von SCM Verlag1Ein Bild: Bäume als Präsidenten, die alle abgesetzt werden Libanon soll seine Grenzen öffnen, damit ein Feuer kommt und die Zedern vernichtet!2Die Birken sollen rumheulen, weil die Zedern vernichtet wurden. Die krassesten und heftigsten Bäume wurden kaputt gemacht. Die Eichen in Baschan sollen auch heulen, weil der große Wald, der so dicht bewachsen war, zerstört wurde.3Hört ihr das? Die Präsidenten weinen, weil ihr Schmuckstück, also die Nation, über die sie regiert hatten, kaputt gemacht wurde. Hört, wie der Hund jault, weil man seine Hundehütte zerkloppt hat.
Ein Traum von einem Hirten, auf den die Leute keinen Bock hatten
4Gott, mein Chef, sagte zu mir: „Kümmer dich um die Schafe, die bald geschlachtet werden sollen.5Die neuen Besitzer werden sie einfach töten, ohne sich einen Kopf darum zu machen. Es tut ihnen null leid. Vielleicht verkaufen sie die auch und danken mir dabei auch noch für den guten Deal, den sie gemacht haben. Sie sagen: ‚Yeah! Wie geil! Danke, Gott! Ich bin reich!‘ Auch den Leuten, die auf die Schafe aufpassen, ist es egal, wie es den Schafen geht.6Darum werden mir die Leute auch nicht leidtun, die auf der Erde leben. Ich überlasse sie sich selbst. Wenn sie sich nicht untereinander kaputt machen, dann wird es die Regierung tun. Die wird auch die Erde zerstören, und ich werde sie nicht davon abhalten, ich rette euch nicht vor dieser Regierung.“7Ich tat das, was Gott mir gesagt hatte, und kümmerte mich um die Schafe, die von ihrem Besitzer zum Schlachten ausgesucht worden waren. Ich organisierte mir dazu noch zwei Stöcke, die man braucht, wenn man auf Schafe aufpasst. Dem einen Stock gab ich den Namen „Nettsein“ und dem anderen gab ich den Namen „Zusammengehören“.8In einem Monat kündigte ich drei von meinen Hirten ihren Job, weil sie nicht gut auf die Schafe aufgepasst hatten. Aber so langsam drehte ich bei der Arbeit mit den Schafen echt durch, und die Schafe hatten langsam auch keinen Bock mehr auf mich.9Ich sagte zu ihnen: „Ich will nicht mehr auf euch aufpassen! Wenn einer von euch unbedingt sterben will, dann soll er doch, ist mir egal. Wenn sich einer von euch verlaufen will, dann soll er doch, ist mir egal. Und die dann noch übrig sind, können sich von mir aus auch gegenseitig abschlachten und die Leichen danach auffressen!“10Ich nahm den Stock, wo „Nettsein“ draufstand, und zerbrach ihn in zwei Teile. Damit machte ich alle Verträge ungültig, die ich mit irgendwelchen Ländern gemacht hatte.11Auf die Art wurden die Friedensverträge mit Gott ungültig gemacht. Die Schafe-Verkäufer, welche mich dabei beobachtet hatten, kapierten, dass dieses Stockzerbrechen wie ein Wort war, was Gott zu ihnen gesprochen hatte.12Dann sagte ich zu ihnen: „Wenn das für Sie okay ist, möchte ich jetzt meine Bezahlung haben. Wenn es für Sie nicht okay ist, dann lassen Sie es von mir aus bleiben.“ Sie holten sofort ihre Schecks raus und bezahlten mir 3.500 Euro.13Plötzlich redete Gott mit mir. Er sagte: „Ganz toll! So viel Geld bin ich ihnen also wert! Schmeiß die Kohle in den Kollektenbeutel am Eingang vom Tempel!“ Ich hab dann die ganzen 3.500 Euro in den Kasten geschmissen, der am Eingang vom Tempel hängt.14Als Nächstes stellte ich mich hin und zerbrach den zweiten Stock, wo „Zusammengehören“ draufstand. Mit dieser Handlung zerstörte ich die Verbindung zwischen Juda und Israel. Die bestand, weil sie ja verwandt und so was wie Geschwister waren.15Dann sagte Gott noch zu mir: „Zieh dir bitte noch einmal die Arbeitskleidung von einem Hirten an, inklusive des Stocks, den ein Hirte immer mit sich rumträgt. Aber dann verhalte dich so wie ein Hirte, der nicht ganz dicht ist und seinen Job nicht gut macht.16Durch diese Aktion will ich den Leuten sagen, dass es bald einen Präsidenten geben wird, der seinen Job auch nicht gut macht. Er kümmert sich nicht um die kaputten Tiere. Wenn ein Schaf sich verirrt hat, sucht er es nicht. Wenn sich ein Tier am Bein verletzt hat, versorgt er die Wunde nicht. Auch die gesunden Tiere sind ihm egal. Aber wenn er Hunger hat, greift er sich eins der fetten Schafe, schlachtet es und grillt sich Lammkoteletts. Weil er so wild auf das Fleisch ist, zersägt er dabei sogar die Beine von dem Tier.17Der Typ, der auf die Schafe aufpassen sollte, aber eigentlich überhaupt keinen Bock darauf hat, muss echt aufpassen. Ihm wird der Arm abgehackt, und er verliert das rechte Auge. Sein Arm soll vertrocknen, und sein Auge soll nicht mehr sehen können.“
Sacharja 11
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches Bibelwerk1Öffne deine Tore, / Libanon, damit das Feuer deine Zedern frisst! (Jes 10,34)2Heule, Zypresse! / Denn die Zeder ist gefallen, / ja, die Mächtigen wurden vernichtet. Heult, ihr Eichen des Baschan, / denn der undurchdringliche Wald ist dahingesunken. (Jes 2,13; Hes 31,1)3Lautes Geheul der Hirten, / denn ihr prächtiger Besitz ist vernichtet. Lautes Gebrüll der jungen Löwen, / denn der Stolz des Jordan ist vernichtet. (Jer 25,34)
Zeichenhandlung als Gericht über Hirten und Herde Israels
4So spricht der HERR, mein Gott: Hüte die Schafe, die geschlachtet werden sollen! (Jer 50,6; Hes 34,1)5Deren Käufer töten sie, ohne es zu büßen, und deren Verkäufer sagen: Gepriesen sei der HERR, denn ich bin reich geworden. Ihre Hirten aber haben kein Mitleid mit ihnen.6Wahrhaftig, ich habe kein Mitleid mehr mit den Bewohnern des Landes - Spruch des HERRN. Siehe, ich lasse jeden Menschen in die Hand seines Nächsten fallen und in die Hand seines Königs. Sie werden das Land zerschlagen, aber ich werde es nicht aus ihrer Hand retten.7Ich hütete die Schafe, die geschlachtet werden sollten, für die Schafhändler und ich nahm mir zwei Ruten. Die eine nannte ich Noam - Freundlichkeit -, die andere nannte ich Hobelim - Verbundenheit -. So hütete ich die Schafe. (Ps 23,4; Hes 34,23; Hes 37,16)8Ich ließ die drei Hirten in einem einzigen Monat verschwinden.
Dann verlor ich die Geduld mit ihnen und auch sie wurden meiner überdrüssig.9Ich sagte: Ich will euch nicht mehr hüten. Was im Sterben liegt, soll sterben; was sich verloren hat, sei verloren; und von den Übriggebliebenen soll einer des andern Fleisch fressen.10Dann nahm ich meine Rute Noam - Freundlichkeit - und hieb sie in Stücke, um meinen Bund zu zerbrechen, den ich mit allen Völkern geschlossen hatte. (Hos 2,20)11So wurde er an diesem Tag zerbrochen. Da erkannten die Schafhändler, die mich beobachteten, dass dies ein Wort des HERRN war.12Ich sagte zu ihnen: Wenn es recht ist in euren Augen, so bringt mir meinen Lohn, wenn aber nicht, so lasst es! Da wogen sie mir meinen Lohn ab, dreißig Silberstücke. (2Mo 21,32; Mt 27,9)13Da sagte der HERR zu mir: Wirf ihn dem Schmelzer hin, den wertvollen Preis, den ich ihnen wert bin. Und ich nahm die dreißig Silberstücke und warf sie im Haus des HERRN dem Schmelzer hin.14Danach hieb ich meine zweite Rute, Hobelim - Verbundenheit -, in Stücke, um den brüderlichen Bund zwischen Juda und Israel zu zerbrechen.15Der HERR sagte zu mir: Nimm dir außerdem das Gerät eines törichten Hirten! (Jer 23,1; Hes 34,2)16Denn siehe, ich lasse einen Hirten im Land auftreten: Das Vermisste sucht er nicht, dem Jungen geht er nicht nach, das Gebrochene heilt er nicht, das Erschöpfte versorgt er nicht. Stattdessen isst er das Fleisch der Masttiere und reißt ihnen die Klauen ab. (Hes 34,16)17Wehe dem nichtsnutzigen Hirten, / der die Schafe im Stich lässt! Das Schwert über seinen Arm / und über sein rechtes Auge! Sein Arm soll völlig verdorren, / sein rechtes Auge soll gänzlich erblinden! (Sach 10,3; Joh 10,12)