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1.Korinther 1

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft

Eingangsgruß

1 Paulus, nach dem Willen Gottes zum Apostel von Jesus Christus berufen, und der Bruder Sosthenes schreiben diesen Brief (Apg 18,17) 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an alle, die durch die Verbindung mit Jesus Christus für Gott ausgesondert und zu seinem heiligen Volk berufen[1] sind. Darüber hinaus gilt unser Brief allen, die sich zu Jesus Christus, unserem gemeinsamen Herrn, bekennen und seinen Namen anrufen, wo sie auch sind. (Apg 18,1) 3 Gnade und Frieden sei mit euch von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn! 

Dank für das Wirken des Geistes in der Gemeinde

4 Ich danke meinem Gott immerzu dafür, dass er euch durch Jesus Christus seine Gnade geschenkt hat. 5 Durch sie seid ihr reich geworden an allem, was aus der Gemeinschaft mit Jesus Christus erwächst, an jeder Art von geistgewirktem Wort und von geistlicher Erkenntnis. (2Kor 8,7) 6 Weil die Botschaft von Christus zum festen Grund eures Glaubens geworden ist, 7 fehlt euch keine von den Gaben, die der Geist Gottes schenkt. Und so wartet ihr voll Zuversicht darauf, dass Jesus Christus, unser Herr, kommt und vor aller Welt offenbar wird. (2Thess 1,7; Tit 2,13) 8 Er wird euch auch helfen, bis zum Ende fest auf diesem Grund zu stehen, sodass euch an seinem Gerichtstag niemand anklagen kann. (Phil 1,10; 1Thess 5,23) 9 Gott selbst hat euch dazu berufen, für immer mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, verbunden zu sein, und er ist treu: Er steht zu seinem Wort. (1Thess 5,24) 

Spaltungen in der Gemeinde durch Personenkult

10 Brüder und Schwestern,[2] im Namen von Jesus Christus, unserem Herrn, rufe ich euch auf: Seid einig! Bildet keine Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen! Haltet in gleicher Gesinnung und Überzeugung zusammen! (Joh 17,21; Eph 4,2; Phil 2,2) 11 Durch Leute aus dem Haus von Chloë[3] habe ich erfahren, dass es unter euch Auseinandersetzungen gibt. (1Kor 3,3; 1Kor 11,18; 2Kor 12,20) 12 Ich meine damit, dass ihr euch alle irgendeiner Gruppe zurechnet. Die einen sagen: »Ich gehöre zu Paulus!« Die andern: »Ich gehöre zu Apollos!«, oder auch: »Ich gehöre zu Petrus!« Und wieder andere erklären: »Ich gehöre zu Christus!« (Apg 18,24; 1Kor 3,4) 13 Christus lässt sich doch nicht zerteilen! Ist vielleicht Paulus für euch am Kreuz gestorben? Oder wurdet ihr auf seinen Namen getauft? 14 Ich danke Gott, dass ich außer Krispus und Gaius niemand von euch getauft habe, (Apg 18,8; Röm 16,23) 15 sonst würdet ihr am Ende noch sagen, dass ihr auf meinen Namen getauft worden seid! 16 Doch, ich habe auch noch Stephanas und seine Hausgemeinschaft getauft. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich sonst noch irgendjemand getauft hätte. (1Kor 16,15; 1Kor 16,17) 

Der eine und einigende Grund: die Botschaft vom Kreuz

17 Denn Christus hat mich nicht beauftragt zu taufen, sondern die Gute Nachricht zu verkünden. Die Gute Nachricht darf ich aber nicht mit Worten tiefsinniger Weisheit verkünden; denn sonst verliert der Tod, den Christus am Kreuz gestorben ist, seinen ganzen Sinn. 18 Die Botschaft, dass für alle Menschen am Kreuz die Rettung vollbracht ist,[4] muss denen, die verloren gehen, als barer Unsinn erscheinen. Wir aber, die gerettet werden, erfahren darin Gottes Kraft. (Röm 1,16; 2Kor 4,3) 19 Gott hat doch gesagt: »Ich will die Weisheit der Weisen zunichtemachen und die Klugheit der Klugen verwerfen.« (Jes 29,14; Mt 11,25; Röm 1,22; 1Kor 3,18) 20 Wo bleiben da die Weisen? Wo die Kenner der Heiligen Schriften? Wo die gewandten Diskussionsredner dieser Welt? Was für diese Welt als größter Tiefsinn gilt, das hat Gott als reinen Unsinn erwiesen. 21 Denn obwohl die Weisheit Gottes sich in der ganzen Schöpfung zeigt, haben die Menschen mit ihrer Weisheit Gott nicht erkannt. Darum beschloss er, durch die Botschaft vom Kreuzestod, die der menschlichen Weisheit als Torheit erscheint, alle zu retten, die diese Botschaft annehmen. (Röm 1,19) 22 Die Juden fordern von Gott sichtbare Machterweise; die Griechen suchen in allen Dingen einen Sinn, den die Vernunft begreift.[5] (Joh 6,30; Apg 17,18; Apg 17,32) 23 Wir aber verkünden den gekreuzigten Christus als den von Gott versprochenen Retter.[6] Für Juden ist das eine Gotteslästerung, für die anderen barer Unsinn. (Gal 3,1; Gal 5,11) 24 Aber alle, die von Gott berufen sind, Juden wie Griechen, erfahren in dem gekreuzigten Christus Gottes Kraft und erkennen in ihm Gottes Weisheit. 25 Gott erscheint töricht – und ist doch weiser als Menschenweisheit. Gott erscheint schwach – und ist doch stärker als Menschenkraft. (2Kor 13,4) 

Nach welchem Maßstab Gott Menschen erwählt

26 Schaut doch euch selbst an, Brüder und Schwestern![7] Wen hat Gott denn da berufen? Es gibt ja nicht viele unter euch, die nach menschlichen Maßstäben klug oder einflussreich sind oder aus einer angesehenen Familie stammen. 27 Gott hat sich vielmehr in der Welt die Einfältigen und Machtlosen ausgesucht, um die Klugen und Mächtigen zu demütigen. (Lk 1,51; Röm 12,16; Jak 2,5) 28 Er hat sich die Geringen und Verachteten ausgesucht, die nichts gelten, denn er wollte die zu nichts machen, die in der Welt etwas ›sind‹. 29 Niemand soll sich vor Gott rühmen können. (Eph 2,9) 30 Euch aber hat Gott zur Gemeinschaft mit Jesus Christus berufen. Mit ihm hat er uns alles geschenkt: Er ist unsere Weisheit – die wahre Weisheit, die von Gott kommt. Durch ihn können wir vor Gott als gerecht bestehen. Durch ihn hat Gott uns zu seinem heiligen Volk gemacht und von unserer Schuld befreit. 31 Es sollte so kommen, wie es in den Heiligen Schriften steht: »Wer sich mit etwas rühmen will, soll sich mit dem rühmen, was der Herr getan hat.« (Jer 4,7; Jer 9,22; 2Kor 1,12; 2Kor 10,17; 2Kor 11,30; 2Kor 12,5; Eph 2,9) 

Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

1.Korinther 1

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich

Anschrift

1 Paulus, der durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen wurde, und Sosthenes, unser Bruder, (Röm 1,1; 2Kor 1,1; Gal 1,1) 2 an die Gemeinde Gottes in Korinth, an die in Christus Jesus Geheiligten, an die zu Heiligen Berufenen - samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jeglichem Ort, dort wie hier: (Röm 10,12; 2Kor 1,1; 2Kor 6,11) 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. (Röm 1,7) 

Danksagung

4 Ich danke euretwegen meinem Gott allezeit für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben worden ist. (Röm 1,8; Röm 12,6; Phil 1,3; Phlm 1,4) 5 In ihm seid ihr reich geworden an allem: reich an Wort[1] und Erkenntnis aller Art. (2Kor 8,9; 2Kor 9,11) 6 Denn das Zeugnis von Christus ist bei euch so fest verankert, 7 dass es euch an keiner Gabe mangelt, solange ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet. (Phil 3,20) 8 Er wird euch auch Festigkeit geben bis zum Ende, und kein Tadel wird euch treffen am Tage unseres Herrn Jesus Christus. (2Kor 1,14; 2Kor 1,21; 1Thess 5,2) 9 Treu ist Gott, durch den ihr berufen wurdet in die Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn. (1Kor 10,13; 1Kor 10,16) 

Die Grundlosigkeit der Streitigkeiten

10 Ich bitte euch aber, liebe Brüder und Schwestern, beim Namen unseres Herrn Jesus Christus: Sprecht alle mit einer Stimme und lasst keine Spaltungen unter euch zu, seid vielmehr miteinander verbunden in derselben Gesinnung und Meinung![2] (1Kor 11,18) 11 Es wurde mir nämlich über euch, meine Brüder und Schwestern, von den Leuten der Chloe berichtet, dass es Streitigkeiten unter euch gibt. (1Kor 3,3) 12 Damit meine ich, dass jeder von euch Partei ergreift: Ich gehöre zu Paulus - ich zu Apollos - ich zu Kefas - ich zu Christus. (Apg 3,23; Apg 9,5; Apg 15,5; Apg 18,24; Apg 19,1; 1Kor 3,4; 1Kor 4,6; 1Kor 16,12; Gal 2,9) 13 Ist der Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Wurdet ihr auf den Namen des Paulus getauft? 14 Ich danke Gott dafür, dass ich niemanden von euch getauft habe ausser Krispus und Gaius - 15 so kann niemand sagen, ihr wärt auf meinen Namen getauft worden. 16 Das Haus des Stephanas habe ich zwar auch noch getauft, im Übrigen aber wüsste ich nicht, dass ich noch jemanden getauft hätte. (1Kor 16,15) 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen - nicht mit beredter Weisheit, damit das Kreuz Christi nicht seines Sinnes entleert werde. (Gal 1,15; Gal 2,1) 

Das Wort vom Kreuz

18 Denn das Wort vom Kreuz ist Torheit für die, die verloren gehen, für die aber, die gerettet werden, für uns, ist es Gottes Kraft. (Röm 1,16) 19 Es steht nämlich geschrieben: Zunichte machen werde ich die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen werde ich verwerfen. (Jes 29,14) 20 Wo bleibt da ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer dieser Weltzeit? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht? (1Kor 3,19) 21 Denn da die Welt, umgeben von Gottes Weisheit,[3] auf dem Weg der Weisheit Gott nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung jene zu retten, die glauben. (Röm 11,33) 22 Während die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit suchen, (1Kor 2,2; Gal 5,11) 23 verkündigen wir Christus den Gekreuzigten - für die Juden ein Ärgernis, für die Heiden eine Torheit, 24 für die aber, die berufen sind, Juden wie Griechen, Christus als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 25 Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen. 

Die Gestalt der Gemeinde

26 Schaut doch auf eure Berufung, liebe Brüder und Schwestern: Da sind in den Augen der Welt nicht viele Weise, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme. 27 Im Gegenteil: Das Törichte dieser Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zu beschämen, und das Schwache dieser Welt hat Gott erwählt, um das Starke zu beschämen, 28 und das Geringe dieser Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts gilt, um zunichte zu machen, was etwas gilt, 29 damit kein Mensch sich rühme vor Gott. (Röm 3,27) 30 Er hat es aber gefügt, dass ihr in Christus Jesus seid, der unsere Weisheit wurde, dank Gott, unsere Gerechtigkeit und Heiligung und Erlösung. 31 So soll gelten, wie geschrieben steht: Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn. (Jer 9,23; Röm 5,11; 2Kor 10,17) 

Die Zürcher Bibel (Ausgabe 2007) verwenden wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Zürcher Bibel beim Theologischen Verlag Zürich, bei dem auch das Copyright für diese Bibelübersetzung liegt.

1.Korinther 1

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk

ANSCHRIFT UND GRUSS

1 Paulus, durch Gottes Willen berufener Apostel Christi Jesu, und der Bruder Sosthenes (Röm 1,1; 2Kor 1,1) 2 an die Kirche Gottes, die in Korinth ist - die Geheiligten in Christus Jesus, die berufenen Heiligen -, mit allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus überall anrufen, bei ihnen und bei uns. (Röm 10,12; 1Kor 1,30; 1Kor 6,11; 2Kor 1,1) 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! (Röm 1,7) 

DANK AN GOTT

4 Ich danke meinem Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, 5 dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. (2Kor 8,7) 6 Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, 7 sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet. (Phil 3,20) 8 Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag unseres Herrn Jesus Christus. (Phil 1,6; 1Thess 3,13) 9 Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn. (1Kor 10,13) 

DIE SPALTUNGEN IN DER GEMEINDE

Mahnung zur Einheit

10 Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus: Seid alle einmütig und duldet keine Spaltungen unter euch; seid vielmehr eines Sinnes und einer Meinung! (Röm 15,5; 1Kor 11,18) 11 Es wurde mir nämlich, meine Brüder und Schwestern, von den Leuten der Chloë berichtet, dass es Streitigkeiten unter euch gibt. 12 Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt: Ich halte zu Paulus - ich zu Apollos - ich zu Kephas - ich zu Christus. (Apg 18,24; 1Kor 3,3) 13 Ist denn Christus zerteilt? Wurde etwa Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden? 14 Ich danke Gott, dass ich niemanden von euch getauft habe, außer Krispus und Gaius, (Apg 18,8; Röm 16,23) 15 sodass keiner sagen kann, ihr seiet auf meinen Namen getauft worden. 16 Ich habe allerdings auch das Haus des Stephanas getauft. Ob ich sonst noch jemanden getauft habe, weiß ich nicht mehr. (1Kor 16,15) 17 Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkünden, aber nicht mit gewandten und klugen Worten, damit das Kreuz Christi nicht um seine Kraft gebracht wird. (Apg 9,15; Apg 22,18; Apg 26,15; 1Kor 2,1; Gal 1,15) 

Der gekreuzigte Christus als Weisheit Gottes

18 Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft. (Röm 1,16; 1Kor 1,23) 19 In der Schrift steht nämlich: Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten / und die Klugheit der Klugen verwerfen. (Jes 29,14) 20 Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortführer dieser Weltzeit? Hat Gott nicht die Weisheit der Welt als Torheit entlarvt? (Jes 19,12; Jes 44,25; 1Kor 3,19) 21 Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten. 22 Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit. (Mt 12,38; Mt 16,1; Mk 8,11; Lk 11,16; Joh 2,18; Apg 17,18) 23 Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, (1Kor 2,2; Gal 3,1; Gal 6,12) 24 für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (Kol 2,3) 25 Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen. 

Die Gemeinde und Paulus als Spiegel der Weisheit Gottes

26 Seht doch auf eure Berufung, Brüder und Schwestern! Da sind nicht viele Weise im irdischen Sinn, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme, 27 sondern das Törichte in der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache in der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen. 28 Und das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten, 29 damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott. (Röm 3,27; Eph 2,9) 30 Von ihm her seid ihr in Christus Jesus, den Gott für uns zur Weisheit gemacht hat, zur Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung. (1Kor 6,11) 31 Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn; so heißt es schon in der Schrift. (Jer 9,22; 2Kor 10,17) 

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift
© 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Die Herausgeber sind: (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a.
Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH

www.bibelwerk.de

1.Korinther 1

Das Buch

von SCM Verlag
1 Dieser Brief kommt von Paulus. Ich bin ein berufener Botschafter des Messias Jesus, so wie Gott es gewollt hat. Ich schreibe diesen Brief zusammen mit Sosthenes, unserem Bruder. 2 Wir schreiben an die Gemeinde Gottes, die in Korinth wohnt, an die Menschen, die durch den Messias Jesus ganz für Gott gewonnen wurden, an die Menschen, die von ihm berufen und ganz auf seine Seite gezogen wurden, zusammen mit allen, die an allen Orten den Namen des Messias Jesus, unseres Herrn, anrufen. Er ist ja ihr und auch unser Herr! 3 Die große Gnade und der Friede Gottes, unseres Vaters und des Herrn Jesus, des Messias, sei mit euch! 

Zuerst der Dank

4 Immer wieder danke ich Gott, der mein Gott ist, für euch wegen der unverdienten Freundlichkeit Gottes im Messias Jesus, die euch geschenkt wurde. 5 Das ist der Grund für meine Dankbarkeit: Ihr seid durch ihn reich geworden. Das betrifft all euer Reden und all eure Erkenntnis. 6 Ja, so ist die Botschaft, die den Messias bestätigt, unter euch ganz fest geworden. 7 Somit habt ihr immer alles, was ihr braucht, alle erdenkbare geistliche Befähigung, während ihr das Kommen unseres Herrn, des Messias Jesus, erwartet. 8 Er wird euch helfen, auf eurem Lebenskurs fest auf das Ziel ausgerichtet zu bleiben, sodass ihr ohne Fehler dasteht an dem Tag, an dem unser Herr Jesus, der Messias, erscheint. 9 Ja, Gott ist vertrauenswürdig. Durch ihn seid ihr zu engen Freunden seines Sohnes, des Messias Jesus, unseres Herrn, geworden. 10 So ermutige ich euch, Schwestern und Brüder, und dabei berufe ich mich auf Jesus, den Messias, unseren Herrn, dass ihr in dem, was ihr sagt, alle übereinstimmt. Spaltungen sollen unter euch keinen Raum haben, sondern ihr sollt euch um echte Übereinstimmung in eurer Gesinnung und euren Ansichten bemühen. 11 Denn es ist mir berichtet worden, meine Geschwister, und zwar von den Leuten, die zur Hausgemeinde der Chloë gehören, dass es unter euch Streitigkeiten gibt. 12 Damit meine ich die Tatsache, dass ihr alle etwa so redet: »Ich gehöre zu Paulus!«, »Ich aber gehöre zu Apollos!«, oder: »Ich gehöre zu Kephas!«, oder: »Ich jedoch gehöre zum Messias!« 13 Ist der Messias etwa zerstückelt? Oder bin ich, Paulus, etwa für euch ans Kreuz geschlagen worden? Oder seid ihr auf den Namen von Paulus in der Taufe untergetaucht worden? 14 Dafür bin ich Gott dankbar, dass ich keinen Einzigen unter euch getauft habe außer Krispus und Gajus. 15 Das sage ich deshalb, damit niemand sagen kann, er wäre in meinem Namen untergetaucht worden. 16 Ach ja, ich habe auch noch die Familie von Stephanas untergetaucht! Aber darüber hinaus weiß ich nicht, ob ich noch jemand anderen getauft habe. 17 Denn schließlich hat der Messias mich nicht dazu zu seinem Botschafter eingesetzt, dass ich irgendjemanden untertauche, sondern dazu, dass ich die gute Nachricht verbreite. Und zwar nicht in Worten voller hoher Weisheit, damit der Kreuzestod des Messias dadurch ja nicht seiner Bedeutung beraubt wird! 

Die Botschaft vom Kreuz

18 Die Botschaft vom Kreuz erscheint als ein unglaublicher Irrsinn denen, die den Weg zu Gottes Heil nicht finden. Aber für uns, die wir Gottes Erlösung annehmen, entfaltet diese Botschaft eine gewaltige Kraft, die von Gott kommt. 19 Das steht auch in Gottes Buch: »Ich werde die Weisheit der Weisen zunichte machen, und die Erkenntnis derer, die sich auf ihren Verstand verlassen, werde ich ins Nichts laufen lassen.« 20 Wo ist denn ein Weiser zu finden? Und wo ein schriftgelehrter Theologe? Wo ist denn einer, der in diesem Zeitalter Wortgefechte gewinnt? Hat Gott nicht die Weisheit dieser Welt als Unsinn entlarvt? 21 Wie ist es denn wirklich? Gott hat es in seiner Weisheit so kommen lassen, dass die Menschheit durch ihre eigene Weisheit ihn, Gott, nicht erkannt hat. Deshalb hat er es für gut und richtig angesehen, durch den scheinbaren Unsinn der Jesusbotschaft denen Gottes Heil zu schenken, die auf ihn vertrauen. 22 Also: Die Juden fordern Wunderzeichen und die Griechen sind auf der Suche nach Weisheit. 23 Doch wir geben überall öffentlich die Nachricht vom Messias weiter, von ihm, der am Kreuz hingerichtet wurde. Für die Juden ist das ein unerhörter Skandal und für die nichtjüdischen Völker einfach Unsinn. 24 Doch für die von Gott Berufenen, seien sie nun Juden oder Angehörige anderer Völker, verkündigen wir den Messias als gewaltige Kraft Gottes und als unüberbietbare Weisheit Gottes. 25 Denn es ist so: Die scheinbare Dummheit Gottes ist viel weiser als die Menschen, und die scheinbare Schwachheit Gottes ist viel stärker als die Menschen. 26 Schaut euch doch einmal bei euch um in der Gemeinschaft der Menschen, die von Gott berufen sind! Es gibt ja nicht viele unter euch, die nach allgemeinen Maßstäben als Weise angesehen werden, und auch nicht viele Einflussreiche, nicht viele aus den höheren Gesellschaftsschichten! 27 Sondern Gott hat gerade die auserwählt, die als ungebildet gelten, um so die Weisen in den Schatten zu stellen. Ja, die Schwachen in der Gesellschaft hat Gott ausgesucht, um die Mächtigen an ihren Platz zu verweisen. 28 Gott hat die herausgesucht, die aus keiner vornehmen Familie stammen, ja die, auf die die Leute verächtlich herabsehen, die, die nichts sind, um so die, die etwas sind, von ihrem hohen Ross herunterzuholen. 29 Auf diese Weise kann sich kein Mensch mehr auf seine eigenen Leistungen berufen. 30 Er hat es bewirkt, dass ihr jetzt in der Wirklichkeit des Messias Jesus lebt. Ja, er ist für uns zum Ein und Alles geworden: Er ist Weisheit, die von Gott kommt, und auch die Grundlage unserer Gerechtigkeit und uneingeschränkten Zugehörigkeit zu Gott, sowie der Weg der Erlösung. 31 Damit erfüllt sich die Aussage in Gottes Buch: »Wer auf etwas stolz sein will, der soll das hervorheben, was er, der Herr, tut!« 

Das Buch. Neues Testament, Psalmen, Sprichwörter – übersetzt von Roland Werner
© 2022 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen