1Die Stämme Ruben und Gad hatten sehr große Viehherden. Als sie nun das Land Jaser[1] und Gilead[2] sahen, erkannten sie, dass die Gegend für Herden geeignet war.2Da kamen die Gaditen und Rubeniten und sagten zu Mose, zu dem Priester Eleasar und den Fürsten der Gemeinschaft:3„Atarot und Dibon, Jaser und Nimra, Heschbon und Elale, Sibma, Nebo und Beon,4das Land, das Jahwe für die Gemeinschaft des Volkes Israel erobert hat, ist gutes Weideland. Und deine Diener haben Herden.5Wenn wir dein Wohlwollen gefunden haben, dann lass doch dieses Land deinen Dienern als Eigentum geben! Lass uns nicht über den Jordan ziehen!“6Mose sagte zu den Gaditen und Rubeniten: „Sollen etwa eure Brüder in den Kampf ziehen, während ihr hier bleibt?7Warum wollt ihr die Israeliten davon abhalten, in das Land hinüberzuziehen, das Jahwe ihnen gegeben hat?8Das haben ja schon eure Väter getan, als ich sie von Kadesch-Barnea losschickte, um das Land auszukundschaften.9Sie kamen bis ins Traubental und sahen sich das Land an. Und dann nahmen sie den Israeliten den Mut, sodass sie nicht in das Land ziehen wollten, das Jahwe ihnen gegeben hatte.10Damals war Jahwes Zorn entflammt und er hatte geschworen:11Keiner der Männer, die aus Ägypten gezogen und heute älter als 20 Jahre sind, wird das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob unter Eid versprochen habe. Denn sie haben nicht treu zu mir gehalten.12Ausgenommen sind nur Kaleb Ben-Jefunne aus der Sippe Kenas und Josua Ben-Nun, die treu zu mir gehalten haben.'13So traf Jahwes Zorn die Israeliten, und er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis diese ganze Generation aufgerieben war, die getan hatte, was vor Jahwe böse ist.14Seht doch, nun seid ihr an die Stelle eurer Väter getreten, eine Brut von sündigen Männern, um den glühenden Zorn Jahwes gegen Israel noch zu vermehren.15Wenn ihr euch von ihm abkehrt, wird er das Volk noch länger in der Wüste lassen, und ihr habt es dann zugrunde gerichtet!“16Da traten sie näher zu Mose und sagten: „Wir wollen ja nur Gehege für unser Kleinvieh hier bauen und feste Städte für unsere Familien.17Wir selbst wollen für den Kampf bewaffnet vor den Israeliten herziehen, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben. Nur unsere Familien sollen wegen der Bewohner des Landes in den befestigten Städten bleiben.18Wir kehren nicht in unsere Häuser zurück, bis jeder Israelit seinen Erbbesitz erhalten hat.19Wir verlangen keinen Erbbesitz auf der anderen Seite des Jordan, wenn wir ihn diesseits des Jordan im Osten bekommen.“20Da sagte Mose zu ihnen: „Wenn ihr das tut, wenn ihr euch vor Jahwe bewaffnet21und jeder Bewaffnete von euch vor Jahwe über den Jordan zieht, bis er seine Feinde vor sich her vertrieben hat22und das Land für Jahwe unterworfen ist, wenn ihr erst danach zurückkehrt, sollt ihr frei sein von den Verpflichtungen gegenüber Jahwe und Israel, und dieses Land hier soll vor Jahwe euch gehören.23Wenn ihr das aber nicht so tut, versündigt ihr euch gegen Jahwe. Und seid gewiss, dass eure Sünde euch einholen wird.24Baut euch feste Städte für eure Familien und Gehege für eure Schafe und tut, was ihr versprochen habt!“25Da sagten die Gaditen und Rubeniten zu Mose: „Deine Diener werden tun, was du verlangst.26Unsere Kinder, unsere Frauen, unsere Herden und unser ganzes Vieh werden in den Städten Gileads bleiben.27Deine Diener aber werden alle zum Heeresdienst gerüstet sein und vor Jahwe hinüberziehen in den Kampf, wie du gesagt hast.“28Daraufhin gab Mose dem Priester Eleasar, Josua Ben-Nun und den Oberhäuptern der Stämme Israels die Anweisung:29„Wenn die Gaditen und Rubeniten vor Jahwe zum Kampf gerüstet mit euch den Jordan überschreiten und wenn das Land euch unterworfen sein wird, dann sollt ihr ihnen das Land Gilead zum Eigentum geben.30Ziehen sie aber nicht bewaffnet mit euch hinüber, dann müssen sie sich unter euch im Land Kanaan ansässig machen.“31Da erwiderten die Gaditen und Rubeniten: „Was Jahwe deinen Dienern gesagt hat, wollen wir tun.32Für unseren Erbbesitz diesseits des Jordan werden wir vor Jahwe gerüstet in das Land Kanaan hinüberziehen.“33So gab Mose den Gaditen, den Rubeniten und dem halben Stamm des Josefssohns Manasse das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan, das ganze Land mit seinen Städten und den dazugehörenden Gebieten.34Die Gaditen befestigten die Städte Dibon, Atarot und Aroër,35Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36Bet-Nimra und Bet-Haran und errichteten Einfriedungen für ihre Herden.37Die Männer des Stammes Ruben befestigten die Städte Heschbon, Elale, Kirjatajim,38Nebo, Baal-Meon und Sibma und gaben ihnen andere Namen.39Die Nachkommen von Machir Ben-Manasse zogen nach Gilead. Sie eroberten es und vertrieben die Amoriter dort.40Mose gab ihnen Gilead als Besitz, und sie siedelten sich dort an.41Jaïr vom Stamm Manasse eroberte eine Reihe von Zeltdörfern und nannte sie „Zeltdörfer Jaïrs“.42Nobach eroberte Kenach und dessen Tochterstädte und nannte es nach seinem eigenen Namen: Nobach.
1Inzwischen waren die Viehherden der Stämme Ruben und Gad sehr groß geworden. Als sie sahen, dass die Gebiete um Jaser und Gilead für ihre Schaf- und Rinderherden geradezu ideal waren, (4Mo 21,32)2gingen sie zu Mose, dem Priester Eleasar und den führenden Männern der Gemeinschaft und sagten:3»Das Gebiet um Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Eleale, Sibma, Nebo und Beon, (4Mo 32,33; Jos 13,17; Jes 15,4; Jes 16,9)4das der HERR für die Gemeinschaft der Israeliten erobert hat, ist ausgezeichnetes Weideland. Und, Herr, wir haben große Schaf- und Rinderherden.«5Sie fuhren fort: »Wenn du uns gewogen bist, dann gib uns doch dieses Land zum Besitz. Lass uns nicht auf die andere Seite des Jordan ziehen.«6»Wollt ihr etwa hier bleiben, während eure Landsleute in den Kampf ziehen?«, fragte Mose sie.7»Warum wollt ihr den restlichen Israeliten den Mut nehmen, in das Land hinüberzugehen, das der HERR ihnen geben wird?8Genauso machten es eure Väter, als ich sie von Kadesch-Barnea aussandte, um das Land zu erkunden. (4Mo 13,2; 5Mo 1,19)9Nachdem sie ins Eschkol-Tal[1] vorgestoßen waren und das Land erkundet hatten, nahmen sie den Israeliten den Mut in das Land zu ziehen, das der HERR ihnen geben wollte. (4Mo 13,23)10Damals wurde der HERR zornig auf die Israeliten und schwor: (4Mo 14,28; 5Mo 1,34)11›Von allen, die aus Ägypten gezogen sind, wird keiner, der 20 Jahre oder älter ist, jemals das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe, denn sie haben mir nicht gehorcht.12Einzig Kaleb, der Sohn Jefunnes, des Kenasiters, und Josua, der Sohn Nuns, haben sich treu zu mir gehalten.‹ (4Mo 14,6; 5Mo 1,36; Jos 14,8)13Der HERR war sehr zornig über die Israeliten und ließ sie 40 Jahre lang in der Wüste umherziehen, bis alle gestorben waren, die in seinen Augen schlecht gehandelt hatten. (4Mo 14,31)14Und jetzt kommt ihr Abkömmlinge sündiger Männer und verhaltet euch wieder genau wie eure Vorfahren! So macht ihr den Zorn des HERRN gegen Israel nur noch größer.15Wenn ihr ihm auf diese Weise den Rücken zukehrt und er das Volk deswegen noch länger in der Wüste lässt, seid ihr für den Untergang all dieser Menschen verantwortlich.« (5Mo 30,17)16Sie aber traten zu Mose und entgegneten: »Wir wollen hier nur Pferche für unsere Schaf- und Ziegenherden errichten und befestigte Städte für unsere Familien bauen.17Danach wollen wir uns bewaffnen und an der Spitze unserer israelitischen Landsleute in den Kampf ziehen, bis wir ihnen allen zu ihrem Land verholfen haben. In der Zwischenzeit werden unsere Familien in den befestigten Städten bleiben, damit sie vor den Bewohnern des Landes sicher sind. (Jos 4,12)18Wir werden erst in unsere Häuser zurückkehren, wenn jeder unter den Israeliten sein Erbe in Besitz genommen hat. (Jos 13,8; Jos 22,4)19Wir beanspruchen jedoch kein Land auf der anderen Seite des Jordan, denn wir haben unser Erbe dann schon hier auf der Ostseite bekommen.«20Da sagte Mose zu ihnen: »Wenn ihr euer Wort haltet und euch vor dem HERRN zum Kampf rüstet, (5Mo 3,18)21und wenn eure Truppen den Jordan überschreiten, bis der HERR seine Feinde vertrieben hat22und das Land vor dem HERRN unterworfen ist, dann könnt ihr in dieses Land zurückkehren. Denn so erfüllt ihr eure Pflicht gegenüber dem HERRN und den übrigen Israeliten. Dann soll euch das Land auf der Ostseite des Jordan vor dem HERRN gehören. (5Mo 3,20; Jos 22,4)23Wenn ihr euer Wort aber nicht haltet, dann habt ihr gegen den HERRN gesündigt und eure Sünde wird mit Sicherheit auf euch zurückfallen.24Baut nun Städte für eure Familien und errichtet Pferche für eure Schaf- und Ziegenherden, aber haltet euer Versprechen!« (4Mo 30,3)25Da antworteten die Leute aus den Stämmen Gad und Ruben: »Herr, wir sind deine Diener und werden deine Anweisungen befolgen.26Unsere Kinder und Frauen sowie unser gesamtes Vieh sollen in den Städten von Gilead bleiben.27Jeder von uns aber, der eine Waffe tragen kann, wird den Jordan überqueren, um vor dem HERRN zu kämpfen, wie du es gesagt hast, Herr.«28Da gab Mose dem Priester Eleasar, Josua, dem Sohn Nuns, und den Stammesfürsten Israels folgende Anweisungen:29»Wenn alle Männer von Gad und Ruben, die fähig sind vor dem HERRN zu kämpfen, mit euch den Jordan überqueren, dann sollt ihr ihnen nach der Eroberung des Landes dieses Gebiet als Grundbesitz geben.30Ziehen ihre Truppen jedoch nicht mit euch hinüber, sollen sie zusammen mit euch Grund und Boden in Kanaan erhalten.«31Die Stämme Gad und Ruben antworteten: »Wir wollen tun, was der HERR deinen Dienern gesagt hat.32Wir wollen bewaffnet vor dem HERRN nach Kanaan ziehen, doch unser Erbbesitz soll hier auf dieser Seite des Jordan sein.«33Da wies Mose den Stämmen Gad und Ruben sowie dem halben Stamm Manasse, dem Sohn von Josef, das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan zu: das ganze Land mit seinen Städten und den dazugehörigen Ländereien. (4Mo 21,23; 4Mo 34,14; 5Mo 3,8; Jos 12,1)34Die Männer vom Stamm Gad erbauten die Städte Dibon, Atarot, Aroër,35Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36Bet-Nimra und Bet-Haram; diese befestigten Städte bauten sie und errichteten Pferche für ihre Schaf- und Ziegenherden.37Die Männer vom Stamm Ruben erbauten die Städte Heschbon, Elale, Kirjatajim,38Nebo, Baal-Meon und Sibma und änderten die Namen einiger Städte, die sie wieder aufgebaut hatten.39Danach zogen die Nachkommen Machirs vom Stamm Manasse nach Gilead, eroberten es und vertrieben die Amoriter, die dort lebten.40Und Mose gab ihnen Gilead als Besitz und sie ließen sich dort nieder.41Und Jaïr, ein Nachkomme Manasses, zog aus und eroberte die Zeltdörfer der Amoriter und nannte sie Zeltdörfer Jaïrs[2]. (5Mo 3,14; Jos 13,30; 1Chr 2,23)42Ein Mann namens Nobach zog aus und eroberte Kenat mitsamt den umliegenden Ortschaften und nannte es Nobach nach sich selbst.
Die Stämme Ruben und Gad bitten um das eroberte Ostjordanland
1Die Stämme Ruben und Gad hatten sehr große Viehherden. Als sie sahen, dass das Gebiet rings um die Städte Jaser und Gilead ein gutes Weideland war,2sagten sie zu Mose und zum Priester Eleasar und zu den Stammesoberhäuptern:3-4»Seht hier dieses Land, das der HERR, vor der Gemeinde Israel herziehend, für sein Volk erobert hat – das ganze Gebiet der Städte Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon. Es ist gutes Weideland und wir sind Schaf- und Ziegenhirten.«5Und sie sagten weiter zu Mose: »Wenn wir Gnade vor dir gefunden haben, dann lass doch dieses Land uns, deinen ergebenen Dienern, zuweisen! Erlaube uns, dass wir uns hier ansiedeln und nicht erst den Jordan überqueren müssen.«6Mose antwortete: »Sollen die anderen Stämme allein in den Kampf ziehen, während ihr ein gutes Leben habt?7Wenn ihr hierbleibt, nehmt ihr den Israeliten allen Mut, über den Jordan in das Land zu ziehen, das der HERR ihnen geben will.8Genauso haben eure Väter gehandelt, als ich sie von Kadesch-Barnea aus in das Land schickte, um es zu erkunden. (4Mo 13,17)9Sie kamen bis ins Traubental und sahen sich das Land an, und als sie zurückkamen, entmutigten sie die Israeliten, sodass sie nicht in das Land zu ziehen wagten, das der HERR ihnen geben wollte.10Damals wurde der HERR zornig und schwor: (4Mo 14,20)11›Weil sie meiner Führung nicht vertraut haben, wird keiner der Männer, die aus Ägypten gezogen und jetzt 20 Jahre oder älter sind, das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe.12Nur Kaleb, der Sohn von Jefunne aus der Sippe Kenas, und Josua, der Sohn Nuns, werden hineinkommen.‹ Diese beiden hatten dem HERRN völlig vertraut.13So traf der Zorn des HERRN die Leute von Israel und er ließ sie vierzig Jahre in der Wüste umherziehen, bis alle gestorben waren, die sich gegen ihn aufgelehnt hatten.14Und nun macht ihr es genauso! Als echte Kinder eurer Väter reizt ihr den HERRN noch mehr zum Zorn gegen sein Volk.15Wenn ihr Männer von Ruben und Gad dem HERRN jetzt nicht gehorcht, wird er das Volk noch länger in der Wüste umherirren lassen, bis sie vollends alle umgekommen sind. Das ist dann allein eure Schuld!«16Sie traten näher zu Mose und sagten: »Wir wollen ja nur Einfriedungen für unsere Schaf- und Ziegenherden machen und befestigte Städte für unsere Frauen und Kinder bauen,17damit sie vor den Bewohnern des Landes sicher sind. Dann werden wir sofort an der Spitze der übrigen Israeliten in den Kampf ziehen, bis wir auch ihnen zu ihrem Land verholfen haben.18Wir werden nicht eher nach Hause zurückkehren, als bis alle Israeliten ein Stück Land als Erbbesitz bekommen haben.19Wir selbst haben unseren Landanteil hier auf der östlichen Seite des Jordans und beanspruchen nichts von dem Land auf der anderen Seite.«
Mose gibt eine bedingte Zusage
20-22Mose erwiderte: »Wenn ihr so handelt, dann bleibt ihr weder dem HERRN noch den anderen Israeliten etwas schuldig. Rüstet euch also vor den Augen des HERRN zum Kampf und überschreitet vor seinen Augen vollzählig den Jordan, und kehrt erst wieder hierher zurück, nachdem der HERR seine Feinde vertrieben und sich das ganze Land unterworfen hat! Wenn dies geschehen ist, dann wird euch in Gegenwart des HERRN das Land auf dieser Seite des Jordans als euer rechtmäßiger Besitz zugesprochen werden.23Wenn ihr aber euer Wort nicht haltet, ladet ihr Schuld auf euch und die Strafe des HERRN wird euch mit Sicherheit treffen.24So baut nun feste Städte für eure Frauen und Kinder und Einfriedungen für eure Herden, und dann tut, was ihr versprochen habt.«25Die Männer von Gad und Ruben sagten zu Mose: »Wir sind deine Diener, wir werden ganz bestimmt tun, was du verlangst.26Unsere Frauen und Kinder und all unser Vieh bleiben hier in den Städten,27wir Männer aber sind bereit, vor den Augen des HERRN den Jordan zu überschreiten und in den Kampf zu ziehen, genau wie du es wünschst.«28Mose gab darauf Eleasar, Josua und den Oberhäuptern der übrigen Stämme die Anweisung:29»Wenn die Männer von Gad und Ruben mit euch zusammen den Jordan überschreiten und so lange kämpfen, bis das ganze Land in eurer Hand ist, dann gebt ihnen das Gebiet östlich des Jordans als ihren Besitz.30Wenn sie aber nicht mit euch in den Kampf ziehen, müssen sie sich mit einem Stück Land in eurer Mitte begnügen.«31Die Männer von Gad und Ruben versicherten: »Wir sind deine Diener, wir werden tun, was der HERR befohlen hat.32Wir werden gerüstet vor den Augen des HERRN den Jordan überschreiten und in den Kampf ziehen, damit wir das Land auf dieser Seite des Jordans als unseren Besitz behalten dürfen.«33Mose sprach also den Stämmen Gad und Ruben sowie dem halben Stamm des Josefssohnes Manasse das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan zu, das ganze Land mit allen seinen Städten.34Darauf bauten die Männer des Stammes Gad die befestigten Städte Dibon, Atarot, Aroër,35Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36Bet-Nimra und Bet-Haran und errichteten Einfriedungen für ihre Herden.37Die Männer des Stammes Ruben bauten die Städte Heschbon, Elale, Kirjatajim,38Nebo, Baal-Meon[1] und Sibma und gaben ihnen Namen.
Das Siedlungsgebiet für den halben Stamm Manasse
39Die Männer der Sippe Machir vom Stamm Manasse eroberten das Bergland Gilead und vertrieben die Amoriter, die dort wohnten.40Deshalb gab Mose ihnen das Gebiet Gilead als ihren Besitz und sie siedelten sich dort an.41Jaïr vom Stamm Manasse eroberte eine Reihe von Ortschaften und nannte sie »Dörfer Jaïrs«.42Nobach eroberte die Stadt Kenat mit dem zugehörigen Gebiet und gab ihr seinen eigenen Namen.
Die Stämme Ruben und Gad wollen im Ostjordanland bleiben
1Die Stämme Ruben und Gad besaßen große Viehherden. Als sie das gute Weideland der Gebiete Jaser und Gilead östlich des Jordan sahen, (5Mo 3,18)2kamen sie zu Mose, zum Priester Eleasar und zu den führenden Männern des Volkes und sagten:3-4»Das Land, das der HERR uns erobern ließ, hat gute Weidegebiete: Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon. Wir können es gut gebrauchen, denn wir haben viel Vieh.5Wenn ihr es erlaubt, würden wir dieses Land gern in Besitz nehmen und nicht mit über den Jordan ziehen.«6Mose erwiderte: »Ihr wollt hierbleiben und eure Brüder allein kämpfen lassen?7Wenn ihr das tut, wird bald kein Israelit mehr in das Land wollen, das der HERR ihnen versprochen hat!8Ihr benehmt euch wie eure Väter: Als ich sie von Kadesch-Barnea losschickte, um das Land auszukundschaften,9drangen sie bis zum Eschkol-Tal vor und sahen sich alles an. Dann kamen sie zurück und hielten die Israeliten davon ab, das Land zu betreten, das der HERR ihnen geben wollte.10Darüber wurde der HERR zornig, und er schwor ihnen:11›Keiner von euch, die ich aus Ägypten befreit habe, wird dieses Land jemals betreten! Keiner, der jetzt 20 Jahre oder älter ist, wird das Land sehen, das ich euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe. Ich habe genug von eurer Untreue!12Nur Kaleb, der Sohn von Jefunne aus der Sippe Kenas, und Josua, der Sohn von Nun, werden das Land in Besitz nehmen, denn sie haben mir die Treue gehalten.‹13Ja, der HERR war voller Zorn über die Israeliten. Er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis alle tot waren, die sich ihm widersetzt hatten.14Und nun folgt ihr dem schlechten Vorbild eurer Väter! Ihr lehnt euch wie sie gegen den HERRN auf, ja, ihr macht seinen Zorn nur noch schlimmer!15Wenn ihr ihm den Rücken kehrt, wird er unser Volk so lange in der Wüste festhalten, bis alle tot sind. Und ihr seid schuld daran!«16Die Männer von Ruben und Gad wandten sich erneut an Mose und sagten: »Wir wollen doch nur Zäune für unsere Herden aufstellen und einige der zerstörten Orte wieder aufbauen, in denen wir unsere Familien zurücklassen können.17Das wird schnell gehen. Dann werden wir Männer uns zum Kampf rüsten. Wir werden an der Spitze des Heeres in den Krieg ziehen und die Israeliten in ihr Land bringen. Aber unsere Familien möchten wir in befestigten Städten zurücklassen, die vor den Bewohnern des Landes Schutz bieten.18Wir versprechen, dass wir nicht eher hierher zurückkehren, bis jeder Israelit seinen Grundbesitz erhalten hat.19Wir selbst aber wollen nicht wie die anderen Stämme westlich des Jordan Land bekommen, sondern hier im Osten unseren Anteil erhalten.«20Mose antwortete: »Ich bin damit einverstanden, wenn ihr das tut, was ihr sagt. Rüstet euch zum Kampf und stellt euch an die Spitze des Heeres!21Eure Soldaten sollen unter der Führung des HERRN den Jordan überqueren und nicht eher zurückkehren, bis er seine Feinde vertrieben hat22und das Land für ihn erobert ist. Danach könnt ihr hierher zurückkommen, ohne dass ihr euch am HERRN oder am Volk Israel schuldig macht. Der HERR wird euch dann dieses Land hier zum Eigentum geben.23Wenn ihr aber euer Wort brecht, sündigt ihr gegen den HERRN, und das wird euch teuer zu stehen kommen. Darauf könnt ihr euch verlassen!24Baut nun einige Orte für eure Familien wieder auf, und errichtet Zäune für euer Kleinvieh! Aber haltet euch an euer Versprechen!«25Die Leute von Gad und Ruben antworteten Mose: »Wir gehorchen dir und werden tun, was du befiehlst.26Wir bringen unsere Kinder, unsere Frauen und all unser Vieh in den Städten von Gilead in Sicherheit.27Dann nehmen wir unsere Waffen und ziehen unter der Führung des HERRN in den Kampf, ganz wie du wünschst.«28Daraufhin wies Mose den Priester Eleasar, Josua und die Oberhäupter der Stämme Israels an:29»Wenn die Soldaten von Gad und Ruben euch unter der Führung des HERRN geholfen haben, das Land westlich des Jordan zu erobern, sollt ihr ihnen das Gebiet von Gilead zum Eigentum geben.30Wenn sie euch aber nicht im Kampf unterstützen, sollen sie zusammen mit euch im Land Kanaan wohnen.«31Die Leute von Gad und Ruben versicherten: »Wir werden tun, was der HERR uns befohlen hat.32Wir werden uns bereitmachen und unter der Führung des HERRN mit nach Kanaan ziehen. Nur möchten wir hier östlich des Jordan unsere Stammesgebiete bekommen.«33Da erklärte Mose das ganze Land, in dem vorher der amoritische König Sihon und König Og von Baschan geherrscht hatten, zum Eigentum der Stämme Gad und Ruben und des halben Stammes Manasse. Alle Städte und Ländereien der beiden früheren Königreiche gehörten nun ihnen.
Das Ostjordanland wird in Besitz genommen
34Die Männer vom Stamm Gad bauten einige der zerstörten Städte wieder auf: Dibon, Atarot, Aroër, (5Mo 3,12)35Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36Bet-Nimra und Bet-Haram. Sie errichteten Häuser, zogen Mauern hoch und stellten Zäune für ihre Herden auf.37Die Männer vom Stamm Ruben taten das Gleiche in den Städten Heschbon, Elale und Kirjatajim,38in Nebo und Baal-Meon, denen sie neue Namen gaben,[1] und in Sibma. Manche Namen änderten sie, andere behielten sie bei.39Die Männer der Sippe Machir vom Stamm Manasse zogen nach Gilead, eroberten es und vertrieben die Amoriter, die dort lebten.40Mose erklärte das Land, das sie eingenommen hatten, zu ihrem Eigentum, und sie ließen sich dort nieder.41Jaïr, ein Mann aus dem Stamm Manasse, eroberte in diesem Gebiet einige Ortschaften und nannte sie »Dörfer Jaïrs«.42Ein anderer Mann namens Nobach nahm Kenat und die umliegenden Orte ein. Auch er benannte die Stadt nach seinem Namen.
Die Stämme Ruben und Gad wollen im Ostjordanland bleiben
1Die Stämme Ruben und Gad besaßen große Viehherden. Als sie sahen, dass das Gebiet um die Stadt Jaser und das Land Gilead gutes Weideland war,2gingen sie zu Mose, zum Priester Eleasar und zu den Stammesoberhäuptern und sagten:3» ´Das Land um die Städte` Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon,4das der HERR für sein Volk erobert hat, ist gutes Weideland. Und wir[1] haben ´große` Viehherden.5Wenn ihr uns wohlgesinnt seid«, baten sie, »dann erlaubt uns, dass wir uns hier ansiedeln und nicht mit über den Jordan ziehen.«6Mose entgegnete den Gaditern und den Rubenitern: »Wollt ihr etwa eure Bruderstämme ´allein` in den Kampf ziehen lassen, während ihr euch hier niederlasst?7Ihr nehmt damit den Israeliten den Mut[2], über ´den Jordan` in das Land zu ziehen, das der HERR ihnen geben will.8Ihr benehmt euch wie eure Vorfahren: Als ich sie von Kadesch-Barnea losschickte, um das ´versprochene` Land auszukundschaften,9stießen sie bis ins Eschkol-Tal vor und erkundeten das Land. Doch ´mit ihrem Bericht` nahmen sie den Israeliten jeden Mut, sodass diese nicht in das Land zu ziehen wagten, das der HERR ihnen geben wollte.10Damals wurde der HERR zornig und schwor:11›Keiner aus der Generation, die beim Auszug aus Ägypten dabei war, keiner, der heute zwanzig Jahre oder älter ist, wird das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe. Denn sie haben mir nicht vertraut und wollten mir nicht gehorchen.[3]12Nur Kaleb, der Sohn Jefunnes aus der Sippe Kenas, und Josua, der Sohn Nuns, ´werden hineinkommen`. Sie haben mir vertraut und mir gehorcht.[4]‹13So traf der Zorn des HERRN die Israeliten, und er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren – bis die ganze Generation nicht mehr lebte, die sich geweigert hatte, in das verheißene Land zu ziehen[5].14Und nun folgt ihr dem schlechten Beispiel eurer Vorfahren. Ihr seid wahrhaftig die Kinder eurer rebellischen Eltern![6] So schürt ihr noch den Zorn des HERRN gegen Israel.15Wenn ihr euch von ihm abwendet, dann lässt er das ganze Volk noch länger in der Wüste bleiben, bis alle tot sind – und ihr seid schuld daran[7]!«16Doch die Männer der Stämme Ruben und Gad ließen sich nicht abweisen.[8] Sie sagten: »Wir möchten doch nur Pferche für unsere Schaf- und Ziegenherden errichten und die ´eroberten` Städte für unsere ´Frauen und` Kinder bewohnbar machen.17Dann aber werden wir Männer uns sofort zum Krieg rüsten und an der Spitze der Israeliten in den Kampf ziehen, bis wir ihnen ´allen` zu ihrem Land verholfen haben. Unsere Familien jedoch wollen wir in befestigten Städten zurücklassen, ´damit sie sicher sind` vor den Bewohnern des Landes.18Wir Männer werden nicht eher zu unseren Familien zurückkehren, bis jeder Israelit seinen Erbbesitz zugeteilt bekommen hat.19Wir beanspruchen kein Land auf der anderen Seite des Jordans bei den anderen Stämmen oder über ihr Gebiet hinaus, denn wir haben unseren Erbbesitz dann ja schon auf dieser Seite, östlich des Jordans, erhalten.«
Mose besteht darauf, dass die Oststämme bei der Eroberung Kanaans mithelfen
20Mose antwortete: » ´Ich bin einverstanden`, wenn ihr euer Versprechen haltet. Ihr müsst euch mit allem Nötigen für diesen Feldzug ausrüsten. Ihr führt ihn im Namen des HERRN![9]21All eure Kämpfer müssen den Jordan überschreiten[10] ´und so lange eure Bruderstämme unterstützen`, bis der HERR seine Feinde vertrieben22und das Land vollständig unterworfen hat. Erst dann habt ihr eure Verpflichtung gegenüber dem HERRN und ´dem Volk` Israel erfüllt und dürft wieder hierher zurückkehren. Dann könnt ihr euer eigenes Gebiet mit dem Segen des HERRN[11] in Besitz nehmen.23Haltet ihr aber euer Versprechen nicht ein, dann sündigt ihr gegen den HERRN, und seid gewiss: Die Folgen eurer Sünde werden euch einholen!24So macht nun die Städte für eure Familien bewohnbar und errichtet Pferche für eure Herden. Aber dann tut auch, was ihr versprochen habt!«25Die Gaditer und die Rubeniter antworteten Mose: »Wir sind deine Diener, und wir werden tun, was ´du`, unser Herr, befiehlst!26Unsere Frauen und Kinder, unsere Herden und alle Nutztiere bleiben hier in den Städten von Gilead.27Wir Männer aber werden uns für den Feldzug rüsten und den Jordan überqueren, um im Namen des HERRN[12] in den Kampf zu ziehen. Denn so hast du, Herr, es angeordnet.«28Daraufhin gab Mose dem Priester Eleasar, Josua und den israelitischen Stammesoberhäuptern die Anweisung:29»Wenn die Männer von Gad und Ruben vollzählig mit euch den Jordan überschreiten und im Namen des HERRN ´so lange an eurer Seite kämpfen`, bis das ganze Land in eurer Hand ist, dann gebt ihnen das Gebiet von Gilead zum Eigentum.30Ziehen sie jedoch nicht mit euch in den Kampf, dann müssen sie sich mit einem Gebiet mitten unter den anderen Stämmen im Land Kanaan begnügen.«31Die Männer von Gad und Ruben bekräftigten: »Wir, deine Diener, werden tun, was der HERR uns befohlen hat.32Wir werden uns für den Feldzug rüsten und mit euch in das Land Kanaan ziehen, um im Namen des HERRN zu kämpfen. Denn wir wollen das Land auf dieser Seite des Jordans als Erbbesitz behalten.«33So wies Mose dem Stamm Gad, dem Stamm Ruben und dem halben Stamm Manasse[13] das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan zu. Das ganze Land mit seinen Städten und den dazugehörigen Ländereien ´wurde ihnen zugeteilt`.
Die Stämme Ruben und Gad und der halbe Stamm Manasse lassen sich im Ostjordanland nieder
34Die Gaditer bauten die befestigten Städte[14] Dibon, Atarot, Aroër,35Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36Bet-Nimra und Bet-Haran wieder auf und errichteten Pferche für ihre Schaf- und Ziegenherden.37Die Rubeniter bauten Heschbon, Elale, Kirjatajim und38Sibma ´wieder auf`, ebenso die Städte Nebo und Baal-Meon, denen sie neue Namen gaben[15]. Auch bei ´einigen anderen` Städten, die sie wieder aufbauten, änderten sie die Namen[16].39Die Männer der Sippe Machir vom Stamm Manasse eroberten das Land Gilead und vertrieben die Amoriter, die dort lebten.40Mose überließ ihnen dieses Gebiet als Besitz, und sie siedelten sich dort an.41Auch Jaïr, ein ´weiterer` Nachkomme Manasses, eroberte einige Dörfer der Amoriter und gab ihnen den Namen »Dörfer Jaïrs«.42´Ein Mann namens` Nobach nahm die Stadt Kenat mit den umliegenden Orten ein. Er benannte sie nach seinem eigenen Namen Nobach.