1Jakob machte sich auf und zog ins Land der Söhne des Ostens.2Als er aufsah, siehe, da war ein Brunnen auf freiem Feld. Und siehe, da lagerten drei Herden von Schafen und Ziegen; denn aus dem Brunnen tränkte man die Herden. Ein großer Stein lag über der Brunnenöffnung.3Wenn sich dort alle Herden eingefunden hatten, wälzte man den Stein von der Brunnenöffnung und tränkte das Vieh. Dann schob man den Stein wieder zurück an seinen Platz über der Brunnenöffnung.4Jakob fragte die Leute dort: Meine Brüder, woher seid ihr? Sie sagten: Wir sind aus Haran.5Da sagte er zu ihnen: Kennt ihr Laban, den Sohn Nahors? Ja, wir kennen ihn, antworteten sie.6Er fragte sie: Geht es ihm gut? Sie entgegneten: Ja, es geht ihm gut. Aber da kommt gerade seine Tochter Rahel mit den Schafen und Ziegen.7Da sagte er: Seht, es ist noch mitten am Tag und nicht die Zeit, das Vieh zusammenzutreiben. Tränkt doch die Schafe und Ziegen, dann geht und weidet weiter!8Da sagten sie: Das können wir nicht, bevor nicht alle Herden sich eingefunden haben. Erst dann wird man den Stein von der Brunnenöffnung wegwälzen und die Schafe und Ziegen tränken.9Während er sich noch mit ihnen unterhielt, war Rahel mit den Schafen und Ziegen, die ihrem Vater gehörten, eingetroffen; denn sie war Hirtin.10Als Jakob Rahel, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe und Ziegen Labans, des Bruders seiner Mutter, sah, trat er hinzu, wälzte den Stein von der Brunnenöffnung und tränkte die Schafe und Ziegen Labans, des Bruders seiner Mutter.11Dann küsste Jakob Rahel, erhob seine Stimme und weinte.12Jakob eröffnete Rahel, dass er ein Bruder ihres Vaters und der Sohn Rebekkas sei. Da lief sie weg und erzählte es ihrem Vater.13Als Laban die Nachricht von Jakob, dem Sohn seiner Schwester, hörte, lief er ihm entgegen; er umarmte und küsste ihn und führte ihn in sein Haus. Jakob erzählte Laban die ganze Geschichte.14Da erwiderte ihm Laban: Du bist wirklich mein Bein und mein Fleisch.
Als Jakob etwa einen Monat bei ihm geblieben war,15sagte Laban zu Jakob: Bist du nicht mein Bruder? Sollst du mir umsonst dienen? Sag mir, welchen Lohn du haben willst!16Laban hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea, die jüngere Rahel.17Die Augen Leas waren matt, Rahel aber war von schöner Gestalt und von schönem Aussehen.18Jakob hatte Rahel lieb und so sagte er: Ich will dir um die jüngere Tochter Rahel sieben Jahre dienen.19Laban entgegnete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem anderen. Bleib bei mir!20Jakob diente also um Rahel sieben Jahre. Weil er sie liebte, kamen sie ihm wie wenige Tage vor. (Hos 12,13)21Dann aber sagte Jakob zu Laban: Gib mir jetzt meine Frau; denn meine Zeit ist um und ich will nun zu ihr gehen.22Da ließ Laban alle Männer des Ortes zusammenkommen und bereitete ein Festmahl.23Am Abend nahm er aber seine Tochter Lea, führte sie zu ihm und Jakob kam zu ihr.24Laban gab seine Magd Silpa seiner Tochter Lea zur Magd.25Am Morgen aber, siehe, da war es Lea. Jakob sagte zu Laban: Was hast du mir angetan? Habe ich dir denn nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich betrogen?26Laban erwiderte: Es ist hierzulande nicht üblich, die Jüngere vor der Älteren zur Ehe zu geben.27Vollende diese Brautwoche, dann wollen wir dir auch die andere geben für die Arbeit, die du bei mir noch weitere sieben Jahre verrichten wirst.28Jakob machte es so. Er vollendete die Brautwoche, dann gab ihm Laban seine Tochter Rahel zur Frau.29Laban gab seine Magd Bilha seiner Tochter Rahel zur Magd.30Jakob kam auch zu Rahel und er liebte Rahel mehr als Lea. Er blieb noch weitere sieben Jahre bei Laban.
Die Geburt der Kinder
31Als der HERR sah, dass Lea zurückgesetzt wurde, öffnete er ihren Mutterschoß, Rahel aber blieb unfruchtbar.32Lea wurde schwanger und gebar einen Sohn. Sie gab ihm den Namen Ruben - Seht, ein Sohn -; denn sie sagte: Ja, der HERR hat mein Elend gesehen. Jetzt wird mein Mann mich gewiss lieben.33Sie wurde abermals schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte sie: Der HERR hat sicher gehört, dass ich zurückgesetzt bin, und hat mir auch diesen geschenkt. Sie gab ihm den Namen Simeon - Hörer -.34Sie wurde noch einmal schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte sie: Jetzt endlich wird sich mein Mann mir anschließen, denn ich habe ihm drei Söhne geboren. Darum gab sie ihm den Namen Levi - Anhänglicher -.[1]35Abermals wurde sie schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte sie: Diesmal will ich dem HERRN danken. Darum nannte sie seinen Namen Juda - Dank -. Dann bekam sie keine Kinder mehr.
1Und Jakob machte sich auf[1] und ging in das Land der Söhne des Ostens. (1Mo 25,6; 1Mo 35,1)2Und er sah, und siehe, ⟨da war⟩ ein Brunnen auf dem Feld; und siehe, drei Schafherden lagerten dort an ihm, denn aus diesem Brunnen tränkte man[2] die Herden; und der Stein auf der Öffnung des Brunnens war groß. (1Mo 24,11)3Und waren alle Herden dort versammelt[3], dann wälzte man den Stein von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe; dann brachte man den Stein wieder auf die Öffnung des Brunnens an seine Stelle.4Und Jakob sagte zu ihnen: Meine Brüder, woher seid ihr? Und sie sagten: Wir sind von Haran. (1Mo 11,31)5Da sagte er zu ihnen: Kennt ihr Laban, den Sohn[4] Nahors? Sie sagten: Wir kennen ihn. (1Mo 24,15)6Und er sagte zu ihnen: Geht es ihm gut[5]? Sie sagten: ⟨Es geht ihm⟩ gut[6]; doch siehe, da kommt seine Tochter Rahel[7] mit den Schafen.7Da sagte er: Siehe, es ist noch hoch am Tag, es ist nicht Zeit, das Vieh zu sammeln. Tränkt die Schafe, und geht hin, weidet ⟨sie⟩!8Sie aber sagten: Wir können nicht, bis alle Herden sich versammelt haben; dann wälzt man den Stein von der Öffnung des Brunnens und wir tränken die Schafe.9Noch redete er mit ihnen, da kam Rahel[8] mit den Schafen, die ihrem Vater gehörten; denn sie war eine Hirtin.10Und es geschah, als Jakob die Rahel[9] sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, da trat Jakob hinzu und wälzte den Stein von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter. (2Mo 2,17)11Und Jakob küsste Rahel und erhob seine Stimme und weinte.12Und Jakob berichtete Rahel, dass er ein Neffe[10] ihres Vaters und dass er der Sohn Rebekkas sei. Da lief sie und berichtete es ihrem Vater.13Und es geschah, als Laban die Nachricht von Jakob, dem Sohn seiner Schwester, hörte, da lief er ihm entgegen und umarmte ihn und küsste ihn und führte ihn in sein Haus. Und er erzählte dem Laban alle diese Dinge. (1Mo 24,32)14Und Laban sagte zu ihm: Fürwahr, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und er blieb bei ihm einen Monat lang. (1Mo 37,27; Ri 9,2; 2Sam 5,1; Eph 5,30)15Und Laban sagte zu Jakob: Solltest du, weil du mein Neffe[11] bist, mir umsonst dienen? Sag mir, was soll dein Lohn sein? (1Mo 30,28)16Laban aber hatte zwei Töchter; der Name der älteren war Lea[12] und der Name der jüngeren Rahel[13]. (Rut 4,11)17Leas Augen waren matt[14]; Rahel aber war schön von Gestalt und schön von Aussehen. (1Mo 12,11)18Und Jakob liebte Rahel; so sagte er: Ich will dir sieben Jahre für deine jüngere Tochter Rahel dienen.19Da sagte Laban: Besser, ich gebe sie dir, als dass ich sie einem andern[15] Mann gebe. Bleibe bei mir!20So diente Jakob für Rahel sieben Jahre; und sie waren in seinen Augen wie einige ⟨wenige⟩[16] Tage, weil er sie liebte. (1Mo 29,27; 1Mo 30,26; 1Mo 31,15; 1Mo 34,19; Hos 12,13)
Jakobs Heirat
21Und Jakob sagte zu Laban: Gib ⟨mir nun⟩ meine Frau! Denn meine Tage sind erfüllt, dass ich zu ihr eingehe.22Da versammelte Laban alle Männer des Ortes und veranstaltete ein Mahl. (Ri 14,10; Est 2,18)23Und es geschah am Abend, da nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr ein.24Und Laban gab ihr, seiner Tochter Lea, seine Magd Silpa als Magd. (1Mo 30,9; 1Mo 35,26; 1Mo 46,18)25Und es geschah am Morgen, siehe, da war es Lea. Da sagte er zu Laban: Was hast du mir da angetan? Habe ich nicht für Rahel bei dir gedient? Warum hast du mich betrogen? (1Mo 12,18; 1Mo 27,35; 1Mo 31,26)26Laban aber sagte: Das tut man an unserm Ort nicht, die Jüngere vor der Erstgeborenen zu geben.27Vollende die ⟨Hochzeits⟩woche ⟨mit⟩ dieser! Dann wollen wir dir auch jene geben, für den Dienst, den du bei mir noch weitere sieben Jahre dienen sollst. (1Mo 29,20; Ri 14,12)28Und Jakob tat so und vollendete die ⟨Hochzeits⟩woche ⟨mit⟩ dieser. Dann gab er ihm seine Tochter Rahel zur Frau.29Und Laban gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha als ihre Magd. (1Mo 30,4; 1Mo 35,25; 1Mo 46,25)30Da ging er auch zu Rahel ein. Und er liebte auch Rahel, mehr als Lea. Und er diente bei ihm noch weitere sieben Jahre. (1Mo 29,20; 5Mo 21,15)
Jakobs Kinder
31Und als der HERR sah, dass Lea zurückgesetzt[17] war, da öffnete er ihren Mutterleib; Rahel aber war unfruchtbar. (1Mo 11,30)32Und Lea wurde schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Ruben[18], denn sie sagte: Ja, der HERR hat mein Elend angesehen. Denn jetzt wird mein Mann mich lieben. (1Mo 31,42; 2Mo 3,7; 1Sam 1,11; 2Sam 16,12; 1Chr 5,1)33Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn; und sie sagte: Ja, der HERR hat gehört, dass ich zurückgesetzt bin, so hat er mir auch den gegeben. Und sie gab ihm den Namen Simeon[19].34Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn; da sagte sie: Diesmal endlich wird sich mein Mann an mich anschließen[20], denn ich habe ihm drei Söhne geboren. Darum gab man ihm den Namen Levi[21]. (1Mo 30,20; 4Mo 18,2)35Dann wurde sie noch einmal schwanger und gebar einen Sohn; und sie sagte: Diesmal will ich den HERRN preisen! Darum gab sie ihm den Namen Juda[22]. Und sie hörte auf zu gebären. (1Mo 30,9; Mt 1,2; Lk 3,33)
1Da machte sich Jakob auf den Weg und ging in das Land der Söhne des Ostens2und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde; und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei, denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu tränken. Und ein großer Stein lag vor dem Loch des Brunnens.3Und sie pflegten die Herden alle dort zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu wälzen und die Schafe zu tränken und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Stelle.4Und Jakob sprach zu ihnen: Meine Brüder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran.5Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Ja, wir kennen ihn. (1Mo 24,10; 1Mo 24,24)6Er sprach: Geht es ihm auch gut? Sie antworteten: Es geht ihm gut; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen.7Er sprach: Es ist noch hoher Tag und ist noch nicht Zeit, das Vieh einzutreiben; tränkt die Schafe und geht hin und weidet sie.8Sie antworteten: Wir können es nicht, bis alle Herden zusammengebracht sind und wir den Stein von des Brunnens Loch gewälzt haben. Dann tränken wir die Schafe.9Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters, denn sie hütete die Schafe.10Als Jakob aber Rahel sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, trat er hinzu und wälzte den Stein von dem Loch des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.11Und er küsste Rahel und weinte laut12und sagte ihr, dass er ihres Vaters Verwandter wäre und Rebekkas Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem Vater.13Als aber Laban hörte von Jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzte und küsste ihn und führte ihn in sein Haus. Da erzählte er Laban alles, was sich begeben hatte.14Da sprach Laban zu ihm: Fürwahr, du bist von meinem Gebein und Fleisch. Und als er nun einen Monat lang bei ihm gewesen war,15sprach Laban zu Jakob: Zwar bist du mein Verwandter, aber solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein?16Laban aber hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea, die jüngere Rahel.17Leas Augen waren sanft, Rahel aber war schön von Gestalt und von Angesicht.18Und Jakob gewann Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jüngere Tochter, dienen.19Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleib bei mir.20So diente Jakob um Rahel sieben Jahre, und es kam ihm vor, als wären’s einzelne Tage, so lieb hatte er sie.21Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun meine Braut; denn die Zeit ist da, dass ich zu ihr gehe.22Da lud Laban alle Leute des Ortes ein und machte ein Hochzeitsmahl.23Am Abend aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu Jakob; und er ging zu ihr.24Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd.25Am Morgen aber, siehe, da war es Lea. Und Jakob sprach zu Laban: Warum hast du mir das angetan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen?26Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm Lande, dass man die Jüngere weggebe vor der Älteren.27Halte mit dieser die Hochzeitswoche, so will ich dir die andere auch geben für den Dienst, den du bei mir noch weitere sieben Jahre leisten sollst. (1Mo 31,14)28Das tat Jakob und hielt die Hochzeitswoche. Da gab ihm Laban seine Tochter Rahel zur Frau.29Und er gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd.30So ging Jakob auch zu Rahel ein und hatte Rahel lieber als Lea; und er diente bei ihm noch weitere sieben Jahre. (3Mo 18,18)
Jakobs Kinder
31Als aber der HERR sah, dass Lea ungeliebt war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar.32Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn; den nannte sie Ruben und sprach: Der HERR hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann lieb haben.33Und sie ward abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Der HERR hat gehört, dass ich ungeliebt bin, und hat mir diesen auch gegeben. Und nannte ihn Simeon.34Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm drei Söhne geboren. Darum nannte sie ihn Levi.35Und sie wurde abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich dem HERRN danken. Darum nannte sie ihn Juda. Und sie hörte auf, Kinder zu gebären.
1Da machte sich Jakob wieder auf den Weg und ging ins Land der Söhne des Ostens. (4Mo 23,7)2Und er sah sich um und siehe, da war ein Brunnen auf dem Feld, und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei; denn von dem Brunnen mussten die Herden trinken. Und ein großer Stein lag über der Öffnung des Brunnens. (1Mo 24,11; 2Mo 2,15; Hl 1,7; Jes 49,10; Joh 4,6; Offb 7,17)3Und sie pflegten alle Herden dort zu versammeln und den Stein von der Öffnung des Brunnens wegzuwälzen und die Schafe zu tränken, und dann brachten sie den Stein wieder an seinen Ort, über die Öffnung des Brunnens. (1Mo 29,8)4Und Jakob sprach zu ihnen: Meine Brüder, woher seid ihr? Sie antworteten: Wir sind von Haran. (1Mo 11,31; 1Mo 24,10; Apg 7,2; Apg 7,4)5Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Wir kennen ihn wohl! (1Mo 24,15; 1Mo 24,29)6Er sprach zu ihnen: Geht es ihm gut? Sie antworteten: Es geht ihm gut; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen! (1Mo 43,27)7Er sprach: Siehe, es ist noch heller Tag und noch nicht Zeit, das Vieh einzutreiben; tränkt die Schafe und geht hin, weidet sie!8Sie antworteten: Wir können es nicht, ehe alle Herden zusammengebracht sind und sie den Stein von der Öffnung des Brunnens wälzen; dann können wir die Schafe tränken. (1Mo 29,3; Mk 16,3; Lk 24,2)9Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters; denn sie war eine Hirtin. (1Mo 24,15; 2Mo 2,16; Hl 1,7)10Und es geschah, als Jakob Rahel sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, da trat er hinzu und wälzte den Stein von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter. (2Mo 2,17)11Und Jakob küsste Rahel und erhob seine Stimme und weinte. (1Mo 29,13; 1Mo 33,4; 1Mo 43,30; 1Mo 45,2; 1Mo 45,14; Röm 16,16)12Da sagte Jakob der Rahel, dass er der Bruder ihres Vaters und der Sohn der Rebekka sei. Da lief sie und sagte es ihrem Vater. (1Mo 13,8; 1Mo 14,14; 1Mo 24,28)13Und es geschah, als Laban die Nachricht von Jakob, dem Sohn seiner Schwester, hörte, da lief er ihm entgegen, umarmte und küsste ihn und führte ihn in sein Haus. Da erzählte er Laban diese ganze Geschichte. (1Mo 24,28; 2Mo 4,27; 2Mo 18,7; 2Sam 19,39)14Da sprach Laban zu ihm: Fürwahr, du bist mein Gebein und mein Fleisch! Und er blieb bei ihm einen Monat lang. (2Sam 19,12; Mi 7,5)
Lea und Rahel werden Jakob zu Frauen gegeben
15Danach sprach Laban zu Jakob: Solltest du mir darum umsonst dienen, weil du mein Neffe bist? Sage mir, was soll dein Lohn sein? (1Mo 30,28; 1Mo 31,7)16Laban aber hatte zwei Töchter; die ältere hieß Lea und die jüngere Rahel. (1Mo 29,17; Rut 4,11)17Und Lea hatte matte Augen, Rahel aber hatte eine schöne Gestalt und ein schönes Angesicht. (1Mo 29,9; 1Mo 30,1; 1Mo 30,22; 1Mo 48,7; Spr 31,30)18Und Jakob liebte Rahel, und so sprach er: Ich will dir sieben Jahre lang dienen um Rahel, deine jüngere Tochter! (1Mo 31,41; 1Sam 18,25)19Da antwortete Laban: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem anderen Mann; bleibe bei mir! (Ps 12,3)20So diente Jakob um Rahel sieben Jahre lang, und sie kamen ihm vor wie einzelne Tage, so lieb hatte er sie. (Hl 8,7; Hos 12,13)21Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir meine Frau, dass ich zu ihr eingehe, denn meine Zeit ist erfüllt! (Ri 15,1)22Da lud Laban alle Leute des Ortes ein und machte ein Mahl. (Ri 14,10; Rut 4,10; Joh 2,1)23Und es geschah am Abend, da nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm hinein; und er ging zu ihr ein.24Und Laban gab seine Magd Silpa seiner Tochter Lea zur Magd. (1Mo 30,9; 1Mo 46,18)25Und es geschah am Morgen, siehe, da war es Lea! Und er sprach zu Laban: Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen? (1Mo 27,35; Offb 3,10)26Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserem Ort, dass man die Jüngere vor der Älteren weggibt. (Ri 15,2; 1Sam 18,17)27Vollende die [Hochzeits-]Woche mit dieser, so wollen wir dir jene auch geben, für den Dienst, den du mir noch weitere sieben Jahre lang leisten sollst! (3Mo 18,18)28Und Jakob machte es so und vollendete die [Hochzeits-]Woche mit dieser. Da gab er ihm Rahel, seine Tochter, zur Frau. (1Mo 29,18)29Und Laban gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd. (1Mo 29,24; 1Mo 30,3)30So ging er auch zu Rahel ein; und er hatte Rahel lieber als Lea. Und er diente ihm noch weitere sieben Jahre lang. (1Mo 29,20; 1Mo 29,31; 5Mo 21,15)
Jakobs Söhne
31Als aber der HERR sah, dass Lea verschmäht war, da öffnete er ihren Mutterschoß; Rahel aber war unfruchtbar. (1Mo 16,1; 1Mo 30,1; 2Mo 3,7)32Und Lea wurde schwanger und gebar einen Sohn, dem gab sie den Namen Ruben. Denn sie sprach: Weil der HERR mein Elend angesehen hat, so wird mich nun mein Mann lieb gewinnen! (1Mo 35,22; 1Mo 37,21; 1Mo 49,3; 5Mo 26,7; 1Sam 1,11; 1Chr 5,1; Ps 31,8; Ps 33,18)33Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Weil der HERR gehört hat, dass ich verschmäht bin, so hat er mir auch diesen gegeben! Und sie gab ihm den Namen Simeon. (1Mo 34,25; 1Mo 34,30; 1Mo 49,5)34Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird mein Mann mir anhänglich sein, denn ich habe ihm drei Söhne geboren! Darum gab man ihm den Namen Levi. (1Mo 49,5; 2Mo 32,26; 4Mo 18,2)35Und sie wurde noch einmal schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich den HERRN preisen! Darum gab sie ihm den Namen Juda; und sie hörte auf mit Gebären. (1Mo 37,26; 1Mo 38,1; 1Mo 44,18; 1Mo 49,8; Mt 1,2)
1.Mose 29
King James Version
1Then Jacob went on his journey, and came into the land of the people of the east.2And he looked, and behold a well in the field, and, lo, there were three flocks of sheep lying by it; for out of that well they watered the flocks: and a great stone was upon the well' mouth.3And thither were all the flocks gathered: and they rolled the stone from the well' mouth, and watered the sheep, and put the stone again upon the well' mouth in his place.4And Jacob said unto them, My brethren, whence be ye? And they said, Of Haran are we.5And he said unto them, Know ye Laban the son of Nahor? And they said, We know him .6And he said unto them, Is he well? And they said, He is well: and, behold, Rachel his daughter cometh with the sheep.7And he said, Lo, it is yet high day, neither is it time that the cattle should be gathered together: water ye the sheep, and go and feed them .8And they said, We cannot, until all the flocks be gathered together, and till they roll the stone from the well' mouth; then we water the sheep.9And while he yet spake with them, Rachel came with her father' sheep: for she kept them.10And it came to pass, when Jacob saw Rachel the daughter of Laban his mother' brother, and the sheep of Laban his mother' brother, that Jacob went near, and rolled the stone from the well' mouth, and watered the flock of Laban his mother' brother.11And Jacob kissed Rachel, and lifted up his voice, and wept.12And Jacob told Rachel that he was her father' brother, and that he was Rebekah' son: and she ran and told her father.13And it came to pass, when Laban heard the tidings of Jacob his sister' son, that he ran to meet him, and embraced him, and kissed him, and brought him to his house. And he told Laban all these things.14And Laban said to him, Surely thou art my bone and my flesh. And he abode with him the space of a month.15And Laban said unto Jacob, Because thou art my brother, shouldest thou therefore serve me for nought? tell me, what shall thy wages be ?16And Laban had two daughters: the name of the elder was Leah, and the name of the younger was Rachel.17Leah was tender eyed; but Rachel was beautiful and well favoured.18And Jacob loved Rachel; and said, I will serve thee seven years for Rachel thy younger daughter.19And Laban said, It is better that I give her to thee, than that I should give her to another man: abide with me.20And Jacob served seven years for Rachel; and they seemed unto him but a few days, for the love he had to her.21And Jacob said unto Laban, Give me my wife, for my days are fulfilled, that I may go in unto her.22And Laban gathered together all the men of the place, and made a feast.23And it came to pass in the evening, that he took Leah his daughter, and brought her to him; and he went in unto her.24And Laban gave unto his daughter Leah Zilpah his maid for an handmaid.25And it came to pass, that in the morning, behold, it was Leah: and he said to Laban, What is this thou hast done unto me? did not I serve with thee for Rachel? wherefore then hast thou beguiled me?26And Laban said, It must not be so done in our country, to give the younger before the firstborn.27Fulfil her week, and we will give thee this also for the service which thou shalt serve with me yet seven other years.28And Jacob did so, and fulfilled her week: and he gave him Rachel his daughter to wife also.29And Laban gave to Rachel his daughter Bilhah his handmaid to be her maid.30And he went in also unto Rachel, and he loved also Rachel more than Leah, and served with him yet seven other years.31And when the LORD saw that Leah was hated, he opened her womb: but Rachel was barren.32And Leah conceived, and bare a son, and she called his name Reuben: for she said, Surely the LORD hath looked upon my affliction; now therefore my husband will love me.33And she conceived again, and bare a son; and said, Because the LORD hath heard that I was hated, he hath therefore given me this son also: and she called his name Simeon.34And she conceived again, and bare a son; and said, Now this time will my husband be joined unto me, because I have born him three sons: therefore was his name called Levi.35And she conceived again, and bare a son: and she said, Now will I praise the LORD: therefore she called his name Judah; and left bearing.
1Then Jacob continued on his journey. He came to the land where the eastern tribes lived.2There he saw a well in the open country. Three flocks of sheep were lying near it. The flocks were given water from the well. The stone over the opening of the well was large.3All the flocks would gather there. The shepherds would roll the stone away from the well’s opening. They would give water to the sheep. Then they would put the stone back in its place over the opening of the well.4Jacob asked the shepherds, ‘My friends, where are you from?’ ‘We’re from Harran,’ they replied.5He said to them, ‘Do you know Nahor’s grandson Laban?’ ‘Yes, we know him,’ they answered.6Then Jacob asked them, ‘How is he?’ ‘He’s fine,’ they said. ‘Here comes his daughter Rachel with the sheep.’7‘Look’, he said, ‘the sun is still high in the sky. It’s not time for the flocks to be brought together. Give water to the sheep and take them back to the grasslands.’8‘We can’t,’ they replied. ‘We have to wait until all the flocks are brought together. The stone has to be rolled away from the opening of the well. Then we’ll give water to the sheep.’9He was still talking with them when Rachel came with her father’s sheep. It was her job to take care of the flock.10Rachel was the daughter of Laban, Jacob’s uncle. When Jacob saw Rachel with Laban’s sheep, he went over to the well. He rolled the stone away from the opening. He gave water to his uncle’s sheep.11Jacob kissed Rachel. Then he began to cry because he was so happy.12He had told Rachel he was a relative of her father. He had also said he was Rebekah’s son. Rachel ran and told her father what Jacob had said.13As soon as Laban heard the news about his sister’s son Jacob, he hurried to meet him. Laban hugged Jacob and kissed him. Then Laban brought him to his home. There Jacob told him everything.
Jacob marries Leah and Rachel
14Then Laban said to him, ‘You are my own flesh and blood.’ Jacob stayed with Laban for a whole month.15Then Laban said to him, ‘You are one of my relatives. But is that any reason for you to work for me for nothing? Tell me what your pay should be.’16Laban had two daughters. The name of the elder one was Leah. And the name of the younger one was Rachel.17Leah was plain, but Rachel was beautiful. She had a nice figure.18Jacob was in love with Rachel. He said to Laban, ‘I’ll work for you for seven years so I can marry your younger daughter Rachel.’19Laban said, ‘It’s better for me to give her to you than to some other man. Stay here with me.’20So Jacob worked for seven years so he could marry Rachel. But they seemed like only a few days to him because he loved her so much.21Then Jacob said to Laban, ‘Give me my wife. I’ve completed my time. I want to sleep with her.’22So Laban brought all the people of the place together and had a feast prepared.23But when evening came, he gave his daughter Leah to Jacob. And Jacob slept with her.24Laban gave his female servant Zilpah to his daughter as her servant.25When Jacob woke up the next morning, there was Leah next to him! So he said to Laban, ‘What have you done to me? I worked for you so I could marry Rachel, didn’t I? Why did you trick me?’26Laban replied, ‘It isn’t our practice here to give the younger daughter to be married before the elder one.27Complete this daughter’s wedding week. Then we’ll give you the younger one also. But you will have to work for another seven years.’28So Jacob completed the week with Leah. Then Laban gave him his daughter Rachel to be his wife.29Laban gave his female servant Bilhah to his daughter Rachel as her servant.30Jacob slept with Rachel also. He loved Rachel more than he loved Leah. And he worked for Laban for another seven years.
Jacob becomes the Father of many children
31The LORD saw that Jacob didn’t love Leah as much as he loved Rachel. So he let Leah have children. But Rachel wasn’t able to have children.32Leah became pregnant. She had a son. She named him Reuben. She said, ‘The LORD has seen me suffer. Surely my husband will love me now.’33She became pregnant again. She had a son. Then she said, ‘The LORD heard that Jacob doesn’t love me very much. That’s why the LORD gave me this one too.’ So she named him Simeon.34She became pregnant again. She had a son. Then she said, ‘Now at last my husband will value me. I have had three sons by him.’ So the boy was named Levi.35She became pregnant again. She had a son. Then she said, ‘This time I’ll praise the LORD.’ So she named him Judah. Then she stopped having children.
1.Mose 29
Bible Kralická
1Tedy Jákob vstav, odšel do země východní.2A pohleděv, uzřel studnici v poli a tři stáda ovcí, ana se složila při ní; nebo z té studnice napájeli stáda; a kámen veliký byl navrchu studnice.3Shánívána pak tam bývala všecka stáda, a teprv odvalovali kámen ten od vrchu té studnice, a napájeli dobytky; potom zas přivalovali kámen na vrch studnice, na místo jeho.4Tedy řekl jim Jákob: Bratří moji, odkud jste? Kteřížto odpověděli: Jsme z Cháran.5I řekl jim: Znáte-li Lábana, syna Náchorova? A oni řekli: Známe.6I dí opět k nim: Dobře-li se má? Odpověděli: Dobře, a aj, Ráchel dcera jeho tamto jde s dobytkem.7Tedy řekl: Však ještě daleko do večera, aniž ještě čas, aby dobytek byl sehnán; napojte stáda, a jděte, paste.8A oni odpověděli: Nemůžeme, než až se všecka stáda seženou, a odvalen bude kámen od svrchku studnice, abychom napojili ovce.9Když on ještě mluvil s nimi, přišla k tomu Ráchel s stádem otce svého; neb ona pásla stádo.10Tedy Jákob uzřev Ráchel, dceru Lábana ujce svého, a stádo jeho, přistoupil a odvalil ten kámen od vrchu studnice, a napojil stádo Lábana ujce svého.11A políbil Jákob Ráchel, a povýšiv hlasu svého, plakal.12Oznámil jí pak byl Jákob, že jest bratr otce jejího, a že jest syn Rebeky; a ona přiběhši, oznámila to otci svému.13I stalo se, když Lában uslyšel pověst o Jákobovi, synu sestry své, že vyběhl proti němu, a objav ho, políbil, a uvedl do domu svého; on pak vypravoval Lábanovi o všech těch věcech.14Jemužto odpověděl Lában: Jistě kost má a tělo mé jsi. I zůstal s ním přes celý měsíc.15Tedy řekl Lában Jákobovi: Zdali proto, že jsi bratr můj, darmo mi sloužiti budeš? Pověz mi, jaká má býti mzda tvá?16(Měl pak Lában dvě dcery; jméno starší Lía, a jméno mladší Ráchel.17Než Lía měla oči mdlé, ale Ráchel byla pěkné postavy a krásné tváři.18I miloval Jákob Ráchel.) Řekl tedy: Buduť sloužiti sedm let za Ráchel, dceru tvou mladší.19Odpověděl Lában: Lépeť jest, abych ji tobě dal, nežli bych ji dal muži jinému; zůstaniž se mnou.20Takž Jákob sloužil za Ráchel sedm let; a bylo před očima jeho jako něco málo dnů, proto že laskav byl na ni.21Potom řekl Jákob k Lábanovi: Dejž mi ženu mou; nebo vyplněni jsou dnové moji, abych všel k ní.22Tedy sezval Lában všecky muže místa toho, a učinil hody.23U večer pak vzav Líu, dceru svou, uvedl ji k němu; a on všel k ní.24Dal také Lában Zelfu děvku svou Líe, dceři své, za služebnici.25A když bylo ráno, poznal, že jest Lía. I řekl k Lábanovi: Což jsi mi to učinil? Zdaliž jsem za Ráchel nesloužil u tebe? Pročežs mne tedy oklamal?26Odpověděl Lában: Nebývá toho v kraji našem, aby vdávána byla mladší dříve, než prvorozená.27Vyplň týden této; dámeť potom i tuto za službu, kterouž sloužiti budeš u mne ještě sedm let jiných.28I udělal tak Jákob, a vyplnil týden její. Potom dal mu Ráchel dceru svou za manželku.29Dal také Lában Ráchel, dceři své, Bálu, děvku svou za služebnici.30Tedy všel také k Ráchel, a miloval ji více než Líu; i sloužil u něho ještě sedm let jiných.31Vida pak Hospodin, že Lía nemá lásky, otevřel život její; a Ráchel nechal neplodné.32Tedy počala Lía a porodila syna, a nazvala jméno jeho Ruben; nebo řekla: Jistě viděl Hospodin trápení mé; jižť nyní milovati mne bude muž můj.33I počala opět a porodila syna, a řekla: Jistě uslyšel Hospodin, že jsem v nenávisti, protož dal mi i tohoto. A nazvala jméno jeho Simeon.34A opět počala a porodila syna, a řekla: Již nyní připojí se ke mně muž můj, nebo jsem mu porodila tři syny. Z té příčiny nazváno jest jméno jeho Léví.35I počala ještě a porodila syna, a řekla: Již nyní chváliti budu Hospodina. Pročež nazvala jméno jeho Juda; i přestala roditi.
1Jákob tedy směle vykročil na cestu a přišel do země východních národů.2Když se rozhlédl, spatřil v poli studnu. Poblíž ležela tři stáda ovcí, neboť ta studna sloužila k napájení stád. V jejím ústí však ležel veliký kámen.3Pastýři ten kámen z ústí studny odvalovali, teprve když se tam shromáždila všechna stáda, a tehdy napájeli dobytek. Potom kámen vraceli zpět na jeho místo v ústí studny.4Jákob se jich zeptal: „Odkud jste, bratři?“ „Z Cháranu,“ odpověděli.5„A znáte Lábana, syna Náchorova?“ zeptal se jich. „Známe,“ odpověděli.6Zeptal se jich: „Daří se mu dobře?“ „Ano,“ odpověděli. „Podívej, jeho dcera Ráchel právě přichází s ovcemi.“7Na to jim řekl: „Do večera je ještě daleko; teď přece není čas shánět dobytek. Napojte ovce a jděte ještě pást.“8„To nejde,“ odpověděli. „Budeme moci napojit ovce, teprve až se shromáždí všechna stáda a odvalí se kámen z ústí studny.“9A zatímco s nimi mluvil, přišla Ráchel se stádem svého otce. Byla totiž pastýřka.10Když Jákob spatřil Ráchel, dceru svého strýce Lábana, a jeho stádo, přistoupil, odvalil kámen z otvoru studny a dal stádu svého strýce Lábana napít.11Nato Ráchel políbil a hlasitě se rozplakal.12A když jí řekl, že je příbuzný jejího otce, že je Rebečin syn, běžela to povědět svému otci.13Jakmile Lában uslyšel zprávu o svém synovci Jákobovi, rozběhl se mu naproti. Objal ho, políbil a přivedl ho do svého domu. Když pak Jákob Lábanovi vyprávěl o všem, co se stalo,14Lában mu řekl: „Opravdu jsi má krev a tělo!“ Když pak u něj Jákob zůstal už celý měsíc,15Lában mu řekl: „I když jsi můj příbuzný, nebudeš přece u mě sloužit zadarmo. Řekni mi, co chceš za odměnu.“16(Onen Lában měl dvě dcery: starší se jmenovala Léa a mladší Ráchel.17Léa měla měkké oči, ale Ráchel byla nápadně krásná, překrásná dívka.)18Jákob si zamiloval Ráchel, a tak řekl: „Budu ti sloužit sedm let za tvou mladší dceru Ráchel.“19Lában odpověděl: „Dám ti ji raději než komukoli jinému. Zůstaň u mě.“20A tak Jákob sloužil za Ráchel sedm let a zdálo se mu to jako pouhá chvíle, protože ji miloval.21Potom Jákob Lábanovi řekl: „Můj čas se naplnil. Dej mi mou ženu, chci být s ní.“22Lában tedy shromáždil všechny místní muže a vystrojil hostinu.23Večer pak vzal svou dceru Léu, přivedl ji k Jákobovi a ten s ní spal.24(A Lában tenkrát své dceři Lée daroval svou otrokyni Zilpu jako děvečku.)25Přišlo ráno a hle – byla to Léa! „Cos mi to udělal?“ ptal se Jákob Lábana. „Copak jsem ti nesloužil za Ráchel? Proč jsi mě obelstil?“26„V našem kraji není zvykem vdávat mladší dříve než prvorozenou,“ odpověděl mu Lában.27„Až s ní strávíš svatební týden, dáme ti i tu druhou – za to, že mi budeš sloužit dalších sedm let.“28Jákob tedy souhlasil. Strávil svatební týden s Leou a Lában mu pak dal za ženu svoji dceru Ráchel.29(Také jí Lában daroval děvečku – svou otrokyni Bilhu.)30Jákob tedy spal i s Ráchel. Miloval ji ovšem více než Léu. Sloužil pak u Lábana ještě dalších sedm let.
Jákobovy děti
31Když Hospodin viděl, že Léa je nemilovaná, otevřel její lůno. Ráchel však byla neplodná.32Léa počala a porodila syna. Dala mu jméno Ruben (Hleďte, syn!), neboť řekla: „Hospodin pohlédl na mé trápení.[1] Teď už mě můj manžel bude milovat.“33Potom počala znovu, a když porodila syna, řekla: „Hospodin slyšel, že jsem nemilovaná, a tak mi dal i tohoto.“ Dala mu tedy jméno Šimeon, Vyslyšení.34Potom počala znovu, a když porodila syna, řekla: „Tentokrát se ke mně můj muž připojí – vždyť jsem mu porodila tři syny!“ A proto dostal jméno Levi, Spojení.35Potom počala znovu, a když porodila syna, řekla: „Teď budu chválit Hospodina!“ Proto mu dala jméno Juda, Chvála. Tehdy přestala rodit.