Job 3

Schlachter 2000

1 Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte den Tag seiner Geburt. (Job 3:3; Job 3:8; Job 7:11; Job 23:4; Job 35:16; Ps 39:2; Ps 39:10; Jer 20:14; Lu 6:45) 2 Und Hiob begann und sprach: 3 O wäre doch der Tag ausgelöscht, da ich geboren wurde, und die Nacht, die sprach: Ein Knabe ist gezeugt! (Job 10:18; Jer 20:14; Mt 26:24) 4 Wäre doch dieser Tag Finsternis geblieben; hätte doch Gott in der Höhe sich nicht um ihn gekümmert, und wäre doch niemals das Tageslicht über ihm aufgeleuchtet! (Joe 2:2; Joe 3:4; Am 5:18) 5 Hätten doch Finsternis und Todesschatten ihn zurückgefordert, Gewölk sich auf ihm niedergelassen und diesen trüben Tag überfallen! (Job 10:21; Job 34:22; Isa 9:1; Mt 4:16) 6 Und jene Nacht[1] — hätte doch das Dunkel sie hinweggerafft, hätte sie sich nur nicht gefreut unter den Tagen des Jahres, und wäre sie doch nicht in die Zahl der Monate eingereiht worden! (Jer 4:28) 7 Ja, wäre doch jene Nacht unfruchtbar geblieben, hätte doch kein Jubel sie erreicht! (Eph 5:11; Jud 1:12) 8 Hätten sie doch die verwünscht, die den Tag verfluchen können, die imstande sind, den Leviathan aufzuwecken! (Job 40:25; Isa 27:1) 9 Hätten sich doch die Sterne ihrer [Morgen]dämmerung verfinstert, hätte sie doch auf Licht gehofft, ohne dass es erschienen wäre; hätte sie doch die Strahlen der Morgenröte nicht geschaut! (Job 30:26; Jer 8:15) 10 Doch sie verschloss mir nicht die Pforte des Mutterleibes und verbarg nicht den Jammer vor meinen Augen. (Job 10:1; Job 10:18; Job 23:2; Ps 139:13; Ec 11:10) 11 Warum starb ich nicht gleich bei der Geburt, kam nicht um, sobald ich aus dem Mutterschoß hervorging? (Job 3:20; Job 10:18; Ec 6:3; Jer 15:10; Jer 20:18) 12 Warum kamen mir Knie entgegen, und wozu Brüste, dass ich daran trank? (Ge 49:25; Lu 11:27) 13 Denn jetzt läge ich da und wäre still; ich wäre entschlafen und hätte nun Ruhe, (Jos 23:14; Job 14:12; Job 30:23; Heb 9:27) 14 [zusammen] mit Königen und Ratgebern der Erde, die sich längst verfallene Paläste erbauten, (Isa 14:18; Isa 22:16) 15 oder mit Fürsten, reich an Gold, die in ihren Häusern Silber häuften. (Ps 49:7; Ps 49:17) 16 Oder wäre ich doch niemals da gewesen, wie eine verscharrte Fehlgeburt, den Kindern gleich, die nie das Licht erblickten! (Ps 58:9) 17 Dort hört das Toben der Gottlosen auf, dort finden die Erschöpften Ruhe; (Ec 9:10; Isa 57:2; Re 14:13) 18 [dort] sind alle Gefangenen in Frieden, sie hören die Stimme des Treibers nicht mehr; (Job 39:7; Isa 14:3) 19 Kleine und Große sind dort gleich, und der Knecht ist frei von seinem Herrn! (Job 3:13) 20 Warum lässt Er den Mühseligen das Licht sehen und gibt Leben den Verbitterten, (Job 3:11; Job 42:17) 21 [denen], die auf den Tod harren, und er kommt nicht, die nach ihm graben, mehr als nach verborgenen Schätzen; (Nu 11:15; Re 9:6) 22 die sich jubelnd freuen würden, die frohlockten, wenn sie ein Grab fänden, (Job 6:8; Job 7:15) 23 dem Mann, dem sein Weg verborgen ist, den Gott ringsum eingeschlossen hat? (Job 19:8; Ps 139:5; Isa 40:27; La 3:7) 24 Denn statt zu essen, seufze ich, und mein Gestöhn ergießt sich wie Wasser. (Job 10:1; Job 30:31; Ps 80:6) 25 Denn das Schreckliche, das ich befürchtet habe, ist über mich gekommen, und wovor mir graute, das hat mich getroffen. (Pr 1:27; Pr 10:24) 26 Ich konnte nicht ruhen und nicht rasten, und kaum hatte ich mich erholt, so kam ein [neuer] Sturm über mich! (Job 34:29; Php 4:6)