Sprüche 1

Elberfelder Bibel

von SCM Verlag
1 Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, (1Kön 5,12; 1Chr 29,28; Spr 10,1; Spr 25,1; Pred 1,1; Pred 12,9)2 um zu erkennen Weisheit und Zucht, um zu verstehen verständige Worte, (Spr 4,1; Spr 19,20)3 um anzunehmen Zucht ⟨mit⟩ Einsicht[1], ⟨dazu⟩ Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit, (Spr 2,9; Spr 22,21; Pred 12,10)4 um Einfältigen[2] Klugheit zu geben, dem jungen Mann Erkenntnis und Besonnenheit. (Ps 119,9; Tit 2,6)5 Der Weise höre und mehre die Kenntnis, und der Verständige erwerbe[3] weisen Rat[4], (5Mo 4,6; Hi 34,2; Spr 8,33; Spr 9,8; Spr 18,15; Spr 19,25; Spr 21,11; Mt 13,12)6 um zu verstehen Spruch und Bildrede, Worte von Weisen und ihre Rätsel! –7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht verachten ⟨nur⟩ die Narren. (Hi 28,28; Spr 9,10; Spr 15,5; Spr 15,33; Spr 18,2)8 Gehorche, mein Sohn, der Zucht deines Vaters und verwirf nicht die Weisung[5] deiner Mutter! (Spr 6,20; Spr 23,22; Spr 31,1; Eph 6,1)9 Denn ein anmutiger Kranz für dein Haupt sind sie und eine Kette für deinen Hals. – (Spr 3,22)10 Mein Sohn, wenn Sünder dich locken, so folge ⟨ihnen⟩ nicht! (Spr 24,2; Eph 5,11)11 Wenn sie sagen: Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern, wollen ohne Grund dem Rechtschaffenen[6] nachstellen. (Ps 10,8; Spr 12,6; Jer 5,26)12 Wir wollen sie wie der Scheol lebendig verschlingen und vollständig wie solche, die ⟨im Nu⟩ in die Grube hinabfahren. (Ps 124,3)13 Allerlei kostbaren Besitz werden wir finden, werden unsere Häuser mit Beute füllen. (Am 3,10)14 Dein Los wirf nur in unserer Mitte; ein Beutel soll uns allen sein! –15 Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Weg, halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad! (Ps 1,1; Ps 119,101; Spr 3,31; Spr 4,14; Jes 33,15)16 Denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen. (1Mo 37,20; Spr 6,18; Jes 59,7)17 In den Augen aller Vögel[7] ist das Fangnetz ja ⟨auch⟩ ohne Absicht bestreut[8];18 doch jene lauern auf ihr Blut, sie stellen ihrem Leben nach[9]. (Spr 5,22; Spr 11,5)19 So sind[10] die Pfade eines jeden, der unrechten Gewinn macht: Der nimmt seinem Besitzer das Leben. (Jos 7,21; Ps 7,16; Spr 15,27; Spr 29,24; 1Tim 6,9)20 Die Weisheit schreit draußen; auf den Plätzen lässt sie ihre Stimme erschallen. (Spr 8,1; Spr 9,1)21 Wo man am lautesten lärmt[11], ruft sie. An den Eingängen der Tore, in der Stadt, spricht sie ihre Worte: (Spr 8,3)22 Bis wann, ihr Einfältigen[12], wollt ihr Einfalt[13] lieben und haben Spötter ihre Lust an Spott und hassen die Toren Erkenntnis? (Ps 94,8; Spr 15,12)23 Wendet ihr euch meiner Mahnung zu, siehe[14], so will ich meinen Geist euch sprudeln lassen, will euch kundtun meine Worte. – (Joe 3,1)24 Weil ich rief und ihr euch weigertet, ⟨weil⟩ ich meine Hand ausstreckte und niemand aufmerkte (Hi 33,14; Jes 50,2; Jer 7,13; Mt 22,4)25 und ihr fahren ließet all meinen Rat und meine Mahnung[15] nicht wolltet, (2Chr 33,10; 2Chr 36,16; Ps 107,11)26 so will auch ich bei eurem Unglück lachen, will spotten, wenn der Schrecken über euch kommt, (5Mo 28,63; Ps 37,13; Spr 3,34; Spr 19,29)27 wenn wie ein Unwetter der Schrecken euch naht, euer Unglück hereinbricht wie ein Sturm, wenn Bedrängnis und Angst über euch kommen. (Spr 10,25; Jer 23,19; 1Thess 5,3)28 Dann rufen sie mich, doch ich antworte nicht, ⟨dann⟩ suchen sie mich, doch sie finden mich nicht. (5Mo 1,45; 1Sam 8,18; Ps 18,42; Jes 1,15; Hos 5,6)29 Weil sie Erkenntnis gehasst und die Furcht des HERRN nicht erwählt haben, (Hi 21,14; 2Thess 2,10)30 meinen Rat nicht gewollt, verschmäht haben all meine Mahnung[16], (2Chr 25,16; Spr 5,12)31 sollen sie essen von der Frucht ihres Weges, von ihren Ratschlägen sich sättigen. (Spr 14,14; Jer 6,19; Hes 22,31)32 Ja, die Abkehr der Einfältigen[17] tötet sie, und die Sorglosigkeit der Toren vernichtet sie. (Spr 2,18; Spr 8,36; Spr 9,18; Spr 10,21; Spr 14,16; Am 6,1)33 Doch wer auf mich hört, wird sicher wohnen, kann ruhig sein vor des Unglücks Schrecken. (3Mo 25,18; Hi 36,11; Jes 32,17)

Sprüche 1

English Standard Version

von Crossway
1 The proverbs of Solomon, son of David, king of Israel: (1Kön 4,32; Spr 10,1; Spr 25,1; Pred 12,9)2 To know wisdom and instruction, to understand words of insight,3 to receive instruction in wise dealing, in righteousness, justice, and equity; (Spr 2,9)4 to give prudence to the simple, knowledge and discretion to the youth— (Spr 2,11; Spr 3,21; Spr 8,5; Spr 14,15; Spr 14,18)5 Let the wise hear and increase in learning, and the one who understands obtain guidance, (Spr 9,9)6 to understand a proverb and a saying, the words of the wise and their riddles. (Ri 14,12; Ps 78,2; Spr 22,17)7 The fear of the LORD is the beginning of knowledge; fools despise wisdom and instruction. (Spr 9,10; Spr 15,33)8 Hear, my son, your father’s instruction, and forsake not your mother’s teaching, (Ps 34,11; Spr 6,20; Eph 6,1; Eph 6,2)9 for they are a graceful garland for your head and pendants for your neck. (1Mo 41,42; Spr 3,22; Spr 4,9; Dan 5,29)10 My son, if sinners entice you, do not consent. (Spr 16,29)11 If they say, “Come with us, let us lie in wait for blood; let us ambush the innocent without reason; (Ps 10,8; Ps 64,5; Spr 1,18; Spr 12,6; Jer 5,26)12 like Sheol let us swallow them alive, and whole, like those who go down to the pit; (4Mo 16,32; 4Mo 16,33; Ps 28,1; Ps 124,3)13 we shall find all precious goods, we shall fill our houses with plunder;14 throw in your lot among us; we will all have one purse”—15 my son, do not walk in the way with them; hold back your foot from their paths, (Ps 1,1; Ps 119,101; Spr 4,14; Spr 24,1)16 for their feet run to evil, and they make haste to shed blood. (Spr 6,18; Jes 59,7; Röm 3,15)17 For in vain is a net spread in the sight of any bird, (Hi 40,24)18 but these men lie in wait for their own blood; they set an ambush for their own lives. (Spr 1,11)19 Such are the ways of everyone who is greedy for unjust gain; it takes away the life of its possessors. (Hi 8,13; Spr 15,27; 1Tim 6,10)20 Wisdom cries aloud in the street, in the markets she raises her voice; (Spr 8,1; Spr 9,3; Joh 7,37)21 at the head of the noisy streets she cries out; at the entrance of the city gates she speaks: (Spr 8,3)22 “How long, O simple ones, will you love being simple? How long will scoffers delight in their scoffing and fools hate knowledge? (Hi 21,14; Ps 1,1; Spr 1,29; Spr 4,1; Spr 5,12)23 If you turn at my reproof,[1] behold, I will pour out my spirit to you; I will make my words known to you. (Joe 2,28; Apg 2,17)24 Because I have called and you refused to listen, have stretched out my hand and no one has heeded, (Jes 65,12; Jes 66,4; Jer 7,13; Sach 7,11; Röm 10,21)25 because you have ignored all my counsel and would have none of my reproof, (Ps 81,11; Ps 107,11; Lk 7,30)26 I also will laugh at your calamity; I will mock when terror strikes you, (Ps 2,4; Spr 10,24; Jer 48,43; Jer 49,5)27 when terror strikes you like a storm and your calamity comes like a whirlwind, when distress and anguish come upon you. (Zef 1,15)28 Then they will call upon me, but I will not answer; they will seek me diligently but will not find me. (1Sam 8,18; Hi 27,9)29 Because they hated knowledge and did not choose the fear of the LORD, (Hi 21,14; Spr 22,1)30 would have none of my counsel and despised all my reproof, (Spr 25,1)31 therefore they shall eat the fruit of their way, and have their fill of their own devices. (Hi 4,8; Spr 14,14; Jes 3,11; Jer 6,19)32 For the simple are killed by their turning away, and the complacency of fools destroys them; (Ps 73,18; Ps 73,19; Jer 2,19)33 but whoever listens to me will dwell secure and will be at ease, without dread of disaster.” (Ps 25,12; Ps 25,13; Ps 112,7; Ps 112,8)

Sprüche 1

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Sprichwörter von Salomo Ben-David, / dem König von Israel.2 Sie lehren Weisheit und Selbstbeherrschung, / um guten Rat zu verstehen3 und Bildung zu erlangen, / einen Sinn für Gerechtigkeit, Recht und Aufrichtigkeit.4 Unerfahrenen geben sie Klugheit, / jungen Menschen Wissen und Besonnenheit.5 Der Kluge hört zu und mehrt seine Kenntnis, / der Erfahrene lernt Führungskunst,6 versteht Bildrede und Spruch, / Rätsel der Weisen und ihr Wort.7 Mit Ehrfurcht vor Jahwe beginnt die Erkenntnis. / Nur Narren verachten Weisheit und Zucht.8 Höre, mein Sohn, auf die Mahnung deines Vaters, / verwirf die Weisung deiner Mutter nicht!9 Denn sie bilden einen schönen Kranz für deinen Kopf / und eine schmückende Kette für deinen Hals.10 Mein Sohn, wenn Sünder dich beschwatzen, / dann geh nicht darauf ein!11 Wenn sie sagen: „Komm mit uns! / Wir liegen im Hinterhalt und lauern auf Blut, / wir stellen den Ahnungslosen nach, einfach so!12 Wir verschlingen sie wie der Tod; / wir reißen sie aus dem Leben, / befördern sie ins Grab!13 Ihr Hab und Gut gehört dann uns, / und wir füllen unsere Häuser damit.14 Komm, schließ dich uns an, / wir teilen die Beute gerecht!“15 Geh da nicht mit, mein Sohn! / Gib dich nicht mit solchen ab!16 Denn sie haben nur Böses im Sinn / und sind schnell zu einer Bluttat bereit.17 In den Augen aller Vögel / ist das Fangnetz ohne Absicht bestreut.[1]18 Doch jene lauern auf ihr eigenes Blut, / sie stellen dem eigenen Leben nach.19 Und so geht es jedem, der unehrlich reich werden will, / sein Raub raubt dem Räuber das Leben.20 Die Weisheit ruft auf der Straße, / auf den Plätzen erschallt ihre Stimme.21 Man hört sie im lärmenden Gewühl / und auch an den Toren der Stadt:22 „Wie lange noch, ihr Grünschnäbel, liebt ihr Einfältigkeit, / wie lange gefällt den Spöttern ihr Spott / und hassen die Dummen Erkenntnis?23 Nehmt doch endlich meine Mahnung an! / Dann lasse ich meinen Geist sprudeln / und gebe meinen Worten freien Lauf.24 Immer wieder rief ich euch an, / doch ihr habt gar nicht zugehört, / habt die ausgestreckte Hand nicht beachtet,25 wolltet die Mahnung nicht hören / und schlugt jeden Rat in den Wind.26 Doch wenn das Unglück kommt, werde ich lachen. / Dann spotte ich über euch,27 wenn das, was ihr fürchtet, wie ein Sturm über euch kommt, / wenn ihr bedrängt seid von Angst und Schrecken.28 Dann schreit ihr nach mir, doch ich antworte nicht, / dann sucht ihr mich, doch ihr findet mich nicht.29 Weil sie die Einsicht hassten / und es ablehnten, Jahwe zu ehren,30 weil sie meinen Rat nicht hören wollten / und meine Mahnung verächtlich machten,31 darum sollen sie essen, was sie sich eingebrockt haben, / sollen satt werden am eigenen Rat.32 Denn Sturheit bringt die Beschränkten um, / die Dummen vernichtet ihre Sorglosigkeit.33 Doch wer auf mich hört, hat nichts zu befürchten, / kann ohne Angst vor Unglück sein.“