5.Mose 28

VOLXBIBEL

von SCM Verlag
1 Mose sagte dann noch zu den Israeliten: „Also, wenn ihr auf Gott hört und euch radikal an die Sachen haltet, die er durch mich zu euch gesagt hat, wird Gott euch zur absoluten Nummer eins unter allen Völkern machen, die es auf der Erde gibt.2 Gott wird euch überschütten mit Geschenken, wenn ihr die Ansagen von ihm respektiert und radikal durchzieht.3 Egal ob du in der Stadt arbeitest oder auf dem Land, Gott wird dich fett beschenken.4 Du wirst zum Beispiel gesunde Kinder kriegen. Und du wirst jedes Jahr große Ernten einfahren. Deine Kühe und Schafe werden sich wie blöd vermehren.5 Du wirst immer genug im Kühlschrank haben, es wird immer Brot und Kuchen in deinem Küchenschrank geben.6 Wenn du unterwegs bist, klappt alles wie am Schnürchen. Dir wird auf der Reise nie was passieren.7 Andere Völker, die gegen dich Krieg führen wollen, wird Gott einfach plattmachen. Wenn sie aus einer Richtung ankommen, um gegen euch zu kämpfen, werden sie in sieben Richtungen in Panik vor euch fliehen.8 Gott wird dafür sorgen, dass eure Schränke immer voll mit Lebensmitteln sind. Er sorgt dafür, dass alles, was ihr anpackt, funktioniert. Er steht hinter euch und fördert euch, wenn ihr in dem neuen Land seid, was er euch geben wird.9 Und Gott wird aus euch seine ganz eigenen Leute machen, ihr seid seine Spezialtruppe. Das hat er ganz fest versprochen. Du musst dich aber an seine Gesetze halten und so leben, wie er es richtig findet.10 Wenn ihr so lebt, werden alle anderen Völker, die auf der Erde leben, bald kapieren, dass ihr ganz Gott gehört, und alle werden Respekt vor euch haben.11 Gott wird euch mit vielen Kindern beschenken. Und auch eure Tiere und die Ernten – alles wird super abgehen, und ihr werdet richtig viel Geld haben, wenn ihr in dem neuen Land lebt. Dieses Land hatte er schon vor Ewigkeiten euren Familien versprochen.12 Und dann wird Gott seine Reservespeicher aufmachen. Er wird dafür sorgen, dass es immer genau zur richtigen Zeit bei euch regnet, damit die Sachen, die ihr anpflanzt, auch gut wachsen können. Es wird immer genug Essen bei euch geben, ihr werdet sogar so viel ernten, dass ihr anderen Nationen immer was ausleihen könnt. Ihr selbst -werdet euch nie was von anderen leihen müssen.13 Gott wird euch eine Führungsposition geben, ihr werdet andere beeinflussen und nicht anderen nachlaufen. Ihr werdet ganz vorne mitspielen und nicht absteigen, wenn ihr die Dinge durchzieht, die Gott euch gesagt hat. Diese Gesetze müsst ihr heute unterschreiben.14 Auf keinen Fall dürft ihr weich werden, ihr dürft nicht rumeiern, ihr dürft nicht plötzlich irgendwelchen Pseudogöttern hinterherlaufen und für die irgendwas tun.“15 „Wenn euch aber die Sachen, die Gott will, egal werden und ihr euch nicht an die Gesetze und Regeln haltet, die ich euch gesagt habe, dann wird genau das Gegenteil passieren. Es wird euch nicht gut gehen, sondern richtig ätzend.16 Egal ob ihr in der Stadt oder auf dem Land wohnt, es wird euch dreckig gehen.17 Eure Kühlschränke werden leer sein, noch nicht mal Dosen kann man im Essensschrank finden.18 Eure Kinder werden tödliche Krankheiten bekommen und sterben. Ihr werdet total schlechte Ernten einfahren, und auch die Viehzucht geht den Bach runter.19 Ihr werdet umziehen, weil es euch an dem Ort total mies geht, aber an dem neuen Ort warten noch viel ätzendere Sachen auf euch.20 Gott wird dann dafür sorgen, dass alles, was ihr anfasst, in die Grütze geht. Und das wird er so lange machen, bis ihr fertig und am Ende seid. Weil ihr dann Gott total lächerlich gemacht habt mit euren miesen Aktionen, wird es mit euch ganz bald zu Ende sein.21 Er wird Krebs, die Pest und Cholera zu euch schicken, bis ihr alle tot seid. Das wird so lange gehen, bis keiner mehr übrig ist, der in dem neuen Land leben könnte, in das ihr jetzt ziehen werdet.22 Gott wird euch Fieber, Grippe und fiesen Husten schicken. Er wird die Sonne so vom Himmel runterknallen lassen, dass alles auf der Erde vertrocknet. Eure Ernten werden voll Schimmel und Läusen sein. Dieser ganze Ärger wird euch so lange verfolgen, bis keiner mehr von euch übrig ist.23 Die Luft wird so megadrückend und schwül sein, und der Boden wird austrocknen und knochenhart werden.24 Anstatt dass es regnet und Wasser aus dem Himmel kommt, werden nur Staub und Asche überall rumfliegen. Das geht so lange, bis ihr alle tot seid.25 Gott wird euch vor den Augen euer Feinde einfach plattmachen. Ihr werdet nur aus einer Richtung angreifen und müsst in sieben Richtungen vor denen fliehen. Die anderen Völker werden in den Nachrichten davon hören, und man wird euch als abschreckendes Beispiel benutzen.26 Im Krieg werden auf den Feldern überall eure Leichen rumliegen, und die Elstern und Ratten werden sich dadran satt essen. Keiner wird sie verscheuchen.27 Gott wird euch mit den gleichen Krankheiten bestrafen, wie er es damals mit den Ägyptern gebracht hat. Hautausschlag, Schuppenflechte und solche Sachen werdet ihr bekommen, und keine Pille oder Salbe wird euch davon heilen können.28 Er wird euch mit totaler Verblödung, Wahnsinn und auch schwerer Depression bestrafen.29 Irgendwann werdet ihr total die Peilung verloren haben und euch nicht zurechtfinden, obwohl es erst mittags ist. Alles, was ihr anfassen werdet, geht in die Grütze, ihr habt einfach kein Glück mehr. Man wird euch überall ausbeuten, ihr werdet mies behandelt werden, und es gibt keinen, der euch helfen würde.30 Wenn sich jemand in eine Frau verknallt hat und sich mit ihr verlobt, wird sie fremdgehen und mit einem anderen im Bett landen. Wenn jemand ein Haus baut, geht er beim Bauen pleite und muss es am Ende zwangsversteigern. Jemand anderes wird in seinem Haus wohnen. Einer gründet eine Firma, investiert seine ganze Kohle, aber er geht bankrott.31 Die ganze Ware wird bei eBay versteigert, aber er kriegt nicht einen Cent vom Gewinn. Sein Auto wird vor seinen Augen abgeschleppt und ins Ausland verkauft. Man bricht bei ihm ein und klaut seine ganzen Sachen, aber die Bullen kommen noch nicht mal vorbei und wollen auch keine Anzeige aufnehmen.32 Eure Kinder hauen von zu Hause ab und werden drogenabhängig, eure Töchter gehen sogar anschaffen. Ihr werdet fast vor Sehnsucht nach euren Kindern sterben, aber ihr könnt nichts dagegen machen, ihr seid hilflos.33 Eine Nation von der anderen Seite der Erde wird alles, wofür ihr hart gearbeitet habt, einfach übernehmen. Man wird euch die ganze Zeit mies behandeln und euch keine Chance geben.34 Wenn ihr das alles erlebt, werdet ihr fast durchdrehen, weil es euch so wehtut.35 Gott wird euch von oben bis unten mit fiesem Ausschlag und Eiterbeulen bestrafen, gegen die kein Hautarzt der Welt ein Mittel hat.36 Dann wird ein Kriegsgegner euch und euren Präsidenten komplett abführen und euch woanders ansiedeln. Das wird ein Land sein, wo ihr noch nie vorher was drüber gehört habt. Dort wird man euch zwingen, zu Plastikgöttern zu beten.37 Bei diesen Völkern wird man euch verarschen, ihr werdet zur Lachnummer der Nation. Man wird euch als abschreckendes Beispiel im Unterricht benutzen, wie man es nicht machen sollte.38 Wenn ihr versucht, Sachen anzubauen, könnt ihr euch anstrengen, wie ihr wollt, aber es wird nur ganz wenig bei rumkommen. Dabei werden die Insekten eure ganzen Ernten wegfressen.39 Ihr werdet euer Geld in Aktien anlegen, aber dann gibt es einen Börsencrash, und ihr habt alles verloren.40 Überall in der Welt wird man Wirtschaftswachstum erleben, nur bei euch nicht, da geht alles pleite.41 Ihr werdet schon Kinder bekommen, aber die werden in komische Szenen abrutschen, sie werden Junkies oder von anderen Sachen süchtig.42 Alle Bäume, die bei euch wachsen, die Äpfel- und Birnenbäume, werden von Läusen befallen und zerfressen werden.43 Die Ausländer bei euch werden sich immer stärker vermehren. Sie werden immer erfolgreicher in der Wirtschaft und auch immer mehr Macht bekommen, während es mit euch weiter bergab geht.44 Ihr habt nichts, was die von euch leihen wollen, aber ihr braucht Sachen von denen, die sie euch ausleihen müssen. Ihr werdet irgendwann abhängig von denen sein, und plötzlich regieren sie euer ganzes Land und nicht mehr ihr.45 Diese ätzenden Dinge werden bei euch passieren, sie werden euch verfolgen, bis ihr komplett plattgemacht seid. Das kann aber nur passieren, wenn ihr nicht auf Gott hört, wenn euch seine Gesetze total egal werden und ihr nicht so lebt, wie Gott es gut findet.46 Jeder bei euch wird dann erkennen, wie das ist, wenn Gott gegen einen ist und einen verflucht hat.47 Wenn ihr keinen Bock drauf habt, für Gott zu leben, wenn bei euch keine Freude aufkommt und es euch keinen Spaß macht, weil er euch dabei so fett beschenkt hat, wird sich das gegen euch wenden.48 Ihr werdet den Leuten, die euch kaputt machen wollen, sogar dienen müssen. Gott wird Feinde gegen euch organisieren, ihr werdet Hunger und Durst haben, keine Klamotten zum Anziehen, es wird an allen Ecken und Enden was fehlen.49 Von der anderen Seite der Erde wird eine Nation ankommen und gegen euch Krieg führen. Ihr könnt noch nicht mal deren Sprache verstehen. Die kommen mit Flugzeugen und Raketen aus dem Himmel angeschossen.50 Die kennen das nicht, einfach mal nett zu sein. Sie werden brutalst vorgehen, ohne Rücksicht auf Kinder oder Rentner.51 Sie werden sich an euren Gütern bedienen, eure Lebensmittelproduktion wird komplett in ihre Hände fallen. Dabei lassen sie nichts für euch übrig, sodass ihr verhungern müsst.52 Dieser Feind wird euch in euren Städten belagern, sie ziehen den Ring einfach zu. Den Schutz, auf den ihr euch verlassen habt, werden sie kaputt machen, sie kämpfen so lange, bis die Schutzmauer zerstört ist. Das wird überall passieren, im ganzen Land, das Gott euch noch schenken wird.53 Wenn der Feind eure Städte belagert, kommen keine Lebensmittel mehr in die Städte. Darum werdet ihr so einen Hunger schieben, dass ihr sogar eure eigenen Kinder auf den Grill schmeißt. Die Kinder, die Gott euch geschenkt hat, werdet ihr essen.54-55 Typen, die vorher nur im 5-Sterne-Restaurant gegessen haben, werden ihren eigenen Sohn zum Abendbrot schlachten und in den Ofen stecken. So jemand wird so heiß auf das Fleisch seines Sohnes sein, dass er es wie wild verteidigen wird. Seine Familie, auch nicht seine geliebte Frau, wird auch nur ein Stück von ihm abkriegen. So derbe wird es abgehen in den Städten, die von euren Feinden belagert werden.56 Die feine Modeprinzessin, das Topmodel, die sich zu schön war, nur einmal ungestylt spazieren zu gehen, wird voll neidisch auf ihren Mann oder ihre Kinder werden. Warum?57 Weil diese sich bei der Geburt des nächsten Kindes sofort den Mutterkuchen gegriffen haben, der nachher aus ihrer Gebärmut- ter gekommen ist! Den wollen sie nämlich am liebsten sofort verspachteln. Darum wird die Mutter irgendwo heimlich im Keller ihre Kinder zur Welt bringen, damit sie den Mutterkuchen anschließend für sich alleine hat. Sie hat einfach nichts mehr zu essen im Haus, weil der Feind die Stadt komplett einschließt.58 Ihr müsst also dadrauf aufpassen, dass ihr totalen Respekt vor Gott und seinem Namen habt! Ihr müsst mit Respekt die Dinge durchziehen, die er in diesem Buch hat aufschreiben lassen.59 Wenn ihr das nicht tut, wird Gott euch und eure Kindern mit ganz üblen Krankheiten bestrafen, gegen die es keine Pillen oder sonst was gibt.60 Die fiesen Krankheiten, die ihr damals bei den Ägyptern gesehen habt und vor denen ihr auch Schiss hattet, werden dann auch bei euch ausbrechen.61 Dazu wird er noch die Krankheiten, die hier in diesem Buch noch nicht einmal aufgeschrieben wurden, bei euch vorbeischicken, bis es euch nicht mehr gibt.62 Anstatt dass ihr euch so krass vermehrt, dass man euch nicht mehr zählen kann, so wie Sand am Meer, werdet ihr ein unbedeutender kleiner Haufen sein. Das passiert, wenn ihr nicht das tut, was Gott von euch möchte.63 Wenn es Gott früher totalen Spaß gemacht hat, euch zu beschenken und dafür zu sorgen, dass ihr ganz viele Kinder bekommt, wird es ihm dann Spaß bringen, euch kaputt zu machen. Er wird euch aus dem Land, was ihr eigentlich haben wolltet, im hohen Bogen rausschmeißen.64 Ihr müsst dann woanders wohnen, bei anderen Leuten, und habt kein echtes Zuhause mehr, keine eigene Heimat. Wenn ihr dort wohnt, wird man euch zwingen, zu Plastikgöttern zu beten, die ihr noch nie gesehen habt. Keiner von euch wird sie kennen, das sind so Teile aus Kunststoff und so komische Bilder.65 Aber selbst da werdet ihr nicht dauerhaft wohnen bleiben. Ihr werdet kein wirkliches Zuhause haben, sondern immer rumreisen müssen. Gott wird dafür sorgen, dass ihr immer Angst habt, dass es für euch überall dunkel bleibt und ihr Depressionen ohne Ende bekommt.66 Ständig müsst ihr Schiss davor haben zu sterben, es wird keinen Zeitpunkt geben, wo ihr euch ganz in Sicherheit fühlt.67 Morgens werdet ihr hoffen, dass der Tag bald rum ist. Und abends hofft ihr, dass bald die Sonne aufgeht. Alles, was ihr erlebt, wird euch Angst machen.68 Gott wird euch so weit bringen, dass ihr ins Flugzeug steigt, um wieder nach Ägypten zu fliegen, obwohl er euch mal versprochen hat, dass ihr dort nie mehr hinmüsst. Dort werdet ihr als Billiglohnkraft für ganz kleines Geld auf dem Arbeitsmarkt vermittelt. Trotzdem will euch niemand einstellen, weil keiner Interesse an euch hat.“69 Als die Israeliten im Land Moab waren, hatte Gott einen Auftrag für Mose. Er sollte einen neuen Vertrag machen zwischen den Leuten von Israel und ihm. Dieser Vertrag war als eine Ergänzung zu dem anderen Vertrag gedacht, den er am Horeb-Berg mit den Israeliten geschlossen hatte. Jetzt kommen die Formulierungen, mit denen dieser Vertrag beschlossen wurde.

5.Mose 28

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk
1 Wenn du auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst, indem du alle seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, bewahrst und sie hältst, wird dich der HERR, dein Gott, über alle Völker der Erde erheben. (3Mo 26,3; 5Mo 7,12; 5Mo 11,13; 5Mo 26,19; 5Mo 27,10; 5Mo 28,15; 5Mo 30,16)2 Alle diese Segnungen werden über dich kommen und dich erreichen, wenn du auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst:3 Gesegnet bist du in der Stadt, gesegnet bist du auf dem Land.4 Gesegnet ist die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Ackers und die Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Rinder und der Zuwachs an Lämmern und Zicklein. (5Mo 7,13; 5Mo 28,11; 5Mo 30,9; Lk 1,42)5 Gesegnet ist dein Korb und dein Backtrog.6 Gesegnet bist du, wenn du heimkehrst, gesegnet bist du, wenn du ausziehst.7 Der HERR stößt die Feinde, die sich gegen dich erheben, nieder und liefert sie dir aus. Auf einer Straße ziehen sie gegen dich aus, auf sieben Straßen fliehen sie vor dir.8 Der HERR befiehlt dem Segen, an deiner Seite zu sein: in deinen Speichern und bei allem, was deine Hände schaffen. Der HERR segnet dich in dem Land, das er, dein Gott, dir gibt. (5Mo 26,15)9 Der HERR lässt dich, wie er es dir geschworen hat, bestehen als das Volk, das ihm heilig ist, wenn du die Gebote des HERRN, deines Gottes, bewahrst und auf seinen Wegen gehst. (5Mo 7,6)10 Dann sehen alle Völker der Erde, dass der Name des HERRN über dir ausgerufen ist, und fürchten sich vor dir. (5Mo 2,25; 1Kön 8,43; Jer 14,9)11 Der HERR schenkt dir Gutes im Überfluss bei der Frucht deines Leibes, bei der Frucht deines Viehs und bei der Frucht deines Ackers in dem Land, von dem du weißt: Der HERR hat deinen Vätern geschworen, es dir zu geben. (5Mo 1,8; 5Mo 28,4; 5Mo 30,9)12 Der HERR öffnet dir den Himmel, seine Schatzkammer voll köstlichen Wassers: Er gibt deinem Land zur rechten Zeit Regen und segnet jede Arbeit deiner Hände. An viele Völker kannst du ausleihen und du brauchst nichts zu entleihen. (5Mo 2,7; 5Mo 14,29; 5Mo 15,6; 5Mo 16,15; 5Mo 24,19; 5Mo 30,9)13 Der HERR macht dich zum Kopf und nicht zum Schwanz. Du kennst nur den Aufstieg, du kennst keinen Abstieg, wenn du auf die Gebote des HERRN, deines Gottes, auf die ich dich heute verpflichte, hörst, sie bewahrst und sie hältst.14 Von allen Worten, auf die ich euch heute verpflichte, sollst du weder rechts noch links abweichen. Du sollst nicht anderen Göttern nachfolgen und ihnen dienen. (5Mo 6,14; 5Mo 7,4)15 Wenn du nicht auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hörst, indem du nicht alle seine Gebote und Satzungen, auf die ich dich heute verpflichte, bewahrst und sie nicht hältst, werden alle diese Verfluchungen über dich kommen und dich erreichen: (3Mo 26,14; 5Mo 4,25; 5Mo 8,19; 5Mo 11,16; 5Mo 28,1; 5Mo 30,17)16 Verflucht bist du in der Stadt, verflucht bist du auf dem Land.17 Verflucht ist dein Korb und dein Backtrog.18 Verflucht ist die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackers, der Wurf deiner Rinder und der Zuwachs an Lämmern und Zicklein.19 Verflucht bist du, wenn du heimkehrst, verflucht bist du, wenn du ausziehst.20 Verfluchtsein, Verwirrtsein, Verwünschtsein lässt der HERR auf dich los, auf alles, was deine Hände schaffen und was du tust, bis du bald vernichtet und bis du ausgetilgt bist wegen deines Tuns, durch das du mich böswillig verlassen hast.21 Der HERR heftet die Pest an dich, bis er dich ausgemerzt hat aus dem Land, in das du hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen. (1Kön 8,37; Jer 24,10)22 Der HERR schlägt dich mit Schwindsucht, Fieber und Brand, mit Glut und Schwert, Versengung und Vergilbung. Sie verfolgen dich, bis du ausgetilgt bist.[1]23 Der Himmel über deinem Kopf wird zu Erz, die Erde unter dir wird zu Eisen. (5Mo 11,17; 1Kön 8,35)24 Der HERR gibt deinem Lande Flugsand und Staub als Regen. Vom Himmel fällt er auf dich herab, bis du vernichtet bist.[2]25 Der HERR stößt dich nieder und liefert dich deinen Feinden aus. Auf einer Straße ziehst du gegen sie aus, auf sieben Straßen fliehst du vor ihnen. Alle Könige der Erde erschauern vor dir.26 Deine Leichen liegen da zum Fraß für alle Vögel des Himmels und für die Tiere der Erde und keiner verscheucht sie. (Jer 7,33)27 Der HERR schlägt dich mit dem ägyptischen Geschwür, mit Beulen, Krätze und Grind und keiner kann dich heilen. (2Mo 9,9; 5Mo 7,15; 5Mo 28,60; Offb 16,2)28 Der HERR schlägt dich mit Wahnsinn, Blindheit und Irresein.29 Am hellen Mittag tappst du im Dunkel wie ein Blinder. Deine Wege führen nicht zum Erfolg. Dein Leben lang wirst du ausgebeutet und ausgeraubt und niemand hilft dir.30 Du verlobst dich mit einer Frau und ein anderer schläft mit ihr. Du baust ein Haus und wohnst nicht darin. Du legst einen Weinberg an und hältst nicht einmal die erste Lese. (5Mo 20,5)31 Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet und du bekommst nicht einmal davon zu essen. Dein Esel wird dir weggerissen und kehrt nicht zurück. Deine Schafe und Ziegen werden deinen Feinden ausgeliefert und niemand kommt dir zu Hilfe.32 Deine Söhne und Töchter werden einem anderen Volk ausgeliefert, du siehst dir den ganzen Tag nach ihnen die Augen aus und zwingst sie doch nicht herbei.33 Den Ertrag deines Ackers und all deinen Gewinn verzehrt ein Volk, das du früher nicht einmal gekannt hast, und du wirst dein Leben lang nur ausgebeutet und misshandelt.34 Wahnsinn befällt dich bei dem Anblick, der sich deinen Augen bietet.35 Der HERR schlägt dich mit bösen Geschwüren am Knie und am Schenkel und keiner kann dich heilen. Von der Sohle bis zum Scheitel bist du krank. (Offb 16,2)36 Der HERR bringt dich und den König, den du über dich eingesetzt hast, zu einem Volk, das du und deine Väter früher nicht einmal gekannt haben, und dort musst du anderen Göttern dienen, Göttern aus Holz und Stein. (5Mo 4,28; 2Kön 17,4; 2Kön 25,7)37 Alle Völker, zu denen der HERR dich führt, wenden sich entsetzt von dir ab, sagen Spottverse über dich auf und stimmen Hohngelächter an. (1Kön 9,7)38 Viel Saatgut trägst du aufs Feld, aber du erntest wenig. Das andere hat die Heuschrecke gefressen. (5Mo 24,19; Mi 6,15)39 Weinberge legst du an und pflegst sie, aber du trinkst keinen Wein und bringst keinen in den Keller. Der Wurm hat ihn weggefressen.40 Ölbäume wachsen überall in deinem Land, aber du hast kein Öl, um dich zu salben. Dein Ölbaum hat die Oliven abgeworfen.41 Söhne und Töchter hast du gezeugt, aber sie sind nicht bei dir. Sie sind als Gefangene weggezogen.42 Alle deine Bäume und Feldfrüchte nimmt das Ungeziefer in Besitz.43 Der Fremde, der in deiner Mitte wohnt, steigt immer höher nach oben, hoch über dich hinaus, und du steigst immer tiefer hinab.44 Er leiht dir aus und du kannst ihm nichts ausleihen. Er wird zum Kopf und du wirst zum Schwanz.45 Alle diese Verfluchungen werden über dich kommen, dich verfolgen und dich erreichen, bis du vernichtet bist, weil du nicht auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, gehört und seine Gebote und Satzungen nicht bewahrt hast, auf die er dich verpflichtet hat.46 Für immer werden sie als Zeichen und Wunder an dir und an deinen Nachkommen haften.47 Weil du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedient hast aus Freude und Herzenslust, weil alles in Überfluss da war,48 musst du deinen Feinden dienen, die der HERR gegen dich ausgesandt hat. Hunger und Durst wirst du leiden, nackt sein und nichts mehr haben. Er legt dir ein eisernes Joch auf den Nacken, bis er dich vernichtet hat. (Jer 28,13)49 Der HERR trägt zum Kampf gegen dich ein Volk aus der Ferne herbei, von den Enden der Erde, das wie ein Adler herabstößt, ein Volk, dessen Sprache du noch nie gehört hast, (Jer 5,15; Bar 4,15)50 ein Volk mit unbeweglichem Gesicht, das sich dem Greis nicht zuwendet und für das Kind kein Mitleid zeigt.51 Es verzehrt die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Ackers, bis du vernichtet bist. Es lässt dir nichts übrig vom Korn, vom Wein und vom Öl, vom Wurf deiner Rinder und dem Zuwachs an Lämmern und Zicklein, bis es dich ausgetilgt hat.52 Es belagert dich in allen deinen Städten, bis die Mauern fallen, die hohen, festgefügten Mauern, auf die du dich in deinem ganzen Land verlässt. Es belagert dich in allen deinen Städten in dem ganzen Land, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat. (Jer 5,17)53 In der Not der Belagerung, wenn dein Feind dich einschnürt, musst du die Frucht deines eigenen Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und Töchter, die dir der HERR, dein Gott, geschenkt hat. (3Mo 26,29; 2Kön 6,28; Jer 19,9; Kla 2,20; Kla 4,10)54 Der weichlichste und verwöhnteste Mann blickt dann bei dir missgünstig auf seinen Bruder, auf die Frau, mit der er schläft, und auf den Rest der Kinder, die er noch übrig gelassen hat,55 und möchte niemandem etwas abgeben von dem Fleisch seiner Kinder, das er isst, weil ihm keine Nahrung mehr übrig geblieben ist in der Not der Belagerung, wenn dein Feind dich in allen deinen Städten einschnürt.56 Die weichlichste und verwöhnteste Frau, die noch nie versucht hat, ihren Fuß auf die Erde zu setzen vor lauter Verwöhntheit und Verweichlichung, blickt missgünstig auf den Mann, mit dem sie schläft, auf ihren Sohn und ihre Tochter,57 auf die Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorkommt, und auf die Kinder, die sie noch gebären wird; denn sie will sie heimlich essen, weil sie nichts mehr hat in der Not der Belagerung, wenn dein Feind dich in allen deinen Städten einschnürt.58 Wenn du nicht alle Worte dieser Weisung, die in dieser Urkunde aufgezeichnet sind, bewahrst und sie hältst, aus Furcht vor diesem herrlichen und Furcht erregenden Namen, vor dem HERRN, deinem Gott,59 wird der HERR die Schläge, die er dir und deinen Nachkommen versetzt, über alles Gewohnte hinaus steigern zu gewaltigen und hartnäckigen Schlägen, zu schlimmen und hartnäckigen Krankheiten.60 Er wird alle ägyptischen Seuchen, vor denen du Angst hast, wieder über dich bringen und sie werden an dir haften bleiben. (5Mo 28,27)61 Auch alle Krankheiten und Schläge, die nicht in der Urkunde dieser Weisung aufgezeichnet sind, wird der HERR über dich bringen, bis du vernichtet bist.62 Dann werden nur noch wenige Leute von euch übrig bleiben, statt dass ihr zahlreich seid wie die Sterne am Himmel; denn du hast nicht auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, gehört. (5Mo 1,10; 5Mo 4,27)63 So wie der HERR seine Freude daran hatte, euch Gutes zu tun und euch zahlreich zu machen, so wird der HERR seine Freude daran haben, euch auszutilgen und euch zu vernichten. Ihr werdet aus dem Land, in das du nun hineinziehst, um es in Besitz zu nehmen, herausgerissen werden. (5Mo 30,9)64 Der HERR wird dich unter alle Völker verstreuen, vom einen Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde. Dort musst du anderen Göttern dienen, die du und deine Väter vorher nicht einmal gekannt haben, Göttern aus Holz und Stein. (5Mo 4,28; 5Mo 30,3)65 Unter diesen Nationen wirst du keine Ruhe finden. Es wird keine Stelle geben, wohin du deinen Fuß setzen kannst. Der HERR wird dir dort das Herz erzittern, die Augen verlöschen und den Atem stocken lassen.66 Du wirst in Lebensgefahr schweben, bei Nacht und bei Tag erschrecken und nicht mehr an dein Leben glauben.67 Am Morgen wirst du sagen: Wenn es doch schon Abend wäre!, und am Abend: Wenn es doch schon Morgen wäre! - um dem Schrecken zu entfliehen, der dein Herz befällt, und dem Anblick, der sich deinen Augen bietet.68 Der HERR wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückbringen, auf einem Weg, von dem ich dir gesagt hatte: Du sollst ihn niemals wiedersehen. Dort werdet ihr euch deinen Feinden als Sklaven und Sklavinnen zum Verkauf anbieten, aber niemand wird euch kaufen. (1Mo 26,2; 5Mo 17,16; Jer 43,7; Hos 8,13; Hos 9,3)69 Das sind die Worte, mit denen der Bund geschlossen wurde, den Mose im Auftrag des HERRN in Moab mit den Israeliten schloss, zusätzlich zu dem Bund, den er mit ihnen am Horeb geschlossen hatte. (5Mo 1,1; 5Mo 5,2)