Gott hält eine Gerichtsverhandlung über alle Menschen ab
1Jetzt kommen noch mal ein paar Worte, die Gott dem Propheten Jeremia gesagt hat. Es sind alles Ankündigungen für eine große Gerichtsverhandlung.2Zum Thema Ägypten: Als das Heer vom ägyptischen Präsidenten Necho bei Karkemisch am Eufrat war und dort den Präsidenten von Babylonien, Nebukadnezzar, mit seiner Armee besiegte, bekam Jeremia eine Nachricht von Gott rein. Das Ganze passierte in der Zeit, als Jojakim, der Präsident von Juda, vier Jahre an der Macht war. Jeremia wohnte da gerade in Jerusalem.3„Zieht eure schusssicheren Westen an, setzt eure Helme auf den Kopf!4Besteigt die Panzer, Jeeps und Motorräder. Stellt euch in Reih und Glied auf. Ölt die Gewehre, setzt den Helm auf, zieht die Westen an. Es geht los!5Aber jetzt sehe ich in einem inneren Film, so einer Vision, wie die Armee zurückweicht! Was ist da los? Ihre Soldaten haben keinen Mut mehr, sie sind fertig und kaputt. Sie fliehen vor dem Feind. Sie sehen sich noch nicht mal mehr um, denn sie sind total in Panik!6Auch die Männer, die hundert Meter unter 10 Sekunden laufen, kommen nicht rechtzeitig weg. Die großen Helden können nicht mehr fliehen. Überall im Norden liegen ihre Leichen, auch am Ufer vom Eufrat-Fluss.7Wer kommt da so angerauscht? Wer fließt mit seiner Armee in das Land rein wie der Nil? Wer überflutet das Land?8Es sind die Ägypter! Sie wollen die ganze Erde mit ihrem Heer einnehmen, sie wollen das ganze Land überfluten, sie wollen alle Städte plattmachen und alle Menschen töten, die dort wohnen.9Besteigt eure Motorräder, Panzer und Jeeps, ihr Soldaten! Die Spezialeinheiten aus Äthiopien und Put sollen losziehen, die Scharfschützen aus Lud genauso.10Dieser Tag gehört Gott, dem Chef über alles, und es soll ein Tag der Rache sein, wo er sich an seinen Feinden rächen wird. Die Pumpgun wird so richtig zum Einsatz kommen, es wird sehr blutig, Tote bis zum Abwinken. Der Chef über diese Welt, Gott, will eine Grillparty feiern, wo viele Tiere geschlachtet werden. Es soll im Norden abgehen, um das Ufer vom Eufrat-Fluss.11Du kleines ‚Ägyptilein‘, jetzt hau mal ab in die Berge von Gilead, um dort deine Wunden zu lecken. Kauf dir die beste Medizin in der Apotheke, aber es gibt nichts, was deine Wunden heilen wird.12Alle Menschen haben davon gehört, wie man dich zur großen Lachnummer gemacht hat. Alle Menschen auf der Erde haben mitbekommen, wie du geschrien hast. Deine ganze heldenhafte Armee wurde besiegt, alle sind gestorben. Denn sie sind über ihre eigenen Füße gestolpert und haben sich gegenseitig abgeschlachtet.“
Die babylonische Armee marschiert in Ägypten ein
13Gott redete mal wieder mit Jeremia, als Nebukadnezzar mit seiner Armee anrückte, um in Ägypten einzufallen. Nebukadnezzar war der Präsident von Babylonien.14„Erzähl den Leuten in Ägypten, was sie erwartet! Die Menschen aus Migdol, Memfis und Tachpanhes müssen das hören. Sag ihnen: ‚Stellt eure Armeen auf und nehmt eure Waffen in die Hand! Denn die Völker um euch herum sind auch schon alle umgenietet worden.‘15Warum sind denn jetzt schon die ganzen Mächtigen bei euch am Boden? Es war wohl so, dass Gott selbst sie alle erschossen hat?16Gott sorgte dafür, dass die Berufssoldaten der Ägypter alle auf die Fresse fielen. Sie stolperten übereinander. Sie bekamen die Panik und riefen: ‚Bloß weg hier! Lasst uns schnell wieder nach Hause gehn. Das ist uns hier zu heftig, die schießen hier zu scharf!‘17Der Präsident von Ägypten macht nur heiße Luft, aber da ist nichts dahinter. Er ist wie ein Angeber, der alles verpennt hat, denn er hat den besten Zeitpunkt verpasst, seine besten Tage sind nun vorbei.18Gott sagt: ‚Ich, der Chef über alles, der wirkliche Präsident über die ganze Welt, verspreche euch hiermit etwas. Der heftige Präsident aus Babylonien, der größte Berg von allen Bergen, der so groß ist, dass er aus dem Meer herausragt, wird bald kommen.19An die Ägypter: Packt euren Rucksack! Ihr werdet alle in Kriegsgefangenschaft wandern. Memfis wird bald eine Wüste sein, alles wird verbrannt, und keiner kann hier noch leben.‘20Ägypten ist wie eine sehr schöne Kuh, die von tausend Stechmücken und Bremsen angefallen wird.21Die bezahlten Soldaten wurden in Ägypten wie Kühe mit allem, was es gibt, vollgestopft. Aber auch die hauen jetzt ab. Sie haben sich umgedreht und sind nur noch gelaufen, sie konnten sich nicht mehr wehren. Gott ist gekommen und hat die große Abrechnung präsentiert.22Das Heer von den Ägyptern verzieht sich. Sie machen dabei Geräusche wie das Zischen einer Schlange. Denn sie fliehen mit ihrer Armee, sobald die Feinde mit ihren Motorsägen anrücken.23Überall sägen sie die Bäume ab. Man kann sie kaum noch zählen, denn es sind mehr Soldaten als Ameisen, unendlich viele.24Die Armee von Ägypten wird peinlich dastehen, denn die Armee aus dem Norden hat sie besiegt.25Der Gott über dieses Universum, der Gott von Israel, sagt: ‚Pass mal auf, ich werde es diesem Plastikgott von Theben, diesem Amon zeigen. Ich werde es den Präsidenten von Ägypten und ihren ganzen Plastikgöttern, an die sie glauben, mal so richtig heimzahlen.26Ich werde sie an ihren schlimmsten Feind ausliefern, an Nebukadnezzar. Ich werde sie in die Hand seiner Soldaten geben. Aber später soll man wieder in Ägypten wohnen können, so wie es früher auch war. Das kam jetzt von Gott!27Aber allen Leuten von Israel sage ich: Ihr braucht keine Angst zu haben! Ihr braucht nicht depressiv zu sein! Passt auf, ich werde euch da rausholen, ich werde euch retten, ihr kommt wieder aus dem Knast frei! Ihr werdet wieder zurückkommen, und dann werdet ihr dort entspannt leben können. Keiner wird euch mehr angreifen, ihr werdet Frieden haben.28Ihr braucht echt keine Angst mehr zu haben!‘, sagt Gott. ‚Ich bin bei euch! Ich werde alle Nationen, wo ihr von mir hingetrieben wurdet, plattmachen. Aber euch mache ich nicht platt. Ich muss euch aber erziehen und konnte euch nicht ungestraft davonkommen lassen.‘“
1Das war das Wort des HERRN, das an den Propheten Jeremia erging gegen die Völker:2Über Ägypten: Gegen das Heer des Pharao Necho, des Königs von Ägypten, das bei Karkemisch am Eufratstrom stand und das Nebukadnezzar, der König von Babel, im vierten Jahr Jojakims, des Sohnes Joschijas, des Königs von Juda, geschlagen hat. (2Kön 23,29)3Rüstet Rundschild und Langschild, / rückt aus zum Kampf!4Schirrt die Rosse an, besteigt die Pferde! / Tretet an im Helm, macht die Speere blank, / legt die Panzer an!5Warum sehe ich: Sie sind bestürzt, / sie weichen zurück. Ihre Helden sind zersprengt,
sie ergreifen die Flucht / und wenden sich nicht mehr um - / Grauen ringsum! - Spruch des HERRN. (Jer 20,3)6Der Schnelle kann nicht entfliehen / und der Held nicht entrinnen.
Im Norden, am Ufer des Eufratstromes, / stürzen sie hin und fallen.7Wer ist es, der anschwoll gleich dem Nil, / dessen Wasser wie Ströme tosen?8Ägypten schwoll an gleich dem Nil, / dessen Wasser wie Ströme tosen.
Es sagte: Ich schwelle an, überschwemme das Land, / vernichte die Städte und ihre Einwohner.9Bäumt euch, ihr Rosse, stürmt los, ihr Wagen! / Rückt aus, ihr Helden:
Kusch und Put, ihr Schildbewehrten, / ihr von Lud, ihr Bogenschützen! (Hes 27,10; Nah 3,9)10Doch jener Tag ist ein Tag der Vergeltung / für den Herrn, den GOTT der Heerscharen, / um seinen Gegnern zu vergelten.
Da frisst das Schwert, / wird satt und trunken von ihrem Blut.
Denn ein Schlachtfest hält der Herr, der GOTT der Heerscharen, / im Land des Nordens am Eufratstrom.11Zieh hinauf nach Gilead und hole Balsam, / Jungfrau, Tochter Ägypten!
Umsonst verbrauchst du viele Arzneien, / du findest keine Genesung. (Jer 8,22)12Von deiner Schande hören die Völker, / dein Wehgeschrei erfüllt die Erde.
Denn Held an Held ist gestürzt, / miteinander sind beide gefallen.13Das Wort, das der HERR zum Propheten Jeremia sprach, als Nebukadnezzar, der König von Babel, heranrückte, um das Land Ägypten zu erobern:14Meldet es in Ägypten, verkündet es in Migdol, / verkündet es in Memfis und Tachpanhes!
Sagt: Stell dich auf und mach dich bereit; / denn schon frisst das Schwert rings um dich her.15Warum wurden fortgeschwemmt deine Starken? - / Keiner hielt stand, weil der HERR sie stieß.16Viele kamen durch ihn zu Fall, / sie stürzten, einer über den anderen.
Da sagten sie: / Auf, wir wollen zurückkehren zu unsrem Volk,
ins Land unsrer Sippe, / vor dem gewalttätigen Schwert! (Jer 50,16)17Sie haben dort dem Pharao, dem König von Ägypten, den Namen gegeben: / Getöse, das die Zeit verpasste.18So wahr ich lebe - Spruch des Königs, / HERR der Heerscharen ist sein Name:
Wie der Tabor unter den Bergen / und wie der Karmel am Meer wird er kommen. (Jer 48,15)19Rüste dein Gepäck für die Verbannung, / du sesshafte Tochter Ägypten!
Denn Memfis wird zur Wüste, / wird niedergebrannt und menschenleer.20Eine stattliche Jungkuh ist Ägypten, / eine Bremse von Norden stürzt sich auf sie.21Auch seine Söldnertruppen mitten im Land / sind wie gemästete Kälber.
Aber auch sie machen kehrt, / sie fliehen allesamt und halten nicht stand.
Denn der Tag ihres Verderbens kommt über sie, / die Zeit ihrer Heimsuchung.22Ägyptens Stimme gleicht dem Zischen der Schlange, / denn jene rücken mit Macht heran,
sie fallen mit Äxten über das Land her / wie Holzfäller.[1]23Sie fällen seinen Wald - Spruch des HERRN -, / der doch undurchdringlich ist.
Zahlreicher als Heuschrecken sind sie, / man kann sie nicht zählen.24Zuschanden wird die Tochter Ägypten, / preisgegeben dem Volk aus dem Norden.25Der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, hat gesprochen: Siehe, ich suche heim den Amon von No, den Pharao, Ägypten und seine Götter, seine Könige - den Pharao samt allen, die sich auf ihn verlassen. (Jer 43,11)26Ich gebe sie in die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten, in die Hand Nebukadnezzars, des Königs von Babel, und in die Hand seiner Diener. Aber danach wird das Land wieder bewohnt sein wie in früheren Zeiten - Spruch des HERRN.
Gegen die Philister
27Du aber, fürchte dich nicht, mein Knecht Jakob, / verzage nicht, Israel!
Denn siehe: Ich errette dich aus der Ferne, / deine Nachkommen aus dem Land ihrer Gefangenschaft.
Jakob wird heimkehren und Ruhe haben; / er wird in Sicherheit leben / und niemand wird ihn erschrecken. (Jer 30,10)28Du aber, fürchte dich nicht, / mein Knecht Jakob - Spruch des HERRN; / denn ich bin mit dir.
Ja, ich bereite allen Völkern, / unter die ich dich vertrieben habe, ein Ende.
Dir aber mache ich kein Ende. / Ich werde dich züchtigen, wie es recht ist; / ganz ungestraft werde ich dich nicht lassen. (Jer 4,27; Jer 10,24; Jer 30,11)