1Eines Nachts kam ein Pharisäer mit Namen Nikodemus, der zu den führenden Juden zählte, (Joh 7,50; Joh 19,39)2zu Jesus. »Meister«, sagte er, »wir alle wissen, dass Gott dich gesandt hat, um uns zu lehren. Die Wunder, die du tust, beweisen, dass Gott mit dir ist.« (Mt 22,16; Apg 2,22; Apg 10,38)3Jesus erwiderte: »Ich versichere dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.« (Hes 36,26; Tit 3,5; 2Petr 1,11)4»Was meinst du damit?«, rief Nikodemus aus. »Wie kann denn ein alter Mensch wieder in den Leib seiner Mutter zurückkehren und zum zweiten Mal geboren werden?«5Jesus erwiderte: »Ich sage dir: Niemand kommt in das Reich Gottes, der nicht aus Wasser und Geist[1] geboren wird.6Menschen können nur menschliches Leben hervorbringen, der Heilige Geist jedoch schenkt neues Leben von Gott her. (Joh 1,13; Röm 8,15; 1Kor 15,50; Gal 4,6)7Darum wundere dich nicht, wenn ich sage, dass ihr von Neuem geboren werden müsst.8Der Wind weht, wo er will. Du hörst ihn zwar, aber du kannst nicht sagen, woher er kommt oder wohin er geht. So kannst du auch nicht erklären, wie die Menschen aus dem Geist geboren werden.« (Pred 11,5)9»Aber wie geschieht so etwas?«, fragte Nikodemus.10Jesus antwortete: »Du bist ein angesehener Lehrer Israels, und trotzdem weißt du das nicht?11Ich versichere dir: Wir reden nur von dem, was wir wissen und gesehen haben, und erzählen es weiter. Doch ihr wollt unseren Worten nicht glauben.12Aber wenn ihr mir nicht einmal glaubt, wenn ich euch von Dingen erzähle, die hier auf Erden geschehen, wie werdet ihr mir dann glauben können, wenn ich euch sage, was im Himmel geschieht?13Es ist noch nie jemand in den Himmel hinaufgestiegen, bis auf den Menschensohn,[2] der vom Himmel herab auf die Erde gekommen ist. (Joh 6,38; Eph 4,8)14Und wie Mose in der Wüste die Bronzeschlange auf einem Pfahl aufgerichtet hat, so muss auch der Menschensohn an einem Pfahl[3] aufgerichtet werden, (4Mo 21,8; Joh 8,28; Joh 12,34)15damit jeder, der glaubt, das ewige Leben hat. (Joh 20,31; 1Joh 5,1)16Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. (Röm 5,8; Röm 8,32; 1Joh 4,9; 1Joh 5,13)17Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten. (Joh 12,47)18Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht an ihn glaubt, ist schon verurteilt, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. (Joh 5,24)19Und so vollzieht sich das Gericht: Das Licht ist vom Himmel in die Welt gekommen, aber sie liebten die Dunkelheit mehr als das Licht, weil ihre Taten böse waren. (Joh 1,5; Joh 8,12; Joh 9,5; Joh 12,46)20Sie hassen das Licht, weil sie im Dunkeln Böses tun. Sie bleiben dem Licht fern, weil sie Angst haben, dass ihre Taten aufgedeckt werden. (Eph 5,11)21Wer sich aber nach der Wahrheit ausrichtet, tritt ans Licht und jeder kann sehen, dass er in Verantwortung vor Gott handelt.« (1Joh 1,6)
Johannes der Täufer bezeugt Jesus
22Danach verließen Jesus und seine Jünger Jerusalem. Sie blieben aber noch eine Zeit lang in Judäa und tauften dort. (Joh 3,26; Joh 4,1)23Zu dieser Zeit taufte Johannes der Täufer in Änon, in der Nähe von Salim, weil es dort reichlich Wasser gab. Und viele Leute kamen zu ihm, um sich taufen zu lassen.24Das war, bevor Johannes ins Gefängnis geworfen wurde. (Mt 4,12)25Eines Tages fingen die Jünger des Johannes ein Streitgespräch mit einem Juden über die Reinigungsvorschriften an.26Daraufhin kamen sie zu Johannes und sagten: »Meister, der Mann, dem du auf der anderen Seite des Jordan begegnet bist und auf den du hingewiesen hast – der tauft auch Menschen. Und anstatt zu uns kommen nun alle zu ihm.« (Joh 1,7)27Johannes erwiderte: »Ein Mensch kann sich nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel her gegeben wird. (1Kor 4,7; Hebr 5,4)28Ihr wisst selbst, dass ich euch ganz offen gesagt habe: ›Ich bin nicht der Christus. Ich bin von Gott beauftragt, ihm den Weg zu bereiten – mehr nicht.‹ (Mal 3,1)29Wo die Braut hingeht, da ist der Bräutigam. Und der Freund des Bräutigams, der dasteht und ihm zuhört, freut sich an der Stimme des Bräutigams. Darüber freue auch ich mich – und meine Freude ist nun vollkommen. (Mt 9,15; Offb 21,9)30Er muss immer größer werden und ich immer geringer.31Er ist von oben gekommen und ist größer als jeder andere. Ich bin von der Erde, und mein Verständnis beschränkt sich auf die irdischen Dinge. Davon kann ich sprechen. Er aber ist vom Himmel gekommen.[4] (1Joh 4,5)32Er sagt, was er gesehen und gehört hat, doch niemand glaubt, was er ihnen sagt!33Wer ihm glaubt, bestätigt damit, dass Gott wahrhaftig ist. (1Joh 5,10)34Denn er ist von Gott gesandt. Und er spricht Gottes Worte, denn Gott gibt ihm seinen Geist ohne jede Einschränkung. (Lk 4,18)35Der Vater liebt seinen Sohn und hat ihm Macht über alles gegeben. (Joh 5,20; Joh 15,9)36Und alle, die an den Sohn Gottes glauben, haben das ewige Leben. Doch die, die dem Sohn nicht gehorchen, werden das ewige Leben nie erfahren, sondern der Zorn Gottes liegt weiterhin auf ihnen.« (Joh 3,16; 1Joh 5,12)
Jesus und Nikodemus: Die Notwendigkeit, von neuem geboren zu werden
1Einer der führenden Männer des jüdischen Volkes, ein Pharisäer namens Nikodemus,2suchte Jesus einmal bei Nacht auf. »Rabbi«, sagte er zu ihm, »wir wissen, dass du ein Lehrer bist, den Gott gesandt hat. Denn niemand kann solche Wunder tun wie du, wenn Gott nicht mit ihm ist.«3Jesus entgegnete: »Ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem[1] geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.« –4»Wie kann ein Mensch, wenn er alt geworden ist, noch einmal geboren werden?«, wandte Nikodemus ein. »Er kann doch nicht in den Leib seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal auf die Welt kommen!«5Jesus erwiderte: »Ich sage dir eins: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht ins Reich Gottes hineinkommen.6Natürliches Leben bringt natürliches Leben hervor; geistliches Leben wird aus dem Geist geboren.[2]7Darum sei nicht erstaunt, wenn ich dir sage: Ihr müsst von neuem geboren werden.8Der Wind weht, wo er will. Du hörst zwar sein Rauschen[3], aber woher er kommt und wohin er geht, weißt du nicht. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.«9»Aber wie kann das geschehen?«, fragte Nikodemus.10»Du als Lehrer Israels weißt[4] das nicht?«, entgegnete Jesus.11»Ich will dir etwas sagen: Wir reden von Dingen, die wir kennen; das, was wir bezeugen, haben wir gesehen. Wir bezeugen es, aber ihr nehmt es nicht an.12Und da ihr mir nicht einmal glaubt, wenn ich über die irdischen Dinge zu euch rede, wie werdet ihr mir dann glauben können, wenn ich über die himmlischen Dinge zu euch rede?13Es ist noch nie jemand in den Himmel hinaufgestiegen; der Einzige, der dort war, ist der[5], der aus dem Himmel herabgekommen ist – der Menschensohn[6].14Und wie Mose damals in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss auch der Menschensohn erhöht werden,15damit jeder, der glaubt, in ihm das ewige Leben hat[7].16Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt[8], dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.17Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch ihn zu retten.18Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt. Wer aber nicht glaubt, ist damit schon verurteilt; denn der, an dessen Namen er nicht geglaubt hat, ist Gottes eigener[9] Sohn.19So vollzieht sich das Gericht an den Menschen.[10] Das Licht ist in die Welt gekommen, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, weil ihr Tun böse war.20Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht; er tritt nicht ins Licht, damit sein Tun nicht aufgedeckt wird.21Wer sich jedoch bei dem, was er tut, nach der Wahrheit richtet, der tritt ins Licht, und es wird offenbar[11], dass sein Tun in Gott gegründet[12] ist.«
Der Auftrag Johannes’ des Täufers und der Auftrag Jesu
22Danach ging Jesus mit seinen Jüngern in das Gebiet von Judäa. Er blieb einige Zeit mit ihnen dort und taufte.23-24Auch Johannes, der damals noch nicht im Gefängnis war, taufte noch, und zwar in Änon, einem Ort in der Nähe von Salim, wo es reichlich Wasser gab. Die Menschen kamen auch dort zu ihm und ließen sich taufen.25Eines Tages kam es zwischen den Jüngern des Johannes und einem jüdischen Mann[13] zu einer Auseinandersetzung über die Reinigungsvorschriften.26Sie wandten sich deswegen an Johannes. »Rabbi«, sagten sie, »jener Mann, der auf der anderen Seite des Jordans bei dir war und auf den du die Menschen hingewiesen hast[14], der tauft jetzt auch, und alle gehen zu ihm!«27Johannes erwiderte: »Ein Mensch kann sich nicht das Geringste selber nehmen; es muss ihm vom Himmel her gegeben werden.28Ihr selbst könnt bezeugen, dass ich sagte: Ich bin nicht der Messias[15]; ich bin nur als sein Wegbereiter vor ihm hergesandt.29Er ist der Bräutigam, ihm gehört die Braut.[16] Der Freund des Bräutigams steht dabei und hört ihm zu und freut sich, seine Stimme zu hören.[17] Das ist auch meine Freude; jetzt ist sie vollkommen.30Er muss immer größer werden und ich immer geringer.[18]31Der, der von oben kommt, steht über allen. Wer von der Erde ist, gehört zur Erde und redet aus irdischer Sicht.[19] Der, der vom Himmel kommt, steht über allen.32Er verkündet[20] das, was er gesehen und gehört hat, aber keiner nimmt seine Botschaft an.33Doch wer seine Botschaft angenommen hat, hat damit bestätigt, dass das, was Gott sagt, wahr ist[21].34Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet Gottes eigene Worte; Gott gibt ihm den Geist in unbegrenzter Fülle[22].35Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gelegt.36Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen; der Zorn Gottes bleibt auf ihm.«
1So gab es einen Mann namens Nikodemus. Er gehörte zu der Gruppe der Pharisäer und war ein führender Mann in Judäa.2Mitten in der Nacht kam er zu Jesus und sagte zu ihm: »Rabbi, Meister, wir sind zu dem Schluss gekommen, dass du ein besonderer, von Gott gesandter Lehrer bist. Denn niemand kann solche Wunderzeichen tun, wie du sie vollbringst, wenn sich Gott nicht zu ihm stellt.«3Jesus antwortete ihm: »Ich sage dir ganz klar und deutlich: Nur wenn ein Mensch noch einmal geboren wird, und zwar aus der Kraft, die von oben kommt, kann er Gottes Herrschaftsbereich, seine neue Wirklichkeit überhaupt wahrnehmen!«4Nikodemus fragte: »Wie ist das möglich? Wie kann ein Mensch, der alt geworden ist, noch einmal geboren werden? Er kann doch nicht noch einmal in den Bauch seiner Mutter kriechen und dann geboren werden?«5Jesus antwortete ihm: »Ich sage dir ganz deutlich: Wenn ein Mensch nicht noch einmal geboren wird, und zwar durch das Wasser und durch den Geist, dann kann er nicht in die neue Wirklichkeit Gottes hineinkommen!6Das, was aus menschlichen Möglichkeiten heraus entstanden ist, ist begrenzt und vergänglich wie die Menschen. Was aber entstanden ist aus dem Leben schaffenden Geist Gottes, das trägt in sich diese Wirklichkeit des Gottesgeistes.7Wundere dich nicht über das, was ich sage! Ja, ihr müsst noch einmal ganz neu geboren werden!8Der Wind weht, wo und wie er will. Das Geräusch, das er macht, hörst du, aber du weißt nicht, woher der Wind eigentlich kommt und wohin er sich bewegt. Genau das gilt auch für jeden Menschen, der neues Leben aus dem Geist Gottes empfangen hat.«9Nikodemus erwiderte noch einmal: »Wie soll das möglich sein?«10Jesus antwortete ihm: »Du bist doch ein Professor, ein Lehrer, auf den das Volk Israel hört! Und das weißt du nicht?11Klar und deutlich sage ich dir: Wir sprechen über das, was wir kennen, und wir machen Aussagen über das, was wir gesehen haben. Aber ihr nehmt unsere Aussagen ja nicht als Wahrheit an!12Doch wenn ihr mir schon nicht glaubt, wenn ich über Dinge rede, die alltäglich und offensichtlich sind, wie werdet ihr mir dann Glauben schenken, wenn ich über Dinge spreche, die sich in der Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit abspielen?13Kein einziger Mensch ist in diese Wirklichkeit des Himmels eingedrungen außer einem. Das ist der, der aus dieser Wirklichkeit Gottes herabgekommen ist, der von Gott Beauftragte, der Menschensohn.14Und so wie Mose damals in der Wüste die Bronzeschlange weit sichtbar und hoch anbringen ließ, so wird auch der von Gott gesandte Menschensohn in die Höhe gehoben werden.
Gerichtet und gerettet
15So kann und wird dann jeder, der ihm sein Vertrauen schenkt, durch ihn das Leben haben, das unzerstörbar und ewig ist.16Ja, Gott hat diese ganze Welt so in seiner Liebe umfasst, dass er seinen Sohn, der sein Ein und Alles war, hingab. Dadurch ist es jetzt so: Keiner, der sein Vertrauen auf ihn setzt, geht verloren. Wer aber ihm vertraut, der hat damit das Leben voller Ewigkeit.17Denn Gott hat den Sohn nicht in die Welt hineingeschickt, damit er die Welt verurteilt. Nein, seine Absicht war es, dass die ganze Welt durch ihn von Gottes Heil und Frieden erfasst wird.18Jeder, der sein ganzes Vertrauen auf ihn setzt, hat das Gericht schon hinter sich gelassen. Wer aber nicht auf ihn vertraut, der hat damit schon sein Urteil empfangen. Denn er hat sein Vertrauen nicht auf ihn gesetzt, den einzig geborenen Sohn des wahren Gottes.19Genau darin besteht das Gericht: Er, das Licht, ist in diese Welt gekommen. Aber die Menschen haben sich für die Dunkelheit entschieden. Die gefiel ihnen besser als das Licht, denn ihre Taten waren böse und schlecht.20Aber jeder, der diese dunklen Dinge tut, der verabscheut das Licht und kommt ihm nicht nahe, damit seine bösen Handlungen ja nicht sichtbar werden.21Doch wer sich in seinem Handeln von der Wahrheit bestimmen lässt, der kommt auch gern ins Licht hinein. Da erweist sich dann, wie es mit seinem Tun und Lassen steht. Es wird deutlich, dass alles, was er tut, von Gott bestimmt ist.«
Der Freund des Bräutigams
22Nach dieser Begegnung kam Jesus zusammen mit seinen Schülern in das Gebiet von Judäa. Dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte die Menschen.23Johannes war gleichzeitig dabei, zu taufen, und zwar in Änon, nicht weit von Salim. An dieser Stelle gab es viel Wasser. Ständig kamen die Leute dorthin und wurden von ihm untergetaucht.24Zu diesem Zeitpunkt war Johannes noch nicht ins Gefängnis geworfen worden.25Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Schülern von Johannes und einem anderen Mann aus Judäa über die Frage der rituellen Reinheit.26Da kamen sie zu Johannes und fragten ihn: »Rabbi, der, der dort am Ostufer des Jordan mit dir zusammen war, über den du öffentlich gesprochen hast – der tauft jetzt auch und alle Leute laufen zu ihm hin!«27Johannes antwortete ihnen: »Nur dann kann ein Mensch etwas an sich nehmen, wenn Gott selbst es ihm anvertraut.28Ihr habt doch selbst meine Aussage gehört, dass ich nicht der Messias bin, sondern nur ein Abgesandter, ein Vorbote von ihm!29Der, der die Braut in Empfang nimmt, der ist der Bräutigam. Aber der beste Freund des Bräutigams steht dabei und freut sich unbändig, wenn er die Stimme des Bräutigams hört. Genauso ist es jetzt bei mir: Ich bin ganz und gar von Freude erfüllt.30Ja, Jesus muss an Bedeutung zunehmen, ich aber muss immer unbedeutender werden!«
Das unzerstörbare Leben
31Der, der aus der Wirklichkeit Gottes gekommen ist, ist allen anderen Menschen übergeordnet. Aber wer seinen Ursprung in dieser geschaffenen Welt hat, der ist auch von ihr geprägt. Er spricht über das, was er in dieser Welt erlebt. Aber der, der aus dem Himmel herabgekommen ist, der ist über allem.32Er macht seine Aussagen über das, was er dort gesehen und gehört hat. Und doch nimmt keiner das ernst, was er sagt.33Wer aber seine Aussage als verbindlich annimmt, der bestätigt damit, dass Gott durch und durch wahr ist.34Der, den Gott in diese Welt gesandt hat, der spricht die lebendigen Worte Gottes. Denn Gott gibt den Geist über alle Maßen.35Der Vater hat den Sohn mit seiner ungeteilten Liebe beschenkt und hat ihm alles anvertraut.36Wer sein Vertrauen auf den Sohn setzt, der hat das unzerstörbare Leben. Wer aber nicht auf den Sohn vertrauen will, der wird das Leben nicht einmal zu Gesicht bekommen. Dann bleibt Gottes Nein über ihm bestehen.