Ein Vergleich: Jerusalem ist wie eine Frau, die ihren Mann betrügt
1Dann redete Gott mal wieder mit mir. Und zwar sagte er Folgendes:2„Hey, du, Mensch, ich möchte, dass du den Menschen in der Stadt Jerusalem klarmachst, wie ätzend sie gerade leben!3Sage zu den Leuten: ‚Was ich euch jetzt erzähle, kommt von Gott, vom Chef! Du kommst aus der Gegend der Kanaaniter, dein Vater war ein Amoriter und deine Mutter eine Hetiterin.4Bei deiner Geburt ist Folgendes passiert: Man hat vergessen, deine Nabelschnur abzuschneiden, man hat dich nicht mit Wasser sauber gewaschen, man hat dich auch nicht desinfiziert und dir auch keine Windeln angelegt!5Da ist niemand, der dir sagt: Och, du kleiner Puschel, du tust mir aber leid! Niemand hilft dir, niemand gibt aus Mitleid etwas ab. Nein, du wurdest einfach rausgekickt, man hat dich auf ein Feld geworfen, weil man dich schon seit der Geburt so eklig fand.6-7Ich kam in dem Augenblick gerade vorbei und hab dich da in deinem Blut liegen sehen. Du hast nur noch gezuckt, du warst schon so gut wie tot. Aber ich hab zu dir gesagt: Bleib am Leben! Du sollst leben und sollst groß werden! 7 Du sollst wachsen wie eine Pflanze auf einem Feld. Also bist du gewachsen und bist groß geworden. Du wurdest eine wunderschöne Braut, dein Busen wurde schön rund, deine Haare wurden immer schöner. Und trotzdem warst du nackt, du hattest nichts an.8Dann kam ich später wieder bei dir vorbei und hab dich angesehen. In der Zwischenzeit warst du eine junge Frau geworden, du warst bereit, um zu heiraten. Also hab ich dich zur Frau genommen, ich hab dich chic angezogen, damit du nicht mehr nackt bist. Und ich hab einen Vertrag mit dir geschlossen, ich hab dir versprochen, treu zu sein. So kamen wir zusammen, und du wurdest meine Frau. Das sagt Gott, der Chef.9Ich hab dich dann unter die Dusche gestellt und dich sauber gemacht, hab das ganze Blut von dir abgeschrubbt und dich mit schönen Cremes eingeschmiert. Und dann hab ich dir das Beste gewünscht, ich hab dir Kraft gegeben, ich hab dich gesegnet.10Dann hab ich dir die teuersten Designerklamotten gekauft, hab dir megascharfe Schuhe angezogen und einen Mantel aus Seide umgehängt.11Zum Schluss hab ich dir noch ganz teure Klunker besorgt, einen schönen Ring und eine Goldkette.12Du bekamst ein Nasenpiercing mit einem Brillanten drin, die teuersten Ohrringe aus Gold und einen coolen Hut auf den Kopf.13Jetzt warst du voll geschmückt, mit Gold und Silberschmuck, und deine Kleidung war stylisch und bestand aus den feinsten Materialien wie Seide und Leder. Zum Mittagessen gab es für dich nur vom Allerfeinsten und einen Allyoucaneat-Gutschein für McDonald’s auf Lebenszeit. Du warst einfach übelst hübsch, und es war klar, dass aus dir eine Präsidentin werden würde.14Du warst total berühmt wegen deiner Schönheit. Du sahst einfach perfekt aus, weil ich dafür gesorgt hab, dass du vor Schönheit leuchtest. Das sagt jetzt Gott!‘“
Jerusalem geht fremd
15Und Gott sagte weiter: „Aber dann hast du dich zu sehr auf deine Schönheit verlassen als auf mich. Du fingst an fremdzugehen, weil du so beliebt warst. Du hast es mit jedem getrieben, der gerade in der Gegend war.16Zu den Orten, wo zu diesen Plastikgöttern gebetet wird, bist du hingegangen und hast deinen Körper für Geld angeboten. Du hast dich verhalten wie die letzte Hure. So was hätte niemals passieren dürfen.17Von dem verzierten Silber und Goldschmuck, den ich dir geschenkt hatte, hast du dir Figuren machen lassen, die aussahen wie ein Mann. Mit diesem Mann bist du dann fremdgegangen und hast mich mit ihm betrogen.18Dann hast du den Plastikgöttern deine Designerklamotten angezogen und hast ihnen mein Öl und meine Räucherkerzen geschenkt.19Das leckere Brot, was ich dir geschenkt hatte, aus Weizenmehl, Öl und Honig, das hast du denen gegeben. Sie sollten sich darüber freuen. Das ist alles echt passiert!“, sagt Gott, der Chef über alles.20„Und dann hast du deine Söhne und deine Töchter genommen, die du eigentlich für mich bekommen hattest, und hast sie diesen ätzenden Plastikgöttern geschenkt, du hast sie sogar für die getötet. Hat dir das nicht gereicht, warst du in dem Moment noch nicht versifft genug?21Nein, du musstest auch noch meine Kinder schlachten und ihre Leichen für diese Pseudogötter verbrennen.22Du warst so krass dabei, Mist zu bauen, du warst so damit beschäftigt fremdzugehen, dass du dabei ganz vergessen hast, wie gut es früher war. Damals, als du noch ohne was an, ganz nackt, gerade frisch geboren, überall mit Blut verschmiert, im Bett lagst.“
Untreu, weil Verträge mit andern Völkern gemacht
23„Nach dem ganzen Mist, den du gebaut hast, war klar: Ich muss dich dafür bestrafen. Das sagt Gott, der Chef über alles.24Du hast dir einen Opfertisch, so einen Altar, auf jedem freien Platz aufgebaut, der gerade da war.25Überall hast du sozusagen dein Bett aufgebaut, wo du mit anderen Göttern reingesprungen bist und mich abgezogen hast. Du hast deinen Rock hochgezogen und für jeden die Beine breitgemacht. Jeder, der vorbeikam, ist mit dir im Bett gelandet, das war eine ganz normale Sache bei dir, du hast den Hals nicht voll bekommen können.26Du warst sogar mit deinem Nachbarn im Bett, die Ägypter durften auch mit dir schlafen. Du wolltest mich damit provozieren.27Also hab ich dir einen Teil von dem, was ich dir geschenkt hatte, wieder weggenommen. Das sollte eine Strafe für dich sein. Ich hab dafür gesorgt, dass die Philister bei dir einmarschiert sind. Ich hab dich denen ausgeliefert, sie konnten sich bei dir ausleben, dieses Volk, was deine Leute hasst. Und selbst die fanden den ganzen Dreck, den du machst, voll peinlich.28Aber du hattest den Hals immer noch nicht voll und musstest dich weiter billig verkaufen. Du bist mit den Assyrern im Bett gelandet, hast es mit denen -getrieben, aber auch das hat dir nicht gereicht.29Also hast du dir noch die Babylonier gegriffen, die vom Handel leben. Aber auch die haben dich nicht befriedigt.30Du warst so heiß, so leidenschaftlich, du warst drauf wie eine billige Hure, die sich auch noch ganz toll findet.31An jeder Straßenecke hast du dein Bett aufgestellt. Wo du nur einen freien Platz gefunden hast, musstest du es mit denen treiben. Dabei hast du es noch nicht mal getan, wie es eine normale Nutte tut, nämlich gegen Cash. Du hast sogar umsonst mit denen geschlafen!32Du hast deinen Ehemann betrogen, indem du mit anderen Männern ins Bett gegangen bist.33Eine normale Nutte bekommt wenigstens mal ein Geschenk von ihrem Freier, aber bei dir war es umgekehrt. Du hast deine Lover mit Geschenken überschüttet. Du wolltest, dass dich alle Männer haben wollen, dass sie von überall her zu dir kommen, um mit dir zu schlafen.34Bei dir ist genau das Gegenteil von dem passiert, was man sonst kennt. Du hast deinen Freiern auch noch Kohle bezahlt, während du leer ausgegangen bist. Du hast sogar das auf den Kopf gestellt.“
Die Strafe ist verdient
35Gott sagte weiter: „Darum hör gut zu, was ich, Gott, dir zu sagen habe, du alte Schlampe!36Weil du dich komplett nackig ausgezogen hast und nicht mal deinen Schlüpfer angelassen hast, weil dich deine vielen Lover nackt gesehen haben, weil du auch vor diesen bescheuerten Plastikgöttern die Hosen runtergelassen hast und weil du dann auch noch deine Kinder für die töten musstest,37werde ich jetzt eingreifen. Ich werde die ganzen Männer, mit denen du es getrieben hast, alle deine Kunden, mit denen du als Nutte im Bett warst, die du alle früher gehasst hast, zusammentreiben. Dann sorge ich dafür, dass sie dich von allen Seiten umzingeln, und wenn sie da sind, dann werde ich denen zeigen, wie nackt du wirklich bist.38Ich werde mit dir so umgehen, wie man nach den Gesetzen mit Leuten umgeht, die eine Ehe gebrochen oder jemanden umgebracht haben. Du hast mich echt bis aufs Blut provoziert, und ich lasse meine Wut jetzt bei dir raus.39Ich werde dich an sie ausliefern, sie werden deinen Puff kaputt machen, sie werden deine Opfertische, wo du den Plastikgöttern drauf geopfert hast, einfach sprengen. Sie werden dir deinen Schmuck wegnehmen, dir deine Klamotten runterreißen und dich dann nackt einfach auf dem Boden liegen lassen.40Dann werden sie eine Gerichtsverhandlung mit dir durchziehen, du wirst verurteilt und bekommst die Todesstrafe. Am Ende landest du auf dem elektrischen Stuhl.41Sie werden deine Häuser abreißen und dich fett bestrafen. Und ganz viele Frauen werden dabei zuschauen. Auf die Art werde ich deinen Job als Nutte beenden, und du wirst auch keine Kohle mehr haben, um dir einen Lover zu kaufen.42Wenn das passiert ist, werde ich nicht mehr sauer auf dich sein, denn ich habe meine Wut abreagiert, ich konnte mich dann an dir austoben. Ab dann bin ich wieder entspannt, ich werde ruhig sein.43Du hattest leider wieder alles vergessen, was ich für dich getan hab, ganz zu Anfang, als du noch jung warst. Du hast mich einfach extrem provoziert, mit deinen vielen ekligen Sachen, die du gebracht hast. Das sind jetzt die Konsequenzen davon. Das kam jetzt von Gott.“
Du treibst es noch schlimmer als die Leute in Sodom und Samaria!
44Das geht an die Leute in Jerusalem: Es wird dann einen Witz geben, einen Spruch, den man über dich bringt. Man wird sagen: Wie die Mutter, so die Tochter!45Du bist genauso wie deine Mutter, die hatte keinen Bock auf ihren Ehemann und auch nicht auf ihre Söhne. Du bist genauso wie eine Frau, die keinen Bock hat auf ihren Mann und auf ihre Kinder. Eure Mutter ist wie eine Hetiterin, und euer Vater ist wie ein Amoriter.46Deine größere Schwester ist die Stadt Samaria, die im Norden liegt. Dort sind auch ihre ganzen kleinen Tochterstädte, die wie kleine Schwestern für dich sind. Und dann ist da noch die kleine Schwester Sodom, die rechts von dir liegt, und die hat auch wieder ein paar kleine Tochterstädte.47Du hast ihnen alle ätzenden Sachen nachgemacht, aber hast nicht nur denselben Mist gebaut, es war kurz davor, dass du sie sogar noch getoppt hättest, bei all dem, was du so getan hast.48Gott, der Chef, sagt dir: „Deine Schwester Sodom und ihre kleinen Vorstädte haben nicht so schlimm gelebt wie du.49Sie waren arrogant und dachten, sie seien was Besseres. Sie hatten alles fett, der Kühlschrank war randvoll, sie hatten keine Angst um ihre Töchter. Leuten, denen es dreckig ging, waren ihnen egal.50Schließlich wurden sie überheblich und haben ganz üble Sachen getan vor meinen Augen. Als ich das mitbekam, hab ich sie wegverfrachtet.51Selbst in der schlimmen Stadt Samaria sind nicht mal halb so viel ätzende Sachen passiert wie bei dir. Du hast viel mehr Mist gebaut als sie, dagegen war das, was die anderen Vorstädte, deine Schwestern, gemacht haben, echt noch harmlos.52Darum musst du jetzt auch bezahlen, du musst dich dafür schämen, auch weil du es schlimmer getrieben hast als deine Schwestern. Sie sind korrekter als du. Du musst jetzt die Konsequenzen tragen, weil im Gegensatz zu dir deine Schwestern noch gut dastehen.“
Gott verspricht, Jerusalem wird bald wieder seinen Leuten gehören
53„Aber irgendwann werde ich dafür sorgen, dass es mit Sodom und seinen umliegenden Städten, mit Samaria und seinen umliegenden Städten wieder bergauf geht.54Du sollst endlich kapieren, dass du großen Mist gebaut und peinliche Sachen gebracht hast. Auch die Dinge, die dafür gesorgt haben, dass du immer dachtest, dir könnte nichts passieren, sollen dir peinlich sein.55Deine Schwestern Sodom und ihre Vorstädte werden wieder den Status haben, den sie früher mal hatten. Und auch Samaria und ihre Vorstädte werden wieder denselben Status haben wie früher. Und auch du, Jerusalem, wirst wieder so sein wie früher, inklusive deiner Vorstädte, deiner Schwestern.56Hast du nicht früher, als du noch dachtest, du wärst der Held, auch immer über deine Schwester Sodom abgelästert?57Das war noch, bevor klar war, wie mies du eigentlich bist! Heute lästern alle über dich, alle, die um dich herum wohnen, die Edomiter und auch die Philister.58Ab sofort musst du die Konsequenzen tragen für die miesen Aktionen und den ganzen Mist, den du getan hast. Das sagt dir Gott!59Er, der Chef über alles, sagt dir: Ja, ich werde mit dir genauso umgehen, wie es angemessen ist! Unsere Verträge waren dir egal, du hast sie gebrochen.60Aber ich habe unsere Verträge nicht vergessen, die ich schon vor Ewigkeiten mit dir geschlossen hatte, als es dich noch nicht so lange gab, als du noch jung warst. Dieser Vertrag sollte für immer gelten!61Wenn du dann endlich kapierst, wie ätzend die Sachen waren, die du gemacht hast, wird es dir voll leidtun, und du wirst dich in Grund und Boden schämen. Das passiert, wenn ich dir deine zwei Schwestern, Sodom und Samaria, als Töchter wiedergeben werde, sodass du über ihnen stehst. Damit hab ich dir noch mehr gegeben, als ich mal vorhatte, als wir die Verträge miteinander gemacht haben.62Ich werde diese Verträge mit dir wieder neu schließen, und dann kapierst du endlich, dass ich der Chef bin, der alles kann!63Dann wirst du dich auch nicht mehr schämen müssen, du musst nicht mehr über den ganzen Mist reden, den du verbockt hast. Ich habe dir dann nämlich verziehen. Das sagt Gott, der Chef über alles!“
1Das Wort des HERRN erging an mich: (Hes 6,9; Hes 23,1; Hos 1,1)2Menschensohn, mach Jerusalem ihre Gräueltaten bekannt (Hes 20,4; Hes 22,2)3und sage: So spricht GOTT, der Herr, zu Jerusalem:
Deiner Herkunft und deiner Geburt nach bist du aus dem Land der Kanaaniter. Dein Vater ist ein Amoriter und deine Mutter eine Hetiterin. (Hes 16,45)4Bei deiner Geburt, am Tag, als du geboren wurdest, wurde deine Nabelschnur nicht abgeschnitten, du wurdest zur Reinigung nicht mit Wasser abgewaschen, nicht mit Salz eingerieben, nicht in Windeln gewickelt.[1]5Kein Auge zeigte dir Mitleid, um dir eines von diesen Dingen zu tun, um sich deiner zu erbarmen, sondern du wurdest auf das freie Feld hingeworfen, weil man dich verabscheute am Tag, an dem du geboren wurdest.6Da kam ich an dir vorüber und sah dich in deinem Blut strampeln; und ich sagte zu dir in deinem Blut: Bleib am Leben! Ich sagte zu dir: In deinem Blut, bleib am Leben!7Wie eine Blume auf dem Feld ließ ich dich wachsen. Und du bist herangewachsen, bist groß geworden und herrlich aufgeblüht: Deine Brüste wurden fest; dein Haar begann zu sprießen. Doch du warst nackt und bloß.8Da kam ich an dir vorüber und sah dich und siehe, deine Zeit war da, die Zeit der Liebe. Ich breitete den Saum meines Gewandes über dich und bedeckte deine Blöße. Ich leistete dir den Eid und ging mit dir einen Bund ein - Spruch GOTTES, des Herrn - und du wurdest mein. (Rut 3,9)9Dann wusch ich dich mit Wasser, spülte dein Blut von dir ab und salbte dich mit Öl.10Ich kleidete dich in bunte Gewänder, zog dir Schuhe aus Tahasch-Leder an, band dir Byssus um und hüllte dich in Seide.11Ich schmückte dich mit Schmuck, legte dir Spangen an die Arme und eine Kette um den Hals.12Ich gab einen Ring an deine Nase, Ohrringe an deine Ohren und eine herrliche Krone auf dein Haupt.13Mit Gold und Silber konntest du dich schmücken, aus Byssus, Seide und buntem Gewebe war dein Gewand. Feinmehl, Honig und Öl aßest du. So wurdest du überaus schön, du wurdest tauglich zu königlicher Herrschaft.14Der Ruf deiner Schönheit drang zu den Völkern hinaus, denn sie war vollkommen durch meinen Schmuck, den ich dir anlegte - Spruch GOTTES, des Herrn.15Doch dann hast du dich auf deine Schönheit verlassen, du hurtest in deinem Ruhm und hast mit deiner Hurerei jeden überschüttet, der vorbeiging, ihm wurde sie zuteil.16Du hast von deinen Gewändern genommen und dir bunte Kulthöhen gemacht und darauf Unzucht getrieben - Dinge, die nie vorgekommen sind und nie mehr geschehen dürfen.17Deine prächtigen Schmuckstücke aus meinem Gold und Silber, die ich dir geschenkt hatte, hast du genommen und hast dir daraus männliche Figuren gemacht, um mit ihnen zu huren. (2Mo 32,2; Hos 2,10; Hos 8,4)18Deine bunten Gewänder hast du genommen und sie damit bekleidet. Mein Öl und mein Räucherwerk hast du vor sie hingestellt.19Mein Brot, das ich dir gab - Feinmehl, Öl und Honig, mit denen ich dich nährte -, das hast du ihnen als beruhigenden Duft dargebracht. Ja, so war es! - Spruch GOTTES, des Herrn.20Du hast deine Söhne und Töchter, die du mir geboren hast, genommen und sie ihnen als Schlachtopfer zum Essen vorgesetzt. War dir dein unzüchtiges Treiben noch nicht genug? (5Mo 12,31; 2Kön 16,3; Jer 7,31; Hes 20,26; Hes 23,37)21Musstest du auch noch meine Söhne schlachten, um sie ihnen darzubringen und für sie durch das Feuer gehen zu lassen?22Bei all deinen Gräueltaten und deiner Hurerei hast du der Zeit deiner Jugend nicht gedacht, in der du nackt und bloß warst und strampelnd in deinem Blute lagst.23Und es geschah nach all deinen schändlichen Taten - wehe, weh dir! Spruch GOTTES, des Herrn -,24da hast du dir auf jedem freien Platz einen Sockel erbaut und dir eine Kulthöhe errichtet. (5Mo 12,2)25An jeder Straßenecke hast du deine Kulthöhe erbaut, du hast deine Schönheit abscheulich gemacht, hast deine Beine gespreizt für jeden, der vorbeiging, und hast deine Hurerei vermehrt.26Du hurtest mit den Ägyptern, deinen Nachbarn mit dem großen Glied. Du vermehrtest deine Hurerei, um mich zu beleidigen.27Und siehe, da streckte ich meine Hand gegen dich aus und nahm dir deinen Anteil weg. Ich lieferte dich der Gier deiner Feindinnen aus, den Philisterinnen; sogar sie schämten sich wegen deines schändlichen Wandels.28Dann hurtest du mit den Assyrern, weil du noch nicht genug hattest. Du hurtest mit ihnen, doch auch dann hattest du noch nicht genug. (Hes 23,12)29Du hast deine Hurerei ausgeweitet bis zum Land der Krämer, nach Chaldäa; doch auch damit hattest du noch nicht genug.30Wie warst du ohne Verstand - Spruch GOTTES, des Herrn -, weil du all das getan hast, das Werk einer selbstherrlichen Hure.31Du hast dir an jeder Straßenecke deinen Sockel gebaut und auf jedem freien Platz deine Kulthöhe errichtet. Du warst keine gewöhnliche Hure; denn du hast es verschmäht, dich bezahlen zu lassen.32Die Ehebrecherin nimmt sich statt ihres Mannes fremde Männer.33Jeder Hure gibt man Lohn; du aber hast all deinen Liebhabern Geschenke gegeben und sie bestochen, damit sie von überall zu dir kamen, um mit dir Hurerei zu treiben.34Bei deiner Hurerei war es umgekehrt wie bei anderen Frauen: Dir hurte niemand nach; du hast selbst bezahlt, wurdest aber nicht bezahlt. So hast du es umgekehrt gemacht wie andere.35Darum, du Hure, höre das Wort des HERRN!36So spricht GOTT, der Herr: Weil du erregt wurdest und deine Blöße aufgedeckt wurde bei deiner Hurerei mit deinen Liebhabern und mit all deinen abscheulichen Götzen, und um des Blutes deiner Kinder willen, die du ihnen hingegeben hast,37siehe, deshalb will ich alle deine Liebhaber versammeln, denen du gefallen hast, alle, die du geliebt hast, und alle, die du verachtet hast. Und wenn ich sie von allen Seiten gegen dich versammelt habe, dann enthülle ich ihnen deine Blöße, damit sie deine Blöße unverhüllt sehen.38Ich spreche dir das Urteil nach den Rechtsentscheiden für Ehebrecherinnen und Mörderinnen und ich bringe über dich Blutvergießen, aus Grimm und Eifersucht. (3Mo 20,10)39Ich gebe dich in ihre Hand, damit sie deinen Sockel zerstören und deine Kulthöhen einreißen, damit sie dir deine Gewänder ausziehen, deine prächtigen Schmuckstücke wegnehmen und dich nackt und bloß daliegen lassen.40Sie berufen eine Volksversammlung gegen dich ein, steinigen dich und hauen dich mit ihren Schwertern in Stücke.41Sie werden deine Häuser mit Feuer niederbrennen und vor den Augen vieler Frauen das Urteil an dir vollstrecken. So mache ich deiner Hurerei ein Ende. Auch Hurenlohn wirst du nie mehr bezahlen. (2Kön 25,9)42Ich werde meinen Zorn an dir stillen und meine Eifersucht wird von dir ablassen. Ich werde Ruhe haben und mich nicht mehr ärgern.43Weil du der Tage deiner Jugend nicht gedacht und mich bei alledem gereizt hast, siehe, darum lasse ich, ja ich, deinen Wandel auf dich selbst zurückfallen - Spruch GOTTES, des Herrn.
Hast du nicht zu all deinen Gräueln auch noch Schändliches verübt? (Hes 9,10)44Siehe, jeder, der ein Sprichwort auf dich anwenden will, der sagt: Wie die Mutter, so die Tochter!45Du bist die Tochter deiner Mutter, die vor ihrem Mann und ihren Söhnen Abscheu empfand. Du bist die Schwester deiner Schwestern, die vor ihren Männern und Söhnen Abscheu empfanden. Eure Mutter war eine Hetiterin und euer Vater ein Amoriter. (Hes 16,3)46Deine ältere Schwester ist Samaria mit ihren Töchtern, die links von dir wohnt; deine jüngere Schwester ist Sodom mit ihren Töchtern, die rechts von dir wohnt.47Du bist nicht nur ihrem Wandel gefolgt und hast nicht nur ihre Gräueltaten begangen. In nur kurzer Zeit hast du es noch schlimmer getrieben als sie auf allen deinen Wegen.48So wahr ich lebe - Spruch GOTTES des Herrn: Deine Schwester Sodom, sie und ihre Töchter haben es nicht so getrieben, wie du und deine Töchter es trieben.49Siehe, dies war die Schuld deiner Schwester Sodom: In Hochmut, Überfluss an Brot und in sorgloser Ruhe lebte sie mit ihren Töchtern, ohne die Hand des Elenden und Armen zu stärken. (1Mo 18,20; 1Mo 19,24)50Sie wurden hochmütig und begingen Gräuel vor meinen Augen. So habe ich sie verstoßen, als ich sie sah.51Samaria hat nicht die Hälfte deiner Sünden begangen. Du hast mehr Gräueltaten verübt als sie und du lässt deine Schwestern gerecht erscheinen durch all deine Gräueltaten, die du begangen hast. (Jer 3,11)52Du, ja, trag du deine Schande, die du deinen Schwestern durch deine Sünden Genugtuung verschaffst! Weil du abscheulicher als sie gehandelt hast, erscheinen sie gerechter als du. Du, ja, schäme du dich und trag deine Schande, da du deine Schwestern gerecht erscheinen lässt!53Aber ich werde ihr Schicksal wenden, das Schicksal Sodoms und ihrer Töchter, das Schicksal Samarias und ihrer Töchter und das Schicksal deiner Gefangenen in ihrer Mitte,54damit du deine Schande tragen kannst und dich schämen musst über all das, was du getan und wodurch du sie getröstet hast.55Deine Schwester Sodom und ihre Töchter werden in ihren früheren Zustand zurückkehren, Samaria und ihre Töchter werden in ihren früheren Zustand zurückkehren. Du aber und deine Töchter, auch ihr werdet in euren früheren Zustand zurückkehren.56Diente dir nicht deine Schwester Sodom als abschreckendes Beispiel in deinem Mund am Tage deines Hochmuts,57bevor deine Bosheit wie jetzt offenbar wurde? Ein Hohn bist du den Aramäerinnen und allen rings um sie her, den Philisterinnen, die dich von ringsum verachten.58Deine Schandtat und deine Gräueltaten, du selbst hast sie zu tragen - Spruch des HERRN.59Denn so spricht GOTT, der Herr: Ich werde an dir handeln, wie du gehandelt hast; du hast den Eid missachtet und den Bund gebrochen.60Ich aber, ich werde meines Bundes mit dir aus den Tagen deiner Jugend gedenken, und ich werde einen ewigen Bund für dich aufrichten. (3Mo 26,45; Jer 31,31; Hes 36,22; Hes 37,26; Hos 2,17)61Du wirst deiner Wege gedenken und dich schämen, wenn du deine Schwestern aufnimmst, deine älteren mitsamt deinen jüngeren. Und ich gebe sie dir zu Töchtern, aber nicht deines Bundes wegen.[2] (Hes 20,43; Hes 36,31)62Ich selbst richte meinen Bund mit dir auf, damit du erkennst, dass ich der HERR bin.63So sollst du gedenken, sollst dich schämen und wirst vor Scham den Mund nicht mehr öffnen können, weil ich dir Versöhnung gewähre für alles, was du getan hast - Spruch GOTTES, des Herrn. (Hes 36,31)