4.Mose 32

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Die Stämme Ruben und Gad hatten sehr große Viehherden. Als sie nun das Land Jaser[1] und Gilead[2] sahen, erkannten sie, dass die Gegend für Herden geeignet war.2 Da kamen die Gaditen und Rubeniten und sagten zu Mose, zu dem Priester Eleasar und den Fürsten der Gemeinschaft:3 „Atarot und Dibon, Jaser und Nimra, Heschbon und Elale, Sibma, Nebo und Beon,4 das Land, das Jahwe für die Gemeinschaft des Volkes Israel erobert hat, ist gutes Weideland. Und deine Diener haben Herden.5 Wenn wir dein Wohlwollen gefunden haben, dann lass doch dieses Land deinen Dienern als Eigentum geben! Lass uns nicht über den Jordan ziehen!“6 Mose sagte zu den Gaditen und Rubeniten: „Sollen etwa eure Brüder in den Kampf ziehen, während ihr hier bleibt?7 Warum wollt ihr die Israeliten davon abhalten, in das Land hinüberzuziehen, das Jahwe ihnen gegeben hat?8 Das haben ja schon eure Väter getan, als ich sie von Kadesch-Barnea losschickte, um das Land auszukundschaften.9 Sie kamen bis ins Traubental und sahen sich das Land an. Und dann nahmen sie den Israeliten den Mut, sodass sie nicht in das Land ziehen wollten, das Jahwe ihnen gegeben hatte.10 Damals war Jahwes Zorn entflammt und er hatte geschworen:11 Keiner der Männer, die aus Ägypten gezogen und heute älter als 20 Jahre sind, wird das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob unter Eid versprochen habe. Denn sie haben nicht treu zu mir gehalten.12 Ausgenommen sind nur Kaleb Ben-Jefunne aus der Sippe Kenas und Josua Ben-Nun, die treu zu mir gehalten haben.'13 So traf Jahwes Zorn die Israeliten, und er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis diese ganze Generation aufgerieben war, die getan hatte, was vor Jahwe böse ist.14 Seht doch, nun seid ihr an die Stelle eurer Väter getreten, eine Brut von sündigen Männern, um den glühenden Zorn Jahwes gegen Israel noch zu vermehren.15 Wenn ihr euch von ihm abkehrt, wird er das Volk noch länger in der Wüste lassen, und ihr habt es dann zugrunde gerichtet!“16 Da traten sie näher zu Mose und sagten: „Wir wollen ja nur Gehege für unser Kleinvieh hier bauen und feste Städte für unsere Familien.17 Wir selbst wollen für den Kampf bewaffnet vor den Israeliten herziehen, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben. Nur unsere Familien sollen wegen der Bewohner des Landes in den befestigten Städten bleiben.18 Wir kehren nicht in unsere Häuser zurück, bis jeder Israelit seinen Erbbesitz erhalten hat.19 Wir verlangen keinen Erbbesitz auf der anderen Seite des Jordan, wenn wir ihn diesseits des Jordan im Osten bekommen.“20 Da sagte Mose zu ihnen: „Wenn ihr das tut, wenn ihr euch vor Jahwe bewaffnet21 und jeder Bewaffnete von euch vor Jahwe über den Jordan zieht, bis er seine Feinde vor sich her vertrieben hat22 und das Land für Jahwe unterworfen ist, wenn ihr erst danach zurückkehrt, sollt ihr frei sein von den Verpflichtungen gegenüber Jahwe und Israel, und dieses Land hier soll vor Jahwe euch gehören.23 Wenn ihr das aber nicht so tut, versündigt ihr euch gegen Jahwe. Und seid gewiss, dass eure Sünde euch einholen wird.24 Baut euch feste Städte für eure Familien und Gehege für eure Schafe und tut, was ihr versprochen habt!“25 Da sagten die Gaditen und Rubeniten zu Mose: „Deine Diener werden tun, was du verlangst.26 Unsere Kinder, unsere Frauen, unsere Herden und unser ganzes Vieh werden in den Städten Gileads bleiben.27 Deine Diener aber werden alle zum Heeresdienst gerüstet sein und vor Jahwe hinüberziehen in den Kampf, wie du gesagt hast.“28 Daraufhin gab Mose dem Priester Eleasar, Josua Ben-Nun und den Oberhäuptern der Stämme Israels die Anweisung:29 „Wenn die Gaditen und Rubeniten vor Jahwe zum Kampf gerüstet mit euch den Jordan überschreiten und wenn das Land euch unterworfen sein wird, dann sollt ihr ihnen das Land Gilead zum Eigentum geben.30 Ziehen sie aber nicht bewaffnet mit euch hinüber, dann müssen sie sich unter euch im Land Kanaan ansässig machen.“31 Da erwiderten die Gaditen und Rubeniten: „Was Jahwe deinen Dienern gesagt hat, wollen wir tun.32 Für unseren Erbbesitz diesseits des Jordan werden wir vor Jahwe gerüstet in das Land Kanaan hinüberziehen.“33 So gab Mose den Gaditen, den Rubeniten und dem halben Stamm des Josefssohns Manasse das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan, das ganze Land mit seinen Städten und den dazugehörenden Gebieten.34 Die Gaditen befestigten die Städte Dibon, Atarot und Aroër,35 Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36 Bet-Nimra und Bet-Haran und errichteten Einfriedungen für ihre Herden.37 Die Männer des Stammes Ruben befestigten die Städte Heschbon, Elale, Kirjatajim,38 Nebo, Baal-Meon und Sibma und gaben ihnen andere Namen.39 Die Nachkommen von Machir Ben-Manasse zogen nach Gilead. Sie eroberten es und vertrieben die Amoriter dort.40 Mose gab ihnen Gilead als Besitz, und sie siedelten sich dort an.41 Jaïr vom Stamm Manasse eroberte eine Reihe von Zeltdörfern und nannte sie „Zeltdörfer Jaïrs“.42 Nobach eroberte Kenach und dessen Tochterstädte und nannte es nach seinem eigenen Namen: Nobach.

4.Mose 32

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Inzwischen waren die Viehherden der Stämme Ruben und Gad sehr groß geworden. Als sie sahen, dass die Gebiete um Jaser und Gilead für ihre Schaf- und Rinderherden geradezu ideal waren, (4Mo 21,32)2 gingen sie zu Mose, dem Priester Eleasar und den führenden Männern der Gemeinschaft und sagten:3 »Das Gebiet um Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Eleale, Sibma, Nebo und Beon, (4Mo 32,33; Jos 13,17; Jes 15,4; Jes 16,9)4 das der HERR für die Gemeinschaft der Israeliten erobert hat, ist ausgezeichnetes Weideland. Und, Herr, wir haben große Schaf- und Rinderherden.«5 Sie fuhren fort: »Wenn du uns gewogen bist, dann gib uns doch dieses Land zum Besitz. Lass uns nicht auf die andere Seite des Jordan ziehen.«6 »Wollt ihr etwa hier bleiben, während eure Landsleute in den Kampf ziehen?«, fragte Mose sie.7 »Warum wollt ihr den restlichen Israeliten den Mut nehmen, in das Land hinüberzugehen, das der HERR ihnen geben wird?8 Genauso machten es eure Väter, als ich sie von Kadesch-Barnea aussandte, um das Land zu erkunden. (4Mo 13,2; 5Mo 1,19)9 Nachdem sie ins Eschkol-Tal[1] vorgestoßen waren und das Land erkundet hatten, nahmen sie den Israeliten den Mut in das Land zu ziehen, das der HERR ihnen geben wollte. (4Mo 13,23)10 Damals wurde der HERR zornig auf die Israeliten und schwor: (4Mo 14,28; 5Mo 1,34)11 ›Von allen, die aus Ägypten gezogen sind, wird keiner, der 20 Jahre oder älter ist, jemals das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe, denn sie haben mir nicht gehorcht.12 Einzig Kaleb, der Sohn Jefunnes, des Kenasiters, und Josua, der Sohn Nuns, haben sich treu zu mir gehalten.‹ (4Mo 14,6; 5Mo 1,36; Jos 14,8)13 Der HERR war sehr zornig über die Israeliten und ließ sie 40 Jahre lang in der Wüste umherziehen, bis alle gestorben waren, die in seinen Augen schlecht gehandelt hatten. (4Mo 14,31)14 Und jetzt kommt ihr Abkömmlinge sündiger Männer und verhaltet euch wieder genau wie eure Vorfahren! So macht ihr den Zorn des HERRN gegen Israel nur noch größer.15 Wenn ihr ihm auf diese Weise den Rücken zukehrt und er das Volk deswegen noch länger in der Wüste lässt, seid ihr für den Untergang all dieser Menschen verantwortlich.« (5Mo 30,17)16 Sie aber traten zu Mose und entgegneten: »Wir wollen hier nur Pferche für unsere Schaf- und Ziegenherden errichten und befestigte Städte für unsere Familien bauen.17 Danach wollen wir uns bewaffnen und an der Spitze unserer israelitischen Landsleute in den Kampf ziehen, bis wir ihnen allen zu ihrem Land verholfen haben. In der Zwischenzeit werden unsere Familien in den befestigten Städten bleiben, damit sie vor den Bewohnern des Landes sicher sind. (Jos 4,12)18 Wir werden erst in unsere Häuser zurückkehren, wenn jeder unter den Israeliten sein Erbe in Besitz genommen hat. (Jos 13,8; Jos 22,4)19 Wir beanspruchen jedoch kein Land auf der anderen Seite des Jordan, denn wir haben unser Erbe dann schon hier auf der Ostseite bekommen.«20 Da sagte Mose zu ihnen: »Wenn ihr euer Wort haltet und euch vor dem HERRN zum Kampf rüstet, (5Mo 3,18)21 und wenn eure Truppen den Jordan überschreiten, bis der HERR seine Feinde vertrieben hat22 und das Land vor dem HERRN unterworfen ist, dann könnt ihr in dieses Land zurückkehren. Denn so erfüllt ihr eure Pflicht gegenüber dem HERRN und den übrigen Israeliten. Dann soll euch das Land auf der Ostseite des Jordan vor dem HERRN gehören. (5Mo 3,20; Jos 22,4)23 Wenn ihr euer Wort aber nicht haltet, dann habt ihr gegen den HERRN gesündigt und eure Sünde wird mit Sicherheit auf euch zurückfallen.24 Baut nun Städte für eure Familien und errichtet Pferche für eure Schaf- und Ziegenherden, aber haltet euer Versprechen!« (4Mo 30,3)25 Da antworteten die Leute aus den Stämmen Gad und Ruben: »Herr, wir sind deine Diener und werden deine Anweisungen befolgen.26 Unsere Kinder und Frauen sowie unser gesamtes Vieh sollen in den Städten von Gilead bleiben.27 Jeder von uns aber, der eine Waffe tragen kann, wird den Jordan überqueren, um vor dem HERRN zu kämpfen, wie du es gesagt hast, Herr.«28 Da gab Mose dem Priester Eleasar, Josua, dem Sohn Nuns, und den Stammesfürsten Israels folgende Anweisungen:29 »Wenn alle Männer von Gad und Ruben, die fähig sind vor dem HERRN zu kämpfen, mit euch den Jordan überqueren, dann sollt ihr ihnen nach der Eroberung des Landes dieses Gebiet als Grundbesitz geben.30 Ziehen ihre Truppen jedoch nicht mit euch hinüber, sollen sie zusammen mit euch Grund und Boden in Kanaan erhalten.«31 Die Stämme Gad und Ruben antworteten: »Wir wollen tun, was der HERR deinen Dienern gesagt hat.32 Wir wollen bewaffnet vor dem HERRN nach Kanaan ziehen, doch unser Erbbesitz soll hier auf dieser Seite des Jordan sein.«33 Da wies Mose den Stämmen Gad und Ruben sowie dem halben Stamm Manasse, dem Sohn von Josef, das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan zu: das ganze Land mit seinen Städten und den dazugehörigen Ländereien. (4Mo 21,23; 4Mo 34,14; 5Mo 3,8; Jos 12,1)34 Die Männer vom Stamm Gad erbauten die Städte Dibon, Atarot, Aroër,35 Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36 Bet-Nimra und Bet-Haram; diese befestigten Städte bauten sie und errichteten Pferche für ihre Schaf- und Ziegenherden.37 Die Männer vom Stamm Ruben erbauten die Städte Heschbon, Elale, Kirjatajim,38 Nebo, Baal-Meon und Sibma und änderten die Namen einiger Städte, die sie wieder aufgebaut hatten.39 Danach zogen die Nachkommen Machirs vom Stamm Manasse nach Gilead, eroberten es und vertrieben die Amoriter, die dort lebten.40 Und Mose gab ihnen Gilead als Besitz und sie ließen sich dort nieder.41 Und Jaïr, ein Nachkomme Manasses, zog aus und eroberte die Zeltdörfer der Amoriter und nannte sie Zeltdörfer Jaïrs[2]. (5Mo 3,14; Jos 13,30; 1Chr 2,23)42 Ein Mann namens Nobach zog aus und eroberte Kenat mitsamt den umliegenden Ortschaften und nannte es Nobach nach sich selbst.

4.Mose 32

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Die Stämme Ruben und Gad hatten sehr große Viehherden. Als sie sahen, dass das Gebiet rings um die Städte Jaser und Gilead ein gutes Weideland war,2 sagten sie zu Mose und zum Priester Eleasar und zu den Stammesoberhäuptern:3-4 »Seht hier dieses Land, das der HERR, vor der Gemeinde Israel herziehend, für sein Volk erobert hat – das ganze Gebiet der Städte Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon. Es ist gutes Weideland und wir sind Schaf- und Ziegenhirten.«5 Und sie sagten weiter zu Mose: »Wenn wir Gnade vor dir gefunden haben, dann lass doch dieses Land uns, deinen ergebenen Dienern, zuweisen! Erlaube uns, dass wir uns hier ansiedeln und nicht erst den Jordan überqueren müssen.«6 Mose antwortete: »Sollen die anderen Stämme allein in den Kampf ziehen, während ihr ein gutes Leben habt?7 Wenn ihr hierbleibt, nehmt ihr den Israeliten allen Mut, über den Jordan in das Land zu ziehen, das der HERR ihnen geben will.8 Genauso haben eure Väter gehandelt, als ich sie von Kadesch-Barnea aus in das Land schickte, um es zu erkunden. (4Mo 13,17)9 Sie kamen bis ins Traubental und sahen sich das Land an, und als sie zurückkamen, entmutigten sie die Israeliten, sodass sie nicht in das Land zu ziehen wagten, das der HERR ihnen geben wollte.10 Damals wurde der HERR zornig und schwor: (4Mo 14,20)11 ›Weil sie meiner Führung nicht vertraut haben, wird keiner der Männer, die aus Ägypten gezogen und jetzt 20 Jahre oder älter sind, das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe.12 Nur Kaleb, der Sohn von Jefunne aus der Sippe Kenas, und Josua, der Sohn Nuns, werden hineinkommen.‹ Diese beiden hatten dem HERRN völlig vertraut.13 So traf der Zorn des HERRN die Leute von Israel und er ließ sie vierzig Jahre in der Wüste umherziehen, bis alle gestorben waren, die sich gegen ihn aufgelehnt hatten.14 Und nun macht ihr es genauso! Als echte Kinder eurer Väter reizt ihr den HERRN noch mehr zum Zorn gegen sein Volk.15 Wenn ihr Männer von Ruben und Gad dem HERRN jetzt nicht gehorcht, wird er das Volk noch länger in der Wüste umherirren lassen, bis sie vollends alle umgekommen sind. Das ist dann allein eure Schuld!«16 Sie traten näher zu Mose und sagten: »Wir wollen ja nur Einfriedungen für unsere Schaf- und Ziegenherden machen und befestigte Städte für unsere Frauen und Kinder bauen,17 damit sie vor den Bewohnern des Landes sicher sind. Dann werden wir sofort an der Spitze der übrigen Israeliten in den Kampf ziehen, bis wir auch ihnen zu ihrem Land verholfen haben.18 Wir werden nicht eher nach Hause zurückkehren, als bis alle Israeliten ein Stück Land als Erbbesitz bekommen haben.19 Wir selbst haben unseren Landanteil hier auf der östlichen Seite des Jordans und beanspruchen nichts von dem Land auf der anderen Seite.«20-22 Mose erwiderte: »Wenn ihr so handelt, dann bleibt ihr weder dem HERRN noch den anderen Israeliten etwas schuldig. Rüstet euch also vor den Augen des HERRN zum Kampf und überschreitet vor seinen Augen vollzählig den Jordan, und kehrt erst wieder hierher zurück, nachdem der HERR seine Feinde vertrieben und sich das ganze Land unterworfen hat! Wenn dies geschehen ist, dann wird euch in Gegenwart des HERRN das Land auf dieser Seite des Jordans als euer rechtmäßiger Besitz zugesprochen werden.23 Wenn ihr aber euer Wort nicht haltet, ladet ihr Schuld auf euch und die Strafe des HERRN wird euch mit Sicherheit treffen.24 So baut nun feste Städte für eure Frauen und Kinder und Einfriedungen für eure Herden, und dann tut, was ihr versprochen habt.«25 Die Männer von Gad und Ruben sagten zu Mose: »Wir sind deine Diener, wir werden ganz bestimmt tun, was du verlangst.26 Unsere Frauen und Kinder und all unser Vieh bleiben hier in den Städten,27 wir Männer aber sind bereit, vor den Augen des HERRN den Jordan zu überschreiten und in den Kampf zu ziehen, genau wie du es wünschst.«28 Mose gab darauf Eleasar, Josua und den Oberhäuptern der übrigen Stämme die Anweisung:29 »Wenn die Männer von Gad und Ruben mit euch zusammen den Jordan überschreiten und so lange kämpfen, bis das ganze Land in eurer Hand ist, dann gebt ihnen das Gebiet östlich des Jordans als ihren Besitz.30 Wenn sie aber nicht mit euch in den Kampf ziehen, müssen sie sich mit einem Stück Land in eurer Mitte begnügen.«31 Die Männer von Gad und Ruben versicherten: »Wir sind deine Diener, wir werden tun, was der HERR befohlen hat.32 Wir werden gerüstet vor den Augen des HERRN den Jordan überschreiten und in den Kampf ziehen, damit wir das Land auf dieser Seite des Jordans als unseren Besitz behalten dürfen.«33 Mose sprach also den Stämmen Gad und Ruben sowie dem halben Stamm des Josefssohnes Manasse das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan zu, das ganze Land mit allen seinen Städten.34 Darauf bauten die Männer des Stammes Gad die befestigten Städte Dibon, Atarot, Aroër,35 Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36 Bet-Nimra und Bet-Haran und errichteten Einfriedungen für ihre Herden.37 Die Männer des Stammes Ruben bauten die Städte Heschbon, Elale, Kirjatajim,38 Nebo, Baal-Meon[1] und Sibma und gaben ihnen Namen.39 Die Männer der Sippe Machir vom Stamm Manasse eroberten das Bergland Gilead und vertrieben die Amoriter, die dort wohnten.40 Deshalb gab Mose ihnen das Gebiet Gilead als ihren Besitz und sie siedelten sich dort an.41 Jaïr vom Stamm Manasse eroberte eine Reihe von Ortschaften und nannte sie »Dörfer Jaïrs«.42 Nobach eroberte die Stadt Kenat mit dem zugehörigen Gebiet und gab ihr seinen eigenen Namen.

4.Mose 32

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Die Stämme Ruben und Gad besaßen große Viehherden. Als sie das gute Weideland der Gebiete Jaser und Gilead östlich des Jordan sahen, (5Mo 3,18)2 kamen sie zu Mose, zum Priester Eleasar und zu den führenden Männern des Volkes und sagten:3-4 »Das Land, das der HERR uns erobern ließ, hat gute Weidegebiete: Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon. Wir können es gut gebrauchen, denn wir haben viel Vieh.5 Wenn ihr es erlaubt, würden wir dieses Land gern in Besitz nehmen und nicht mit über den Jordan ziehen.«6 Mose erwiderte: »Ihr wollt hierbleiben und eure Brüder allein kämpfen lassen?7 Wenn ihr das tut, wird bald kein Israelit mehr in das Land wollen, das der HERR ihnen versprochen hat!8 Ihr benehmt euch wie eure Väter: Als ich sie von Kadesch-Barnea losschickte, um das Land auszukundschaften,9 drangen sie bis zum Eschkol-Tal vor und sahen sich alles an. Dann kamen sie zurück und hielten die Israeliten davon ab, das Land zu betreten, das der HERR ihnen geben wollte.10 Darüber wurde der HERR zornig, und er schwor ihnen:11 ›Keiner von euch, die ich aus Ägypten befreit habe, wird dieses Land jemals betreten! Keiner, der jetzt 20 Jahre oder älter ist, wird das Land sehen, das ich euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe. Ich habe genug von eurer Untreue!12 Nur Kaleb, der Sohn von Jefunne aus der Sippe Kenas, und Josua, der Sohn von Nun, werden das Land in Besitz nehmen, denn sie haben mir die Treue gehalten.‹13 Ja, der HERR war voller Zorn über die Israeliten. Er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis alle tot waren, die sich ihm widersetzt hatten.14 Und nun folgt ihr dem schlechten Vorbild eurer Väter! Ihr lehnt euch wie sie gegen den HERRN auf, ja, ihr macht seinen Zorn nur noch schlimmer!15 Wenn ihr ihm den Rücken kehrt, wird er unser Volk so lange in der Wüste festhalten, bis alle tot sind. Und ihr seid schuld daran!«16 Die Männer von Ruben und Gad wandten sich erneut an Mose und sagten: »Wir wollen doch nur Zäune für unsere Herden aufstellen und einige der zerstörten Orte wieder aufbauen, in denen wir unsere Familien zurücklassen können.17 Das wird schnell gehen. Dann werden wir Männer uns zum Kampf rüsten. Wir werden an der Spitze des Heeres in den Krieg ziehen und die Israeliten in ihr Land bringen. Aber unsere Familien möchten wir in befestigten Städten zurücklassen, die vor den Bewohnern des Landes Schutz bieten.18 Wir versprechen, dass wir nicht eher hierher zurückkehren, bis jeder Israelit seinen Grundbesitz erhalten hat.19 Wir selbst aber wollen nicht wie die anderen Stämme westlich des Jordan Land bekommen, sondern hier im Osten unseren Anteil erhalten.«20 Mose antwortete: »Ich bin damit einverstanden, wenn ihr das tut, was ihr sagt. Rüstet euch zum Kampf und stellt euch an die Spitze des Heeres!21 Eure Soldaten sollen unter der Führung des HERRN den Jordan überqueren und nicht eher zurückkehren, bis er seine Feinde vertrieben hat22 und das Land für ihn erobert ist. Danach könnt ihr hierher zurückkommen, ohne dass ihr euch am HERRN oder am Volk Israel schuldig macht. Der HERR wird euch dann dieses Land hier zum Eigentum geben.23 Wenn ihr aber euer Wort brecht, sündigt ihr gegen den HERRN, und das wird euch teuer zu stehen kommen. Darauf könnt ihr euch verlassen!24 Baut nun einige Orte für eure Familien wieder auf, und errichtet Zäune für euer Kleinvieh! Aber haltet euch an euer Versprechen!«25 Die Leute von Gad und Ruben antworteten Mose: »Wir gehorchen dir und werden tun, was du befiehlst.26 Wir bringen unsere Kinder, unsere Frauen und all unser Vieh in den Städten von Gilead in Sicherheit.27 Dann nehmen wir unsere Waffen und ziehen unter der Führung des HERRN in den Kampf, ganz wie du wünschst.«28 Daraufhin wies Mose den Priester Eleasar, Josua und die Oberhäupter der Stämme Israels an:29 »Wenn die Soldaten von Gad und Ruben euch unter der Führung des HERRN geholfen haben, das Land westlich des Jordan zu erobern, sollt ihr ihnen das Gebiet von Gilead zum Eigentum geben.30 Wenn sie euch aber nicht im Kampf unterstützen, sollen sie zusammen mit euch im Land Kanaan wohnen.«31 Die Leute von Gad und Ruben versicherten: »Wir werden tun, was der HERR uns befohlen hat.32 Wir werden uns bereitmachen und unter der Führung des HERRN mit nach Kanaan ziehen. Nur möchten wir hier östlich des Jordan unsere Stammesgebiete bekommen.«33 Da erklärte Mose das ganze Land, in dem vorher der amoritische König Sihon und König Og von Baschan geherrscht hatten, zum Eigentum der Stämme Gad und Ruben und des halben Stammes Manasse. Alle Städte und Ländereien der beiden früheren Königreiche gehörten nun ihnen.34 Die Männer vom Stamm Gad bauten einige der zerstörten Städte wieder auf: Dibon, Atarot, Aroër, (5Mo 3,12)35 Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36 Bet-Nimra und Bet-Haram. Sie errichteten Häuser, zogen Mauern hoch und stellten Zäune für ihre Herden auf.37 Die Männer vom Stamm Ruben taten das Gleiche in den Städten Heschbon, Elale und Kirjatajim,38 in Nebo und Baal-Meon, denen sie neue Namen gaben,[1] und in Sibma. Manche Namen änderten sie, andere behielten sie bei.39 Die Männer der Sippe Machir vom Stamm Manasse zogen nach Gilead, eroberten es und vertrieben die Amoriter, die dort lebten.40 Mose erklärte das Land, das sie eingenommen hatten, zu ihrem Eigentum, und sie ließen sich dort nieder.41 Jaïr, ein Mann aus dem Stamm Manasse, eroberte in diesem Gebiet einige Ortschaften und nannte sie »Dörfer Jaïrs«.42 Ein anderer Mann namens Nobach nahm Kenat und die umliegenden Orte ein. Auch er benannte die Stadt nach seinem Namen.

4.Mose 32

Neue Genfer Übersetzung

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Die Stämme Ruben und Gad besaßen große Viehherden. Als sie sahen, dass das Gebiet um die Stadt Jaser und das Land Gilead gutes Weideland war,2 gingen sie zu Mose, zum Priester Eleasar und zu den Stammesoberhäuptern und sagten:3 » ´Das Land um die Städte` Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon,4 das der HERR für sein Volk erobert hat, ist gutes Weideland. Und wir[1] haben ´große` Viehherden.5 Wenn ihr uns wohlgesinnt seid«, baten sie, »dann erlaubt uns, dass wir uns hier ansiedeln und nicht mit über den Jordan ziehen.«6 Mose entgegnete den Gaditern und den Rubenitern: »Wollt ihr etwa eure Bruderstämme ´allein` in den Kampf ziehen lassen, während ihr euch hier niederlasst?7 Ihr nehmt damit den Israeliten den Mut[2], über ´den Jordan` in das Land zu ziehen, das der HERR ihnen geben will.8 Ihr benehmt euch wie eure Vorfahren: Als ich sie von Kadesch-Barnea losschickte, um das ´versprochene` Land auszukundschaften,9 stießen sie bis ins Eschkol-Tal vor und erkundeten das Land. Doch ´mit ihrem Bericht` nahmen sie den Israeliten jeden Mut, sodass diese nicht in das Land zu ziehen wagten, das der HERR ihnen geben wollte.10 Damals wurde der HERR zornig und schwor:11 ›Keiner aus der Generation, die beim Auszug aus Ägypten dabei war, keiner, der heute zwanzig Jahre oder älter ist, wird das Land sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid versprochen habe. Denn sie haben mir nicht vertraut und wollten mir nicht gehorchen.[3]12 Nur Kaleb, der Sohn Jefunnes aus der Sippe Kenas, und Josua, der Sohn Nuns, ´werden hineinkommen`. Sie haben mir vertraut und mir gehorcht.[4]13 So traf der Zorn des HERRN die Israeliten, und er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren – bis die ganze Generation nicht mehr lebte, die sich geweigert hatte, in das verheißene Land zu ziehen[5].14 Und nun folgt ihr dem schlechten Beispiel eurer Vorfahren. Ihr seid wahrhaftig die Kinder eurer rebellischen Eltern![6] So schürt ihr noch den Zorn des HERRN gegen Israel.15 Wenn ihr euch von ihm abwendet, dann lässt er das ganze Volk noch länger in der Wüste bleiben, bis alle tot sind – und ihr seid schuld daran[7]16 Doch die Männer der Stämme Ruben und Gad ließen sich nicht abweisen.[8] Sie sagten: »Wir möchten doch nur Pferche für unsere Schaf- und Ziegenherden errichten und die ´eroberten` Städte für unsere ´Frauen und` Kinder bewohnbar machen.17 Dann aber werden wir Männer uns sofort zum Krieg rüsten und an der Spitze der Israeliten in den Kampf ziehen, bis wir ihnen ´allen` zu ihrem Land verholfen haben. Unsere Familien jedoch wollen wir in befestigten Städten zurücklassen, ´damit sie sicher sind` vor den Bewohnern des Landes.18 Wir Männer werden nicht eher zu unseren Familien zurückkehren, bis jeder Israelit seinen Erbbesitz zugeteilt bekommen hat.19 Wir beanspruchen kein Land auf der anderen Seite des Jordans bei den anderen Stämmen oder über ihr Gebiet hinaus, denn wir haben unseren Erbbesitz dann ja schon auf dieser Seite, östlich des Jordans, erhalten.«20 Mose antwortete: » ´Ich bin einverstanden`, wenn ihr euer Versprechen haltet. Ihr müsst euch mit allem Nötigen für diesen Feldzug ausrüsten. Ihr führt ihn im Namen des HERRN![9]21 All eure Kämpfer müssen den Jordan überschreiten[10] ´und so lange eure Bruderstämme unterstützen`, bis der HERR seine Feinde vertrieben22 und das Land vollständig unterworfen hat. Erst dann habt ihr eure Verpflichtung gegenüber dem HERRN und ´dem Volk` Israel erfüllt und dürft wieder hierher zurückkehren. Dann könnt ihr euer eigenes Gebiet mit dem Segen des HERRN[11] in Besitz nehmen.23 Haltet ihr aber euer Versprechen nicht ein, dann sündigt ihr gegen den HERRN, und seid gewiss: Die Folgen eurer Sünde werden euch einholen!24 So macht nun die Städte für eure Familien bewohnbar und errichtet Pferche für eure Herden. Aber dann tut auch, was ihr versprochen habt!«25 Die Gaditer und die Rubeniter antworteten Mose: »Wir sind deine Diener, und wir werden tun, was ´du`, unser Herr, befiehlst!26 Unsere Frauen und Kinder, unsere Herden und alle Nutztiere bleiben hier in den Städten von Gilead.27 Wir Männer aber werden uns für den Feldzug rüsten und den Jordan überqueren, um im Namen des HERRN[12] in den Kampf zu ziehen. Denn so hast du, Herr, es angeordnet.«28 Daraufhin gab Mose dem Priester Eleasar, Josua und den israelitischen Stammesoberhäuptern die Anweisung:29 »Wenn die Männer von Gad und Ruben vollzählig mit euch den Jordan überschreiten und im Namen des HERRN ´so lange an eurer Seite kämpfen`, bis das ganze Land in eurer Hand ist, dann gebt ihnen das Gebiet von Gilead zum Eigentum.30 Ziehen sie jedoch nicht mit euch in den Kampf, dann müssen sie sich mit einem Gebiet mitten unter den anderen Stämmen im Land Kanaan begnügen.«31 Die Männer von Gad und Ruben bekräftigten: »Wir, deine Diener, werden tun, was der HERR uns befohlen hat.32 Wir werden uns für den Feldzug rüsten und mit euch in das Land Kanaan ziehen, um im Namen des HERRN zu kämpfen. Denn wir wollen das Land auf dieser Seite des Jordans als Erbbesitz behalten.«33 So wies Mose dem Stamm Gad, dem Stamm Ruben und dem halben Stamm Manasse[13] das Gebiet des Amoriterkönigs Sihon und das Gebiet des Königs Og von Baschan zu. Das ganze Land mit seinen Städten und den dazugehörigen Ländereien ´wurde ihnen zugeteilt`.34 Die Gaditer bauten die befestigten Städte[14] Dibon, Atarot, Aroër,35 Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha,36 Bet-Nimra und Bet-Haran wieder auf und errichteten Pferche für ihre Schaf- und Ziegenherden.37 Die Rubeniter bauten Heschbon, Elale, Kirjatajim und38 Sibma ´wieder auf`, ebenso die Städte Nebo und Baal-Meon, denen sie neue Namen gaben[15]. Auch bei ´einigen anderen` Städten, die sie wieder aufbauten, änderten sie die Namen[16].39 Die Männer der Sippe Machir vom Stamm Manasse eroberten das Land Gilead und vertrieben die Amoriter, die dort lebten.40 Mose überließ ihnen dieses Gebiet als Besitz, und sie siedelten sich dort an.41 Auch Jaïr, ein ´weiterer` Nachkomme Manasses, eroberte einige Dörfer der Amoriter und gab ihnen den Namen »Dörfer Jaïrs«.42 ´Ein Mann namens` Nobach nahm die Stadt Kenat mit den umliegenden Orten ein. Er benannte sie nach seinem eigenen Namen Nobach.