1.Korinther 2

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Brüder und Schwestern,[1] als ich zu euch kam und euch Gottes verborgenen Plan zur Rettung der Menschen verkündete, habe ich euch doch nicht mit tiefsinniger Weisheit und geschliffener Redekunst zu beeindrucken versucht.2 Ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu kennen als Jesus Christus, und zwar Jesus Christus, den Gekreuzigten. (Gal 6,14)3 Als schwacher Mensch trat ich vor euch und zitterte innerlich vor Angst. (2Kor 10,1; 2Kor 10,10)4 Mein Wort und meine Botschaft wirkten nicht durch Tiefsinn und Überredungskunst, sondern weil Gottes Geist sich darin mächtig erwies. (1Thess 1,5)5 Euer Glaube sollte sich nicht auf Menschenweisheit gründen, sondern auf die Kraft Gottes.6 Auch wir[2] verkünden tiefsinnige Weisheit – für alle, die dafür reif sind. Aber das ist nicht die Weisheit dieser Welt und auch nicht die ihrer Machthaber, die zum Untergang bestimmt sind.7 Vielmehr verkünden wir Gottes geheimnisvolle Weisheit, die bis jetzt verborgen war. Schon bevor Gott die Welt erschuf, hatte er den Plan gefasst, uns an seiner Herrlichkeit Anteil zu geben. (Röm 16,25)8 Aber keiner von den Machthabern dieser Welt konnte Gottes weisheitsvollen Plan durchschauen. Sonst hätten sie den Herrn, der die Herrlichkeit Gottes teilt, nicht ans Kreuz gebracht.[3]9 Es heißt ja in den Heiligen Schriften: »Was kein Auge jemals gesehen und kein Ohr gehört hat, worauf kein Mensch jemals gekommen ist, das hält Gott bereit für die, die ihn lieben.« (Jes 52,15; Jes 64,3; Sir 1,10)10 Uns hat Gott dieses Geheimnis enthüllt durch seinen Geist, den er uns gegeben hat. Denn der Geist erforscht alles, auch die geheimsten Absichten Gottes.11 Wie die Gedanken eines Menschen nur seinem eigenen Geist bekannt sind, so weiß auch nur der Geist Gottes, was in Gott vorgeht.12 Wir haben aber nicht den Geist dieser Welt erhalten, sondern den Geist, der von Gott kommt. Darum können wir erkennen, was Gott uns geschenkt hat. (Röm 8,15)13 Davon reden wir nicht in Worten, wie sie menschliche Weisheit lehrt, sondern in Worten, die der Geist Gottes eingibt. Von dem, was Gott uns durch seinen Geist offenbart, reden wir so, wie sein Geist es uns lehrt.[4]14 Menschen, die sich auf ihre natürlichen Fähigkeiten verlassen, lehnen ab, was der Geist Gottes enthüllt. Es kommt ihnen unsinnig vor. Sie können nichts damit anfangen, weil es nur mithilfe des Geistes beurteilt werden kann.15 Wer dagegen den Geist hat, kann über alles urteilen, aber nicht von jemand beurteilt werden, der den Geist nicht hat.16 Es heißt ja in den Heiligen Schriften: »Wer kennt den Geist des Herrn? Wer will sich herausnehmen, ihn zu belehren?« Und das ist der Geist, den wir empfangen haben: der Geist von Christus, dem Herrn.[5] (Röm 11,34)

1.Korinther 2

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Liebe Brüder und Schwestern, auch ich bin, als ich zu euch kam, nicht mit grossartigen Worten und abgründiger Weisheit dahergekommen, euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen.[1] (1Kor 1,7; 1Kor 2,13; 1Kor 4,1)2 Denn ich hatte beschlossen, bei euch nichts anderes zu wissen ausser das eine: Jesus Christus, und zwar den Gekreuzigten. (1Kor 1,23)3 Auch kam ich in Schwachheit und mit Furcht und Zittern zu euch, (2Kor 10,10; 2Kor 11,6; Gal 4,13; Gal 4,20; 1Thess 1,5)4 und meine Rede und meine Verkündigung baute nicht auf kluge Überredungskunst,[2] sondern auf den Erweis des Geistes und der Kraft,5 damit euer Glaube nicht in der Weisheit der Menschen, sondern in der Kraft Gottes gründe. (1Kor 1,18)6 Von Weisheit aber reden wir im Kreis der Vollkommenen - jedoch nicht von der Weisheit dieser Weltzeit noch der Herrscher dieser Weltzeit, die zunichte werden. (1Kor 3,18; 1Kor 15,24)7 Wir reden vielmehr von der Weisheit Gottes, der verborgenen, so wie man von einem Geheimnis redet; diese hat Gott vor aller Zeit zu unserer Verherrlichung bestimmt.8 Sie hat keiner der Herrscher dieser Weltzeit je erkannt, denn hätten sie sie erkannt, hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. (1Kor 1,21)9 Vielmehr verkündigen wir, wie geschrieben steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und was in keines Menschen Herz aufgestiegen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. (Jes 64,3; Röm 8,28)10 Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; der Geist nämlich ergründet alles, auch die Tiefen Gottes.11 Denn wer unter den Menschen kennt das Wesen des Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So hat auch das Wesen Gottes niemand erkannt ausser der Geist Gottes.12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott kommt, damit wir verstehen, was uns von Gott geschenkt worden ist.13 Und davon reden wir, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern mit Worten, wie der Geist sie lehrt, indem wir für Geistliches geistliche Bilder brauchen.[3]14 Der natürliche Mensch aber erfasst nicht, was aus dem Geist Gottes kommt, denn für ihn ist es Torheit; und er kann es nicht erkennen, weil es nur geistlich zu beurteilen ist. (1Kor 1,18)15 Wer aber aus dem Geist lebt, beurteilt alles, er selbst aber wird von niemandem beurteilt.16 Denn wer hätte die Gedanken des Herrn erkannt, dass er ihn unterwiese? Wir aber haben die Gedanken Christi. (Jes 40,13; Röm 11,34)

1.Korinther 2

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Auch ich kam nicht zu euch, Brüder und Schwestern, um glänzende Reden oder gelehrte Weisheit vorzutragen, sondern um euch das Geheimnis Gottes zu verkünden.[1] (1Kor 1,17)2 Denn ich hatte mich entschlossen, bei euch nichts zu wissen außer Jesus Christus, und zwar als den Gekreuzigten. (Gal 3,1; Gal 6,14)3 Zudem kam ich in Schwäche und in Furcht, zitternd und bebend zu euch. (Apg 18,9; 2Kor 10,10; 2Kor 11,6; 2Kor 12,5; Gal 4,13)4 Meine Botschaft und Verkündigung war nicht Überredung durch gewandte und kluge Worte, sondern war mit dem Erweis von Geist und Kraft verbunden, (1Thess 1,5)5 damit sich euer Glaube nicht auf Menschenweisheit stützte, sondern auf die Kraft Gottes. (1Kor 1,18)6 Und doch verkünden wir Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden.7 Vielmehr verkünden wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. (Kol 1,26)8 Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. (1Kor 1,21)9 Nein, wir verkünden, wie es in der Schrift steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. (Jes 52,15; Jes 64,3)10 Uns aber hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes. (Dan 2,22)11 Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott - nur der Geist Gottes.12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist. (Röm 8,15)13 Davon reden wir auch, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern wie der Geist sie lehrt, indem wir geistliche Dinge für geistliche Menschen deuten.14 Der irdisch gesinnte Mensch aber erfasst nicht, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann.[2] (1Kor 1,18)15 Der geisterfüllte Mensch aber urteilt über alles, ihn selbst vermag niemand zu beurteilen.16 Denn wer begreift den Geist des Herrn? Wer kann ihn belehren? Wir aber haben den Geist Christi. (Jes 40,13; Röm 8,9)

1.Korinther 2

Das Buch

von SCM Verlag
1 So war es auch damals, als ich zum ersten Mal zu euch kam, Schwestern und Brüder! Da kam ich nicht etwa mit wohlklingenden Worten oder einer besonderen Weisheit, als ich euch das große Geheimnis Gottes nahebrachte.2 Denn ich hatte mich dazu entschlossen, bei euch nichts anderes an Wissen aufzuweisen außer Jesus, den Messias, und den dazu noch als jemand, der am Kreuz hingerichtet wurde!3 Und ich war damals bei euch in körperlicher Schwachheit und voller Furcht und Zittern.4 Meine Lehrunterweisung für euch und meine Darstellung der Jesusbotschaft geschah nicht mit überzeugenden Weisheitsworten, sondern war begleitet von klaren Zeichen und der Kraft, die der Gottesgeist bewirkt.5 Euer Vertrauen auf Gott sollte nicht auf der Weisheit von Menschen gründen, sondern auf der Kraft Gottes.6 Weisheit ist das, was wir reden, in der Tat. Aber eben unter den Menschen, die wirklich erwachsen geworden sind. Dabei meine ich nicht die Weisheit dieser gegenwärtigen Weltzeit, auch nicht die Weisheit, die von den in diesem Zeitalter vorherrschenden Geistesmächten herkommt, die ja doch ihr Ende finden werden.7 Vielmehr sprechen wir von Gottes verborgener Weisheit, die in ein Geheimnis gehüllt ist. Diese Weisheit hat Gott schon vor Ewigkeiten festgelegt, und sie hat als Ziel, dass wir mit in seinen wunderbaren Lichtglanz hineingenommen werden.8 Diese Weisheit hat keine der in dieser Weltzeit vorherrschenden Geistesmächte wirklich verstanden. Denn wenn sie diese Weisheit begriffen hätten, dann hätten sie ihn, den Herrn der Herrlichkeit, nicht ans Kreuz geschlagen.9 Nein! Es ist genau so, wie es ja geschrieben steht: »Das, was kein Auge je gesehen hat und kein Ohr je gehört hat, und das, was noch nie in das Herz eines Menschen hineingekommen ist, das sind die Dinge, die Gott für die vorbereitet hat, die ihn lieb haben.«10 Doch uns hat Gott das deutlich vor Augen geführt durch seinen Geist. Denn der Gottesgeist durchforscht alle Dinge, selbst die tiefsten Wirklichkeiten Gottes.11 Denn wer unter den Menschen kennt sich in den Angelegenheiten eines Menschen aus, außer dem eigenen Geist eines Menschen, der in ihm ist? Genauso ist es bei Gott: Keiner hat die Wirklichkeiten Gottes begriffen außer ihm, dem Geist Gottes selbst!12 Doch wir haben ja nicht den Geist dieser Welt in uns aufgenommen, sondern den Geist, der aus Gott selbst herauskommt, damit wir all das begreifen, was Gott uns geschenkt hat.13 Das sind genau die Dinge, von denen wir sprechen, und zwar nicht mithilfe von erlernten Worten einer rein menschlichen Weisheit, sondern in Worten, in denen uns der Gottesgeist unterrichtet hat. So erklären wir geistliche Dinge für Menschen, die vom Gottesgeist geprägt sind.14 Ein ausschließlich durch sein eigenes Ich geleiteter Mensch lässt die Angelegenheiten des Geistes Gottes nicht an sich heran. Sie sind für ihn unverständlich, Dinge, die er nicht begreifen kann, weil sie nämlich auf geistgewirkte Weise beurteilt werden müssen.15 Doch ein vom Geist Gottes geprägter Mensch kann alle Dinge beurteilen. Er selbst aber wird von niemandem angemessen beurteilt.16 Das belegt auch diese Frage in Gottes Buch: »Wer hat überhaupt die Denkweise Gottes des Herrn begriffen, sodass er ihn belehren könnte?« Aber wir haben jetzt die Denkweise des Messias.