1.Korinther 4

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 So soll man uns betrachten: als Diener des Christus und Haushalter[1] der Geheimnisse Gottes. (Mt 24,45; 1Kor 3,5; 2Kor 6,4; Kol 1,26; Tit 1,7; 1Petr 4,10)2 Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt, dass er treu erfunden wird. (Lk 12,42; Hebr 3,5; Offb 2,10)3 Mir aber ist es das Geringste, dass ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde; auch beurteile ich mich nicht selbst. (1Kor 6,4)4 Denn ich bin mir nichts bewusst; aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt. (Ps 19,13; Spr 21,2; Hebr 4,12; Offb 2,23)5 Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird; und dann wird jedem das Lob von Gott zuteilwerden. (Hi 12,22; Ps 90,8; Pred 12,14; Mt 7,1; Röm 2,16; Röm 14,10; 1Kor 3,8)6 Das aber, meine Brüder, habe ich auf mich und Apollos bezogen um euretwillen, damit ihr an uns lernt, in eurem Denken nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht, damit ihr euch nicht für den einen auf Kosten des anderen aufbläht. (Röm 12,3; 1Kor 3,4)7 Denn wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest? (Joh 3,27; Jak 1,17)8 Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr seid ohne uns zur Herrschaft gelangt! O dass ihr doch wirklich zur Herrschaft gelangt wärt, damit auch wir mit euch herrschen könnten! (Röm 8,17; 2Tim 2,12; Offb 3,17)9 Es scheint mir nämlich, dass Gott uns Apostel als die Letzten hingestellt hat, gleichsam zum Tod bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen. (Röm 8,36; 2Kor 6,9; Hebr 10,33; Hebr 12,1)10 Wir sind Narren um des Christus willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr in Ehren, wir aber verachtet. (Lk 6,26; 1Kor 2,3; 1Kor 3,18; 2Kor 4,7; 2Kor 12,9; 2Kor 13,9)11 Bis zu dieser Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße, werden geschlagen und haben keine Bleibe (Apg 23,2; Röm 8,35; 2Kor 11,27)12 und arbeiten mühsam mit unseren eigenen Händen. Wenn wir geschmäht werden, segnen wir; wenn wir Verfolgung leiden, halten wir stand; (Apg 18,3; Röm 12,14; 1Petr 3,9)13 wenn wir gelästert werden, spenden wir Trost; zum Kehricht der Welt sind wir geworden, zum Abschaum aller bis jetzt. (Kla 3,45; Lk 6,22)14 Nicht zu eurer Beschämung schreibe ich das, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder. (2Kor 12,14; 1Thess 2,11)15 Denn wenn ihr auch zehntausend Lehrmeister[2] hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch in Christus Jesus gezeugt durch das Evangelium. (1Kor 9,1; Gal 4,19; Phlm 1,10)16 So ermahne ich euch nun: Werdet meine Nachahmer! (Phil 3,17; 1Thess 1,6; 2Thess 3,9)17 Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist; der wird euch an meine Wege in Christus erinnern, wie ich überall in jeder Gemeinde lehre. (Mt 28,20; Joh 14,26; Apg 19,22; Phil 2,19; Phil 2,22; 1Tim 1,2; Tit 3,8)18 Weil ich aber nicht selbst zu euch komme, haben sich etliche aufgebläht; (1Kor 4,6; 1Kor 5,2)19 ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will, und nicht die Worte der Aufgeblähten kennenlernen, sondern die Kraft. (Apg 18,21; Röm 15,32; Hebr 6,3; Jak 4,15)20 Denn das Reich Gottes [besteht] nicht in Worten, sondern in Kraft! (Röm 14,17; 1Thess 1,5)21 Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen, oder in Liebe und im Geist der Sanftmut? (2Kor 13,10)

1.Korinther 4

Das Buch

von SCM Verlag
1 Deshalb sollen uns alle als Diener des Messias ansehen, als Treuhänder der Geheimnisse Gottes.2 Am Ende verlangt man von Treuhändern nur dieses Eine, nämlich Zuverlässigkeit.3 Mich interessiert es aber eigentlich überhaupt nicht, ob ich von euch beurteilt werde oder von irgendeiner Ratsversammlung von Menschen. Ja, ich beurteile mich noch nicht einmal selbst!4 Denn ich bin mir in Bezug auf mich selbst keiner Schuld bewusst. Aber aufgrund dessen bin ich noch nicht gerecht gesprochen. Der, der mich letztlich beurteilt, ist kein anderer als Jesus, der Herr.5 Deshalb beurteilt nichts, bevor Jesus, der Herr, wiederkommt. Er selbst wird die Dinge, die in der Finsternis versteckt sind, durchleuchten und die Absichten der Menschenherzen ans Licht bringen. So wird jeder Einzelne ganz persönlich von Gott sein Lob erhalten.6 Diese Aussagen habe ich im Hinblick auf mich und Apollos gemacht, und zwar wegen euch. Denn ihr solltet anhand von uns lernen, nicht höher als das zu denken, was in Gottes Buch geschrieben steht, damit sich keiner wegen bestimmter Personen über den anderen erhebt.7 Denn wer gibt dir einen Vorrang vor anderen? Was besitzt du denn, das du nicht selbst erhalten hast? Und wenn du es als Geschenk erhalten hast, warum lobst du dich selbst, als ob es deine eigene Errungenschaft wäre?8 Ach ja, ihr seid anscheinend schon ganz satt! Ihr seid schon reich geworden! Ganz ohne unser Mittun habt ihr eure Königsherrschaft angetreten! Ach, wenn es nur wahr wäre, dass ihr zu Herrschern geworden wärt, damit wir gemeinsam mit euch regieren könnten!9 Ich habe fast den Eindruck, dass Gott uns, die ausgesandten Apostel, an die allerletzte Stelle gesetzt hat, sozusagen als Leute, die dem Tod geweiht sind. Wir sind wie eine Schauspielertruppe geworden, die vor der gesamten Welt und auch vor den Himmelsengeln und den Menschen auftreten muss.10 Wir sind wegen dem Messias zu Narren geworden, aber ihr tretet als besonders weise Nachfolger des Messias auf. Wir sind schwach, ihr aber seid stark. Ihr seid angesehen und wir sind verachtet.11 Denn bis auf diese Stunde sind wir hungrig und durstig und ohne Kleidung, wir werden mit Fäusten niedergeschlagen und ziehen ohne Obdach umher.12 Wir mühen uns ab und arbeiten mit unseren eigenen Händen. Wenn wir beleidigt werden, sprechen wir Segensworte, wenn wir Verfolgung erleiden, nehmen wir das ohne Widerspruch an.13 Wenn wir beschimpft werden, antworten wir höflich. Wir sind sozusagen zum Müll der gesamten Welt geworden, zum Abschaum von allen, bis zu diesem Augenblick.14 Ich schreibe das nicht, um euch zu beschämen. Sondern ich möchte euch ermahnen als meine Kinder, die ich doch lieb habe!15 Denn selbst wenn ihr zehntausende Erzieher im Messias hättet, so habt ihr doch nicht viele Väter! Denn ich habe euch ja sozusagen durch die gute Nachricht zum Leben gebracht.16 Ich ermutige euch deshalb: Nehmt mich doch zum Vorbild!17 Aus diesem Grund habe ich Timotheus zu euch geschickt. Für mich ist er wie ein eigenes, liebes Kind. Einer, der durch seine enge Verbindung mit Jesus ganz vertrauenswürdig ist. Er wird euch an alles erinnern, was zu meiner Lebensweise in Übereinstimmung mit Jesus, dem Herrn, gehört. Genau das lege ich überall in allen Gottesgemeinden als verbindlich fest.18 Einige Leute behaupten ja, dass ich überhaupt nicht zu euch kommen werde.19 Doch ich werde so schnell wie möglich zu euch kommen, und dann werde ich nicht nur die Reden dieser Eingebildeten kennenlernen, sondern auch sehen, ob sie wirklich Substanz haben.20 Denn die neue Wirklichkeit Gottes, seine Herrschaft, besteht nicht in Worten, sondern in Kraft.21 Was wollt ihr lieber? Dass ich – im Bild gesprochen – mit dem Stock zu euch komme oder in Liebe und in einer sanftmütigen Geisteshaltung?

1.Korinther 4

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 So soll man uns betrachten: als Diener Christi und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. (1Kor 2,1; 1Kor 3,5; Kol 1,25)2 Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich als treu erweisen. (Lk 12,42)3 Mir macht es allerdings gar nichts aus, wenn ihr oder ein menschliches Gericht über mich urteilt; ich urteile auch nicht über mich selbst. (2Kor 12,6)4 Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, doch bin ich dadurch noch nicht gerecht gesprochen; der Herr ist es, der über mich urteilt.5 Richtet also nicht vor der Zeit; wartet, bis der Herr kommt, der das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen aufdecken wird! Dann wird jeder sein Lob von Gott erhalten. (Mt 7,1; Röm 2,16)6 Brüder und Schwestern, ich habe das auf mich und Apollos bezogen, und zwar euretwegen, damit ihr an uns lernt: Nicht über das hinaus, was in der Schrift steht, dass also keiner zugunsten des einen und zum Nachteil des andern sich wichtig machen darf. (Röm 12,3)7 Denn wer räumt dir einen Vorrang ein? Und was hast du, das du nicht empfangen hättest? Wenn du es aber empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?8 Ihr seid schon satt, ihr seid schon reich geworden, ohne uns seid ihr zur Herrschaft gelangt. Wäret ihr doch nur zur Herrschaft gelangt! Dann könnten auch wir mit euch zusammen herrschen.9 Ich glaube nämlich, Gott hat uns Apostel auf den letzten Platz gestellt, wie Todgeweihte; denn wir sind zum Schauspiel geworden für die Welt, für Engel und Menschen. (2Kor 4,8; 2Kor 11,23)10 Wir stehen als Toren da um Christi willen, ihr dagegen seid kluge Leute in Christus. Wir sind schwach, ihr seid stark; ihr seid angesehen, wir sind verachtet. (1Kor 3,18)11 Bis zur Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße und werden mit Fäusten geschlagen und sind heimatlos. (2Kor 11,23)12 Wir mühen uns ab, indem wir mit eigenen Händen arbeiten; wir werden beschimpft und segnen; wir werden verfolgt und halten stand; (Apg 18,3; Apg 20,33; 1Kor 9,6; 1Thess 2,9)13 wir werden geschmäht und reden gut zu. Wir sind sozusagen der Unrat der Welt geworden, der Abschaum von allen bis heute. (Mt 5,44; 1Petr 3,9)14 Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich das, sondern um euch als meine geliebten Kinder zu ermahnen. (1Thess 2,11)15 Hättet ihr nämlich auch unzählige Erzieher in Christus, so doch nicht viele Väter. Denn in Christus Jesus habe ich euch durch das Evangelium gezeugt. (Gal 4,19; Phlm 1,10)16 Darum ermahne ich euch: Haltet euch an mein Vorbild! (1Kor 11,1; Phil 4,9)17 Deswegen habe ich Timotheus zu euch geschickt, mein geliebtes und treues Kind im Herrn. Er wird euch erinnern an meine Wege in Christus Jesus, wie ich sie überall in jeder Gemeinde lehre. (Apg 16,1; Apg 19,22; 1Kor 16,10)18 In der Annahme, dass ich nicht selber zu euch komme, haben sich einige wichtig gemacht.19 Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will. Dann werde ich diese Wichtigtuer nicht auf ihre Worte prüfen, sondern auf ihre Kraft. (1Kor 16,5; 2Kor 13,1)20 Denn nicht in Worten erweist sich die Herrschaft Gottes, sondern in der Kraft. (1Kor 2,4)21 Was zieht ihr vor: Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und im Geist der Sanftmut? (2Kor 13,10)

1.Korinther 4

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Dafür halte man uns: für Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes. (1Kor 3,5; 2Kor 6,4; Kol 1,25; Tit 1,7; 1Petr 4,10)2 Übrigens sucht man hier an den Verwaltern, dass einer treu befunden wird. (Mt 25,23; Lk 12,42)3 Mir aber ist es das Geringste, dass ich von euch oder von einem menschlichen ⟨Gerichts⟩tag beurteilt werde; ich beurteile mich aber auch selbst nicht.4 Denn ich bin mir keiner Schuld bewusst[1], aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt. Der mich aber beurteilt, ist der Herr. (Röm 14,4)5 So verurteilt nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbaren wird! Und dann wird jedem sein Lob werden von Gott. (Ps 90,8; Mt 7,1; Röm 2,16; Röm 14,10; 1Kor 3,8; 2Kor 5,10; 1Tim 5,25)6 Dies aber, Brüder, habe ich auf mich und Apollos bezogen um euretwillen, damit ihr an uns lernt, nicht über das hinaus ⟨zu denken⟩, was geschrieben ist, damit ihr euch nicht aufbläht für den einen gegen den anderen. (1Kor 3,4; 2Kor 12,20)7 Denn wer gibt dir einen Vorrang[2]? Was aber hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?8 Schon seid ihr satt, schon seid ihr reich geworden; ihr seid ohne uns zur Herrschaft gekommen. Oh, dass ihr doch ⟨wirklich⟩ zur Herrschaft gekommen wäret, damit auch wir mit euch herrschen könnten! (Offb 3,17)9 Denn mir scheint, dass Gott uns, die Apostel, als die Letzten hingestellt hat, wie zum Tod bestimmt; denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als ⟨auch⟩ Menschen. (Röm 8,36; 1Kor 15,31; 2Kor 6,9; Hebr 10,33)10 Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr geehrt, wir aber verachtet. (2Kor 11,19; 2Kor 13,9)11 Bis zur jetzigen Stunde leiden wir sowohl Hunger als ⟨auch⟩ Durst und sind nackt und werden mit Fäusten geschlagen und haben keine bestimmte Wohnung (2Kor 1,5; 2Kor 11,23; 2Kor 11,27)12 und mühen uns ab und arbeiten mit unseren eigenen Händen. Geschmäht, segnen wir; verfolgt, dulden wir; (Mt 5,44; Apg 18,3; Röm 12,14; 1Kor 9,15)13 gelästert, reden wir gut zu; wie Unrat der Welt sind wir geworden, ein Abschaum aller bis jetzt. (Lk 6,22)14 Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich dies, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder. (Gal 4,19; 1Thess 2,11)15 Denn wenn ihr zehntausend Erzieher in Christus hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christus Jesus habe ich euch gezeugt durch das Evangelium. (1Kor 9,1; Phlm 1,10)16 Ich bitte[3] euch nun, seid meine Nachahmer! (1Kor 11,1; Phil 3,17; 2Thess 3,9)17 Deshalb habe ich euch Timotheus gesandt, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist; der wird euch erinnern an meine Wege in Christus, wie ich überall in jeder Gemeinde[4] lehre. (Apg 16,1; 1Kor 7,17; 1Kor 16,10; Phil 2,19; 1Tim 1,2; 2Tim 1,2; 2Tim 3,10)18 Einige aber sind aufgeblasen, als ob ich nicht zu euch kommen würde. (1Kor 5,2; Kol 2,18; 1Tim 6,4)19 Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will, und werde nicht das Wort, sondern die Kraft der Aufgeblasenen kennenlernen. (Apg 18,21; 1Kor 16,7; 2Kor 1,15)20 Denn das Reich[5] Gottes ⟨besteht⟩ nicht im Wort, sondern in Kraft. (1Kor 2,4)21 Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen oder in Liebe und im Geist der Sanftmut? (2Kor 10,2)

1.Korinther 4

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Seht in uns also Diener von Christus und Boten, denen Gott die Verkündigung seiner Geheimnisse anvertraut hat.2 Von solchen Boten verlangt man vor allem Zuverlässigkeit.3 Wie es bei mir damit steht? Mir ist es nicht so wichtig, wie ihr oder irgendein menschliches Gericht in diesem Punkt über mich urteilt. Ich maße mir auch über mich selbst kein Urteil an.4 Zwar bin ich mir keiner Schuld bewusst, aber damit bin ich noch nicht freigesprochen. Entscheidend ist allein das Urteil, das Christus, der Herr, über mich spricht.5 Deshalb urteilt niemals voreilig! Wenn Christus kommt, wird er alles ans Licht bringen, was jetzt noch verborgen ist, auch unsere geheimsten Wünsche und Gedanken. Dann wird Gott jeden so loben, wie er es verdient hat.6 Liebe Brüder und Schwestern, ich habe jetzt nur von Apollos und mir gesprochen. An unserem Beispiel sollt ihr lernen, was der Satz bedeutet: »Geht nicht über das hinaus, was in der Heiligen Schrift steht.« Seid nicht überheblich und spielt nicht einen von uns gegen den anderen aus!7 Woher nimmst du dir das Recht dazu? Bist du etwas Besonderes? Alles, was du besitzt, hat Gott dir doch geschenkt. Hat er dir aber alles geschenkt, wie kannst du dann damit prahlen, als wäre es dein eigenes Verdienst?8 Aber ihr seid ja so satt und selbstzufrieden. Ihr haltet euch für so reich, dass ihr anscheinend nichts mehr braucht. Ihr bildet euch ein, schon jetzt herrschen zu können, als ob Christus bereits wiedergekommen wäre. Uns braucht ihr dabei nicht.[1] Ich wünschte, ihr würdet wirklich schon mit Christus herrschen! Dann wären auch wir am Ziel unseres Glaubens und könnten mit euch regieren.9 Doch ich meine, dass Gott uns, seinen Aposteln, den letzten Platz zugewiesen hat: Wir sind wie Menschen, die zum Tod in der Arena verurteilt wurden. Unser Kampf findet vor den Augen der ganzen Welt statt. Menschen und Engel beobachten gespannt, wie er ausgehen wird.10 Uns hält man für Narren, weil wir an Christus glauben, euch aber hält man aus dem gleichen Grund für klug. Wir sind schwach, ihr aber seid stark. Ihr werdet bewundert und geehrt, wir aber werden verachtet.11 Bis heute leiden wir Hunger und Durst, und unsere Kleider sind kaum mehr als Lumpen. Wir werden geschlagen und misshandelt, nirgendwo haben wir ein Zuhause.12 Wir arbeiten hart für unseren Lebensunterhalt. Wenn man uns beleidigt, dann segnen wir. Verfolgt man uns, wehren wir uns nicht dagegen[2];13 und wenn man uns verhöhnt, antworten wir freundlich. Für die Leute sind wir der letzte Dreck, der Abschaum der Menschheit – und das gilt bis heute.14 Ich schreibe das alles nicht, um euch zu beschämen. Vielmehr möchte ich euch wieder auf den rechten Weg bringen. Ihr seid doch meine geliebten Kinder!15 Selbst wenn ihr Tausende von Erziehern hättet, die euch im Glauben unterweisen, so habt ihr doch nicht viele Väter. Als ich euch die rettende Botschaft von Jesus Christus brachte und ihr dadurch neues Leben empfingt, bin ich euer Vater geworden.[3]16 Darum bitte ich euch eindringlich: Folgt meinem Beispiel!17 Weil mir so viel daran liegt, habe ich Timotheus zu euch geschickt. Durch den Glauben ist er mir ein lieber und treuer Sohn geworden. Er wird euch daran erinnern, wie ich in der Verbindung mit Jesus Christus lebe. So lehre ich es auch in allen anderen Gemeinden.18 Einige von euch machen sich wichtig und behaupten lautstark, ich würde es gar nicht mehr wagen, selbst nach Korinth zu kommen.19 Aber ich werde bald bei euch sein, wenn der Herr es zulässt! Dann interessieren mich nicht die großen Sprüche dieser aufgeblasenen Leute, sondern was dahintersteckt[4].20 Denn Gottes Reich gründet sich nicht auf Worte, sondern auf seine Kraft.21 Entscheidet also selbst: Soll ich den Stock bei euch gebrauchen oder mit Liebe und Freundlichkeit zu euch kommen?