1Heißt das, dass wir weiter sündigen sollen, damit Gott Gelegenheit hat, uns noch mehr Gnade zu schenken? (Röm 3,5)2Natürlich nicht! Wenn wir für die Sünde tot sind, wie können wir da weiter in ihr leben? (Röm 8,13; Kol 2,20; Kol 3,3)3Oder wisst ihr nicht, dass wir mit Jesus Christus gestorben sind, als wir auf seinen Namen getauft wurden?[1]4Denn durch die Taufe sind wir mit Christus gestorben und begraben. Und genauso wie Christus durch die herrliche Macht des Vaters von den Toten auferstanden ist, so können auch wir jetzt ein neues Leben führen. (Eph 4,22; Kol 2,12; Kol 3,10)5Da wir in seinem Tod mit ihm verbunden sind, werden wir auch in der Auferstehung mit ihm verbunden sein. (Phil 3,10; Kol 2,12; Kol 3,1)6Unser früheres Leben wurde mit Christus gekreuzigt, damit die Sünde in unserem Leben ihre Macht verliert. Nun sind wir keine Sklaven der Sünde mehr. (Gal 2,20; Gal 5,24; Kol 2,12)7Denn als wir mit Christus starben, wurden wir von der Macht der Sünde befreit. (1Petr 4,1)8Und weil wir mit Christus gestorben sind, vertrauen wir darauf, dass wir auch mit ihm leben werden.9Wir wissen, dass Christus von den Toten auferstand und nie wieder sterben wird. Der Tod hat keine Macht mehr über ihn.10Er starb ein für alle Mal, um die Sünde zu besiegen, und nun lebt er für Gott.11Deshalb haltet daran fest: Ihr seid für die Sünde tot und lebt nun durch Christus Jesus für Gott! (Röm 7,4; Kol 2,20; Kol 3,3)12Lasst nicht die Sünde euer Leben beherrschen;[2] gebt ihrem Drängen nicht nach.13Lasst keinen Teil eures Körpers zu einem Werkzeug für das Böse[3] werden, um mit ihm zu sündigen. Stellt euch stattdessen ganz Gott zur Verfügung, denn es ist euch ein neues Leben geschenkt worden. Euer Körper soll ein Werkzeug zur Ehre Gottes sein, sodass ihr tut, was gerecht ist! (Röm 12,1; 2Kor 5,14)14Die Sünde hat die Macht über euch verloren, denn ihr steht nicht mehr unter dem Gesetz, sondern seid durch Gottes Gnade frei geworden. (Röm 7,4; Röm 8,2; Gal 5,18; 1Joh 3,16)
Freiheit, um Gott zu gehorchen
15Bedeutet das, dass wir weiter sündigen dürfen, weil Gottes Gnade uns vom Gesetz befreit hat? Natürlich nicht!16Erkennt ihr denn nicht, dass ihr immer der Sklave dessen seid, dem ihr gehorcht? Ihr könnt die Sünde wählen, die in den Tod führt, oder ihr könnt Gott gehorchen und seine Anerkennung bekommen[4]. (Joh 8,34; 2Petr 2,19)17Gott sei Dank! Denn früher wart ihr Sklaven der Sünde, doch nun habt ihr euch von ganzem Herzen der neuen Lehre unterstellt, der ihr anvertraut wurdet[5]. (2Tim 1,13)18Jetzt seid ihr frei von der Sünde und dient stattdessen der Gerechtigkeit. (Joh 8,32)19Ich benutze diesen Vergleich mit den Sklaven, weil er leicht zu verstehen ist. Früher habt ihr als Sklaven der Unreinheit und Gesetzlosigkeit gedient; jetzt sollt ihr euch dafür entscheiden, für die Gerechtigkeit zu leben, damit ihr heilig werdet.20Damals wart ihr Sklaven der Sünde und kanntet keine Gerechtigkeit.21Und was waren die Folgen? Nichts Gutes, denn heute schämt ihr euch für das, was ihr früher getan habt – es führte zum Tod. (Röm 7,5; Röm 8,6)22Doch nun seid ihr aus der Macht der Sünde befreit und seid Diener Gottes geworden. Jetzt tut ihr das, was zu eurer Heiligung führt und euch das ewige Leben bringt. (Joh 8,32; Röm 8,2; 1Kor 7,22; 1Petr 1,9; 1Petr 2,16)23Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; das unverdiente Geschenk Gottes dagegen ist das ewige Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn. (Mt 25,46; Joh 3,16; Joh 17,2; Röm 5,21; Gal 6,8)
Mit Christus gestorben und mit ihm zu einem neuen Leben auferweckt
1Welchen Schluss ziehen wir nun daraus? Sollen wir weiterhin sündigen, damit sich die Gnade in vollem Maß auswirkt[1]?2Niemals! Wir sind doch, was die Sünde betrifft, gestorben. Wie können wir da noch länger mit[2] der Sünde leben?3Oder wisst ihr nicht, was es heißt, auf Jesus Christus getauft zu sein? Wisst ihr nicht, dass wir alle durch diese Taufe mit einbezogen worden sind in seinen Tod?4Durch die Taufe sind wir mit Christus gestorben und sind daher auch mit ihm begraben worden. Weil nun aber Christus durch die unvergleichlich herrliche Macht des Vaters von den Toten auferstanden ist, ist auch unser Leben neu geworden, und das bedeutet: Wir sollen jetzt ein neues Leben führen.5Denn wenn sein Tod gewissermaßen unser Tod geworden ist und wir auf diese Weise mit ihm eins geworden sind, dann werden wir auch im Hinblick auf seine Auferstehung mit ihm eins sein.[3]6Was wir verstehen müssen, ist dies: Der Mensch, der wir waren, als wir noch ohne Christus lebten, ist mit ihm gekreuzigt worden, damit unser sündiges Wesen[4] unwirksam gemacht wird und wir nicht länger der Sünde dienen.7Denn wer gestorben ist, ist vom Herrschaftsanspruch der Sünde befreit.[5]8Und da wir mit Christus gestorben sind, vertrauen wir darauf[6], dass wir auch mit ihm leben werden.9Wir wissen ja, dass Christus, nachdem er von den Toten auferstanden ist[7], nicht mehr sterben wird; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.10Denn sein Sterben war ein Sterben für die Sünde, ´ein Opfer,` das einmal geschehen ist und für immer gilt; sein Leben aber ist ein Leben für Gott.11Dasselbe gilt darum auch für euch: Geht von der Tatsache aus, dass ihr für die Sünde tot seid, aber in Jesus Christus[8] für Gott lebt.12Euer vergängliches Leben darf also nicht mehr von der Sünde beherrscht werden, die euch dazu bringen will, euren Begierden zu gehorchen.13Stellt euch nicht mehr der Sünde zur Verfügung, und lasst euch in keinem Bereich eures Lebens mehr zu Werkzeugen des Unrechts machen. Denkt vielmehr daran, dass ihr ohne Christus tot wart und dass Gott euch lebendig gemacht hat, und stellt euch ihm als Werkzeuge der Gerechtigkeit zur Verfügung, ohne ihm irgendeinen Bereich eures Lebens vorzuenthalten.[9]14Dann wird nämlich die Sünde[10] ihre Macht nicht mehr über euch ausüben. Denn ihr lebt nicht unter dem Gesetz; euer Leben steht vielmehr unter der Gnade.
Nicht mehr unter der Herrschaft der Sünde, sondern im Dienst der Gerechtigkeit
15Was heißt das nun? Wenn unser Leben unter der Gnade steht und nicht unter dem Gesetz, ist es dann nicht gleichgültig, ob wir weiterhin sündigen[11]? Niemals!16Überlegt doch einmal: Wenn ihr euch jemand unterstellt und bereit seid, ihm zu gehorchen, seid ihr damit seine Sklaven; ihr seid die Sklaven dessen, dem ihr gehorcht. Entweder ihr wählt die Sünde und damit den Tod, oder ihr wählt den Gehorsam Gott gegenüber und damit die Gerechtigkeit.[12]17Aber Dank sei Gott, dass ´die Zeit vorbei ist, in der` ihr Sklaven der Sünde wart, und dass ihr jetzt aus innerster Überzeugung der Lehre gehorcht, die uns als Maßstab für unser Leben gegeben ist und auf die ihr verpflichtet worden seid[13].18Ihr seid von ´der Herrschaft` der Sünde befreit worden und habt euch in den Dienst der Gerechtigkeit stellen lassen.19Ich gebrauche das Bild vom Sklavendienst, das ihr alle kennt[14], weil ihr sonst vielleicht nicht versteht, worum es geht. Früher habt ihr euch in den verschiedenen Bereichen eures Lebens gewissermaßen wie Sklaven in den Dienst der Unmoral und der Gesetzlosigkeit gestellt, und das Ergebnis war ein Leben im Widerspruch zu Gottes Gesetz. Jetzt aber macht euch zu Sklaven der Gerechtigkeit, und stellt alle Bereiche eures Lebens in ihren Dienst; dann wird das Ergebnis ein geheiligtes Leben sein.[15]20Als ihr Sklaven der Sünde wart, standet ihr nicht im Dienst der Gerechtigkeit und wart darum ihr gegenüber frei[16].21Doch welchen Gewinn brachte euch das? Dinge, über die ihr euch heute schämt, Dinge, deren Endergebnis der Tod ist.[17]22Dass ihr jetzt aber von ´der Herrschaft` der Sünde befreit und in den Dienst Gottes gestellt seid, bringt euch als Gewinn ein geheiligtes Leben, und im Endergebnis bringt es euch das ewige Leben.23Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod; aber das Geschenk, das Gott uns in seiner Gnade macht,[18] ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn.
1Was sollen wir jetzt sagen? Etwa: Dann lasst uns doch bewusst Schuld auf uns laden, damit die unverdiente Gnade noch deutlicher herauskommt!?2Auf gar keinen Fall! Wir sind doch in Bezug auf die Schuld gestorben. Wie können wir dann noch länger unser Leben in ihr führen?3Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die in die Wirklichkeit des Messias Jesus hineingetaucht wurden, auf diese Weise in seinen Tod hineingetauft wurden?4Wir sind also mit ihm zusammen begraben worden durch dieses Untertauchen in den Tod. Dadurch geschieht dann das: Genauso wie der Messias wieder zum Leben erweckt wurde durch die wunderbare Herrlichkeit des Vaters, so werden auch wir unser Leben in einer ganz neuen Wirklichkeit führen.5Denn wenn wir ganz und gar mit ihm zusammengewachsen sind in einer völligen Verbundenheit mit seinem Tod, dann werden wir auch in der Auferstehung von den Toten ganz eins mit ihm sein!6Dabei erkennen wir dies: Unser altes Ich ist zusammen mit ihm ans Kreuz geschlagen worden. Auf diese Weise ist das aus dem Weg geräumt, was uns immer wieder ins Schuldigwerden hineingetrieben hat, sodass wir nicht mehr wie Sklaven der Sünde dienen müssen.7Denn ein Mensch, der gestorben ist, ist damit ja auch losgelöst von aller Schuld.8Wenn es nun so ist, dass wir zusammen mit dem Messias gestorben sind, dann vertrauen wir auch darauf, dass wir zusammen mit ihm leben werden.9Dabei wissen wir, dass der Messias, der von den Toten auferweckt wurde, nie mehr stirbt! Ja, der Tod hat keine Macht mehr über ihn!10Die Tatsache, dass er gestorben ist, bedeutet, dass er in Bezug auf die Schuld ein für alle Mal gestorben ist. Und die Tatsache, dass er lebt, bedeutet, dass er für Gott lebt.11Genau das gilt jetzt auch für euch: Seht euch selbst als Tote an, und zwar in Bezug auf den Anspruch, den die Sünde in eurem Leben erheben könnte, und seht euch als lebendig für Gott an aufgrund eurer unlösbaren Verbindung mit dem Messias Jesus.12So soll die Sünde nicht mehr als Herrscher auftreten in eurem sterblichen Körper, als ob ihr noch allen seinen Begierden folgen müsstet!13Und setzt eure Fähigkeiten auch nicht im Dienst der Sünde als Werkzeuge des Unrechts ein! Sondern stellt euch stattdessen selbst Gott zur Verfügung, da ihr ja sozusagen vom Tod zum Leben gekommen seid, und gebraucht eure Fähigkeiten als Werkzeuge der Gerechtigkeit für Gott!14Die Sünde soll nicht die Herrschaft über euch haben. Denn ihr lebt nicht unter dem Machtbereich des Gottesgesetzes, sondern unter der wunderbaren Gnade Gottes.15Was heißt das jetzt? Etwa dies: Lasst uns einfach drauflossündigen, weil wir ja nicht unter dem Urteil des Gesetzes stehen, sondern unter der Gottesgnade!? Auf gar keinen Fall!16Oder wisst ihr nicht, dass ihr dem mit Haut und Haaren gehört, dem ihr euch selbst als Leibeigene verkauft habt? Denn ihr seid ja die Sklaven von dem, dem ihr Gehorsam leistet. Und das gilt in beiden Fällen: In Bezug auf die Sünde, die zum Tod führt, und genauso auch in Bezug auf den Gehorsam gegenüber Gott, der zu einem Leben in Gerechtigkeit führt.17Dabei bin ich Gott dafür dankbar, dass ihr früher Sklaven der Sünde wart, jetzt aber von Herzen gehorsam geworden seid und die Lehre, die euch anvertraut wurde, ohne irgendwelche Abstriche angenommen habt.18Also: Ihr seid von der Sünde befreit worden und seid zu Dienern der Gerechtigkeit geworden.19Ich spreche jetzt auf rein menschliche Weise, weil ihr noch ganz von diesem begrenzten Denken geprägt seid. Also: Früher habt ihr eure Fähigkeiten und Glieder bewusst eingesetzt als Diener für ein Leben voller Unreinheit und Auflehnung gegen das Gottesgesetz und habt so die Gesetzlosigkeit vorangetrieben. Jetzt sollt ihr genauso eure Fähigkeiten und Glieder als Diener für die Gerechtigkeit zur Verfügung stellen, was zu einer immer klareren Ausrichtung auf Gott führt!20Als ihr damals noch Leibeigene der Sünde wart, hattet ihr keine Berührung mit der wahren Gerechtigkeit.21Was für ein Ergebnis brachte das damals ein? Doch Dinge, wegen derer ihr euch heute schämt! Und das Endergebnis solcher Taten ist ja der Tod!22Jetzt aber seid ihr befreit von der Macht der Sünde und dient Gott mit eurem ganzen Leben. Daraus entspringt dann eure Bereitschaft, euch ganz von Gott bestimmen zu lassen, und das Endergebnis davon ist das ewige, unzerstörbare Leben!23Ja, die Endabrechnung für ein Leben in der Sünde ist der Tod. Aber das unverdiente Geschenk Gottes ist das ewige, unzerstörbare Leben im Messias Jesus, unserem Herrn.