1Ein Lied, was man dann singen kann, wenn man auf eine Opfersession zum Tempel geht. Ich schrie unentwegt zu Gott, es ging mir beschissen in der Not, aber er hörte mein Gebet.2„Gott“, sagte ich, „rette mich vor diesen Lügnern, vor diesen übelst fiesen Betrügern!“3Wie soll Gott es dir heimzahlen? Hast gelogen beim Rumprahlen, und das nicht mal ungern!4Soll er Patronen nehmen, soll man auf euch schießen, glühende Kohlen auf euch gießen? Oder hast du es am liebsten, wenn er mit einem Brenner Teer über deine Hände lässt fließen?5Es ist am fiesesten, als Ausländer zu leben bei Menschen, die meinen Gott gar nicht kennen.6Ich penn schon zu lange hier, wohne bei den Leuten, die Frieden gerne in Krieg umbenennen.7Selbst wenn ich mich ruhig verhalte, eher Frieden verbreite, ich bin noch nicht mal kess, dann brauch ich nur den Mund aufzumachen, irgendwas zu sagen, und es gibt sofort Stress.
1Ein Wallfahrtslied.
Ich rief zum HERRN in meiner Bedrängnis
und er hat mich erhört. (Jon 2,3)2HERR, rette doch mein Leben vor lügnerischen Lippen
und vor der falschen Zunge! (Ps 12,3; Sir 51,2)3Was soll er dir geben /
und was dir noch antun,
du falsche Zunge?4Scharfe Pfeile eines Kriegers
und glühende Kohlen vom Ginsterstrauch. (Ps 140,11)5Weh mir, dass ich als Fremder leben muss in Meschech,
dass ich wohnen muss bei den Zelten von Kedar!6Ich muss schon allzu lange wohnen
bei denen, die den Frieden hassen. (Ps 35,20; Ps 140,3)7Ich bin Frieden;
doch ich brauche nur zu reden, sind sie für Krieg. (Röm 12,18)