Hesekiel 15

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Ein Bild: Jerusalem ist wie ein Stück Holz von einer Weinpflanze Irgendwann redete Gott wieder mit mir. Er sagte:2 „Hey du, Mensch! Was kann ein Weinstock, so eine Pflanze, an der Weintrauben sind, besser als eine Efeupflanze, die auch an einer Wand hochwachsen kann?3 Kann man aus dem Material vielleicht besonders gutes Holz machen? Oder kann man da draus vielleicht ein Brett basteln, wo man später das Werkzeug dran aufhängt?4 Nein, man kann es nur noch als Feuerholz gebrauchen! Und wenn es, von einem Ende zum anderen, verkohlt ist, dann war es das, dann ist es nichts mehr wert.5 Versteht ihr? Selbst bevor es verbrannt wird, kann man es zu nichts wirklich gebrauchen. Und wenn es dann vom Feuer verbrannt ist, erst recht nicht mehr. Man kann damit nicht mehr arbeiten, es ist sinnlos.6 Darum sage ich, Gott, der Chef, Folgendes: Jerusalem ist wie das Holz von so einem Weinstock. Es ist genauso viel wert wie der letzte Busch im Wald, der auch noch von mir verbrannt wird. Auf die Art werde ich auch die Bewohner von Jerusalem plattmachen.7 Ich werde gegen sie sein, ich werde sie bekämpfen. Vielleicht könnten sie sich vor dem einen Feuer retten, aber trotzdem werden sie letztendlich im Feuer verbrannt werden. Wenn ich mich gegen sie stelle, dann müssen sie endlich kapieren, dass ich der Chef bin.8 Ich werde dafür sorgen, dass in dem ganzen Land nichts mehr wachsen wird. Denn sie sind mir untreu geworden, sie haben mich betrogen. Das kommt jetzt von Gott, dem heftigen Gott, dem Chef.“

Hesekiel 15

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Das Wort des HERRN erging an mich: (Jes 5,1; Hes 19,10)2 Menschensohn, was hat das Holz des Weinstocks / allem anderen Holz voraus und die Weinranke, / die zwischen den Hölzern des Waldes wächst?3 Nimmt man von ihm etwa Holz, / um daraus etwas anzufertigen? Oder nimmt man von ihm einen Pflock, / um allerlei Geräte daran aufzuhängen?4 Siehe, man wirft es dem Feuer zum Fraß vor. Sind dann seine beiden Enden vom Feuer verzehrt / und hat die Glut seine Mitte erfasst, / ist es dann noch geeignet, um etwas daraus anzufertigen? (Hes 19,12; Joh 15,6)5 Siehe, als es unversehrt war, / konnte man nichts daraus anfertigen. Hat das Feuer es aber gefressen und ist es verglüht, / sollte es da noch für etwas geeignet sein?6 Darum - so spricht GOTT, der Herr: Wie das Holz des Weinstocks unter den Hölzern des Waldes, / das ich dem Feuer zum Fraß übergab, so gebe ich auch die Bewohner Jerusalems preis.7 Ich richte mein Angesicht gegen sie. Dem Feuer sind sie entkommen, / das Feuer wird sie verzehren. Ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, / wenn ich mein Angesicht gegen sie wende.8 Ich mache das Land zur Wüste; / denn sie haben die Treue gebrochen - / Spruch GOTTES, des Herrn. (Hes 6,14; Hes 25,3; Hes 29,12; Hes 32,15; Hes 33,28)