Amos 8

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Dann sah ich noch eine andere Vision. Und zwar war da ein großer Korb mit ganz viel Obst drin.2 Gott fragte mich: „Na, Amos? Was siehst du?“ – „Äh, also da ist so ein Korb mit reifem Obst drin!“, antwortete ich. „Genau! Das ist ein Bild dafür, dass meine Leute langsam reif sind. Es ist Zeit für die eine Gerichtsverhandlung, wo ich ein Urteil fälle. Die Schonfrist ist abgelaufen.3 Aus den schönen Songs, die man im Tempel hört, werden dann traurige Lieder, die man sonst nur auf einer Beerdigung spielt. Überall liegen dann Leichen rum, man wirft sie einfach irgendwohin. Es ist totenstill. Das sagt Gott, der Chef über alles.“4 Die Menschen, welche auch noch auf Obdachlose draufhauen und kaputte Leute am liebsten töten würden, sollen mal gut aufpassen.5 Solche Leute sagen: „Wann ist endlich das Neumondfest vorbei? Wie lange dauert der Sonntag, der religiöse Feiertag, noch? Wir wollen doch endlich wieder Aktien an der Börse handeln und völlig überhöhte Preise nehmen. Dann wollen wir den Leuten weniger ausbezahlen, als ihnen zusteht, und dann können wir mehr Kohle für uns behalten.6 Wir wollen Arbeitslose für einen Hungerlohn anstellen und ihnen als Bezahlung höchstens ein paar Schuhe geben. Außerdem wollen wir unseren Müll als Top-Ware verscherbeln.“7 Aber Gott hat etwas ganz fest versprochen: „Ich werde die ganzen Sachen, die sie verbockt haben, niemals vergessen!“8 Das ist echt schlimm, jeder Mensch sollte deswegen trauern! Es wird ein krasses Erdbeben geben, der Boden wird sich anheben und senken, wie eine Welle auf dem Nil-Fluss in Ägypten.9 Gott, der Chef über alles, sagt: „An diesem Tag werde ich dafür sorgen, dass es schon gegen Mittag plötzlich dunkel wird. Am helllichten Tag geht auf der ganzen Erde plötzlich das Licht aus.10 Die Partys, die man dann überall feiert, müssen dann zu Trauerfeiern umfunktioniert werden. Anstatt Party-Musik wird man dann nur noch traurige Lieder hören. Ich sorge dafür, dass ihr nur noch schwarze Kleidung anziehen werdet, ihr schminkt euch nur noch schwarz, rasiert euch eine Glatze und seid verzweifelt. Es wird so eine Trauer herrschen, wie wenn der einzige Sohn gestorben ist. Diese heftige Zeit wird ganz übel zu Ende gehen.“11 Dann sagte Gott noch: „Ich werde dafür sorgen, dass eine total heftige Zeit anbricht. Ich sorge dafür, dass es überall großen Hunger und großen Durst geben wird. Es ist aber kein Hunger nach einem leckeren Döner oder Durst nach einer eiskalten Cola, sondern ein Hunger, Worte von Gott zu hören!12 Dieser Hunger wird die Leute durch die ganze Welt treiben. Sie gehen in die entferntesten Länder, ganz in den Norden und ganz in den Osten. Überall werden sie versuchen, diese Worte von Gott zu hören, aber es wird keinen Ort geben, wo man sie findet.13 In der Zeit werden selbst Jugendliche im besten Alter, bildhübsche Mädchen und junge Männer, vor Durst umkippen.14 Die Leute, welche sich dann auf diese superätzenden Plastikgötter in Samaria einlassen, werden umfallen und nicht mehr aufstehen. Die, die bei dem Plastikgott Dan ihren Hunger stillen wollen oder sich deswegen auf einen Pilgerweg nach Beerscheba begeben, werden sterben.“

Amos 8

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Dies hat GOTT, der Herr, mich sehen lassen: Siehe, ein Korb für die Ernte.2 Er fragte: Was siehst du, Amos? Ich antwortete: Einen Korb für die Ernte. Da sagte der HERR zu mir: / Gekommen ist das Ende zu meinem Volk Israel. / Ich gehe nicht noch einmal an ihm vorüber. (Offb 14,15)3 Dann heulen die Sängerinnen des Palastes. / An jenem Tag - Spruch GOTTES, des Herrn - gibt es viele Leichen, überall wirft man sie hin. Still!4 Hört dieses Wort, die ihr die Armen verfolgt / und die Gebeugten im Land unterdrückt! (Am 2,6)5 Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei, dass wir Getreide verkaufen, / und der Sabbat, dass wir den Kornspeicher öffnen können? Wir wollen das Hohlmaß kleiner und das Silbergewicht größer machen, / wir fälschen die Waage zum Betrug, (5Mo 25,13; Mi 6,10)6 um für Geld die Geringen zu kaufen / und den Armen wegen eines Paars Sandalen. / Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.7 Beim Stolz Jakobs hat der HERR geschworen: / Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen.8 Sollte deshalb nicht die Erde beben, / sollte nicht alles trauern, was auf ihr wohnt? Sollte sie sich nicht heben wie der Nil, / aufgewühlt sein und sich wieder senken wie der Strom von Ägypten? (Am 9,5)9 An jenem Tag / - Spruch GOTTES, des Herrn - lasse ich am Mittag die Sonne untergehen / und breite am helllichten Tag über die Erde Finsternis aus.10 Ich verwandle eure Feste in Trauer / und all eure Lieder in Totenklage. Ich lege um alle Hüften das Trauergewand / und schere jeden Kopf kahl. Ich bringe Trauer über das Land wie die Trauer um den Einzigen / und das Ende davon wird sein wie der bittere Tag. (Jes 3,24; Jer 6,26; Hos 2,13)11 Siehe, es kommen Tage / - Spruch GOTTES, des Herrn -, da schicke ich Hunger ins Land, / nicht Hunger nach Brot, nicht Durst nach Wasser, / sondern danach, die Worte des HERRN zu hören.12 Dann wanken sie von Meer zu Meer, / von Norden nach Osten ziehen sie, um das Wort des HERRN zu suchen; / doch sie werden es nicht finden.13 An jenem Tag werden die schönen jungen Mädchen / und die jungen Männer in Ohnmacht fallen vor Durst, (Sach 9,17)14 alle, die bei der Schuld von Samaria schwören / und sagen: So wahr dein Gott lebt, Dan! und: So wahr der Weg nach Beerscheba lebt!, / sie werden zu Boden stürzen und sich nicht mehr erheben.[1]