Das Passah — Die Verschonung Israels vor dem Gericht
1Und der HERR redete zu Mose und Aaron im Land Ägypten und sprach:2Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein, er soll für euch der erste Monat des Jahres sein. (2Mo 13,4; 2Mo 34,18; 2Mo 40,17; 5Mo 16,1)3Redet zu der ganzen Gemeinde Israels und sprecht: Am zehnten Tag dieses Monats nehme sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm für jedes Haus[1]; (2Mo 12,5; 3Mo 12,6; Jes 53,7; Joh 1,29)4wenn aber das Haus zu klein ist für ein Lamm, so nehme er es gemeinsam mit seinem Nachbarn, der am nächsten bei seinem Haus wohnt, nach der Zahl der Seelen; dabei sollt ihr die Anzahl für das Lamm berechnen, je nachdem jeder zu essen vermag. (4Mo 1,2; 4Mo 1,4; 4Mo 1,18)5Dieses Lamm aber soll makellos[2] sein, männlich und einjährig. Von den Schafen oder Ziegen sollt ihr es nehmen, (3Mo 22,19; 3Mo 22,20; 3Mo 22,21; 5Mo 15,21; 1Petr 1,19)6und ihr sollt es aufbewahren bis zum vierzehnten Tag dieses Monats. Und die ganze Versammlung der Gemeinde Israels soll es zur Abendzeit schächten[3]. (1Mo 9,1; 3Mo 17,13; 3Mo 23,5; 4Mo 9,3; 4Mo 28,16; 5Mo 12,20; 5Mo 16,1; 5Mo 16,6; Jos 5,10; 2Chr 30,15; 2Chr 35,1; Esr 6,19)7Und sie sollen von dem Blut nehmen und damit beide Türpfosten und die Oberschwellen der Häuser bestreichen, in denen sie essen. (2Mo 12,13; 2Mo 12,22; Hes 45,18)8Und sie sollen das Fleisch in derselben Nacht essen: am Feuer gebraten, mit ungesäuertem Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. (4Mo 9,11; 5Mo 16,3; 1Kor 5,7)9Ihr sollt nichts davon roh essen, auch nicht im Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt samt seinen Schenkeln und den inneren Teilen; (2Chr 35,13)10und ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum anderen Morgen. Wenn aber etwas davon übrig bleibt bis zum Morgen, so sollt ihr es mit Feuer verbrennen. (2Mo 29,34; 2Mo 34,25)11So sollt ihr es aber essen: eure Lenden umgürtet[4], eure Schuhe an euren Füßen und eure Stäbe in euren Händen, und in Eile sollt ihr es essen; es ist das Passah des HERRN.[5] (1Kön 18,46; Ps 34,21; Jes 53,4; Lk 12,35; Joh 1,29; Joh 1,36; Joh 19,36; 1Kor 5,7; Eph 6,14; 1Petr 1,13; 1Petr 1,19; Offb 5,6)12Denn ich will in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten schlagen, vom Menschen bis zum Vieh, und ich will an allen Göttern der Ägypter ein Strafgericht vollziehen, ich, der HERR. (2Mo 6,7; 2Mo 11,4; 2Mo 12,29; 4Mo 33,4; Ps 95,3; Ps 97,9)13Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich verschonend an euch vorübergehen; und es wird euch keine Plage zu eurem Verderben treffen, wenn ich das Land Ägypten schlagen werde. (2Mo 12,23; Hebr 11,28; Offb 9,4)
Die Einsetzung des Passahfestes
14Und dieser Tag soll euch zum Gedenken sein, und ihr sollt ihn feiern als ein Fest des HERRN bei euren [künftigen] Geschlechtern; als ewige Ordnung sollt ihr ihn feiern. (2Mo 13,8; 3Mo 23,4; Lk 22,19; 1Kor 11,24)15Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen; darum sollt ihr am ersten Tag den Sauerteig aus euren Häusern hinwegtun. Denn wer gesäuertes Brot isst vom ersten Tag an bis zum siebten Tag, dessen Seele soll ausgerottet werden aus Israel! (1Mo 17,14; 2Mo 13,6; 2Mo 34,18; 3Mo 23,6; 4Mo 9,13; 4Mo 28,17; 1Kor 5,7)16Und ihr sollt am ersten Tag eine heilige Versammlung halten, ebenso am siebten Tag eine heilige Versammlung. Keine Arbeit sollt ihr an diesen [Tagen] tun; nur was jeder zur Speise nötig hat, das allein darf von euch zubereitet werden. (3Mo 23,7; 4Mo 28,18; 4Mo 29,1)17Und haltet das Fest der ungesäuerten Brote! Denn eben an diesem Tag habe ich eure Heerscharen aus dem Land Ägypten herausgeführt; darum sollt ihr diesen Tag als ewige Ordnung einhalten bei euren [künftigen] Geschlechtern. (2Mo 7,5; 2Mo 13,8; 4Mo 20,16)18Am vierzehnten Tag des ersten Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum einundzwanzigsten Tag des Monats, am Abend. (3Mo 23,5; 4Mo 28,16)19Sieben Tage lang darf sich kein Sauerteig in euren Häusern finden. Denn wer gesäuertes Brot isst, dessen Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israels, er sei ein Fremdling oder ein Einheimischer im Land. (2Mo 34,18; 5Mo 16,3)20So esst kein gesäuertes Brot; überall, wo ihr wohnt, sollt ihr ungesäuertes Brot essen!21Und Mose rief alle Ältesten in Israel zu sich und sprach zu ihnen: Macht euch auf und nehmt euch Lämmer für eure Familien und schächtet das Passah! (2Mo 12,3; Mt 26,18; Joh 1,29)22Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die zwei Türpfosten; und kein Mensch von euch soll zu seiner Haustür hinausgehen bis zum Morgen! (3Mo 14,4; 1Kön 5,13; Ps 51,9; Hebr 9,19)23Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, so wird er, der HERR, an der Tür verschonend vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um zu schlagen. (2Mo 12,13; 2Sam 24,16; Hes 9,4)24Und ihr sollt diese Verordnung einhalten als eine Satzung, die dir und deinen Kindern auf ewig gilt! (2Mo 12,14)25Und nun, wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so bewahrt diesen Dienst. (5Mo 4,5; Jos 5,10)26Und wenn dann eure Kinder zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst?, (5Mo 6,7; 5Mo 32,7; Jos 4,6; Ps 78,5)27so sollt ihr sagen: Es ist das Passah-Opfer des HERRN, der an den Häusern der Kinder Israels verschonend vorüberging in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete! — Da neigte sich das Volk und betete an. (2Mo 4,31; 2Mo 12,12; 2Mo 12,29; Ps 78,1; Ps 78,51; Spr 4,20)28Und die Kinder Israels gingen hin und machten es so; wie der HERR es Mose und Aaron geboten hatte, genau so machten sie es.
Die zehnte Plage: Der Tod aller Erstgeburt in Ägypten. Der Auszug Israels
29Und es geschah um Mitternacht, da schlug der HERR alle Erstgeburt im Land Ägypten, von dem erstgeborenen Sohn des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum erstgeborenen Sohn des Gefangenen, der im Gefängnis war, auch alle Erstgeburt des Viehs. (2Mo 11,4; 4Mo 3,13; 4Mo 8,17; 4Mo 33,4; Ps 78,51; Ps 135,8; Ps 136,10)30Da stand der Pharao auf in derselben Nacht, er und alle seine Knechte und alle Ägypter; und es war ein großes Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war. (2Mo 11,6; Jak 2,13)31Und er rief Mose und Aaron zu sich in der Nacht und sprach: Macht euch auf und zieht weg von meinem Volk, ihr und die Kinder Israels, und geht hin, dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt! (2Mo 5,2; 2Mo 11,1)32Nehmt auch eure Schafe und eure Rinder mit euch, wie ihr gesagt habt, und geht hin und segnet auch mich! (2Mo 10,26; Esr 6,10)33Und die Ägypter drängten das Volk sehr, um sie so schnell wie möglich aus dem Land zu treiben, denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes! (2Mo 11,8; Ps 105,38)34Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, ihre Backschüsseln in ihre Mäntel gebunden, auf ihren Schultern.35Und die Kinder Israels handelten nach dem Wort Moses und forderten von den Ägyptern silberne und goldene Geräte und Kleider. (2Mo 3,21)36Dazu gab der HERR dem Volk bei den Ägyptern Gunst, dass sie ihr Begehren erfüllten; und so beraubten sie Ägypten. (2Mo 11,2; Apg 2,47; Apg 7,36)37So zogen die Kinder Israels aus von Ramses nach Sukkot, etwa 600 000 Mann Fußvolk, ungerechnet die Frauen und Kinder. (1Mo 47,11; 2Mo 38,26; 4Mo 1,46; 4Mo 11,21; 4Mo 33,3)38Es zog aber auch viel Mischvolk[6] mit ihnen, und Schafe und Rinder und sehr viel Vieh. (4Mo 11,4; Neh 13,3)39Und sie machten aus dem Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, ungesäuerte Brotfladen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten vertrieben worden waren und sich nicht aufhalten konnten; und sie hatten sich sonst keine Wegzehrung zubereitet.40Die Zeit aber, welche die Kinder Israels in Ägypten gewohnt hatten, betrug 430 Jahre. (1Mo 15,13; Apg 7,6; Gal 6,17)41Und es geschah, als die 430 Jahre verflossen waren, ja, es geschah an eben diesem Tag, da zog das ganze Heer des HERRN aus dem Land Ägypten. (2Mo 6,26)42Es ist eine Nacht, die dem HERRN gewissenhaft eingehalten werden soll, weil er sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hat. Das ist diese Nacht, die dem HERRN gewissenhaft eingehalten werden soll, für alle Kinder Israels, für ihre [künftigen] Geschlechter. (2Mo 12,12)
Verordnungen zum Passah
43Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremdling darf davon essen. (3Mo 22,10)44Jeder um Geld erkaufte Knecht eines Mannes aber kann davon essen, sobald du ihn beschnitten hast. (1Mo 17,11)45Ein Bewohner ohne Bürgerrecht und ein Mietling darf nicht davon essen.46In einem Haus soll man es essen. Ihr sollt von dem Fleisch nichts vor das Haus hinaustragen, und kein Knochen soll ihm zerbrochen werden. (2Mo 12,4; 2Mo 12,20; 4Mo 9,12; Joh 19,33; Joh 19,36)47Die ganze Gemeinde Israels soll es feiern. (2Mo 12,3; 2Mo 12,6; 4Mo 9,13)48Und wenn sich bei dir ein Fremdling aufhält und dem HERRN das Passah feiern will, so soll alles Männliche bei ihm beschnitten werden, und dann erst darf er hinzutreten, um es zu feiern; und er soll sein wie ein Einheimischer des Landes, denn kein Unbeschnittener darf davon essen. (2Mo 12,44; Hes 44,9; 1Kor 11,27)49Ein und dasselbe Gesetz soll für den Einheimischen und für den Fremdling gelten, der unter euch wohnt. (4Mo 9,14; 4Mo 15,15; Gal 3,28; Eph 2,19; Eph 3,6)50Und alle Kinder Israels machten es genau so, wie es der HERR dem Mose und Aaron geboten hatte, genau so machten sie es. (2Mo 7,6; 2Mo 7,10; 2Mo 8,13; 2Mo 12,28)51Und es geschah an eben diesem Tag, da führte der HERR die Kinder Israels nach ihren Heerscharen aus dem Land Ägypten. (2Mo 12,41; 2Mo 13,2; 2Mo 13,9; Ps 136,11; Jes 40,26)
1Der HERR gab Mose und Aaron in Ägypten folgende Anweisungen:2»Von nun an soll dieser Monat der erste Monat des Jahres für euch sein. (2Mo 13,4; 2Mo 23,15; 2Mo 34,18; 5Mo 16,1)3Sagt der ganzen Gemeinde Israel: ›Am zehnten Tag dieses Monats[1] soll jeder für seine Familie ein Lamm aussuchen. (Mk 14,12; 1Kor 5,7)4Wenn eine Familie zu klein ist, um ein ganzes Lamm zu essen, soll sie sich ein Lamm mit ihrem nächsten Nachbarn teilen. Ihr sollt berechnen, wie viele Personen zum Verzehr des Lammes nötig sind.5Es muss ein einjähriges, männliches Tier ohne Fehler sein – ihr könnt entweder ein Schaf oder eine Ziege nehmen.6Verwahrt die Tiere bis zum 14. Tag des ersten Monats[2]. Dann sollen alle, die zur Gemeinde Israel gehören, ihr Lamm gegen Abend[3] schlachten. (3Mo 23,5; 4Mo 9,3; 5Mo 16,4)7Sie sollen etwas von dem Blut des Lammes nehmen und an die beiden Türpfosten und den oberen Türbalken des Hauses streichen, in dem sie es essen. (2Mo 12,22)8Sie sollen das Fleisch über dem Feuer braten und noch in derselben Nacht mit bitteren Kräutern und ungesäuertem Brot[4] essen. (2Mo 34,25; 4Mo 9,11; 5Mo 16,7)9Ihr dürft das Fleisch nicht roh oder gekocht essen. Bratet das Tier samt seinem Kopf, seinen Beinen und seinen Innereien über dem Feuer.10Lasst nichts bis zum nächsten Morgen übrig, sondern verbrennt die Reste. (2Mo 23,18; 2Mo 34,25)11Beim Essen sollt ihr für die Reise angezogen sein, eure Sandalen an den Füßen und euren Wanderstab in der Hand. Esst es in Eile, denn es ist das Passah des HERRN! (4Mo 28,16)12In dieser Nacht will ich durch Ägypten gehen und alle erstgeborenen Söhne und alle erstgeborenen männlichen Tiere töten. Ich will alle Götter Ägyptens richten, denn ich bin der HERR! (2Mo 11,4; 4Mo 33,4)13Das Blut soll ein Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen und euch verschonen. Diese Todesplage wird euch nicht treffen, wenn ich Ägypten strafe. (Hebr 11,28)14Ihr sollt diesen Tag immer in Erinnerung behalten. Jedes Jahr sollt ihr und eure Nachkommen ihn als ein besonderes Fest für den HERRN begehen. Diese Anordnung gilt für alle Zeiten. (3Mo 23,1; 4Mo 28,1; 5Mo 16,1)15Sieben Tage lang sollt ihr nur ungesäuertes[5] Brot essen. Am ersten Tag sollt ihr allen Sauerteig aus euren Häusern entfernen. Jeder, der in diesen sieben Tagen Brot isst, das mit Sauerteig gebacken wurde, soll aus der Gemeinschaft der Israeliten ausgestoßen werden und sterben. (2Mo 23,15; 2Mo 34,18; 3Mo 23,5; 5Mo 16,3)16Am ersten und am siebten Tag sollt ihr zu einer heiligen Festversammlung zusammenkommen. An diesen beiden Tagen dürft ihr nicht arbeiten; ihr dürft nur euer Essen zubereiten. (3Mo 23,7)17Feiert das Fest der ungesäuerten Brote, denn genau an diesem Tag habe ich euch nach Stämmen geordnet aus Ägypten geführt. Dieses Fest sollen alle künftigen Generationen feiern. Diese Anordnung gilt für alle Zeiten. (2Mo 13,3)18Esst im ersten Monat vom Abend des 14. Tages an bis zum Abend des 21. Tages nur ungesäuertes Brot. (3Mo 23,5; 5Mo 28,16)19In diesen sieben Tagen darf sich kein Sauerteig in euren Häusern finden lassen. Jeder, der in dieser Woche gesäuertes Brot isst, soll aus der Gemeinschaft der Israeliten ausgestoßen werden und sterben. Dabei spielt es keine Rolle, ob er ein Ausländer oder ein Einheimischer ist. (2Mo 12,15)20Ihr dürft kein Brot essen, das mit Sauerteig gebacken wurde. Wo immer ihr auch lebt, sollt ihr nur ungesäuertes Brot essen.«21Daraufhin rief Mose die führenden Männer Israels zusammen und gab ihnen folgende Anweisungen: »Geht und wählt für jede Familie ein Lamm aus und schlachtet es dann als Passahopfer. (Mk 14,12; Hebr 11,28)22Fangt das Blut von jedem Lamm in einer Schüssel auf. Nehmt dann ein Büschel Ysop[6], taucht es in das Blut und streicht etwas davon an den oberen Balken und die seitlichen Pfosten der Tür. Keiner von euch darf bis zum Morgen sein Haus verlassen. (3Mo 14,4; 4Mo 19,18; Ps 51,9; Hebr 11,28)23Dann wird der HERR durch das Land gehen, um die Erstgeburten der Ägypter zu töten. Wenn er das Blut an dem Türbalken und den Türpfosten sieht, wird der HERR an euren Häusern vorübergehen und euch verschonen. Er wird dem Todesengel nicht gestatten, in eure Häuser einzutreten und eure Erstgeburten zu töten. (2Mo 12,12; Jes 37,36)24Ihr und eure Nachkommen sollt euch immer an diese Vorschriften halten. (2Mo 13,4)25Wenn ihr in das Land kommt, das der HERR euch zugesagt hat, sollt ihr an diesem Brauch festhalten. (2Mo 3,17)26Wenn eure Kinder euch fragen werden: ›Was bedeutet dieser Brauch?‹ (2Mo 10,2; 2Mo 13,14)27Dann sollt ihr antworten: ›Das ist ein Passahopfer für den HERRN. Denn er ging in Ägypten an den Häusern der Israeliten vorüber. Als er die Ägypter sterben ließ, hat er unsere Familien verschont.‹« Da knieten die Israeliten nieder und beteten den HERRN an. (2Mo 4,31)28Die Israeliten gingen und machten alles genauso, wie der HERR es Mose und Aaron befohlen hatte.29Um Mitternacht tötete der HERR alle erstgeborenen Söhne der Ägypter, angefangen vom ältesten Sohn des Pharaos, der auf seinem Thron saß, bis hin zum ältesten Sohn eines Gefangenen im Gefängnis. Auch die Erstgeborenen ihrer Tiere ließ er sterben. (2Mo 4,23; 2Mo 11,4; Ps 78,51; Ps 105,36)30In dieser Nacht schreckten der Pharao, seine Minister und das ganze ägyptische Volk auf, und im ganzen Land hörte man lautes Klagen und Weinen. Denn es gab kein einziges Haus, in dem nicht jemand gestorben war. (2Mo 11,6)
Israels Auszug aus Ägypten
31Noch in derselben Nacht ließ der Pharao Mose und Aaron rufen. »Verschwindet!«, forderte er sie auf. »Zieht fort aus unserem Land, ihr und die anderen Israeliten. Geht und dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt. (2Mo 8,4)32Nehmt auch eure Schaf- und Rinderherden mit, wie ihr es wolltet. Geht! Und bittet auch für mich um einen Segen.«33Die Ägypter drängten die Israeliten, so schnell wie möglich das Land zu verlassen. Denn sie fürchteten um ihr Leben. (2Mo 10,7; 2Mo 11,1)34Die Israeliten nahmen ihre Teigschüsseln mit dem Teig, der noch nicht durchsäuert war, schlugen diese in ihre Mäntel ein und trugen sie auf den Schultern.35Von den Ägyptern hatten sie sich silberne und goldene Schmuckstücke und Kleidung erbeten, so wie Mose es ihnen aufgetragen hatte. (2Mo 3,22)36Der HERR hatte dafür gesorgt, dass die Ägypter den Israeliten wohlgesinnt waren. Deshalb gaben sie den Israeliten alles, worum diese sie baten. Auf diese Weise plünderten sie die Ägypter aus. (2Mo 3,22)37So verließen die Israeliten Ramses und machten sich zu Fuß auf den Weg nach Sukkot. Es waren etwa 600.000 Männer, dazu Frauen und Kinder. (2Mo 38,26; 4Mo 1,46)38Auch viele Nichtisraeliten zogen mit ihnen, außerdem riesige Schaf-, Ziegen- und Rinderherden. (4Mo 11,4)39Aus dem Teig, den sie aus Ägypten mitgenommen hatten, backten sie unterwegs ungesäuerte Fladenbrote. Denn sie waren aus Ägypten vertrieben worden, noch bevor der Teig durchsäuert war und hatten sich auch sonst keinen Reiseproviant vorbereitet. (2Mo 11,1)40Die Israeliten hatten 430 Jahre in Ägypten gelebt. (1Mo 15,3; Apg 7,6; Gal 3,17)41Nach 430 Jahren zog das Volk des HERRN nach Stämmen geordnet aus Ägypten fort.42In dieser Nacht, in der er sein Volk aus Ägypten führte, hielt der HERR selbst Wache. Deshalb sollen die Israeliten in dieser Nacht dem HERRN zu Ehren wachen. (2Mo 3,10; 5Mo 16,1)
Vorschriften für das Passahfest
43Dann sprach der HERR zu Mose und Aaron: »Das sind die Vorschriften für das Passahfest: Ausländer dürfen nicht am Passahmahl teilnehmen. (4Mo 9,14)44Aber jeder Sklave, den ihr kauft, darf daran teilnehmen, wenn er zuvor beschnitten wurde. (1Mo 17,12; 3Mo 22,11)45Lohnarbeiter und Gäste aus der Fremde dürfen nicht daran teilnehmen.46Ihr sollt das Lamm gemeinsam in einem Haus essen. Ihr dürft nichts vom Fleisch des Opferlammes nach draußen tragen und keinen seiner Knochen zerbrechen.[7] (4Mo 9,12; Joh 19,33)47Die ganze Gemeinde der Israeliten soll das Fest feiern.48Wenn ein Ausländer bei euch lebt, der mir zu Ehren das Passahfest feiern möchte, müssen zuerst alle männlichen Personen seiner Familie beschnitten werden. Dann kann er das Passahfest mit euch feiern und soll wie ein Einheimischer behandelt werden. Ein unbeschnittener Mann darf jedoch auf keinen Fall vom Passahlamm essen. (4Mo 9,13; Gal 3,28)49Für die Einheimischen und für die Ausländer, die bei euch leben, soll ein und dieselbe Anweisung gelten.« (3Mo 24,22; 4Mo 15,15)50Die Israeliten machten alles genauso, wie der HERR es Mose und Aaron befohlen hatte. (2Mo 12,28)51An diesem Tag führte der HERR das Volk der Israeliten nach Stämmen geordnet aus Ägypten.
1Noch in Ägypten sagte der HERR zu Mose und Aaron:2»Dieser Monat soll für euch von nun an der erste Monat des Jahres sein.3Richtet den Israeliten aus: Am 10. Tag dieses Monats soll jeder für seine Familie ein Lamm auswählen.4Wenn eine Familie zu klein ist, um ein ganzes Lamm zu essen, soll sie sich mit ihren nächsten Nachbarn zusammentun. Teilt es euch so ein, dass genug Fleisch für alle da ist, aber auch nichts davon übrig bleibt.5Sucht einjährige, männliche Tiere ohne Fehler aus; es können Schafe oder Ziegen sein.6Bis zum 14. Tag des 1. Monats müsst ihr sie gesondert halten. Dann sollen alle, die zur Gemeinschaft der Israeliten gehören, die ausgewählten Lämmer in der Abenddämmerung schlachten.7Sie sollen etwas vom Blut der Tiere in einer Schale auffangen und es an die Pfosten und den oberen Türbalken der Häuser streichen, in denen sie das Lamm essen.8Noch in derselben Nacht müssen sie das Fleisch über dem Feuer braten. Dazu sollen sie bittere Kräuter essen und Brot, das ohne Sauerteig gebacken ist.9Ihr dürft das Fleisch nicht roh oder gekocht verzehren; es muss über dem Feuer gebraten sein, und zwar das ganze Tier mit Kopf, Unterschenkeln und Innereien.10Lasst nichts bis zum nächsten Morgen übrig, sondern verbrennt das restliche Fleisch!11Beeilt euch beim Essen! Ihr sollt für die Reise angezogen sein, Schuhe tragen und eure Wanderstöcke in der Hand halten. So feiert ihr das Passahfest – ein Fest für mich, den HERRN.12In dieser Nacht werde ich durch Ägypten gehen und in jeder Familie den ältesten Sohn töten und auch jedes erstgeborene männliche Tier. Ich werde mein Urteil an allen Göttern Ägyptens vollstrecken, denn ich bin der HERR!13Das Blut an den Türpfosten eurer Häuser aber wird ein Zeichen sein, das euch schützt. Wenn ich das Blut sehe, will ich euch verschonen. Ich werde die Ägypter strafen, doch an euch wird das Unheil vorübergehen.[1]14Das sollt ihr niemals vergessen! Darum feiert jedes Jahr an diesem Tag ein Fest für mich, den HERRN! Dies gilt jetzt und für alle kommenden Generationen.«
Das Fest der ungesäuerten Brote
15»Vom Abend des Passahfestes an sollt ihr sieben Tage lang nur Brot essen, das ohne Sauerteig gebacken wurde! Entfernt schon vorher alle Sauerteigreste aus euren Häusern! Wer in diesen sieben Tagen doch etwas isst, das Sauerteig enthält, hat sein Leben verwirkt. Er muss aus dem Volk Israel ausgeschlossen werden.16Versammelt euch am ersten und am siebten Tag zu einem heiligen Fest! An diesen beiden Tagen sollt ihr nicht arbeiten; ihr dürft nur eure Mahlzeiten zubereiten.17So müsst ihr das Fest der ungesäuerten Brote feiern, denn genau an dem Tag, an dem die Festwoche beginnt, habe ich eure Stammesverbände aus Ägypten herausgeführt. Darum sollt ihr diesen Tag Jahr für Jahr feiern, jetzt und in allen kommenden Generationen.18Esst im 1. Monat vom Abend des 14. bis zum Abend des 21. Tages nur ungesäuertes Brot!19Sieben Tage lang dürft ihr keinen Sauerteig in euren Häusern haben. Wer etwas Sauerteighaltiges isst, hat sein Leben verwirkt. Er darf nicht länger zur Gemeinschaft eures Volkes gehören, ganz gleich ob er ein Israelit oder ein Fremder ist.20Esst also kein Brot und auch nichts anderes, das mit Sauerteig gebacken wurde, sondern nur ungesäuerte Lebensmittel, wo immer ihr wohnt!«
Das zehnte Strafgericht: die Tötung der Erstgeborenen
21Dann rief Mose die Sippenoberhäupter der Israeliten und befahl: »Geht los, sucht euch je nach der Größe eurer Familien eines oder mehrere Lämmer aus und schlachtet sie als Passahopfer!22Fangt das Blut in einer Schale auf, taucht ein Büschel Ysop hinein und streicht das Blut an den oberen Balken und an die beiden Pfosten eurer Haustüren. Bis zum nächsten Morgen darf niemand von euch sein Haus verlassen!23Wenn der HERR durchs Land geht, um die Ägypter zu töten, und das Blut an den Pfosten und Balken sieht, wird er an diesen Türen vorübergehen; er wird dem Todesengel nicht erlauben, in eure Häuser einzudringen und euch zu töten.24Haltet euch für immer an den Brauch dieses Festes; er gilt für euch und alle eure Nachkommen!25Wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR versprochen hat, sollt ihr auch dort diesen Brauch bewahren.26Eure Kinder werden euch einst fragen, was dieses Fest bedeutet;27dann erklärt ihnen: ›Dies ist das Passahopfer, das wir dem HERRN darbringen. Denn als er damals die Ägypter tötete, ging er an unseren Häusern vorüber und verschonte uns.‹« Da warfen sich die Israeliten nieder und beteten Gott an.28Dann gingen sie nach Hause und bereiteten alles vor, wie der HERR es ihnen durch Mose und Aaron befohlen hatte.29Um Mitternacht tötete der HERR alle erstgeborenen Söhne der Ägypter, angefangen beim ältesten Sohn des Pharaos auf dem Königsthron bis hin zum ältesten Sohn eines Häftlings im Gefängnis; auch jedes erstgeborene männliche Tier ließ er sterben.30Der Pharao wachte auf, seine Hofbeamten fuhren aus dem Schlaf, ja, ganz Ägypten schreckte hoch in dieser Nacht. Überall im Land hörte man lautes Klagen und Weinen. Es gab kein Haus ohne einen Toten!31Noch in derselben Nacht ließ der Pharao Mose und Aaron rufen und sagte zu ihnen: »Zieht so schnell wie möglich los und verlasst unser Land, ihr und die anderen Israeliten! Geht und opfert dem HERRN, wie ihr es verlangt habt!32Nehmt eure Ziegen- und Schafherden mit, auch eure Rinder, ganz wie ihr wollt! Nur zieht los und bittet euren Gott auch um Segen für mich!«33Die Ägypter drängten die Israeliten zur Eile, damit sie schleunigst das Land verließen. »Wenn ihr noch länger hierbleibt«, sagten sie, »kommen wir alle um!«
Die Israeliten verlassen Ägypten
34Die Israeliten nahmen ihre Backschüsseln mit dem ungesäuerten Teig, schlugen sie in ihre Gewänder ein und trugen sie auf den Schultern.35Auf Moses Befehl hatten sie sich von den Ägyptern silberne und goldene Schmuckstücke und Gefäße sowie schöne Gewänder geben lassen.36Der HERR hatte dem Volk Israel ein so großes Ansehen bei den Ägyptern verschafft, dass sie auf ihre Bitten eingegangen waren. So nahmen die Israeliten von den Ägyptern reiche Beute mit.37Sie brachen auf und zogen zu Fuß von Ramses nach Sukkot; es waren etwa 600.000 Männer mit ihren Frauen und Kindern.38Auch viele Nichtisraeliten verließen mit ihnen das Land. Die Israeliten nahmen ihre großen Ziegen-, Schaf- und Rinderherden mit.39Unterwegs backten sie aus dem ungesäuerten Teig, den sie mitgenommen hatten, Fladenbrote. Weil man sie so plötzlich aus Ägypten vertrieben hatte, war keine Zeit geblieben, den Teig durchsäuern zu lassen und sich mit Proviant zu versorgen.40Insgesamt hatten die Israeliten 430 Jahre in Ägypten gelebt.41Auf den Tag genau nach 430 Jahren zogen alle Stammesverbände, die zum Volk Gottes gehörten, aus Ägypten fort.42In dieser Nacht hielt der HERR selbst Wache, um sein Volk sicher aus Ägypten herauszuführen. Darum sollen alle kommenden Generationen der Israeliten in der Passahnacht dem HERRN zu Ehren wachen.
Vorschriften für das Passahfest
43Der HERR sagte zu Mose und Aaron: »Für das Passahfest gebe ich euch folgende Anordnungen: Grundsätzlich gilt, dass Ausländer nicht am Passahmahl teilnehmen dürfen.44Wenn ihr aber einen ausländischen Sklaven gekauft und ihn beschnitten habt, dann darf er von dem Lamm essen.45Fremde, die nur vorübergehend bei euch leben und sich nicht eurem Volk anschließen, dürfen jedoch nicht an der Mahlzeit teilnehmen. Dasselbe gilt für ausländische Lohnarbeiter.46Ihr müsst das Passahlamm in demselben Haus essen, in dem ihr es zubereitet habt. Bringt nichts von seinem Fleisch nach draußen und zerbrecht ihm keinen einzigen Knochen!47Die ganze Gemeinschaft der Israeliten soll das Passahfest feiern.48Wenn jemand, der aus dem Ausland stammt und bei euch lebt, mir zu Ehren mitfeiern will, soll er jeden Mann und jeden Jungen in seinem Haus beschneiden lassen. Dann gehört er auch zu eurem Volk und kann wie jeder andere Israelit am Fest teilnehmen. Ein Unbeschnittener aber darf auf keinen Fall vom Passahlamm essen.49Für die Einheimischen und für die Fremden, die sich euch angeschlossen haben, soll ein und dasselbe Recht gelten.«50Die Israeliten folgten den Weisungen, die Mose und Aaron vom HERRN empfangen hatten.51An diesem Tag führte der HERR die Israeliten nach Stammesverbänden geordnet aus Ägypten fort.
1Und der HERR sprach zu Mose und Aaron im Land Ägypten:2Dieser Monat soll für euch der Anfang der Monate sein. Der erste von den Monaten des Jahres soll er für euch sein. (2Mo 13,4)3Sprecht zu der ganzen Gemeinde Israels: Am Zehnten dieses Monats soll jeder ein Tier für eine Familie nehmen, ein Tier für jedes Haus.4Wenn aber das Haus zu klein ist für ein Tier, soll man es zusammen mit seinem Nachbarn nehmen, der dem eigenen Haus am nächsten ist, nach der Anzahl der Personen. Ihr sollt bei dem Tier in Rechnung stellen, wie viel ein jeder isst.5Ein makelloses, männliches, einjähriges Tier soll es sein. Von den Schafen oder Ziegen sollt ihr es nehmen. (3Mo 1,3; 1Petr 1,19)6Und ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Dann soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israels in der Abenddämmerung schlachten. (2Chr 35,1)7Und sie sollen von dem Blut nehmen und damit die beiden Türpfosten und den Türsturz an den Häusern bestreichen, in denen sie es essen. (2Mo 12,13; Hebr 11,28)8Das Fleisch aber sollen sie noch in dieser Nacht essen. Am Feuer gebraten, zu ungesäuerten Broten, mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. (2Mo 13,3; 4Mo 9,11)9Nichts davon dürft ihr roh essen oder im Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten, den Kopf mitsamt den Schenkeln und den inneren Teilen. (5Mo 16,7; 2Chr 35,13)10Und nichts davon dürft ihr bis zum Morgen übrig lassen. Was aber übrig bleibt bis zum Morgen, sollt ihr im Feuer verbrennen. (2Mo 16,19; 2Mo 29,34; 3Mo 19,6)11Und so sollt ihr es essen: die Hüften gegürtet, die Schuhe an den Füssen und den Stab in der Hand; und ihr sollt es in Eile essen, ein Passa ist es für den HERRN. (5Mo 16,3; Jes 52,12; Lk 12,35)12Ich werde aber in dieser Nacht durch das Land Ägypten schreiten und alle Erstgeburt im Land Ägypten erschlagen, Mensch und Vieh, und an allen Göttern Ägyptens werde ich Strafgerichte vollstrecken, ich, der HERR. (2Mo 11,4; 4Mo 33,4)13Und das Blut soll euch ein Schutzzeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid. Ich werde das Blut sehen und an euch vorübergehen, und der Schlag des Verderbers wird euch nicht treffen, wenn ich das Land Ägypten schlage. (2Mo 12,7; Jos 2,18; Hes 9,4)14Und dieser Tag soll für euch ein Gedenktag werden, und ihr sollt ihn feiern als ein Fest für den HERRN. Von Generation zu Generation sollt ihr ihn feiern, als ewige Ordnung. (2Mo 27,21; 2Mo 28,43; 3Mo 3,17; 4Mo 15,15)15Sieben Tage sollt ihr ungesäuerte Brote essen. Gleich am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern entfernen. Wer aber Gesäuertes isst zwischen dem ersten und dem siebten Tag, soll aus Israel getilgt werden. (2Mo 13,7; 2Mo 23,15; 1Kor 5,7)16Am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten und am siebten Tag eine heilige Versammlung. An diesen Tagen darf keinerlei Arbeit getan werden; nur was jeder zum Essen braucht, das allein darf von euch zubereitet werden. (Lk 23,56)17Haltet den Tag der ungesäuerten Brote, denn an diesem Tag habe ich eure Heerscharen aus dem Land Ägypten herausgeführt. Haltet diesen Tag, von Generation zu Generation, als ewige Ordnung.18Im ersten Monat, vom Abend des vierzehnten Tags des Monats bis zum Abend des einundzwanzigsten Tags des Monats, sollt ihr ungesäuerte Brote essen.19Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Häusern sein. Wer aber Gesäuertes isst, soll aus der Gemeinde Israels getilgt werden, er sei Fremder oder einheimisch im Land. (2Mo 12,15)20Nichts Gesäuertes dürft ihr essen. In allen euren Wohnstätten sollt ihr ungesäuerte Brote essen.21Da rief Mose alle Ältesten Israels und sprach zu ihnen: Geht und nehmt euch Schafe für eure Sippen und schlachtet das Passa. (2Chr 30,15; 2Chr 35,6)22Und nehmt ein Büschel Ysop, taucht es in das Blut, das in der Schale ist, und bringt etwas von dem Blut, das in der Schale ist, an den Türsturz und an die beiden Türpfosten. Und bis zum Morgen darf niemand von euch durch die Tür seines Hauses gehen. (2Mo 12,7; Jes 26,20)23Der HERR aber wird durch Ägypten ziehen, um es zu schlagen. Dann wird er das Blut am Türsturz und an den Türpfosten sehen. Und der HERR wird an der Tür vorübergehen und dem Verderber nicht gestatten, in eure Häuser einzudringen, um euch zu schlagen.24Diese Anordnung sollt ihr beachten als ewige Ordnung für dich und deine Söhne.25Und wenn ihr in das Land kommt, das der HERR euch geben wird, wie er gesagt hat, sollt ihr festhalten an diesem Brauch.26Und wenn eure Söhne zu euch sagen: Warum habt ihr diesen Brauch? - (2Mo 13,14; 5Mo 6,20; Jos 4,6)27dann sollt ihr sagen: Es ist ein Passaopfer für den HERRN. Er ist an den Häusern der Israeliten in Ägypten vorübergegangen, als er Ägypten schlug, unsere Häuser aber hat er verschont. Da verneigte sich das Volk und warf sich nieder. (2Mo 4,31; 2Mo 13,8)28Und die Israeliten gingen und handelten so. Wie der HERR es Mose und Aaron geboten hatte, so handelten sie. (2Mo 7,6)
Zehnte Plage: Tod der Erstgeburt
29Um Mitternacht aber schlug der HERR alle Erstgeburt im Land Ägypten, vom Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron sass, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen, der im Kerker lag, und alle Erstgeburt des Viehs. (2Mo 11,5; 4Mo 3,13; 4Mo 8,17; Ps 78,51; Ps 105,36)30Da stand der Pharao auf in der Nacht, er mit allen seinen Dienern und ganz Ägypten. Und es erhob sich ein grosses Geschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war. (2Mo 11,6)31Und in der Nacht rief er Mose und Aaron und sprach: Macht euch auf, zieht weg aus meinem Volk, ihr und die Israeliten, und geht, dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt. (2Mo 10,29; 2Mo 11,1)32Nehmt auch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt, und geht! Und bittet auch für mich um Segen. (2Mo 10,26; Esr 6,10)33Und die Ägypter drängten das Volk, um es rasch aus dem Land zu schaffen. Denn sie dachten: Wir müssen sonst alle sterben. (2Mo 11,1)34Da nahm das Volk seinen Brotteig, noch ehe er durchsäuert war. Sie trugen ihre Backtröge in ihre Mäntel gewickelt auf der Schulter.35Und die Israeliten hatten nach dem Wort des Mose gehandelt und sich von den Ägyptern silberne und goldene Gegenstände und Kleider erbeten. (2Mo 3,21; 2Mo 3,22)36Und der HERR hatte dem Volk bei den Ägyptern Gunst verschafft, so dass sie auf ihre Bitten eingingen. So plünderten sie Ägypten.
Aufbruch der Israeliten
37Und die Israeliten brachen auf von Ramses nach Sukkot, etwa sechshunderttausend Mann zu Fuss, Frauen und Kinder nicht mitgezählt. (1Mo 47,11; 4Mo 33,5)38Auch viel fremdes Volk zog mit ihnen hinauf, dazu Schafe und Rinder, eine gewaltige Menge Vieh. (3Mo 24,10; 4Mo 11,4; Neh 9,2; Neh 13,3)39Und sie backten aus dem Teig, den sie aus Ägypten mitgenommen hatten, ungesäuerte Brote, denn er war nicht durchsäuert. Sie waren ja aus Ägypten vertrieben worden und hatten nicht länger warten können und sich auch keine Wegzehrung bereitet.40Die Zeit aber, die die Israeliten in Ägypten zugebracht hatten, betrug vierhundertdreissig Jahre. (1Mo 15,13; Gal 3,17)41Und nach Ablauf von vierhundertdreissig Jahren, an diesem Tag, zogen alle Heerscharen des HERRN aus dem Land Ägypten aus. (2Mo 6,26; 2Mo 12,51; 4Mo 33,1)42Eine Nacht des Wachens war es für den HERRN, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte. Diese Nacht gehört dem HERRN, ein Wachen aller Israeliten, von Generation zu Generation.
Anweisung für das Passa
43Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung für das Passa: Kein Fremder darf davon essen. (3Mo 22,10)44Jeden mit Geld gekauften Sklaven aber sollst du beschneiden. Dann darf er davon essen. (1Mo 17,12; 2Mo 12,48; Hes 44,9)45Ein Beisasse und ein Tagelöhner darf nicht davon essen.46In ein und demselben Haus soll es gegessen werden. Du darfst nichts von dem Fleisch aus dem Haus tragen, und ihr dürft keinen Knochen davon zerbrechen. (4Mo 9,12; Ps 34,21; Joh 19,36)47Die ganze Gemeinde Israels soll es so halten.48Wenn aber ein Fremder bei dir weilt und dem HERRN ein Passa halten will, so soll sich bei ihm jeder beschneiden lassen, der männlich ist. Dann darf er herzutreten, um es zu halten, und er soll als ein Einheimischer des Landes gelten. Kein Unbeschnittener aber darf davon essen. (2Mo 12,44)49Ein und dieselbe Weisung gilt für den Einheimischen und für den Fremden, der in eurer Mitte weilt. (3Mo 24,22; 4Mo 9,14)50Und alle Israeliten handelten so. Wie der HERR es Mose und Aaron geboten hatte, so machten sie es. (2Mo 7,6)51An eben diesem Tag führte der HERR die Israeliten aus dem Land Ägypten, Heerschar um Heerschar. (2Mo 12,41)