1Und es vergingen viele Tage, da geschah das Wort des HERRN zu Elia im dritten Jahr ⟨der Dürre⟩: Geh hin, zeige dich Ahab! Ich will Regen geben auf den Erdboden. (Jer 14,22)2Da ging Elia hin, um sich Ahab zu zeigen. Die Hungersnot in Samaria aber war schwer. (3Mo 26,20; 2Kön 1,4; 2Kön 6,25; Ps 56,5; Lk 4,25)3Und Ahab rief Obadja, der über das Haus ⟨gesetzt⟩ war – Obadja aber fürchtete den HERRN sehr[1]. (Neh 7,2; Ps 112,1)4Es geschah nämlich, als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, da nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie, je fünfzig Mann in einer Höhle, und versorgte sie mit Brot und Wasser –. (2Kön 9,7; Gal 6,10)5Und Ahab sagte zu Obadja: Geh durch das Land zu allen Wasserquellen und zu allen Bächen! Vielleicht findet sich ⟨noch etwas⟩ Gras, dass wir Pferde und Maultiere am Leben erhalten können und nichts von dem Vieh umkommen lassen müssen.6Dann teilten sie das Land unter sich, um es zu durchziehen. Ahab ging für sich auf einem Weg, und Obadja ging für sich auf einem Weg.7Und als Obadja auf dem Weg war, siehe, da kam ihm Elia entgegen. Und er erkannte ihn und fiel auf sein Angesicht und sagte: Bist du es, mein Herr Elia?8Und er sagte zu ihm: Ich bin es. Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!9Er aber sagte: Worin habe ich gesündigt, dass du deinen Knecht in die Hand Ahabs geben willst, damit er mich tötet?10So wahr der HERR, dein Gott, lebt, wenn es eine Nation oder ein Königreich gibt, wohin mein Herr nicht gesandt hat, um dich zu suchen[2]! Und sagten sie: Er ist nicht ⟨hier⟩, dann ließ er das Königreich und die Nation schwören, dass man dich nicht gefunden habe. (1Sam 23,23; Jer 26,20)11Und nun sagst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!12Und es wird geschehen, wenn ich von dir weggehe, dann wird dich der Geist des HERRN ⟨davon⟩tragen, ich weiß nicht wohin; wenn ich ⟨dann⟩ komme, Ahab zu berichten, und er findet dich nicht, wird er mich umbringen. Und dein Knecht fürchtet ⟨doch⟩ den HERRN von meiner Jugend an. (1Sam 16,2; 2Kön 2,16; Ps 71,5; Hes 3,12; Apg 8,39)13Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN umbrachte? Dass ich von den Propheten des HERRN hundert Mann versteckte, fünfzig ⟨hier und⟩ fünfzig ⟨da⟩, jeweils in einer Höhle, und dass ich sie mit Brot und Wasser versorgte? (Spr 28,12; Hebr 6,10; Hebr 11,38)14Und nun sagst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! Dann wird er mich umbringen. (1Sam 16,2)15Elia aber sagte: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe, heute werde ich mich ihm zeigen! (1Kön 17,1)16Da ging Obadja hin, Ahab entgegen, und berichtete es ihm. Und Ahab ging Elia entgegen. (Jer 39,17)17Und es geschah, als Ahab Elia sah, da sagte Ahab zu ihm: Bist du da, der Israel ins Unglück gebracht hat? (Am 7,10)18Er aber sagte: Nicht ich habe Israel ins Unglück gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, indem ihr die Gebote des HERRN verlassen habt und du den Baalim nachgelaufen bist. (1Kön 16,31; 2Chr 28,19; Jer 2,19)19Und nun sende hin, versammle ganz Israel zu mir an den Berg Karmel und die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der Aschera, die am Tisch Isebels essen! (Jos 19,26; 2Kön 3,13; Hl 7,6)20Da sandte Ahab unter allen Söhnen Israel umher und versammelte die Propheten an den Berg Karmel. (1Kön 22,6; Jer 23,13)
Elia und die Propheten des Baal auf dem Karmel
21Und Elia trat zum ganzen Volk hin und sagte: Wie lange hinkt[3] ihr auf beiden Seiten[4]? Wenn der HERR der ⟨wahre⟩ Gott ist, dann folgt ihm nach; wenn aber der Baal, dann folgt ihm nach! Aber das Volk antwortete ihm kein Wort. (Jos 24,15; 2Kön 17,41; Mt 6,24; Offb 3,15)22Da sagte Elia zum Volk: Ich allein bin übrig geblieben als Prophet des HERRN, aber die Propheten des Baal sind 450 Mann. (1Kön 19,10)23Man gebe uns nun zwei Stiere! Sie sollen sich den einen von den Stieren auswählen, ihn in Stücke zerschneiden und aufs Holz legen, aber sie sollen kein Feuer daran legen. Und ich, ich werde den anderen Stier zurichten und aufs Holz legen, und ⟨auch⟩ ich werde kein Feuer daran legen.24Dann ruft ihr den Namen eures Gottes an, und ich, ich werde den Namen des HERRN anrufen. Und der Gott, der mit Feuer antwortet, der ist der ⟨wahre⟩ Gott. Da antwortete das ganze Volk und sagte: Das Wort ist gut. (1Kön 2,38; 1Kön 18,38)25Und Elia sagte zu den Propheten des Baal: Wählt euch den einen Stier aus und richtet ihn zuerst zu! Denn ihr seid viele. Dann ruft den Namen eures Gottes an! Aber Feuer legt nicht daran!26So nahmen sie den Stier, den man ihnen überlassen hatte, und richteten ihn zu. Darauf riefen sie vom Morgen bis zum Mittag den Namen des Baal an: Baal, antworte uns! Aber da war kein Laut, keine Antwort[5]. Und sie hüpften[6] um den Altar, den man gemacht hatte. (2Mo 8,14; Ps 115,4; Jes 46,7)27Und es geschah am Mittag, da verspottete Elia sie und sagte: Ruft mit lauter Stimme, denn er ist ⟨ja⟩ ein Gott! Er ist sicher in Gedanken[7], oder er ist austreten gegangen[8], oder er ist auf der Reise; vielleicht schläft er, dann wird er aufwachen.28Da riefen sie mit lauter Stimme und ritzten sich, wie ⟨es⟩ bei ihnen Brauch ⟨war⟩, mit Messern und mit Spießen, bis das Blut an ihnen herabfloss[9]. (Jer 47,5; Sach 13,6)29Und es geschah, als der Mittag vorüber war, da weissagten[10] sie bis ⟨zur Zeit, da⟩ man das Speisopfer opfert; aber da war kein Laut, keine Antwort[11], kein Aufhorchen. (2Mo 8,14; 2Mo 29,41; 1Sam 10,5; Ps 115,4; Jes 46,7; Dan 9,21; Mt 6,7)30Da sagte Elia zum ganzen Volk: Tretet her zu mir! Und das ganze Volk trat zu ihm hin. Dann stellte er den niedergerissenen Altar des HERRN wieder her. (1Kön 19,10)31Und Elia nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, zu dem das Wort des HERRN geschehen war, als er gesagt hatte: Israel soll dein Name sein! (1Mo 32,29; 2Mo 24,4)32Und er baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN; und er zog rings um den Altar einen Graben so breit wie für zwei Maß Saat. (1Mo 12,7; Ri 6,24)33Dann schichtete er das Holz auf und zerschnitt den Stier in Stücke und legte ihn auf das Holz. (3Mo 1,6)34Und er sagte: Füllt vier Eimer mit Wasser und gießt es auf das Brandopfer und auf das Holz! Und er sagte: Tut es zum zweiten Mal! Und sie taten es zum zweiten Mal. Und er sagte: Tut es zum dritten Mal! Und sie taten es zum dritten Mal.35Da lief das Wasser rings um den Altar; und auch den Graben füllte er mit Wasser.36Und es geschah ⟨zur Zeit⟩, da man das Speisopfer opfert, da trat der Prophet Elia herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute soll man erkennen, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich nach deinem Wort das alles getan habe. (2Mo 3,6; 2Mo 29,41; 4Mo 16,28; 1Sam 17,46; 2Sam 7,26; 1Kön 20,28; 1Kön 22,28; 2Kön 5,8; 2Kön 19,19; 2Chr 30,6; Dan 9,21)37Antworte mir, HERR, antworte mir, damit dieses Volk erkennt, dass du, HERR, der ⟨wahre⟩ Gott bist und dass du selbst ihr Herz wieder zurückgewandt hast! (1Sam 17,46; 2Sam 7,26; 1Kön 20,28; 2Kön 19,19; Ps 109,27; Lk 1,16)38Da fiel Feuer vom HERRN herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde; und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf. (3Mo 9,24; 2Chr 7,1; Offb 13,13)39Als das ganze Volk das sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sagten: Der HERR, er ist Gott! Der HERR, er ist Gott! (2Mo 20,2; 1Kön 18,24; 2Chr 33,13; Ps 50,7; Hes 20,5)40Und Elia sagte zu ihnen: Packt die Propheten des Baal, keiner von ihnen soll entkommen! Und sie packten sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kischon und schlachtete sie dort. (5Mo 13,6; Ri 4,7; 1Kön 19,1; 2Kön 10,25; 2Chr 23,15)41Und Elia sagte zu Ahab: Geh hinauf, iss und trink! Denn da ist ein Geräusch vom Rauschen des Regens.42Da ging Ahab hinauf, um zu essen und zu trinken. Elia aber stieg auf den Gipfel des Karmel. Und er beugte sich zur Erde und legte sein Gesicht zwischen seine Knie. (1Sam 12,18; Hi 37,11; Jer 46,18; Jak 5,18)43Und er sagte zu seinem Diener: Geh doch hinauf, halte Ausschau auf das Meer hin! Und er ging hinauf und hielt Ausschau und sagte: Es ist nichts da. Und er sagte: Geh wieder hin! So siebenmal. (Jos 6,4; 2Kön 4,35)44Und es geschah beim siebten Mal, da sagte er: Siehe, eine Wolke, ⟨so⟩ klein wie die Hand eines Mannes, steigt aus dem Meer herauf. Da sagte Elia[12]: Geh hinauf, sag zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit der Regen dich nicht aufhält!45Und es geschah unterdessen, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein starker Regen. Und Ahab bestieg ⟨den Wagen⟩ und fuhr nach Jesreel. (Jos 17,16; 1Kön 21,1)46Und die Hand des HERRN kam über Elia; und er gürtete seine Hüften und lief vor Ahab her bis nach Jesreel hin[13]. (2Kön 1,8; 2Kön 3,15; Hes 1,3)
1Und es geschah nach vielen Tagen, im dritten Jahr, da erging das Wort des HERRN an Elia: Geh hin, zeige dich Ahab, und ich will es regnen lassen auf den Erdboden! (Ps 147,8; Jer 14,22; Lk 4,25; Jak 5,17)2Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. Es war aber eine große Hungersnot in Samaria. (Rut 1,1; 2Kön 4,38; 2Kön 8,1; 2Kön 25,3; Ps 56,5; Ps 105,16)3Und Ahab rief Obadja, seinen Verwalter. Obadja aber fürchtete den HERRN sehr. (1Kön 18,12; Neh 5,15; Neh 7,2; Ps 112,1; Pred 7,18)4Denn es geschah, als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, da nahm Obadja 100 Propheten und verbarg sie in Höhlen, hier 50 und dort 50, und versorgte sie mit Brot und Wasser. (2Kön 9,7; Mt 10,41; Röm 12,13; Gal 6,10)5So sprach nun Ahab zu Obadja: Zieh durch das Land, zu allen Wasserquellen und zu allen Bächen[1]; vielleicht finden wir Gras, um die Pferde und Maultiere am Leben zu erhalten, sodass wir nichts von dem Vieh umkommen lassen müssen! (Ps 104,14; Jer 14,5; Joe 1,18; Joe 2,22)6Und sie teilten das Land unter sich auf, um es zu durchziehen. Ahab zog allein auf einem Weg, und Obadja auch allein auf einem anderen Weg. (Jer 14,3)7Als nun Obadja auf dem Weg war, siehe, da begegnete ihm Elia. Und als er ihn erkannte, fiel er auf sein Angesicht und sprach: Bist du es, mein Herr Elia? (1Mo 18,2; 1Mo 18,12; 1Mo 44,16; 1Mo 50,18; 1Kön 11,29; Jes 60,14; 1Petr 3,8)8Er sprach zu ihm: Ich bin’s! Geh hin und sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier! (1Kön 18,3; Röm 13,7; 1Petr 2,17)9Er aber sprach: Was habe ich gesündigt, dass du deinen Knecht in die Hand Ahabs geben willst, damit er mich tötet? (2Mo 5,21; 1Kön 17,18; 1Kön 18,12)10So wahr der HERR, dein Gott, lebt, es gibt kein Volk, noch Königreich, in das mein Herr nicht gesandt hätte, um dich zu suchen. Und wenn sie sagten: »Er ist nicht hier«, so nahm er einen Eid von jenem Königreich und von jenem Volk, dass man dich nicht gefunden habe. (Jer 26,20; Jer 36,26; Hos 7,15; Am 4,6)11Und du sprichst nun: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier! (1Kön 18,8; 1Kön 18,14)12Wenn ich von dir weggehe, dann könnte es geschehen, dass dich der Geist des HERRN hinwegnimmt, ich weiß nicht wohin; und wenn ich dann komme und es Ahab berichte, und er findet dich nicht, so wird er mich töten; und dein Knecht fürchtet doch den HERRN von Jugend auf! (2Kön 2,12; 2Kön 2,16; Ps 56,12; Ps 71,5; Jes 50,10; Jes 51,12; Hes 3,12; Mt 10,28; Lk 18,21; Apg 8,39)13Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN tötete, dass ich von den Propheten des HERRN 100 Männer verbarg, hier 50 und dort 50, in Höhlen, und sie mit Brot und Wasser versorgte? (Gal 6,9; Hebr 6,10; 1Joh 3,18)14Und du sprichst nun: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hier! Er wird mich ja töten! (1Kön 18,12)15Elia aber sprach: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe, ich werde mich ihm heute zeigen! (1Kön 18,17)
Elia und die Baalspropheten auf dem Berg Karmel
16Da ging Obadja hin, Ahab entgegen, und berichtete es ihm; Ahab aber kam Elia entgegen. (1Kön 18,8)17Und als Ahab den Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du da, der Israel ins Unglück bringt? (Am 7,10; Lk 23,2; Apg 16,20; Apg 17,6)18Er aber sprach: Nicht ich bringe Israel ins Unglück, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote des HERRN verlassen habt und du den Baalen nachgefolgt bist! (2Chr 28,19; Jer 2,19)19Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf den Berg Karmel, dazu die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der Aschera, die am Tisch der Isebel essen! (Jos 19,26; 1Kön 16,32; Jer 46,18)20So sandte Ahab Boten zu allen Kindern Israels und versammelte die Propheten auf dem Berg Karmel. (1Kön 22,6)21Da trat Elia vor das ganze Volk und sprach: Wie lange wollt ihr auf beiden Seiten hinken? Ist der HERR Gott, so folgt ihm nach, ist es aber Baal, so folgt ihm! Und das Volk erwiderte ihm kein Wort. (Jos 24,15; 2Kön 17,41; Zef 1,5; Mt 6,24; 2Kor 6,14; Jak 4,4; Offb 3,15)22Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übrig geblieben als Prophet des HERRN, die Propheten Baals aber sind 450 Mann. (1Kön 18,19; 1Kön 19,10; 1Kön 19,14; Röm 11,3)23So gebt uns nun zwei Jungstiere, und lasst sie den einen Jungstier erwählen und ihn in Stücke zerteilen und auf das Holz legen und kein Feuer daran legen; so will ich den anderen Jungstier zubereiten und auf das Holz legen und auch kein Feuer daran legen. (1Kön 18,26; 1Kön 18,33)24Dann sollt ihr den Namen eures Gottes anrufen, und ich will den Namen des HERRN anrufen. Und der Gott, der mit Feuer antworten wird, der sei der [wahre] Gott! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Das Wort ist gut! (3Mo 9,24; 1Kön 18,38; 1Chr 21,26; 2Chr 7,1)25Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwählt euch den einen Jungstier und bereitet ihn zuerst zu, denn ihr seid viele, und ruft den Namen eures Gottes an, aber legt kein Feuer daran! (1Kön 22,22; 2Kön 10,19; 2Petr 2,1)26Und sie nahmen den Jungstier, den man ihnen gab, und bereiteten ihn zu; und sie riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: Baal, erhöre uns! Aber da war keine Stimme noch Antwort. Und sie hüpften um den Altar, den man gemacht hatte. (Ps 135,16; Jes 46,7; Jer 10,5; 1Kor 8,4)27Als es nun Mittag war, spottete Elia über sie und sprach: Ruft laut! denn er ist ja ein Gott; vielleicht denkt er nach oder er ist beiseitegegangen oder ist auf Reisen, oder er schläft vielleicht und wird aufwachen! (Ps 121,4; Jes 41,23; Jes 45,20)28Und sie riefen laut und machten sich Einschnitte nach ihrer Weise mit Schwertern und Spießen, bis das Blut an ihnen herabfloss. (3Mo 19,28; Röm 12,1)29Als aber der Mittag vergangen war, weissagten sie, bis es Zeit war, das Speisopfer darzubringen; aber da war keine Stimme noch Antwort noch Aufhorchen. (2Mo 29,41; 1Kön 18,26)30Da sprach Elia zu dem ganzen Volk: Tretet heran zu mir! Als nun das ganze Volk zu ihm trat, stellte er den Altar des HERRN, der niedergerissen war, wieder her. (1Kön 19,10; 1Kön 19,14; 2Chr 33,16; Röm 11,3)31Und Elia nahm zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, an den das Wort des HERRN ergangen war: »Du sollst Israel heißen!« (1Mo 32,28; 1Mo 35,10; 2Mo 24,4; Jos 4,5)32Und er baute aus den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte um den Altar her einen Graben so breit wie für zwei Kornmaß Aussaat; (2Mo 20,24; Ri 6,26; 1Sam 7,17)33und er richtete das Holz zu und zerteilte den Jungstier in Stücke und legte ihn auf das Holz, (3Mo 1,6)34und er sprach: Füllt vier Krüge mit Wasser und gießt es auf das Brandopfer und auf das Holz! Und er sprach: Tut es noch einmal! Und sie taten es noch einmal. Und er sprach: Tut es zum dritten Mal! Und sie taten es zum dritten Mal. (4Mo 24,10; Dan 6,11; Dan 6,14; Apg 10,16; Apg 11,10)35Und das Wasser lief rings um den Altar, und auch den Graben füllte er mit Wasser. (1Kön 18,38)36Und es geschah um die Zeit, da man das Speisopfer darbringt, da trat der Prophet Elia herzu und sprach: O HERR, du Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass [sie] heute erkennen, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dass ich dies alles nach deinem Wort getan habe! (2Mo 3,6; 4Mo 16,28; 1Sam 17,46; 1Kön 18,29; 2Kön 19,19; Ps 83,19; Ps 115,2; Hes 36,23; Mt 22,32)37Erhöre mich, o HERR, erhöre mich, damit dieses Volk erkennt, dass du, HERR, der [wahre] Gott bist, und damit du ihr Herz zur Umkehr bringst! (1Kön 18,24; Jes 37,20; Mal 3,23; Lk 1,16)38Da fiel das Feuer des HERRN herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde; und es leckte das Wasser auf im Graben. (3Mo 9,24; Ri 6,21; 1Chr 21,26; 2Chr 7,1)39Als das ganze Volk dies sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott! Der HERR ist Gott! (Ps 22,30; Jes 45,23; Joh 2,23; Phil 2,9)40Elia aber sprach zu ihnen: Fangt die Propheten Baals, dass keiner von ihnen entkommt! Und sie fingen sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kison und schlachtete sie dort. (5Mo 13,7; 5Mo 18,20; 2Kön 10,25)41Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iss und trink, denn es rauscht, als wolle es reichlich regnen! (1Kön 17,1; 1Kön 18,1)42Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia auf den Gipfel des Karmel und beugte sich zur Erde und legte sein Angesicht zwischen seine Knie; (Jak 5,17)43und er sprach zu seinem Burschen: Geh doch hinauf und schaue zum Meer hin! Da ging er hinauf und schaute hin und sprach: Es ist nichts da! Er sprach: Geh wieder hin! So geschah es siebenmal. (Jos 6,15; 2Kön 5,10; Hab 2,1; Mt 18,21; Lk 18,1)44Und beim siebten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke aus dem Meer auf, wie die Hand eines Mannes! Da sprach er: Geh hinauf und sage zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht zurückhält! (1Sam 6,7; 1Sam 6,10; Hi 8,7; Mi 1,13; Sach 4,10)45Und es geschah unterdessen, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein gewaltiger Regen. Ahab aber bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel. (Jos 19,18; 1Sam 12,18; 1Kön 21,1; 1Kön 21,23; Ps 65,6; Ps 65,10; Ps 68,10)46Und die Hand des HERRN kam über Elia, und er gürtete seine Lenden und lief vor Ahab her bis nach Jesreel. (2Sam 15,1; 1Kön 19,8; 2Kön 1,8; 2Kön 3,15; 2Kön 4,29; 2Kön 9,1; Esr 7,6; Hes 1,3; Hes 8,1; Mal 3,1; Apg 11,21)
1Nach langer Zeit - es war im dritten Jahr - erging das Wort des HERRN an Elija: Geh und zeig dich dem Ahab! Ich will Regen auf die Erde senden. (5Mo 11,14; Jer 5,24; Jer 10,13)2Da ging Elija hin, um sich Ahab zu zeigen. Die Hungersnot war groß in Samaria.3Daher rief Ahab den Palastvorsteher Obadja. Dieser war sehr gottesfürchtig.4Als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, hatte Obadja hundert von ihnen beiseitegenommen, sie zu je fünfzig in einer Höhle verborgen und mit Brot und Wasser versorgt.5Ahab befahl nun Obadja: Geh an alle Wasserquellen und Bäche im Land! Vielleicht finden wir Gras, damit wir Pferde und Maultiere am Leben erhalten können und nicht einen Teil des Viehs töten müssen.6Sie teilten sich das Land, um es zu durchstreifen. Ahab ging in die eine und Obadja in die andere Richtung.7Als nun Obadja unterwegs war, kam ihm Elija entgegen. Obadja erkannte ihn, warf sich vor ihm nieder und rief: Bist du es, mein Herr Elija?8Dieser antwortete: Ich bin es. Geh und melde deinem Herrn: Elija ist da.9Obadja entgegnete: Was habe ich mir zuschulden kommen lassen, dass du deinen Knecht an Ahab ausliefern und dem Tod preisgeben willst?10So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Es gibt kein Volk und kein Reich, wo mein Herr dich nicht hätte suchen lassen. Und wenn man sagte: Er ist nicht hier, dann ließ er dieses Reich oder Volk schwören, dass man dich nicht gefunden habe.11Und jetzt befiehlst du: Geh und melde deinem Herrn: Elija ist da.12Wenn ich nun von dir weggehe, könnte ja der Geist des HERRN dich an einen Ort tragen, den ich nicht kenne. Käme ich dann zu Ahab, um dich zu melden, und könnte er dich nicht finden, so würde er mich töten. Dabei hat dein Knecht doch von Jugend auf den HERRN gefürchtet. (2Kön 2,16; Hes 3,12; Hes 11,1)13Hat man dir denn nicht berichtet, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN umbrachte? Ich habe doch hundert von ihnen, je fünfzig in einer Höhle, verborgen und mit Brot und Wasser versorgt.14Und nun befiehlst du: Geh und melde deinem Herrn: Elija ist da. Ahab würde mich töten.15Doch Elija antwortete: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, in dessen Dienst ich stehe: Heute noch werde ich ihm vor die Augen treten.16Obadja kam zu Ahab und brachte ihm die Nachricht. Ahab ging Elija entgegen.17Sobald er ihn sah, rief er aus: Bist du es, Verderber Israels?18Elija entgegnete: Nicht ich habe Israel ins Verderben gestürzt, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote des HERRN übertreten habt und du den Baalen nachgelaufen bist.19Doch schick jetzt Boten aus und versammle mir ganz Israel auf dem Karmel, auch die vierhundertfünfzig Propheten des Baal und die vierhundert Propheten der Aschera, die vom Tisch Isebels essen! (2Kön 10,19)
Entscheidung auf dem Karmel
20Ahab schickte in ganz Israel umher und ließ die Propheten auf dem Karmel zusammenkommen.21Und Elija trat vor das ganze Volk und rief: Wie lange noch schwankt ihr nach zwei Seiten? Wenn der HERR der wahre Gott ist, dann folgt ihm! Wenn aber Baal es ist, dann folgt diesem! Doch das Volk gab ihm keine Antwort. (Jos 24,15)22Da sagte Elija zum Volk: Ich allein bin als Prophet des HERRN übrig geblieben; die Propheten des Baal aber sind vierhundertfünfzig. (1Kön 19,10)23Man gebe uns zwei Stiere. Sie sollen sich einen auswählen, ihn zerteilen und auf das Holz legen, aber kein Feuer anzünden. Ich werde den andern zubereiten, auf das Holz legen und kein Feuer anzünden.24Dann sollt ihr den Namen eures Gottes anrufen und ich werde den Namen des HERRN anrufen. Der Gott, der mit Feuer antwortet, ist der wahre Gott. Da rief das ganze Volk: Der Vorschlag ist gut.25Nun sagte Elija zu den Propheten des Baal: Wählt ihr zuerst den einen Stier aus und bereitet ihn zu; denn ihr seid die Mehrheit. Ruft dann den Namen eures Gottes an, entzündet aber kein Feuer!26Sie nahmen den Stier, den er ihnen überließ, und bereiteten ihn zu. Dann riefen sie vom Morgen bis zum Mittag den Namen des Baal an und schrien: Baal, erhöre uns! Doch es kam kein Laut und niemand gab Antwort. Sie tanzten hüpfend um den Altar, den man gemacht hatte.[1] (Hos 11,7)27Um die Mittagszeit verspottete sie Elija und sagte: Ruft lauter! Er ist doch Gott. Er könnte beschäftigt sein, könnte beiseitegegangen oder verreist sein. Vielleicht schläft er und wacht dann auf.28Sie schrien nun mit lauter Stimme. Nach ihrem Brauch ritzten sie sich mit Schwertern und Lanzen wund, bis das Blut an ihnen herabfloss. (Hos 7,14)29Als der Mittag vorüber war, verfielen sie in Raserei und das dauerte bis zu der Zeit, da man das Speiseopfer darzubringen pflegt. Doch es kam kein Laut, keine Antwort, keine Erhörung.30Nun forderte Elija das ganze Volk auf: Tretet her zu mir! Sie kamen und Elija baute den zerstörten Altar des HERRN wieder auf.31Er nahm zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, zu dem der HERR gesagt hatte: Israel soll dein Name sein. (1Mo 32,29; 1Mo 35,10)32Er fügte die Steine zu einem Altar für den Namen des HERRN, zog rings um den Altar einen Graben und grenzte eine Fläche ab, die zwei Sea Saat hätte aufnehmen können.33Sodann schichtete er das Holz auf, zerteilte den Stier und legte ihn auf das Holz.34Nun befahl er: Füllt vier Krüge mit Wasser und gießt es über das Brandopfer und das Holz! Hierauf sagte er: Tut es noch einmal! Und sie wiederholten es. Dann sagte er: Tut es zum dritten Mal! Und sie taten es zum dritten Mal.35Das Wasser lief rings um den Altar. Auch den Graben füllte er mit Wasser.36Zu der Zeit nun, da man das Speiseopfer darzubringen pflegt, trat der Prophet Elija an den Altar und rief: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, heute soll man erkennen, dass du Gott bist in Israel, dass ich dein Knecht bin und all das in deinem Auftrag tue.37Erhöre mich, HERR, erhöre mich! Dieses Volk soll erkennen, dass du, HERR, der wahre Gott bist und dass du sein Herz zur Umkehr wendest.38Da kam das Feuer des HERRN herab und verzehrte das Brandopfer, das Holz, die Steine und die Erde. Auch das Wasser im Graben leckte es auf. (4Mo 11,1)39Das ganze Volk sah es, warf sich auf das Angesicht nieder und rief: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott!40Elija aber befahl ihnen: Ergreift die Propheten des Baal! Keiner von ihnen soll entkommen. Man ergriff sie und Elija ließ sie zum Bach Kischon hinabführen und dort töten.
Ende der Dürre
41Dann sagte Elija zu Ahab: Geh hinauf, iss und trink; denn das Rauschen des Regens ist schon hörbar.42Während Ahab wegging, um zu essen und zu trinken, stieg Elija zur Höhe des Karmel empor, kauerte sich auf den Boden nieder und legte seinen Kopf zwischen die Knie.43Dann befahl er seinem Diener: Geh hinauf und schau auf das Meer hinaus! Dieser ging hinauf schaute hinaus und meldete: Es ist nichts zu sehen. Elija befahl: Geh sieben Mal hinauf!44Beim siebten Mal meldete der Diener: Eine Wolke, klein wie eine Menschenhand, steigt aus dem Meer herauf. Darauf sagte Elija: Geh hinauf und sag zu Ahab: Spanne an und fahr hinab, damit der Regen dich nicht aufhält! (Lk 12,54)45Es dauerte nicht lange, da verfinsterte sich der Himmel durch Sturm und Wolken und es fiel ein starker Regen. Ahab bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel.46Über Elija aber kam die Hand des HERRN. Er gürtete sich und lief vor Ahab her bis dorthin, wo der Weg nach Jesreel abzweigt. (2Kön 3,15; Hes 1,3)
1Längere Zeit danach, im dritten Jahr ´der Dürrekatastrophe`, sprach der HERR zu Elia[1]: »Geh und tritt vor König Ahab! Ich werde dem Land wieder Regen schicken.«2Elia machte sich auf den Weg, um sich Ahab zu zeigen. In Samaria litt das Volk schwer unter der Hungersnot.3Deshalb ließ Ahab seinen Palastvorsteher Obadja zu sich rufen. Obadja hatte große Ehrfurcht vor dem HERRN.4Als Königin Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, hatte er hundert von ihnen versteckt. Er hatte jeweils fünfzig in einer Höhle ´untergebracht und sie` mit Brot und Wasser versorgt.5Nun sagte Ahab zu Obadja: »Geh durch das Land[2] zu jeder Quelle und zu jedem Bach! Vielleicht findet sich noch irgendwo Gras, damit wir die Pferde und Maultiere am Leben erhalten können. Sonst müssen wir einen Teil der Tiere töten.«6Ahab und Obajda teilten auf, wer welche Gebiete des Landes durchsuchen sollte, und machten sich getrennt auf den Weg.7Obadja durchstreifte das ihm zugewiesene Gebiet. Da kam ihm Elia entgegen. Obadja erkannte den Propheten, warf sich vor ihm nieder und berührte mit der Stirn den Boden. »Elia, mein Herr, bist du es wirklich?«, fragte er.8»Ja, ich bin es«, sagte Elia. »Geh sofort zurück und melde deinem Herrn, dass ich hier bin!«9Obadja erwiderte: »Was habe ich denn verbrochen, dass du mich dem Zorn Ahabs ausliefern willst? Ahab wird mich umbringen!10So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Es gibt kein Volk und kein Reich, in dem er dich nicht hat suchen lassen. Wenn die Leute sagten: ›Elia ist nicht hier‹, dann mussten sie schwören, dich nicht gefunden zu haben.11Und jetzt forderst du mich auf, zum König zu gehen und ihm zu melden: ›Elia ist da!‹12Was ist, wenn der Geist Gottes dich in der Zwischenzeit an einen Ort bringt, den ich nicht kenne? Wenn Ahab dich dann nicht findet, wird er mich töten. Dabei habe ich doch von Jugend an dem HERRN treu gedient.13Hat man dir nicht berichtet, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN umbringen ließ? Hundert von ihnen habe ich versteckt, je fünfzig in einer Höhle, und sie mit Brot und Wasser versorgt.14Und jetzt lässt du mich zu Ahab gehen und ihm melden, dass du da bist? Er wird mich umbringen!«15Doch Elia entgegnete ihm: »So gewiss der HERR, der allmächtige Gott, lebt, in dessen Dienst ich stehe: Noch heute werde ich mich Ahab zeigen.«16Da kehrte Obadja um und überbrachte dem König die Nachricht. ´Sofort` brach Ahab auf, um Elia zu treffen.
Wer ist der wahre Gott – Baal oder der Herr?
17Als Ahab den Propheten sah, sagte er zu ihm: »Da bist du ja – der Mann, der Israel ins Unglück stürzt!«18Elia entgegnete: »Nicht ich stürze Israel ins Unglück, sondern du und deine Familie! Ihr missachtet die Gebote des HERRN, und du läufst dem Götzen Baal nach und verehrst seine Götzenbilder.19Schick jetzt Boten ins ganze Land! Alle Israeliten sollen zu mir auf den Berg Karmel kommen. ´Ruf` auch die vierhundertfünfzig Propheten Baals und die vierhundert Propheten der Aschera, die von Isebel mit allem versorgt werden, was sie brauchen[3].«20Ahab gehorchte. Er rief die Israeliten auf dem Berg Karmel zusammen und ´bestellte` auch die Propheten dorthin.21Als alle versammelt waren, trat Elia vor die Menge und rief: »Wie lange wollt ihr noch hin- und herschwanken?[4] Wenn der HERR ´der wahre` Gott ist, dann folgt ihm nach! Ist es aber Baal, dann folgt ihm!« Das Volk antwortete ihm kein Wort.22Da fuhr Elia fort: »Ich bin der einzige Prophet des HERRN, der noch übrig geblieben ist, aber die Propheten Baals sind vierhundertfünfzig Mann.23Bringt zwei junge Stiere her! Baals Propheten sollen einen auswählen, ihn zerteilen und die Stücke ´als Opfer` auf das Brennholz legen. Aber sie dürfen kein Feuer anzünden. Den anderen Stier werde ich ´für mein Opfer` zubereiten und auf das Holz legen. Auch ihn werde ich nicht anzünden.24Dann rufen die Propheten Baals zu ihrem Gott, und ich werde zum HERRN rufen. Der Gott, der als Antwort Feuer schickt, der ist Gott.« Das ganze Volk rief: »Ja, das ist gut!«25»Macht ihr den Anfang«, sagte Elia zu den Propheten Baals. »Ihr seid in der Überzahl. Sucht einen Stier aus, bereitet ihn ´als Opfer` zu und ruft zu eurem Gott. Aber ihr dürft kein Feuer anzünden.«26Die Propheten Baals wählten einen Stier[5] und bereiteten ihn ´für das Opfer` zu. Dann riefen sie den Namen Baals an. Vom Morgen bis zum Mittag tanzten[6] sie um den Altar, den sie errichtet hatten, und schrien die ganze Zeit: »Baal, antworte uns!« Doch es blieb alles still und niemand antwortete.27Gegen Mittag begann Elia zu spotten: »Ihr müsst wohl lauter rufen, wenn euer erhabener Gott es hören soll.[7] Vielleicht ist er in Gedanken versunken oder er musste mal austreten. Vielleicht ist er auch auf Reisen. Oder er schläft noch und ihr müsst ihn aufwecken!«28Da schrien sie noch lauter. Nach ihrem Brauch verletzten sie sich selbst mit Messern und Speeren, bis das Blut an ihnen herabfloss.29Dabei[8] gerieten sie in einen Zustand der Ekstase, der bis zur Zeit des Speiseopfers anhielt[9]. Aber nach wie vor blieb alles still. Niemand antwortete. Nichts geschah.30Schließlich rief Elia dem Volk zu: »Tretet her zu mir!«, und die Leute versammelten sich um ihn. Als Erstes baute Elia den Altar des HERRN, den man niedergerissen hatte, wieder auf.31Er nahm zwölf Steine, einen für jeden Stamm der Nachkommen Jakobs, dem der HERR ´einst` den Namen Israel verliehen hatte.32Mit diesen Steinen baute Elia den ´zerstörten` Altar des HERRN neu auf. Rings um den Altar zog er einen Graben, der so breit war, dass man zwölf Kilogramm Saatgut darin hätte aussäen können[10].33Er schichtete das Brennholz auf den Altar, zerteilte den Stier und legte ihn auf das Holz.34Dann befahl er: »Holt vier Eimer Wasser und gießt sie über das Opfertier und das Holz!« Das ließ er noch ein zweites und ein drittes Mal wiederholen,35bis das Wasser auf allen Seiten am Altar herunterlief und auch den Graben füllte.36Zur Zeit des Speiseopfers trat Elia an den Altar und betete laut: »HERR, du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs[11]! Heute sollen alle erkennen, dass du Gott bist in Israel und dass ich dein Diener bin, der das alles in deinem Auftrag getan hat.37Antworte mir, HERR! Antworte mir, damit dieses Volk erkennt, dass du, HERR, allein Gott bist und sie dazu bewegen willst, von ganzem Herzen zu dir zurückzukehren.«38Da ließ der HERR Feuer herabfallen. Es verzehrte nicht nur das Opferfleisch und das Holz, sondern auch die Steine ´des Altars`, die Erde ringsum und das Wasser im Graben.39Als die Israeliten das sahen, warfen sie sich nieder und riefen: »Der HERR ist Gott! Der HERR ist Gott!«40Elia aber befahl ihnen: »Ergreift die Baalspropheten! Keiner darf entkommen!« Man nahm die Baalspropheten fest, und Elia ließ sie zum Bach Kischon hinabführen und dort hinrichten.
Elia betet um Regen
41Dann sagte Elia zu Ahab: »Geh und lass dir etwas zu essen und zu trinken geben.[12] Ich höre schon den Regen rauschen.«42Während Ahab aß und trank, stieg Elia zum Gipfel des Karmel hinauf. Dort kauerte er sich auf den Boden[13] und verbarg sein Gesicht zwischen den Knien.43Seinem Diener befahl er: »Geh ganz hinauf und schau, was sich am ´Himmel über dem` Meer tut.« Der Diener ging, ´kam wieder zurück` und berichtete: »Es ist nichts zu sehen.« »Dann geh noch einmal!«, sagte Elia. ´Das geschah` sieben Mal.44Beim siebten Mal meldete der Diener: »Ich habe eine kleine Wolke am Horizont gesehen, nicht größer als eine Hand.« »Lauf zu Ahab«, befahl Elia, »und sag ihm, dass er den Wagen anspannen und nach Hause fahren soll, damit er nicht vom Regen aufgehalten wird.«45Wenige Augenblicke später verdunkelte sich der Himmel und ein starker Wind kam auf. Dann begann es heftig zu regnen. Ahab bestieg seinen Wagen und fuhr in Richtung Jesreel davon.46Da kam die Kraft des HERRN[14] über Elia. Er band sein Gewand mit dem Gürtel hoch und rannte den ganzen Weg bis nach Jesreel vor Ahabs Wagen her.
1Und nach längerer Zeit, im dritten Jahr, erging das Wort des HERRN an Elija: Geh, zeige dich Achab, denn ich will regnen lassen auf den Erdboden. (1Kön 17,1; Jer 14,22)2Und Elija ging, um sich Achab zu zeigen. Der Hunger aber war gross in Samaria. (2Kön 6,25)3Und Achab rief Obadjahu, der dem Haus vorstand. Obadjahu aber hatte grosse Ehrfurcht vor dem HERRN, (1Kön 4,6)4und als Isebel die Propheten des HERRN ausrotten wollte, hatte Obadjahu hundert Propheten genommen und sie versteckt, je fünfzig Mann in einer Höhle, und er hatte sie mit Brot versorgt und mit Wasser. (1Kön 16,31; 2Kön 9,7; 2Kön 9,13)5Und Achab sprach zu Obadjahu: Geh zu allen Wasserquellen und zu allen Bächen im Land. Vielleicht findet sich Gras, und wir können Pferde und Maultiere am Leben erhalten und müssen keines der Tiere töten.6Dann teilten sie sich das Land auf, um es zu durchziehen. Auf dem einen Weg zog Achab allein, und auf dem anderen Weg zog Obadjahu allein.7Und als Obadjahu auf dem Weg war, sieh, da kam ihm Elija entgegen, und er erkannte ihn und fiel nieder auf sein Angesicht und sagte: Bist du es, mein Herr Elija?8Und dieser sprach zu ihm: Ich bin es. Geh, sag deinem Herrn: Sieh, Elija ist da!9Er aber sagte: Was habe ich mir zuschulden kommen lassen, dass du deinen Diener in die Hand Achabs gibst und dieser mich töten kann?10So wahr der HERR, dein Gott, lebt: Es gibt keine Nation und kein Königreich, zu dem mein Herr nicht gesandt hätte, um dich zu suchen. Sagten sie dann: Er ist nicht da!, so liess er das Königreich oder die Nation schwören, dass man dich nicht finden könne. (1Kön 1,29)11Und nun sagst du: Geh, sag deinem Herrn: Sieh, Elija ist da!12Wenn ich nun wegginge von dir, könnte der Geist des HERRN dich forttragen, ich aber wüsste nicht, wohin. Käme ich dann zu Achab, um es ihm auszurichten, und er fände dich nicht, so würde er mich umbringen. Dabei hat dein Diener den HERRN gefürchtet von seiner Jugend auf! (2Kön 2,16; Hes 3,12; Apg 8,39)13Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN umgebracht hat? Dass ich von den Propheten des HERRN hundert versteckt habe, je fünfzig in einer Höhle, und sie mit Brot versorgt habe und mit Wasser? (1Kön 18,4)14Und nun sagst du: Geh, sag deinem Herrn: Sieh, Elija ist da! - Er würde mich umbringen.15Elija aber sprach: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dem ich diene: Noch heute werde ich mich ihm zeigen. (1Kön 17,1)16Da ging Obadjahu Achab entgegen und richtete ihm alles aus. Und Achab ging Elija entgegen,17und als Achab Elija erblickte, sprach Achab zu ihm: Bist du es, der du Israel ins Unglück stürzt? (Jer 38,4)18Er aber sprach: Nicht ich habe Israel ins Unglück gestürzt, sondern du und das Haus deines Vaters, da ihr die Gebote des HERRN verlassen habt und da du den Baalen nachgelaufen bist. (1Kön 16,31)19Nun aber sende hin, versammle ganz Israel bei mir auf dem Berg Karmel und dazu die vierhundertfünfzig Propheten des Baal und die vierhundert Propheten der Aschera, die am Tisch Isebels essen. (1Kön 15,13)20Und Achab sandte zu allen Israeliten und versammelte die Propheten auf dem Berg Karmel. (1Kön 22,6)21Und Elija trat vor das ganze Volk und sprach: Wie lange wollt ihr auf zwei Krücken hinken? Wenn der HERR Gott ist, so folgt ihm, wenn aber Baal, so folgt ihm. Das Volk aber gab ihm keine Antwort. (Jos 24,15; 2Kor 6,15)22Da sprach Elija zum Volk: Ich allein bin übrig geblieben als Prophet des HERRN, die Propheten des Baal aber sind vierhundertfünfzig Mann. (1Kön 19,10)23So gebe man uns zwei Stiere. Dann sollen sie sich einen Stier auswählen, ihn zerlegen und auf das Holz legen, das Feuer aber sollen sie nicht entzünden. Dann werde ich den anderen Stier herrichten und auf das Holz legen, das Feuer aber werde ich nicht entzünden.24Dann sollt ihr den Namen eures Gottes anrufen, ich aber werde den Namen des HERRN anrufen. Und der Gott, der mit Feuer antwortet, der ist Gott. Daraufhin sagte das ganze Volk: Das Wort ist gut! (1Mo 15,17)25Dann sprach Elija zu den Propheten des Baal: Wählt euch einen Stier aus, und dann richtet ihr ihn als Erste her, denn ihr seid viele. Dann ruft den Namen eures Gottes an, das Feuer aber sollt ihr nicht entzünden.26Und sie nahmen den Stier, den er ihnen gegeben hatte, und richteten ihn her, und vom Morgen bis zum Mittag riefen sie den Namen Baals an und sprachen: Baal, antworte uns! Aber nichts war zu hören, niemand gab Antwort. Und sie hinkten um den Altar, den man gemacht hatte. (Ps 115,4; Jes 46,7)27Und als es Mittag wurde, verhöhnte Elija sie und sprach: Ruft mit lauter Stimme, denn er ist ein Gott. Sicher ist er gerade beschäftigt, oder er ist weggegangen[1] und ist nun unterwegs; vielleicht schläft er auch und muss erst aufwachen.28Da riefen sie mit lauter Stimme, und ihrem Brauch gemäss machten sie sich Einschnitte mit Schwertern und mit Speeren, bis Blut an ihnen herunterlief. (Jer 41,5; Jer 47,5; Hos 7,14)29Und als der Mittag vorbei war, gebärdeten sie sich wie Propheten, bis um die Zeit, da man das Speiseopfer darbringt. Aber nichts war zu hören, niemand gab Antwort, und niemand merkte auf. (4Mo 28,4; 1Sam 10,5)30Da sprach Elija zum ganzen Volk: Tretet her zu mir! Und alles Volk trat zu ihm, und er baute den Altar des HERRN wieder auf, der niedergerissen worden war. (1Kön 19,10)31Und Elija nahm zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, an den dieses Wort des HERRN ergangen war: Dein Name soll Israel sein. (1Mo 32,29; 1Mo 35,10; 2Mo 24,4)32Und aus den Steinen baute er einen Altar im Namen des HERRN, und rings um den Altar zog er einen Graben, zwei Sea Aussaat eingrenzend. (1Mo 12,7; Ri 6,24)33Dann schichtete er das Holz auf, zerlegte den Stier und legte ihn auf das Holz. (3Mo 1,6)34Und er sagte: Füllt vier Krüge mit Wasser und giesst es auf das Brandopfer und auf das Holz. Dann sagte er: Macht es noch einmal. Und sie machten es noch einmal. Er aber sagte: Macht es ein drittes Mal. Und sie machten es ein drittes Mal.35Da lief das Wasser rings um den Altar, und auch den Graben füllte er mit Wasser.36Um die Zeit aber, da man das Speiseopfer darbringt, trat Elija, der Prophet, heran und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, heute soll bekannt werden, dass du Gott bist in Israel und dass ich dein Diener bin und all dies auf dein Wort hin getan habe. (2Mo 3,6)37Antworte mir, HERR, antworte mir, damit dieses Volk erkennt, dass du, HERR, Gott bist und dass du ihr Herz zurückwendest. (2Sam 7,26; 2Kön 19,19)38Da fiel das Feuer des HERRN herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde, und auch das Wasser, das im Graben war, leckte es auf. (3Mo 9,24; Offb 13,13; Offb 19,12)39Und das ganze Volk sah es, und sie fielen nieder auf ihr Angesicht und sprachen: Der HERR, er ist Gott! Der HERR, er ist Gott! (1Kön 18,24)40Und Elija sprach zu ihnen: Ergreift die Propheten des Baal! Keiner von ihnen soll entrinnen! Und man ergriff sie, und Elija führte sie hinab an das Bachtal des Kischon, und dort schlachtete er sie. (2Mo 22,19; 5Mo 13,6; Ri 4,7)41Und Elija sprach zu Achab: Geh hinauf, iss und trink, denn schon hört man das Rauschen des Regens.42Und Achab ging hinauf, um zu essen und zu trinken, Elija aber stieg auf den Gipfel des Karmel, beugte sich zur Erde nieder und vergrub sein Angesicht zwischen seinen Knien. (1Sam 12,18; Jak 5,18)43Dann sagte er zu seinem Burschen: Geh hinauf, halte Ausschau gegen das Meer hin. Und dieser ging hinauf, hielt Ausschau und sagte: Dort ist nichts. Er aber sagte: Geh noch einmal hinauf! Und dies sieben Mal. (Jos 6,4; 2Kön 4,35)44Beim siebten Mal aber sagte er: Sieh, eine Wolke, klein wie die Hand eines Mannes, steigt auf aus dem Meer. Da sprach er: Geh hinauf, sprich zu Achab: Spann an und fahr hinab, und der Regen soll dich nicht davon abhalten.45Unterdessen aber hatte der Himmel sich verfinstert mit Wolken und mit Sturm, und ein gewaltiger Regen setzte ein. Da stieg Achab auf und fuhr nach Jesreel.46Die Hand des HERRN aber war auf Elija, und er gürtete seine Hüften, und bis da, wo es nach Jesreel geht, lief er vor Achab her. (2Kön 1,8; 2Kön 3,15; Hes 1,3; Hes 3,22)
1Viele Tage später, im dritten Jahr der Hungersnot, kam das Wort Jahwes zu Elija: „Geh jetzt und zeig dich Ahab! Ich werde dem Land wieder Regen geben.“2Elija machte sich auf den Weg zu Ahab. In Samaria war die Hungersnot besonders schwer.3Ahab hatte seinen Palastvorsteher Obadja zu sich rufen lassen. – Obadja aber hatte große Ehrfurcht vor Jahwe.4Als Isebel nämlich die Propheten Jahwes ermorden ließ, hatte er hundert von ihnen in zwei Höhlen versteckt und sie mit Brot und Wasser versorgt. –5Ahab hatte zu Obadja gesagt: „Zieh durchs Land zu allen Wasserquellen und Bächen! Vielleicht findet sich irgendwo noch Gras, dass wir Pferde und Maultiere am Leben erhalten können. Sonst müssen wir einen Teil der Tiere töten.“6Dann teilten sie das Land unter sich auf und gingen jeder für sich auf die Suche.7Als Obadja auf dem Weg war, kam Elija ihm entgegen. Er erkannte ihn und warf sich vor ihm nieder, das Gesicht auf dem Boden. „Bist du es wirklich, mein Herr Elija?“, fragte er.8„Ja, ich bin es“, erwiderte dieser. „Geh jetzt zu deinem Herrn und sag ihm: Elija ist da!“9„Was habe ich mir denn zu Schulden kommen lassen“, erwiderte Obadja, „dass du mich Ahab in die Hand gibst? Er wird mich umbringen.10So wahr Jahwe, dein Gott, lebt: Es gibt kein Volk und kein Reich, in dem mein Herr dich nicht suchen ließ. Wenn es hieß: 'Er ist nicht hier', ließ er das Volk oder Reich schwören, dass man dich nicht gefunden habe.11Und nun soll ich zu meinem Herrn gehen und sagen: 'Schau, Elija ist da!'12Was ist, wenn der Geist Jahwes dich in der Zwischenzeit an einen Ort bringt, den ich nicht kenne? Ahab wird mich umbringen, wenn er dich nicht findet. Dein Diener fürchtet doch Jahwe von Jugend auf.13Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten Jahwes umbringen ließ? Hundert Mann von den Propheten habe ich versteckt, je fünfzig in einer Höhle, und habe sie mit Brot und Wasser versorgt.14Und nun sagst du: 'Geh zu deinem Herrn und sag ihm, dass Elija da ist!' Er wird mich umbringen.“15Elija aber sagte: „So wahr Jahwe, der Allmächtige, lebt, dem ich diene: Heute noch werde ich mich ihm zeigen!“16Da ging Obadja Ahab entgegen und sagte es ihm.17Als Ahab dann Elija erblickte, sagte er zu ihm: „Bist du das, du Unglücksbringer für Israel?“18Elija erwiderte: „Nicht ich habe Israel ins Unglück gebracht, sondern du und deine Familie! Ihr habt die Gebote Jahwes verlassen und seid den Baalen nachgelaufen.19Schick jetzt Boten aus und versammle ganz Israel zu mir an den Berg Karmel, auch die 450 Propheten des Baal und die 400 der Aschera, die von Isebel versorgt werden.“20Da ließ Ahab die Männer Israels und die Propheten zum Berg Karmel kommen.[1]
Elija auf dem Karmel
21Dann trat Elija vor das Volk und sagte: „Wie lange hinkt ihr noch auf beiden Seiten? Wenn Jahwe Gott ist, dann folgt ihm allein, wenn es Baal ist, dann folgt nur ihm!“ Aber das Volk zeigte keine Reaktion.22Da fuhr Elija fort: „Ich allein bin als Prophet Jahwes übrig geblieben. Die Propheten Baals sind 450 Mann.23Bringt zwei junge Stiere her! Sie sollen sich den einen auswählen, ihn zerteilen und die Stücke auf das Holz schichten. Sie dürfen das Holz aber nicht anzünden. Und ich, ich werde den anderen Stier herrichten, ihn auf das Holz schichten und es ebenfalls nicht anzünden.24Dann ruft ihr den Namen eures Gottes an! Und ich, ich werde den Namen Jahwes anrufen. Der Gott, der mit Feuer antwortet, ist der wahre Gott.“ Da rief das ganze Volk: „Das ist gut!“25Nun sagte Elija zu den Propheten des Baal: „Wählt euch den einen Stier aus und bereitet ihn zu! Ihr zuerst, denn ihr seid ja in der Überzahl. Dann ruft den Namen eures Gottes an! Ihr dürft aber kein Feuer daran legen!“26So nahmen sie den jungen Stier, den man ihnen übergab, und bereiteten ihn zu. Dann riefen sie den Namen Baals an: „Baal, höre uns!“ Sie riefen vom Morgen bis zum Mittag. Aber es war kein Laut zu hören, es kam keine Antwort. Dabei hinkten und hüpften sie um ihren Altar.27Als es Mittag wurde, machte sich Elija über sie lustig. „Ruft lauter!“, spottete er. „Er ist ja ein Gott. Er ist sicher in Gedanken, oder er ist gerade austreten gegangen. Vielleicht ist er auch auf Reisen, oder er schläft gerade, dann sollte er aufwachen!“28Da schrien sie immer lauter und ritzten sich nach ihrem Brauch mit Schwertern und Lanzen, bis Blut an ihnen herabfloss.29Als der Mittag vorüber war, weissagten sie wie Propheten. Das dauerte bis zur Zeit des Abendopfers.[2] Aber es gab keinen Laut, keine Antwort, kein Aufmerken.30Da rief Elija dem Volk zu: „Her zu mir!“ Das Volk trat zu ihm hin. Dann begann er, den niedergerissenen Altar Jahwes wieder aufzubauen.31Er nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs, an den einst das Wort Jahwes ergangen war: „Du sollst Israel heißen!“32Aus diesen Steinen baute er dem Namen Jahwes einen Altar. Ringsherum zog er einen Graben, der so breit war, dass man zwei Maß[3] Getreide dort hätte säen können.33Dann schichtete er das Holz auf, zerteilte den Stier und legte die Stücke auf das Holz.34Schließlich ließ er vier Eimer Wasser über das Brandopfer und das Holz gießen. Das ließ er noch einmal tun und noch ein drittes Mal.35So floss das Wasser über den ganzen Altar. Auch den Graben ließ er noch mit Wasser füllen.36Um die Zeit des Abendopfers trat Elija vor den Altar und sagte: „Jahwe, Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute sollen alle erkennen, dass du Gott in Israel bist und dass ich dein Diener bin und nach deinem Wort all das getan habe.37Antworte mir Jahwe, antworte mir, damit dieses Volk erkennt, dass du, Jahwe, allein Gott bist und dass du sie wieder auf den rechten Weg zurückbringen willst.“38Da fiel ein Feuer Jahwes herab und verzehrte das Brandopfer, das Holz, die Steine und die Erde und leckte auch das Wasser im Graben auf.39Als das Volk das sah, warfen sich alle nieder, das Gesicht auf dem Boden, und riefen: „Jahwe, er allein ist Gott! Jahwe, er allein ist Gott!“40Da sagte Elija zu ihnen: „Packt die Propheten des Baal! Keiner darf entkommen!“ Sie taten es. Dann ließ Elija sie zum Bach Kischon hinabführen und dort hinrichten.
Das Ende der Trockenheit
41Dann sagte Elija zu Ahab: „Geh nun hinauf, iss und trink! Denn es rauscht schon, als wollte es reichlich regnen.“42Da ging Ahab zum Essen, Elija aber stieg auf den Gipfel des Karmel, kauerte sich auf den Boden und verbarg sein Gesicht zwischen den Knien.43Dann sagte er zu seinem Diener: „Steig hoch und halte Ausschau in Richtung Meer.“ Der tat es und sagte dann: „Es ist nichts zu sehen!“ Elija sagte: „Geh noch einmal!“ Siebenmal schickte er ihn so.44Beim siebten Mal meldete er: „Ich sehe eine Wolke aus dem Meer aufsteigen, so klein wie eine Hand.“ Da sagte Elija: „Geh zu Ahab und sag: 'Lass anspannen und fahr los, damit du nicht vom Regen überrascht wirst!'“45Inzwischen war Wind aufgekommen und schwarze Wolken verfinsterten den Himmel. Dann kam ein starker Regenguss herunter. Ahab stieg auf seinen Wagen und fuhr los.46Da kam die Kraft Jahwes über Elija. Er band sein Obergewand mit dem Gürtel hoch und lief vor Ahab her bis nach Jesreel.[4]