Job 6

Schlachter 2000

1 Da antwortete Hiob und sprach: (Job 8:1; Job 12:1; Job 16:1; Job 19:1; Job 21:1; Job 23:1; Job 26:1; Job 27:1; Job 29:1; Job 42:1) 2 O dass man meinen Unmut wiegen könnte und mein Unglück auf die andere Waagschale legte! (Job 23:2) 3 Denn nun ist es schwerer als der Sand der Meere; darum sind meine Worte so ungestüm. (Ps 42:8; Pr 27:3; La 3:1) 4 Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir, mein Geist trinkt ihr Gift; die Schrecken Gottes bestürmen mich. (Job 16:12; Job 30:15; Ps 38:3; Ps 88:16) 5 Schreit auch ein Wildesel auf der Grasweide, oder brüllt ein Stier, wenn er Futter hat? (Job 39:5; Am 3:4) 6 Lässt sich etwa Fades ohne Salz essen? Oder findet man am Eiweiß irgendwelchen Geschmack? (Ps 69:22; Mt 5:13; Col 4:6) 7 Was meine Seele zu berühren verschmähte, das ist jetzt mein tägliches Brot, mir zum Ekel! (Ps 102:10; Da 10:3) 8 O dass doch meine Bitte in Erfüllung ginge, und Gott mein Verlangen gewährte: (Job 3:21; Job 11:20) 9 dass doch Gott sich entschlösse, mich zu zermalmen, seine Hand ausstreckte, um mich abzuschneiden! (1Ki 19:4; Job 7:15; Jon 4:3) 10 So bliebe mir noch der Trost — und ich frohlockte darüber im schonungslosen Schmerz —, dass ich die Worte des Heiligen nicht verleugnet habe! (Job 42:5; Isa 6:3; Ho 11:9; Ac 23:1) 11 Wie groß ist denn meine Kraft, dass ich noch ausharren, und wann kommt mein Ende, dass meine Seele sich gedulden soll? (Job 7:6; Job 17:1; Job 17:13; Job 17:15) 12 Ist mir denn die Kraft der Steine gegeben? Ist mein Fleisch denn aus Erz? (Job 40:18; Job 41:16) 13 Bin ich denn nicht hilflos und jeder Stütze beraubt? (Ps 85:10) 14 Dem Verzagten gebührt Mitleid von seinem Freund, sonst wird er die Furcht des Allmächtigen verlassen. (Job 2:9; Job 6:27; Job 19:21; Pr 17:17; Ga 6:2; Heb 13:3) 15 Meine Brüder haben sich trügerisch erwiesen wie ein Wildbach, wie das Bett der Wildbäche, die vergehen,[1] (Job 6:21; Job 19:13; Ps 88:19; Jer 15:18) 16 die trübe werden vom Eis, wenn der Schnee sich darin birgt, 17 die aber versiegen zur Zeit der Sommerhitze und von ihrem Ort verschwinden, wenn es heiß wird. (Job 24:19) 18 Es winden sich die Pfade ihres Laufs; sie ziehen hinauf in die Öde und verlieren sich. (Ps 1:6) 19 die Karawanen Temas halten Ausschau, die Reisegesellschaften von Saba hoffen auf sie. (Ge 25:15; Job 1:15; Isa 21:14; Isa 60:6; Jer 25:23) 20 Aber sie werden in ihrer Hoffnung betrogen; sie kommen dorthin und werden enttäuscht. (Jer 14:3) 21 So seid auch ihr jetzt ein Nichts geworden; ihr seht Schreckliches und fürchtet euch davor! (Job 13:4; Job 19:19; Job 26:7; Ps 39:6; Jer 30:5; Eze 13:1) 22 Habe ich etwa gesagt: »Gebt mir etwas!«, oder »Macht mir ein Geschenk von eurem Vermögen!«, (1Sa 12:3; Job 42:11; Ac 20:33) 23 oder »Rettet mich aus der Hand des Bedrängers und erlöst mich aus der Hand des Tyrannen!«? (Ps 49:7) 24 Belehrt mich doch, und ich will schweigen, weist mir nach, worin ich geirrt habe! (Job 32:3) 25 Wie eindringlich sind Worte der Wahrheit! Aber was bringen eure Zurechtweisungen schon zurecht? (Job 6:10; Pr 15:23; Pr 25:11; Ec 12:10) 26 Gedenkt ihr Worte zu bekritteln und haltet die Reden eines Verzweifelten für Wind? (Job 8:2; Ho 12:2; Eph 4:14) 27 Ja, ihr würdet selbst über eine Waise das Los werfen und euren Freund verschachern! (Ex 22:22; De 27:19; Job 6:14; Ps 41:10; Ps 55:13) 28 Und nun tut mir den Gefallen und schaut mich an; ich werde euch doch wahrhaftig nicht ins Angesicht belügen! (Job 13:4; Ps 78:36) 29 Kehrt doch um, tut nicht Unrecht! Ja, kehrt um! Noch bin ich hier im Recht! (Ru 1:8; 1Ki 12:24; Job 17:10) 30 Ist denn Unrecht auf meiner Zunge, oder unterscheidet mein Gaumen nicht, was verderblich ist? (Job 6:6; Job 12:11; Heb 5:14)