von Katholisches Bibelwerk1Besser ist Kinderlosigkeit mit Tugend; unsterblich ist ihr Ruhm, / sie steht in Ehren bei Gott und bei den Menschen. (Sir 16,1)2Ist sie zugegen, ahmt man sie nach; / ist sie entschwunden, sehnt man sie herbei.
In der Ewigkeit triumphiert sie, / geschmückt mit dem Kranz, / Siegerin im Wettstreit um einen edlen Preis.3Doch die große Kinderschar der Gottlosen bringt keinen Nutzen; / unrechter Nachwuchs treibt keine Wurzeln in die Tiefe und fasst keinen sicheren Grund. (Sir 23,25; Sir 40,15)4Treiben sie auch eine Zeit lang Zweige, / werden sie doch, nur unsicher stehend, vom Wind geschüttelt / und von der Gewalt der Stürme entwurzelt.5Die Äste, die noch schwach sind, werden geknickt; / ihre Frucht ist unbrauchbar, unreif und ungenießbar, zu gar nichts geeignet.6Denn die Kinder aus ungesetzlicher Verbindung / treten im Gericht als Zeugen auf für die Schlechtigkeit ihrer Eltern.7Der Gerechte aber, kommt auch sein Ende früh, / geht in Gottes Ruhe ein. (Sir 6,28)8Denn ehrenvolles Alter besteht nicht in einem langen Leben / und wird nicht an der Zahl der Jahre gemessen.9Graues Haar bedeutet für die Menschen Klugheit / und Greisenalter ein Leben ohne Tadel.10Er gefiel Gott und wurde von ihm geliebt; / da er mitten unter Sündern lebte, wurde er entrückt. (1Mo 5,24; Hebr 11,5; Sir 44,16)11Er wurde hinweggenommen, damit nicht Schlechtigkeit seine Einsicht verkehrte/ und Arglist seine Seele täuschte.12Denn der Reiz des Bösen verdunkelt das Gute / und der Taumel der Begierde verdirbt den arglosen Sinn.13Früh vollendet, hat er ein langes Leben gehabt; /14da seine Seele dem Herrn gefiel, / enteilte sie aus der Mitte des Bösen.
Die Leute sahen es, ohne es zu verstehen; / sie nahmen es sich nicht zu Herzen, (Jes 57,1)15dass Gnade und Erbarmen seinen Auserwählten zuteilwird, / Belohnung seinen Heiligen.16Der Gerechte, der entschlafen ist, verurteilt die Gottlosen, die noch leben, / die früh vollendete Jugend das hohe Alter des Ungerechten.17Sie sehen das Ende des Weisen, / verstehen aber nicht, was der Herr mit ihm wollte / und wozu er ihn in Sicherheit brachte.18Sie sehen es und gehen darüber hinweg; / doch der Herr lacht über sie. (Ps 2,4; Ps 37,13; Ps 59,9)19Dann werden sie verachtete Leichen sein, / ewiger Spott bei den Toten.
Denn er stürzt die Verstummten kopfüber / und reißt sie aus ihren Grundfesten.
Sie werden völlig vernichtet / und erleiden Qualen; / die Erinnerung an sie verschwindet. (Hi 18,17; Jes 14,16; Nah 1,10)20Zitternd kommen sie zum Gericht über ihre Sünden; / ihre Vergehen treten ihnen entgegen und überführen sie. (2Mo 30,12)
Weisheit 4
Zürcher Bibel
von Theologischer Verlag Zürich1Kinderlosigkeit, verbunden mit Tugend, ist das Bessere; ^$^$^$denn Unsterblichkeit liegt darin, dass man an diese denkt - sie wird anerkannt bei Gott und bei den Menschen.2Wenn sie da ist, ahmt man sie nach, und wenn sie fortgegangen ist, sehnt man sich nach ihr. Und in Ewigkeit zieht sie, den Kranz tragend, im Triumphzug mit, wenn sie den Kampf der unbefleckten Wettkämpfe gewonnen hat.[1]3Die geburtenreiche Menge der Gottlosen aber wird nichts ausrichten, und aus unrechtmässigen Schösslingen wird sie keine Wurzel hervorbringen, die bis in die Tiefe reicht, und sie wird keine sichere Grundlage bilden.4Denn wenn jene auch rechtzeitig aufblühen mit Zweigen, werden sie, auf unsicherem Boden stehend, vom Wind geschüttelt werden und durch die Gewalt der Winde entwurzelt werden.[2]5Reihum abgebrochen werden die noch unvollendeten Triebe werden, und ihre Frucht ist ungeniessbar, nicht essensreif und zu nichts zu gebrauchen.6Denn Kinder, die aus einem Schlaf hervorgehen, der der Weisung widerspricht, treten gegen ihre Eltern auf als Zeugen der Bosheit, wenn sie verhört werden.7Wenn aber der Gerechte früh stirbt, wird er von Ruhe umfangen sein,8denn ein ehrenvolles Alter ist nicht jenes, das lange währt, und es ist nicht gemessen worden an der Zahl der Jahre;9als weisses Haar aber gilt den Menschen die Einsicht, und als hohes Alter ein Leben ohne Schandfleck.10Da er Gott wohlgefiel, wurde ihm Liebe zuteil, und da er unter Sündern lebte, wurde er an einen anderen Ort versetzt;11er wurde entrückt, damit die Schlechtigkeit nicht seinen Sinn verderbe oder die Arglist seine Seele betrüge.[3]12Denn üble Missgunst verdunkelt das Gute, und der Taumel der Begierde baut den unverdorbenen Verstand ab.[4]13In kurzer Lebensspanne vollendet, füllte er weite Zeiten;14denn seine Seele war dem Herrn willkommen, deshalb enteilte sie aus der Mitte der Bosheit. Die Völker aber haben es gesehen und sich nichts dabei gedacht, und sie haben Derartiges nicht zum Anlass genommen, darüber nachzudenken,[5]15dass Gnade und Erbarmen mit seinen Auserwählten sind und die Fürsorge seinen Heiligen gilt.[6]16Der verstorbene Gerechte wird die Gottlosen verurteilen, die am Leben sind, und die früh vollendete Jugend das hohe Alter des Ungerechten.17Denn sie werden das Ende des Weisen sehen und nicht bedenken, was der Herr mit ihm vorhatte und wozu er ihn in Sicherheit barg.18Sie werden es sehen und für unbedeutend halten; der Herr aber wird sie verlachen,19und danach werden sie ehrlos zu Fall kommen und bei den Toten auf alle Zeit herablassend behandelt werden. Denn er wird sie vornüberreissen und verstummen lassen, und er wird sie erschüttern von Grund auf, und sie werden der Dürre ausgesetzt sein bis zum Äussersten, und im Schmerz werden sie versinken, und die Erinnerung an sie wird untergehen.20Voller Furcht werden sie bei der Abrechnung ihrer Verfehlungen erscheinen, und er wird ihnen ihre Verstösse gegen die Weisung vorrechnen, von Angesicht zu Angesicht!