von Theologischer Verlag Zürich1für das Weitererzählen eines gehörten Wortes und für das Aufdecken geheimer Worte. So wirst du wahrhaft schamhaft sein und bei jedem Menschen Gunst finden. Für die folgenden Dinge schäme dich nicht, und sieh nicht die Person an, damit du nicht sündigst:2für die Weisung des Höchsten und den Bund und für die Rechtssetzung, die den Gottlosen zur Rechenschaft zieht,3für die Abrechnung mit einem Teilhaber und mit Reisegefährten und für die Verteilung des Erbes an andere,4für die Genauigkeit von Waage und Gewichten und für den Erwerb von vielem und wenigem,5für das gewinnbringende Verkaufen der Händler und für eine umfassende Erziehung der Kinder und dafür, einem bösen Haussklaven die Seite bluten zu lassen -[1]6bei einer bösen Frau ist ein Siegel gut, und wo viele Hände sind, schliess zu.7Wenn du etwas weitergibst, dann abgezählt und abgemessen, sowohl Geben als auch Nehmen: Halte alles schriftlich fest -8für die Erziehung eines Unvernünftigen und Törichten und für die Unzucht eines Greises, der dafür verurteilt wird. Dann wirst du ein wahrhaft Gebildeter sein, einer, der vor allem Lebendigen geprüft worden ist.[2]
Die Sorge um die Tochter
9Eine Tochter bereitet einem Vater Schlaflosigkeit im Verborgenen, und die Sorge um sie vertreibt den Schlaf: in ihrer Jugend, dass sie ihre Blütezeit nicht verpasst, und wenn sie zu jemandem gezogen ist, dass sie nicht abgelehnt wird,10in ihrer Jungfräulichkeit, dass sie diese nicht verliert und, solange sie unter der Obhut des Vaters ist, nicht schwanger wird; lebt sie mit einem Mann, dass sie keinen Fehltritt begeht, und ist sie zu jemandem gezogen, dass sie nicht kinderlos bleibt.11Gegenüber einer eigensinnigen Tochter verstärke die Aufsicht, damit sie dich nicht zum Gespött der Feinde macht, zum Gerede in der Stadt und zum Geschwätz des Volks, und damit sie dir nicht Schande macht in der Volksmenge.[3]12Für jeden Menschen gilt: Sieh nicht auf die Schönheit, und inmitten von Frauen lass dich nicht nieder.13Denn die Motte kommt von Kleidern und die Bosheit der Frau von einer Frau.14Besser ist die Bosheit eines Mannes als eine wohltätige Frau - eine Frau führt zu Schande und Schmähung!
Lobpreis der Werke des Herrn
15Nun will ich mich der Werke des Herrn erinnern und erzählen, was ich gesehen habe. Durch die Worte des Herrn sind seine Werke entstanden, [und die Rechtssetzung ist ergangen, wie es ihm gefiel.]16Die Licht spendende Sonne hat auf alles gesehen, und von der Herrlichkeit des Herrn ist ihr Werk erfüllt.17Für die Heiligen des Herrn war es nicht möglich, von all seinen Wundern zu erzählen, die der Herr, der Allherrscher, dauerhaft gemacht hat, so dass alles in seiner Herrlichkeit befestigt wurde.18Er hat die Urflut und das Herz erkundet, und all ihr Tun hat er ergründet. Denn der Höchste hat alles Wissen erfasst, und er hat auf das Zeichen der Ewigkeit geschaut:19Er verkündet, was vergangen ist und was sein wird, und offenbart die Spuren zu dem hin, was verborgen ist.20Ihm ist kein Gedanke entgangen, und nichts konnte sich vor ihm verbergen, auch nicht ein einziges Wort.21Er hat die Grosstaten seiner Weisheit geordnet, einer ist er, vor aller Ewigkeit und bis in alle Ewigkeit; weder wurde etwas hinzugefügt noch etwas weggelassen, und er bedurfte keines Ratgebers.22Wie begehrenswert sind alle seine Werke! Wie sprühende Funken sind sie zu sehen.23All dieses lebt und bleibt für alle Zeit, nutzbringend, wo immer man es braucht, und alles gehorcht.24Alles ist paarweise, eines gegenüber einem anderen, und er hat nichts Mangelhaftes gemacht.25Eines hat das Gute des anderen gestärkt, und wer wird sich satt sehen an seiner Herrlichkeit?
Jesus Sirach 42
Lutherbibel 2017
von Deutsche Bibelgesellschaft1Schäme dich, alles weiterzusagen, was du gehört hast, und Worte auszuplaudern, die geheim sind. So wirst du wahrhaft schamhaft sein und allen Leuten lieb und wert. Dieser Dinge aber schäme dich nicht und nimm keine Rücksicht, dass du dich nicht versündigst: (3Mo 19,15; 5Mo 16,19; Sir 27,16)2Schäme dich nicht für das Gesetz des Höchsten und den Bund und das Urteil, den Gottlosen zu bestrafen;3nicht dafür, mit dem Nächsten und Gefährten Kosten auf Heller und Pfennig abzurechen, noch dafür, das Erbteil anderer zu verteilen; (Lk 16,10)4nicht für die Genauigkeit von Waage und Gewicht noch für dein Einkommen, sei es viel oder wenig;5nicht für Gewinn beim Handeln mit Kaufleuten noch für eine strenge Erziehung der Kinder und nicht dafür, den bösen Knecht kräftig zu züchtigen. (Spr 20,14; Sir 30,1; Sir 33,25)6Gut ist es, eine schlechte Frau einzuschließen; und wo viele Hände sind, schließ gut ab!7Wenn du etwas herausgibst, in Zahl und Gewicht, Soll und Haben: alles schriftlich!8Schäme dich nicht für die Erziehung der Unverständigen und Toren noch für die der Alten, wenn sie unzüchtig leben. So wirst du wahrhaft erzogen sein und bei allen geachtet.
Über Töchter und Frauen
9Eine Tochter bereitet dem Vater schlaflose Nächte, und die Sorge um sie raubt ihm den Schlaf: Wenn sie jung ist, dass sie nicht verblühe, wenn sie mit einem Mann lebt, dass er ihrer nicht überdrüssig werde, (5Mo 24,1; Sir 7,25)10wenn sie noch Jungfrau ist, dass sie nicht geschändet und im Hause ihres Vaters nicht schwanger werde; wenn sie bei ihrem Mann ist, dass sie keinen Fehltritt tue, und wenn sie mit einem Mann lebt, dass sie nicht kinderlos bleibe.11Über eine verstockte Tochter wache scharf, dass sie dich nicht vor deinen Feinden zum Spott mache noch zum Gerede in der Stadt und zum Geschwätz der Leute und dass sie dich nicht vor allen beschäme. (Sir 26,10)12Für alle gilt: Blicke nicht auf Schönheit und suche nicht die Gesellschaft von Frauen! (Sir 9,3)13Denn aus Kleidern kommen Motten und aus Frauen nichts als weibliche Schlechtigkeit.14Besser die Schlechtigkeit eines Mannes als eine rechtschaffene Frau und als eine, die Schimpf und Schande bringt. (Pred 7,26)
Gottes Herrlichkeit in der Schöpfung
15Ich will nun der Werke des Herrn gedenken und erzählen, was ich gesehen habe. Durch die Worte des Herrn sind seine Werke geworden. [Und es hat ihm gefallen, seinen Beschluss wirklich werden zu lassen.] (1Mo 1,3; Sir 39,18)16Leuchtend blickt die Sonne auf alles herab, und des Herrn Werke sind seiner Herrlichkeit voll.17Auch den Heiligen des Herrn ist es nicht gegeben, all die Wunder zu erzählen, die der Herr, der Allmächtige, geschaffen hat, damit das All durch seine Herrlichkeit Bestand hat. (Sir 18,4)18Er allein erforscht den Abgrund und das Herz, und an seinen großen Taten wird er erkannt. Denn der Höchste weiß alle Dinge und schaut in die Ewigkeit. (Spr 15,11)19Er verkündet, was vergangen und was zukünftig ist, und offenbart, was verborgen ist;20es entgeht ihm kein Gedanke, und kein einziges Wort bleibt ihm verborgen. (Joh 2,25)21Die großen Werke seiner Weisheit hat er geordnet. Einer ist er von Ewigkeit zu Ewigkeit. Man kann ihn weder größer noch geringer machen. Er bedarf keines Ratgebers. (Spr 3,19; Jes 40,13; Jes 48,12; Sir 18,6)22Wie wunderbar sind alle seine Werke, obwohl man kaum einen Funken davon erkennen kann!23Sie alle leben und bleiben in Ewigkeit und dienen ihrem Zweck, und alles gehorcht ihm. (Sir 39,31)24Es sind immer zwei; eins steht dem andern gegenüber, und nichts hat er geschaffen, was nicht gelungen ist. (Sir 33,14)25Die Dinge hat er so geordnet, dass eins dem andern nützt. Und wer kann sich an seiner Herrlichkeit satt sehen?