Umkehrung der Sicht der Gottlosen am Ende und Sieg Gottes
1Dann wird der Gerechte voll Zuversicht dastehen vor denen, die ihn bedrängt / und seine Mühen verachtet haben. (3Mo 26,13; Hi 27,10; Spr 13,5; 2Kor 3,12; 1Tim 3,13; Hebr 4,16; Hebr 10,19)2Wenn sie ihn sehen, packt sie entsetzliche Furcht / und sie geraten außer sich über seine unerwartete Rettung.3Jetzt denken sie anders; / seufzend und voll Angst sagen sie zueinander:4Dieser war es, den wir einst verlachten / und verhöhnten, wir Toren.
Sein Leben hielten wir für Wahnsinn / und sein Ende für ehrlos. (Ps 44,14; Ps 69,11)5Wie wurde er zu den Söhnen Gottes gezählt / und hat bei den Heiligen sein Erbteil! (Kol 1,12; Weis 2,18)6Also sind wir vom Weg der Wahrheit abgeirrt; / das Licht der Gerechtigkeit strahlte uns nicht / und die Sonne ging nicht für uns auf. (Ps 119,30; Mal 3,20; Tob 1,3)7Bis zum Überdruss gingen wir die Pfade des Unrechts / und des Verderbens
und wanderten durch weglose Wüsten, / aber den Weg des Herrn erkannten wir nicht. (Ps 95,10)8Was nützte uns Überheblichkeit, / was brachten uns Reichtum und Prahlerei?9All das ist vorbei wie ein Schatten, / wie eine flüchtige Nachricht.10Wie ein Schiff, das durch die wogende Flut fährt: / Ist es hindurchgefahren, ist von ihm keine Spur mehr zu finden, / kein Pfad seines Kiels in den Wogen. (Hi 9,26; Spr 30,19)11Wie wenn ein Vogel durch die Luft fliegt:/ Kein Zeichen findet sich von seiner Bahn,
er peitscht die leichte Luft mit seinem Flügelschlag, / er spaltet sie mit gewaltigem Rauschen
und durchquert sie mit der Bewegung der Schwingen; / doch bleibt keine Spur seines Weges in ihr zurück.12Oder wie wenn ein Pfeil auf das Ziel geschossen wird: / Die geteilte Luft strömt sofort wieder zusammen, / sodass man seine Bahn nicht mehr erkennt.13So auch wir: Ins Dasein getreten, schwinden wir hin, / wir hatten keinerlei Tugend aufzuweisen, / sondern wurden von unserer Schlechtigkeit verschlungen.[1]14Ja, die Hoffnung des Gottlosen ist wie Spreu, die der Wind verweht, / wie Gischt, den der Sturm verjagt,
wie Rauch, den der Wind zerstäubt; / sie schwindet wie die Erinnerung an einen flüchtigen Gast.[2] (Ps 1,4; Jes 29,5)15Die Gerechten aber leben in Ewigkeit, / der Herr belohnt sie, der Höchste sorgt für sie.16Darum werden sie aus der Hand des Herrn / das Reich der Herrlichkeit empfangen und die Krone der Schönheit.
Denn er wird sie mit seiner Rechten behüten / und mit seinem Arm beschützen. (Jes 41,10; Jes 62,3; Dan 7,18)17Er rüstet sich mit seinem Eifer / und macht die Schöpfung zur Waffe, mit der er die Feinde abwehrt. (Jes 42,13; Sir 39,28)18Als Panzer zieht er Gerechtigkeit an / und als Helm setzt er unbestechliches Gericht auf. (Jes 59,17; Röm 13,12; 2Kor 6,7; Eph 6,13; 1Thess 5,8)19Als Schild nimmt er unüberwindliche Heiligkeit /20und grimmigen Zorn schärft er zum Schwert; / zusammen mit ihm kämpft die ganze Welt gegen die Toren.21Treffsicher fahren Blitzespfeile dahin / und fliegen aus den Wolken wie von einem wohlgerundeten Bogen ins Ziel. (Ps 18,14; Hab 3,9; Sach 9,14)22Eine Steinschleuder entsendet Hagelkörner, / die voll von göttlichem Zorn sind.
Das Wasser des Meeres wütet gegen sie / und Ströme schlagen hoch über ihnen zusammen. (2Mo 14,27; Jos 10,11; Jes 43,2; Hes 13,11)23Der Atem des Allmächtigen erhebt sich gegen sie / und trägt sie wie ein Sturm davon.
So bringt die Gesetzlosigkeit Verheerung über die ganze Erde / und das böse Tun stürzt die Throne der Mächtigen. (Lk 1,52; Sir 10,14)
1Dann wird der Gerechte auftreten, in grossem Freimut, ^$^$^$vor das Angesicht derer, die ihn bedrängt haben, und derer, die ihn um die Frucht seiner Mühen bringen.[1]2Wenn sie ihn sehen, werden sie von gewaltiger Furcht erschüttert werden, und sie werden sich entsetzen über die unerwartete Rettung.3Sie werden sich besinnen und zu sich selbst sagen - und sie werden jammern, da ihr Geist in die Enge getrieben ist -:4Dieser war es, den wir einst verlacht 4 und mit unserem Gerede geschmäht haben - 4 wir, denen es an Einsicht fehlte. Wir hielten sein Leben für einen Wahn und sein Lebensende für ehrlos.5Wie kommt es, dass er den Söhnen Gottes zugerechnet worden ist und dass sich sein Los bei den Heiligen findet?6Wir sind also in die Irre gegangen, weg vom Weg der Wahrheit, und das Licht der Gerechtigkeit hat uns nicht geleuchtet, und uns ist die Sonne nicht aufgegangen.7Wir haben uns verfangen in den Disteln der Missachtung der Weisung und des Untergangs, und unwegsame Wüsten haben wir durchwandert, den Weg des Herrn aber haben wir nicht erkannt.8Was hat der Hochmut uns genützt, und was haben Reichtum und Prahlerei uns eingebracht?9All diese Dinge sind vorbeigezogen wie Schatten und wie eine Nachricht, die vorbeieilt,10wie ein Schiff, das sich den Weg bahnt durch wogendes Wasser: Wenn es hindurchgefahren ist, bleibt keine Spur zurück, dass man es finden könnte, und in den Wellen keine Furche seines Kiels.11Oder wie wenn ein Vogel durch die Luft geflogen ist: Für seinen Flug findet man keinen Beweis. Die leichte Luft aber wurde vom Schlag der Schwingen gepeitscht, und von der Gewalt der Schwünge wurde sie geteilt; dank der Bewegungen der Flügel wurde sie durchquert, und danach fand man in ihr kein Zeichen dafür, dass er da war.[2]12Oder wie wenn ein Pfeil auf ein Ziel geschossen worden ist: Die Luft wurde durchschnitten und sogleich wieder in sich zusammengeführt, so dass man seinen Weg nicht erkennen konnte.13So sind auch wir, kaum dass wir wurden, wieder entschwunden, und wir hatten kein Zeichen von Tüchtigkeit vorzuweisen, sondern wir sind dahingerafft worden in unserer Schlechtigkeit.[3]
Das Endgericht
1415 Denn die Hoffnung des Gottlosen ist wie Schaum, der vom Wind davongetragen wird, und wie feiner Raureif, der vom Sturm verscheucht wird, und sie wurde davongetrieben wie der Rauch vom Wind, und sie ging vorüber wie die Erinnerung an einen Gast, der nur einen Tag geblieben ist.1516 Die Gerechten aber leben in Ewigkeit, und ihr Lohn besteht im Herrn, und die Sorge um sie ist beim Höchsten.1617 Deshalb werden sie die ausserordentliche Königswürde empfangen und das Diadem der Schönheit aus der Hand des Herrn. Denn mit seiner Rechten wird er sie beschützen, und mit seinem Arm wird er den Schild über sie halten.1718 Als Rüstung wird er seinen Eifer ergreifen, und die Schöpfung wird er aufrüsten zur Abwehr der Feinde.1819 Als Brustpanzer wird er Gerechtigkeit anlegen, und als Helm wird er sich unbestechliches Gericht aufsetzen.1920 Als Schild wird er unbezwingbare Heiligkeit ergreifen,2021 und unerbittlichen Zorn wird er zum Schwert schärfen, und die Welt wird mit ihm ausziehen zum Kampf gegen die Vernunftlosen.2122 Treffsichere Blitzgeschosse werden niederfahren, und wie von einem wohlgerundeten Bogen aus Wolken werden sie dem Ziel entgegenfliegen,2223 und aus der Steinschleuder werden Hagelkörner niederprasseln, von Grimm erfüllt. Das Wasser des Meeres wird gegen sie zürnen, und Flüsse werden sie unaufhaltsam überfluten.2324 Ein machtvoller Wind wird sich ihnen entgegenstellen, und wie ein Wirbelsturm wird er sie worfeln; und die Missachtung der Weisung wird die ganze Erde verwüsten, und schlechtes Handeln wird die Throne der Machthaber umstürzen.[4]