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2.Könige 11

VOLXBIBEL

von SCM Verlag

Atalja versucht, die Präsidentenfamilie von David auszulöschen

1 Atalja, die Mutter von Ahasja, kriegte voll den Ausraster, als sie hörte, dass ihr Sohn getötet worden war. Sofort organisierte sie einen Auftragskiller, der dann die ganze Präsidentenfamilie umnietete. 2 Eine Tochter vom Ex-Präsidenten Joram mit Namen Joscheba, also eine Schwester von Ahasja, rettete den kleinen Joasch (den Sohn von Ahasja) mit seiner Pflegemutter. Der sollte nämlich in seinem Kinderbett einfach getötet werden, wie die anderen auch. Sie versteckte ihn vor Atalja, darum überlebte er dieses Attentat. 3 Der Junge wurde sechs Jahre lang in einem Hinterzimmer vom Tempel versteckt, in der ganzen Zeit, wo Atalja das Sagen in Israel hatte. 

Revolution gegen Atalja

4 Als Atalja sieben Jahre im Amt war, organisierte der Priester Jojada ein heimliches Treffen im Tempel. Eingeladen wurden die Offiziere der Feldjäger vom Heer. Bei dem Treffen wurde ein Abkommen getroffen. Alle Anwesenden unterzeichneten einen Vertrag, der die bedingungslose Unterstützung für den Sohn vom Ex-Präsidenten Ahasja garantierte. Dieses Papier zeigte der Priester Jojada dem Joasch, diesem Sohn vom Ahasja. 5 Dann befahl er den Offizieren: „Ein Drittel von ihren Männern, die nächsten Sonntag ihren Dienst schieben, sollen als Wachposten am Regierungsgebäude postiert werden. 6 Das zweite Drittel soll das Tor Sur bewachen. Und das dritte Drittel muss am Eingang hinter dem Haus von der Wache stehen. Diese drei Abteilungen sollen das Gelände abriegeln, damit keiner unbemerkt in den Tempel kommen kann. 7 Aber die zwei Abteilungen, die am Sonntag mit ihrer Schicht fertig sind, müssen sich in der Nähe vom Tempel aufhalten, um den Präsidenten zu schützen! 8 Diese Abteilungen – jeder Einzelne immer mit der Hand an der Waffe – sollen die ganze Zeit einen Kreis um den Präsidenten bilden. Überall, wo er hingeht, müssen sie auch sein! Wenn irgendjemand versucht, in den Kreis reinzugehen, wird er sofort erschossen!“ 9 Die Offiziere machten alles genau so, wie Jojada es gesagt hatte. Die Truppe versammelte sich an einer Stelle. Das waren eben einmal die Soldaten, deren Dienst am Sonntag anfing, und dann die, welche ihn beendet hatten. Mit diesen Männern kamen sie zu Jojada. 10 Vom Priester bekamen sie die MP s und Kanonen, die noch aus der Zeit von David stammten und seitdem im Tempel aufbewahrt wurden. 11 Die Leibwächter stellten sich von rechts nach links im Halbkreis auf, jeder mit einer Waffe in der Hand, von der südlichen bis zur nördlichen Ecke. So sollte der Präsident von allen Seiten geschützt werden. 12 Irgendwann führte Jojada dann den Joasch, den Sohn vom Ex-Präsidenten, nach draußen, um ihn zum neuen Chef über das Land zu erklären. In einem feierlichen Akt unterschrieb der die Staatsurkunde und sie strichen ihm das besondere Öl über die Stirn, was man nimmt, um jemanden in sein Amt einzuführen, und machten ihn damit offiziell zum neuen Präsidenten. Am Ende klatschten alle ganz laut und riefen: „Lang lebe unser neuer Präsident!“ 13 Atalja hörte die lauten Rufe von den Leibwächtern und den anderen Leuten, die dabei waren. Sie zog sich an und ging auch zum Tempel, um die Lage zu checken. 14 Als sie ankam, sah sie den neuen Präsidenten genau auf dem Platz stehen, auf dem normal Leute zum Präsidenten gemacht werden. Um ihn herum standen die Offiziere und ein paar Musiker. Die Leute machten voll Party, sie feierten wie verrückt, während die ganze Zeit eine Band laute Musik spielte. Aber Atalja rastete komplett aus. „Ihr habt mich beschissen! Das ist eine Revolution!“ 15 Weil der Priester Jojada verhindern wollte, dass sie gleich hier, im Bereich des Tempels, von den Leuten getötet wurde, sagte er zu den Offizieren: „Führt sie ab! Stellt euch um die Frau und bringt sie sicher hier raus! Jeder, der hinter euch hergeht, um sie zu verfolgen, wird von euch sofort erschossen!“ 16 Also wurde Atalja gepackt, und man schleppte sie über die Garageneinfahrt nach draußen. Dort, noch vor dem Palast vom Präsidenten, wurde sie dann aber einfach abgeknallt. 17 Jojada organisierte, dass der Präsident und alle Leute aus seinem Volk einen Vertrag mit Gott machen mussten. In dem Vertrag verpflichteten sie sich dazu, dass sie als die Leute, die zu Gott gehören, auch ihr Leben mit ihm radikal durchziehen werden. 18 Danach zogen die Männer zusammen zum Haus von diesem Plastikgott Baal. Mit einem Bulldozer wurde das ganze Teil abgerissen. Die Opfertische, wo man Baal Sachen drauf geschenkt hatte, die ganzen Bilder von Göttern, alles wurde verschrottet. Am Ende töteten sie dort auch noch Mattan, den Oberpriester von Baal. Schließlich beauftragte Jojada noch ein paar Soldaten, die vor dem Tempel Wache schieben sollten. 19 Danach holte er die ganze Truppe wieder zusammen. Die Offiziere, die Männer von der Leibwache und die Soldaten, die auf das Regierungsgebäude aufpassen sollten, waren auch dabei. Mit allen zusammen zogen sie vom Tempel aus durch das Tor vom Regierungsbezirk bis zum Regierungsgebäude. Dort setzte sich der neue Präsident, Joasch, dann erst mal feierlich in seinem Büro an den Schreibtisch. 20 Die Leute von Juda waren begeistert, aber die Leute aus der Stadt selbst warteten erst mal ab. Atalja war also mit einer MP in der Nähe vom Haus des Königs erschossen worden. 

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© 2023 Volxbibel-Verlag in der SCM Verlagsgruppe GmbH
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2.Könige 11

Einheitsübersetzung 2016

von Katholisches Bibelwerk

Sturz der Königin Atalja

1 Als Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, ging sie daran, die ganze Nachkommenschaft der königlichen Familie auszurotten. (2Kön 8,26; 2Chr 22,10) 2 Doch Joscheba, die Tochter des Königs Joram und Schwester Ahasjas, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, aus dem Kreis der Königssöhne, die ermordet werden sollten, weg und brachte ihn mit seiner Amme in die Bettenkammer. Dort versteckte sie ihn vor Atalja, sodass er nicht getötet wurde.[1] 3 Er blieb sechs Jahre bei ihr im Haus des HERRN verborgen, während Atalja das Land regierte. 4 Im siebten Jahr bestellte der Priester Jojada die Hundertschaftsführer der Karer und Läufer zu sich. Er führte sie in das Haus des HERRN, schloss mit ihnen ein Abkommen, ließ sie im Haus des HERRN schwören und zeigte ihnen den Sohn des Königs. 5 Dann ordnete er an: Das ist es, was ihr tun sollt: Das Drittel von der Wache, das am Sabbat aufzieht und den Königspalast bewacht, 6 das Drittel am Tor Sur und das Drittel am Tor hinter den Läufern: abwechselnd sollt ihr die Bewachung des Tempels übernehmen. 7 Die zwei Abteilungen aber, die am Sabbat abziehen, sollen im Haus des HERRN beim König als Wache stehen. 8 Schart euch mit der Waffe in der Hand um den König! Wer in die Reihen einzudringen versucht, soll getötet werden. Seid beim König, wenn er auszieht und wenn er einzieht! 9 Die Führer der Hundertschaften befolgten alle Gebote des Priesters Jojada. Jeder holte seine Leute, sowohl jene, die am Sabbat aufzogen, als auch jene, die am Sabbat abzogen. Sie kamen zum Priester Jojada 10 und dieser gab den Anführern der Hundertschaften die Lanzen und Schilde, die dem König David gehört hatten und sich jetzt im Haus des HERRN befanden. (2Sam 8,7) 11 Die Läufer stellten sich mit der Waffe in der Hand von der Südseite des Tempels bis zur Nordseite vor dem Altar und dem Tempel rings um den König auf. 12 Dann führte Jojada den Königssohn heraus und überreichte ihm den Stirnreif und das Bundeszeugnis. So machten sie ihn zum König, salbten ihn, klatschten in die Hände und riefen: Es lebe der König! (5Mo 17,18) 13 Als Atalja das Geschrei des Volkes hörte, kam sie zu den Leuten in das Haus des HERRN. 14 Da sah sie den König am gewohnten Platz bei der Säule stehen; die Obersten und die Trompeter waren bei ihm und alle Bürger des Landes waren voller Freude und bliesen die Trompeten. Atalja zerriss ihre Kleider und schrie: Verrat, Verrat! (2Kön 9,23) 15 Doch der Priester Jojada befahl den Hundertschaftsführern, die das Kommando über die Truppen hatten: Führt sie durch die Reihen hinaus und schlagt jeden mit dem Schwert nieder, der ihr folgen will; denn - so sagte der Priester - sie soll nicht im Haus des HERRN getötet werden. 16 Da legte man Hand an sie, und als sie an den Weg kam, auf dem man die Pferde zum Palast des Königs führt, wurde sie dort getötet. 17 Jojada schloss den Bund zwischen dem HERRN und dem König und dem Volk. Sie versprachen, dass sie das Volk des HERRN sein wollten, und auch zwischen König und Volk schloss er den Bund. (2Kön 23,3) 18 Darauf zogen alle Bürger des Landes zum Baalstempel und rissen ihn nieder. Sie zertrümmerten seine Altäre und Bilder vollständig und erschlugen den Baalspriester Mattan vor den Altären. Auch stellte Jojada Posten vor das Haus des HERRN 19 und rief die Hundertschaftsführer, die Karer und Läufer sowie alle Bürger des Landes herbei. Sie führten den König aus dem Haus des HERRN durch das Tor der Läufer hinab in den königlichen Palast. Dort setzte er sich auf den Thron der Könige. 20 Alle Bürger des Landes waren voll Freude und die Stadt blieb ruhig. Atalja aber hatte man vor dem Palast des Königs mit dem Schwert umgebracht. 

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift
© 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart
Alle Rechte vorbehalten.
Die Herausgeber sind: (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a.
Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH

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