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Neue evangelistische Übersetzung

1 Und er rief seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, böse Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.1
2 Hier sind die Namen dieser zwölf Apostel: Der erste von ihnen Simon, bekannt unter dem Namen Petrus; dann Andreas, der Bruder Simons; Jakobus, der Sohn von Zebedäus, und sein Bruder Johannes;
3 Philippus und Bartholomäus; Thomas und der Zolleinnehmer Matthäus;2 Jakobus, der Sohn von Alphäus, und Thaddäus;
4 Simon, der zur Partei der Zeloten gehört hatte,3 und Judas Iskariot, der Jesus später verriet.

Der Auftrag der Jünger

5 Diese zwölf sandte Jesus aus mit dem Auftrag: »Meidet die Orte, wo Nichtjuden wohnen, und geht auch nicht in die Städte Samariens,
6 sondern geht zum Volk Israel,4 dieser Herde von verlorenen Schafen.
7 Verkündet ihnen: ›Jetzt wird Gott seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!‹5
8 Heilt die Kranken, weckt die Toten auf, macht die Aussätzigen rein und treibt die bösen Geister aus! Umsonst habt ihr alles bekommen, umsonst sollt ihr es weitergeben.
9 Beschafft euch kein Reisegeld, weder Goldstücke noch Silber- oder Kupfergeld!
10 Besorgt euch auch keine Vorratstasche, kein zweites Hemd,6 keine Schuhe und keinen Wanderstock! Denn wer arbeitet, hat ein Anrecht auf Unterhalt.7
11 Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, dann findet heraus, wer es wert ist, euch in sein Haus aufzunehmen. Bleibt dort, bis ihr weiterzieht.
12 Wenn ihr das Haus betretet, dann wünscht allen, die darin wohnen, Frieden!
13 Wenn sie es wert sind, wird euer Friedenswunsch in Erfüllung gehen. Andernfalls bleibt er wirkungslos.
14 Wo sie euch nicht aufnehmen und nicht anhören wollen, da geht aus dem Haus oder der Stadt weg und schüttelt den Staub von den Füßen.
15 Ich versichere euch: Am Tag des Gerichts wird Gott mit den Leuten von Sodom und Gomorra mehr Nachsicht haben als mit den Bewohnern einer solchen Stadt.«

Drohende Verfolgungen

16 »Das muss euch klar sein: Ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe. Seid klug wie die Schlangen und doch ohne Hinterlist wie die Tauben.
17 Nehmt euch in Acht vor den Menschen! Sie werden euch an die Gerichte ausliefern und in ihren Synagogen auspeitschen.
18 Auch vor Statthalter und Könige werdet ihr um meinetwillen gestellt werden, um auch vor ihnen, den Vertretern der nichtjüdischen Völker,8 als Zeugen für mich auszusagen.
19 Wenn sie euch an die Gerichte ausliefern, dann macht euch keine Sorgen, was ihr sagen sollt oder wie ihr es sagen sollt. Es wird euch im entscheidenden Augenblick schon eingegeben werden.
20 Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird aus euch sprechen.
21 Ein Bruder wird den andern dem Henker ausliefern und ein Vater seine Kinder. Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie in den Tod schicken.
22 Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. Aber wer bis zum Ende standhaft bleibt, wird gerettet.
23 Wenn sie euch in der einen Stadt verfolgen, dann flieht in eine andere. Ich versichere euch: Ihr werdet mit eurem Auftrag in den Städten Israels nicht fertig werden, bis der Menschensohn kommt.9
24 Kein Schüler steht über seinem Lehrer und kein Sklave über seinem Herrn.
25 Der Schüler kann froh sein, wenn es ihm ergeht wie seinem Lehrer, und der Sklave, wenn es ihm ergeht wie seinem Herrn. Wenn sie schon den Hausherrn Oberteufel10 nennen, dann werden sie seine Leute erst recht so beschimpfen.«

Wen man fürchten muss

26 »Fürchtet euch nicht vor diesen Menschen! Was verhüllt ist, wird offenbar werden, und was niemand weiß, wird allen bekannt werden.
27 Was ich euch in der Dunkelheit anvertraue, das sagt am hellen Tag weiter, und was ich euch ins Ohr flüstere, das ruft laut in der Öffentlichkeit aus.11
28 Fürchtet euch nicht vor denen, die nur den Leib, aber nicht die Seele töten können. Fürchtet euch vor Gott, der Leib und Seele ins ewige Verderben schicken kann.
29 Kauft man nicht zwei Spatzen für einen Groschen? Und doch fällt nicht einmal ein Spatz auf die Erde, ohne dass euer Vater es weiß.
30 Bei euch aber ist sogar jedes Haar auf dem Kopf gezählt.
31 Habt also keine Angst: Ihr seid Gott mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen!
32 Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen am Gerichtstag vor meinem Vater im Himmel.
33 Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will, den werde auch ich am Gerichtstag vor meinem Vater im Himmel nicht kennen.«

Kein fauler Frieden

34 »Denkt nicht, dass ich gekommen bin, Frieden in die Welt zu bringen. Nein, ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern Streit.
35 Ich bin gekommen, um die Söhne mit ihren Vätern zu entzweien, die Töchter mit ihren Müttern und die Schwiegertöchter mit ihren Schwiegermüttern.
36 Die nächsten Verwandten werden einander zu Feinden werden.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, zu mir zu gehören. Wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, zu mir zu gehören.
38 Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir auf meinem Weg folgt, ist es nicht wert, zu mir zu gehören.
39 Wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren. Wer es aber um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.«

Die Würde der Jünger

40 »Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41 Wer einen Propheten12 aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird auch wie ein Prophet belohnt. Wer einen Gerechten13 aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird auch wie ein Gerechter belohnt.
42 Und wer einem ganz unbedeutenden Menschen14 auch nur einen Schluck kaltes Wasser zu trinken gibt – einfach weil er mein Jünger ist –, ich versichere euch, wer das tut, wird ganz gewiss nicht leer ausgehen.«
1 Nachdem die Lehre Jesu (Kap 5–7) und sein Tun (Kap 8–9) programmatisch vorgestellt wurden, wird im Folgenden die Aufgabe der zwölf Jünger umrissen (Kap 10 ist die zweite große Rede des Mt).
2 Siehe Anmerkung zu 9,9.
3 Wörtlich Simon, der Kananäer; siehe Sacherklärung »«.
4 Der Auftrag wird strikt auf Israel begrenzt.
5 Jetzt wird Gott ...: wörtlich Nahe herbeigekommen ist die Königsherrschaft der Himmel.
6 Siehe .
7 Vgl. 6,25-34
8 Wörtlich vor ihnen und (damit) den Heiden.
9 Die Ankündigung Jesu ist insofern in Erfüllung gegangen, als - nach urchristlichem Verständnis - im Untergang Israels in den Jahren 66-70 n.Chr. ein Stück Weltgeschichte zum Weltgericht geworden ist (vgl. 22,1-7; 23,35-36; Lk 21,20-24).
10 Wörtlich Beelzebul.
11 Matthäus bezieht die Verse 26-27 auf das Wort Jesu, das öffentlich verkündet werden muss (anders Lk 12,2-3).
12 Siehe Anmerkung zu 7,15.
13 Siehe . Im vorliegenden Fall dürfte ein besonders bewährtes und angesehenes Gemeindeglied gemeint sein.
14 Wörtlich einem dieser Kleinen;vgl. 18,6 und die Anmerkung dort.
1 Und als er seine zwölf Jünger herangerufen hatte, gab er ihnen Vollmacht über unreine Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.
2 Die Namen der zwölf Apostel1 aber sind diese: der erste Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder, und Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder,
3 Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus,
4 Simon, der Kananäer2, und Judas, der Iskariot3, der ihn auch überlieferte.
5 Diese zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach: Geht nicht auf einen Weg der Nationen, und geht nicht in eine Stadt der Samariter;
6 geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel!
7 Wenn ihr aber hingeht, predigt und sprecht: Das Reich4 der Himmel ist nahe gekommen.
8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige5, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt!
9 Verschafft euch nicht Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel,
10 keine Tasche auf den Weg, noch zwei Unterkleider noch Sandalen noch einen Stab! Denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
11 Wenn ihr aber in eine Stadt oder in ein Dorf einkehrt, so forscht, wer darin würdig ist; und dort bleibt, bis ihr weggeht!
12 Wenn ihr aber in das Haus eintretet, so grüßt es!
13 Und wenn nun das Haus würdig ist, so komme euer Friede darauf; wenn es aber nicht würdig ist, so wende sich euer Friede zu euch zurück.
14 Und wenn jemand euch nicht aufnehmen noch eure Worte hören wird - geht hinaus aus jenem Haus oder jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen!
15 Wahrlich, ich sage euch, es wird dem Land von Sodom und Gomorra erträglicher ergehen am Tag des Gerichts als jener Stadt.

Ermutigung zum Bekenntnis in Verfolgungen

16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben.
17 Hütet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch an Gerichte6 überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln7;
18 und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zum Zeugnis.
19 Wenn sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.
20 Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet.
21 Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben gegen die Eltern und sie zu Tode bringen.
22 Und ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
23 Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere! Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird.
24 Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer und ein Sklave nicht über seinem Herrn.
25 Es ist dem Jünger genug, dass er werde8 wie sein Lehrer und der Sklave wie sein Herr. Wenn sie den Hausherrn Beelzebul9 genannt haben, wie viel mehr seine Hausgenossen!
26 Fürchtet euch nun nicht vor ihnen! Denn es ist nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und nichts verborgen, was nicht erkannt werden wird.
27 Was ich euch sage in der Finsternis, redet im Licht, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft aus auf den Dächern!
28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als auch Leib zu verderben vermag in der Hölle!
29 Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze10 verkauft? Und nicht einer von ihnen wird auf die Erde fallen ohne euren Vater.
30 Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt.
31 Fürchtet euch nun nicht! Ihr seid wertvoller als viele Sperlinge.
32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.
33 Wer aber mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.
34 Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
36 und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig;
38 und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.
39 Wer sein Leben11 findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.

Belohnung für jeden Dienst um Jesu willen

40 Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41 Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen12, wird eines Propheten Lohn empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, wird eines Gerechten Lohn empfangen.
42 Und wenn jemand einem dieser Geringen nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt in eines Jüngers Namen13, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn gewiss nicht verlieren.
1 d. h. Gesandte, o. Boten
2 wahrscheinlich von hebr. kana (d. h. eifern); s. auch Anm. zu Lk 6,15
3 Der Beiname bedeutete wahrscheinlich "Mann aus Kariot" und diente vielleicht zur Unterscheidung von dem anderen Jünger namens Judas (vgl. Joh 14,22).
4 o. die Königsherrschaft
5 "Aussatz" umfasste in bibl. Zeit mehrere Hautkrankheiten, z. T. auch die damals noch unheilbare Lepra. Der Aussätzige galt bei den Juden als kultisch unrein.
6 w. Synedrien
7 Die Strafe des Geißelns wurde nach dem Gesetz (vgl. 5Mo 25,3) vollzogen, und zwar in den Synagogen; s. auch Anm. zu Kap. 4,23 und zu 2Kor 11,24.
8 o. ist
9 im Judentum der Name für den Obersten der Dämonen; die Bedeutung des Namens ist umstritten
10 w. ein Assarion; s. Tabelle "Münzen und Geldeinheiten"
11 o. seine Seele
12 d. h. im Blick auf seine Eigenschaft als Prophet (bzw. als Gerechter o. als Jünger)
13 d. h. im Blick auf seine Eigenschaft als Prophet (bzw. als Gerechter o. als Jünger)
14 Wörtlich einem dieser Kleinen;vgl. 18,6 und die Anmerkung dort.

Die zwölf Apostel

1 Dann rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht, böse Geister auszutreiben und alle Kranken und Leidenden zu heilen.
2 Die Namen der zwölf Apostel sind: Simon, auch Petrus genannt, an erster Stelle, und sein Bruder Andreas; Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes;
3 Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zolleinnehmer; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus;
4 Simon, der Zelot, und Judas Iskariot, der Jesus verriet.
5 Diese Zwölf sandte Jesus mit folgendem Auftrag aus: »Setzt euren Fuß nicht auf heidnisches Gebiet und betretet keine samaritanische Stadt,
6 sondern geht zu den verlorenen Schafen des Volkes Israel.
7 Geht und verkündet: ›Das Himmelreich ist nahe.‹
8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus. Was ihr umsonst bekommen habt, das gebt umsonst weiter.
9 Steckt euch kein Gold, kein Silber und kein Kupfergeld in euren Gürtel;
10 ´besorgt euch` auch keine Vorratstasche für unterwegs, kein zweites Hemd, keine Sandalen und keinen Wanderstab. Denn wer arbeitet, hat Anrecht auf seinen Lebensunterhalt.
11 Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, dann sucht jemand, der es wert ist, ´euch aufzunehmen`. Bleibt bei ihm, bis ihr jenen Ort wieder verlasst.
12 Wenn ihr das Haus betretet, grüßt die Bewohner ´und wünscht ihnen Frieden`.
13 Sind sie es wert, so soll der Frieden, den ihr bringt, bei ihnen einziehen. Sind sie es jedoch nicht wert, so soll euer Frieden zu euch zurückkehren.
14 Wenn man euch nicht aufnimmt und sich eure Botschaft nicht anhören will, dann verlasst jenes Haus oder jene Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen.
15 Ich sage euch: Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts noch erträglich gehen im Vergleich zu solch einer Stadt.«
16 »Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Seid darum klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
17 Nehmt euch in Acht vor den Menschen! Sie werden euch in ihren Synagogen vor Gericht stellen und auspeitschen. 
18 Man wird euch um meinetwillen vor Machthaber und Könige führen, und ihr sollt vor ihnen und vor allen Völkern meine Zeugen sein.
19 Wenn man euch vor Gericht stellt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr reden und was ihr sagen sollt. Denn wenn es so weit ist, wird euch eingegeben, was ihr sagen müsst.
20 Nicht ihr seid es, die dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.
21 Menschen werden ihre nächsten Angehörigen dem Henker ausliefern: der Bruder den Bruder und der Vater sein Kind; und auch Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie töten lassen.
22 Um meines Namens willen werdet ihr von allen Menschen gehasst werden. Wer aber bis ans Ende standhaft bleibt, wird gerettet.
23 Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, dann flieht in eine andere! Ich sage euch: Noch bevor ihr mit den Städten Israels zu Ende seid, wird der Menschensohn kommen.
24 Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Diener nicht über seinem Herrn.
25 Der Jünger muss zufrieden sein, wenn es ihm ergeht wie seinem Meister, und der Diener, wenn es ihm ergeht wie seinem Herrn. Hat man schon den Hausherrn Beelzebul1 genannt, dann wird man seine Leute erst recht so nennen.
26 Fürchtet euch also nicht vor den Menschen! Denn nichts, was verborgen ist, bleibt verborgen; alles wird offenbart werden. Und nichts, was geheim ist, bleibt geheim; alles wird bekannt gemacht werden.
27 Was ich euch im Dunkeln sage, das sagt am hellen Tag weiter, und was euch ins Ohr geflüstert wird, das verkündet in aller Öffentlichkeit.
28 Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten ´können` – die Seele können sie nicht töten. Fürchtet vielmehr den, der Leib und Seele dem Verderben in der Hölle preisgeben kann.
29 Denkt doch einmal an die Spatzen! Zwei von ihnen kosten nicht mehr als einen Groschen, und doch fällt kein einziger Spatz auf die Erde, ohne dass euer Vater es zulässt.
30 Und bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
31 Seid darum ohne Furcht! Ihr seid mehr wert als eine noch so große Menge Spatzen.
32 Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.«
34 »Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
35 Ich bin gekommen, um ›den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
36 die eigenen Angehörigen werden zu Feinden‹2.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein.
38 Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein.
39 Wer sein Leben erhalten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden.«
40 »Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
42 Und wer einem von diesen gering Geachteten auch nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, einfach weil er ´mein` Jünger ist, der wird – das versichere ich euch – nicht ohne Lohn bleiben.«
1 Ein anderer Name für den Satan.
2 Micha 7,6.
3 Der Beiname bedeutete wahrscheinlich "Mann aus Kariot" und diente vielleicht zur Unterscheidung von dem anderen Jünger namens Judas (vgl. Joh 14,22).
4 o. die Königsherrschaft
5 "Aussatz" umfasste in bibl. Zeit mehrere Hautkrankheiten, z. T. auch die damals noch unheilbare Lepra. Der Aussätzige galt bei den Juden als kultisch unrein.
6 w. Synedrien
7 Die Strafe des Geißelns wurde nach dem Gesetz (vgl. 5Mo 25,3) vollzogen, und zwar in den Synagogen; s. auch Anm. zu Kap. 4,23 und zu 2Kor 11,24.
8 o. ist
9 im Judentum der Name für den Obersten der Dämonen; die Bedeutung des Namens ist umstritten
10 w. ein Assarion; s. Tabelle "Münzen und Geldeinheiten"
11 o. seine Seele
12 d. h. im Blick auf seine Eigenschaft als Prophet (bzw. als Gerechter o. als Jünger)
13 d. h. im Blick auf seine Eigenschaft als Prophet (bzw. als Gerechter o. als Jünger)
14 Wörtlich einem dieser Kleinen;vgl. 18,6 und die Anmerkung dort.

Seine Jünger

1 Jesus rief die zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Vollmacht, die bösen Geister auszutreiben und jede Krankheit und jedes Leiden zu heilen.
2 Die Namen der zwölf Apostel sind folgende: An erster Stelle Simon, der Petrus genannt wird, und sein Bruder Andreas, Jakobus Ben-Zebedäus und sein Bruder Johannes,
3 Philippus und Bartholomäus, Thomas und der Zöllner Matthäus, Jakobus Ben-Alphäus und Thaddäus,
4 Simon, der zu den Zeloten1 gehört hatte, und Judas, der ein Sikarier2 gewesen war und Jesus später verraten hat.
5 Diese Zwölf sandte Jesus mit folgendem Auftrag aus: "Meidet die Orte, wo Nichtjuden wohnen, und geht auch nicht in die Städte der Samaritaner,
6 sondern geht zu den verlorenen Schafen des Volkes Israel!
7 Geht und verkündigt ihnen: 'Die Himmelsherrschaft bricht bald an!'
8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Was ihr kostenlos bekommen habt, das gebt kostenlos weiter.
9 Besorgt euch kein Reisegeld, weder Gold noch Silberstücke oder Kupfermünzen!
10 Besorgt euch auch keine Vorratstasche, kein zweites Hemd, keine Sandalen und keinen Wanderstab. Denn wer arbeitet, hat Anspruch auf seinen Lebensunterhalt.
11 Wenn ihr in eine Stadt oder ein Dorf kommt, findet heraus, wer es wert ist, euch aufzunehmen; und bleibt dann, bis ihr weiterzieht.
12 Wenn ihr das Haus betretet, grüßt seine Bewohner und wünscht ihnen Frieden.
13 Wenn sie es wert sind, wird der Frieden, den ihr bringt, bei ihnen einziehen. Wenn sie es nicht wert sind, wird euer Gruß wirkungslos sein.
14 Und wenn die Leute euch nicht aufnehmen oder anhören wollen, dann geht aus jenem Haus oder jenem Ort und schüttelt den Staub von euren Füßen ab.
15 Ich versichere euch: Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts erträglicher ergehen als solch einer Stadt.

Die Anforderungen des Auftrags

16 Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe. Seid deshalb klug wie die Schlangen und aufrichtig wie die Tauben!
17 Nehmt euch in Acht vor den Menschen! Sie werden euch in ihren Synagogen vor Gericht stellen und auspeitschen.
18 Und weil ihr zu mir gehört, werdet ihr vor Machthaber und Könige geführt werden. Doch auch sie und alle Völker müssen ein Zeugnis von mir hören.
19 Und wenn sie euch vor Gericht stellen, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr reden oder was ihr sagen sollt. Sagt einfach das, was euch dann eingegeben wird.
20 Denn nicht ihr seid dann die Redenden, sondern der Geist eures Vaters redet durch euch.
21 Brüder werden einander dem Tod ausliefern und Väter ihre Kinder. Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie in den Tod schicken.
22 Und weil ihr euch zu mir bekennt, werdet ihr von allen gehasst werden. Aber wer bis zum Ende standhaft bleibt, wird gerettet.
23 Wenn sie euch in der einen Stadt verfolgen, dann flieht in eine andere! Ich versichere euch: Noch bevor ihr mit den Städten Israels zu Ende seid, wird der Menschensohn kommen.
24 Ein Jünger ist doch nicht besser als sein Lehrer, und ein Diener steht doch nicht über seinem Herrn.
25 Der Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm so geht wie seinem Lehrer, und der Diener, dass es ihm so geht wie seinem Herrn. Wenn sie schon den Hausherrn Beelzebul3 genannt haben, wie viel mehr dann seine Leute!
26 Doch fürchtet euch nicht vor denen, die euch bedrohen. Es kommt die Zeit, da wird alles offenbar werden. Alles, was jetzt noch geheim ist, wird öffentlich bekannt gemacht werden.
27 Was ich euch im Dunkeln sage, gebt am hellen Tag weiter, und was ihr ins Ohr geflüstert hört, ruft von den Dachterrassen herunter.
28 Habt keine Angst vor denen, die nur den Leib töten, der Seele aber nichts anhaben können. Fürchtet aber den, der Seele und Leib dem Verderben in der Hölle ausliefern kann.
29 Ihr wisst doch, dass zwei Spatzen für ein paar Cent4 verkauft werden. Doch nicht einer von ihnen fällt auf die Erde, ohne dass euer Vater es zulässt.
30 Und bei euch sind selbst die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
31 Habt also keine Angst! Ihr seid doch mehr wert als noch so viele Spatzen."
32 "Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
33 Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel nicht kennen.
34 Denkt nicht, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
35 Ich bin gekommen, den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;
36 die eigenen Angehörigen werden zu Feinden.
37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein. Wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein.
38 Und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir folgt, ist es nicht wert, mein Jünger zu sein.
39 Wer sein Leben festhalten will, wird es verlieren. Wer sein Leben aber meinetwegen verliert, der wird es finden.
40 Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
42 Und wer einem von diesen Geringgeachteten hier auch nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er mein Jünger ist – ich versichere euch: Er wird gewiss nicht ohne Lohn bleiben."
1 Wörtlich: Kananäer, wahrscheinlich von hebr. kana, "eifern". Simon gehörte wohl zur jüdischen Partei der "Eiferer", die aktiven Widerstand gegen die Römer leistete, es ablehnte, Steuern zu zahlen, und das messianische Reich mit Gewalt herbeizwingen wollte.
2 Die militanteste Gruppe unter den Zeloten, Dolchmänner (von sika = Dolch), die römerfreundliche Juden umbrachten (siehe Apostelgeschichte 21,38).
3 Ein anderer Name für Satan, den Obersten aller Dämonen.
4 Wörtlich: ein Assarion. Die Kupfermünze Assarion war 1/16 Denar wert, d.h. 1/16 Tagelohn eines Arbeiters.
5 "Aussatz" umfasste in bibl. Zeit mehrere Hautkrankheiten, z. T. auch die damals noch unheilbare Lepra. Der Aussätzige galt bei den Juden als kultisch unrein.
6 w. Synedrien
7 Die Strafe des Geißelns wurde nach dem Gesetz (vgl. 5Mo 25,3) vollzogen, und zwar in den Synagogen; s. auch Anm. zu Kap. 4,23 und zu 2Kor 11,24.
8 o. ist
9 im Judentum der Name für den Obersten der Dämonen; die Bedeutung des Namens ist umstritten
10 w. ein Assarion; s. Tabelle "Münzen und Geldeinheiten"
11 o. seine Seele
12 d. h. im Blick auf seine Eigenschaft als Prophet (bzw. als Gerechter o. als Jünger)
13 d. h. im Blick auf seine Eigenschaft als Prophet (bzw. als Gerechter o. als Jünger)
14 Wörtlich einem dieser Kleinen;vgl. 18,6 und die Anmerkung dort.
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