von Theologischer Verlag Zürich1Der Stolz der Höhe, das Firmament der Reinheit: das Bild des Himmels in einer Schau der Herrlichkeit.2Wenn die Sonne erscheint, verkündet sie beim Aufgang ein wunderbares Werkzeug, ein Werk des Höchsten.3Am Mittag lässt sie das Land austrocknen, und wer wird ihrer Hitze standhalten?4Man feuert den Schmelzofen an mit Werken der Hitze, dreifach mehr brennt die Sonne die Berge aus. Sie entfacht feurige Rauchwolken und blendet die Augen, wenn sie mit ihren Strahlen leuchtet.5Gross ist der Herr, der sie gemacht hat, und mit seinen Worten hat er ihren Lauf angetrieben.6Und der Mond geht auf zu seiner Zeit zur Anzeige der Zeit und als Zeichen der Ewigkeit.7Vom Mond kommt das Zeichen zum Fest, ein Licht, das am Ende abnimmt.8Der Neumond verhält sich seinem Namen entsprechend, wunderbar wachsend im steten Wechsel, ein Werkzeug der Heere in der Höhe, leuchtend am Firmament des Himmels.[1]9Der Glanz der Sterne ist die Schönheit des Himmels, leuchtender Schmuck in den Höhen des Herrn.10Durch die Worte des Heiligen werden sie Bestand haben, der Rechtssetzung gemäss, und sie werden nicht ermatten bei ihrer Wacht.11Schau den Bogen an und preise den, der ihn gemacht hat; wenn er aufstrahlt, ist er sehr willkommen.12Er hat den Himmel mit einem Kreis des Glanzes umfasst, die Hände des Höchsten haben ihn ausgespannt.13Mit seinem Befehl hat er den Schnee angetrieben, und er schleudert die Blitze seines Urteils.14Deshalb wurden die Vorratskammern geöffnet, und die Wolken flogen dahin wie Vögel.15Durch seine Grosstat machte er die Wolken gewaltig, und Hagelsteine wurden in Stücke geschlagen.16Die Stimme seines Donners liess die Erde sich in Schmerzen winden, und bei seiner Erscheinung werden die Berge ins Wanken geraten. Nach seinem Willen werden der Südwind wehen17und der Sturm des Nordwinds und der Wirbelsturm. Er streut Schnee aus wie Vögel, die herabfliegen, und sein Herabkommen gleicht einem Heuschreckenschwarm, der sich niederlässt.18Das Auge wird die Schönheit seines Weiss bewundern, und das Herz wird ausser sich geraten, wenn er fällt.19Er giesst auch den Reif wie Salz auf die Erde, und die Spitze der Dornen gefriert.20Der kalte Wind, der Nordwind, wird wehen, und das Eis auf dem Wasser wird fest. Auf jeder Ansammlung von Wasser wird es sich niederlassen, und das Wasser wird es sich anlegen wie einen Brustpanzer.21Das Gebirge wird er verzehren und die Wüste ausbrennen, und er wird das Gras auslöschen wie Feuer.22Der Nebel beschleunigt die Heilung aller, der Tau, den man vorfindet, wird beim Ostwind erfrischen.23Mit seinem Planen brachte er die Urflut zur Ruhe und pflanzte in ihr Inseln.24Die das Meer befahren, erzählen von seiner Gefahr, und wir wundern uns über das, was unsere Ohren hören.25Dort gibt es die merkwürdigen und wunderbaren Werke, die Buntheit alles Lebendigen, die Schöpfung von Seeungeheuern.26Seinetwegen führt sein Bote auf einen guten Weg, und alles ist durch sein Wort zusammengefügt.27Vieles können wir sagen, und wir werden dennoch nicht ans Ziel gelangen, und die Vollendung aller Worte ist: Er ist alles.28Die wir ihn preisen, wo werden wir gestärkt? Denn er ist der Grosse, überragt all seine Werke.29Ehrfurcht gebietend ist der Herr und sehr gross, und wunderbar ist seine Herrschermacht.30Die ihr den Herrn preist, erhöht ihn, so sehr ihr könnt, denn auch das wird er noch übertreffen. Und die ihr ihn erhöht, sammelt Kraft, plagt euch nicht, denn ihr werdet nicht ans Ziel gelangen.31Wer hat ihn gesehen und wird davon erzählen? Und wer wird ihn so erheben, wie es ihm angemessen ist?32Es gibt viel Verborgenes, das grösser ist als dieses, denn nur wenige seiner Werke haben wir gesehen.33Denn der Herr hat alles gemacht, und den Frommen hat er Weisheit gegeben.
Jesus Sirach 43
Lutherbibel 2017
von Deutsche Bibelgesellschaft1Die erhabene Höhe, das klare Firmament und der wunderbare Himmel sind herrlich anzusehen. (Ps 104,1)2Wenn die Sonne aufgeht, verkündet sie den Tag; sie ist ein Wunderwerk des Höchsten.3Am Mittag trocknet sie das Land aus, und wer kann ihre Hitze ertragen?4Glühende Hitze bringt die Sonne der Erde, dreimal stärker noch erhitzt sie die Berge; sie verbreitet Gluthauch, ist gleißend hell und blendet die Augen. (Ps 19,4)5Groß ist der Herr, der sie gemacht hat, auf seine Worte hin durcheilt sie ihre Bahn. (Ps 74,16)6Und der Mond muss aufgehen zu seiner Zeit und die Zeiten anzeigen und ein Zeichen für immer sein. (1Mo 1,14)7Nach dem Mond rechnet man die Feste; er ist ein Licht, das abnimmt und wieder zunimmt. (3Mo 23,5; Ps 104,19)8Der Neumond ist, wie sein Name sagt: Er erneuert und verändert sich wunderbar. Ein Feldzeichen ist er für das himmlische Heer, wenn er aufstrahlt am Firmament. (Bar 3,34)9Die hellen Sterne zieren den Himmel, ein leuchtender Schmuck in den Höhen des Herrn.10Nach den Worten des Heiligen halten sie ihre Ordnung ein und werden nicht müde, wenn sie Wache halten. (Hi 38,31; Jes 40,26)11Sieh den Regenbogen an und lobe den, der ihn schön gemacht hat in seinem Glanz. (1Mo 9,13; Hes 1,28)12Er wölbt sich am Himmel in einem herrlichen Bogen; die Hand des Höchsten hat ihn gespannt.13Auf sein Geheiß hin fällt der Schnee, und er lässt Blitze herabfahren, wie er will. (Hi 38,22; Ps 147,16)14Darum tun sich die Himmel auf, und die Wolken ziehen wie Vögel dahin.15Mit seiner Kraft presst er die Wolken zusammen, und der Hagel prasselt herab.16bei seinem Anblick zittern die Berge. Nach seinem Willen wehen der Südwind und der Nordwind und der Wirbelsturm. Wie einen Vogelschwarm streut er den Schnee; der fällt herab, wie Heuschrecken sich niederlassen. (Ps 29,3; Ps 29,6)17[1] Seines Donners Stimme erschüttert die Erde,18Seine weiße Pracht blendet das Auge, und das Herz staunt über solch seltsamen Regen.19Er schüttet den Reif auf die Erde wie Salz, und wie Dornen wachsen Kristalle.20Wenn der kalte Nordwind weht, friert das Wasser zu Eis; wo Wasser ist, da bleibt er und kleidet es wie mit einem Harnisch.21Er verschlingt die Berge und verbrennt die Wüste, und was grün ist, versengt er wie Feuer. (Am 1,2)22Dagegen hilft der feuchte Nebel; und der Tau nach der Hitze erquickt alles wieder. (1Mo 27,28; 1Mo 27,39)23Durch seinen Ratschluss brachte der Herr die Wasser der Tiefe zur Ruhe und setzte Inseln darein. (Hi 38,8; Jes 40,15)24Die auf dem Meer fahren, erzählen von seinen Gefahren, und wir, die es hören, verwundern uns. (Ps 107,23)25Dort gibt es erstaunliche Dinge und wunderbare Werke, mancherlei Tiere und Seeungeheuer. (1Mo 1,21; Ps 104,25)26Der Herr geleitet seinen Boten ans Ziel, und durch sein Wort besteht alles. (Kol 1,17; Sir 39,18)27Wenn wir auch viel sagen, so reicht es doch nicht aus; mit einem Wort: Er ist alles in allem. (Ps 106,2; 1Kor 15,28)28Wenn wir auch alles hoch rühmen – was ist das schon? Denn er selbst ist größer als alle seine Werke. (Weis 13,3)29Zu fürchten ist der Herr und sehr groß, und seine Macht ist wunderbar.30Lobt und preist den Herrn, so sehr ihr könnt; er wird auch das noch übertreffen. Preist ihn aus allen Kräften und lasst nicht ab – dennoch kann es nicht genügen!31Wer hat ihn gesehen, dass er von ihm erzählen könnte? Wer kann ihn so hoch preisen, wie er ist? (Joh 1,18)32Vieles ist verborgen – Größeres als dieses, denn wenig nur haben wir von seinen Werken gesehen. (Hi 26,14)33Denn alles hat der Herr gemacht, und den Gottesfürchtigen gibt er Weisheit. (Sir 1,14)