1Danach wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden.2Vierzig Tage und vierzig Nächte fastete er, danach hungerte ihn.3Da trat der Versucher an ihn heran und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, dann sag diesen Steinen da, sie sollen zu Brot werden. (Mt 4,6; Mt 16,16; Mt 27,40)4Er entgegnete: Es steht geschrieben: Nicht vom Brot allein lebt der Mensch, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. (5Mo 8,3)5Dann nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt, und er stellte ihn auf die Zinne des Tempels.6Und er sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürze dich hinab. Denn es steht geschrieben: Seine Engel ruft er für dich herbei, und sie werden dich auf Händen tragen, damit dein Fuss nicht an einen Stein stosse. (Ps 91,11; Mt 4,3)7Da sagte Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen. (5Mo 6,16)8Wieder nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Königreiche der Welt und ihre Pracht.9Und er sagt zu ihm: Dies alles werde ich dir geben, wenn du dich niederwirfst und mich anbetest. (Ps 2,8)10Da sagt Jesus zu ihm: Fort mit dir, Satan. Denn es steht geschrieben: Zum Herrn, deinem Gott, sollst du beten und ihm allein dienen. (5Mo 6,13; 5Mo 10,20)11Da lässt der Teufel von ihm ab. Und es kamen Engel und dienten ihm. (Mt 26,53)
Erstes Auftreten in Galiläa
12Als er hörte, dass man Johannes gefangen genommen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. (Mt 14,3)13Und er verliess Nazaret und liess sich in Kafarnaum am See nieder, im Gebiet von Sebulon und Naftali; (Mt 9,1)14so sollte in Erfüllung gehen, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist:15Land Sebulon und Land Naftali, das zum Meer hin liegt, jenseits des Jordan, du heidnisches Galiläa, (Jes 8,23)16das Volk, das in der Finsternis sass, hat ein grosses Licht gesehen, und die im Schattenreich des Todes sassen, ihnen ist ein Licht erschienen.17Von da an begann Jesus zu verkündigen und sprach: Kehrt um! Denn nahe gekommen ist das Himmelreich. (Mt 3,2; Mt 7,21; Mt 10,7)
Die Berufung der ersten Jünger
18Als Jesus den See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus heisst, und seinen Bruder Andreas, wie sie die Netze auswarfen in den See; sie waren nämlich Fischer. (Mt 16,18)19Und er sagt zu ihnen: Kommt, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. (Mt 13,47)20Und sie liessen auf der Stelle die Netze liegen und folgten ihm.21Und er ging von dort weiter und sah zwei andere Brüder: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes, die mit ihrem Vater Zebedäus im Boot ihre Netze herrichteten; und er rief sie.22Und sie liessen auf der Stelle das Boot und ihren Vater zurück und folgten ihm.
Lehren und Heilen in Galiläa
23Und er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen, verkündigte das Evangelium vom Reich und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen im Volk. (Mt 9,35; Mt 24,14; Mk 1,39; Lk 4,44)24Und die Kunde von ihm verbreitete sich in ganz Syrien. Und man brachte alle Kranken zu ihm, von den verschiedensten Gebrechen und Beschwerden Gezeichnete: Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte; und er heilte sie. (Mk 3,7; Lk 6,17; Lk 11,5)25Und es folgten ihm viele Leute, aus Galiläa, der Dekapolis, aus Jerusalem und Judäa und von jenseits des Jordan.
1Danach wurde Jesus vom Geist ´Gottes` in die Wüste geführt[1], weil er dort vom Teufel versucht werden sollte. (Mk 1,12; Lk 4,1)2Nachdem er vierzig Tage und Nächte gefastet hatte, war er sehr hungrig.3Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehl, dass diese Steine hier zu Brot werden!«4Aber Jesus gab ihm zur Antwort: »Es heißt in der Schrift: ›Der Mensch lebt[2] nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.‹ « (5Mo 8,3)5Daraufhin ging der Teufel mit ihm in die Heilige Stadt, stellte ihn auf einen Vorsprung des Tempeldaches[3]6und sagte: »Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürz dich hinunter! Denn es heißt in der Schrift: ›Er wird dir seine Engel schicken[4]; sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit du mit deinem Fuß nicht an einen Stein stößt.‹ « (Ps 91,11; Ps 91,12)7Jesus entgegnete: »In der Schrift heißt es aber auch: ›Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern!‹ « (5Mo 6,16)8Schließlich ging der Teufel mit ihm auf einen sehr hohen Berg, zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Herrlichkeit9und sagte: »Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.«10Darauf sagte Jesus zu ihm: »Weg mit dir, Satan! Denn es heißt in der Schrift: ›Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten; ihm allein sollst du dienen.‹ « (5Mo 6,13)11Da ließ der Teufel von ihm ab. Und Engel kamen zu ihm und dienten[5] ihm.
Jesu erstes öffentliches Wirken in Galiläa
12Als Jesus hörte, dass Johannes gefangen genommen worden war, zog er sich nach Galiläa zurück. (Mk 1,14; Lk 4,14)13Allerdings blieb er nicht in Nazaret, sondern wohnte von da an in Kafarnaum, ´einer Stadt` am See, im Gebiet von Sebulon und Naftali.14So erfüllte sich, was durch den Propheten Jesaja vorausgesagt worden war:15»Das Land Sebulon und das Land Naftali, das Gebiet gegen den See hin[6], die Gegend jenseits des Jordans[7], das Galiläa der ´heidnischen` Völker –16das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein großes Licht; über denen, die im Land der Todesschatten wohnen, ist ein helles Licht aufgegangen.«17Von da an begann Jesus zu verkünden: »Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.«
Die Berufung der ersten Jünger
18Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Fischer, die auf dem See ihr Netz auswarfen. Es waren Brüder, Simon, auch Petrus genannt, und Andreas. (Mk 1,16; Lk 5,1; Joh 1,35)19Jesus sagte zu ihnen: »Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.«20Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.21Als er von dort weiterging, sah er wieder zwei Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und brachten ihre Netze in Ordnung. Jesus forderte sie auf, mit ihm zu kommen.[8]22Und sofort ließen sie das Boot und ihren Vater zurück und folgten Jesus.
Der Dienst Jesu und seine Wirkung
23Jesus zog durch ganz Galiläa; er lehrte in den[9] Synagogen, verkündete die Botschaft[10] vom Reich ´Gottes` und heilte alle Kranken und Leidenden[11] im Volk. (Mk 3,7; Lk 6,17)24So wurde er ´über Galiläa hinaus` in ganz Syrien bekannt. Man brachte alle Leidenden zu ihm, Menschen, die von den verschiedensten Krankheiten und Beschwerden geplagt waren, auch Besessene, Epileptiker und Gelähmte, und er machte sie gesund.25Große Menschenmengen folgten ihm aus Galiläa und dem Zehnstädtegebiet, aus Jerusalem und Judäa und aus der Gegend jenseits des Jordans.