1Irgendwann später passierte noch so ’ne Sache. Und zwar hatte Ahab, der Präsident von Israel, seine Präsidentenvilla in der Stadt Jesreel. Direkt in seiner Nachbarschaft lag ein Weinberg, der Nabot, einem Bewohner von Samaria, gehörte.2Ahab war scharf auf das Teil, weil er schon lange auf der Suche nach einem guten Platz für seine Bio-Tomaten-Zucht war. „Können wir einen Tausch machen?“, fragte er Nabot. „Sie kriegen dafür einen viel besseren Weinberg. Oder, wenn Sie wollen, kauf ich Ihnen das Ganze für einen guten Preis ab!“3Nabot dachte aber gar nicht dran, sein Stück Land zu verkaufen. „Niemals, davor soll mich Gott schützen, dass ich Ihnen dieses Land verkaufe! Es ist ein Erbstück, hier hat schon mein Uropa Weintrauben geerntet!“4Der Präsident war ziemlich angepisst von dieser Antwort. Er ging nach Hause, legte sich in sein Bett und schmollte. Schließlich wurde er sogar magersüchtig und wollte nichts mehr essen, nur deswegen!5Seine Ehefrau Isebel sagte dann zu ihm: „Was ist los? Warum bist du so depri? Warum isst du nichts mehr?“6„Ach“, antwortete Ahab. „Zigmal hab ich jetzt versucht, Nabot zu bequatschen, ob er mir seinen schönen Weinberg verkauft.,Ich bezahl Ihnen jeden Preis, oder ich geb Ihnen einen anderen Weinberg dafür im Tausch‘, hab ich zu ihm gesagt. Aber der Typ schaltet auf stur.,Meinen Weinberg kriegen Sie nicht!‘, sagt der Depp immer nur zu mir …!“7„Also hör mal! Du bist hier der Präsident im Land und kriegst so was nicht gebacken?“, sagte seine Frau. „Jetzt komm mal in die Hufe und fang wieder an zu leben! Und was die Sache mit Nabot angeht, lass mich das mal regeln, okay?“8Sie schrieb dann von Ahabs Notebook aus ’ne Rundmail an alle Chefs der Familienstämme und auch an alle Männer, die in der Stadt vom Nabot was zu sagen hatten.9In dem Brief stand Folgendes: „Sehr geehrte Damen und Herren! Bitte setzen Sie einen Tag in der Stadt an, an dem jeder zu einer zentralen Versammlung eingeladen wird. Nabot soll bei dieser Veranstaltung ganz vorne mit dabei sein.10Dann müssen Sie zwei schräge Vögel organisieren, die für Geld alles tun. Die sollen aufstehen und laut sagen: ‚Nabot hat was ganz Schlimmes über Gott gesagt! Und auch dem Präsidenten hat er die Krätze an den Hals gewünscht, er hat ihn verflucht!‘ Wenn die Stimmung dann voll aufgeheizt ist, schnappen sie sich Nabot, schleppen ihn vor die Stadtgrenze auf die Mülldeponie und verprügeln ihn mit Eisenrohren, bis er tot ist!“11Die Chefs und die Männer, die was zu sagen hatten, zogen alles genau so durch, wie Isebel es in der Mail befohlen hatte.12Sie organisierten ein Treffen, zu dem alle Bewohner der Stadt zusammenkommen sollten. Nabot bekam einen reservierten Platz, ganz vorne in der ersten Tischreihe.13Gegenüber von seinem Platz saßen die beiden schrägen Typen. Mittendrin standen sie plötzlich auf und brüllten: „Nabot hat gerade voll über Gott abgelästert! Und auch dem Präsidenten hat er die Krätze an den Hals gewünscht, er hat ihn verflucht!“ Tatsächlich kippte die Stimmung, alle waren auf einmal voll aggro gegen Nabot. Sie packten ihn, schleppten ihn vor die Stadt und prügelten mit Eisenrohren so lange auf ihn ein, bis er tot war.14Als die Chefs zurückkamen, meldeten sie Isebel: „Nabot ist tot! Er wurde von einer Menschenmenge mit Eisenrohren erschlagen!“15Isebel ging mit der Nachricht sofort zu Ahab. „Hey, die Luft ist rein! Jetzt schnapp dir diesen Weinberg! Nabot kann sich nicht länger weigern, dir das Teil zu verkaufen, er ist tot!“16Nachdem Ahab klar war, dass Nabot tatsächlich nicht mehr lebte, ging er sofort ins Rathaus und ließ sich den Weinberg auf seinen Namen überschreiben.
Elija sagt: Ahab und Isebel müssen dafür bestraft werden!
17Nach dieser Aktion redete Gott mit Elija. Er sagte zu ihm:18„Los, geh mal zum Präsidenten von Israel, geh zu Ahab. Er hat seinen Regierungssitz in Samaria. Ahab hat gerade den Weinberg von Nabot abgezogen, er hat sich den einfach unter den Nagel gerissen.19Richte ihm Folgendes von mir aus:,Was ist los mit Ihnen? Sie bringen Menschen um und zocken andere einfach ab. Ich hab ’ne Ansage von Gott für Sie: Da, wo die Ratten die Leiche von Nabot angeknabbert haben, werden sie auch deine bald auffressen!‘“20Elija ging dann zu Ahab. Als der ihn zur Tür reinkommen sah, meinte er sofort: „Na, da ist ja mein Erzfeind Elija!“ – „Ja, da bin ich, und ich hab Sie gerade auf frischer Tat ertappt! Sie haben sich dazu verführen lassen, Dinge zu tun, die Gott total ätzend findet!21Darum hat er folgende Ansage für Sie:,Ich werde dafür sorgen, dass deine Familie total den Bach runtergehen wird. Alle Männer in deiner Familie müssen sterben, egal wie alt die sind! Und du musst auch sterben!22Du hast mich abgezogen und hast die Israeliten alle dazu verführt, zu Plastikgöttern zu beten! Darum werdet ihr, du und deine Familie, die -gleichen Sachen durchmachen müssen wie die Familien von Jerobeam und Bascha!‘23Für die Präsidentin Isebel hab ich folgende Ansage von Gott: ‚Auf der Müllhalde von Jesreel werden die Ratten ihre Leiche auffressen.24Alle, die aus deiner Familie in der Stadt sterben, werden von Ratten aufgefressen, und wer draußen auf einer Wiese stirbt, dessen Leiche fressen die Raben.‘“25Tatsächlich muss man mal festhalten, dass es bis dahin keinen Menschen auf der Welt gab, der so leicht zu verführen war, Scheiße gegenüber Gott zu bauen, wie Ahab. Seine Frau Isebel brachte ihn ständig dazu, Dinge zu tun, die Gott nicht wollte.26Aber das übelste Ding, das er gebracht hatte, war, dass er die Plastikgötter toll fand, die von den Amoritern stammten, die ja vor den Israeliten in dem Land gelebt hatten. Er betete sogar zu denen!27Nachdem Elija ihm diese harte Ansage gemacht hatte, schlug Ahab in seinem Zimmer alles kurz und klein, weil er so wütend auf sich selbst war. Völlig fertig ging er in seinem Zimmer auf und ab und konnte auch nichts mehr essen. Dazu zog er sich schwarze Klamotten an, so als wäre jemand gestorben.28Irgendwann redete Gott mit dem Prophetentypen Elija noch mal über die Sache.29„Hast du auch mitbekommen, dass Ahab das Ganze anscheinend voll leidtut? Weil das so ist, hab ich beschlossen, doch nicht seine ganze Familie dafür zu bestrafen, solange er noch lebt. Erst wenn sein Sohn an der Macht ist, wird das passieren!“
1Danach trug sich Folgendes zu. Nabot aus Jesreel hatte einen Weinberg in Jesreel neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samarien.2Ahab verhandelte mit Nabot und schlug ihm vor: Gib mir deinen Weinberg! Er soll mir als Gemüsegarten dienen; denn er liegt nahe bei meinem Haus. Ich will dir dafür einen besseren Weinberg geben. Wenn es dir aber lieber ist, bezahle ich dir den Kaufpreis in Geld.3Doch Nabot erwiderte: Der HERR bewahre mich davor, dass ich dir das Erbe meiner Väter überlasse. (3Mo 25,23)4Darauf kehrte Ahab in sein Haus zurück. Er war missmutig und verdrossen, weil Nabot aus Jesreel zu ihm gesagt hatte: Ich werde dir das Erbe meiner Väter nicht überlassen. Er legte sich auf sein Bett, wandte das Gesicht ab und aß nichts.5Seine Frau Isebel kam zu ihm herein und fragte: Warum bist du missmutig und isst nichts?6Er erzählte ihr: Ich habe mit Nabot aus Jesreel verhandelt und ihm gesagt: Verkauf mir deinen Weinberg für Geld, oder wenn es dir lieber ist, gebe ich dir einen anderen dafür. Doch er hat geantwortet: Ich werde dir meinen Weinberg nicht geben.7Da sagte seine Frau Isebel zu ihm: Du bist doch jetzt König in Israel. Steh auf, iss und sei guter Dinge! Ich werde dir den Weinberg Nabots aus Jesreel verschaffen.8Sie schrieb Briefe im Namen Ahabs, versah sie mit seinem Siegel und schickte sie an die Ältesten und Vornehmen, die mit Nabot zusammen in der Stadt wohnten.9In den Briefen schrieb sie: Ruft ein Fasten aus und lasst Nabot oben vor allem Volk Platz nehmen!10Setzt ihm aber zwei nichtswürdige Männer gegenüber! Sie sollen gegen ihn als Zeugen auftreten und sagen: Du hast Gott und den König gelästert. Führt ihn dann hinaus und steinigt ihn zu Tode! (2Mo 22,27; 3Mo 24,16)11Die Männer der Stadt, die Ältesten und Vornehmen, die mit ihm zusammen in der Stadt wohnten, taten, was Isebel ihnen geboten hatte, was in den Briefen stand, die sie ihnen gesandt hatte.12Sie riefen ein Fasten aus und ließen Nabot oben vor allem Volk Platz nehmen.13Es kamen aber auch die beiden nichtswürdigen Männer und setzten sich ihm gegenüber. Sie standen vor dem Volk als Zeugen gegen Nabot auf und sagten: Nabot hat Gott und den König gelästert. Sogleich führte man ihn aus der Stadt hinaus und steinigte ihn zu Tode.14Darauf ließen sie Isebel melden: Nabot wurde gesteinigt und ist tot.15Sobald sie hörte, dass Nabot gesteinigt wurde und tot war, sagte sie zu Ahab: Auf, nimm den Weinberg Nabots aus Jesreel in Besitz, den er dir für Geld nicht verkaufen wollte; denn Nabot lebt nicht mehr; er ist tot.16Als Ahab hörte, dass Nabot tot war, stand er auf und ging zum Weinberg Nabots aus Jesreel hinab, um von ihm Besitz zu ergreifen.17Da erging das Wort des HERRN an Elija aus Tischbe:18Mach dich auf und geh Ahab, dem König von Israel, entgegen, der in Samaria seinen Wohnsitz hat! Er ist zum Weinberg Nabots hinabgegangen, um von ihm Besitz zu ergreifen.19Sag ihm: So spricht der HERR: Hast du gemordet und auch in Besitz genommen? Weiter sag ihm: So spricht der HERR: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben, werden Hunde auch dein Blut lecken.20Ahab sagte zu Elija: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er erwiderte: Ich habe dich gefunden. Weil du dich hergabst, das zu tun, was dem HERRN missfällt,21werde ich Unheil über dich bringen. Ich werde dich entfernen und von Ahabs Geschlecht alles, was männlich ist, ob unmündig oder mündig, in Israel ausrotten. (1Kön 14,10; 1Kön 16,4; 2Kön 9,8)22Weil du mich zum Zorn gereizt und Israel zur Sünde verführt hast, werde ich mit deinem Haus verfahren wie mit dem Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und mit dem Haus Baschas, des Sohnes Ahijas.23Und über Isebel verkündet der HERR: Die Hunde werden Isebel an der Mauer von Jesreel auffressen. (2Kön 9,36)24Wer von der Familie Ahabs in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf dem freien Feld stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen.25Es gab in der Tat niemand, der sich wie Ahab hergab zu tun, was böse war in den Augen des HERRN, da seine Frau Isebel ihn verführte.26Sein Tun war überaus verwerflich; er lief den Götzen nach, ganz so, wie es die Amoriter getan hatten, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte.27Als Ahab diese Drohungen hörte, zerriss er seine Kleider, trug ein Bußgewand auf dem bloßen Leib, fastete, schlief im Bußgewand und ging bedrückt umher.28Da erging das Wort des HERRN an Elija aus Tischbe:29Hast du gesehen, wie Ahab sich vor mir gedemütigt hat? Weil er sich vor mir gedemütigt hat, will ich das Unglück nicht schon in seinen Tagen kommen lassen. Erst in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil über sein Haus bringen.