Ein Spruch gegen die Frauen aus Samaria, die viel Kohle haben
1Das geht jetzt an die Frauen aus der Oberschicht von Samaria. Ihr seid die fetten Kühe in Baschan. Die kleinen Leute werden von euch unterdrückt, die Leute ohne Geld werden von euch fertiggemacht. „Bringt uns sofort etwas zu trinken!“, befehlt ihr euren Ehemännern.2Gott, der unantastbare Chef über alles, hat etwas ganz fest versprochen: „Es wird ein Tag kommen, da wird man die meisten von euch an der Hundeleine wegschleppen, und der Rest wird mit einem Angelhaken im Mund abgeführt.3Dann werdet ihr, eine nach der anderen, durch ein Mauerloch in Richtung Hermon fliehen. Das sagt Gott, der Chef!“
Überall Mord und Totschlag
4Der Gott, dem nichts unmöglich ist, sagt: „Alle Mann auf nach Bet-El, auf nach Gilgal! Geht an den besonderen Ort zum Opfern und baut da mal wieder so richtig Scheiße und beleidigt mich damit, so wie ihr es immer gerne gemacht habt. Morgens zieht ihr erst einmal ein Dankopfer durch, und zwei Tage später liefert ihr die zehn Prozent von eurer Ernte ab.5Dann verbrennt ihr dort erst mal ein Hefebrot als Dankopfer. Dann macht eine Ansage, dass die Leute ihre freiwilligen Opfer vorbeibringen sollen. So was macht ihr doch immer so gerne, ihr Leute von Israel, oder?6Ich habe es zugelassen, dass es in euren Dörfern und Städten nichts mehr zu futtern gibt. Sogar das Brot beim Bäcker ist ausverkauft! Trotzdem seid ihr nicht zu mir zurückgekommen!7Ich hab dafür gesorgt, dass es nicht mehr regnet, ausgerechnet drei Monate vor der Ernte, wo die Pflanzen das Wasser dringend brauchen. In einer Stadt hat es voll geregnet, aber bei der Stadt daneben ist kein Tropfen Wasser vom Himmel runtergekommen. Die einen Felder haben viel Wasser abbekommen und die anderen null. Alles, was dort wuchs, ist vertrocknet.8Die Leute zogen von einer Stadt zur nächsten, um irgendwo noch was zu trinken herzubekommen, aber nirgendwo konnten sie ihren Durst stillen. Trotzdem habt ihr weitergemacht mit dem Mist und seid nicht zu mir zurückgekommen. Das sagt euch Gott, der Chef über alles.9Als Nächstes hab ich dafür gesorgt, dass irgendwelches Ungeziefer eure Ernten kaputt gemacht hat. Eure Gärten und Weinberge hab ich vertrocknen lassen. Eure Apfel- und Olivenbäume wurden von Heuschrecken abgefressen. Und trotzdem seid ihr nicht zu mir zurückgekommen.10Dann hab ich es mit der Schweinegrippe versucht und mit anderen tödlichen Krankheiten, so wie damals in Ägypten. Schließlich hab ich dafür gesorgt, dass eure jungen Männer im Krieg gestorben sind. Eure Panzer und Motorräder wurden von den Feinden gezockt. In euren Kasernen lagen so viele Leichen rum, dass es übelst gestunken hat. Trotzdem seid ihr immer noch nicht zu mir zurückgekommen.11Dann hab ich sogar ganze Städte plattgemacht. Das war die Nummer, die ich schon damals bei Sodom und Gomorra gebracht hatte. Ich habe euch gerade so aus dem Chaos gerettet, bevor ihr alle total kaputt wart. Trotzdem seid ihr nicht wieder zu mir zurückgekommen.12Darum werde ich dich jetzt bestrafen, Israel. Mach dich bereit, bald wirst du deinen Gott treffen.13Dieser Gott hat alle Berge gemacht, er hat den Wind organisiert und er hat den Menschen gesagt, was er von ihnen will. Er sorgt dafür, dass es an jedem Tag irgendwann dunkel wird. Er ist größer als die größten Berge auf der Erde. Sein Name ist so heftig, man kann ihn nicht wirklich aussprechen. Er ist der absolute Chef über alles, was es gibt. Und dieser Gott bin ich.“
Amos 4
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches Bibelwerk1Hört dieses Wort, / ihr Baschankühe auf dem Berg von Samaria,
die ihr die Schwachen ausbeutet / und die Armen zermalmt
und zu euren Männern sagt: / Schafft herbei, wir wollen saufen!2Bei seiner Heiligkeit / hat GOTT, der Herr, geschworen:
Seht, Tage kommen über euch, / da holt man euch mit Fleischerhaken weg,
und was dann noch von euch übrig ist, / mit Angelhaken.3Ihr müsst durch die Breschen der Mauern hinaus, / eine hinter der andern;
man jagt euch dem Hermon zu / - Spruch des HERRN.
Worte gegen den Kult
4Kommt nach Bet-El und sündigt, / kommt nach Gilgal und sündigt noch mehr!
Bringt jeden Morgen eure Schlachtopfer herbei, / bringt am dritten Tag euren Zehnten! (Hos 4,15; Hos 12,12)5Verbrennt als Dankopfer gesäuertes Brot! / Ruft zu freiwilligen Opfern auf, / verkündet es laut, damit man es hört!
Denn so gefällt es euch, ihr Söhne Israels / - Spruch GOTTES, des Herrn.6Ich ließ euch hungern in all euren Städten, / ich gab euch kein Brot mehr in all euren Orten
und dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir / - Spruch des HERRN. (3Mo 26,14)7Ich versagte euch den Regen / drei Monate vor der Ernte.
Über der einen Stadt ließ ich es regnen, / über der anderen nicht;
das eine Feld bekam Regen, / das andere nicht, sodass es verdorrte.8Zwei, drei Städte taumelten zu der einen; / sie wollten Wasser trinken und blieben doch durstig.
Und dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir / - Spruch des HERRN.9Ich vernichtete euer Getreide durch Rost und Mehltau, / ich verwüstete eure Gärten und Weinberge;
eure Feigenbäume und eure Ölbäume / fraßen die Heuschrecken kahl.
Und dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir / - Spruch des HERRN. (Joe 1,4; Hag 2,17)10Ich ließ die Pest gegen euch los wie gegen Ägypten, / eure jungen Männer tötete ich mit dem Schwert
und eure Pferde wurden zur Beute; / den Gestank eures Heerlagers ließ ich euch in die Nase steigen.
Und dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir / - Spruch des HERRN. (2Mo 9,3)11Ich brachte über euch eine Zerstörung / wie die, die Gott über Sodom und Gomorra verhängte;
ihr wart wie ein Holzscheit, / das man aus dem Feuer herausholt.
Und dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir / - Spruch des HERRN. (1Mo 19,24; Sach 3,2)12Darum will ich dir all das antun, Israel, / und weil ich dir all das antun werde, / mach dich bereit, deinem Gott gegenüberzutreten.13Denn siehe, er formt die Berge, / er erschafft den Wind,
er verkündet den Menschen, was er im Sinn hat; / er macht das Morgenrot und die Finsternis,
er schreitet über die Höhen der Erde dahin / - HERR, Gott der Heerscharen, ist sein Name.