Hesekiel 20

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Am zehnten Tag im fünften Monat des siebten Jahres[1] kamen einige von Israels Ältesten, um den HERRN zu befragen. Sie setzten sich vor mir nieder. (Hes 8,1)2 Da erhielt ich folgende Botschaft vom HERRN:3 »Menschenkind, rede mit den Ältesten von Israel und sag ihnen: ›So spricht Gott, der HERR: Wie könnt ihr es wagen, mich zu befragen? So wahr ich lebe, ich werde mich nicht von euch befragen lassen. Das ist es, was Gott, der HERR, spricht!‹ (Hes 14,3)4 Menschenkind, willst du sie richten? Willst du über sie zu Gericht sitzen? Sie sollen erkennen, was für abscheuliche Taten ihre Vorfahren begangen haben! (Hes 16,2; Hes 22,2)5 Sag zu ihnen: ›So spricht Gott, der HERR: Als ich Israel erwählte, hob ich die Hand, um den Nachkommen von Jakob einen Schwur zu leisten. Ich offenbarte mich ihnen in Ägypten und schwor ihnen mit erhobener Hand: Ich bin der HERR, euer Gott. (2Mo 6,2; 5Mo 7,6; 5Mo 14,2; Hes 6,2)6 An jenem Tag schwor ich ihnen mit erhobener Hand, sie aus Ägypten zu führen und in ein Land zu bringen, das ich für sie ausgekundschaftet hatte – ein Land, in dem Milch und Honig überfließen, das beste Land der Welt[2]. (2Mo 33,3; Ps 48,3; Jer 33,24)7 Damals sagte ich zu ihnen: Werft die abscheulichen Götzen weg, auf die ihr bisher euren Blick gerichtet habt, und macht euch nicht unrein mit den ägyptischen Göttern. Denn ich bin der HERR, euer Gott. (2Mo 20,2; 5Mo 29,15)8 Doch sie widersetzten sich mir und wollten nicht auf mich hören. Keiner warf die abscheulichen Götzen weg, auf die sie ihren Blick gerichtet hatten, und sie trennten sich nicht von den ägyptischen Göttern. Da dachte ich daran, noch mitten in Ägypten meinen Groll über sie auszugießen und meinen Zorn an ihnen auszulassen. (Jes 63,10)9 Aber mit Rücksicht auf meinen Namen hielt ich mich zurück. Ich wollte ihn nicht vor den Augen der Völker, unter denen sie sich aufhielten, entweihen. Denn vor deren Augen hatte ich mich ihnen geoffenbart und ihnen geschworen, dass ich sie aus Ägypten führen würde. (2Mo 32,11; 4Mo 14,13)10 Und so führte ich mein Volk aus Ägypten heraus und brachte es in die Wüste.11 Dort gab ich den Menschen mein Gesetz und machte sie mit meinen Geboten vertraut, durch die ein Mensch sein Leben bewahrt, wenn er sie befolgt. (2Mo 20,1; 3Mo 18,5)12 Und ich gab ihnen meinen Sabbat als Bundeszeichen zwischen ihnen und mir. Daran sollte man erkennen, dass ich, der HERR, es bin, der sie heiligt. (2Mo 31,13; Hes 20,20)13 Aber das Volk der Israeliten widersetzte sich mir auch in der Wüste. Die Menschen hielten sich nicht an mein Gesetz und lehnten meine Gebote ab, durch die ein Mensch, wenn er sie befolgt, sein Leben bewahrt. Und auch meinen Sabbat entweihten sie ganz und gar. Da dachte ich daran, meinen Groll noch in der Wüste über sie auszugießen und sie zu vernichten. (4Mo 14,11; Jes 56,6)14 Aber mit Rücksicht auf meinen Namen hielt ich mich zurück. Ich wollte ihn nicht vor den Augen der Völker entweihen, die Zeuge geworden waren, wie ich mein Volk aus Ägypten geführt hatte.15 Doch mit erhobener Hand schwor ich ihnen in der Wüste, sie nicht in das Land zu bringen, das ich für sie bestimmt hatte, ein Land, in dem Milch und Honig überfließen, das beste Land der Welt[3]. (Ps 95,11)16 Denn sie hatten mein Gesetz nicht gehalten, meine Gebote missachtet und meinen Sabbat entweiht. Ihre Herzen gehörten ihren Götzen. (Hes 11,21; Hes 14,3)17 Doch dann taten sie mir wieder leid und ich vernichtete sie nicht und ließ sie nicht in der Wüste umkommen. (Jer 4,27; Jer 5,18)18 Ihre Kinder warnte ich in der Wüste: Lebt nicht so, wie es eure Eltern getan haben. Haltet euch nicht an ihre Regeln und macht euch nicht unrein mit ihren Götzen. (5Mo 4,3)19 Ich bin der HERR, euer Gott. Haltet mein Gesetz, beachtet meine Gebote und befolgt sie. (2Mo 6,7; 2Mo 20,2; 5Mo 5,32)20 Und haltet meinen Sabbat heilig, denn er soll ein Bundeszeichen zwischen mir und euch sein. Daran wird man erkennen, dass ich, der HERR, euer Gott bin.21 Doch auch die Kinder widersetzten sich mir. Sie hielten mein Gesetz nicht und beachteten und befolgten meine Gebote nicht, durch die ein Mensch, wenn er sie befolgt, sein Leben bewahrt. Und auch sie entweihten meinen Sabbat. Da dachte ich daran, noch in der Wüste meinen Groll über sie auszugießen und meinen Zorn an ihnen auszulassen. (4Mo 25,1)22 Aber mit Rücksicht auf meinen Namen zog ich meine Hand zurück und tat es nicht. Ich wollte ihn nicht vor den Augen der Völker entweihen, die Zeugen geworden waren, wie ich sie aus Ägypten geführt hatte. (Jes 48,9)23 Doch ich schwor mit erhobener Hand in der Wüste, sie unter die Völker zu zerstreuen und in alle Länder zu versprengen, (5Mo 28,64; Jer 15,4)24 weil sie mein Gesetz nicht hielten und meine Gebote ablehnten, meinen Sabbat entweihten und ihre Augen auf die Götzen ihrer Vorfahren richteten. (Hes 6,9)25 Da gab auch ich ihnen Gesetze, die nicht gut waren, und Gebote, die nicht zum Leben führten. (Ps 81,13; Röm 1,21; 2Thess 2,9)26 Ich machte sie durch ihre Opfergaben unrein, denn sie verbrannten alle ihre Erstgeborenen als Opfer[4] – auf diese Weise wollte ich ihnen Entsetzen einjagen, damit sie erkennen würden, dass ich allein der HERR bin.‹ (Hes 6,7; Hes 20,30; Röm 11,8)27 Deshalb, Menschenkind, rede mit dem Volk der Israeliten und sag ihm: ›So spricht Gott, der HERR: Eure Vorfahren haben mich auch dadurch verhöhnt, dass sie mir untreu wurden.28 Als ich sie in das Land gebracht hatte, das ich ihnen mit erhobener Hand zugeschworen hatte, suchten sie sich jeden hohen Hügel und jeden dicht belaubten Baum aus, um dort ihre Opfertiere zu schlachten. Zu meinem Ärger brachten sie dort ihre Opfer dar, legten ihr Räucherwerk nieder, dessen Duft die Götzen günstig stimmen sollte, und gossen ihre Trankopfer aus.29 Ich sagte zu ihnen: Was ist das für eine Anhöhe, auf die ihr da geht? Darum wird sie bis heute Bama[5] genannt.‹30 Deshalb sag dem Volk der Israeliten: ›So spricht Gott, der HERR: Wollt ihr euch unrein machen, so wie es eure Vorfahren getan haben, und mit ihren abscheulichen Götzen Hurerei treiben? (Ri 2,19)31 Ja, wenn ihr eure Gaben darbringt und eure Kinder als Opfer verbrennt, macht ihr euch bis heute mit euren Götzen unrein. Und da soll ich mich von euch befragen lassen, ihr Israeliten? So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich werde mich nicht von euch befragen lassen! (Ps 106,37; Jer 7,31; Hes 16,20)32 Niemals wird sich erfüllen, was ihr euch ausgedacht habt, als ihr sagtet: Wir wollen wie unsere Nachbarvölker und wie die Menschen in anderen Ländern sein, die Götzen aus Holz und Stein dienen. (Jer 2,25; Jer 44,17; Hes 16,20)33 So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit ungezügeltem Zorn werde ich als König über euch herrschen.34 Mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit ungezügeltem Zorn werde ich euch aus den Völkern herausführen und aus den Ländern sammeln, in die ihr zerstreut wurdet. (Jer 42,18; Jer 44,6; Kla 2,4; 2Kor 6,1)35 Ich werde euch in die Wüste der Völker bringen und dort von Angesicht zu Angesicht ins Gericht mit euch gehen.36 Wie ich mit euren Vorfahren in der Wüste von Ägypten ins Gericht gegangen bin, so werde ich auch mit euch ins Gericht gehen, spricht Gott, der HERR. (5Mo 32,10; 1Kor 10,5)37 Ich lasse euch unter dem Stab hindurchgehen[6] und verpflichte euch auf die Bestimmungen des Bundes.38 Ich werde die Widerspenstigen und Abtrünnigen unter euch aussortieren. Ich werde sie zwar aus den Ländern, in denen sie als Fremde leben, herausführen, doch sie werden das Land Israel nicht betreten. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin! (Ps 95,11; Hes 34,17; Am 9,9; Hebr 5,3)39 Und zu dir, Volk der Israeliten, spricht Gott, der HERR: Geht doch alle und dient euren Götzen! Wenn ihr wirklich nicht auf mich hören wollt, dann sollt ihr aber auch meinen heiligen Namen nicht mit euren Opfern und Götzen entweihen! (Jes 1,12; Jer 44,25; Hes 23,38)40 Denn auf meinem heiligen Berg, auf dem hohen Berg von Israel, spricht Gott, der HERR, wird mir das ganze Volk der Israeliten dienen, alle Menschen im Land, und dann werde ich sie gnädig annehmen. Dort werde ich eure Opfer und Erstlingsgaben und Weihegeschenke fordern. (Jes 56,7; Jes 60,7; Hes 43,12)41 Beim beruhigenden Duft eurer Opfer werde ich euch gnädig annehmen, wenn ich euch aus den Völkern herausgeholt und aus den Ländern, in die ihr versprengt wurdet, nach Hause gebracht habe. Und ich will vor den Augen aller Völker meine Heiligkeit an euch offenbaren. (Jes 27,12)42 Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich euch in das Land Israel geführt habe, das ich euren Vorfahren mit erhobener Hand zugeschworen habe.43 Dann werdet ihr an euer Verhalten und an eure Taten zurückdenken, durch die ihr euch unrein gemacht habt, und es wird euch vor euch selbst ekeln, weil ihr solche bösen Dinge getan habt. (Sach 12,10)44 Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich so mit euch umgehe, wie ich es meinem Namen schuldig bin und nicht so, wie ihr es für euer schlimmes Verhalten und eure widerlichen Taten verdient, ihr Israeliten, spricht Gott, der HERR.‹«

Hesekiel 20

Schlachter 2000

von Genfer Bibelgesellschaft
1 Und es geschah im siebten Jahr, am zehnten Tag des fünften Monats, dass etliche von den Ältesten Israels zu mir kamen, um den HERRN zu befragen; und sie setzten sich vor mir nieder. (Jes 58,2; Hes 8,1; Hes 14,1)2 Da erging das Wort des HERRN an mich folgendermaßen:3 Menschensohn, rede zu den Ältesten Israels und sprich zu ihnen: So spricht GOTT, der Herr: Um mich zu befragen, seid ihr gekommen? So wahr ich lebe, spricht GOTT, der Herr, ich will mich von euch nicht befragen lassen! (Hes 20,1; Mt 15,8)4 Willst du sie richten? Willst du sie richten, Menschensohn? Halte ihnen die Gräuel ihrer Väter vor! (Hes 16,2; Hes 22,2; Hes 23,36)5 Und sprich zu ihnen: So spricht GOTT, der Herr: An dem Tag, als ich Israel erwählte und dem Samen des Hauses Jakob schwor und mich ihnen zu erkennen gab im Land Ägypten; ja, als ich ihnen schwor und sprach: Ich, der HERR, bin euer Gott! (2Mo 3,13; 2Mo 6,7; 2Mo 6,8; 2Mo 20,2; 5Mo 7,6; 5Mo 32,40; Hes 20,7)6 — eben an jenem Tag, als ich ihnen schwor, sie aus dem Land Ägypten hinauszuführen in ein Land, das ich für sie ausersehen hatte, in dem Milch und Honig fließt und das eine Zierde vor allen Ländern ist, (2Mo 3,8; 2Mo 3,17; 5Mo 8,7; Jer 3,19; Jer 32,22)7 da sprach ich zu ihnen: »Jeder werfe die Gräuel weg, die er vor seinen Augen hat; und verunreinigt euch nicht an den Götzen Ägyptens! Ich, der HERR, bin euer Gott.« (3Mo 18,3; Jos 24,14; Jes 30,22; Hes 20,5; 1Petr 4,3)8 Sie aber waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht auf mich hören; keiner von ihnen warf die Gräuel, die er vor seinen Augen hatte, weg, und die Götzen Ägyptens gaben sie nicht auf. Da nahm ich mir vor, meinen Grimm über sie auszuschütten und meinen Zorn an ihnen zu vollstrecken mitten im Land Ägypten. (5Mo 9,24; 2Kön 22,17; Ps 81,12; Hes 7,8; Hes 20,13; Hes 20,21; Hes 23,3; Hes 23,8)9 Aber ich handelte um meines Namens willen, damit er nicht entheiligt würde in den Augen der Heidenvölker, unter denen sie wohnten und vor deren Augen ich mich ihnen zu erkennen gegeben hatte, um sie aus dem Land Ägypten zu führen. (2Mo 9,14; 5Mo 9,27; Ps 106,8; Jes 63,12)10 So führte ich sie denn aus dem Land Ägypten heraus und brachte sie in die Wüste, (2Mo 13,18; 2Mo 20,2; 5Mo 8,14; Ps 77,15)11 und ich gab ihnen meine Satzungen und verkündete ihnen meine Rechtsbestimmungen, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut. (3Mo 18,5; 5Mo 4,5; 5Mo 30,19; Neh 9,13; Ps 147,19; Hes 18,9)12 Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich, der HERR, es bin, der sie heiligt. (2Mo 31,13; 3Mo 20,8; Neh 9,14; Hes 37,28; 1Thess 5,23; Jud 1,1)13 Aber das Haus Israel war widerspenstig gegen mich in der Wüste; sie wandelten nicht in meinen Satzungen, sondern verwarfen meine Rechtsbestimmungen, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut, und meine Sabbate entheiligten sie sehr. Da nahm ich mir vor, meinen Grimm über sie auszuschütten in der Wüste und sie aufzureiben. (2Mo 16,27; 4Mo 14,12; Neh 13,17; Jer 14,12; Hes 20,8; Hes 20,21)14 Aber ich handelte um meines Namens willen, damit er nicht entheiligt würde in den Augen der Heidenvölker, vor deren Augen ich sie herausgeführt hatte. (Hes 20,9; Hes 20,22; Hes 36,22)15 Doch schwor ich ihnen auch in der Wüste, dass ich sie nicht in das Land bringen wolle, das ich ihnen bestimmt hatte, in dem Milch und Honig fließt und das eine Zierde vor allen Ländern ist, (5Mo 1,34; Ps 95,11; Hes 20,6)16 weil sie meine Rechtsbestimmungen verworfen und nicht nach meinen Satzungen gelebt hatten, auch meine Sabbate entheiligt hatten, weil ihr Herz nur ihren Götzen nachging. (Ps 78,37; Am 5,26; Apg 7,42)17 Dennoch verschonte sie mein Auge, sodass ich sie nicht verdarb und nicht gänzlich aufrieb in der Wüste. (Neh 9,18; Ps 78,38; Jer 5,18; Hes 11,13)18 Da sagte ich in der Wüste zu ihren Söhnen: Wandelt nicht in den Satzungen eurer Väter und befolgt ihre Sitten nicht und verunreinigt euch nicht mit ihren Götzen! (Jer 4,27; Jer 5,8; Hes 11,13; Hes 18,14; Hes 20,7; Nah 1,8; 3Joh 1,11)19 Ich, der HERR, bin euer Gott; wandelt in meinen Satzungen und befolgt meine Rechtsbestimmungen und tut sie; (5Mo 5,32; 5Mo 6,1; Ps 119,4; Hes 20,5; Hes 20,7; Hes 20,20; Hes 20,42; Hes 20,44)20 und heiligt meine Sabbate, damit sie ein Zeichen sind zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich, der HERR, euer Gott bin! (3Mo 19,30; Neh 13,22; Jer 17,22; Jer 17,24; Jer 17,27; Hes 20,12)21 Aber [auch] die Söhne waren widerspenstig gegen mich, sie wandelten nicht in meinen Satzungen und befolgten meine Rechtsbestimmungen nicht, dass sie nach ihnen gehandelt hätten — obgleich der Mensch, wenn er sie tut, dadurch lebt; und sie entheiligten meine Sabbate. Da nahm ich mir vor, meinen Grimm über sie auszuschütten und meinen Zorn an ihnen zu vollstrecken in der Wüste. (4Mo 25,1; 5Mo 31,27; Hes 20,8; Hes 20,13)22 Aber ich zog meine Hand zurück und handelte um meines Namens willen, damit er in den Augen der Heidenvölker, vor deren Augen ich sie ausgeführt hatte, nicht entheiligt würde. (Ps 25,11; Ps 79,9; Jer 14,7; Jer 14,21; Hes 20,9; Hes 20,14; Dan 9,19)23 Doch schwor ich ihnen in der Wüste, dass ich sie unter die Heidenvölker zerstreuen und in die Länder versprengen würde, (5Mo 4,27; Ps 106,27; Hes 20,15)24 weil sie meine Rechtsordnungen nicht befolgt und meine Satzungen verworfen hatten und meine Sabbate entheiligt und ihre Augen nach den Götzen ihrer Väter gerichtet hatten. (4Mo 32,14; 5Mo 4,19; Hi 31,26; Hes 6,9; Hes 20,13; Hes 20,16)25 So habe auch ich ihnen Gesetze gegeben, die nicht gut waren, und Rechtsbestimmungen, durch die sie nicht leben konnten, (Röm 1,24; 2Thess 2,11)26 und ich ließ sie unrein werden durch ihre Opfergaben, indem sie alle ihre Erstgeburt durchs Feuer gehen ließen, damit ich sie verwüstete, damit sie erkennen sollten, dass ich der HERR bin. (2Kön 16,3; 2Kön 17,17; 2Kön 21,6; Ps 106,39; Hes 6,7; Hes 16,20; Hes 20,38; Hes 20,42; Hes 20,44)27 Darum, o Menschensohn, rede zu dem Haus Israel und sprich zu ihnen: So spricht GOTT, der Herr: Auch dadurch haben mich eure Väter gelästert, dass sie treulos an mir handelten: (Hes 2,7; Hes 3,4; Hes 3,11; Hes 3,27; 2Tim 4,2)28 Denn als ich sie in das Land gebracht hatte, betreffs dessen ich geschworen hatte, dass ich es ihnen geben wolle, da ersahen sie jeden hohen Hügel und jeden dicht belaubten Baum und schlachteten dort ihre Opfer und brachten dort ihre Gaben dar, um mich zu ärgern, und legten dort ihr lieblich duftendes Räucherwerk nieder und gossen dort ihre Trankopfer aus. (2Kön 17,9; Ps 78,58; Jes 57,5; Jer 2,7; Jer 2,20; Hos 4,13)29 Da fragte ich sie: Was soll diese Höhe, wohin ihr geht? Daher nennt man sie »Höhe« bis zu diesem Tag. (5Mo 12,2; Hes 16,24; Hes 16,31)30 Darum sprich zum Haus Israel: So spricht GOTT, der Herr: Verunreinigt ihr euch nicht nach der Weise eurer Väter und hurt ihren Götzen nach? (4Mo 32,14; Ri 2,19; Jer 7,9; Jer 7,26; Apg 7,51)31 Ja, durch die Darbringung eurer Gaben, dadurch, dass ihr eure Kinder durchs Feuer gehen lasst, verunreinigt ihr euch an allen euren Götzen bis zu diesem Tag; und ich sollte mich von euch befragen lassen, ihr vom Haus Israel? So wahr ich lebe, spricht GOTT, der Herr, ich will mich von euch nicht befragen lassen! (Jer 7,31; Hes 20,1; Hes 20,26; Hes 23,37)32 Und was euch in den Sinn gekommen ist, dass ihr sagt: »Wir wollen sein wie die Heidenvölker, wie die Geschlechter der Länder, indem wir Holz und Stein dienen«, das soll nicht geschehen! (1Sam 8,19; Ps 33,10; Spr 19,21; Jer 44,17; Eph 4,17)33 So wahr ich lebe, spricht GOTT, der Herr, ich will selbst mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit ausgeschüttetem Grimm über euch herrschen; (Ps 2,9; Jer 21,5; Hes 8,18; Dan 9,11)34 und ich will euch aus den Völkern herausführen und euch aus den Ländern sammeln, in die ihr zerstreut worden seid, mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit ausgeschüttetem Grimm; (5Mo 4,34; 5Mo 5,15; Jes 27,11)35 und ich will euch in die Wüste der Völker führen und dort mit euch ins Gericht gehen von Angesicht zu Angesicht. (Ps 50,21; Hos 2,16; Hos 12,3)36 Wie ich in der Wüste des Landes Ägypten mit euren Vätern ins Gericht gegangen bin, so will ich auch mit euch ins Gericht gehen, spricht GOTT, der Herr. (4Mo 14,21; Hes 20,35; 1Kor 10,5)37 Ich will euch unter dem Stab hindurchgehen lassen[1] und euch in die Bundesverpflichtungen einführen. (3Mo 27,32; Jer 33,13; Hes 16,59; Hes 34,17)38 Und ich will die Widerspenstigen und die von mir Abgefallenen von euch absondern; ich will sie aus dem Land ihrer Fremdlingschaft herausführen, aber in das Land Israel soll keiner von ihnen kommen; und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR bin. (5Mo 1,35; Jer 44,14; Hes 20,26; Hes 20,42; Hes 20,44; Hes 34,20; Hes 34,22; Mt 25,32; Hebr 4,3)39 So geht nur, spricht GOTT, der Herr, ihr vom Haus Israel, und dient nur jeder seinen Götzen! Aber danach werdet ihr gewiss auf mich hören und meinen heiligen Namen künftig nicht mehr mit euren Gaben und mit euren Götzen entheiligen. (Ri 10,14; Jes 1,13; Hes 20,28; Hes 20,31; Am 4,4; Mt 6,6)40 Denn auf meinem heiligen Berg, auf dem erhabenen Berg Israels, spricht GOTT, der Herr, dort wird mir das ganze Haus Israel dienen, sie alle, [die] im Land [sind]; dort will ich sie gnädig annehmen; und dort will ich eure Hebopfer fordern und eure Erstlingsgaben und alles, was ihr heiligt. (4Mo 18,8; 4Mo 18,11; 4Mo 18,26; Jes 2,2; Jes 56,6; Jer 31,12; Hes 17,22; Hes 45,1; Hes 45,13; Hes 45,16; Ob 1,17)41 Als einen lieblichen Geruch will ich euch gnädig annehmen, wenn ich euch aus den Völkern herausführe und euch sammle aus den Ländern, in die ihr zerstreut worden seid, damit ich an euch geheiligt werde vor den Augen der Heidenvölker. (Ps 141,2; Hes 11,17; Hes 28,25; Hes 36,23; Hes 39,27; Röm 12,1; 1Petr 3,15)42 Und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich euch in das Land Israel führe, in das Land, von dem ich geschworen hatte, dass ich es euren Vätern geben werde. (Jes 57,13; Jer 24,7; Jer 31,34; Hes 20,6; Hes 20,38; Hes 20,44)43 Dort werdet ihr an eure Wege gedenken und an alle eure Taten, mit denen ihr euch verunreinigt habt; und ihr werdet Abscheu über euch selbst empfinden wegen aller eurer bösen Taten, die ihr begangen habt. (Hi 42,6; Hes 16,61; Hes 36,31)44 Und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mit euch handeln werde um meines Namens willen und nicht nach eurem bösen Wandel und euren ruchlosen Taten, Haus Israel!, spricht GOTT, der Herr. (Hes 20,9; Hes 20,14; Hes 20,22; Hes 20,38; Hes 36,21)