Wie das ist mit dem Aufs-Essen-Verzichten und Beten
1Im vierten Jahr, wo der Präsident Darius an der Macht war, redete Gott wieder mit mir. Es war am 4. Dezember.2In der Zeit war gerade eine Abordnung von Männern aus Bet-El in Jerusalem angereist. Mit dabei waren Sar-Ezer und Regem-Melech und ein paar von ihren Angestellten. Sie waren dorthin gekommen, weil sie was ganz Bestimmtes von Gott wissen wollten.3Darum hatten sie sich vorgenommen, den Priestern und Prophetentypen dort eine Frage zu stellen. Sie wollten wissen, ob sie in Zukunft diesen religiösen Feiertag durchziehen sollten, wo man aufs Essen verzichtet und laut weinen muss. Das hatte man ja schon seit Jahren so gemacht, um sich daran zu erinnern, dass in der Zeit die Leute nach Babylonien in Kriegsgefangenschaft gekommen sind. Die Propheten und Priester sollten dann diese Frage für Gott beantworten.4Gott redete zu mir über die Sache.5„Sag den Leuten und den Priestern Folgendes von mir“, meinte er. „Seit siebzig Jahren veranstaltet ihr jetzt schon diese Feiertage, wo man aufs Essen verzichtet und laut weinen muss. Das Ding läuft immer im August und im Oktober jedes Jahr. Aber mal im Ernst, glaubt ihr, dass das irgendeiner wirklich nur für mich gemacht hat?6Wenn ihr zu Mittag esst und eine Cola trinkt, dann tut ihr das doch auch nur für euch, weil ihr Hunger habt.7Kennt ihr nicht die Worte, die ich durch die alten Prophetentypen damals gesprochen habe? Ich meine jetzt die aus der Zeit, als man in Jerusalem und in den Städten drum herum noch wohnen konnte, ohne Angst haben zu müssen. In der Zeit waren die Städte von Juda, das Gebiet im Süden und das Land in den Bergen im Westen noch bewohnt!“8Gott sagte dann noch zu mir:9„Ich, der Chef über dieses Universum, will, dass man über alle Menschen korrekte Urteile fällt und dass man liebevoll und korrekt miteinander umgeht.10Unterdrückt nicht die Frauen, deren Ehemänner gestorben sind und die auf der Straße leben müssen! Auch die Kinder ohne Eltern, die Ausländer und generell alle Leute, denen es dreckig geht, sollt ihr nicht fertigmachen. Überlegt euch nicht ständig, wie ihr euch gegenseitig eine reindrücken könnt.11Aber leider wollte ja keiner so wirklich auf mich hören. Ihr habt auf euren Ohren gesessen, euch weggedreht oder einfach die Musik lauter gemacht, nur um nicht meine Stimme zu hören.12Die Leute machten sich innerlich total hart, nur um bloß nicht auf das zu hören, was ich von ihnen wollte. Sogar die Worte, welche ich den alten Propheten gesagt hab, kamen nicht bei ihnen an. Darum wurde ich total sauer auf sie, ich war richtig aggro unterwegs.13Das ist auch der Grund, warum Folgendes passiert ist: Ich, Gott, habe zu ihnen gesprochen, aber sie haben nicht auf mich gehört. Genauso werden sie auch mit mir sprechen, aber ich werde nicht auf sie hören. Das sagt der Chef über dieses Universum.14Ich habe dafür gesorgt, dass sie überall verstreut auf der Erde leben mussten. Sie mussten bei Völkern wohnen, von denen sie vorher noch nie was gehört hatten. Ihr Land mussten sie hinter sich lassen, und es vertrocknete und ging kaputt. Keiner wollte dort mehr wohnen. Sie haben aus diesem obergeilen Land eine tote und vertrocknete Wüste gemacht.“
1Im vierten Jahr des Königs Darius erging das Wort des HERRN an Sacharja, am vierten Tag des neunten Monats, im Monat Kislew.2Damals schickten Bet-El-Sarezer und Regem-Melech und seine Leute, um das Angesicht des HERRN gnädig zu stimmen, eine Gesandtschaft3mit der Anfrage an die Priester im Haus des HERRN der Heerscharen und die Propheten: Soll ich weiterhin im fünften Monat weinen und enthaltsam sein, wie ich es so viele Jahre getan habe?4Da erging an mich das Wort des HERRN der Heerscharen:5Sag dem ganzen Volk des Landes und den Priestern: Wenn ihr im fünften und im siebten Monat gefastet und Klage abgehalten habt, und das siebzig Jahre lang - bin etwa ich es, für den ihr gefastet habt? (Hag 2,4)6Und wenn ihr esst und trinkt, seid denn nicht ihr selbst es, die essen, und ihr selbst es, die trinken?7Sind es nicht die Worte, die der HERR durch die früheren Propheten verkündete, als Jerusalem bewohnt und sorglos war samt den Städten ringsum, als der Negeb und die Schefela noch bewohnt waren?8Und das Wort des HERRN erging an Sacharja:9So spricht der HERR der Heerscharen: Haltet gerechtes Gericht, erweist Güte und Erbarmen, ein jeder gegenüber seinem Bruder; (Jes 1,17; Jer 7,5; Mi 6,8)10unterdrückt nicht die Witwe und Waise, den Fremden und Armen und plant in eurem Herzen nichts Böses gegeneinander!11Doch sie weigerten sich hinzuhören, sie zeigten störrisch die Schulter und verstopften ihre Ohren, um nicht zu hören. (Neh 9,29; Jes 6,10; Jes 48,4; Jer 5,3)12Sie machten ihr Herz zu hartem Diamant, um die Weisung und die Worte nicht hören zu müssen, die der HERR der Heerscharen gesandt hatte durch seinen Geist, im Mund der früheren Propheten. Deshalb kam ein großer Zorn vom HERRN der Heerscharen (Mi 3,8)13und es geschah: Wie er gerufen hatte und sie nicht hörten, so sollten sie nun rufen und ich wollte nicht hören, spricht der HERR der Heerscharen,14sondern wollte sie verwehen über alle Nationen hin, die ihnen unbekannt waren. Nach ihnen aber verödete das Land, sodass niemand mehr darin hin- und herzog, und so haben sie ein begehrenswertes Land zur Wüste gemacht. (Jer 3,19)