von Genfer Bibelgesellschaft1Dem Vorsänger, dem Jeduthun. Ein Psalm Davids. (1Chr 16,41; Ps 62,1)2Ich habe gesagt: Ich will auf meine Wege achten, dass ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinen Mund im Zaum halten, solange der Gottlose vor mir ist. (Ps 34,14; Ps 141,3; Spr 4,25; Spr 10,19; Spr 16,17; Jak 1,26)3Ich war gänzlich verstummt, schwieg auch vom Guten, aber mein Schmerz fraß in mir. (Hi 32,19; Ps 38,14; Ps 39,10; Am 5,13)4Mein Herz entbrannte in mir, durch mein Nachsinnen wurde ein Feuer entzündet, da redete ich mit meiner Zunge: (Hi 32,2; Jer 20,9)5Lass mich mein Ende wissen, o HERR, und was das Maß meiner Tage ist, damit ich erkenne, wie vergänglich ich bin! (Ps 90,3; Ps 90,9; Ps 90,12)6Siehe, nur Handbreiten lang hast du meine Tage gemacht, und die Dauer meines Lebens ist wie nichts vor dir. Wahrlich, jeder Mensch, wie fest er auch steht, ist nur ein Hauch! (Sela.) (Ps 39,12; Ps 90,4; Ps 90,9)7Ja, als Schattenbild geht der Mensch einher; nur um Nichtigkeit machen sie so viel Lärm! Er häuft auf und weiß nicht, wer es einsammeln wird. (1Chr 29,15; Hi 14,1; Ps 102,12; Ps 144,4; Pred 2,21; Pred 6,12; Lk 12,20)8Und nun, Herr, worauf soll ich hoffen? Meine Hoffnung gilt dir allein! (Ps 40,2; Ps 130,5; Ps 146,5; Jer 29,11; Kol 1,27)9Errette mich von allen meinen Übertretungen, mache mich nicht dem Narren zum Gespött! (Ps 25,11; Ps 25,18; Ps 69,11; Ps 119,22; Joe 2,17)10Ich schweige und tue meinen Mund nicht auf; denn du hast es getan. (3Mo 10,3; Est 7,1; Ps 39,3)11Nimm deine Plage von mir, denn ich vergehe wegen der Schläge deiner Hand! (Hi 9,34; Ps 32,4; Ps 119,22; Ps 119,39; Lk 21,26)12Wenn du jemand züchtigst mit Strafen um der Sünde willen, so lässt du seine Schönheit vergehen wie die Motte — jeder Mensch ist nur ein Hauch! (Sela.) (1Mo 2,7; 5Mo 8,5; Hi 13,28; Hi 33,4; Ps 39,6; Ps 104,29; Ps 150,6; Am 3,2; Mt 6,19; Hebr 12,5)13HERR, höre mein Gebet und vernimm mein Schreien! Schweige nicht zu meinen Tränen; denn ich bin ein Fremdling bei dir, ein Gast wie alle meine Väter. (1Chr 29,15; Ps 6,7; Ps 119,19; Ps 126,5; Pred 4,1; Lk 7,38; Hebr 11,13; 1Petr 2,11; Offb 7,17; Offb 21,4)14Blicke weg von mir, damit ich wieder froh werde, bevor ich dahinfahre und nicht mehr bin! (Hi 7,21)
1Dem Chorleiter. Für Jedutun.[1] Ein Psalmlied von David.2Ich nahm mir vor, auf mich zu achten, dass mein Reden nicht zur Sünde wird, / dass ich meine Zunge zügle, wenn Gottlose bei mir sind.3Ich habe mich in Schweigen gehüllt, / doch das tat mir nicht gut, / es regte sich mein Schmerz.4Das Herz wurde mir heiß in der Brust. / Mein Stöhnen entfachte ein Feuer. / Da musste ich reden:5Lass mich erkennen, Jahwe, mein Ende; / zeig mir das Maß meiner Tage, / dass ich weiß, wie vergänglich ich bin.6Mein Leben ist nur ein paar Handbreit lang, / meine Lebenszeit vor dir wie ein Nichts. / Wie fest meint jeder Mensch zu stehen / und ist doch nur ein Hauch. ♪7Wie ein Schatten geht der Mensch daher, / macht Lärm um Kleinigkeiten; / er sammelt und speichert und weiß nicht einmal, wer es bekommt.8Worauf soll ich denn hoffen, Herr? / Ich setze meine Hoffnung auf dich!9Befreie mich von all meiner Schuld / und mach mich nicht zum Gespött dieser Narren.10Ich bin jetzt still, / mache den Mund nicht mehr auf, / denn von dir kam alles, was geschah.11Nimm nun deine Plage von mir, / denn ich vergehe unter deiner strafenden Hand.12Strafst du einen Mann für seine Schuld, / zerstörst du seine Schönheit wie die Motte ein Kleid. / Nur ein Hauch ist jeder Mensch. ♪13Hör auf mein Gebet, Jahwe! / Achte auf mein Schreien! / Schweig doch nicht zu meinen Tränen! / Ich bin ja nur ein Gast bei dir, / ein Fremder wie all meine Väter.14Schau von mir weg, damit ich aufatmen kann, / bevor ich gehen muss und nicht mehr bin.
»Herr, achte auf mein Schreien.« Bitte um Vergebung für unbedachtes Reden in großer Not
1Ein Lied Davids, für Jedutun. (1Chr 25,1)2Ich hatte mir vorgenommen, auf mich aufzupassen und nichts zu sagen, wodurch ich schuldig würde, in Gegenwart von Schurken stillzuschweigen, als hätte ich einen Knebel im Mund.3Ich habe mich in Schweigen gehüllt, doch nichts hat sich dadurch gebessert, denn meine Qualen wurden immer schlimmer:4Im Herzen wurde mir immer heißer, mein Stöhnen brachte die Glut zum Brennen, es musste heraus!5Sag es mir, HERR, wie viel Zeit mir noch bleibt. Wie lang ist mein Leben bemessen? Ich will wissen, wann es zu Ende ist! (Hi 7,7; Hi 14,1; Ps 62,10; Ps 78,39; Ps 90,12; Ps 144,4)6Es ist so kurz, das bisschen Leben, das du mir zugemessen hast; eine Handbreit nur, ein Nichts verglichen mit dir. Wie fest meint jeder Mensch zu stehen und ist in Wahrheit nur ein Hauch!7Er kommt und geht wie die Bilder eines Traums; er ist geschäftig und lärmt – für nichts; er sammelt und speichert und weiß nicht, wer’s bekommt.8Herr, was hab ich da noch zu erhoffen? Ich setze meine ganze Hoffnung auf dich! (Ps 42,6)9Befreie mich von aller meiner Schuld und mach mich nicht zum Spott für Menschen, die dich und deine Gebote missachten!10Ich bin jetzt still, ich werde nichts mehr sagen; von dir kommt alles, was geschehen ist.11Doch lass es genug sein; hör auf, mich zu plagen; ich halte deine Schläge nicht mehr aus!12Du strafst einen Menschen für seine Schuld; das Wertvollste, was er hat, sein Leben,[1] zerstörst du wie die Motte, die ein Kleid zerfrisst. Ein Hauch ist jeder Mensch – mehr nicht! (Ps 90,7)13Höre mein Gebet, HERR, achte auf mein Schreien; sei nicht taub für mein Klagen und Weinen! Ich bin nur ein Gast bei dir wie alle meine Ahnen, ein rechtloser Fremder, der auf deine Güte zählt. (3Mo 25,23; 1Chr 29,15; Ps 119,19; Hebr 11,13; 1Petr 2,11)14Wende deinen strafenden Blick von mir ab, damit ich noch einmal aufatmen kann, bevor ich gehen muss und nicht mehr bin! (Hi 7,19)
1To the choirmaster: to Jeduthun. A Psalm of David. I said, “I will guard my ways, that I may not sin with my tongue; I will guard my mouth with a muzzle, so long as the wicked are in my presence.” (1Kön 2,4; 2Kön 10,31; 1Chr 16,41; 1Chr 25,1; Hi 2,10; Ps 34,13; Ps 62,1; Ps 77,1)2I was mute and silent; I held my peace to no avail, and my distress grew worse. (Hi 40,4; Ps 38,13; Ps 39,9)3My heart became hot within me. As I mused, the fire burned; then I spoke with my tongue: (Hi 32,18; Jer 20,9; Lk 24,32)4“O Lord, make me know my end and what is the measure of my days; let me know how fleeting I am! (Ps 90,12)5Behold, you have made my days a few handbreadths, and my lifetime is as nothing before you. Surely all mankind stands as a mere breath! (Hi 14,2; Ps 39,11; Ps 89,47; Ps 90,4)6Surely a man goes about as a shadow! Surely for nothing[1] they are in turmoil; man heaps up wealth and does not know who will gather! (Hi 27,16; Ps 49,10; Pred 2,18; Pred 2,21; Pred 2,26; Jer 17,11; Lk 12,20; 1Kor 7,31; Jak 4,14)7“And now, O Lord, for what do I wait? My hope is in you. (Ps 38,15)8Deliver me from all my transgressions. Do not make me the scorn of the fool! (Ps 44,13)9I am mute; I do not open my mouth, for it is you who have done it. (2Sam 16,10; Hi 2,10; Ps 39,2)10Remove your stroke from me; I am spent by the hostility of your hand. (Hi 9,34; Hi 13,21)11When you discipline a man with rebukes for sin, you consume like a moth what is dear to him; surely all mankind is a mere breath! (Hi 13,28; Ps 39,5; Ps 49,14; Ps 80,16; Jes 50,9)12“Hear my prayer, O Lord, and give ear to my cry; hold not your peace at my tears! For I am a sojourner with you, a guest, like all my fathers. (1Mo 47,9; 3Mo 25,23; 1Chr 29,15; Ps 102,1; Ps 119,19; Hebr 11,13; 1Petr 2,11)13Look away from me, that I may smile again, before I depart and am no more!” (Hi 7,8; Hi 7,19; Hi 10,21; Hi 14,10; Hi 20,9)