1Liebt die Gerechtigkeit, ihr, die ihr die Erde richtet! In guter Weise sinnt nach über den Herrn, und sucht ihn mit ungeteiltem Herzen!2Denn er lässt sich finden von denen, die ihn nicht auf die Probe stellen, und er zeigt sich denen, die ihm nicht das Vertrauen verweigern.3Verdrehte Gedanken nämlich trennen von Gott, und seine Macht, wenn sie herausgefordert wird, überführt die Uneinsichtigen.[1]4Denn zu einer heimtückischen Seele wird die Weisheit nicht kommen, und sie wird sich in keinem Leib niederlassen, der an die Sünde verpfändet ist.5Denn der heilige Geist der Erziehung wird vor der Arglist fliehen, und er wird Abstand nehmen von unsinnigen Gedanken, und wenn das Unrecht sich nähert, wird er zurückgewiesen werden.6Denn die Weisheit ist ein menschenfreundlicher Geist, und sie wird den nicht ungestraft lassen, der mit seinen Lippen lästert, denn Gott ist Zeuge seiner Nieren und verlässlicher Aufseher seines Herzens, und der Zunge hört er zu.7Denn der Geist des Herrn hat den Erdkreis erfüllt, und er, der alles zusammenhält, hat Kenntnis von jedem Laut.[2]8Deshalb wird keiner verborgen bleiben, der Unrechtes von sich gibt, und die strafende Gerechtigkeit wird, wenn sie überführt, nicht an ihm vorübergehen.9Denn die Pläne des Gottlosen werden untersucht werden, und die Kunde von seinen Worten wird vor den Herrn gelangen - zur Aufdeckung seiner Verstösse gegen die Weisung.[3]10Denn das eifersüchtige Ohr hört alles, und das lärmende Murren bleibt nicht im Verborgenen.11Hütet euch also vor nutzlosem Murren, und bewahrt die Zunge vor bösem Geschwätz! Denn ein im Verborgenen gesprochenes Wort wird nicht ohne Wirkung hinausgehen, ein Mund aber, der Lügen erfindet, vernichtet die Seele.12Eifert nicht dem Tod nach auf eurer Irrfahrt des Lebens, und zieht nicht das Verderben herbei durch das Wirken eurer Hände.13Denn Gott hat den Tod nicht gemacht, und er erfreut sich nicht am Untergang derer, die leben.14Denn alles hat er erschaffen, damit es ist, und was auf der Welt entsteht, ist voller Heil. Unter diesen gibt es keine Arznei des Verderbens und auf der Erde kein Königreich des Hades.15Denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.......[4]
Die Rede der Gottlosen
16Die Gottlosen aber haben den Tod mit ihren Händen und Worten herbeigerufen; sie hielten ihn für einen Freund, und ihr Leben ist dahingeschmolzen. Sie schlossen einen Bund mit ihm - sie verdienen es, zu seinem Anteil zu gehören![5]
1Habt Gerechtigkeit lieb, ihr Herrscher der Erde! Denkt über den Herrn nach in lauterem Sinn und sucht ihn mit aufrichtigem Herzen!2Denn er lässt sich finden von denen, die ihn nicht versuchen, und erscheint denen, die ihm nicht misstrauen. (5Mo 4,29; Joh 11,40)3Denn verkehrtes Denken scheidet von Gott; und wird seine Macht auf die Probe gestellt, so bestraft sie solche Narren. (Jes 59,2; Röm 1,21)4Denn die Weisheit kommt nicht in eine arglistige Seele und wohnt nicht in einem Leibe, der der Sünde verfallen ist. (Röm 7,14; Röm 7,18)5Denn der heilige Geist, der ein Geist der Zucht ist, flieht die Falschheit und weicht von den törichten Gedanken und wird vertrieben, wenn Ungerechtigkeit ihm naht. (Eph 4,30)6Die Weisheit ist ein Geist, der den Menschen liebt; und sie lässt den Lästerer nicht unbestraft für seine Reden. Denn Gott ist Zeuge seiner heimlichsten Gedanken und erkennt in Wahrheit sein Herz und hört seine Worte. (Ps 139,2; Hebr 4,13)7Denn der Erdkreis ist erfüllt vom Geist des Herrn, und der Geist, der alles zusammenhält, kennt jedes Wort. (Jes 6,3)8Darum kann keiner verborgen bleiben, der Unrechtes redet; und das Recht, das ihn bestrafen soll, wird ihn nicht verfehlen.9Denn die Pläne des Frevlers müssen vor Gericht, und seine Reden sollen vor den Herrn kommen, damit seine Übertretungen bestraft werden.10Denn das Ohr des eifernden Gottes hört alles, und das Gerede der Murrenden bleibt nicht verborgen. (Jos 24,19)
Nicht Gott hat den Tod geschaffen
11So hütet euch nun vor unnützem Murren und bewahrt die Zunge vor böser Nachrede. Denn was ihr heimlich einander in die Ohren redet, wird nicht ohne Folgen bleiben, und der Mund, der lügt, bringt sich den Tod. (Spr 19,5; Spr 19,9; Apg 5,1)12Strebt nicht nach dem Tod auf dem Irrweg eures Lebens, und zieht nicht das Verderben herbei durch das Werk eurer Hände. (Jes 5,18; Hes 33,11; Röm 6,23; Weis 2,23)13Denn Gott hat den Tod nicht gemacht und hat kein Gefallen am Untergang der Lebenden;14sondern er hat alles geschaffen, dass es Bestand haben sollte; und was in der Welt geschaffen wird, ist heilsam; es ist kein tödliches Gift darin, und das Reich des Todes herrscht nicht auf Erden. (1Mo 1,31)15Denn die Gerechtigkeit ist unsterblich;16aber die Frevler haben den Tod herbeigerufen mit Worten und mit Werken. Denn sie hielten ihn für ihren Freund und sehnten sich nach ihm; sie schlossen mit ihm einen Bund, weil sie es wert sind, ihm anzugehören. (Spr 8,36; Jes 28,15)