1Mose hielt noch eine Rede zu allen Israeliten.2„Liebe Leute! Langsam wird’s Zeit. Ich bin jetzt 120 Jahre alt und kann nicht mehr so lange euer Anführer sein. Außerdem hat Gott mir ’ne klare Ansage gemacht:,Du kannst nicht mit über den Jordan gehen‘, meinte er zu mir.3Gott hatte die Idee, dass ab sofort Josua die Leitung bei euch übernehmen soll. Aber Gott wird euch höchstpersönlich vorausgehen und das Ding klarmachen. Er wird die Leute auslöschen, die in dem Land leben, es wird leicht sein, sie dort rauszuschmeißen.4Und er wird das genauso bei denen machen, wie er es bei Sihon und Og vorher auch schon getan hat. Das waren ja die Präsidenten der Amoriter, und die hat er in ihrem Land einfach plattgemacht.5Wenn Gott euch einen krassen Sieg gegen sie geschenkt hat, dann müsst ihr alles genau so durchziehen, wie er es euch vorher in den Gesetzen gesagt hat.6Habt keinen Schiss vor denen! Ihr seid stark und braucht keine Angst zu haben. Ihr schafft das, weil Gott, der absolute Oberchef, an eurer Seite kämpft. Er steht hinter euch, er feuert euch an, er wird euch nie verlassen!“7Mose rief dann Josua in sein Büro. Das Gespräch wurde live im Fernsehen übertragen. „Du brauchst keine Angst zu haben, Josua“, meinte er zu ihm. „Zieh das Ding einfach durch! Du wirst derjenige sein, der diese Leute in das neue Land führen wird! Aber du wirst dieses Land auch unter ihnen aufteilen müssen.8Gott wird dabei sein. Er wird auf dich aufpassen, und er wird dich nie allein lassen, er steht hinter dir. Du musst keine Angst haben und brauchst auch keine Depris zu schieben. Du schaffst das!“
Einmal alle sieben Jahre: Die Gesetze sollen vorgelesen werden
9Mose schrieb die ganzen Gesetze in eine Datei und druckte sie aus. Dann ließ er die Seiten als Buch binden, was er dann den Priestern übergab, die ja alle aus dem Familienstamm Levi stammten. Diese Priester trugen auch immer die Kiste, wo die Gesetze drin lagen, wenn die Israeliten irgendwo hinzogen. Eine Kopie von den Gesetzen bekamen dann noch die Chefs von den Israeliten ausgehändigt.10Und Mose gab ihnen noch folgende Order mit auf den Weg: „Alle sieben Jahre, wenn die Zeit kommt, in der man alle Schulden erlassen soll und gerade das Fest der Blätterbuden gefeiert wird,11müsst ihr die Gesetze noch mal allen öffentlich vorlesen. Macht das, wenn ihr euch an dem besonderen Ort trefft, den Gott noch für seine Wohnung aussuchen wird. Jeder bei euch muss das mitbekommen.12Jeder soll in der Zeit vor dem Fernseher sitzen und zuhören. Alle Männer, Frauen, Kinder und auch die Ausländer, die bei euch wohnen, müssen sich die Gesetze noch einmal ausführlich reinziehen. Jeder muss sie lernen, Respekt vor Gott haben und dadrauf achten, genau so zu leben, wie es die Gesetze vorschreiben.13Auch eure Kinder, die noch keine Peilung von den Gesetzen haben, müssen davon hören. Die sollen auch Respekt vor Gott haben, und zwar für immer, solange ihr in dem neuen Land lebt. Dort werdet ihr bald sein, wenn ihr über den Jordanfluss gezogen seid, um es einzunehmen und euch dort breitzumachen.“
Ein Song von Mose
14Gott sagt zu Mose: „Du, Mose, bald ist es so weit! Du wirst ganz bald sterben, deine Tage sind gezählt. Hol mal den Josua her, dann können wir zusammen in das besondere Zelt gehen. Ich werde ihn dort ganz offiziell zu deinem Nachfolger machen!“ Mose schnappte sich Josua, und als sie in die Nähe von dem Zelt kamen,15war Gott plötzlich auch da. Ein große Wolke schwebte über dem Eingang vom Zelt!16Aus der Wolke redet er mit Mose. Gott sagte: „Jetzt geht es bald zu Ende mit dir! Du wirst bald die Radieschen von unten ansehen. Wenn du weg bist, werden deine Leute erst mal Mist bauen, sie werden von mir weggehen und zu Plastikgöttern beten, die in dem neuen Land gerade angesagt sind. Sie werden mit denen rummachen und mich verlassen, sie werden unseren Vertrag brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe.17Darum werde ich richtig sauer auf sie sein. Ich werde sie alleine lassen und ihnen nicht mehr helfen. Sie werden eine leichte Beute für ihre Feinde werden, es wird ihnen ganz ganz übel gehen. Irgendwann packen sie es dann, sie werden sich sagen:,Uns geht es so beschissen, weil Gott nicht mehr bei uns ist!‘18Ich werde mich aber vor ihnen verstecken, ich kann nicht mehr bei ihnen sein. Das ist die Strafe, weil ihnen egal war, was ich gesagt hatte, und weil sie sich auf Plastikgötter eingelassen haben.19Mose, ich hab hier einen neuen Track für euch, wovon du den Text mal aufschreiben sollst. Deine Leute sollen den auswendig lernen und ihn mit einer Beatbox auf den Schulhöfen rappen. Dieser Text soll auch ein Beweis dafür sein, dass ich sie gewarnt hab, für den Fall, dass sie das in Zukunft abstreiten würden.20Ich steh zu meinem Versprechen. Ich werde sie in das Land bringen, was ich schon ihren Uropas versprochen hatte. Es wird ein gutes Land sein, wo es alles gibt, und davon reichlich. Aber sie werden sich dort nur den Bauch vollschlagen und so viel fressen, bis sie übergewichtig und dick sind. Und dann werden sie anfangen, zu den Plastikgöttern zu beten und für die zu leben. Sie werden mich vergessen und werden den Vertrag brechen, den wir miteinander gemacht haben.21Wenn es ihnen dann voll scheiße geht, werden sie dieses Lied plötzlich verstehen. Dann kapieren sie vielleicht, warum es ihnen so schlecht geht. Diesen Song werden sie nicht vergessen, sie werden ihn immer weitergeben, an die nächste Generation. Ich weiß einfach, wie die Leute drauf sind. Mir ist jetzt schon klar, was dann irgendwann passieren wird, noch bevor ich sie in das Land gebracht habe, was ich ihnen ganz fest versprochen hatte.“22Noch am selben Tag schrieb Mose die Worte von dem neuen Track auf. Die brachte er dann den Israeliten bei, damit sie die auswendig konnten.23Gott sagte zu Josua, dem Sohn vom Nun, noch Folgendes: „Du brauchst keine Angst zu haben! Du packst das! Ich kämpfe immer an deiner Seite! Du wirst die Leute von Israel in das neue Land bringen, das ich euch ganz fest versprochen habe!“
Wo das Buch mit den Gesetzen aufbewahrt wird
24-26Als Mose die ganzen Gesetze fertig in ein Buch geschrieben hatte, befahl er den Levi-Leuten, das Buch auf die Kiste zu legen, wo die Stahlplatten drin waren: „Nehmt das Buch und legt es dort hin. Damit könnt ihr in Zukunft den Leuten immer beweisen, dass ich sie gewarnt hatte.“ Zu den Israeliten sagte er dann:27„Ich weiß genau, wie assi ihr unterwegs seid. Ihr habt immer nur euer eigenes Ding im Blick, immer wieder habt ihr nur Dünnsinn im Hirn und tut Sachen, die Gott ätzend findet. Wenn das schon die ganze Zeit so abging, als ich noch euer Chef war, wie wird es erst dann werden, wenn ich tot bin?28Am besten kommen jetzt noch mal alle Clanchefs zu mir. Alle Führungspersönlichkeiten sollen mal bei mir antreten, damit ich sie noch mal deutlich warnen kann. Ich werde sie eindeutig warnen und lass mir das von jedem Einzelnen vor Zeugen unterschreiben.29Schon klar, ich mach mir da auch nichts vor, sobald ich den Löffel abgegeben habe, werdet ihr ganz bald wieder voll danebenliegen. Ihr werdet Dinge tun, die Gott ätzend findet, und euch nicht an das halten, was ich euch gesagt habe. Dann wird es euch richtig übel gehen. Ihr werdet zu Plastikgöttern beten, was Gott echt nervt. Er hasst das, und er muss dadrauf reagieren.“30Mose ließ dann einen Beat vom Drumcomputer laufen und fing an, vor der versammelten Mannschaft folgendes Lied zu rappen:
1Mose trat vor ganz Israel hin und sprach diese Worte.2Er sagte zu ihnen: Ich bin jetzt hundertzwanzig Jahre alt. Ich kann nicht mehr in den Kampf ziehen. Auch hat der HERR zu mir gesagt: Du wirst den Jordan hier nicht überschreiten. (5Mo 1,37; 5Mo 20,2; 5Mo 34,7)3Der HERR, dein Gott, zieht selbst vor dir hinüber, er selbst vernichtet diese Völker bei deinem Angriff, sodass du ihren Besitz übernehmen kannst. Josua zieht vor dir hinüber, wie es der HERR zugesagt hat. (5Mo 9,3)4Der HERR wird an ihnen tun, was er an Sihon und Og, den Amoriterkönigen, die er vernichtete, und an ihrem Land getan hat. (4Mo 21,21; 5Mo 7,1)5Der HERR wird sie euch ausliefern: Dann sollt ihr an ihnen genau nach dem Gebot handeln, auf das ich euch verpflichtet habe. (5Mo 20,16)6Empfangt Vollmacht und Kraft: Fürchtet euch nicht und weicht nicht erschreckt zurück, wenn sie angreifen! Denn der HERR, dein Gott, er zieht mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht. (5Mo 31,8; Hebr 13,5)7Mose rief Josua herbei und sagte vor den Augen ganz Israels zu ihm: Empfange Vollmacht und Kraft: Du sollst mit diesem Volk in das Land hineinziehen, von dem du weißt: Der HERR hat ihren Vätern geschworen, es ihnen zu geben. Du sollst es an sie als Erbbesitz verteilen.[1] (5Mo 1,8; 5Mo 3,28)8Der HERR selbst zieht vor dir her. Er ist mit dir. Er lässt dich nicht fallen und verlässt dich nicht. Du sollst dich nicht fürchten und keine Angst haben.
Verlesung des Gesetzes im Sabbatjahr
9Mose schrieb diese Weisung auf und übergab sie den Priestern, den Nachkommen Levis, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen Ältesten Israels. (5Mo 1,15; 5Mo 10,8; 5Mo 17,18; 5Mo 31,26)10Mose gebot ihnen: In jedem siebten Jahr, in einer der Festzeiten des Brachjahres, beim Laubhüttenfest, (5Mo 15,1; 5Mo 16,13)11wenn ganz Israel zusammenkommt, um an der Stätte, die der HERR erwählen wird, vor dem Angesicht des HERRN, deines Gottes, zu erscheinen, sollst du diese Weisung vor ganz Israel laut vortragen. (5Mo 12,14)12Versammle das Volk - die Männer und Frauen, Kinder und Greise, dazu die Fremden, die in deinen Stadtbereichen Wohnrecht haben -, damit sie zuhören und auswendig lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und darauf achten, dass sie alle Bestimmungen dieser Weisung halten! (5Mo 29,10)13Vor allem ihre Kinder, die das alles noch nicht kennen, sollen zuhören und lernen, den HERRN, euren Gott, zu fürchten. Das sollt ihr so lange tun, wie ihr in dem Land lebt, in das ihr jetzt über den Jordan hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen. (5Mo 4,10; 5Mo 12,1; 5Mo 32,46)
Erscheinung Gottes
14Der HERR sagte zu Mose: Sieh, deine Zeit ist gekommen: Du wirst sterben. Ruf Josua und tritt mit ihm in das Offenbarungszelt, damit ich ihn beauftragen kann. Mose und Josua gingen hin und traten in das Offenbarungszelt hinein. (2Mo 33,7)15Der HERR erschien ihnen am Zelt in einer Wolkensäule. Die Wolkensäule stand über dem Eingang des Zeltes.
Offenbarung des Moseliedes
16Und der HERR sagte zu Mose: Sieh, du wirst jetzt bald zu deinen Vätern gebettet werden. Dann wird dieses Volk sich erheben; man wird in seiner Mitte Unzucht treiben, indem man den fremden Göttern des Landes nachfolgt, in das es jetzt hineinzieht, es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihm geschlossen habe. (2Mo 34,15; 5Mo 29,24; Ri 2,17; Ri 8,27)17An jenem Tag wird mein Zorn gegen sie entbrennen. Ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen. Dann wird dieses Volk verzehrt werden. Not und Zwang jeder Art werden es treffen. An jenem Tag wird es sich fragen: Hat mich diese Not nicht deshalb getroffen, weil mein Gott nicht mehr in meiner Mitte ist? (5Mo 32,20)18Aber ich werde an jenem Tag mein Angesicht nur noch mehr verbergen wegen all des Bösen, das dieses Volk getan hat; denn es hat sich anderen Göttern zugewandt.19Doch jetzt schreibt dieses Lied auf! Lehre es die Israeliten! Lass es sie auswendig lernen, damit dieses Lied mein Zeuge gegen die Israeliten werde! (5Mo 32,1)20Wenn ich dieses Volk in das Land geführt habe, das ich seinen Vätern mit einem Schwur versprochen habe, in das Land, wo Milch und Honig fließen, und wenn es gegessen hat und satt und fett geworden ist und sich anderen Göttern zugewandt hat, wenn sie ihnen gedient und mich verworfen haben und es so meinen Bund gebrochen hat, (5Mo 1,8; 5Mo 6,3; 5Mo 29,24; 5Mo 32,13)21dann wird, wenn Not und Zwang jeder Art es treffen, dieses Lied vor ihm als Zeuge aussagen; denn seine Nachkommen werden es nicht vergessen, sondern es auswendig wissen. Ich kenne seine Neigung, die sich schon heute regt, noch ehe ich es in das Land gebracht habe, das ich mit einem Schwur versprochen habe. (5Mo 31,26; 5Mo 32,23)22An jenem Tag schrieb Mose dieses Lied auf und lehrte es die Israeliten.
Josuas Einsetzung durch Gott
23Der HERR aber beauftragte Josua, den Sohn Nuns, und sagte: Empfange Vollmacht und Kraft: Du sollst die Israeliten in das Land führen, das ich ihnen mit einem Schwur versprochen habe. Ich werde bei dir sein. (5Mo 1,38)
Hinterlegung des Gesetzes
24Als Mose damit zu Ende war, den Text dieser Weisung in eine Urkunde einzutragen, ohne irgendetwas auszulassen,25befahl Mose den Leviten, die die Lade des Bundes des HERRN trugen:26Nehmt diese Urkunde der Weisung entgegen und legt sie neben die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes! Dort diene sie als Zeuge gegen dich. (5Mo 9,6; 5Mo 31,9; Joh 5,45)27Denn ich kenne deine Widersetzlichkeit und deine Hartnäckigkeit. Seht, schon jetzt, wo ich noch unter euch lebe, habt ihr euch dem HERRN widersetzt. Was wird erst nach meinem Tod geschehen?28Versammelt um mich alle Ältesten eurer Stämme und alle eure Listenführer, damit ich ihnen diesen Text vortragen und Himmel und Erde gegen sie als Zeugen anrufen kann! (5Mo 1,15; 5Mo 4,26; 5Mo 30,19)29Denn ich weiß: Nach meinem Tod werdet ihr ins Verderben laufen und von dem Weg abweichen, auf den ich euch verpflichtet habe. Dann, in künftigen Tagen, wird euch die Not begegnen, weil ihr tut, was in den Augen des HERRN böse ist, und weil ihr ihn durch euer Machwerk erzürnt. (5Mo 4,16; 5Mo 9,12; 5Mo 27,15)
Lied des Mose
30Und Mose trug der vollzähligen Versammlung Israels den Wortlaut dieses Liedes vor, ohne irgendetwas auszulassen: (5Mo 5,22)