Jesus Sirach 2

Zürcher Bibel

von Theologischer Verlag Zürich
1 Kind, wenn du herzutrittst, um dem Herrn zu dienen, bereite deine Seele auf Prüfungen vor.2 Richte dein Herz gerade aus und sei standhaft und überhaste nichts in der Zeit des Leids.3 Halte dich an ihn und werde nicht abtrünnig, damit du an deinem Ende gross sein wirst.4 Nimm an, was immer dir widerfährt, und sei geduldig in den Wechselfällen deiner Erniedrigung.5 Denn im Feuer wird Gold geprüft, und der Mensch, der angenommen wird, im Schmelzofen der Erniedrigung. [In Krankheit und Bedürftigkeit bleibe ihm treu.][1]6 Vertraue ihm, und er wird sich deiner annehmen; und richte deine Wege gerade aus und hoffe auf ihn.7 Die ihr den Herrn fürchtet, wartet auf sein Erbarmen und kehrt euch nicht ab, damit ihr nicht zu Fall kommt.8 Die ihr den Herrn fürchtet, vertraut ihm, und euer Lohn wird nicht ausbleiben.9 Die ihr den Herrn fürchtet, hofft auf Gutes und auf ewige Freude und Erbarmen, [denn eine ewige mit Frohmut verbundene Gabe ist seine Belohnung.]10 Schaut auf die früheren Generationen und seht: Wer vertraute dem Herrn und wurde zuschanden? Oder: Wer blieb in seiner Furcht und wurde verlassen? Oder: Wer rief ihn an, und er hätte ihn übersehen?11 Denn gnädig und barmherzig ist der Herr, und er verzeiht Sünden und rettet in der Zeit der Bedrängnis.12 Wehe den ängstlichen Herzen und den schlaffen Händen und dem Sünder, der auf zwei Pfaden geht.13 Wehe dem schlaffen Herzen, weil es nicht vertraut; deshalb wird es nicht beschützt werden.14 Wehe euch, denen die Ausdauer verloren gegangen ist - was werdet ihr tun, wenn der Herr euch heimsucht?15 Die den Herrn fürchten, werden sich seinen Worten nicht verweigern, und die ihn lieben, werden sich an seine Wege halten.16 Die den Herrn fürchten, werden sein Wohlgefallen suchen, und die ihn lieben, werden von der Weisung erfüllt werden.17 Die den Herrn fürchten, werden ihre Herzen vorbereiten, und vor ihm werden sie ihre Seelen demütig machen.18 Wir wollen in die Hände des Herrn fallen und nicht in die Hände von Menschen, denn so wie seine Grösse ist auch sein Erbarmen.

Jesus Sirach 2

Lutherbibel 2017

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Mein Kind, willst du des Herrn Diener sein, so bereite dich auf Anfechtung vor.2 Festige dein Herz und wanke nicht und lass dich nicht erschüttern in der Zeit der Not.3 Halt dich an Gott und weiche nicht, damit du am Ende gestärkt bist.4 Alles, was dir widerfährt, das nimm auf dich, und sei geduldig bei jeder neuen Demütigung.5 Denn wie das Gold durchs Feuer, so werden auch, die Gott gefallen, durchs Feuer der Trübsal erprobt. [In Krankheit und Not vertraue auf ihn.] (Weis 3,5)6 Vertraue Gott, so wird er sich deiner annehmen; geh gerade Wege und hoffe auf ihn! (Ps 37,5)7 Die ihr den Herrn fürchtet, wartet auf seine Gnade und weicht nicht, damit ihr nicht zugrunde geht.8 Die ihr den Herrn fürchtet, vertraut ihm, so wird es euch an Lohn nicht fehlen.9 Die ihr den Herrn fürchtet, hofft das Beste von ihm, hofft auf ewige Freude und Gnade. [Denn dafür gibt er ewige Gabe mit Freude.]10 Blickt auf die früheren Geschlechter und besinnt euch: Wer ist jemals zuschanden geworden, der auf den Herrn gehofft hat? Wer ist jemals verlassen worden, der in der Furcht des Herrn geblieben ist? Oder wer ist jemals von ihm verschmäht worden, der ihn angerufen hat? (Hi 4,7; Ps 22,5; Jdt 13,14; 1Mak 2,50)11 Denn der Herr ist gnädig und barmherzig und vergibt Sünden und hilft in der Not. (2Mo 34,6)12 Weh denen, die an Gott verzagen und nicht an ihm festhalten, und dem Gottlosen, der hin und her schwankt!13 Weh den Verzagten! Denn sie glauben nicht; darum werden sie auch nicht beschirmt. (Jes 7,9)14 Weh euch, die ihr die Geduld verloren habt: Wie wird es euch ergehen, wenn euch der Herr heimsucht?15 Die den Herrn fürchten, glauben seinem Wort; und die ihn lieben, bleiben auf seinen Wegen. (Spr 14,2; Joh 14,21)16 Die den Herrn fürchten, tun, was ihm gefällt; und die ihn lieben, sättigen sich an seinem Gesetz.17 Die den Herrn fürchten, machen ihr Herz bereit und demütigen sich vor ihm und sagen:18 Wir wollen lieber in die Hände des Herrn fallen als in die Hände der Menschen; denn seine Barmherzigkeit ist ja so groß wie er selbst. (2Sam 24,14; Sir 11,1)