von SCM Verlag1Jehu killt die ganze Familie vom Ahab Siebzig Söhne von Ahab lebten in Samaria. Jehu schickte dann eine Rundmail an alle Männer in der Stadt, die dort was zu sagen hatten. Die Mail war auch an die Erzieher von Ahabs Söhnen und die Chefs in der Stadt gerichtet. Folgendes stand drin:2„Bei Ihnen befinden sich Familienmitglieder vom Ex-Präsidenten Ahab. Sie haben Panzer, Jeeps, gute Ausrüstung und Waffen. Ihre Stadt ist außerdem gut geschützt.3Suchen Sie sich den fittesten Sohn vom Ex-Präsidenten aus, und machen Sie ihn zum neuen Chef. Setzen Sie ihn an den Schreibtisch von seinem Vater, und kämpfen Sie ab dann für seine Sache!“4Die Männer hatten aber Schiss vor Jehu. „Der hat schon zwei Präsidenten auf dem Gewissen, wie sollen wir da eine Chance gegen ihn haben?“5Also ließen die Leute, die am Ende die Entscheidung treffen sollten, Jehu einfach nur eine schriftliche Antwort da. „Wir stehen zu Ihren Diensten! Was Sie sagen, ist für uns wie ein Befehl! Wir haben kein Interesse, hier jemanden zum neuen Präsidenten zu machen. Machen Sie, was Sie wollen!“6Jehu schrieb dann einen zweiten Brief an sie: „Gut, wenn alle bereit dazu sind, meinen Befehlen zu gehorchen, dann kommen Sie -morgen Mittag zu mir nach Jesreel. Als Geschenk möchte ich, schön in einem großen Paket verpackt, die Köpfe von den siebzig Söhnen von eurem Ex-Präsidenten sehen!“ Die Söhne wurden in der Zeit nämlich in einer besonderen Eliteschule in Samaria erzogen.7Diese Männer ließen dann also tatsächlich alle siebzig Söhne töten. Die Köpfe wurden abgesägt und nach Jesreel gebracht.8Nachdem Jehu die Meldung bekam, dass die Köpfe alle angekommen waren, gab er den Befehl, sie in zwei Haufen vor dem Stadteingang aufzustapeln. Dort sollten sie einen Tag lang liegen bleiben.9Am nächsten Morgen kam er selbst zu dem Platz, wo man die ganzen Köpfe hingelegt hatte. Vor den Leuten, die dort rumstanden, machte er dann auf doof, als hätte er von nichts ’ne Ahnung. „Ihr habt hier nichts verbockt, keine Sorge! Ich habe diese kleine Revolution gegen den Präsidenten angezettelt, und ich habe ihn auch erschießen lassen. Aber welcher Ganove hat jetzt diese ganzen Kinder umgebracht?10Das ist auf jeden Fall der Beweis, dass alles, was Gott der Familie von Ahab angedroht hat, auch passiert ist. Gott hat genau das durchgezogen, was er durch Elija angekündigt hatte.“11Als Nächstes ließ Jehu auch noch alle Familienmitglieder von Ahab töten, die gerade in Jesreel waren. Dazu killte er alle Priester, Beamten und Berater von Ahab, keiner wurde am Leben gelassen.12Dann machte er sich auf den Weg nach Samaria. Als er bei Bet-Eked-Haroim war,13lernte er ein paar Verwandte vom Präsidenten Ahasja kennen. „Wo kommen Sie her, wer sind Sie?“, fragte Jehu die Leute. „Wir sind alles Verwandte vom Präsidenten Ahasja. Sind gerade auf dem Weg nach Jesreel, um die Familie mal wieder zu besuchen! Wir freuen uns besonders auf die Söhne und die Mutter!“14Sofort befahl Jehu den Soldaten, die bei ihm waren: „Los, alle festnehmen!“ Die ganze Familie wurde abgeführt. Beim Brunnen von Bet-Eked-Haroim wurden dann alle per Genickschuss getötet. Von den 42 Mann überlebte keiner.15Jetzt zog Jehu weiter in Richtung Samaria. Auf dem Weg traf er Jonadab, den Sohn von Rechab. Jehu begrüßte ihn und fragte: „Sagen Sie, sind Sie korrekt drauf? Kann ich mich auf Sie verlassen, so wie Sie sich auf mich verlassen können?“ – „Na sicher!“, antwortete Jonadab. „Okay, dann geben Sie mir die Hand drauf!“ Jonadab reichte Jehu seine Hand und stieg zu ihm in das Auto.16„Wollen Sie nicht noch mit zu mir nach Hause kommen?“, fragte Jehu. „Ich würde Ihnen gerne zeigen, wie radikal ich mit Gott lebe und was ich für ihn alles tue!“ Jonadab sagte Ja und fuhr mit.17Als sie in Samaria angekommen waren, brachte Jehu alle Verwandten von Ahab um, die noch am Leben waren. Die ganze Familie wurde konsequent ausgelöscht. Alles, was Gott durch Elija angekündigt hatte, passierte auch.
Jehu nietet alle Baal-Fans im Land um
18Jehu organisierte dann ein großes Treffen, bei dem alle Bewohner von Samaria anwesend waren. „Der große Baal-Gott wurde von Ahab zu wenig gefeiert! Das muss ab sofort anders werden!19Darum beschließe ich hiermit, dass wir eine riesengroße Opferparty für Baal feiern. Ich möchte, dass alle Priester und Prophetentypen vom Baal eingeladen werden. Jeder, der ihn klasse findet, muss unbedingt kommen! Das ist eine Pflichtveranstaltung, und wer nicht da ist, kriegt die Todesstrafe!“ Sein Plan war aber eigentlich, alle Baal-Fans auf einmal zu töten …20Jehu organisierte also diese große Party.21Er schaltete überall in Israel Anzeigen, ließ ohne Ende Flyer drucken, und tatsächlich kamen sie alle. Es gab keinen, der nicht gekommen wäre. Die ganze Menschenmasse traf sich im Innenhof von dem Tempel, in dem immer zu Baal gebetet wurde. Der Platz war brechend voll.22Jehu sagte dann zu dem Mann, der die Aufsicht über die Tempel-Klamotten hatte: „Verteilen Sie mal alle Klamotten an die Fans von Baal!“ Als die Sachen verteilt waren,23ging Jehu mit Jonadab in den Tempel rein. Dann rief er laut zu den anwesenden Leuten: „Ich möchte, dass hier wirklich nur Leute versammelt sind, die absolute Oberfans von Baal sind! Checkt das bitte mal! Leute, die den Gott von Israel toll finden, haben hier nichts zu suchen!“24Dann gingen Jehu und Jonadab zu dem Opfertisch rüber, dem Altar, um dort Dankopfer und Abfackelopfer für Baal vorzubereiten. Jehu hatte aber vor dem Tempel in einiger Entfernung bereits eine Truppe von 80 Soldaten in Position gebracht. Sein Befehl war: „Nietet sie alle um! Wer einen von diesen Baal-Fans lebend entwischen lässt, ist selber dran, er muss sterben!“25Nachdem sie die Opfersession beendet hatten, erteilte Jehu den Befehl über ein Funkgerät an seine Leibwache und die Offiziere der Truppe: „Jetzt schlagt los! Tötet sie alle! Keiner darf am Leben bleiben!“ Sofort stürmten die Männer den Tempel und machten alle Besucher kalt. Die Leichen von den Baal-Fans schmissen sie nach draußen auf einen Haufen. Anschließend stürmten sie den inneren Bereich vom Baal-Tempel26und holten die Figuren von diesen Pseudogöttern und verbrannten sie.27Die Figur von diesem Baal-Gott wurde mit einem Presslufthammer zerstückelt. Und am Ende wurde der ganze Tempel gesprengt. Bis heute wird dieser Platz nur noch als öffentliches Klo benutzt.28Auf diese Art machte Jehu mit diesem Baal-Fan-Kult in Israel kurzen Prozess.
Noch ein paar Worte zur Regierungszeit von Jehu
29Leider spielte Jehu aber nebenbei auch mit den Plastikgöttern von Jerobeam rum. Der hatte ja ganz Israel dazu verführt, zu diesen Stierfiguren aus Gold zu beten, die in Bet-El und Dan standen.30Trotzdem sagte Gott zu Jehu: „Du warst gut drauf! Du hast Sachen gemacht, die ich gut finde! Die Sachen, die ich mit der Familie vom Ahab vorhatte, hast du alle durchgezogen. Darum werde ich dafür sorgen, dass deine Familie noch lange die Präsidenten von Israel stellen wird. Vier Generationen lang wird das so sein!“31Jehu zog die Gesetze von Gott aber nicht radikal genug durch. Er baute auch Mist, genauso wie Jerobeam, der Israel dazu verführt hatte, zu Plastikgöttern zu beten.32-33In der Zeit, in der Jehu an der Macht war, fing Gott damit an, das Gebiet von den Israeliten zu verkleinern. Der syrische Präsident Hasael eroberte zum Beispiel das ganze Gebiet, was östlich vom Fluss Jordan lag. Von der Stadt Aroer am Arnonfluss bis nach oben in die Berge von Gilead, dazu die Landschaften von Baschan (das gehörte alles mal den Familienstämmen Gad, Ruben und Ost-Manasse) eroberte er.34Alle Sachen, die man sonst noch über Jehu erzählen könnte, stehen in den amtlichen Chroniken der Präsidenten von Israel.35Nach seinem Tod wurde er in Samaria beerdigt. Als nächster Präsident war sein Sohn Joahas an der Reihe.36Insgesamt war Jehu 28 Jahre der Präsident von Israel gewesen.
1Ahab hatte siebzig Söhne in Samaria. Jehu sandte nun Briefe nach Samaria an die Fürsten der Stadt, an die Ältesten und die Erzieher der Söhne Ahabs. Darin schrieb er:[1]2Wenn jetzt dieses Schreiben zu euch kommt, bedenkt: Bei euch sind die Söhne eures Herrn. Ihr habt die Wagen und die Pferde, eine befestigte Stadt und die Waffen.3Seht euch nach dem besten und tüchtigsten unter den Söhnen eures Herrn um, setzt ihn auf den Thron seines Vaters und kämpft für das Haus eures Herrn!4Doch sie bekamen große Angst und sagten: Die beiden Könige konnten ihm nicht standhalten. Wie sollten wir es können?5Daher ließen der Palastvorsteher, der Stadtoberste, die Ältesten und die Erzieher dem Jehu melden: Wir sind deine Knechte und wollen alles tun, was du uns befiehlst; wir werden keinen König aufstellen. Tu, was du für richtig hältst!6Darauf schrieb er einen zweiten Brief an sie mit folgendem Inhalt: Wenn ihr auf meiner Seite steht und meinen Befehlen gehorchen wollt, dann nehmt die Köpfe der Söhne eures Herrn und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel! Die siebzig Söhne des Königs waren bei den Großen der Stadt, die sie erzogen.7Sobald der Brief angekommen war, ergriff man die Söhne des Königs, machte alle siebzig nieder, legte ihre Köpfe in Körbe und schickte sie zu Jehu nach Jesreel.8Als der Bote mit der Meldung eintraf, dass man die Köpfe der Königssöhne gebracht habe, befahl Jehu: Schichtet sie bis zum Morgen in zwei Haufen vor dem Tor auf!9Am nächsten Morgen ging er hinaus, trat vor das Volk und sagte: Ihr seid ohne Schuld. Ich bin es, der die Verschwörung gegen meinen Herrn angezettelt und ihn getötet hat. Doch wer hat diese alle erschlagen?10Erkennt also, dass keine der Drohungen unerfüllt bleibt, die der HERR gegen das Haus Ahab ausgesprochen hat! Der HERR hat das getan, was er durch seinen Knecht Elija verkündet hat. (1Kön 21,18)11Hierauf ließ Jehu alle vom Haus Ahab erschlagen, die noch in Jesreel übrig geblieben waren, alle Großen und Vertrauten Ahabs, auch alle seine Priester; keinen von ihnen ließ er entkommen.12Dann brach er auf, kam und ging nach Samaria. Als er unterwegs bei Bet-Eked-Roïm war,13traf er die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda. Er fragte sie: Wer seid ihr? Sie antworteten: Wir sind die Brüder Ahasjas und sind gekommen, um die Söhne des Königs und die Söhne der Herrin zu begrüßen.14Da befahl er: Ergreift sie lebendig! Man ergriff sie lebendig und machte sie am Brunnen von Bet-Eked nieder. Es waren zweiundvierzig Mann; keinen von ihnen ließ er am Leben.15Von da zog er weiter und traf Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm entgegenkam. Er grüßte ihn und fragte: Ist dein Herz aufrichtig gegen mich wie mein Herz gegen dich? Jonadab antwortete: So ist es. Dann reich mir deine Hand, wenn es so ist! Da reichte er ihm die Hand und Jehu nahm ihn zu sich auf den Wagen (Jer 35,1)16und sagte: Komm mit mir und sieh meinen Eifer für den HERRN! So ließ er ihn bei sich im Wagen fahren.[2] (1Kön 19,10)17Als er nach Samaria kam, ließ er alle erschlagen, die vom Haus Ahab dort noch übrig geblieben waren. Sie wurden ausgerottet, wie es der HERR zu Elija gesagt hatte.
Vernichtung der Baalsdiener
18Jehu versammelte das ganze Volk und trug ihm vor: Ahab hat Baal nur wenig gedient; Jehu wird ihm eifriger dienen.19Ruft jetzt alle Propheten Baals, alle seine Diener und Priester zu mir! Keiner darf fernbleiben; denn ich will ein großes Schlachtopfer für Baal darbringen. Wer nicht erscheint, soll sein Leben verlieren. Jehu tat dies aus Hinterlist, weil er die Baalsdiener vernichten wollte.20Darauf befahl Jehu: Bereitet eine heilige Festversammlung zur Ehre Baals vor! Man berief sie ein.21Jehu sandte Boten durch ganz Israel. Alle Baalsdiener kamen; es gab keinen, der fernblieb. Sie betraten den Baalstempel, der sich von einem Ende zum andern füllte. (1Kön 16,32)22Nun befahl Jehu dem Verwalter der Kleiderkammer, jedem Baalsdiener ein Kleid zu reichen. Nachdem dieser die Gewänder überreicht hatte,23betrat Jehu mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, den Baalstempel und forderte die Baalsdiener auf: Vergewissert euch, dass nur Baalsdiener hier sind und dass kein Diener des HERRN sich unter euch befindet!24Darauf begannen sie, Schlacht- und Brandopfer darzubringen.
Jehu hatte aber draußen achtzig Mann aufgestellt und ihnen gesagt: Wer einen von den Männern, die ich in eure Hand gebe, entkommen lässt, wird mit seinem Leben dafür büßen. (1Kön 20,39)25Nach Beendigung des Brandopfers befahl er den Läufern und ihren Vorkämpfern: Kommt her und macht sie nieder! Keiner darf entrinnen. Die Läufer und ihre Vorkämpfer erschlugen sie mit der Schärfe des Schwerts und warfen sie hinaus. Dann gingen sie zur Stadt des Baalstempels,[3] (1Kön 18,40)26schafften das Steinmal des Baalstempels weg und verbrannten es.27Sie zerschlugen das Steinmal des Baal, rissen den Baalstempel nieder und machten ihn zu einer Stätte des Unrats; das blieb er bis zum heutigen Tag.28So beseitigte Jehu den Baal aus Israel.
Urteile über Jehu
29Doch von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte, den goldenen Kälbern in Bet-El und Dan, ließ Jehu nicht ab.30Der HERR sprach zu Jehu: Weil du mein Vorhaben genau vollstreckt und am Haus Ahab alles ausgeführt hast, was ich ihm zugedacht hatte, sollen Nachkommen von dir bis in das vierte Geschlecht auf dem Thron Israels sitzen. (1Kön 21,21)31Doch Jehu war nicht darauf bedacht, mit ganzem Herzen die Weisung des HERRN, des Gottes Israels, zu befolgen. Er ließ nicht von den Sünden ab, zu denen Jerobeam die Israeliten verführt hatte.32In jenen Tagen begann der HERR, Israel zu verkleinern. Hasaël schlug sie in allen Gebieten Israels (2Kön 13,3)33vom Jordan gegen Sonnenaufgang: das ganze Land Gilead, das Gebiet der Stämme Gad, Ruben und Manasse bis nach Aroër am Arnon, Gilead und den Baschan.34Die übrige Geschichte Jehus, alle seine Taten und Erfolge, sind aufgezeichnet in der Chronik der Könige von Israel.35Jehu entschlief zu seinen Vätern; man begrub ihn in Samaria. Sein Sohn Joahas wurde König an seiner Stelle.36Die Zeit, die Jehu in Samaria König von Israel war, betrug achtundzwanzig Jahre.