Deuteronomy 32

Elberfelder Bibel

1 Horch auf, du Himmel, ich will reden, und die Erde höre die Worte meines Mundes! (De 4:26; Isa 1:2) 2 Wie Regen träufle meine Lehre, wie Tau riesle meine Rede, wie Regenschauer auf frisches Grün und wie Regengüsse auf welkes Kraut! (Job 29:22) 3 Denn den Namen des HERRN rufe ich aus: Gebt Ehre[1] unserm Gott! (Ex 34:5; 1Ch 29:10) 4 Der Fels; vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er! (Ge 1:31; 1Sa 2:2; 2Sa 22:31; Ne 9:8; Ro 9:14) 5 Es versündigte sich gegen ihn eine verkehrte und verdrehte Generation - nicht seine Kinder sind sie, sondern ihr eigener Schandfleck. (De 32:20; Mt 17:17) 6 Wollt ihr so dem HERRN vergelten, törichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, der dich geschaffen[2] hat? Er hat dich gemacht und dich bereitet. (Ex 4:22; De 14:1; Ps 100:3; Isa 43:1) 7 Denk an die Tage der Vorzeit, gebt acht auf die Jahre von Generation zu Generation! Frag deinen Vater, er wird es dir kundtun, deine Ältesten, sie werden es dir sagen! (De 8:2; Job 8:8; Ps 44:2; Ps 77:6) 8 Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er die Menschenkinder voneinander schied, da legte er fest die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israel[3]. (Ge 10:5; Ac 17:26) 9 Denn der Anteil des HERRN ist sein Volk, Jakob das Maß[4] seines Erbteils. (De 9:29; 2Sa 20:19; Isa 19:25; Isa 34:17) 10 Er fand ihn[5] im Land der Wüste und in der Öde, im Geheul der Wildnis. Er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behütete ihn wie seinen Augapfel. (Ps 17:8; Ps 107:4; Ho 13:5; Zec 2:12) 11 Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie[6] aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen, (Ex 19:4) 12 so leitete ihn der HERR allein[7], und kein fremder Gott war mit ihm. (Jos 24:17; Job 15:19; Isa 43:12; Isa 63:9) 13 Er ließ ihn einherfahren auf den Höhen der Erde, und er aß die Früchte[8] des Feldes. Er ließ ihn[9] Honig saugen aus dem Felsen und Öl aus dem Felsenkiesel, (Job 29:6; Isa 58:14) 14 Rahm der Kühe und Milch der Schafe samt dem Fett der Lämmer, Widder aus Baschan[10] und Böcke samt dem Besten[11] des Weizens und das Blut der Traube trankest du, feurigen Wein. (De 28:47; Ne 9:25; Ho 11:4) 15 Da wurde Jeschurun[12] fett und schlug aus. Du wurdest fett, dick, feist! Und er verwarf den Gott, der ihn gemacht, und verachtete den Fels seiner Rettung. (De 33:5; 2Ch 12:1; Ne 9:26; Ps 89:27; Isa 44:2; Ho 4:7) 16 Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde Götter, durch Gräuel kränkten sie ihn. (1Ki 14:9; 2Ki 17:11; 2Ki 21:6; Ps 78:58; Jer 2:11; Jer 8:19) 17 Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die erst vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht verehrten[13]. (Le 17:7; De 13:8; Jud 5:8) 18 Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest[14] du und vergaßest den Gott, der dich geboren. (Ps 106:21; Isa 17:10; Jer 2:31) 19 Und der HERR sah es und verwarf sie aus Unwillen über[15] seine Söhne und seine Töchter. (Ps 106:40) 20 Er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende ist; denn eine Generation voller Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist. (De 31:17; 2Ki 17:18) 21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch einen Nicht-Gott, haben mich gekränkt durch ihre Nichtigkeiten[16]; so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch eine törichte Nation will ich sie kränken. (Isa 65:3; Jer 5:7; Jer 18:15; Eze 8:3; Ro 10:19) 22 Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn, es brennt bis in den untersten Scheol und frisst die Erde und ihren Ertrag und entzündet die Grundfesten der Berge. (Jer 15:14; La 2:2; Eze 19:12; Eze 22:21; Am 5:6; Zep 1:18) 23 Ich will Unheil über sie häufen, meine Pfeile gegen sie verbrauchen. (2Ki 22:17; Ps 7:14) 24 Sie sind vor Hunger entkräftet und aufgezehrt von Fieberglut[17] und giftiger Pest, so sende ich den Zahn wilder Tiere gegen sie, samt dem Gift der im Staub Kriechenden. (Jer 8:17; Jer 15:3) 25 Draußen wird kinderlos machen das Schwert und drinnen[18] der Schrecken: den Jüngling wie die Jungfrau, den Säugling mit dem greisen Mann. (Jer 44:7; La 1:20; Eze 7:15; Ho 9:12; Ho 11:6; Mic 6:14) 26 Ich hätte schon gesagt: Ich will sie zerschlagen, ihrer Erwähnung unter den Menschen ein Ende machen! (De 9:14; Ps 34:17) 27 Wenn ich die Kränkung durch den Feind nicht fürchtete, dass ihre Gegner es falsch darstellten, dass sie sagten: Unsere Hand war erhaben! - und nicht: Der HERR hat dies alles gewirkt! (Ex 32:12; De 9:28; 1Ki 20:28; Ps 140:9; Isa 10:12; Isa 48:11) 28 Denn sie sind eine Nation, die allen Rat verloren hat; keine Einsicht ist bei ihnen. (Jer 4:22) 29 Wenn sie weise wären, würden sie das verstehen, würden ihr Ende bedenken. (Isa 42:23; Isa 47:7; Jer 5:31; Lu 19:42) 30 Wie könnte einer Tausend jagen und zwei Zehntausend in die Flucht schlagen, wenn nicht deshalb, weil ihr Fels sie verkauft und der HERR sie preisgegeben hat? (Jos 23:10; 1Ki 14:16; 2Ch 24:24; Isa 30:17; Isa 50:1) 31 Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels; so haben unsere Feinde selbst geurteilt[19]! (Ex 8:6) 32 Denn von dem Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den Terrassengärten Gomorras; ihre Beeren sind Giftbeeren, bittere Trauben haben sie. (Isa 1:10; Jer 2:21; Eze 16:46) 33 Drachengift ist ihr Wein und grausames Viperngift. (Ps 58:5) 34 Ist dies nicht bei mir aufbewahrt, versiegelt in meinen Schatzkammern? (De 29:28; Ho 13:12) 35 Mein ist die Rache und die Vergeltung[20] für die Zeit, da ihr Fuß wankt. Denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und was ihnen bevorsteht, eilt herbei. (2Sa 22:48; Ps 94:1; Isa 13:22; Jer 8:12; Na 1:2; Lu 21:22; Ro 12:19; 2Pe 2:3) 36 Denn der HERR wird sein Volk richten[21], und über seine Knechte wird er sich erbarmen[22], wenn er sieht, dass geschwunden die Kraft und der Sklave und der Freie[23] dahin sind. (Ex 32:14; 1Ki 14:10; 2Ki 14:26; Ps 90:13; Ps 135:14; Jer 42:10; Da 12:7; Joe 2:18; Heb 10:30) 37 Und er wird sagen: Wo sind nun ihre Götter, der Fels, bei dem sie Zuflucht suchten? (Jer 2:28; Jer 11:12) 38 Die das Fett ihrer Schlachtopfer aßen, den Wein ihrer Trankopfer tranken, die sollen doch aufstehen und euch helfen, sie sollen[24] doch ein Schirm über euch sein! (Jud 10:14) 39 Seht nun, dass ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist! Ich, ich töte, und ich mache lebendig, ich zerschlage, und ich, ich heile; und es gibt keinen, der aus meiner Hand rettet! (1Sa 2:6; Ne 9:6; Job 10:7; Ps 102:28; Isa 19:22; Joh 5:21) 40 Denn ich erhebe meine Hand zum Himmel und spreche: So wahr ich ewig lebe! (Nu 14:21; 2Sa 22:47; Da 12:7; 1Ti 6:16; Re 4:9; Re 10:5) 41 Wenn ich mein blitzendes Schwert geschärft habe und meine Hand zum Gericht greift, dann wende ich Rache auf meine Gegner zurück und vergelte es meinen Hassern. (De 7:10; Ps 149:9; Isa 59:18; Eze 32:10) 42 Meine Pfeile lass ich trunken werden von Blut, und mein Schwert frisst Fleisch vom Blut der Erschlagenen und Gefangenen, vom Haupt der Fürsten des Feindes[25]. (Ps 45:6; Jer 46:10) 43 Lasst jauchzen, ihr Nationen, sein Volk! Denn er rächt das Blut seiner Knechte, und Rache wendet er auf seine Gegner zurück, und sein Land, sein Volk entsühnt er. (Ps 79:10; Isa 60:6; Eze 16:63; Eze 25:14; Ro 15:10) 44 Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Hosea[26], der Sohn des Nun. (Nu 13:16; De 31:22) 45 Und als Mose all diese Worte zu ganz Israel zu Ende geredet hatte, 46 da sagte er zu ihnen: Richtet euer Herz auf all die Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun! (De 4:9; Ps 78:5) 47 Denn nicht ein leeres Wort ist es für euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. (De 8:3; De 30:16; De 31:13; Pr 4:13; Joh 8:51) 48 Und an ebendiesem Tag redete der HERR zu Mose und sprach: 49 Steige auf das Gebirge Abarim hier, auf den Berg Nebo, der im Land Moab liegt, der Jericho gegenüber ist, und sieh das Land Kanaan, das ich den Söhnen Israel zum Eigentum gebe! (Ge 17:8; Nu 27:12; Jer 22:20) 50 Dann wirst du auf dem Berg sterben, auf den du steigst, und wirst zu deinen Völkern[27] versammelt werden, ebenso wie dein Bruder Aaron auf dem Berg Hor gestorben ist und zu seinen Völkern versammelt wurde, (Nu 20:24; Nu 32:38; De 31:14) 51 weil ihr treulos gegen mich gehandelt habt mitten unter den Söhnen Israel am Wasser von Meribat-Kadesch[28] in der Wüste Zin, weil ihr mich nicht geheiligt habt mitten unter den Söhnen Israel. (Nu 20:12) 52 Denn von der gegenüberliegenden Seite[29] sollst du das Land sehen, aber du sollst nicht in das Land hineinkommen, das ich den Söhnen Israel gebe. (De 1:37)