Daniel 3

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Irgendwann kam der Präsident Nebukadnezzar auf die beknackte Idee, sich eine große Figur aus Gold machen zu lassen, die er dann zu einem Gott erklären wollte. Das Teil war dreißig Meter hoch und drei Meter breit. Er ließ diese Figur dann in der Dura-Ebene in der Provinz Babylonien aufstellen.2 Nachdem diese Figur fertig war, lud er die gesamte Führungsriege zu einem großen Treffen ein. Alle Bürgermeister, die Generäle seiner Armee, die Finanzminister, der Innenminister, die Beamten im höheren Dienst und alle Richter bekamen eine Einladung.3 Und alle nahmen die Einladung auch an und kamen zu dieser Einweihungsparty von Nebukadnezzars Figur. Schließlich war der große Tag da, und alle Gäste standen vor der Figur und gafften sie an.4 Ein Sprecher ging ans Mikrofon und rief laut: „Dies ist ein Befehl, der an alle Völker geht, egal, wo sie herkommen und was für eine Sprache sie sprechen:5 Wenn Sie gleich die Musik hören, welche mit E-Gitarren, E-Bass, Drums, Trompeten und anderen Instrumenten gespielt wird, dann müssen Sie sich sofort auf den Boden schmeißen und zu diesem Gott beten, den der Präsident Nebukadnezzar da aufgestellt hat!6 Jeder, der sich nicht auf den Boden wirft und zu ihm betet, der soll sofort in die städtische Müllverbrennungsanlage geschmissen und dort verbrannt werden!“7 Als man dann die E-Gitarren, E-Bässe, Drums, Trompeten und die anderen Instrumente in der Stadt dudeln hörte, warfen sich alle Leute sofort auf den Boden. Egal, aus welchem Land sie kamen oder was für eine Sprache sie sprachen, jeder schmiss sich auf den Boden, um zu diesem Gott zu beten, den Nebukadnezzar aufgestellt hatte.8 Ein paar von den Astrologen hatten dann die Idee, die Gelegenheit zu nutzen und die Juden beim Präsidenten zu verpetzen.9 Also gingen sie zu Nebukadnezzar und sagten zu ihm: „Sehr verehrter Herr Präsident, wir grüßen Sie recht herzlich!10 Sie haben doch den Befehl rausgegeben, dass jeder Mensch sich sofort auf den Boden schmeißen und zu dem neuen Gott beten soll, sobald er die E-Gitarren, E-Bässe, Drums, Trompeten und die anderen Instrumente spielen hört.11 Es kam ja sogar die Drohung, dass jeder, der das nicht macht, sofort in die örtliche Müllverbrennungsanlage geschmissen wird.12 Wir haben da etwas von einigen Juden gehört, denen Sie die Verwaltung der Provinz von Babylonien anvertraut haben. Ihre Namen sind Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Wir wissen aus zuverlässiger Quelle, dass diese drei Juden Ihrem Befehl nicht gehorcht haben. Die haben keinen Respekt vor dem neuen Gott aus Gold, den Sie aufstellen ließen, und auch nicht vor Ihnen!“13 Als Nebukadnezzar das hörte, rastete er total aus. Er befahl, Schadrach, Meschach und Abed-Nego sofort festnehmen zu lassen und sie zu sich ins Büro zu bringen. Als die drei Männer da waren,14 stauchte er sie wütend zusammen: „Was ist los mit Ihnen? Ich hab gehört, dass Sie keinen Respekt vor meinem Gott haben. Sie haben sich geweigert, zu dieser Figur zu beten?15 Ich geb Ihnen noch eine Chance. Wenn Sie gleich die Instrumente spielen hören und Sie sich dann auf den Boden werfen und zu diesem Gott beten, dann will ich die Sache vergessen. Aber wenn Sie das nicht tun, dann lasse ich Sie sofort in die Müllverbrennungsanlage schmeißen! Der Gott, der euch vor mir beschützen kann, muss erst noch erfunden werden!“16 Die drei antworteten ihm: „Lieber Präsident Nebukadnezzar! Um ehrlich zu sein, ist uns das etwas zu billig, als dass wir darauf jetzt noch eine lange Antwort geben würden.17 Für uns steht außer Frage, dass unser Gott hundertprozentig in der Lage ist, uns nicht nur vor dem Tod in der Verbrennungsanlage, sondern auch vor Ihnen zu retten!18 Aber selbst wenn er das nicht tun würde, muss Ihnen eines klar sein: Wir werden niemals zu Ihrem Gott beten, und wir werden uns auch niemals vor so einem Plastikgott auf den Boden schmeißen!“19 Jetzt platzte Nebukadnezzar der Kragen. Sein Gesicht wurde puterrot, und er bekam voll den Hass auf Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Sofort ließ er die Müllverbrennungsanlage auf die höchste Stufe drehen, siebenmal stärker, als sie normal betrieben wurde.20 Dann befahl er einigen von seinen stärksten Soldaten, die drei zu fesseln, um sie so in die Anlage zu schmeißen.21 Sofort bekamen die drei Handschellen und Fußfesseln angelegt. Dann klebte man ihre Arme mit Gaffa-Tape und anderem Klebeband ganz fest an ihren Körper, sodass sie sich nicht mehr bewegen konnten. Mit allen Klamotten wurden sie dann in die Müllverbrennungsanlage geworfen.22 Weil der Präsident angeordnet hatte, dass der Ofen auf der allerhöchsten Stufe laufen sollte, schlugen die Flammen beim Öffnen des Ofens so heftig aus der Luke, dass die Soldaten, welche die drei dort reinschmeißen sollten, sofort getötet wurden.23 Schließlich schaffte man es doch, Schadrach, Meschach und Abed-Nego gefesselt in die Müllverbrennungsanlage zu schmeißen und die Tür wieder zu schließen.24 Nebukadnezzar besuchte dann den Ort, wo das Ganze stattfinden sollte. Er schaute durch das kleine Doppelglasfenster am Ofen, sprang erschrocken zurück und rief zu seinen Ministern, die mitgekommen waren: „Äh, hatten wir nicht drei Männer in den Ofen geworfen?“ – „Ja, genau, Herr Präsident, drei Männer!“, antworteten sie.25 „Seltsam. Wieso sind da jetzt vier Leute in dem Ofen? Und die sind quicklebendig und spazieren in dem Ofen hin und her! Sie haben auch die Handschellen nicht mehr an, und irgendwie sehen sie total unverletzt aus. Aber der Vierte da drin, der sieht aus wie ein Wesen aus dem Himmel, wie ein Engel oder so was.“26 Nebukadnezzar ließ sofort die Klappe von der Anlage öffnen und rief: „Hey, ihr drei! Schadrach, Meschach und Abed-Nego! Ihr gehört definitiv zu dem mächtigsten Gott von allen! Bitte kommt raus!“ Das ließen sich die Männer nicht zweimal sagen.27 Der Bürgermeister, sein Stellvertreter und die Minister vom Präsidenten kamen alle an, um die drei Männer abzuchecken. Tatsächlich waren sie in dem Feuer ganz heil geblieben. Nicht ein Haar war verkohlt! Auch ihre Jacken waren noch wie neu, sie rochen nicht einmal nach Feuer!28 Nebukadnezzar sagte sofort: „Dieser Gott von den dreien ist der Größte! Er hat wohl einen seiner Botschafter aus dem Himmel, einen Engel, zu den Männern geschickt. Der Engel von dem Gott, auf den sie sich verlassen haben, hat sie im Ofen beschützt! Diese drei hatten keine Lust, das zu tun, was ich befohlen hatte. Dadurch haben sie ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Sie wollten zu keinem andern Gott beten als ihrem eigenen.29 Darum mache ich ab heute ein neues Gesetz, was für alle Menschen gilt, egal, wo sie gerade leben oder aus was für einer Nation sie stammen. Wenn irgendjemand auch nur einmal den Gott von Schadrach, Meschach und Abed-Nego irgendwie verarscht, wird der sofort erschossen, und seine Leiche kommt in den Häcksler. Sein Haus wird von einem Bulldozer plattgemacht. Es gibt einfach keinen Gott, der jemanden aus so einer ausweglosen Situation retten kann wie dieser.“30 Der Präsident war dermaßen beeindruckt, dass er den dreien ab sofort einen höheren Posten in der Regierung von der Provinz Babylonien verschaffte.31 Dann schrieb er noch einen Brief, der in alle Sprachen übersetzt und in die ganze Welt verschickt wurde. Dort stand drin: „Sehr verehrte Bürger in der ganzen Welt! Ich wünsche Frieden überall!32 Mir kam die Idee, dass es eine gute Sache wäre, wenn Sie von diesen heftigen Wundern erfahren würden, die ich erlebt habe. Der oberste Gott von allen Göttern hat dieses Wunder getan, und ich war Augenzeuge, ich glaube, er hat es sogar für mich getan.33 Die Sachen, die dieser Gott tut, sind einfach unbeschreiblich, gigantisch, kaum zu fassen, der reine Wahnsinn. Seine Macht wird nie aufhören. Was er geschaffen hat, wird immer weitergehen. Von Generation zu Generation wird man sich davon erzählen!“

Daniel 3

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 König Nebukadnezzar ließ ein goldenes Standbild machen, sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit, und ließ es in der Ebene von Dura in der Provinz Babel aufstellen.2 Dann berief König Nebukadnezzar die Satrapen, Präfekten und Statthalter ein, die Räte, Schatzmeister, Richter und Polizeiobersten und alle anderen hohen Beamten der Provinzen; sie sollten zur Einweihung des Standbildes kommen, das König Nebukadnezzar errichtet hatte.3 Da versammelten sich die Satrapen, Präfekten und Statthalter, die Räte, Schatzmeister, Richter und Polizeiobersten und alle anderen hohen Beamten der Provinzen zur Einweihung des Standbildes, das König Nebukadnezzar errichtet hatte. Sie stellten sich vor dem Standbild auf, das König Nebukadnezzar errichtet hatte.4 Nun verkündete der Herold mit mächtiger Stimme: Ihr Männer aus allen Völkern, Nationen und Sprachen, hört den Befehl! (Offb 7,9; Offb 13,7)5 Sobald ihr den Klang der Hörner, Pfeifen und Zithern, der Harfen, Lauten und Sackpfeifen und aller anderen Instrumente hört, sollt ihr niederfallen und das goldene Standbild verehren, das König Nebukadnezzar errichtet hat.6 Wer aber nicht niederfällt und es verehrt, wird noch zur selben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen. (Jer 29,21)7 Sobald daher alle Völker den Klang der Hörner, Pfeifen und Zithern, der Harfen, Lauten und Sackpfeifen und der anderen Instrumente hörten, fielen alle Völker, Sippen und Sprachen sogleich nieder und verehrten das goldene Standbild, das König Nebukadnezzar errichtet hatte.8 Sogleich traten einige Chaldäer auf und verleumdeten die Judäer.9 Sie sagten zum König Nebukadnezzar: O König, mögest du ewig leben.10 Du, König, hast einen Befehl erlassen: Jeder soll niederfallen und das goldene Standbild verehren, wenn er den Klang der Hörner, Pfeifen und Zithern, der Harfen, Lauten und Sackpfeifen und aller anderen Instrumente hört. (Offb 13,15)11 Wer aber nicht niederfällt und verehrt, wird in den glühenden Feuerofen geworfen.12 Nun sind da einige Judäer, denen du die Verwaltung der Provinz Babel anvertraut hast: Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer, o König, missachten deinen Befehl: Deinen Göttern dienen sie nicht und das goldene Standbild, das du errichtet hast, verehren sie nicht.13 Da befahl Nebukadnezzar voll Zorn und Wut, Schadrach, Meschach und Abed-Nego herbeizuholen. Man führte die Männer also vor den König.14 Nebukadnezzar sagte zu ihnen: Ist es wahr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego: Meinen Göttern dient ihr nicht und das goldene Standbild, das ich errichtet habe, verehrt ihr nicht?15 Nun, wenn ihr bereit seid, sobald ihr den Klang der Hörner, Pfeifen und Zithern, der Harfen, Lauten und Sackpfeifen und aller anderen Instrumente hört, sofort niederzufallen und das Standbild zu verehren, das ich habe machen lassen, ist es gut; verehrt ihr es aber nicht, dann werdet ihr noch zur selben Stunde in den glühenden Feuerofen geworfen. Wer ist der Gott, der euch retten könnte aus meiner Hand? (2Mo 5,2; 2Kön 18,35; Jes 36,20)16 Schadrach, Meschach und Abed-Nego erwiderten dem König Nebukadnezzar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf zu antworten:17 Siehe, unser Gott, dem wir dienen, er kann uns retten. Aus dem glühenden Feuerofen und aus deiner Hand, König, wird er uns retten. (5Mo 4,20; Ps 66,12; Jes 43,2)18 Und wenn nicht, so sei dir, König, kundgetan, dass wir deinen Göttern nicht dienen und das goldene Standbild, das du errichtet hast, nicht verehren. (2Mo 20,3)19 Da wurde Nebukadnezzar wütend; sein Gesicht verzerrte sich vor Zorn über Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Er ließ den Ofen siebenmal stärker heizen, als man ihn gewöhnlich heizte.20 Dann befahl er, einige der stärksten Männer aus seinem Heer sollten Schadrach, Meschach und Abed-Nego fesseln und in den glühenden Feuerofen werfen.21 Da wurden die Männer, wie sie waren - in ihren Mänteln, Röcken und Mützen und den übrigen Kleidungsstücken - gefesselt und in den glühenden Feuerofen geworfen.22 Nach dem strengen Befehl des Königs war aber der Ofen übermäßig geheizt worden und die herausschlagenden Flammen töteten die Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hingebracht hatten.23 Die drei Männer aber, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen gefesselt in den glühenden Feuerofen.24 Doch sie gingen mitten in den Flammen umher, lobten Gott und priesen den HERRN.[1]25 Asarja blieb stehen, öffnete den Mund und sprach mitten im Feuer folgendes Gebet:26 Gepriesen und gelobt bist du, HERR, Gott unserer Väter; herrlich ist dein Name in alle Ewigkeit. (Esr 9,6; Dan 9,4)27 Denn du bist gerecht in allem, was du getan hast. All deine Taten sind richtig, deine Wege gerade. Alle deine Urteile sind wahr. (Neh 9,33)28 Du hast gerechte Strafen verhängt, in allem, was du über uns gebracht hast und über Jerusalem, die heilige Stadt unserer Väter. Ja, nach Wahrheit und Recht hast du all dies wegen unserer Sünden herbeigeführt.29 Denn wir haben gesündigt und durch Treubruch gefrevelt und haben in allem gefehlt. (Bar 1,17)30 Wir haben deinen Geboten nicht gehorcht, haben weder beachtet noch getan, was du uns zu unserem Wohl befohlen hast. (Neh 1,7)31 Alles, was du uns geschickt hast, alles, was du uns getan hast, das hast du nach deiner gerechten Entscheidung getan. (3Mo 26,14; 5Mo 28,15)32 Du hast uns der Gewalt gesetzloser Feinde und gehässiger Verräter preisgegeben und einem ungerechten König, dem schlimmsten König der ganzen Welt.33 Und jetzt dürfen wir nicht einmal den Mund auftun. Schande und Schmach kam über deine Diener und Verehrer.34 Um deines Namens willen verwirf uns nicht für immer; löse deinen Bund nicht auf! (2Mo 32,11)35 Versag uns nicht dein Erbarmen, deinem Freund Abraham zuliebe, deinem Knecht Isaak und Israel, deinem Heiligen, (Jes 41,8)36 denen du Nachkommen verheißen hast so zahlreich wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres! (1Mo 15,5; 1Mo 22,17)37 Ach, HERR, wir sind geringer geworden als alle Völker. In aller Welt sind wir heute wegen unserer Sünden erniedrigt. (5Mo 28,62)38 Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und keinen, der uns anführt, weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer noch Räucherwerk, noch einen Ort, um dir die Erstlingsgaben darzubringen und um Erbarmen zu finden bei dir. (Ps 51,18; Kla 2,9; Hos 3,4)39 Du aber nimm uns an! Wir kommen mit zerknirschtem Herzen und demütigem Sinn. (Weis 3,6)40 Wie Brandopfer von Widdern und Stieren, wie Tausende fetter Lämmer, so gelte heute unser Opfer vor dir und verschaffe uns bei dir Sühne. Denn wer dir vertraut, wird nicht beschämt. (2Mak 7,37)41 Wir folgen dir jetzt von ganzem Herzen, fürchten dich und suchen dein Angesicht.42 Überlass uns nicht der Schande, sondern handle an uns nach deiner Milde, nach deinem überreichen Erbarmen!43 Errette uns, deinen wunderbaren Taten entsprechend; verschaff deinem Namen Ruhm, HERR!44 Doch alle, die deinen Dienern Böses tun, sollen beschämt werden. Sie sollen zuschanden werden und ihre Herrschaft verlieren. Ihre Stärke soll zerschlagen werden.45 Sie sollen erkennen, dass du allein der HERR und Gott bist, ruhmreich auf der ganzen Erde. (Ps 83,19)46 Die Knechte des Königs, die die drei Männer in den Ofen geworfen hatten, hörten nicht auf, den Ofen mit Harz und Werg, Pech und Reisig zu heizen.47 So schlugen die Flammen bis zu neunundvierzig Ellen hoch aus dem Ofen heraus.48 Sie griffen um sich und verbrannten jeden Chaldäer, den sie im Umkreis des Ofens erfassen konnten.49 Aber der Engel des HERRN war zusammen mit Asarja und seinen Gefährten in den Ofen hinabgestiegen. Er trieb die Flammen des Feuers aus dem Ofen hinaus50 und machte das Innere des Ofens so, als wehte ein taufrischer Wind. Das Feuer berührte sie gar nicht; es tat ihnen nichts zuleide und belästigte sie nicht.51 Da sangen die drei im Ofen wie aus einem Mund, sie rühmten und priesen Gott mit den Worten:52 Gepriesen bist du, HERR, du Gott unserer Väter, / gelobt und gerühmt in Ewigkeit. Gepriesen ist dein heiliger, herrlicher Name, / hochgelobt und verherrlicht in Ewigkeit. (Dan 3,26)53 Gepriesen bist du im Tempel deiner heiligen Herrlichkeit, / hoch gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit. (Ps 150,1)54 Gepriesen bist du, der in die Tiefen schaut und auf Kerubim thront, / gelobt und gerühmt in Ewigkeit. (2Mo 25,18)55 Gepriesen bist du auf dem Thron deiner Herrschaft, / hoch gerühmt und gefeiert in Ewigkeit.56 Gepriesen bist du am Gewölbe des Himmels, / gerühmt und verherrlicht in Ewigkeit.57 Preist den HERRN, all ihr Werke des HERRN; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! (Ps 103,22)58 Preist den HERRN, ihr Himmel; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!59 Preist den HERRN, ihr Engel des HERRN; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! (Ps 148,2)60 Preist den HERRN, all ihr Wasser über dem Himmel; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!61 Preist den HERRN, all ihr Mächte des HERRN; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!62 Preist den HERRN, Sonne und Mond; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!63 Preist den HERRN, ihr Sterne am Himmel; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!64 Preist den HERRN, aller Regen und Tau; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!65 Preist den HERRN, all ihr Winde; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!66 Preist den HERRN, Feuer und Glut; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!67 Preist den HERRN, Frost und Hitze; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!68 Preist den HERRN, Tau und Schnee; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!69 Preist den HERRN, Eis und Kälte; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!70 Preist den HERRN, Raureif und Schnee; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!71 Preist den HERRN, ihr Nächte und Tage; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!72 Preist den HERRN, Licht und Dunkel; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!73 Preist den HERRN, ihr Blitze und Wolken; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!74 Die Erde preise den HERRN; / sie lobe und rühme ihn in Ewigkeit.75 Preist den HERRN, ihr Berge und Hügel; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!76 Preist den HERRN, all ihr Gewächse auf Erden; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!77 Preist den HERRN, ihr Quellen; lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!78 Preist den HERRN, ihr Meere und Flüsse; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!79 Preist den HERRN, ihr Tiere des Meeres / und alles, was sich regt im Wasser; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!80 Preist den HERRN, all ihr Vögel am Himmel; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!81 Preist den HERRN, all ihr Tiere, wilde und zahme; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!82 Preist den HERRN, ihr Menschen; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!83 Preist den HERRN, ihr Israeliten; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! (Ps 135,19)84 Preist den HERRN, ihr seine Priester; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!85 Preist den HERRN, ihr seine Knechte; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! (Ps 134,1)86 Preist den HERRN, ihr Geister und Seelen der Gerechten; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!87 Preist den HERRN, ihr Demütigen und Frommen; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! (Zef 2,3)88 Preist den HERRN, Hananja, Asarja und Mischaël; / lobt und rühmt ihn in Ewigkeit! Denn er hat uns der Unterwelt entrissen / und aus der Gewalt des Todes errettet. Er hat uns aus dem lodernden Ofen befreit, / uns mitten aus dem Feuer erlöst.89 Dankt dem HERRN, denn er ist gütig; / denn seine Huld währt ewig! (Ps 106,1; Ps 136,1)90 Preist alle den HERRN, ihr seine Verehrer, / preist den Gott der Götter; singt ihm Lob und Dank; / denn ewig währt seine Güte! (Ps 50,1)91 Da erschrak der König Nebukadnezzar; er sprang auf und fragte seine Räte: Haben wir nicht drei Männer gefesselt ins Feuer geworfen? Sie gaben dem König zur Antwort: Gewiss, König![2]92 Er erwiderte: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen. Sie sind unversehrt und der vierte sieht aus wie ein Göttersohn. (Jes 43,2)93 Dann ging Nebukadnezzar zu der Tür des glühenden Ofens und rief: Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Diener des höchsten Gottes, steigt heraus, kommt her! Da kamen Schadrach, Meschach und Abed-Nego aus dem Feuer heraus.94 Nun drängten auch die Satrapen, Präfekten, Statthalter und die königlichen Räte herbei. Sie sahen sich die Männer an und fanden, dass das Feuer keine Macht über ihren Körper gehabt hatte. Kein Haar auf ihrem Kopf war versengt. Ihre Mäntel waren unversehrt und nicht einmal Brandgeruch haftete ihnen an.95 Da rief Nebukadnezzar aus: Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos. Denn er hat seinen Engel gesandt und seine Diener gerettet. Im Vertrauen auf ihn haben sie lieber den Befehl des Königs missachtet und ihr Leben dahingegeben, als dass sie irgendeinen anderen als ihren eigenen Gott verehrten und anbeteten. (Dan 2,47; Dan 6,27)96 Darum ordne ich an: Jeder, der vom Gott des Schadrach, Meschach und Abed-Nego verächtlich spricht, zu welcher Völkerschaft, Nation oder Sprache er auch gehört, soll in Stücke gerissen und sein Haus soll in einen Trümmerhaufen verwandelt werden. Denn es gibt keinen anderen Gott, der auf diese Weise retten kann. (Dan 2,5)97 Darauf sorgte der König dafür, dass es Schadrach, Meschach und Abed-Nego in der Provinz Babel gut ging.98 Der König Nebukadnezzar an alle Völker, Nationen und Sprachen auf der ganzen Erde: Friede sei mit euch in Fülle.99 Es ist mir eine Freude, die Zeichen und Wunder zu verkünden, die der höchste Gott an mir getan hat.100 Wie groß sind seine Zeichen, wie gewaltig seine Wunder! Sein Reich ist ein ewiges Reich; seine Herrschaft überdauert alle Generationen. (Dan 2,44; Dan 4,31)