Matthäus 26

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Und es geschah, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, dass er zu seinen Jüngern sagte:2 Ihr wisst, dass in zwei Tagen Passa ist; dann wird der Menschensohn ausgeliefert und gekreuzigt werden. (Mt 16,21)3 Da versammelten sich die Hohen Priester und die Ältesten des Volkes im Palast des Hohen Priesters, der Kajafas hiess,4 und sie beschlossen, Jesus mit List festzunehmen und zu töten.5 Sie sagten aber: Nicht am Fest, damit kein Aufruhr entsteht im Volk. (Mt 14,5; Mt 21,26)6 Als nun Jesus in Betanien im Hause Simons des Aussätzigen war,7 kam eine Frau zu ihm mit einem Alabastergefäss voll kostbaren Öls und goss es über sein Haupt, als er bei Tisch sass.8 Als die Jünger das sahen, wurden sie unwillig und sagten: Wozu diese Verschwendung?9 Es hätte doch teuer verkauft werden können und wäre Armen zugute gekommen.10 Als Jesus das merkte, sagte er zu ihnen: Was bringt ihr die Frau in Verlegenheit? Sie hat eine schöne Tat an mir vollbracht.11 Arme habt ihr ja allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. (5Mo 9,15; 5Mo 15,11)12 Dass sie nämlich dieses Öl auf meinen Leib goss, das hat sie für mein Begräbnis getan.13 Amen, ich sage euch: Wo immer in der ganzen Welt dieses Evangelium verkündigt wird, da wird auch erzählt werden, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis. (Mt 28,19)14 Da ging einer von den Zwölfen, der Judas Iskariot hiess, zu den Hohen Priestern15 und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn an euch ausliefere? Und sie vereinbarten mit ihm dreissig Silberstücke. (Sach 11,12; Mt 27,3)16 Von da an suchte er eine günstige Gelegenheit, ihn auszuliefern.17 Am ersten Tag der ungesäuerten Brote kamen die Jünger zu Jesus und sagten: Wo willst du, dass wir dir das Passamahl bereiten? (2Mo 12,15)18 Er sprach: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe, bei dir will ich mit meinen Jüngern das Passa feiern.19 Und die Jünger taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte. Und sie bereiteten das Passamahl.20 Am Abend sass er mit den Zwölfen bei Tisch. (Lk 22,14)21 Und während sie assen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern.22 Und sie wurden sehr traurig und begannen, einer nach dem andern, ihn zu fragen: Bin etwa ich es, Herr?23 Er aber antwortete: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich ausliefern.24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie über ihn geschrieben steht, doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird. Es wäre besser, er wäre nicht geboren, dieser Mensch! (Mt 18,7)25 Da entgegnete Judas, der ihn ausliefern sollte: Bin etwa ich es, Rabbi? Da antwortet er ihm: Du sagst es!26 Während sie aber assen, nahm Jesus Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst! Das ist mein Leib. (Mt 14,19; Mt 15,36; 1Kor 10,16; 1Kor 11,23)27 Und er nahm einen Kelch und sprach das Dankgebet, gab ihnen den und sprach: Trinkt alle daraus!28 Denn das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. (2Mo 24,8; 1Kor 10,16; 1Kor 11,25)29 Ich sage euch aber: Ich werde von dieser Frucht des Weinstocks nicht mehr trinken von nun an bis zu dem Tag, da ich aufs Neue mit euch davon trinken werde im Reich meines Vaters.30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus auf den Ölberg. (Lk 22,39; Joh 18,1)31 Da sagt Jesus zu ihnen: Ihr alle werdet in dieser Nacht an mir zu Fall kommen, denn es steht geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen. (Sach 13,7; Joh 16,32)32 Nach meiner Auferweckung aber werde ich euch nach Galiläa vorausgehen. (Mt 28,7)33 Petrus antwortete ihm: Wenn alle an dir zu Fall kommen - ich werde niemals zu Fall kommen! (Mt 20,22)34 Jesus sagt zu ihm: Amen, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnet haben. (Mt 26,69)35 Da sagt Petrus zu ihm: Selbst wenn ich mit dir sterben müsste - ich werde dich nicht verleugnen. Ebenso redeten auch alle anderen Jünger. (Joh 11,16)36 Da kommt Jesus mit ihnen an einen Ort namens Getsemani und sagt zu den Jüngern: Bleibt hier sitzen, solange ich weg bin und dort bete. (Joh 18,1)37 Und er nahm Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit sich, und er wurde immer trauriger und mutloser.38 Da sagt er zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt, bleibt hier und wacht mit mir. (Ps 42,6; Ps 43,5; Joh 12,27)39 Und er ging ein wenig weiter, fiel auf sein Angesicht und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst. (Mt 20,22; Joh 6,10; Joh 18,11)40 Und er kommt zu den Jüngern zurück und findet sie schlafend. Und er sagt zu Petrus: So vermochtet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wach zu bleiben?41 Wacht und betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist ist willig, das Fleisch aber schwach. (Mt 6,13)42 Wieder ging er weg, ein zweites Mal, und betete: Mein Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille. (Mt 6,10)43 Und er kam wieder zurück und fand sie schlafend, denn die Augen waren ihnen schwer geworden.44 Und er verliess sie, ging wieder weg und betete zum dritten Mal, wieder mit denselben Worten.45 Dann kommt er zu den Jüngern zurück und sagt zu ihnen: Schlaft nur weiter und ruht euch aus! Seht, die Stunde ist gekommen, da der Menschensohn in die Hände von Sündern ausgeliefert wird.46 Steht auf, lasst uns gehen! Seht, der mich ausliefert, ist da.47 Und während er noch redete, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine grosse Schar mit Schwertern und Knüppeln im Auftrag der Hohen Priester und der Ältesten des Volkes.48 Der ihn aber auslieferte, hatte mit ihnen ein Zeichen verabredet: Den ich küssen werde, der ist es. Den nehmt fest!49 Und sogleich ging er auf Jesus zu und sagte: Sei gegrüsst, Rabbi, und küsste ihn. (Mt 27,29)50 Jesus sagte zu ihm: Freund, dazu bist du gekommen! Da kamen sie auf ihn zu, ergriffen ihn und nahmen ihn fest.51 Da hob einer von denen, die mit Jesus waren, seine Hand und zog sein Schwert, schlug nach dem Knecht des Hohen Priesters und hieb ihm das Ohr ab.52 Da sagt Jesus zu ihm: Steck dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen. (1Mo 9,6)53 Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten und er würde mir nicht sogleich mehr als zwölf Legionen Engel zur Seite stellen? (Ps 91,11; Mt 4,11)54 Doch wie würden dann die Schriften in Erfüllung gehen, nach denen es so geschehen muss? (Jes 53,7)55 Zu jener Stunde sagte Jesus zu den Leuten: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen, mit Schwertern und Knüppeln, mich gefangen zu nehmen? Tag für Tag sass ich im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht festgenommen. (Mt 21,23; Lk 19,47; Joh 18,20)56 Dies alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten in Erfüllung gehen. Da verliessen ihn die Jünger alle und flohen. (Mt 26,31)57 Die aber, die Jesus festgenommen hatten, führten ihn vor den Hohen Priester Kajafas, wo sich die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt hatten.58 Petrus aber folgte ihm von weitem bis zum Palast des Hohen Priesters; und er ging hinein und setzte sich zu den Gerichtsdienern, um zu sehen, wie es enden würde.59 Die Hohen Priester aber und der ganze Hohe Rat suchten nach einer falschen Zeugenaussage gegen Jesus, um ihn töten zu können; (Ps 27,12)60 doch sie fanden keine, obwohl viele falsche Zeugen auftraten. Zuletzt aber traten zwei auf61 und sagten: Dieser hat behauptet: Ich kann den Tempel Gottes niederreissen und in drei Tagen wieder aufbauen. (Joh 2,19; Apg 6,14)62 Und der Hohe Priester erhob sich und sagte zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich vorbringen?63 Jesus aber schwieg. Und der Hohe Priester sagte zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, uns zu sagen, ob du der Messias bist, der Sohn Gottes. (Mt 16,16)64 Da sagt Jesus zu ihm: Du sagst es. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. (Ps 110,1; Dan 7,13; Mt 22,44; Mt 27,11)65 Da zerriss der Hohe Priester seine Kleider und sagte: Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Jetzt habt ihr die Lästerung gehört! (Mt 9,3)66 Was meint ihr? Sie antworteten: Er ist des Todes schuldig! (3Mo 24,16)67 Da spuckten sie ihm ins Gesicht und schlugen ihn mit den Fäusten, andere aber ohrfeigten ihn (Jes 50,6; Mt 27,30)68 und sagten: Weissage uns, Messias: Wer ist es, der dich geschlagen hat?69 Petrus aber sass draussen im Hof. Und eine Magd trat zu ihm und sagte: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. (Mt 26,58)70 Er aber leugnete es vor allen und sagte: Ich weiss nicht, wovon du sprichst!71 Als er aber in die Torhalle hinausging, sah ihn eine andere, und sagte zu denen, die dort waren: Dieser war mit Jesus, dem Nazarener!72 Und wieder leugnete er es und schwor: Ich kenne den Menschen nicht.73 Nach einer Weile traten die Umstehenden auf Petrus zu und sagten: Natürlich, auch du bist einer von ihnen, deine Sprache verrät dich ja.74 Da begann er zu fluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und dann krähte der Hahn.75 Da erinnerte sich Petrus an das Wort Jesu, der zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich. (Mt 26,34)

Matthäus 26

King James Version

1 And it came to pass, when Jesus had finished all these sayings, he said unto his disciples,2 Ye know that after two days is the feast of the passover, and the Son of man is betrayed to be crucified.3 Then assembled together the chief priests, and the scribes, and the elders of the people, unto the palace of the high priest, who was called Caiaphas,4 And consulted that they might take Jesus by subtilty, and kill him.5 But they said, Not on the feast day, lest there be an uproar among the people.6 Now when Jesus was in Bethany, in the house of Simon the leper,7 There came unto him a woman having an alabaster box of very precious ointment, and poured it on his head, as he sat at meat.8 But when his disciples saw it, they had indignation, saying, To what purpose is this waste?9 For this ointment might have been sold for much, and given to the poor.10 When Jesus understood it, he said unto them, Why trouble ye the woman? for she hath wrought a good work upon me.11 For ye have the poor always with you; but me ye have not always.12 For in that she hath poured this ointment on my body, she did it for my burial.13 Verily I say unto you, Wheresoever this gospel shall be preached in the whole world, there shall also this, that this woman hath done, be told for a memorial of her.14 Then one of the twelve, called Judas Iscariot, went unto the chief priests,15 And said unto them, What will ye give me, and I will deliver him unto you? And they covenanted with him for thirty pieces of silver.16 And from that time he sought opportunity to betray him.17 Now the first day of the feast of unleavened bread the disciples came to Jesus, saying unto him, Where wilt thou that we prepare for thee to eat the passover?18 And he said, Go into the city to such a man, and say unto him, The Master saith, My time is at hand; I will keep the passover at thy house with my disciples.19 And the disciples did as Jesus had appointed them; and they made ready the passover.20 Now when the even was come, he sat down with the twelve.21 And as they did eat, he said, Verily I say unto you, that one of you shall betray me.22 And they were exceeding sorrowful, and began every one of them to say unto him, Lord, is it I?23 And he answered and said, He that dippeth his hand with me in the dish, the same shall betray me.24 The Son of man goeth as it is written of him: but woe unto that man by whom the Son of man is betrayed! it had been good for that man if he had not been born.25 Then Judas, which betrayed him, answered and said, Master, is it I? He said unto him, Thou hast said.26 And as they were eating, Jesus took bread, and blessed it, and brake it, and gave it to the disciples, and said, Take, eat; this is my body.27 And he took the cup, and gave thanks, and gave it to them, saying, Drink ye all of it;28 For this is my blood of the new testament, which is shed for many for the remission of sins.29 But I say unto you, I will not drink henceforth of this fruit of the vine, until that day when I drink it new with you in my Father's kingdom.30 And when they had sung an hymn, they went out into the mount of Olives.31 Then saith Jesus unto them, All ye shall be offended because of me this night: for it is written, I will smite the shepherd, and the sheep of the flock shall be scattered abroad.32 But after I am risen again, I will go before you into Galilee.33 Peter answered and said unto him, Though all men shall be offended because of thee, yet will I never be offended.34 Jesus said unto him, Verily I say unto thee, That this night, before the cock crow, thou shalt deny me thrice.35 Peter said unto him, Though I should die with thee, yet will I not deny thee. Likewise also said all the disciples.36 Then cometh Jesus with them unto a place called Gethsemane, and saith unto the disciples, Sit ye here, while I go and pray yonder.37 And he took with him Peter and the two sons of Zebedee, and began to be sorrowful and very heavy.38 Then saith he unto them, My soul is exceeding sorrowful, even unto death: tarry ye here, and watch with me.39 And he went a little farther, and fell on his face, and prayed, saying, O my Father, if it be possible, let this cup pass from me: nevertheless not as I will, but as thou wilt.40 And he cometh unto the disciples, and findeth them asleep, and saith unto Peter, What, could ye not watch with me one hour?41 Watch and pray, that ye enter not into temptation: the spirit indeed is willing, but the flesh is weak.42 He went away again the second time, and prayed, saying, O my Father, if this cup may not pass away from me, except I drink it, thy will be done.43 And he came and found them asleep again: for their eyes were heavy.44 And he left them, and went away again, and prayed the third time, saying the same words.45 Then cometh he to his disciples, and saith unto them, Sleep on now, and take your rest: behold, the hour is at hand, and the Son of man is betrayed into the hands of sinners.46 Rise, let us be going: behold, he is at hand that doth betray me.47 And while he yet spake, lo, Judas, one of the twelve, came, and with him a great multitude with swords and staves, from the chief priests and elders of the people.48 Now he that betrayed him gave them a sign, saying, Whomsoever I shall kiss, that same is he: hold him fast.49 And forthwith he came to Jesus, and said, Hail, master; and kissed him.50 And Jesus said unto him, Friend, wherefore art thou come? Then came they, and laid hands on Jesus, and took him.51 And, behold, one of them which were with Jesus stretched out his hand, and drew his sword, and struck a servant of the high priest's, and smote off his ear.52 Then said Jesus unto him, Put up again thy sword into his place: for all they that take the sword shall perish with the sword.53 Thinkest thou that I cannot now pray to my Father, and he shall presently give me more than twelve legions of angels?54 But how then shall the scriptures be fulfilled, that thus it must be?55 In that same hour said Jesus to the multitudes, Are ye come out as against a thief with swords and staves for to take me? I sat daily with you teaching in the temple, and ye laid no hold on me.56 But all this was done, that the scriptures of the prophets might be fulfilled. Then all the disciples forsook him, and fled.57 And they that had laid hold on Jesus led him away to Caiaphas the high priest, where the scribes and the elders were assembled.58 But Peter followed him afar off unto the high priest's palace, and went in, and sat with the servants, to see the end.59 Now the chief priests, and elders, and all the council, sought false witness against Jesus, to put him to death;60 But found none: yea, though many false witnesses came, yet found they none. At the last came two false witnesses,61 And said, This fellow said, I am able to destroy the temple of God, and to build it in three days.62 And the high priest arose, and said unto him, Answerest thou nothing? what is it which these witness against thee?63 But Jesus held his peace. And the high priest answered and said unto him, I adjure thee by the living God, that thou tell us whether thou be the Christ, the Son of God.64 Jesus saith unto him, Thou hast said: nevertheless I say unto you, Hereafter shall ye see the Son of man sitting on the right hand of power, and coming in the clouds of heaven.65 Then the high priest rent his clothes, saying, He hath spoken blasphemy; what further need have we of witnesses? behold, now ye have heard his blasphemy.66 What think ye? They answered and said, He is guilty of death.67 Then did they spit in his face, and buffeted him; and others smote him with the palms of their hands,68 Saying, Prophesy unto us, thou Christ, Who is he that smote thee?69 Now Peter sat without in the palace: and a damsel came unto him, saying, Thou also wast with Jesus of Galilee.70 But he denied before them all, saying, I know not what thou sayest.71 And when he was gone out into the porch, another maid saw him, and said unto them that were there, This fellow was also with Jesus of Nazareth.72 And again he denied with an oath, I do not know the man.73 And after a while came unto him they that stood by, and said to Peter, Surely thou also art one of them; for thy speech bewrayeth thee.74 Then began he to curse and to swear, saying, I know not the man. And immediately the cock crew.75 And Peter remembered the word of Jesus, which said unto him, Before the cock crow, thou shalt deny me thrice. And he went out, and wept bitterly.

Matthäus 26

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Und es geschah, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: (Mt 7,28; Mk 14,1; Lk 22,1)2 Ihr wisst, dass nach zwei Tagen das Passah ist, und der Sohn des Menschen wird überliefert, um gekreuzigt zu werden. (Mt 16,21)3 Dann versammelten sich die Hohen Priester[1] und die Ältesten des Volkes in dem Hof des Hohen Priesters, der Kaiphas hieß, (Lk 3,2; Joh 11,47)4 und ratschlagten miteinander, um Jesus mit List zu greifen und zu töten. (Ps 31,14; Mt 12,14; Mt 27,1)5 Sie sagten aber: Nicht an dem Fest, damit nicht ein Aufruhr unter dem Volk entsteht. (Mk 14,3; Lk 22,6; Joh 12,1)6 Als aber Jesus in Betanien war, im Hause Simons, des Aussätzigen[2],7 kam eine Frau zu ihm, die ein Alabasterfläschchen mit sehr kostbarem Salböl hatte, und goss es aus auf ⟨sein⟩ Haupt, als er zu Tisch lag. (Lk 7,37)8 Als aber die Jünger es sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Verschwendung?9 Denn dies hätte teuer verkauft und ⟨der Erlös⟩ den Armen gegeben werden können.10 Als aber Jesus es erkannte, sprach er zu ihnen: Was macht ihr der Frau Mühe? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan;11 denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. (5Mo 15,11)12 Denn als sie dieses Salböl über meinen Leib goss, tat sie es zu meinem Begräbnis.13 Wahrlich, ich sage euch: Wo dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem geredet werden, was sie getan hat, zu ihrem Gedächtnis. (1Sam 2,30; Mk 14,10; Lk 22,3)14 Dann ging einer von den Zwölfen, Judas Iskariot[3] mit Namen, zu den Hohen Priestern (Mt 10,4; Joh 11,57)15 und sprach: Was wollt ihr mir geben, und ich werde ihn euch überliefern? Sie aber setzten ihm dreißig Silberlinge fest. (Mt 27,3; 1Tim 6,10)16 Und von da an suchte er Gelegenheit, ihn zu überliefern.17 Am ersten ⟨Tag des Festes⟩ der ungesäuerten Brote aber traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passah⟨mahl⟩ zu essen bereiten? (2Mo 12,11; 2Mo 12,18; 3Mo 23,5; 4Mo 28,16; 5Mo 16,2; Mk 14,12; Lk 22,7)18 Er aber sprach: Geht in die Stadt zu dem und dem und sprecht zu ihm: Der Lehrer sagt: Meine Zeit ist nahe; bei dir halte ich das Passah mit meinen Jüngern. (Mt 21,3)19 Und die Jünger taten, wie Jesus ihnen befohlen hatte, und bereiteten das Passah.20 Als es aber Abend geworden war, legte er sich mit den Zwölfen zu Tisch. (Mk 14,17; Lk 22,14; Joh 13,18)21 Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich überliefern. (Joh 6,70)22 Und sie wurden sehr betrübt, und jeder von ihnen fing an, zu ihm zu sagen: Ich bin es doch nicht, Herr?23 Er aber antwortete und sprach: Der mit mir die Hand in die Schüssel eintaucht, der wird mich überliefern.24 Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie über ihn geschrieben steht. Wehe aber jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen überliefert wird! Es wäre jenem Menschen gut, wenn er nicht geboren wäre. (Jes 53,7; Dan 9,26; Mt 18,7; Mt 26,54; Lk 18,31; 1Petr 1,11)25 Judas aber, der ihn überlieferte, antwortete und sprach: Ich bin es doch nicht, Rabbi[4]? Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt.26 Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot und segnete, brach und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst, dies ist mein Leib! (Mt 14,19; Mk 14,22; Lk 22,15; 1Kor 11,23)27 Und er nahm einen Kelch und dankte und gab ihnen ⟨den⟩ und sprach: Trinkt alle daraus!28 Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. (2Mo 24,8; Jer 31,31; Sach 9,11; Mt 20,28; Eph 1,7; Hebr 9,22; Hebr 10,16)29 Ich sage euch aber, dass ich von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis zu jenem Tag, da ich es neu mit euch trinken werde in dem Reich[5] meines Vaters.30 Und als sie ein Loblied[6] gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg. (Lk 22,39; Joh 14,31; Joh 18,1)31 Darauf spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet alle in dieser Nacht an mir Anstoß nehmen[7]; denn es steht geschrieben: »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden zerstreut werden.« (Sach 13,7; Mt 11,6; Mt 26,56; Mk 14,27; Lk 22,31; Joh 13,36; Joh 16,32)32 Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. (Mt 28,7)33 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn alle an dir Anstoß nehmen werden, ich werde niemals Anstoß nehmen[8].34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, dass du in dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, mich dreimal verleugnen wirst. (Mt 26,75)35 Petrus spricht zu ihm: Selbst wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso sprachen auch alle Jünger. (Joh 11,16)36 Dann kommt Jesus mit ihnen an ein Gut[9], genannt Gethsemane, und er spricht zu den Jüngern: Setzt euch hier, bis ich hingegangen bin und dort gebetet habe! (Mk 14,32; Lk 22,39; Joh 18,1)37 Und er nahm den Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus mit und fing an, betrübt und geängstigt zu werden. (Mt 17,1)38 Dann spricht er zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir! (Ps 88,4; Lk 12,50)39 Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber! Doch nicht wie ich will, sondern wie du ⟨willst⟩. (Mt 20,22; Joh 4,34; Phil 2,8)40 Und er kommt zu den Jüngern und findet sie schlafend; und er spricht zu Petrus: Also nicht eine Stunde konntet ihr mit mir wachen? (Ps 69,21)41 Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. (Lk 18,1; Röm 7,18; Eph 6,18; 1Petr 5,8)42 Wiederum, zum zweiten Mal, ging er hin und betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser ⟨Kelch⟩ nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! (Mt 6,10; Joh 18,11)43 Und als er kam, fand er sie wieder schlafend, denn ihre Augen waren beschwert. (Lk 9,32)44 Und er ließ sie, ging wieder hin, betete zum dritten Mal und sprach wieder dasselbe Wort. (2Kor 12,8)45 Dann kommt er zu den Jüngern und spricht zu ihnen: So schlaft denn fort und ruht aus! Siehe, die Stunde ist nahe gekommen, und der Sohn des Menschen wird in Sünderhände überliefert. (Mt 17,22; Joh 12,23)46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, nahe ist gekommen, der mich überliefert. (Ps 119,150; Joh 18,3)47 Und während er noch redete, siehe, da kam Judas, einer der Zwölf, und mit ihm eine große Menge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohen Priestern und Ältesten des Volkes. (Mk 14,43; Lk 22,47; Joh 18,2)48 Der ihn aber überlieferte, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Wen ich küssen werde, der ist es, den ergreift!49 Und sogleich trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi[10]!, und küsste ihn[11]. (2Sam 20,9; Ps 55,22)50 Jesus aber sprach zu ihm: Freund, wozu bist du gekommen? Dann traten sie heran und legten die Hände an Jesus und ergriffen ihn.51 Und siehe, einer von denen, die mit Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht[12] des Hohen Priesters und hieb ihm das Ohr ab.52 Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. (1Mo 9,6; Offb 13,10)53 Oder meinst du, dass ich nicht meinen Vater bitten könne und er mir jetzt mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde?54 Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, dass es so geschehen muss? (Mt 26,24)55 In jener Stunde sprach Jesus zu den Volksmengen: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und Stöcken, mich zu fangen? Täglich saß ich bei euch im Tempel und lehrte, und ihr habt mich nicht gegriffen. (Lk 19,47)56 Aber dies alles ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt wurden. Da verließen ihn die Jünger alle und flohen. (Ps 88,19; Mt 26,31; Mt 27,9)57 Die aber Jesus gegriffen hatten, führten ihn weg zu Kaiphas, dem Hohen Priester, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren. (Mk 14,53; Lk 22,54; Joh 18,13)58 Petrus aber folgte ihm von Weitem bis zu dem Hof des Hohen Priesters und ging hinein und setzte sich zu den Dienern, um den Ausgang zu sehen.59 Die Hohen Priester aber und der ganze Hohe Rat[13] suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; (Apg 6,11)60 und sie fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten. Zuletzt aber traten zwei falsche Zeugen herbei (5Mo 19,15; Ps 27,12)61 und sprachen: Dieser sagte: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn wieder aufbauen. (Mt 27,40; Joh 2,19)62 Und der Hohe Priester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Was zeugen diese gegen dich?63 Jesus aber schwieg. Und der Hohe Priester sagte zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes! (Ps 38,14; Jes 53,7; Mt 27,12; Lk 23,9; Joh 5,18; Joh 19,9)64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. (Mt 16,27; Mk 16,19; Lk 21,27; Hebr 1,3; Offb 1,7)65 Da zerriss der Hohe Priester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert. Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. (3Mo 21,10; Mt 9,3; Mk 2,7; Joh 10,33)66 Was meint ihr? Sie aber antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. (3Mo 24,16; Mt 20,18)67 Dann spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten; einige aber schlugen ⟨ihn ins Gesicht⟩ (Ps 69,8; Jes 50,6; Jes 53,7; Mt 27,30; Mk 10,34)68 und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist es, der dich schlug?69 Petrus aber saß draußen im Hof; und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiläer. (Mt 21,11; Mk 14,66; Lk 22,56; Joh 18,15)70 Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst.71 Als er aber in das Torgebäude hinausgegangen war, sah ihn eine andere; und sie spricht zu denen, die dort waren: Auch dieser war mit Jesus, dem Nazoräer[14]. (Mt 2,22)72 Und wieder leugnete er mit einem Eid: Ich kenne den Menschen nicht!73 Kurz nachher aber traten die Umstehenden herbei und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du bist ⟨einer⟩ von ihnen, denn auch deine Sprache verrät dich.74 Da fing er an zu fluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht! Und gleich darauf krähte der Hahn.75 Und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu, der gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich. (Mt 26,34)

Matthäus 26

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: (Mk 14,1; Lk 22,1; Joh 13,1; Joh 18,1)2 Ihr wisst, dass in zwei Tagen Passa ist; und der Menschensohn wird überantwortet werden, dass er gekreuzigt werde. (2Mo 12,1; Mt 17,22; Mt 20,18)3 Da versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes im Palast des Hohenpriesters, der hieß Kaiphas, (Lk 3,2)4 und hielten Rat, Jesus mit List zu ergreifen und zu töten.5 Sie sprachen aber: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr gebe im Volk.6 Als nun Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen, (Lk 7,36; Joh 12,1)7 trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit kostbarem Salböl und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch saß.8 Da das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?9 Es hätte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden können.10 Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was bekümmert ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.11 Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. (5Mo 15,11)12 Dass sie dies Öl auf meinen Leib gegossen hat, hat sie getan, dass sie mich für das Begräbnis bereite.13 Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.14 Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, zu den Hohenpriestern15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. (Sach 11,12; Joh 11,57)16 Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn ausliefere.17 Aber am ersten Tag der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten? (2Mo 12,18)18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passamahl halten mit meinen Jüngern. (Mt 21,3)19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm.20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen.21 Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: Herr, bin ich’s?23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten.24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. (Lk 17,1)25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich’s, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib. (1Kor 10,16; 1Kor 11,23)27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;28 das ist mein Blut des Bundes[1], das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. (2Mo 24,8; Jer 31,31; Sach 9,11; Hebr 9,15)29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg. (Ps 113,1)31 Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir; denn es steht geschrieben: »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.« (Joh 16,32)32 Wenn ich aber auferstanden bin, will ich vor euch hingehen nach Galiläa. (Mt 28,7)33 Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an dir ärgern, so will ich doch mich niemals ärgern.34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.35 Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle Jünger.36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete.37 Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen. (Mt 17,1; Hebr 5,7)38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet mit mir! (Joh 12,27)39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst! (Joh 6,38; Joh 18,11; Hebr 5,8)40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konntet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach. (Eph 6,18; Hebr 2,18)42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist’s nicht möglich, dass dieser Kelch vorübergehe[2], ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf.44 Und er ließ sie und ging wieder hin und betete zum dritten Mal und redete abermals dieselben Worte. (2Kor 12,8)45 Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird.46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.47 Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes.48 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist’s; den ergreift.49 Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn.50 Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, dazu bist du gekommen? Da traten sie heran und legten Hand an Jesus und ergriffen ihn.51 Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus und zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab.52 Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der wird durchs Schwert umkommen. (1Mo 9,6)53 Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, und er würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken? (Ps 91,11; Mt 4,11)54 Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, dass es so geschehen muss?55 Zu der Stunde sprach Jesus zu der Schar: Ihr seid ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen, mich gefangen zu nehmen? Habe ich doch täglich im Tempel gesessen und gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. (Lk 19,47)56 Aber das ist alles geschehen, auf dass erfüllt würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn alle Jünger und flohen.57 Die aber Jesus ergriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, wo die Schriftgelehrten und die Ältesten sich versammelt hatten.58 Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis zum Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, um zu sehen, worauf es hinauswollte.59 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, dass sie ihn töteten,60 und fanden keins, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten. Zuletzt aber traten zwei herzu61 und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen. (Joh 2,19; Apg 6,14)62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen?63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. (Jes 53,7; Mt 27,12; Joh 10,24)64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels. (Ps 110,1; Dan 7,13; Mt 16,27; Mt 24,30)65 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört. (3Mo 24,16; Joh 10,33; Joh 19,7)66 Was meint ihr? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig.67 Da spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Einige aber schlugen ihn ins Angesicht (Jes 50,6)68 und sprachen: Weissage uns, Christus, wer ist’s, der dich schlug?69 Petrus aber saß draußen im Hof. Und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Und du warst auch mit dem Jesus aus Galiläa.70 Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst.71 Als er aber hinausging in die Torhalle, sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth[3]. (Mt 2,23)72 Und er leugnete abermals und schwor dazu: Ich kenne den Menschen nicht.73 Und nach einer kleinen Weile traten hinzu, die da standen, und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, du bist auch einer von denen, denn deine Sprache verrät dich.74 Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und alsbald krähte der Hahn.75 Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.