John 3

Schlachter 2000

1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. (Joh 7:50) 2 Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist. (Ps 112:4; Joh 2:11; Joh 2:23; Joh 6:37; Ac 2:22) 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! (Tit 3:4; Jas 1:18; 1Pe 1:23) 4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? (1Co 2:14) 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! (Eze 36:25; Ro 8:9; Eph 5:26) 6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. (Ge 5:3; Ge 6:3; Ro 8:5; 1Co 15:44; Eph 4:23) 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden! (Joh 3:3; 2Co 5:17; Eph 1:13; Tit 3:4) 8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. (Ec 11:5; 1Co 2:11) 9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann das geschehen? (1Co 2:14) 10 Jesus erwiderte und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? (De 30:6; Eze 11:19; Mt 11:25) 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben; und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. (Joh 1:11; Joh 3:32; Joh 8:38; Re 1:5) 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde? (Joh 14:2) 13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist. (Pr 30:4; Joh 1:18; Joh 1:51; Eph 4:9) 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, (Nu 21:9; Joh 8:28) 15 damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Isa 45:22; Heb 7:25) 16 Denn so [sehr][1] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. (Ro 8:31; 1Jo 4:9) 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. (Lu 9:56; Joh 12:47) 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. (Mr 16:16; Joh 5:24; Joh 6:29; Joh 16:8; Heb 2:3) 19 Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. (Ho 5:4; Joh 1:5; Joh 1:11; Joh 5:40) 20 Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. (1Ki 22:8; Job 24:13; Eph 5:11) 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind. (Ps 26:1; Col 3:17; 1Th 5:4; 1Jo 3:24) 22 Danach kam Jesus mit seinen Jüngern in das Land Judäa, und dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. (Joh 3:26; Joh 4:1) 23 Aber auch Johannes taufte in Änon, nahe bei Salim, weil viel Wasser dort war; und sie kamen dorthin und ließen sich taufen. (Mt 3:5; Mr 1:4; Lu 3:7) 24 Denn Johannes war noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. (Lu 3:20) 25 Es erhob sich nun eine Streitfrage zwischen den Jüngern des Johannes und einigen Juden wegen der Reinigung. 26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der, welcher bei dir war jenseits des Jordan, für den du Zeugnis abgelegt hast, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm! (Joh 4:1) 27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann sich nichts nehmen, es sei denn, es ist ihm vom Himmel gegeben. (1Co 3:5; Heb 5:4; Jas 1:17) 28 Ihr selbst bezeugt mir, dass ich gesagt habe: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt. (Joh 1:20; Joh 1:26) 29 Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dasteht und ihn hört, ist hocherfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. (Ps 45:12; So 7:11; Mt 9:15; 2Co 11:2) 30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.[2] (Isa 52:13; Mt 13:32) 31 Der von oben kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der aus dem Himmel kommt, ist über allen. (Mt 11:11; 1Co 15:47; Heb 1:1; Heb 2:4; Heb 3:3; Heb 8:6) 32 Und er bezeugt, was er gesehen und gehört hat, und sein Zeugnis nimmt niemand an. (Isa 53:1) 33 Wer aber sein Zeugnis annimmt, der bestätigt, dass Gott wahrhaftig ist. (Lu 7:29; 1Jo 5:10) 34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß. (Isa 11:2; Lu 5:1; Joh 8:47; Ac 10:38; Col 2:9; 1Pe 1:23; Re 1:9; Re 19:13) 35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. (Mt 3:17; Mt 28:18) 36 Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Hab 2:4; Lu 3:7; Ro 1:18; 1Jo 5:13)