Die Israeliten leben wieder mit Gott und alles wird gut
1Die männlichen Bewohner der Stadt Kirjat-Jearim holten die Kiste dann ab und brachten sie in das Haus von Abinadab, das in einem Vorort auf einem kleinen Berg stand. Eleasar, ein Sohn von Abinadab, wurde speziell dafür ausgesucht, für den Rest seines Lebens auf die Kiste aufzupassen.2Dort stand sie dann mehr als zwanzig Jahre. In der Zeit tat es allen Israeliten voll leid, dass sie so assig mit Gott umgegangen waren. Alle waren sehr traurig, dass Gott sich deswegen von ihnen entfernt hatte.3Irgendwann sagte Samuel zu den Leuten: „Also, wenn ihr wirklich wieder radikal mit Gott leben wollt, dann solltet ihr erst mal schleunigst eure ganzen Plastikgötter auf den Müll schmeißen! Hört auf zu lindnern, zieht volles Rohr und konsequent eurer Leben mit Gott durch und tut nur das, was er gesagt hat! Dann wird er euch auch von diesen Philistern befreien.“4Die Israeliten merkten, dass Samuel total recht hatte. Sie kloppten ihre ganzen Plastikgötter in die Tonne und beteten nur noch zu ihrem Gott.5Als Nächstes schickte Samuel eine Rundmail an die Männer mit der Aufforderung, dass jeder sofort nach Mizpa kommen sollte: „Ich werde dort mit Gott reden und für euch beten!“6Und alle kamen! Die Männer trafen sich in Mizpa und gaben dort vor Gott ihre ganze Schuld zu, ohne irgendwelche Ausreden. Den ganzen Tag wurde nichts gegessen, alle beteten zu ihm und baten Gott um Verzeihung: „Wir haben Mist gebaut! Tut uns leid!“ Dort gab es dann auch die ersten Gerichtsverhandlungen, wo Samuel als Richter die Probleme zwischen den Leuten regeln musste.
Die Philister zetteln einen Krieg an
7Als die Regierungsmacht der Philister davon Wind bekam, dass sich alle Israeliten in Mizpa getroffen hatten, riefen sie ihre ganze Armee zusammen, um gegen sie in den Krieg zu ziehen. Die Israeliten bekamen voll Schiss, als die Nachricht im Radio kam.8Bei Samuel ging in einer Tour das Telefon: „Bitte hau jetzt nicht ab!“, oder: „Du musst bei Gott ein gutes Wort für uns einlegen!“, oder: „Gott muss uns jetzt retten!“, sagten die Leute zu ihm.9Samuel organisierte erst mal ein Lamm und verbrannte das als Abfackelopfer für Gott. Dabei betete er volles Rohr zu Gott. Er fragte ihn, ob eine Rettung von Israel nicht drin sei. Gott hörte auf seine Gebete.10Die Philister rückten mit ihrer Armee immer näher an die Israeliten ran. Samuel war die ganze Zeit dabei, Opfer für Gott durchzuziehen. Plötzlich gab es einen total krassen Donner am Himmel, der direkt über den Philistern losbrach. Das Ding kam so heftig, dass die Philister voll die Panik bekamen, umdrehten und durcheinander wegrannten.11Die Soldaten der israelitischen Armee zogen dann von Mizpa aus aufs Schlachtfeld und verfolgten sie bis hinter Bet-Kar. Das Ganze endete in einer vernichtenden Niederlage für die Philister.12Samuel ließ zwischen Mizpa und Jeschana ein Denkmal errichten. Auf dem Stein wurde der Satz eingemeißelt: „Bis hierher hat Gott uns geholfen“. Daher hat der Stein auch seinen Namen „Eben-Eser“, denn das bedeutet so viel wie „Stein der Hilfe“.13Die Niederlage der Philister war so derbe, dass sie sich nicht mehr trauten, in das Land von den Israeliten einzufallen. Während der ganzen Zeit, in der Samuel an der Macht war, sorgte Gott dafür, dass die Philister nicht mehr richtig klarkamen.14Die ganzen Gebiete zwischen Ekron und Gat, die die Philister den Israeliten weggenommen hatten, wurden wieder zurückerobert, inklusive der Städte. Mit den Amoritern vor Ort lebten sie dabei die ganze Zeit in Frieden.15Samuel hatte sein ganzes Leben den Job als Richter für die Israeliten an der Backe.16Einmal im Jahr machte er eine Tour und besuchte Bet-El, Gilgal und Mizpa. Dort hielt er auch immer öffentliche Gerichtsverhandlungen ab und sorgte so für Recht und Ordnung.17Den Rest der Zeit hatte er seinen Amtssitz in seiner Heimatstadt Rama. Hier baute er auch einen Altar für Gott auf.
1.Samuel 7
Einheitsübersetzung 2016
von Katholisches Bibelwerk1Da kamen die Leute von Kirjat-Jearim und holten die Lade des HERRN zu sich hinauf. Sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf der Anhöhe. Und seinen Sohn Eleasar weihten sie, dass er die Lade des HERRN bewache. (2Sam 6,2)
SAMUEL UND SAUL
Sieg über die Philister
2Seit dem Tag, an dem die Lade in Kirjat-Jearim ihre Wohnung nahm, war eine lange Zeit vergangen, zwanzig Jahre. Als sich das ganze Haus Israel klagend an den HERRN wandte,3sagte Samuel zum ganzen Haus Israel: Wenn ihr von ganzem Herzen zum HERRN zurückkehren wollt, dann schafft die fremden Götter mitsamt den Astarten aus eurer Mitte fort! Wendet euer Herz wieder dem HERRN zu und dient ihm allein; dann wird er euch aus der Gewalt der Philister befreien. (1Mo 35,2; Jos 24,14)4Da entfernten die Israeliten die Baale und Astarten und dienten nur noch dem HERRN. (2Kön 23,4)5Darauf sagte Samuel: Versammelt ganz Israel in Mizpa; ich will für euch zum HERRN beten. (Ri 20,1)6Da versammelten sie sich in Mizpa, sie schöpften Wasser und gossen es vor dem HERRN aus. Dort fasteten sie an diesem Tag und sagten: Wir haben uns gegen den HERRN versündigt. Samuel sprach den Israeliten Recht in Mizpa. (Neh 9,1)7Die Philister erfuhren, dass sich die Israeliten in Mizpa versammelt hatten, und ihre Fürsten zogen gegen Israel heran. Als die Israeliten das hörten, bekamen sie Angst vor den Philistern. (1Sam 17,11)8Sie sagten zu Samuel: Kehr dich nicht schweigend von uns ab und hör nicht auf, zum HERRN, unserem Gott, zu rufen, damit er uns aus der Hand der Philister befreit! (1Sam 12,19)9Da nahm Samuel ein junges Lamm und brachte es dem HERRN als Brandopfer, als Ganzopfer dar. Er rief zum HERRN für Israel und der HERR erhörte ihn. (2Mo 22,29; Ps 99,6)10Als Samuel das Brandopfer darbrachte, rückten die Philister schon zum Kampf gegen Israel heran. Da ließ der HERR es mit gewaltigem Krachen am selben Tag gegen die Philister donnern und brachte sie so in Verwirrung, dass sie von den Israeliten geschlagen wurden. (Jos 10,10; Ri 4,15; 1Sam 12,18)11Nun zogen die Israeliten von Mizpa aus, verfolgten die Philister bis unterhalb von Bet-Kar und schlugen sie.12Samuel nahm einen Stein und stellte ihn zwischen Mizpa und Jeschana auf. Er nannte ihn Eben-Eser, Stein der Hilfe, und sagte: Bis hierher hat uns der HERR geholfen.13So wurden die Philister gedemütigt und drangen nicht mehr in das Gebiet Israels ein; und die Hand des HERRN lastete auf den Philistern, solange Samuel lebte. (Sir 46,18)14Die Städte von Ekron bis Gat, die die Philister Israel weggenommen hatten, kamen an Israel zurück; das ganze Gebiet dieser Städte entriss Israel den Philistern wieder. Aber zwischen Israel und den Amoritern war Friede.15Samuel war Richter in Israel, solange er lebte. (Ri 12,7)16Jahr für Jahr zog er umher und machte die Runde durch Bet-El, Gilgal und Mizpa und sprach an all diesen Orten Israel Recht.17Dann kehrte er jeweils nach Rama zurück, denn dort hatte er sein Haus. Auch dort sprach er Israel Recht und er baute dort einen Altar für den HERRN. (1Sam 1,19; 1Sam 25,1)