtete und respektierte ihn, weil sie sahen, dass Gottes Weisheit in ihm war, sodass er gerechte Urteile fällen konnte.