Ester 3

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Nach diesen Begebenheiten erhob der König Ahasveros Haman, den Sohn Hamedatas, den Agagiter, zu höherer Macht und Würde und setzte ihn über alle Fürsten, die bei ihm waren. (1Mo 41,40; 2Mo 17,8; 4Mo 24,7; 5Mo 25,19; 1Sam 15,8; Est 5,4; Est 7,1; Est 7,10; Dan 6,3)2 Und alle Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und fielen vor Haman nieder; denn der König hatte es so geboten. Aber Mordechai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder. (1Mo 41,43; Est 2,19; Est 2,21; Phil 2,9)3 Da sprachen die Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, zu Mordechai: Warum übertrittst du das Gebot des Königs? (Apg 5,29)4 Und es geschah, als sie dies täglich zu ihm sagten und er ihnen nicht gehorchte, sagten sie es Haman, um zu sehen, ob man Mordechais Begründung gelten lassen würde; denn er hatte ihnen gesagt, dass er ein Jude sei. (Hes 16,3; Dan 6,20; Jon 1,9; Röm 9,4; Gal 2,15)5 Als nun Haman sah, dass Mordechai die Knie nicht vor ihm beugte und nicht vor ihm niederfiel, da wurde er mit Wut erfüllt. (Est 5,9; Dan 3,17)6 Doch es war ihm zu wenig, an Mordechai allein Hand zu legen; sondern weil man ihm das Volk Mordechais genannt hatte, trachtete Haman danach, alle Juden im ganzen Königreich des Ahasveros, das Volk Mordechais, zu vertilgen. (Ps 37,12; Ps 83,5; Offb 12,12; Offb 12,17)7 Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwölften Jahr [der Regierung] des Königs Ahasveros, wurde das Pur,[1] das ist das Los, vor Haman geworfen über die Tage und Monate, und es fiel auf den zwölften Monat, das ist der Monat Adar. (Neh 2,1; Est 9,24; Spr 16,33; Mt 27,35)8 Und Haman sprach zum König Ahasveros: Es gibt ein Volk, das lebt zerstreut und abgesondert unter allen Völkern in allen Provinzen deines Königreichs, und ihre Gesetze sind anders als die aller Völker, und sie befolgen die Gesetze des Königs nicht, sodass es dem König nicht geziemt, sie gewähren zu lassen! (3Mo 26,33; 5Mo 4,27; Esr 4,13; Spr 29,5; Jer 50,17; Dan 3,12; Apg 16,20; Apg 19,27)9 Wenn es dem König gefällt, so werde ein Schreiben erlassen, dass man sie umbringen soll; dann will ich 10 000 Talente Silber abwiegen in die Hände der Schatzmeister, damit man es in die Schatzkammern des Königs bringe! (Spr 12,6; Spr 26,28; Mt 18,24)10 Da zog der König seinen Siegelring von der Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hamedatas, dem Agagiter, dem Feind der Juden. (1Mo 41,42; Est 8,2; Est 8,8)11 Und der König sprach zu Haman: Das Silber sei dir geschenkt, und das Volk dazu, dass du mit ihm tust, was dir gefällt! (Ps 73,7; Jer 26,14)12 Da berief man die Schreiber des Königs am dreizehnten Tag des ersten Monats, und es wurde ein Schreiben erlassen, ganz wie Haman es befahl, an die Satrapen des Königs und an die Statthalter in allen Provinzen und an die Fürsten jedes Volkes, in der Schrift jeder Provinz und in der Sprache jedes Volkes; im Namen des Königs Ahasveros wurde es geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt. (1Kön 21,8; Est 1,22; Est 8,8; Est 8,9; Jes 29,11; Dan 6,18; Mt 27,66; Offb 5,1)13 Und die Briefe wurden durch die Eilboten in alle Provinzen des Königs gesandt, dass man alle Juden vertilgen, erschlagen und umbringen solle, Junge und Alte, Kinder und Frauen, an einem Tag, nämlich am dreizehnten des zwölften Monats, das ist der Monat Adar, und dass man zugleich ihren Besitz rauben dürfe. (1Sam 22,19; Est 3,14; Est 8,10; Est 8,11; Est 8,12; Est 9,1; Est 9,10; Hi 9,25; Jes 10,6; Jer 51,31)14 Die Abschrift des Schreibens wurde in jeder Provinz als Gesetz erlassen, indem man es allen Völkern bekannt machte, damit sie sich auf diesen Tag vorbereiten sollten. (Est 8,13)15 Und die Eilboten zogen auf den Befehl des Königs hin schnell aus, sobald das Gesetz in der Burg Susan erlassen war. Der König und Haman aber setzten sich, um zu trinken, während die Stadt Susan in Bestürzung geriet. (Spr 1,16; Spr 4,16; Spr 29,2; Dan 5,9; Hos 7,5; Am 6,6)

Ester 3

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Nach diesen Ereignissen zeichnete König Artaxerxes den Agagiter Haman, den Sohn Hammedatas, in besonderer Weise aus und gab ihm einen höheren Rang als allen anderen Fürsten seiner Umgebung.2 Alle königlichen Diener am Tor des Palastes fielen vor Haman nieder und huldigten ihm; denn so hatte es der König ihm zu Ehren befohlen. Mordechai aber fiel nicht nieder und huldigte ihm nicht.3 Da sagten die königlichen Diener am Tor des Palastes zu Mordechai: Warum setzt du dich über das Gebot des Königs hinweg?4 Das sagten sie jeden Tag zu ihm, doch er hörte nicht auf sie. Sie meldeten es Haman, weil sie sehen wollten, ob Mordechai mit seiner Begründung Erfolg haben werde; er hatte ihnen nämlich gesagt, er sei Jude.5 Als Haman merkte, dass Mordechai nicht vor ihm niederfiel und ihm nicht huldigte, wurde er sehr zornig.6 Aber es schien ihm nicht genug, nur Mordechai zu beseitigen. Da man ihm gesagt hatte, welchem Volk Mordechai angehörte, wollte Haman alle Juden im Reich des Artaxerxes vernichten - das ganze Volk Mordechais.7 Im ersten Monat, dem Monat Nisan, im zwölften Jahr des Königs Artaxerxes, warf man in Gegenwart Hamans das Pur, das ist das Los, über die einzelnen Tage und Monate und es fiel auf den zwölften Monat, den Adar. (Est 9,24)8 Darauf sagte Haman zu König Artaxerxes: Es gibt ein einziges Volk, das über alle Provinzen deines Reiches verstreut lebt, aber sich von den anderen Völkern absondert. Seine Gesetze sind von denen aller anderen Völker verschieden; auch die Gesetze des Königs befolgen sie nicht. Es ist nicht richtig, dass der König ihnen das durchgehen lässt. (4Mo 23,9; 5Mo 4,5)9 Wenn der König einverstanden ist, soll ein schriftlicher Erlass herausgegeben werden, sie auszurotten. Dann kann ich den Schatzmeistern zehntausend Talente Silber übergeben und in die königlichen Schatzkammern bringen lassen.10 Da zog der König seinen Siegelring vom Finger und gab ihn dem Agagiter Haman, dem Sohn Hammedatas, dem Feind der Juden, (1Mo 41,42; Est 8,2)11 und er sagte zu Haman: Das Silber lasse ich dir; mach mit dem Volk, was dir richtig erscheint!12 Am dreizehnten Tag des ersten Monats wurden die Schreiber des Königs gerufen. Man schrieb an die Satrapen des Königs, die Statthalter der einzelnen Provinzen und die Fürsten aller Völker der einzelnen Provinzen in ihrer eigenen Schrift und Sprache alles genauso, wie es Haman befohlen hatte. Der Erlass war im Namen des Königs Artaxerxes geschrieben und mit dem Siegelring des Königs gesiegelt.13 Durch Eilboten sandte man das Schreiben an alle königlichen Provinzen mit dem Befehl: Man solle alle Juden, vom Knaben bis zum Greis, kleine Kinder und Frauen, an einem einzigen Tag, dem dreizehnten Tag im zwölften Monat, dem Monat Adar, ausrotten, töten und vernichten und ihren Besitz plündern. Hier ist eine Abschrift des Briefes: Der Großkönig Artaxerxes schreibt den Statthaltern der hundertsiebenundzwanzig Provinzen von Indien bis Kusch und den untergeordneten Behörden: Als Herrscher über viele Völker und Gebieter über die ganze Welt habe ich beschlossen - nicht aus überheblicher Willkür, sondern in meinem allzeit bewiesenen Streben nach Milde und Güte -, meinen Untertanen in jeder Hinsicht ein ruhiges Leben zu sichern, die Entwicklung des Reiches zu fördern, es bis an die Grenzen mit guten Straßen zu versehen und allen Menschen wieder den ersehnten Frieden zu schenken. Als ich meine Ratgeber fragte, wie das erreicht werden könnte, hat Haman, der sich bei uns durch seine Besonnenheit hervorgetan und seine unwandelbare edle Gesinnung und feste Treue unter Beweis gestellt hat und der im Reich den zweithöchsten Rang innehat, uns darauf hingewiesen, dass sich ein bestimmtes heimtückisches Volk unter alle Nationen der Erde gemischt habe, das durch seine Gesetze zu jedem anderen Volk in Gegensatz stehe. Es missachte ununterbrochen die Anordnungen unserer Könige, sodass die Verwaltung des ganzen Reiches beeinträchtigt ist, obwohl sie von uns ausgezeichnet geleitet wird. So sind wir zu der Ansicht gelangt, dass dieses Volk als Einziges sich gegen alle Menschen ohne Ausnahme feindselig verhält, nach absonderlichen und befremdlichen Gesetzen lebt und sich gegen die Interessen unseres Landes stellt und die schlimmsten Verbrechen begeht, sodass im Reich keine geordneten Verhältnisse eintreten können. Darum ordnen wir an: Alle, die euch Haman, der Leiter der Staatskanzlei, unser zweiter Vater, in seinem Brief näher beschrieben hat, sollen am vierzehnten Tag des Monats Adar des laufenden Jahres samt ihren Frauen und Kindern ohne Gnade und Erbarmen durch das Schwert ihrer Feinde radikal ausgerottet werden. So werden diese seit jeher feindseligen Menschen an einem einzigen Tag eines gewaltsamen Todes sterben und in die Unterwelt hinabfahren, unser Land aber wird sich in Zukunft einer beständigen und ungestörten Ruhe erfreuen. (1Mo 45,8)14 In jede einzelne Provinz wurde eine Abschrift des Erlasses geschickt und dieser wurde als Gesetz veröffentlicht, damit alle Völker für diesen Tag bereit seien.15 Die Boten ritten hinaus, durch königlichen Befehl zur Eile gedrängt. Während das Gesetz in der Burg Susa veröffentlicht wurde, saßen der König und Haman beisammen und tranken; die Stadt Susa aber war in großer Aufregung.

Ester 3

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Nach diesen Begebenheiten machte der König Ahasveros Haman, den Sohn des Hammedata, den Agagiter, groß, und er erhob ihn ⟨im Rang⟩ und stellte seinen Sitz über alle Fürsten, die bei ihm waren. (1Mo 41,40; 4Mo 24,7; 1Sam 15,8; Est 5,11)2 Und alle Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und warfen sich nieder vor Haman, denn so hatte der König es in Bezug auf ihn befohlen. Aber Mordechai beugte seine Knie nicht und warf sich nicht nieder. (1Mo 41,43; Dan 2,49)3 Da sagten die Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, zu Mordechai: Warum übertrittst du ⟨dauernd⟩ den Befehl des Königs?4 Und es geschah, als sie es Tag für Tag zu ihm sagten und er nicht auf sie hörte, da berichteten sie es Haman, um zu sehen, ob Mordechais Begründung anerkannt werden würde[1]; denn er hatte ihnen mitgeteilt, dass er Jude sei.5 Und als Haman sah, dass Mordechai vor ihm weder seine Knie beugte noch sich niederwarf, da wurde Haman mit Zorn erfüllt. (Est 5,9; Ps 37,12; Dan 3,19)6 Aber es war in seinen Augen zu gering, die Hand an Mordechai allein zu legen, da man ihm die Volkszugehörigkeit[2] Mordechais mitgeteilt hatte. So suchte Haman alle Juden, die im ganzen Königreich des Ahasveros waren, das Volk Mordechais zu vernichten. (Ps 83,5; Offb 12,17)7 Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwölften Jahr des Königs Ahasveros, warf man das Pur, das ist das Los, vor Haman, von Tag zu Tag und von Monat zu Monat, und das Los fiel auf den dreizehnten Tag des zwölften Monats[3], das ist der Monat Adar. (Neh 2,1; Est 1,3; Est 9,24)8 Da sagte Haman zum König Ahasveros: Da gibt es ein Volk, verstreut und abgesondert unter den Völkern in allen Provinzen deines Königreiches! Und ihre Gesetze sind von denen jedes ⟨anderen⟩ Volkes verschieden, und die Gesetze des Königs befolgen sie nicht; und es ist dem König nicht angemessen, sie gewähren zu lassen. (3Mo 26,33; 4Mo 23,9; Esr 4,6; Dan 6,14; Apg 16,20)9 Wenn es dem König gefällt, werde ⟨eine Anordnung⟩ geschrieben, sie auszurotten. Ich will dann zehntausend Talente Silber in die Hände der Beamten[4] darwiegen, damit sie es in die Schatzkammern des Königs bringen. (Est 4,7)10 Da zog der König seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hammedatas, dem Agagiter, dem Bedränger der Juden. (1Mo 41,42; Est 8,2)11 Und der König sagte zu Haman: Das Silber sei dir gegeben und ⟨auch⟩ das Volk, dass du mit ihm verfährst, wie es gut ist in deinen Augen!12 Da wurden die Schreiber des Königs gerufen im ersten Monat, am dreizehnten Tag desselben. Und es wurde an die Satrapen des Königs geschrieben nach allem, was Haman befahl, und an die Statthalter über jede Provinz und an die Obersten eines jeden Volkes, ⟨und zwar⟩ jeder einzelnen Provinz in ihrer Schrift und jedem einzelnen Volk in seiner Sprache. Im Namen des Königs Ahasveros wurde es geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt. (Est 1,22; Est 8,8)13 Und die Briefe wurden durch die Eilboten in alle Provinzen des Königs gesandt, um alle Juden zu vernichten, umzubringen und auszurotten, vom Knaben bis zum Greis, Kinder und Frauen, an einem Tag, am Dreizehnten des zwölften Monats, das ist der Monat Adar, und um ihre ⟨Habe als⟩ Beute zu rauben. (Est 7,4; Est 8,5; Est 8,10; Est 9,1)14 Die Abschrift des Schreibens sollte in jeder einzelnen Provinz als Gesetz erlassen werden, ⟨wozu⟩ man ⟨sie⟩ allen Völkern bekannt machte, damit sie für diesen Tag bereit waren.15 Die Eilboten zogen auf das Wort des Königs eilig aus. Und das Gesetz wurde in der Burg Susa erlassen. Und der König und Haman setzten sich, um zu trinken. Die Stadt Susa aber war in Aufregung. (1Mo 37,25; Est 1,10; Est 8,15; Ps 37,7; Spr 29,2; Spr 31,4)

Ester 3

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Einige Zeit später erhöhte König Ahasveros Haman, den Sohn von Hammedata, den Agagiter. Er beförderte ihn und unterstellte ihm alle seine Mitfürsten. (Est 3,10; Est 5,11)2 Alle Mitarbeiter der königlichen Verwaltung mussten sich als Zeichen ihrer Ehrfurcht vor Haman verneigen und sich auf die Knie werfen; so hatte es der König befohlen. Mordechai aber wollte sich weder vor ihm verneigen noch sich vor ihm auf die Knie werfen. (Est 5,9)3 Die Mitarbeiter der königlichen Verwaltung fragten Mordechai: »Warum missachtest du das Gebot des Königs?« (Est 3,2)4 Tag für Tag redeten sie ihm zu, doch er hörte nicht auf sie. Schließlich wandten sie sich an Haman selbst, um zu sehen, ob Mordechais Verhalten akzeptiert würde, denn Mordechai hatte ihnen gesagt, dass er Jude war.5 Als Haman bemerkte, dass Mordechai sich weder vor ihm verneigte noch sich vor ihm auf die Knie warf, packte ihn Wut. (Est 5,9)6 Doch es genügte ihm nicht, nur Mordechai etwas anzutun. Da man ihn inzwischen auch über Mordechais Volkszugehörigkeit unterrichtet hatte, plante er, alle Juden im ganzen Königreich von Ahasveros als Volk Mordechais zu vernichten. (Ps 83,5)7 So ließ er im ersten Monat, dem Monat Nisan[1], im zwölften Jahr der Herrschaft von König Ahasveros, tage- und monatsweise Lose, die sogenannten Purim, werfen. Das Los fiel auf den 13. Tag des zwölften Monats, den Monat Adar[2]. (Est 9,24)8 Darauf sagte Haman zum König Ahasveros: »Es gibt ein Volk, das zerstreut und abgesondert unter den Völkern in allen Provinzen deines Reiches lebt. Das Gesetz dieses Volkes unterscheidet sich vom Gesetz aller anderen Völker, und seine Angehörigen halten sich nicht einmal an die Gesetze Ihrer Majestät. Deshalb liegt es nicht im Interesse Ihrer Majestät, sie unbehelligt zu lassen. (Esr 4,12; Apg 16,20)9 Wenn es Ihrer Majestät genehm ist, so erlassen Sie ein Dekret, sie zu vernichten; im Gegenzug gebe ich den Schatzmeistern 10.000 Talente[3] Silber, die sie in die königliche Schatzkammer bringen sollen.«10 Der König zog seinen Siegelring vom Finger und reichte ihn Haman, dem Sohn Hammedatas, dem Agagiter – dem Feind der Juden. (1Mo 41,42; Est 8,2)11 »Behalte das Geld«, sagte der König zu Haman. »Und dieses Volk – mach mit ihm, was du willst.«12 Am 13. Tag des ersten Monats[4] wurden die Schreiber des Königs zusammengerufen. Haman diktierte ihnen ein Schreiben an die Satrapen[5] des Königs, die Statthalter der einzelnen Provinzen und die Fürsten der verschiedenen Völker. Es wurde in der jeweiligen Landessprache und -schrift geschrieben. Die Briefe wurden im Namen des Königs Ahasveros verfasst und mit seinem Ring besiegelt. (1Kön 21,8; Est 8,8)13 Dann wurden die Schriftstücke von Boten in alle Provinzen des Reiches gebracht. Alle Juden – Junge und Alte, auch Frauen und Kinder – sollten an einem einzigen Tag, nämlich am 13. Tag des zwölften Monats, dem Monat Adar[6], vernichtet, umgebracht und ausgerottet und ihr Besitz geplündert werden. (Est 8,9; Est 9,2)14 In allen Provinzen sollte eine Abschrift dieses Erlasses als königliche Anordnung veröffentlicht und allen Völkern bekannt gemacht werden, damit sie an dem festgesetzten Tag bereit seien. (Est 4,8; Est 8,13)15 Auf Befehl des Königs zogen die schnellsten Kuriere hinaus und auch in der Burg Susa wurde das Dekret verkündet. Dann setzten sich der König und Haman nieder, um ein Gelage abzuhalten. In der Stadt Susa aber herrschte Bestürzung. (Est 8,15)