1Wer hat damals diese Nachricht wirklich geglaubt? Wer hat die Kraft von Gott wirklich live mitbekommen?2Der neue Held kam ganz von unten, wie eine kleine Pflanze wuchs er aus einem ausgetrockneten Boden raus. Er kam nicht heftig rüber, er sah nicht wie ein großer Held aus. Als wir ihn bemerkten, machte er keinen großen Eindruck auf uns, es war nicht so, dass wir ihn sofort supergeil gefunden hätten.3Die Menschen hatten überhaupt keinen Bock auf ihn und behandelten ihn wie den letzten Dreck. Er musste heftige Schmerzen kennenlernen. Es war so, dass wir ihn einfach ätzend fanden, wir hatten keinen Respekt vor ihm.4Aber er hat die Bestrafung für unsere Fehler übernommen. Wir dachten uns, dass er das verdient hat, dass das eine Bestrafung von Gott wäre und dass der ihn schlägt und runterdrückt. Dadurch ging es ihm auch echt dreckig.5Aber in Wahrheit musste er wegen unserem Mist so heftig leiden. Weil wir Dinge tun, die Gott uncool findet, wurde er fertiggemacht. Er übernahm die Strafe für uns, damit wir frei werden. Durch seine Schmerzen und Verletzungen kam bei uns alles wieder in Ordnung.6Wir waren total durcheinander, wir hatten uns alle verlaufen, so als wären wir in einer fremden Stadt ohne Stadtplan. Jeder hat getan, was er gerade für richtig hielt. Trotzdem hat Gott ihn für unseren ganzen Mist bluten lassen.7Er wurde geschlagen, aber er hat alles mit sich machen lassen und sich nicht beschwert. Es war fast so wie bei einem kleinen Schaf, das man zum Metzger bringt, damit es dort getötet und geschlachtet wird. Oder es war wie bei so einem Schaf, das sich ohne zu blöken die Wolle abrasieren lässt. Er hat einfach nichts gesagt.8Der Knast und die Gerichtsverhandlung haben ihm den Rest gegeben, aber kein Schwein hat sich darum gekümmert. Man hat ihn aus dem Leben rausgekickt, er wurde zum Tod verurteilt, wegen der Verbrechen, die eigentlich seine Leute gemacht hatten.9Sein Grab war in der Ecke vom Friedhof, wo nur Verbrecher wie Geldhaie und andere Abzocker liegen. Denn er hatte nichts ausgefressen, er hatte noch nicht mal gelogen oder so was.10Trotzdem wollte Gott das so. Er wollte, dass er kaputt gemacht wird, und er hat ihn leiden lassen. Weil er sein eigenes Leben einsetzt für den Mist, den andere gebaut haben, wird er wieder lebendig werden. Sein Leben wird verlängert, und er wird noch mit seinen Kindern und Enkelkindern spielen können. Alles, was Gott will, wird dann durch ihn passieren.11Weil er so derbe gelitten hat, wird sehr viel Gutes daraus entstehen. Er wird wieder nach oben kommen und satt werden. Er hat kapiert, worum es geht. Dieser korrekte Typ, der Mitarbeiter von Gott, wird vielen helfen, gut draufzukommen. Er wird die Strafe abbekommen für den Mist, den andere gemacht haben. Er macht alles wieder gut.12Darum will ich, dass er einer von den ganz Großen wird. Er wird sich mit den Mächtigen dieser Welt die Beute teilen. Weil er komplett tot war und weil er sich wie ein Schwerverbrecher behandeln ließ, wird das so sein. Er ließ sich für die Verbrechen der Leute bestrafen. Er hat sich für die, die Mist bauen, eingesetzt.
Jesaja 53
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches Bibelwerk1Wer hat geglaubt, was wir gehört haben? / Der Arm des HERRN - wem wurde er offenbar? (Joh 12,38; Röm 10,16)2Vor seinen Augen wuchs er auf wie ein junger Spross, / wie ein Wurzeltrieb aus trockenem Boden.
Er hatte keine schöne und edle Gestalt, / sodass wir ihn anschauen mochten.
Er sah nicht so aus, / dass wir Gefallen fanden an ihm. (Jes 11,1)3Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, / ein Mann voller Schmerzen, / mit Krankheit vertraut.
Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, / war er verachtet; wir schätzten ihn nicht.4Aber er hat unsere Krankheit getragen / und unsere Schmerzen auf sich geladen.
Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, / von ihm getroffen und gebeugt. (Mt 8,17)5Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Vergehen, / wegen unserer Sünden zermalmt.
Zu unserem Heil lag die Züchtigung auf ihm, / durch seine Wunden sind wir geheilt. (1Petr 2,24)6Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, / jeder ging für sich seinen Weg.
Doch der HERR ließ auf ihn treffen / die Schuld von uns allen. (Jes 56,11)7Er wurde bedrängt und misshandelt, / aber er tat seinen Mund nicht auf.
Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, / und wie ein Schaf vor seinen Scherern verstummt, / so tat auch er seinen Mund nicht auf. (Apg 8,32; Offb 5,6; Offb 13,8)8Durch Haft und Gericht wurde er dahingerafft, / doch wen kümmerte sein Geschick?
Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten / und wegen der Vergehen meines Volkes zu Tode getroffen.9Bei den Frevlern gab man ihm sein Grab / und bei den Reichen seine Ruhestätte,
obwohl er kein Unrecht getan hat / und kein trügerisches Wort in seinem Mund war. (1Petr 2,22)10Doch der HERR hat Gefallen an dem von Krankheit Zermalmten. / Wenn du, Gott, sein Leben als Schuldopfer einsetzt,
wird er Nachkommen sehen und lange leben. / Was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen.11Nachdem er vieles ertrug, erblickt er das Licht. / Er sättigt sich an Erkenntnis.
Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; / er lädt ihre Schuld auf sich.[1] (Dan 12,3; Röm 5,19)12Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen / und mit Mächtigen teilt er die Beute,
weil er sein Leben dem Tod preisgab / und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
Er hob die Sünden der Vielen auf / und trat für die Abtrünnigen ein. (Lk 22,37; Joh 1,29; Röm 4,25; Röm 5,16; Hebr 9,28; 1Petr 2,24)