Amos 4

Neue evangelistische Übersetzung

von Karl-Heinz Vanheiden
1 Hört dies Wort, ihr Kühe von Baschan,[1] / die ihr auf dem Berg Samarias wohnt! / Ihr unterdrückt die Schwachen / und schindet die Bedürftigen. / Ihr sagt zu euren Männern: / „Los, schafft uns zu trinken herbei!“2 Jahwe, der Herr, schwört bei seiner Heiligkeit: / „Passt auf, es werden Tage kommen, / da schleppt man euch an Haken weg, / an Fischerangeln die Letzten von euch!3 Durch Mauerbreschen müsst ihr hinaus, / eine nach der anderen, / und werdet zum Bannort gejagt!“, sagt Jahwe.4 „Geht nach Bet-El und übt Verbrechen, / nach Gilgal[2] und sündigt noch mehr! / Bringt eure Schlachtopfer am nächsten Morgen, / euren Zehnten am übernächsten Tag! (Jos 4,19; Hos 9,15)5 Verbrennt als Dankopfer gesäuertes Brot, / ruft zu freiwilligen Opfern auf / und lasst es alle hören! / So liebt ihr es doch, ihr Israeliten!“, / sagt Jahwe, der Herr.6 „So habe auch ich euch nichts zu beißen gegeben. In euren Städten und Dörfern gab es Mangel an Brot. Und doch kehrtet ihr nicht zu mir um!“, sagt Jahwe.7 „So hielt auch ich den Regen zurück, drei Monate vor der Ernte. Auf die eine Stadt ließ ich es regnen, auf die andere Stadt nicht. Das eine Feld wurde beregnet; das andere, das keinen Regen bekam, verdorrte.8 Von zwei, drei Städten schleppten sich die Leute zu einer Stadt hin, die noch Wasser hatte. Aber es reichte nicht für so viele. Und doch kehrtet ihr nicht zu mir um!“, sagt Jahwe.9 „Ich schickte euch Mehltau und Getreidebrand. Ich ließ eure Gärten und Weinberge vertrocknen. Eure Feigen- und Olivenbäume fraßen die Heuschrecken kahl. Und doch kehrtet ihr nicht zu mir um!“, sagt Jahwe.10 „Ich schickte euch die Pest wie einst den Ägyptern. Eure jungen Männer wurden im Kampf erschlagen. Eure Pferde gab ich den Feinden zur Beute. Ich ließ euch den Leichengestank eurer Heerlager in die Nase steigen. Und doch kehrtet ihr nicht zu mir um!“, sagt Jahwe.11 „Ich habe bei euch das Unterste zuoberst gekehrt, wie damals bei Sodom und Gomorra.[3] Da wart ihr wie ein angekohltes Holzscheit, das man aus dem Feuer reißt. Und doch kehrtet ihr nicht zu mir um!“, sagt Jahwe. (1Mo 19,24)12 „Deshalb handle ich so an dir, Israel. Und weil ich dir das alles antun werde, mach dich bereit, deinem Gott zu begegnen, Israel!“13 Denn sieh, er formt die Berge, / er erschafft den Wind. / Er sagt dem Menschen, was er im Sinn hat. / Er macht das Morgenrot zur Finsternis, / er schreitet über die Gipfel der Erde. / Er heißt Jahwe, Gott, der Allmächtige.

Amos 4

Neues Leben. Die Bibel

von SCM Verlag
1 Hört mir zu, ihr Kühe Baschans! Ihr Frauen, die ihr auf den Höhen Samarias wohnt, die Armen unterdrückt, die Bedürftigen ausbeutet und zu euren Männern sagt: »Schafft noch mehr herbei, damit wir feiern können!« (Ps 22,13)2 Gott, der HERR, hat bei seiner Heiligkeit geschworen: »Die Zeit wird kommen, da ihr an Haken weggetragen werdet und eure Nachkommen an Angelhaken hängen! (Jes 37,29; Jer 16,16; Hes 29,4; Hes 38,4)3 Ihr werdet durch die Mauerlücken hinausgehen müssen; nach Harmon[1] werdet ihr hinausgeworfen werden«, spricht der HERR.4 »Geht nur nach Bethel, um zu sündigen und nach Gilgal, um noch mehr zu sündigen! Bringt doch jeden Morgen eure Opfer und jeden dritten Tag euren Zehnten!5 Lasst euer Sauerteigbrot als Dankopfer zu Rauch aufgehen und macht eure freiwilligen Opfer öffentlich bekannt! So etwas liebt ihr doch, ihr Israeliten«, spricht Gott, der HERR. (3Mo 7,13; 3Mo 22,18; Hos 9,1)6 »Zwar habe ich Hunger in jede Stadt gebracht und Hungersnot in jedes Dorf, doch ihr wolltet euch nicht zu mir wenden«, spricht der HERR. (Jes 3,1; Jer 14,18; Hag 2,17)7 »Auch den Regen habe ich vor euch zurückgehalten, als es nur noch drei Monate bis zur Ernte waren. Auf die eine Stadt ließ ich es regnen und auf die andere nicht. Über dem einen Acker fiel Regen und über dem anderen nicht, sodass dieser vertrocknete. (1Kön 8,35; Sach 14,17)8 Die Menschen zogen von einer Stadt zur anderen auf der Suche nach einem Schluck Wasser, doch ihr Durst wurde nie gestillt. Doch ihr wolltet euch nicht zu mir wenden«, spricht der HERR. (1Kön 18,5; Jer 14,3; Hes 4,16; Mi 6,14; Hag 1,6)9 »Ich habe euch mit Kornbrand und Mehltau geschlagen. Heuschrecken haben die meisten eurer Gemüsegärten, Weinberge, Feigen- und Olivenbäume kahl gefressen. Doch ihr wolltet euch nicht zu mir wenden«, spricht der HERR. (5Mo 28,22; Joe 2,25)10 »Ich habe euch die Pest geschickt, wie damals gegen Ägypten. Ich habe eure jungen Männer im Krieg getötet und eure Pferde zur Beute werden lassen. Ihr habt den Verwesungsgeruch in euren Heerlagern gerochen! Doch ihr wolltet euch nicht zu mir wenden«, spricht der HERR. (2Mo 9,3; 3Mo 26,25; Jes 9,12; Jer 11,22; Jer 18,21)11 »Ich habe euch Zerstörung gebracht, wie ich[2] Sodom und Gomorra zerstört habe. Ihr wart wie Holzscheite, die man aus dem Feuer gerettet hat. Doch ihr wolltet euch nicht zu mir wenden«, spricht der HERR. (1Mo 19,24; Jer 23,14)12 »Deshalb werde ich all das andere Unheil, Israel, das ich angekündigt habe, über dich bringen. Bereite dich darauf vor, deinem Gott zu begegnen, Israel!«13 Denn siehe, der HERR macht die Berge, schafft die Winde und offenbart den Menschen seine Gedanken. Er verwandelt die Morgenröte in Finsternis und schreitet auf den Höhen der Erde. Sein Name ist HERR, Gott, der Allmächtige! (Hi 38,4; Ps 135,7; Ps 139,2; Dan 2,28; Am 5,8; Am 8,9)

Amos 4

Gute Nachricht Bibel 2018

von Deutsche Bibelgesellschaft
1 Hört, ihr Frauen von Samaria, gut genährt und schön wie Baschans Kühe! Ihr unterdrückt die Schwachen und schindet die Armen. Ihr sagt zu euren Männern: »Los, schafft uns zu trinken herbei!« (Jes 56,12; Am 5,11)2 Der HERR, der mächtige Gott, hat bei seinem heiligen Namen geschworen: »Die Zeit kommt, dass man euch mit Fanghaken herausholen wird, die Letzten von euch mit Fischangeln. (Jer 49,13)3 Eine nach der andern müsst ihr durch die nächste Bresche in der Mauer hinaus und sie werden euch in Richtung Hermon[1] fortjagen. Das sage ich, der HERR!«4 »Kommt zum Heiligtum von Bet-El – und sündigt! Kommt zum Heiligtum von Gilgal – und begeht Verbrechen! Feiert am ersten Festtag eure Mahlopfer und am Tag darauf die Ablieferung eurer Zehnten! (Hos 4,15; Am 5,4; Am 5,21)5 Lasst gesäuertes Brot als Dankopfer in Rauch aufgehen und kündigt freiwillige Opfer an – so laut, dass alle es hören! So liebt ihr es doch, ihr Leute von Israel!« Das sagt der HERR, der mächtige Gott.6 Der HERR sagt: »Ich schickte euch eine Hungersnot, sodass es in euren Städten und Dörfern nichts mehr zu beißen gab. Das kam von mir! Trotzdem seid ihr nicht zu mir umgekehrt. (3Mo 26,14; Jer 5,3)7 Ich hielt den Regen zurück, als die Felder ihn am nötigsten gebraucht hätten.[2] Über der einen Stadt ließ ich es regnen, auf die andere fiel nicht ein Tropfen. Das eine Feld stand prächtig, während auf dem andern alles verdorrte. (Jer 3,3)8 Von überall her schleppten die Leute sich halb verdurstet zu einer Stadt, die noch Wasser hatte; aber es reichte nicht für so viele. Trotzdem seid ihr nicht zu mir umgekehrt«, sagt der HERR.9 »Ich schickte euch Mehltau und Kornbrand; die meisten eurer Gärten und Weinberge, eurer Feigenbäume und Ölbäume fraßen die Heuschrecken kahl. Trotzdem seid ihr nicht zu mir umgekehrt«, sagt der HERR. (Joe 1,4)10 »Ich schickte euch die Pest wie einst den Ägyptern. Ich ließ eure jungen Männer im Kampf umkommen und gab eure Pferde den Feinden zur Beute. In euren Lagern ließ ich euch den Leichengestank in die Nase steigen. Trotzdem seid ihr nicht zu mir umgekehrt«, sagt der HERR. (2Mo 9,3; 5Mo 28,21)11 »Ich ließ ganze Städte untergehen wie einst Sodom und Gomorra, nur ein paar Menschen überlebten die Katastrophe – so wie ein angekohltes Holzscheit gerade noch aus dem Feuer gerissen wird. Trotzdem seid ihr nicht zu mir umgekehrt«, sagt der HERR. (1Mo 19,24)12 »Jetzt aber komme ich selbst und ziehe euch zur Rechenschaft. Macht euch bereit, mir gegenüberzutreten, ihr Leute von Israel!«13 Er hat die Berge geformt und die Winde geschaffen. Er verkündet den Menschen, was er vorhat. Er lässt den Tag zur Nacht werden; er schreitet über die höchsten Gipfel der Erde. »Der HERR, der Gott der ganzen Welt«[3] ist sein Name! (Am 3,7; Am 5,8; Am 9,5; Mi 1,2)

Amos 4

Hoffnung für alle

von Biblica
1 Hört zu, ihr Frauen von Samaria, die ihr wohlgenährt seid wie die Kühe auf den saftigen Weiden von Baschan: Ihr unterdrückt die Hilflosen und knechtet die Armen. Ihr verlangt von euren Männern: »Besorgt uns etwas zu trinken!«2 Gott, der HERR, schwört euch bei seinem heiligen Namen: »Es kommt der Tag, da wird man euch alle wie Fische an Angelhaken davonschleppen!3 Eine nach der anderen schleift man durch die nächstbeste Bresche in der Stadtmauer hinaus und treibt euch in Richtung des Berges Hermon[1]. Darauf könnt ihr euch verlassen!«4 Gott sagt: »Ihr Israeliten, geht ruhig weiterhin zum Heiligtum nach Bethel und sündigt gegen mich! Lauft nur nach Gilgal und ladet noch mehr Schuld auf euch! Bringt doch jeden Morgen eure Opfer dar! Liefert alle drei Tage den zehnten Teil eurer Erträge ab!5 Nehmt Brot aus Sauerteig für eure Dankopfer und lasst den Rauch zu mir aufsteigen! Erzählt es überall, wenn ihr mir freiwillige Gaben darbringt! So habt ihr es doch gern!6 Ich, der HERR, ließ bei euch eine Hungersnot ausbrechen, in euren Städten und Dörfern gab es nichts mehr zu essen. Und doch seid ihr nicht zu mir zurückgekommen!7 Drei Monate vor der Ernte schickte ich euch keinen Regen mehr, den ihr doch so dringend brauchtet. Auf die eine Stadt ließ ich es regnen, auf die andere fiel kein einziger Tropfen. Das eine Feld bekam genug Feuchtigkeit, das andere blieb trocken, und alles verdorrte.8 Wenn es irgendwo noch etwas zu trinken gab, schleppten sich die Einwohner der umliegenden Orte dorthin, dem Verdursten nahe; aber es reichte nicht für so viele. Und doch seid ihr nicht zu mir zurückgekommen!9 Ich, der HERR, habe euer Getreide durch Dürre und Pilzbefall vernichtet; ich ließ eure Gärten und Weinberge vertrocknen, und die Heuschrecken fraßen eure Feigen- und Olivenbäume kahl. Und doch seid ihr nicht zu mir zurückgekommen!10 Ich schickte euch die Pest, wie sie in Ägypten gewütet hat. In den Kriegen trieb ich eure jungen Männer in den Tod, und eure Pferde gab ich dem Feind zur Beute. In euren Feldlagern stank es nach verwesenden Leichen. Und doch seid ihr nicht zu mir zurückgekommen!11 Ich, der HERR, ließ Unheil über euch hereinbrechen wie über Sodom und Gomorra. Nur wenige kamen davon, so wie ein Holzscheit, das gerade noch aus dem Feuer gerissen wird. Und doch seid ihr nicht zu mir zurückgekommen!12 Darum müsst ihr Israeliten jetzt die Folgen tragen – ihr habt keine Wahl. Macht euch bereit, eurem Gott zu begegnen!«13 Ja, Gott ist der Herr, der die Berge formte und den Wind schuf, er lässt die Menschen wissen, was er tun will. Morgengrauen und tiefste Nacht sind sein Werk, er schreitet über die höchsten Gipfel der Berge. »HERR, allmächtiger Gott« – so lautet sein Name!